Gotteslästerung

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    • Gotteslästerung

      Was versteht man unter Gotteslästerung? Wo beginnt sie?


      „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

      „Gott sollst du nicht lästern, und einen Obersten deines Volkes sollst du nicht verfluchen.“

      „Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und den Namen eures Gottes nicht entheiligen; ich bin der Herr.“


      de.wikipedia.org/wiki/Blasphemie

      Eure Meinung würde mich interessieren.



      Ist es Gotteslästerung, wenn mir ein Ungläubiger einen Witz über Jesus oder den Glauben erzählt und ich darüber lachen muss?
      Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
    • Daniela schrieb:

      Ist es Gotteslästerung, wenn mir ein Ungläubiger einen Witz über Jesus oder den Glauben erzählt und ich darüber lachen muss?
      Es ist mir vollkommen egal, wer dein Vater ist - solange ich hier angel, läuft niemand über's Wasser!

      Ich hoffe mal, du hast nicht gelacht ...

      Warum sind Christen so verkrampft? Geht doch gar nicht ... (sorry, bin wohl eher als Heide einzuschätzen)! Leider ist ja nun in keinem der Evangelien vermerkt,
      das Jesus mal nen Witz gerissen hat, aber --- he, der wird doch wohl hoffentlich auch mal gelacht haben ???

      LG,
      Agi
    • Daniela schrieb:

      Was versteht man unter Gotteslästerung? Wo beginnt sie?
      Die Frage stellt sich wahrscheinlich nur ein gläubiger Mensch. Ein Atheist, oder ein Agnostiker hat ja mit Gott nichts am Hut, wenn er ihn also lästern würde, dann würde er indirekt akzeptieren, dass es ihn gibt. Wäre also kontraproduktiv.

      Ich frage mich, ob Gotteslästerung und "den Namen Gottes missbrauchen" das gleiche ist. Ich denke nicht, es gibt da Unterschiede. Den Namen Gottes missbrauche ich, wenn ich in Gottes Namen etwas mache oder sage, was gegen seinen Willen ist.

      Gotteslästerung dagegen ist für mich eine aktive Beschimpfung und Entehrung Gottes bzw. eine Beleidigung.


      Daniela schrieb:

      Ist es Gotteslästerung, wenn mir ein Ungläubiger einen Witz über Jesus oder den Glauben erzählt und ich darüber lachen muss?
      Hier unterscheide ich hart. Wenn jemand das verkitschte Religionsbild belächelt, das uns manchmal von der RKK (bspw.: die hl. DREI Könige, die sogar mit Namen bekannt sind), dann verdient das meiner Meinung nach sogar belächelt zu werden. Nicht ok ist, wenn man den Gläubigen deshalb verspottet oder verlacht! Die Grenze ist aber nicht für jeden immer so wahrnehmbar, deshalb sollte man im Zweifelsfall darauf verzichten.



      Agnostiker schrieb:

      (sorry, bin wohl eher als Heide einzuschätzen)
      Das Heidentum oder der Heide ist ein aktiv Gläubiger: de.wikipedia.org/wiki/Heidentum
      Er glaubt halt an was anderes, ist aber bewußt und aktiv gläubig.
    • Hallo tricky,

      tricky schrieb:

      (sorry, bin wohl eher als Heide einzuschätzen)
      Das Heidentum oder der Heide ist ein aktiv Gläubiger: de.wikipedia.org/wiki/Heidentum
      Er glaubt halt an was anderes, ist aber bewußt und aktiv gläubig.
      Hm, ja, danke für die Definition. Witzig!
      Wie sollte man auch leben können, ohne an irgendetwas zu glauben? Eine gegenwärtige, geistig-kosmische Instanz in der Welt sollte jeder einigermaßen klar denkende
      Mensch problemlos erkennen können ... von welcher theologischen Warte man das nun angeht - hm ...

      Dürfen denn Christen jetzt über Christen-Witze lachen, oder nicht?

      LG,
      Agi
    • Agnostiker schrieb:

      Dürfen denn Christen jetzt über Christen-Witze lachen, oder nicht?
      Ich für meine Person lache über bestimmte obskure Ausprägungen von Religiosität. Und öffentlich nur, wenn ich damit niemanden beleidige.

      "Dürfen" ist auch so komisch formuliert. Es ist eine Sache der persönlichen Einstellung. Niemand verbietet mir zu lachen oder mich lächerlich zu machen - die Frage ist, welches Zeichen man damit setzt und wie es auf deinen Nächsten wirkt. Ich denke, dass sich viele Christen darum scheren, was der Nächste denkt und wie er empfindet. In dem Sinne haben Sie vielleicht eine höhere Sensibilität diesbezüglich. Das sind aber nur meine Vermutungen.


      Agnostiker schrieb:

      Hm, ja, danke für die Definition. Witzig!
      Ich dachte früher auch, dass der Heide mit einem Ungläubigen gleichzusetzen ist. Bis ich schließlich einen praktizierenden Heiden traf und eines besseren belehrt wurde.


      Agnostiker schrieb:

      Wie sollte man auch leben können, ohne an irgendetwas zu glauben?
      Find ich schon mal einen guten Ansatz. Sogar an eine "geistig-kosmische Instanz". Darf ich dazu fragen, ob man diese Instanz deinerseits irgendwie fassen kann, ob es da irgendwelche Ansatzpunkte gibt. Eine Intelligenz? Eine Person? Einen, der alles geschaffen (-und sich was dabei gedacht) hat?

      LG

      Tricky
    • tricky schrieb:

      Das Heidentum oder der Heide ist ein aktiv Gläubiger: de.wikipedia.org/wiki/Heidentum
      Er glaubt halt an was anderes, ist aber bewußt und aktiv gläubig.

      So hört und liest man heute öfter. Tatsächlich wird und wurde das Wort Heide jedoch in verschiedenem Sinne verwendet:

      • jemand, der nicht an einen Gott oder andere höhere Mächte glaubt;
      • Anhänger einer polytheistischen Religion (aus Sicht einiger Monotheisten);
      • biblisch: jemand, der nicht der christlichen bzw. jüdischen Glaubensgemeinschaft angehört.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • dede777 schrieb:

      Duhu ... Papi ... darf ich mitlachen,
      wenn meine Spielkameraden über eure Ehe Witze machen ...

      dede



      Sorry aber deine Logik verstehe ich nicht! Und irgendwie passt der Beitrag hier nicht wirklich rein....
      Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
    • tricky schrieb:

      Ich frage mich, ob Gotteslästerung und "den Namen Gottes missbrauchen" das gleiche ist. Ich denke nicht, es gibt da Unterschiede. Den Namen Gottes missbrauche ich, wenn ich in Gottes Namen etwas mache oder sage, was gegen seinen Willen ist.

      Gotteslästerung dagegen ist für mich eine aktive Beschimpfung und Entehrung Gottes bzw. eine Beleidigung.



      Finde deine Aussage sehr interessant. Könntest du diese noch etwas näher erklären? Vllt hab ich es nicht ganz geblickt :D ^^
      Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
    • Daniela schrieb:

      Finde deine Aussage sehr interessant. Könntest du diese noch etwas näher erklären? Vllt hab ich es nicht ganz geblickt :D ^^
      ja, gerne doch.

      den Namen Gottes missbrauche ich, wenn ich etwas in Gottes Namen mache, das gegen seinen Willen ist. Natürlich kann ich das nur dann bewußt tun, wenn mir Gottes Wille klar ist. In Fällen, wo man nicht genau weiß was Gottes Wille ist hat man nur die Möglichkeit NICHTS zu tun oder eben das zu tun, was nach dem aktuellen Wissens- und Gewissensstand das richtige ist.
      Wenn sich also beispielsweise ein Christ dazu bemüßigt fühlt einen Moslem im Namen Gottes umzubringen, dann missbraucht er die Bezeichnung Christ - und schlußendlich wirft das ein schlechtes Licht auf Gott, denn der Christ handelt ja anscheinend im Namen Gottes.


      Gotteslästerung dagegen betreibe ich, wenn ich Gott bewußt in ein falsches Licht stelle. Wenn ich ihm Dinge unterstelle, für die er gar nicht verantwortlich ist, also beispielsweise für das Schlechte in der Welt. Dafür kann ich Gott aus meiner Sicht nicht verantwortlich machen. Trotzdem machen das viele, auch manche gläubige Menschen.
      Die andere Form der Gotteslästerung ist die direkte, also die Gottesbeschimpfung.
    • Hans Dieter schrieb:

      Als Gläubiger verbiete ich meiner Umgebung, über etwas, was mir heilig ist, Witze zu machen.

      Es ist an der Zeit, dass wir Gläubige "Kante" zeigen und "tacheles" reden.

      Gruß Hans Dieter


      Hallo Hans Dieter,
      hast du damit schon mal Erfahrungen gemacht? Ich stelle es mir schwer vor meiner Umgebung etwas zu VERBIETEN.
      Was meinst du denn mit tacheles reden?

      Gruß Daniela
      Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
    • Hans Dieter schrieb:

      Hallo Daniela,

      Du kannst doch einfach sagen, "ich will keine Witze darüber hören, das Thema ist mir heilig".

      "tacheles" kommt aus dem Hebräischen und bedeutet, ohne Umschweife und Umschreibung seine Meinung zu sagen.

      Gruß Hans Dieter



      Ja das kann man machen. Aber jemand das zu verbieten wird schwer. Dann bleibt mir nur eins übrig mich aus dieser Gesellschaft zurückzuziehen.
      Ich meinte keine Definition von tacheles, sondern wie das praktisch aussieht. Wie würdest du das machen?
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.

    • „Du sollst den Namen des H
      ERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ (2 Mo 20,7)

      Hier ist die Rede vom Missbrauchen seines Namens. Angenommen, jemand, der im Ausland als Deutscher bekannt ist, der aber sein Aussehen nicht pflegt, oberflächlich seine Arbeit verrichtet, lügt und dazu noch stiehlt, macht seinem Namen als Deutscher Schande. Er gibt von seinem Land und seinen Landsleuten ein unschönes Bild ab und bringt sie so in Verruf.

      Das Beispiel kann sinngemäß auch auf einen Menschen übertragen werden, der sich als ein Nachfolger des Gottes der Bibel ausgibt und sich nicht an die Gebote Gottes hält, die von jedem ein ordentliches, ehrliches und liebevolles Wesen verlangen. Ein solcher Mensch macht nicht nur seiner Familie Schande, sondern vor allem seinem Gott, zu dem er sich als sein Nachfolger bekennt. Wer die Heiligkeit Gottes erniedrigt, indem er seinen Sittendekalog nicht beachtet, und sich trotzdem zu dem Gott der Bibel gehörend ausgibt, missbraucht den Namen Gottes. In diesem Sinn vertieft der folgende Text dieses Verständnis des Missbrauchs.

      „Du rühmst dich des Gesetzes, und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes? Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden«.“ Röm. 2,23.24

      .
    • Danke Stofi, Du hast es schon auf den Punkt gebracht.
      Hier noch eine Erweiterung.


      Hes 20,27
      27 Darum rede, du Menschenkind, mit dem Hause Israel und sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Eure Väter haben mich auch damit gelästert, dass sie mir die Treue gebrochen haben,

      Ich stelle mich darunter. Gott wird verunehrt, gelästert, wenn ihm nicht die Treue, Ehre, stille Zeit usw. gebracht wird, welche ihm zusteht. Damit wird mir auch nicht der volle Segen zuteil, welchen der Herr für mich bereit hält.

      Die höchste Berufung und Bestimmung des Christen ist es, seinen Herrn nachzuahmen. Das ist der ganze Sinn der Heiligung: dem Herrn mehr und mehr gleichgestaltet zu werden, während man ihm auf der Erde dient.
      Als Gottes geliebte Kinder sollen die Gläubigen ihrem himmlischen Vater immer ähnlicher werden.
      Anmerkung zu Eph. 5,1 Schlachter 2000