Gottes Name: Jehova?

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    • Name, Tradition, das Richtige, das Falsche - -

      Das ganz alte Liederbuch "Zionslieder" bringt als Nummer 1 : "Beugt vor Jehovas hehrem Thron", Guillaume Franc, + 1640. Wie wir - oder die Franzosen oder die Amerikaner - antike Namen aussprechen : Die Leute aus der Antike würden sich wundern. Zudem : Man unterhalte sich einmal mit eiem Hebraistiker, wie dese Sprache tief in der Kehle artikuliert wird - wir alle müsste erst sehr gut Hebräisch lernen, um den Namen Gottes originalgetreu artikulieren zu können. - aber bitte alle in gleichem Klang : Die Ungarn, die Polen , die Japaner - -
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Hallo Stephan!

      Stephan Zöllner schrieb:

      Es ist sehr wohl eine offensichtliche Mißachtung einer Person wenn man bewußt eine Verstümmelung des Namens verwendet.

      Die eingedeutschte Form eines Namens zu gebrauchen hat sicherlich nichts mit "Namensverstümmelung" zu tun. Sprichst du etwa von Jeschajahu , oder verwendest du auch die eingedeutschte Aussprache Jesaja? Redest du von Jeremia, damit dein Zuhörer versteht wer gemeint ist, oder bist du ganz korrekt und sprichst diesen Namen Yirməyāhū aus? Wie hieß der Nachfolger Moses? Sprichst du von Jehoschuah, oder einfach eingedeutscht von Josua? Dieser letzte hebräische Name ist übrigens identisch mit dem Namen dessen, der in den Griechischen Schriften Iēsous genannt wird; ich nehme an, du sprichst hier (eingedeutscht!) von Jesus! Italiener würden stattdessen von Gesu, Türken von Isa und Mongolen von Есүс sprechen. Wo ist das Problem? Sprachen verändern sich, Aussprachen verändern sich. Solange du die korrekte Aussprache von JHWH nicht kennst, kannst du andere nicht dafür schlecht machen, dass sie die Aussprache verwenden, die nach wie vor die bekannteste ist. Das ist nun mal Jehova!


      Es spielt überhaupt keine Rolle wie JHWH ursprünglich vollständig vokalisiert und ausgesprochen wurde, denn der SINN dieses Wortspiels ist auch ohne den letzten Vokal immer der Selbe!
      Eben!!!

      Wenn jemand meinen Namen einmal falsch schreibt oder ausspricht und ich korrigiere das und er ignoriert die Korrektur permanent, dann ist er entweder dumm oder mißachtet mich als Person! Dabei spielt es keine Rolle ob ich das ignoriere oder erneut korrigiere.

      Und wann genau hat Gott die "falsche" Aussprache Jehova korrigiert? Ellen G. White wurde in ihren Visionen offensichtlich nicht korrigiert, wenn es darum ging Gott beim Namen zu nennen...


      Ellen G. White, "Diener des Evangeliums" (1918), Seite 133-134
      In unsrer Zeit moralischer Finsternis bedarf es mehr als der trocknen Lehre, um Seelen zu bewegen. Die Prediger müssen eine lebendige Verbindung mit Gott haben; sie müssen so predigen, daß die Leute auch den Eindruck bekommen, daß sie wirklich glauben, was sie reden. Lebendige Wahrheiten von den Lippen eines Gottesmannes lassen Sünder erzittern und die Überzeugten ausrufen: Jehova ist mein Gott; ich will mich auf die Seite des Herrn stellen.


      Ellen G. White, "Diener des Evangeliums" (1918), Seite 152
      In jeder Versammlung der Heiligen horchen heilige Engel auf das Jehova dargebrachte Lob, sei es in Zeugnis, Gesang oder Gebet.


      Ellen G. White, "Christi Gleichnisse" (1911), Seite 141
      Diejenigen, welche ihre Bitten vor Gott darbringen und seine Verheißung beanspruchen, während sie die Bedingungen nicht erfüllen, beleidigen Jehova. Sie beziehen sich auf den Namen Christi als die Autorität für die Erfüllung der Verheißung, aber sie tun das nicht, wodurch sie ihren Glauben an Christum und ihre Liebe zu ihm beweisen könnten.


      Liebe Grüße, GMacS
    • Was ist das Entscheidende an dieser Diskussion?


      von »Nachtperle«

      Und wie lautet der Name richtig? Die Juden haben Vokale zwar nicht geschrieben, aber ausgesprochen. Nach meinem Wissen kann man daher gar nicht sagen, WIE der Name ursprünglich ausgesprochen wurde. Ich will auch gar nicht darüber streiten, wie man ihn ausspricht.

      Nachdem JHWH kein deutsches oder englisches Wort etc.... ist, sondern ein hebräisches Wort, solltet ihr Juden fragen, wie sie diesen Namen aussprechen, wenn sie ihn so oft im AT lesen?

      Weiß das zufällig jemand von euch?

      Wichtiger aber wäre zu wissen, wer mit diesem Namen für die Juden gemeint ist, und wer für die ZJ mit diesem Namen gemeint ist?

      Es könnte ja sein, dass gerade diesbezüglich die ZJ etwas erfunden haben, was vielleicht neu in der Kirchengeschichte ist?

      Das ist ja sicher bekannt - oder nicht?

      Armin
    • Wer ist mit JHWH in der Bibel gemeint ?

      Seele1986 schrieb:

      Juden sprechen den Namen gar nicht aus.

      Sie sagen "HaShem", das heißt: "Der Name".



      Hallo Simon,

      schön. dass Du wieder da bist. Gehst mir ja schon richtig ab! ;)

      Zum Thema:

      Nachdem ich selbst bei einem jüdischen Professor in Collonges, Dr. Jaques Doukhan, 1972 meine ersten Hebräischkenntnisse erwarb und wir als Theologiestudenten dann die ersten Texte der hebräischen Bibel zu lesen hatten, war mitunter das erste, was er uns lehrte, wie wir das Wort JHWH im biblichen Text auszusprechen haben, nämlich so wie er es uns sagte, wie es die Juden tun. Und das war nicht HaSchem sondern, wir mussten das als ADONAI lesen. Das wusste bis dahin noch niemand von uns Studenten!

      Wenn dann jemand versehentlich JAHWE las, bekam er eine schlechten Punkt in hebräsich Lesen!

      Aber das beantwortet noch nicht die Frage, wen die Juden mit diesem Namen eventuell zum Unterschied von den ZJ damit meinten.

      Dann aber wäre noch gut zu wissen, wen Adventisten mit diesem Namen zum Unterschied der Juden und der ZJ und auch anderer Christen damit meinen?

      Gibst Du noch Deine Meinung dazu?

      Armin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Seele1986 schrieb:

      Juden sprechen den Namen gar nicht aus.

      Sie sagen "HaShem", das heißt: "Der Name".

      Die Juden lesen den "Namen Gottes" nicht, sie sagen Adonai oder Elohim. Frag mal einen Juden, wie sich JHVH ausspricht. Angeblich weiß es nur der oberste Rabi, der den Namen nur ein mal im Jahr ausspricht.

      Wie die ZJ es sagen oder auch in verschiedenen Bibelübersetzungen zu lesen ist, finde ich gar nicht gut (richtig). Der Name Gottes, wie sie die ZJ benutzen, ist keineswegs "nur" eine Deutsche, verständliche Form. Das ist eine Verustaltung.


      Jesaja 6,3
      „Und einer rief dem andern zu und sprach: Heilig, heilig,
      heilig ist der H
      ERR der Heerscharen! Die
      ganze Erde ist erfüllt mit seiner Herrlichkeit!“


      „Du sollst den Namen des HERRN,
      deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der H
      ERR wird
      den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht.“
      (2 Mo 20,7 / Elb.)

      .
    • Armin Krakolinig schrieb:

      Nachdem ich selbst bei einem jüdischen Professor in Collonges, Dr. Jaques Doukhan, 1972 meine ersten Hebräischkenntnisse erwarb und wir als Theologiestudenten dann die ersten Texte der hebräischen Bibel zu lesen hatten, war mitunter das erste, was er uns lehrte, wie wir das Wort JHWH im biblichen Text auszusprechen haben, nämlich so wie er es uns sagte, wie es die Juden tun. Und das war nicht HaSchem sondern, wir mussten das als ADONAI lesen. Das wusste bis dahin noch niemand von uns Studenten!
      Gemäß meinem Verständnis ist weder HaSchem, nocht ADONAI der Name Gottes, sondern eine Umschreibung. HaSchem - sagte ja Seele schon heißt so viel wie "Der Name" und ADONAI heißt so viel wie "Mein Herr" Ist also beides nicht die richtige Aussprache für JHWH. Die richtige Aussprache scheint mir nur noch als Spekulation, nicht aber als Absolut möglich.


      Armin Krakolinig schrieb:

      Wenn dann jemand versehentlich JAHWE las, bekam er eine schlechten Punkt in hebräsich Lesen!
      Das scheint mir Traditionsbedingt zu sein. Hat aber mit der richtigen Aussprache nichts zu tun.

      Die Juden haben Vokale zwar nicht geschrieben, aber ausgesprochen. Nach meinem Wissen kann man daher gar nicht sagen, WIE der Name ursprünglich ausgesprochen wurde. Ich will auch gar nicht darüber streiten, wie man ihn ausspricht. Wobei sie den Namen Gottes - gmäß meinem Verständnis eben JHWH (mit Vokalen gelesen) gar nicht ausgesprochen wurde, sondern durch "Der Name" oder "Mein Herr" ersetzt wurde. Ein Zaun um das Gesetz, "du sollst den Namen Gottes nicht zu Nichtigem aussprechen".



      Armin Krakolinig schrieb:

      Aber das beantwortet noch nicht die Frage, wen die Juden mit diesem Namen eventuell zum Unterschied von den ZJ damit meinten.
      Für die Juden gab ein keinen dreieinigen Gott. JHWH war/ist der einzig wahre Gott. Der Schöpfer, der Erlöser und auch der Bundespartner der Juden.

      Nach dem Verständnis der ZJ, die ebenfalls an keine Trinität glauben, ist JHWH - Jehova - der wahre Gott. Der Schöpfergott. Nach ihrem Verständnis wurde auch Jesus von Jehova geschaffen. Ob Juden und ZJ damit den gleichen Gott meinen, kann ich nicht sagen. Nach meinem Verständnis glauben ZJ und Juden an den gleichen Gott. Für Juden hat dieser JHWH keinen "eingeborenen" Sohn.


      Armin Krakolinig schrieb:

      Dann aber wäre noch gut zu wissen, wen Adventisten mit diesem Namen zum Unterschied der Juden und der ZJ und auch anderer Christen damit meinen?
      Hm... für die meisten "Christen" ist "Jehova" die Bezeichnung einer lästigen Sekte. Wahrscheinlich gibt es viele verschiedene Ansichten. Ähnlich wie die Ansicht darüber, was/wer eigentlich ein Christ ist.

      Nach dem Verständnis der "Kirche Jesu Christi, der Heiligen der letzten Tage" (Mormonen) wird Jesus Christus, der Sohn, als Jehova bezeichnet.


      Wie Adventisten über JHWH denken, ist ebenso unterschiedlich, wie man hier im Forum ja erkennen kann. Ich weiß es nicht, wen Adventisten unter diesem Namen verstehen. Ich als Adventist verstehe darunter den/einen Namen des wahren Gottes. Vielleicht noch ein Stückchen mehr. Es ist der Eigenname Gottes, dessen richtige Aussprache verloren gegangen ist.

      Im übrigen bin ich davon überzeugt, dass Gott nicht danach beurteilt, wie dieser Name denn nun richtig oder überhaupt ausgesprochen wird, sondern viel mehr, welche Beziehung man zu IHM hat.Ob ich IHN nun mit "Vater", "Mein Herr", "Herr Jehova", "Allmächtiger Gott" oder sonst wie anspreche, ist dabei völlig nebensächlich. Das WIE macht es aus. Die ehrliche innige Beziehung macht es aus.

      Ich glaube auch nicht, dass Gott die Erlösung davon abhängig macht, ob man nun an die Dreieinigkeit - egal nun, wie man sie auslegen oder verstehen mag - glaubt oder auch nicht.

      ***
    • Seltsame Frage

      Hallo Armin,


      Du schreibst:
      Aber das beantwortet noch nicht die Frage, wen die Juden mit diesem Namen eventuell zum Unterschied von den ZJ damit meinten.

      Ich verstehe diese Frage nicht.

      Anders gesagt:
      Du müsstest diese Frage an Juden und Zeugen Jehovas stellen.

      Vermutlich hast du schon eine Antwort, und du hast die Frage hier als eine Art Test an uns gestellt.
      Sehe ich das richtig?
      Dann teile uns deine Meinung bitte mit.


      Was ein Mensch unter Gott versteht, hängt ohnehin oftmals gar nicht von seiner Religionsgemeinschaft und ihren offiziellen Lehren ab.
      Welchen Akzent ein Mensch in seinem Gottesverständnis setzt, hat hingegen sehr viel mit seiner Erziehung und seinen persönlichen Erfahrungen zu tun.

      Viele Menschen schütteln ein Gottesbild ab oder lehnen bestimmte Gottesbilder ab, weil sie mit den offiziellen Vertretern oder mit besonders Frommen irgendwelcher Kirchen und Gruppen schlechte Erfahrungen gesammelt haben.

      Diese Menschen sind deshalb aus meiner Sicht keineswegs gottlos. Wer "Gott" zB über Opus Dei kennengelernt hat, muss imho gottlos, also diesen Gott los werden.
      Die Atheisten, die ich näher kenne, folgen meiner Erfahrung nach übrigens (meist unbewusst) dem Wort Jesu weitaus öfter als die Evangelikalen, die mir begegnet sind.
    • Menschino schrieb:

      Was ein Mensch unter Gott versteht, hängt ohnehin oftmals gar nicht von seiner Religionsgemeinschaft und ihren offiziellen Lehren ab.
      Welchen Akzent ein Mensch in seinem Gottesverständnis setzt, hat hingegen sehr viel mit seiner Erziehung und seinen persönlichen Erfahrungen zu tun.

      Viele Menschen schütteln ein Gottesbild ab oder lehnen bestimmte Gottesbilder ab, weil sie mit den offiziellen Vertretern oder mit besonders Frommen irgendwelcher Kirchen und Gruppen schlechte Erfahrungen gesammelt haben.

      Diese Menschen sind deshalb aus meiner Sicht keineswegs gottlos. Wer "Gott" zB über Opus Dei kennengelernt hat, muss imho gottlos, also diesen Gott los werden.
      Die Atheisten, die ich näher kenne, folgen meiner Erfahrung nach übrigens (meist unbewusst) dem Wort Jesu weitaus öfter als die Evangelikalen, die mir begegnet sind.
      Das sehe ich auch so. Daher kann man maximal die offizielle Lehre einer Religionsgemeinschaft zu Rate ziehen. Man kann aber nicht wirklich die Ansicht/das Gottesbild DER Christen als DIE Ansicht festlegen oder gar beurteilen. Finde ich auch gar nicht sehr sinnvoll.

      ***
    • Nachtperle schrieb:

      Das sehe ich auch so. Daher kann man maximal die offizielle Lehre einer Religionsgemeinschaft zu Rate ziehen. Man kann aber nicht wirklich die Ansicht/das Gottesbild DER Christen als DIE Ansicht festlegen oder gar beurteilen. Finde ich auch gar nicht sehr sinnvoll.


      Geht es beim Namen nur um das Wort? Oder um die Heiligkeit Gottes.
      Wenn ich mir manche Diskussionen über Gott anschaue, habe ich das Gefühl wir sind weit weg von der Ehrfurcht eines weisen Salomo!
      2.Chronik 2.4.b-5a
      siehe, ich will dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus bauen, das ihm geheiligt werde,um gutes Räucherwerk vor ihm darzubringen und ständig Schaubrote zuzurichten und Brandopfer am Morgen und am Abend, an den Sabbaten und Neumonden und an den Festen des HERRN, unseres Gottes, wie es allezeit für Israel gilt. Und das Haus, das ich bauen will, soll groß sein; denn unser Gott ist größer als alle Götter. Aber wer vermag es, ihm ein Haus zu bauen? Denn der Himmel und aller Himmel Himmel können ihn nicht fassen. Wer bin ich denn, dass ich ihm ein Haus baue, es sei denn, um vor ihm zu opfern?

      2.Chronik 6.18-21
      Aber sollte Gott wirklich bei den Menschen auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? Wende dich aber, HERR, mein Gott, zu dem Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, dass du erhörest das Bitten und Beten deines Knechtes vor dir! Lass deine Augen offen sein über diesem Hause Tag und Nacht, über der Stätte, von der du gesagt hast, du wollest deinen Namen daselbst wohnen lassen, dass du hörest das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte beten wird. So höre nun das Flehen deines Knechts und deines Volkes Israel, wenn sie bitten werden an dieser Stätte; höre es von der Stätte deiner Wohnung, vom Himmel her, und wenn du es hörst, wollest du gnädig sein!

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    • RE: Seltsame Frage

      Menschino schrieb:

      Hallo Armin,

      Du schreibst:
      Aber das beantwortet noch nicht die Frage, wen die Juden mit diesem Namen eventuell zum Unterschied von den ZJ damit meinten.

      Ich verstehe diese Frage nicht.

      Anders gesagt:
      Du müsstest diese Frage an Juden und Zeugen Jehovas stellen.

      Vermutlich hast du schon eine Antwort, und du hast die Frage hier als eine Art Test an uns gestellt.
      Sehe ich das richtig?
      Dann teile uns deine Meinung bitte mit.

      Es ist sicher so, dass Juden und ZJ dasselbe darunter verstehen, aber das Adventisten überzeugt sind, dass dieser Name sowohl den Vater als auch den Sohn meint, weil für beide das zutrifft, was der Name sinngemäß bedeutet.

      Jemanden den Glauben an den wahren Gott abzusprechen, nur weil er in anders nennt, ist üble Theologie.

      Entscheident ist wohl nur, was er über diesen Gott glaubt und verkündigt

      So weit mal schnell!

      Armin
    • Name = ha schem = Wesenskern = Liebe

      Hallo Bogi,

      Du schreibst:
      Geht es beim Namen nur um das Wort? Oder um die Heiligkeit Gottes.


      ha schem = der Name
      bezeichnet im Hebräischen (und im Aramäischen)
      nicht nur das Etikett oder die Bezeichnung, sondern
      auch das Wesen= die Essenz, den Wesenskern.


      Deshalb heisst es im Vaterunser:
      Geheiligt werde dein NAME (=Wesenskern)

      Der innerste Wesenskern Gottes ist die Liebe.
      Gott als die Liebe soll in Ehren gehalten werden und uns heilig sein.
      So verstehe ich das.

      Ganz sicher geht es beim Namen Gottes in der Bibel
      NICHT um Schreibweise oder Aussprache.

      Es wäre ein magisches und damit absolut unbiblisches Verständnis, wenn irgendjemand meinen sollte,
      die richtige Aussprache oder Schreibweise des Gottesnamens hätte Einfluss auf Gottes Antwort oder Verhalten.

      Die richtige Beziehung zu Gott, die ihm gemässe Ansprache steht und fällt mit unserer Gottes- und Nächstenliebe,
      denn Liebe ist der Wesenskern Gottes = hebr. ha schem = Name



      Deine Bibelstellen führen deshalb am Thema vorbei.
    • Bogi111 schrieb:

      Geht es beim Namen nur um das Wort? Oder um die Heiligkeit Gottes.
      Hier im Thread geht es um die richtige Aussprache, bzw. was/wie nun der Name Gottes lautet. Daher geht es weder um Wort noch um Heiligkeit (obwohl die Heiligkeit natürlich nie außer Acht gelassen werden sollte) sondern darum, ob Jehova der Name Gottes ist. Deine angeführten Texte kann ich da leider nicht zuordnen.


      Bogi111 schrieb:

      Wenn ich mir manche Diskussionen über Gott anschaue, habe ich das Gefühl wir sind weit weg von der Ehrfurcht eines weisen Salomo!
      Ja! Wenn ich bedenke, wo Salomo mit seiner "Weisheit" gelandet ist, kann ich nur sagen. Nicht alle, aber viele sind voll mit der "Weisheit" Salomos "gesegnet".

      Das geht aber am Thema "Name Gottes" vorbei. Deshalb erspare ich mir nähere Erläuterungen.

      ***
    • @Armin:

      schön. dass Du wieder da bist. Gehst mir ja schon richtig ab! ;)


      Danke zwar, für die nette Begrüßung, aber ich muss etwas "unschön" reagieren: Ich gehe DIR nicht ab, sondern ich habe beschlossen, mich zu unsinnigen Beiträgen nicht mehr zu äußern. Ich war die ganze Zeit "da".

      Nachdem ich selbst bei einem jüdischen Professor in Collonges, Dr. Jaques Doukhan, 1972 meine ersten Hebräischkenntnisse erwarb


      Frage: Wenn du sogar bei einem jüdischen Professor warst, warum fragst du dann, ob jemand weiß, wie du Juden den Namen aussprechen, anstatt es einfach zu sagen, wenn du es doch weißt?!

      Richtig: Sie sagen auch "Adonai" (Herr) oder "Elohim" (Gottheit), das stimmt. Wenn du aber mal orthodoxe Juden reden hörst, sagen sie sehr häufig "HaShem".

      HaShem ist ein Ehrfurchts-Titel, der ausdrücken soll, dass man "von DEM redet, DER DEN NAMEN hat", diesen Namen aber nicht ausspricht.

      Adonai oder Elohim sind keine Namen, sondern ebenfalls Titel. Oft sagen sie auch "Adonai Elohim", so wie wir im Deutschen "Herr Gott" sagen. "Gott" ist kein Name, sondern eine Wesensbezeichnung, die erstmal vollkommen uneingegrenzt ist! Der Begriff "Gott" ist erstmal vollkommen offen..

      In der Bibel gibt es DEN Namen Gottes nicht! Seine Namen werden seinem Handeln zugeordnet bzw. sein Handeln beschreibt sein Wesen:

      El Roi: "Der Gott, der mich sieht" (sagt Hagar in der Wüste) usw.

      Als Mose fragt: "Was soll ich sagen, WER du bist?", antwortet Gott: "Der Ich-bin-da" (genauer: "Der Ich-werde-da-gewesen-sein")

      Warum tut Gott das? - Weil GOTT nicht begrenzt ist! Er ist nicht einer von..., sondern er ist "Der Ewige" (ebenfalls ein Begriff den Juden oft verwenden!)

      Gott ist nicht "Zeus" NEBEN "Ares" und NEBEN "Apollon", sondern er ist der DER-DA-IST.

      Deshalb keinen spezifischen Namen (erstmal). Nur ein Tetragramm: YHWH (Yod He Waw He). Durch das Tetragramm soll die Unsichtbarkeit, die Verborgenheit, die Ewigkeit und Unfassbarkeit Gottes ausgedrückt werden.

      Aus-zusprechen gibt es da eigentlich nichts! Erst in der Menschwerdung bekommt er ein "Gesicht", eine Nahbarkeit usw.

      Zu deiner Frage im Weiteren: die Juden sagen nicht Je-ho-va; soweit ich weiß, kennen sie diesen Begriff eigentlich gar nicht.

      Jehova war die Interpretation eines Mönches, soweit ich weiß, der sich überlegte, wie der Name wohl auszusprechen sei. Da die Thora in Konsonanten-lauten geschrieben ist, kam er aufgrund der Wortwurzeln zu diesem Namen.

      Das Hebräische hat (wie du ja weißt) Wortwurzeln, aus denen heraus die unterschiedlichen Worte gebildet und abgeleitet werden.

      Horst Krüger (Th.D.) ist jemand, der das in seinen Büchern sehr verständlich und anschaulich erklärt; er arbeitet bei der Christlichen Botschaft Jerusalem.

      Mi kamocha ba elim JHWH - Wer ist wie du unter den Göttern? (2. Mose 15,11) Anstelle des "JHWH" steht einfach "Du" bzw. "Er".

      Ich persönlich halte das Gottesbild der ZJ nicht für meinen Gott, daher ist es mir auch ziemlich egal, wie sie diesen Gott nennen oder meinen, seinen Namen aussprechen zu können, sollen oder müssen...

      Lg

      (auf sinnvolle Diskurse!)
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • P.S.:

      "Mi kamocha ba elim JHWH" - Wer ist wie DU unter den Göttern?"

      Die Juden würden hier natürlich nicht sprechen: Wer ist wie HaShem... (Wer ist wie der Name)

      sondern sie würden ihn an-sprechen, denn es ist ja eine An-sprache.

      Also: Wer ist wie Adonai (wer ist wie Du HERR)

      Sie würden also vorlesen: "Mi kamocha ba elim Adonai".

      Es steht das JHWH geschrieben, aber gelesen wird es nicht.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Gane MacShowan schrieb:

      Die eingedeutschte Form eines Namens zu gebrauchen hat sicherlich nichts mit "Namensverstümmelung" zu tun.

      "Jehovah" ist aber eindeutig NICHT die eingedeutschte Form des Namens sondern das inzwischen allseits bekannte Ergebnis eines klar nachgewiesenen Irrtums. Die Erklärung dazu steht in der Einleitung jeder revidierten Elberfelder Bibel und ist allgemein anerkannte Tatsache, die nirgendwo mehr zur Diskussion steht. Nichteinmal bei den "Zeugen Jehovas".

      "Jehova" ist also weder eine "Übersetzung", noch ein Kosename (wie das von Jesus angesprochene "abba" [Vater, lieber Vater, Väterchen]) sondern das Ergebnis eines großen Irrtums, den man als Christ meiner Meinung nach nicht fortsetzen sollte - nur weil er bekannt ist.
      Denn mit dem gleichen "Argument" könnte nahezu jeder andere Irrtum ebenso verteidigt werden.

      EGW ist für mich - selbst als Prophetin! - ein irrender Mensch, der auch den Irrtümern ihrer Kultur unterworfen war. Darum zählt sie nicht als Argument gegen offenkundige Fakten!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Kleiner Hinweis

      Obwohl ich die Diskussion für völlig unwichtig halte, hier ein kleiner Hinweis.


      Es gab im Jüdischen schon früh eine Scheu das Tetragramm

      יְ ה וָ ה

      das für den Eigen-Namen Gottes steht, auszusprechen.
      Es wurde deshalb als Adonai = Hebr. „Herr“ ausgesprochen.


      Ab dem 2./3. Jahrhundert nach Christus war die richtige Aussprache des Tetragramms vermutlich den Juden selbst nicht mehr bekannt.


      Die hebräischen Konsonanten des Tetragramms für Gottes Namen

      יְ ה וָ ה
      He Waw He Jod (von rechts zu lesen)

      wurden später mit den Vokalen für Adonai = hebr. „Herr“ unterlegt, damit beim Lesen nicht „zufällig“ das Tetragramm gelesen und damit der heilige Name Gottes nicht „unnötig“ ausgesprochen wurde.
      Die Vokalisation war eine Lesehilfe und bedeutete:
      ACHTUNG! Was hier in Konsonanten geschrieben steht (ketib), das lies (qere) anders, nämlich wie die Vokale das andeuten, nämlich "Adonai" !

      Aus dieser Lesehilfe wurde von christlichen „Bibelexperten“ dann irrtümlich abgeleitet,
      dass die Konsonanten des Tetragramms und die Vokale für Adonai zusammengehören.
      Liest man nämlich die Konsonanten des Tetragramms
      Jod, He, Waw, He
      mit den Vokalzeichen für Adonai,
      Ae O A
      dann kommt ungefähr die Aussprache „Jehowah“ heraus.

      Daraus leiteten dann besagte „Experten“ ab, „Jehowah“ sei die Aussprache des Tetragramms und damit Gottes „Eigenname“.
    • Stephan Zöllner schrieb:

      "Jehovah" ist aber eindeutig NICHT die eingedeutschte Form des Namens sondern das inzwischen allseits bekannte Ergebnis eines klar nachgewiesenen Irrtums. Die Erklärung dazu steht in der Einleitung jeder revidierten Elberfelder Bibel und ist allgemein anerkannte Tatsache, die nirgendwo mehr zur Diskussion steht. Nichteinmal bei den "Zeugen Jehovas".
      Das stimmt. Denn nicht nur in Deutscher Sprache wird Jehova ausgesprochen. Und dieses Klar nachgewiesen ... so wurde schon so manche Wahrheit kreiert. Weil man meinte, es sei klar nachgewiesen. Man braucht nur Worte wie: Allseits bekannt. Allen intelligenten ganz klar. Das sagt sogar der XY und ähnlich. Zur Diskussion steht es nicht. Ich habe auch noch nie gehört, dass jemand auf den Wahrheitsanspruch pocht.

      Es stimmt! Niemand meint dass ein Irrtum ausgeschlossen ist. Weil selbst ZJ wissen, dass die Vokale nicht mehr bekannt sind.


      Stephan Zöllner schrieb:

      "Jehova" ist also weder eine "Übersetzung", noch ein Kosename (wie das von Jesus angesprochene "abba" [Vater, lieber Vater, Väterchen]) sondern das Ergebnis eines großen Irrtums, den man als Christ meiner Meinung nach nicht fortsetzen sollte - nur weil er bekannt ist.
      WER behauptet, dass dies eine Übersetzung sei? Oder ein Kosename? Mir ist beides neu.

      Wenn dieser von dir verstandene Irrtum nicht fortgesetzt werden sollte, bist du im Forum falsch. Du solltest dich an Bibelübersetzer wenden, dass sie Jehova nicht mehr schreiben sollen.

      Stephan Zöllner schrieb:

      Denn mit dem gleichen "Argument" könnte nahezu jeder andere Irrtum ebenso verteidigt werden.
      Zum Beispiel?

      Stephan Zöllner schrieb:

      EGW ist für mich - selbst als Prophetin! - ein irrender Mensch, der auch den Irrtümern ihrer Kultur unterworfen war. Darum zählt sie nicht als Argument gegen offenkundige Fakten!
      Sind nicht alle Menschen - egal wer, irrende Menschen? Welche Kriterien machen für dich einen Menschen zum Irrtumslosen? Zu jemanden, dessen Argumente als Irrtum unmöglich macht? Selbst zählst du dich wohl auch dazu, oder?

      ***
    • Menschino schrieb:

      Obwohl ich die Diskussion für völlig unwichtig halte, hier ein kleiner Hinweis.
      Sehe ich ähnlich.

      Wenn es Gott wichtig wäre, wie hier so mancher tut .... Ich bin überzeugt, Gott hätte es uns gesagt und nicht in Vergessenheit geraten lassen.

      Ich sehe keine Gefahr für einen Gläubigen von Seiten Gottes, wenn er den Namen "Jehova" verwendet.

      ***
    • Hallo Stephan!

      Stephan Zöllner schrieb:

      Gane MacShowan schrieb:

      Die eingedeutschte Form eines Namens zu gebrauchen hat sicherlich nichts mit "Namensverstümmelung" zu tun.
      "Jehovah" ist aber eindeutig NICHT die eingedeutschte Form des Namens sondern das inzwischen allseits bekannte Ergebnis eines klar nachgewiesenen Irrtums.


      1.) Ob die Aussprache eines Namens eingedeutscht ist oder nicht, hängt nicht davon ab, weshalb man diesen Namen so ausspricht, sondern einzig und allein davon, ob dieser Aussprache (aus was für Gründen auch immer) gebräuchlich geworden ist.

      2.) Wenn du von einem "klar nachgewiesenen Irrtum" sprichst, dann wüsste ich gerne worin dieser klare Nachweis besteht! Ich kenne lediglich eine (durchaus plausibel klingende) Theorie, die gerne zu einer Tatsache erhoben wird.

      "Die Schreibweise Jehova, Iehovah oder Jehovah wird auf den Dominikanermönch Raymundus Martinus zurückgeführt. Dieser übersetzte um 1270 verschiedene Bibelteile aus dem Hebräischen ins Lateinische; in den Handschriften seines Werks Pugio Fidei adversus Mauros et Judaeos wird das Tetragramm mit Iehovah wiedergegeben. Man nimmt an, dass er die masoretische Punktierung der zu adonaj gehörigen Vokale (e-o-a) mit den Konsonanten JHWH zu I-e-H-o-V-a-H kombinierte."

      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/JHWH#Jehovah

      Zwischen "man nimmt an" und "eindeutig nachgewiesen" sehe ich noch einen klaren Unterschied. Falls du tatsächlich "eindeutige Beweise" kennst, lasse ich mich aber gerne eines besseren belehren.

      3.) Mich würde nach wie vor interessieren, ob du von Jesaja, Jeremia und Hesekiel sprichst, oder ob du diese Namen Jeschajahu, Jirmejahu und Jechezkel aussprichst, da die eingedeutschten Aussprachen nichts mit den eigentlichen (jüdischen) Aussprache zu tun haben...

      Liebe Grüße GMacS