Zehnten geben bei Hartz IV

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Nur eine Nebenfrage. Haben die Wittwen und Weisen damals wenn sie Hilfe vom Tempel oder ähnliches bekommen haben das Geld verzehntet?
      Da Gott immer auch einen "Sozialplan" hatte bin ich mir nicht sicher ob "Geholfenen" auch die 10ten Pflicht überhaupt auferlegt wurde.

      Ist Einkommen aus Arbeit das gleiche wie "Spenden" der Gemeinde (so gesehen auch der Staaat)?
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Ich sehe das genau so wie Nachtperle immer sagte: der eigene Ertrag (das verdiente Geld) wird verzehntet, aber die Spenden oder die Geschenke nicht. Bei diesen handelt es sich um keinen eigenen Ertrag. Hartz4 ist nichts anderes als eine staatliche Spende, damit der Mensch halbwegs existieren kann.

      Ein Hartz4-Empfänger kann aber, weil/wenn er mehr freie Zeit zur Verfügung hat, diese sinnvoll irgendwo einsetzen. Zum Beispiel Hilfetätigkeiten innerhalb der Kirche.

      Wenn du jedoch - selbst bei Hartz4 - ein fröhlicher Geber bist (muss nicht unbedingt der Zehnte sein, kann auch weniger), wird Gott dich sehr segnen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Wenn du jedoch - selbst bei Hartz4 - ein fröhlicher Geber bist (muss nicht unbedingt der Zehnte sein, kann auch weniger), wird Gott dich sehr segnen.
      Das stimmt. Ich erlebe das auch zur Zeit: Obwohl ich nur 10% von dem als Zehnten gebe, was ich im Monat für Essen ausgebe zur Verbreitung des Evangeliums (Sabbatschule bzw. Geld, damit u.a. die Sabbatschulhefte kostenlos verbreitet bzw. an andere Menschen weitergegeben werden können)habe ich trotzdem keinen Mangel und kann sogar noch etwas sparen, obwohl ich selbst auch arbeitslos bin.

      Ich sehe das genau so wie Nachtperle immer sagte: der eigene Ertrag (das verdiente Geld) wird verzehntet, aber die Spenden oder die Geschenke nicht. Bei diesen handelt es sich um keinen eigenen Ertrag. Hartz4 ist nichts anderes als eine staatliche Spende, damit der Mensch halbwegs existieren kann.
      Das hatte ich ganz so noch nicht gesehen, obwohl es eigentlich logisch ist. :patsch:

      Danke, für diesen Hinweis. :)


      Aaron
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Wenn du jedoch - selbst bei Hartz4 - ein fröhlicher Geber bist (muss nicht unbedingt der Zehnte sein, kann auch weniger), wird Gott dich sehr segnen.


      Ja klar! Und währenddessen plant der Herr Pastor für sich den Kauf eines neuen Carports oder kauft sich einen zweiten Flachbildfernseher, damit er sich die Aufzeichnung seiner letzten Predigt in Farbe und Panoramaformat ansehen kann, so kann er dann dem Herrn noch besser dienen. Zum Stichwort "fröhlicher Geber": Auf alle Fälle sind die meisten Kirchen fröhliche Nehmer, die nehmen ganz entspannt und als wär 's das natürlichste von der Welt für sie.

      Gott wird Menoflip noch viel mehr segnen, wenn er statt seine paar Kröten der Kirche zu geben, einen Bekannten oder Kollegen, der es brauchen kann, zu einem gemeinsam gekochten Essen einlädt oder sonst wirklich etwas für konkrete Menschen tut, die ihm begegnen.Gottes Segen ist nicht von bestimmten Zahlungen abhängig! Egal welche Zitate aus dem Alten Testament herbeigequält werden, um Leuten ein schlechtes Gewissen einzureden oder ihnen ihre letzten Kröten zu nehmen. ADRA oder irgendein kirchlicher Baufonds sind nicht die Pforte zum Himmel.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • HeimoW schrieb:

      Daniels, warum so polemisch?
      Das liegt vielleicht an der etwas unausgeglichenen Ansicht mancher Christen über den Zehnten.

      Meine Meinung:

      Wenn jemand fragt, ob er aus Beträgen der Sozialhilfe den Zehnten geben soll/muss/darf - wie immer man das sehen mag - dann ist da ein wenig schlechtes Gewissen dabei, wenn man es nicht tut. Aber auch die Gewissheit, dass man nicht über die Runden kommt, wenn man von dem Wenigen noch 10% abgibt. Solche Verunsicherungen bzw. solch ein Druck auf Menschen ist nicht gut und auch nicht richtig.

      Ich verstehe es nicht als ein absolutes Muss, den Zehnten zu bezahlen. Ich denke, dass der Mensch daneben auch noch leben darf. Und wie ich schon sagte und immer noch davon überzeugt bin: Sozialhilfe vom Staat wird nicht gegeben, um eine Kirche oder sonstige Institution zu finanzieren. Das verstehe ich sogar als Missbrauch der Sozialhilfe. So gesehen müsste die Kirche den Menschen unterstützen, nicht umgekehrt. Wenn sich der verarmte Mensch finanziell erholt hat, wendet sich das Blatt wieder.

      Die Aussage von Daniels ist nach meinem Empfinden nicht polemisch, sondern aus einem persönlichen Empfinden heraus geschrieben. Vielleicht auch mit persönlicher Erfahrung gepaart. Ich kann solche Reaktionen verstehen.

      ***
    • HeimoW schrieb:

      Daniels, warum so polemisch?


      @HeimoW: Weil ich es leichtfertig und manchmal billig und anmaßend finde, Leuten, denen es manchmal an einem Euro oder einem Cent fehlt, irgendeinen Profit via Gott zu versprechen, wenn sie irrelevante Beträge für eine Kirche spenden. Die meisten Leute, die so etwas empfehlen, wissen nicht, wovon sie reden, sie verstehen nicht die Lage solcher Menschen und sehen nur ihre papierernen Bibeltheorien, nicht aber die Menschen, um die es geht.

      Gott sieht in Menoflips Herz! Manche Leute meinen anscheinend, es reiche stattdessen der Blick in die Geldbörse. Menoflip, Gott wird Dich nicht belohnen, wenn Du nur deswegen den Zehnten oder auch nur einen Cent der Kirche gibst, weil irgendwer aus der Gemeinde Dir eingeredet hat, dann würde Gott Dir Zinsen zahlen. Gottes Mißachtung oder gar Strafe kommt über die, die meinen, sie könnten IHN wie einen lukratives Börsendeal ausnutzen und benutzen! Und über die, die solches anderen einreden.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Nachtperle schrieb:

      So gesehen müsste die Kirche den Menschen unterstützen, nicht umgekehrt.

      finde ich richtig aber auch weiterdenkenswert.

      Da wird für Adra in alle Welt gespendet(ist gut so) aber zuhause gibt es genug "arme" Geschwister.
      Warum gibt es hierfür nicht ebenfalls Unterstützungen evtl. direkt aus den 10ten Geldern?

      Kann mir evtl jemand sagen was die Bibel so alles darüber sagt wie Armen geholfen werden soll und WER dort in der Pflicht ist zu unterstützen?

      .....ich will nur konsequent weiter denken.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      Da wird für Adra in alle Welt gespendet(ist gut so) aber zuhause gibt es genug "arme" Geschwister.
      Warum gibt es hierfür nicht ebenfalls Unterstützungen evtl. direkt aus den 10ten Geldern?

      Ich war einmal bei einer gemeinsamen Veranstaltung verschiedener Kirchen, am Ausgang wurde eine Kollekte gesammelt. Bei ein paar Scherzen und einem kurzen Wortwechsel merkte ein Baptistischer Pastor an, dass es früher genauso gewesen sei, wie Du, Baptist, in Deiner Frage nahelegst. Arme Gemeindeglieder oder Gottesdienstbesucher hätten etwas von der Kollekte bekommen. Das wirst Du heute kaum mehr erleben. Das nur als historische Anmerkung.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Baptist schrieb:

      finde ich richtig aber auch weiterdenkenswert.

      Da wird für Adra in alle Welt gespendet(ist gut so) aber zuhause gibt es genug "arme" Geschwister.
      Warum gibt es hierfür nicht ebenfalls Unterstützungen evtl. direkt aus den 10ten Geldern?

      Kann mir evtl jemand sagen was die Bibel so alles darüber sagt wie Armen geholfen werden soll und WER dort in der Pflicht ist zu unterstützen?

      .....ich will nur konsequent weiter denken.
      Der Zehnte ist - so wie ich es verstehe - für die Mission gedacht. Also alles, was mit der Verbreitung des Evangeliums zu tun hat.

      Aber ... es werden Woche für Woche Gaben gesammelt. Und sehr oft auch für die Gemeindekasse. Von daher könnte/sollte/müsste der wirklich Arme unterstützt werden. So viel ich mitbekomme, funktioniert das in unserer Gemeinde wunderbar. Da hilft wirklich der "Besser Gestellte" gerne dem in eine "enge Lage" Gekommenen.

      Es geht aber hier in erster Linie - wann, was, wovon muss/soll/darf ich den Zehnten bezahlen. Und da ist mein persönliches Verständnis: Auf keinen Fall aus dem Sozialhilfetopf des Staates. Zu Recht protestieren die Steuerzahler, wenn mit Sozialuntestützung Missbrauch getrieben wird. Ich glaube nicht, dass der Staat oder wer immer dafür zuständig ist, so eine Zahlung an die Kirche akzeptieren würde. Eher denke ich, wird das Geld gekürzt wenn nicht gar gestrichen. Weil es eben für den Zweck dienen soll, dass der Sozialhilfeempfänger leben, eventuell auch die Wohnung heizen und wenn es dunkel wird auch mal Licht in der Wohnung machen kann.

      Wer so viel hat, dass er das Leben locker leisten kann um das ein anderer kämpfen muss, sollte sich fragen, ob er/sie nicht mehr Gaben geben könnte, um dieses Ungleichgewicht in der Gemeinde/Kirche auszubalancieren. So wäre jedem geholfen. Dem Geber wie auch dem Nehmer.

      ***
    • Hallo,

      habe nie Zehnten gegeben nur weil ich Zinsen mir Gott geben würde dann, sondern aus Freiwilligkeit die Gemeinde zu unterstützen, naja der 10 % geht ja an die Vereinigung, und die Zahlen die Prediger und Projeckte.

      Wo meine Mutter noch jung war, hat sie mir erzählt das sie wo sie nicht viel geld hatten, und sie sagte mir das jemand von der Gemeinde ihr Geld gegeben hat aber die anderen von der Gemeinde haben sich aufgeregt weil sie sagten: jetzt müssen wir spenden oder so änliche worte das meine Eltern oder meine Mutter geld bekommt.

      Ich habe es überschätzt mit dem Zehnten das ich es mir doch nicht so Leisten kann zu zahlen, deswegen finde ich der Zehnten Zahlen aus Freiwilligkeit wenn man es Zahlen kann, und nicht aus muss, weil es dann selbsterlösung ist.

      meine Mutter und mein vater sind auch als STA aufgewachsen und wie meine Mutter mir erzählt hat wenn ich oder andere sehr Arm sind würden die Gemeinde uns nicht helfen mit geld.

      Irgendwie habe ich so gesehen in Süddeutschland ist es so, will nicht pauschalisieren aber das die meisten nicht helfen, weil es ihnen noch zu gut geht, aber kenne eine Schwester der STA wo von Berlin kommt, und zum Bodensee gezogen ist und da ist es so das sie ihre Miete nicht so Leisten kann weil sie auch Hartz IV hatte, aber die Gemeinde in Berlin unterstützt sie, das finde ich gut, und sollte auch in Süddeutschland so sein wenn jemand hilfe braucht.
    • Nur mal zum Nachdenken:
      Ein Tagelöhner ohne normales / regelmäßiges Einkommen (und ohne Grundbesitz) mußte in der Bibel auch keinen Zehnten bezahlen.

      Darum hat Gott meiner Meinung nach dokumentiert, daß er uns mit dem Zehnten nicht in der Armut knebeln will sondern hat sogar ganz im Gegenteil
      * das Hall-/Erlaß-Jahr geschaffen (in dem alle Schulden ungültig wurden und jüdische Sklaven frei kamen)
      * die Zinsen verboten (weil das die Spirale zwischen Arm udn Reich mur vergrößert)
      * sogar Sklaven definierte Rechte gegeben
      * geschäftsmäßige Betrüger / Händler wiederholt angeprangert weil sie Unrecht tun und die Leute "ausrauben"

      Ziel der göttlichen Gesetze war und ist immer, daß die Armen NICHT ausgebeutet werden sondern die Möglichkeit erhalten aus ihrer Misere heraus zukommen.
      Ich glaube darum nicht, daß Gott von Dir erwartet, daß Du von dem geld, von dem Du kaum leben kannst auch noch Zehnten bezahlst.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stephan Zöllner ()

    • Ich bin kein Adventist und habe sowieso einen etwas lockereren Umgang mit dem Zehnten. Ich würde Dir raten: Gib soviel ab, wie für Dich erträglich ist. Du wirst auch dann noch auf Dinge verzichten müssen, aber es treibt Dich nicht in den Ruin. Gott ist im Gegensatz zu uns Menschen nicht an Zahlen gebunden, ich sehe den Zehnten deswegen als Richtgrösse an, wer mehr geben kann, weil er sehr viel verdient, soll auch mehr abgeben, wer weniger abgeben kann weil er von Hartz 4 lebt sol weniger geben. Gott sieht Dein Herz und Deine Einstellung zum Zehnten an und nicht den Betrag den Du opferst. Neben Geld gibt es ja auch andere Dinge die man opfern kann. "Zeit" ist heute ein Gut das wesentlich rarer ist als Geld. Warum opferst Du nicht davon mehr. In dem Du in der Kirchenarbeit mithilfst, kranke Geschwister besuchst etc. Das sind alles auch Opfer und Gott wird Dich reich dafür belohnen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi