Gleichstellung Homosexueller Paare

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    • James Gabriel schrieb:

      Ich möchte ganz allgemein und nicht im Bezug auf die Gleichstellung fragen, ob Betroffenen überhaupt "christliche Hilfe" angeboten werden kann und ob es überhaupt sinnvoll ist ?
      Nicht weltlich oder fleischlich zu leben, das haben sich die Menschen, die Kloster gegründet haben, wohl gewünscht. Dass man sich selbst nicht weglaufen kann und damit auch nicht der Möglichkeit versucht zu werden, das ist die eine Seite. Man kann aber auch nicht verleugnen, dass es leichter ist sich gegenseitig zu ermutigen und dem "Herrn zu singen und zu loben", wenn Menschen gleicher Gesinnung miteinander beten und arbeiten.
      Wenn man seine Sexualität nicht ausleben will , dann finde ich es sinnvoll doch wenigstens in Gemeinschaft zu sein. So würde ich christliche Hilfe verstehen, sich gegenseitig anzureizen einen Weg zu gehen, der Gott nicht ein Gräuel ist.
      Generell sinnvoll finde ich mit Menschen zusammen zu sein, die sich nicht selbst zum Maßstab gemacht haben, sondern Gott gefallen möchten. Die Frage ist doch auch wie sehr wir uns selbst gehören oder eben nicht. Das ist eine völlig untypische Sicht, die eigentlich nur "Christen" verstehen würden.
      "Betroffen" zu sein auf Homosexualität zu reduzieren , das finde ich sowieso zu klein gedacht, wir sind irgendwie alle in einer Schublade( durch Prägung, Neigung, Erziehung, Genetik....und haben mehr oder weniger Hilfe nötig. Die das in den Kirchen nicht sehen, sind meist selbst ein Problem für die Gemeinschaft.
      Die größte Hilfe, die ich durch brüderlich oder schwesterliche Gemeinschaft haben kann ist, dass ich angenommen bin wie ich bin, damit ich werden kann wie ich soll. ( Schöne Theorie;-)
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • James Gabriel schrieb:

      Mit welcher Begründung also lässt Du einen Homosexuellen am Leben ?
      Lieber James,schade das mein Beitrag bei Dir nur Spott und Zynismus auslöst...

      Ich versuchte es ehrlich aus meiner Sicht darzustellen. Leider hat sich die Seite die Du eingestellt hast, nur mit der "Sünde" beschäftigt.

      Ich frage mich,warum kaum wahrgenommen wird, das Liebe in der RKK,laut Lehre immer noch zum Kinderkriegen erlaubt wird.

      Das die Nähe zwischen Mann und Frau im Islam geächtet wird. Das aber in kauf genommen wird das der Trieb unter Männern oder mit Tieren praktiziert wird.

      Das man in China und anderen Kulturen dem Mann eine andere Stellung zubilligt,er aber um zu Heiraten ein Vermögen ausgeben muss oder im Ausland seine Frau suchen muss.

      Es gibt soviele entartungen,was die natürliche Liebe zwischen Menschen,von Menschen entstellt wird,nicht im göttlichen Sinne

      gelehrt wird,das es mich wundert, was wir für verrenkungen anstellen mit dem Wort Gottes.Um entweder andere zu verurteilen oder sich

      zu rechtfertigen. Hilfe,verständniss und Frieden können wir nur in Jesus finden.

      Ich habe eine Geschiedene geheiratet. Die Bibel ja Jesus sagt,....
      Zitat:
      Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch. (Lukas 16,18)
      keine hat mit helfen können...mit meinem Gewissen klarzukommen,nur Jesus!!!!
      Ich kann mich nicht erinnern das ich meinen Geschwistern so zynisch begenet bin...

      Gerade im Lutherjahr,sollte uns das Wort zu denken geben,"allein" aus Gnade habe ich dich erlöst...
    • Pfingstrosen schrieb:

      Irgendwie verstehe ich die Beiträge teilweise nicht. Es klingt so, als ob Homosexualität nun keine andere Versuchung wäre als Ehebruchgelüste oder überhaupt Versuchungen , die zur Sünde führen können. Von Homoseite aus wirkt es so, als ob die "Neigung" eine Bestimmung wäre. Aus genetischen Gründen wird in den Medien argumentiert. Es mag wohl alles geben. Menschen , die durch Erlebnisse sexuelle Prägungen in gleichgeschlechtlicher Weise haben oder auch "genetisch???" dazu hingezogen sind. Die Bibel selbst spricht von "entbrennen" und die Frage wird wohl bleiben, ob der biblische Glaube an den Schöpfer dieses "Entbrannt sein" auch wieder löschen könnte.
      Wenn Gott das Wollen und Vollbringen schafft, könnte man dann sagen, dass es auf jeden Fall möglich wäre?
      Da streiten sich Fachleute. Ich bin nur ein Mensch und kann maximal meine Erfahrungen bezeugen. Versuchungen kommen und gehen.
      Prägungen sind hartnäckig. Alles ist möglich aber es geht niemanden etwas an und eine Gleichstellung homosexueller Paare mag eine gesellschafliche Errungenschaft sein, eine christliche Hilfe ist es sicher nicht.
      Meine Erfahrug - gesammelt seit der Affäre E:K:( Predeiger !) so 1952 oder 53, und die Erfahrung aus Jugendlagern (Turnersee, Jugendsekretär . "Ge, bitte, applanier' des !") und die Langzeitverläufe und die genaue Beobachtun von Körperbau und Bewegungsmustern ("Why do you still move like a gay after your sucessful - as you say - repartion therapy ?") und weiter darauf Aufgebautes lassen mich auf "inborn patterns" schliessen. Die Behavioristen wieder pochen auf denas Menschenbild eines völlig neutralen Neugeborenen. Das Schicksal von Erik Schinegger -der in die in Panik geriet, als - damals noch "sie" im Damen-Ski - Nationalkader so ein eigens Gefühl gegenüber den Kolleginen aufkommen spürte- "Ich bin lesbisch!!!", während die Kolleginnen den Herrenkader im Kopf hatten - -

      Ich habe in der Gemeinde Swinger erlebt, Satyrismus und Nymphomanie erlebt, einen auf Cunnilingus trainierten Hund - - -- na ja, kann halt net anders, reden wir nix drüber. Die Betroffenen reden auch nix drüber, dahe ist alles paletti, lauter brave Heilige.

      Der schon zitierte Wolgang Sigusch betitelt sein letztes Buch "Sexualitäten".

      Endlich besinnt sich unsere teologische Forschung in Friedensau dieses Themenkomplexes - und von Hans Heinz bekommen sie ein "Ohrenreiberl", von mir meine Literatur zur SAche.ri meine Literatur. Ich lese lieber Rilke.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Das Leben im Licht
      8 Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts;
      9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
      10 Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist,
      11 und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf.
      12 Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich.
      13 Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht aufgedeckt wird;
      14 denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.
      15 So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise,
      16 und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.
      17 Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist.
      18 Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen.
      19 Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen
      20 und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • James Gabriel schrieb:

      einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind :

      1. Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1,9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken ?
      2. Ich würde gerne eine Tochter zeugen und diese in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21,7 erlaubt wird. Was wäre Deiner Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?
      3. Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15,19–24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen ? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf empfindlich.
      4. Lev. 25,44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, dass würde auf Deutschland zutreffen, aber nicht auf die Schweiz . Kannst Du mir das erklären? Warum darf ich keine Schweizer besitzen?
      5. Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag (Sabbat) arbeitet. Exodus 35,2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten ?
      6. Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Lev. 11,10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu - Ich mag nämlich keinen Fisch und auch keine Meeresfrüchte. Könntest Du das klar stellen ?
      7. In Lev. 21,20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich morgens immer müde bin und meine Augen noch nicht ganz öffnen kann. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt's hier ein wenig Spielraum ?
      8. Die meißten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19,27 verboten wird. Wie sollen sie sterben ?
      9. Ich weiß aus Lev. 11,7–8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe ?
      10. Mein Opa hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19,19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüberhinaus trägt meine Oma Kleider die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Opa flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass ich den ganzen Aufwand betreibe, das komplette Dorf zusammenzuholen, um Opa und Oma zu steinigen ? Genügt es nicht, wenn ich Oma und Opa in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrenne, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen ? (Lev. 20,14)

      Diese Punkte 1 - 10 sind an sich schon schlimm genug - und ich bezweifle ob dies wirklich von JAHWEH so gewollt war - jedenfalls sind diese seit dem Neuen Testament allesamt.. n i c h t .. m e h r .. g ü l t i g !!!

      Dass die Homosexualität auch im NT verboten ist, sagt eindeutig Paulus in Römer 1,26+27!
      Kann daher die Kirche etwas segnen (die Homo-Ehe), was Gott nicht segnet und für ihn ein Gräuel ist?
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Bitte erklären , verstehe nur Bahnhof!!!
      Hallo Norbert,verstehst Du jetzt was ich meinte.
      Man kann Eros, Agape und Philia als verschiedene Formen der Liebe zu unterschiedlichen Menschen ansehen:
      • Eros ist die romantische+ Sexuelle Liebe zum Partner
      • Philia ist die freundschaftliche Liebe zu Freunden, Kollegen, Nachbarn etc.
      • Agape ist die Liebe zu Gott und zu allen Mitmenschen
      Eros Agape Philia – Yogawiki
      Drei Arten der Liebe » Zeit zu leben

      Wenn ich 2 davon praktizieren darf,aber die Eros Sünde ist! Deshalb habe ich die 2/3 betont....
    • Bitte endlich um terminologische Korrektheit bei denen, welche sich immerhin mit dem Thema beschäftige !



      Homosexualität ist ebensowenig Sünde wie Heterosexualität. Was man damit macht - darüber ist zu diskutieren !

      (Ich täte der lieben Schwester x allsasabbats so gere auf das wohlgeformte Hinterteil klopfen - das ist neuerdings strafrechtlich verfolgbar ! - Ich Armer !!)

      Oder wäre es nicht für uns alle besser, was sich die Beichtkinder eines lieben Bekannten, RK Pfarrer, in ihren Abendgebeten wünschen : Dass der Liebe gott doch endlich die Geschlechtsunterschiede (Goethe : "das Ewig - Weibliche") aus unserer Welt eliminieren möge, wenn er schon bei der Shöpfung die Komplikationen daraus nicht bedacht hat !)
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • philoalexandrinus schrieb:

      Ich täte der leiben Schwester x allsasabbats so gere auf das wohlgeformte Hinterteil klopfen - das ist neuerdings strafrechtlich verfolgbar ! - Ich Armer !!)
      Man kann auch Schönes einfach schön finden und sagen: Das hast du schön gemacht!
      Oder werden in der Schrift die schönen Frauen und Männer nicht als solche benannt? Doch, sehr wohl. ;)
    • Seele1986 schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      Ich täte der leiben Schwester x allsasabbats so gere auf das wohlgeformte Hinterteil klopfen - das ist neuerdings strafrechtlich verfolgbar ! - Ich Armer !!)
      Man kann auch Schönes einfach schön finden und sagen: Das hast du schön gemacht!Oder werden in der Schrift die schönen Frauen und Männer nicht als solche benannt? Doch, sehr wohl. ;)
      .... und Gott wird sich darüber sehr freuen.
      Immanuel, o süsses Wort! Mein Jesus heisst mein Hort, Mein Jesus heisst mein Leben.
      Mein Jesus hat sich mir ergeben, Mein Jesus soll mir immerfort Vor meinen Augen schweben.
      Mein Jesus heisset meine Lust, Mein Jesus labet Herz und Brust. BWV 248
    • Seele1986 schrieb:

      Man kann auch Schönes einfach schön finden und sagen: Das hast du schön gemacht!
      Oder werden in der Schrift die schönen Frauen und Männer nicht als solche benannt? Doch, sehr wohl.
      und wie gut , dass der Heiland nicht auf die "Hässlichen" vergessen hat und das Äußere mit sich selbst relativierte.
      Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Bogi111 schrieb:

      Ich versuchte es ehrlich aus meiner Sicht darzustellen.
      Lieber Bogi,

      mein letzter Beitrag war z.T. sarkastisch, keinesfalls aber in der Absicht verfasst Dich persönlich angreifen zu wollen. Lassen wir bitte die Kirche im Dorf - Konzentrieren wir uns jetzt bitte weniger darauf, was Katholiken, der Islam oder andere Weltkulturen tun. Ebenso wenig ist mir daran gelegen, mit dem Wort Gottes Verrenkungen anzustellen. Was ich vermitteln wollte, hat Philoalexandrinus bereits auf den Punkt gebracht :

      philoalexandrinus schrieb:

      Homosexualität ist ebensowenig Sünde wie Heterosexualität. Was man damit macht - darüber ist zu diskutieren !
      Ich denke, dass es keine Sünde ist, wenn man homosexuell ist. Du sagst, dass der verlinkte Beitrag den ich reingestellt habe sich nur mit der "Sünde" beschäftigt. Mit welcher Sünde, lieber Bogi ? Steht dort, dass es Sünde ist, wenn jemand homosexuell ist ? Oder steht dort, dass es Gott keine Freude bereitet, wenn gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen erfolgen ?

      Ich zitiere aus dem von mir verlinkten Beitrag aus dem letzten Absatz :
      "Eine homosexuelle Person ist nicht ein homosexueller Christ sondern einfach nur ein kämpfender Christ, genauso wie andere Christen mit anderen Sünden, wie Ehebruch, Lügen und Stehlen zu kämpfen haben. Wenn der Begriff „schwuler/lesbischer Christ/-in“ sich auf eine Person bezieht, die aktiv und ständig einen homosexuellen Lebensstil ohne Reue führt – dann nein, so eine Person kann kein wahrer Christ sein."

      Du vergleichst das "homosexuell sein" mit den 3 verschiedenen Formen der Liebe. Manche Menschen sehen den Menschen der "homosexuell ist" als Sünder an. Sie setzen das "homosexuell sein" sofort mit einem aktiven homosexuellen Lebensstil gleich. Es wäre dem ähnlich, wenn ich sagen würde: Ein heterosexueller Mensch ist automatisch ein Sünder, denn er hätte ja das Potenzial zu onanieren, fremd zu gehen oder in das Bordell zu gehen. Doch (homosexuelles) Verhalten, (homosexuelles) Begehren und die sexuelle Identität fallen nicht zwingend zusammen.

      In 3. Mose 18,22 und 3. Mose 20, 13 steht "wenn ein Mann bei einem Mann liegt, als würde er bei einer Frau liegen, so haben sie beide ein Gräuel begangen". Da steht aber nicht: "Wenn ein Mann homosexuell ist, dann..." Dieser Vers bezieht sich also nicht auf eine sexuelle Prägung sondern auf eine gleichgeschlechtliche Handlung.

      Bogi, hab auch Dank für Deine Offenheit, wenn Du schreibst:)

      Bogi111 schrieb:

      Ich habe eine Geschiedene geheiratet. Die Bibel ja Jesus sagt: Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch. (Luk 16,18) Keiner hat mit helfen können mit meinem Gewissen klar zu kommen, nur Jesus!!!!
      Lass' uns berücksichtigen, dass wir Beide in verschiedene Gemeinden gehen und somit wohl auch ein unterschiedliches Glaubensverständnis haben. Mir liegt es fern Dein Gewissen beschweren zu wollen - Doch kannst Du es Dir vorstellen, dass ich es als einen ungewöhnlichen Eindruck empfinde, wenn Du so argumentierst ? Ich möchte damit sagen, dass es auf mich so wirkt, als ob Du mit zweierlei Maß messen würdest. Versteh' mich bitte nicht falsch, ich möchte Dich nicht persönlich angreifen, über Dein Leben urteilen, werten, richten oder sonstiges. Der Sinn liegt mir darin, dass ich gerne verstehen würde, warum Du mit Deinen Geschwistern (mit anderen Glaubensverständnis) bei einem anderen Gebot (ich denke, Du weißt welches ich meine) manchmal etwas hart in's Gericht gehst, die Gewissensfreiheit dieser Geschwister vielleicht etwas untergräbst, während Du beim Gebot "Du sollst nicht ehebrechen" sagst: "Keiner hat mir helfen können mit meinem Gewissen klar zu kommen, nur Jesus." Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Situation für Dich alles andere als leicht war - Hast Du damals als Du eine geschiedene Frau geheiratet hast so empfunden, als ob Du ein Gebot gebrochen hättest ? Wenn es um das Halten von Geboten ging, kam von Dir der Satz: Wer mich liebt, der haltet meine Gebote". Nun aber wirkt es auf mich so, als wäre ein Gebot "dehnbarer", während ein "anderes Gebot" keinen Spielraum zulässt. Niemals würde ich Dich deshalb als Sünder betiteln oder Dich richten. Es ist Deine Sache, und es ist eine Sache zwischen Gott und Dir... Verstehst Du, was ich Dir damit sagen will ? Kannst Du es Dir vorstellen, dass man, wenn man homosexuell ist, genau das gleiche sagen könnte, nämlich : "Keiner hat mir helfen können mit meinem Gewissen klar zu kommen, nur Jesus." Haben Deine Geschwister dich gerichtet, haben sie Dich aufgrund Deiner Situation als "Ehebrecher" beschimpft ? Ist es da vielleicht etwas vermessen, wenn man einen Menschen das "Sein" (homosexuell sein) als etwas sündhaftes anlastet ? Wie gesagt, es steht mir nicht zu über Dein Leben zu urteilen - Für mich bist Du kein "Ehebrecher", auch kein "böser Sünder" sondern schlichtweg ein Christ, der ebenso zu kämpfen hat, wie wir alle zu kämpfen haben. Ein Mensch der z.B. einen Diebstahl begeht, ist für mich kein Dieb - Damit würde ich nämlich seinen Charakter entwerten. Er ist ein Mensch der gestohlen hat. Nicht der Mensch ist die Sünde, sondern sein Handeln ist Sünde.

      In erster Linie sind wir Menschen, egal welche sexuelle Prägung wir auch haben. Einfach nur Menschen die Gott lieben wollen. Wir Menschen möchten Liebe geben und Liebe nehmen, und dies nur auf sexuelle Ebene reduzieren zu wollen wäre töricht. Liebe kennt viele Ausdrücke, sie ist wie eine Sprache. Um lieben zu können, braucht es auch die Möglichkeit sich selbst lieben zu können, denn ich kann einen anderen Menschen nicht etwas geben, was ich selbst nicht habe. Egal welche sexuelle Prägung ich auch habe - Ich kann mich selbst annehmen, weil ich auch weiß, dass ich von Gott angenommen bin. Wenn jemand homosexuell ist, dann hat er nichts falsches getan, er hat niemanden weh getan, er hat nicht gesündigt - Weil Homosexualität eben so wenig Sünde ist wie Heterosexualität.

      Ein Mensch der homosexuell ist, ist deswegen nicht gleich ein Sünder. Es gibt auch keine "schwulen, lesbischen, stehlenden, ehebrechenden oder lügenden Christen" sondern einfach nur kämpfende Christen. Der Herr sagt, dass wir alle seiner Gnade bedürfen, denn wir alle sind Sünder. Er will uns abwaschen von aller Ungerechtigkeit. Welch ein Segen wäre es, wenn man sich gegenseitig als "kämpfender Christ" begegnet, anstatt sich gegenseitig als "Sünder" zu betiteln?



      Norbert Chmelar schrieb:

      Kann daher die Kirche etwas segnen (die Homo-Ehe), was Gott nicht segnet und für ihn ein Gräuel ist?
      Es gibt viele Homosexuelle die diese Entwicklung nicht begrüßen. Gesellschaftlich oder politisch mag es sein, dass man dieses Thema oder auch homosexuelle Menschen instrumentalisiert. Ich persönlich finde, dass es nicht notwendig ist, dass sich die Landeskirchen in dieser Frage entgegen der Schrift "verbiegen". Ferner wäre wohl auch die Frage zu stellen, wozu es überhaupt den Segen einer Kirche bedarf, wenn man doch tagtäglich im Wort Gottes den Segen und Frieden unseres Herrn finden kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • James Gabriel schrieb:

      In erster Linie sind wir Menschen, egal welche sexuelle Prägung wir auch haben. Einfach nur Menschen die Gott lieben wollen. Wir Menschen möchten Liebe geben und Liebe nehmen, und dies nur auf sexuelle Ebene reduzieren zu wollen wäre töricht. Liebe kennt viele Ausdrücke, sie ist wie eine Sprache. Um lieben zu können, braucht es auch die Möglichkeit sich selbst lieben zu können, denn ich kann einen anderen Menschen nicht etwas geben, was ich selbst nicht habe. Egal welche sexuelle Prägung ich auch habe - Ich kann mich selbst annehmen, weil ich auch weiß, dass ich von Gott angenommen bin.
      LieberJames,das war mein Verständniss von Anfang an,das was Du oben schreibst.

      In meinen Herzen habe ich Gott schon in früherster Jugend als Gnädig und Barmherzig gesehen!
      Deshalb sah ich auch kein Problem für mich aus Liebe eine geschiedene zu Heiraten, mit dem mir bekannten Hintergrund.
      Auch wenn mein Gottesbild durch meine Erziehung belastet war, bin ich Menschen begegnet die mir gezeigt haben wie Liebe sich anfühlt.

      Aber wenn man bei jeder Wahl oder anderer Gelegenheit von bestimmten Leuten daran erinnert wird,das man den Mund halten sollte als "Sünder"
      der eine gesch. als Frau hat, ohne Trauschein lebt, in der ACK mitarbeitet.... deshalb kein Amt ausüben dürfte,dann ist das nicht so toll.

      Schön das wir die Unklarheiten ausräumen konnten.

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Gottes Segen im Kampf für die LIEBE!
    • Bogi111 schrieb:

      Schön das wir die Unklarheiten ausräumen konnten.

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Gottes Segen im Kampf für die LIEBE!
      Ja, ich empfinde ebenso und bin froh, dass wir die Unklarheiten aus der Welt schaffen konnten. Es tut mir leid und ich empfinde mit Dir, dass es für Dich nicht schön war, dass Du als "Sünder" aufgrund Deiner Ehesituation bezeichnet wurdest.
      Ich hoffe Du kannst mir auch den Sarkasmus meines vorletzten Beitrages verzeihen, es tut mir leid, wenn ich Dich damit in irgendeiner Weiße verletzt haben sollte.

      Auch Dir möchte ich viel Kraft, Gottes Segen und Frieden wünschen !
    • Da hast du Recht, freudenboten, aber dann ist es auch Aufgabe von Lehrern, Predigern und Geschwistern, richtig zu unterrichten!

      Wenn gemeinhin über das Thema gelehrt oder gesprochen wird, dann hört man eigentlich nur: "Natürlich ist das Sünde; siehe doch Römer 2!" (weil man den Beleg natürlich nicht aus dem Alten Testament nehmen will, sondern aus dem Neuen, damit nicht jemand sagen könnte: "Wieso hälst du dann dies und jenes aus dem Gesetz nicht ein?!")
      Schaut ein homosexueller Mensch nun in Römer 2, dann heißt es dort von schändlichen Leidenschaften, von Hurerei und Unzucht, und ihm rutscht natürlich alles aus dem Gesicht und er denkt: Das denken die von mir, wenn ich mich ihnen gegenüber offenbare!; und er kann zu niemandem gehen.
      Die Gemeinschaft hilft ihm nicht, denn er glaubt, dort ein Monstrum zu sein; die Welt hilft aber auch nicht, denn die würde einfach nur sagen: "Sch ... doch auf die Bibel und lebe dich aus!"

      Einem homosexuell fühlenden Menschen etwas von schändlichen Leidenschaften zu erzählen, halte ich nicht nur für schlechte Seelsorge, sondern auch für schlechte Lehre.
      Der Anspruch gilt ja auch hier, dass man den Text dort lassen muss, wo er hingehört.

      Paulus benutzt aber darin noch ein Wort, dass mit der Schöpfungsgeschichte zusammengeht: er sagt "verkehrter Sinn".
      Denn wir können nicht leugnen und umgehen, dass Gott Mann und Frau zueinander geschaffen hat. Ist man nun zu seinesgleichen geneigt oder erregt, dann ist das biblisch eine Verkehrung der Sinnlichkeit und der Sinne.
      Wenn man das aber ordentlich erklärt, dann ist es keine Schuldzuweisung, denn ich kann nicht wissen, woher es rührt und warum, außer vom Sündenfall.
      Diese ganze Debatte, ob das angeboren sei oder erlernt und geprägt, ob man es therapieren oder exorzieren könne, halte ich für unsinnig. Was weiß ich denn? Wer wollte mir meine Neigung und mein Gefallen an Frauen rausreden?

      Paulus beschreibt die verworfenen Heiden. Er beschreibt mitnichten die Verwerfung eines Homosexuellen.
      Wer glaubt, wer seinen Namen anruft, wer Nächstenliebe übt, der ist gerettet.

      Das, was da noch getötet werden muss vom alten Menschen, das ist ein Schmerz, den wir vermutlich alle noch ertragen werden müssen, wenn wir ehrlich sind.
      Doch nicht als Verwerfung, sondern als Heilung.