Heiligtumslehre, Untersuchungsgericht, 1844

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    • Heiligtumslehre, Untersuchungsgericht, 1844

      Hallo,
      ich bin hier im STA Forum ganz neu,ich bin keine Adventistin, kenne aber viele Lehren der Adventisten und ich studiere auch die Sabbatlektion
      Ich habe mich hier angemeldet, weil ich mich mit dem Thema großer Versöhnungstag seit 1844 auseinandersetzen möchte.
      Ich habe große Probleme damit, diese Lehre zu verstehen.
      Ich sehe Jesus als mein Vermittler im Himmlischen Heiligtum. Von IHM bekomme ich sein Kleid der Gerechtigkeit, so dass ich vor dem Vater im Himmlischen Allerheiligsten,als gerechtfertigt (sündlos) darstehe.Nun, soll diese Rechtfertigung erst seit 1844 stattfinden??
      Vielleicht könnt ihr mir das erklären.
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elli59 ()

    • Hallo Elli59,

      zuerst mal herzlich Willkommen im Forum.

      Ich möchte versuchen kurz und prägnant deine Frage zu beantworten:

      Elli59 schrieb:

      Ich sehe Jesus als mein Vermittler im Himmlischen Heiligtum. Von IHM bekomme ich sein Kleid der Gerechtigkeit, so dass ich vor dem Vater im Himmlischen Allerheiligsten,als gerechtfertigt (sündlos) darstehe.Nun, soll diese Rechtfertigung erst seit 1844 stattfinden??
      Jesus ist seit seiner Himmelfahrt im himmlischen Heiligtum und macht dort den Versöhnungsdienst. Wie die Priester zur Zeit des irdischen Heiligtums/Tempels auch das ganze Jahr über den Sündern dabei geholfen haben mit den Opferzeremonien ihre Sünden "loszuwerden" bzw. auf das irdische Heiligtum zu übertragen.

      Die Bedeutung des großen Versöhnungstags war die Reinigung des irdischen Heiligtums. Dieser letzte Prozess hat lt. adventistischer Versöhnungstheologie 1844 im Himmel begonnen.


      Weitere Fragen?...gerne!
    • Ja, Danke
      Warum muss das Himmlische Heiligtum gereinigt werden?
      Ist nicht seit der Himmelfahrt, Jesus unser Vermittler vor dem Vater im Allerheiligsten, oder erst seit 1844, wenn ja, warum?
      Welche Bedeutung hat diese Lehre für unser Glaubensleben?
      Ich habe doch jetzt die volle Versöhnung durch Jesus Opfertod und die Christen vor 1844, hatten doch auch die volle Versöhnung, oder??
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Warum muss das Himmlische Heiligtum gereinigt werden?
      Weil die Sünden irgendwann ganz weg müssen. Hat mit dem Gericht Gottes zu tun.

      Elli59 schrieb:

      Ist nicht seit der Himmelfahrt, Jesus unser Vermittler vor dem Vater im Allerheiligsten, oder erst seit 1844, wenn ja, warum?
      Ja, schon seit der Himmelfahrt. Seit 1844 im Allerheiligsten. Für den Gläubigen bleibt die Versöhnungshandlung gleich!

      Elli59 schrieb:

      Welche Bedeutung hat diese Lehre für unser Glaubensleben?
      In Zusammenhang mit dem Gericht Gottes hat es eine spezielle Bedeutung.

      Elli59 schrieb:

      Ich habe doch jetzt die volle Versöhnung durch Jesus Opfertod und die Christen vor 1844, hatten doch auch die volle Versöhnung, oder??
      Volle Versöhung durch Jesu Opfertod! Auch die Christen vor 1844 hatten die volle Versöhnung!


      noch Fragen?
    • Seit 1844 im Allerheiligsten.
      Nach Jesus Opfertod zerriß der Vorhang im Tempel. Der Zugang wurde duch die Opferung Jesus bewirkt. Wir Menschen haben seit der Himmelfahrt Jesus ( mit seiner Gerechtigkeit) den Zugang zum Vater.Dann hatte Jesus doch schon nach der Himmelfahrt zutritt zum Allerheiligsten, oder?
      Jesus war doch damals schon ( Kreuzigung)einer von den 2 Ziegenböcken die einmal im Jahr beim großen Versöhnungstag geopfert wurden.
      Dadurch wurde doch schon am Kreuz das Heiligtum gereinigt.
      Wenn nicht, müssten für die Reinigung des Heiligtum erneut 2 Böcke geopfert werden.??
      Welche Rolle spielt das Gericht.?
      Also wenn ich das richtig verstanden habe, befinde ich mich jetzt im Untersuchungsgericht im Allerheiligsten, oder?
      Werde ich dort untersucht, ob ich die Gnade Gottes verdient habe, oder was bedeutet das?
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Ich antworte aus meiner derzeigen adventistischen Sicht der Theologie, bitte das immer beachten.

      Elli59 schrieb:

      Nach Jesus Opfertod zerriß der Vorhang im Tempel. Der Zugang wurde duch die Opferung Jesus bewirkt. Wir Menschen haben seit der Himmelfahrt Jesus ( mit seiner Gerechtigkeit) den Zugang zum Vater.Dann hatte Jesus doch schon nach der Himmelfahrt zutritt zum Allerheiligsten, oder?
      Wenn man das alttestametarische Bild hernimmt, dann hatte der Hohepriester nur einmal im Jahr (eben am gr. Versöhnungstag) Zugang zum Allerheiligsten. Inwieweit Jesus das vor 1844 schon praktizierte bzw. inwieweit man diese Einschränkungen zwischen Heiligem und Allerheiligstem im Himmel machen muss/kann, das möchte ich offen lassen.
      Fix ist: Christen haben seit Jesu Tod vollen Zugang zur vollen Gnade.

      Elli59 schrieb:

      Jesus war doch damals schon ( Kreuzigung)einer von den 2 Ziegenböcken die einmal im Jahr beim großen Versöhnungstag geopfert wurden.
      Lt. 3. Mose 16 (Beschreibung des gr. Versöhnungstags) gab es 3 Opfertiere: Den Jungstier und die zwei Ziegenböcke. Fix ist, dass der Asasel, also der Ziegenbock für Satan steht. Der Jungstier und der zweite Ziegenbock steht aus meiner Sicht für Jesus. Aber die endgültige universelle Versöhnung ist noch nicht vollendet, sonst wäre nach Jesu Tod ja die Erde schon zu ihrem Ende gekommen. Es geht aber weiter und die Bibel beschreibt uns im Hebräerbrief, in der Offenbarung, ... wie es weiter geht mit der Versöhnung.

      Elli59 schrieb:

      Dadurch wurde doch schon am Kreuz das Heiligtum gereinigt. Wenn nicht, müssten für die Reinigung des Heiligtum erneut 2 Böcke geopfert werden.??
      Selbst wenn am Kreuz das Heiligtum gereinigt worden wäre (was nicht auszuschließen ist), wird das Heiligtum durch die Sünden, die wir an Jesus übergeben wieder verunreinigt und muss erneut gereinigt werden. Erst wenn keine Sünden mehr geschehen, dann muss nichts mehr gereinigt werden - soweit, so logisch, denke ich. Wir verunreinigen heute das himmlische Heiligtum durch unsere Sünden. Wir machen Gott viel Arbeit mit unseren Verfehlungen.
      Die Bestimmung und das Handeln am zweiten Bock, dem Asasel, der für Satan steht, kommt erst.

      Elli59 schrieb:

      Welche Rolle spielt das Gericht.?
      Der gr. Versöhnungstag beim Volk Israel war auch Gerichtstag. Wer seine Sünden nicht bis dahin bekannte, der starb theoretisch am gr. Versöhnungstag, wenn der Hohepriester wieder aus dem Zelt gekommen ist. Alles was bis zum gr. Versöhnungstag nicht zum Heiligtum gebracht wure (alle Verfehlungen), die musste der Sünder selbst...mit dem Tod...bezahlen.

      Elli59 schrieb:

      Also wenn ich das richtig verstanden habe, befinde ich mich jetzt im Untersuchungsgericht im Allerheiligsten, oder?
      Du selbst nicht, du bist ja hier auf der Erde. Aber dein Fall wird im Untersuchungsgericht geprüft. Alle, die sich auf Jesus berufen, werden seit 1844 im Untersuchungsgericht überprüft. Wenn Jesus dann wiederkommt ist alles bereits entschieden.

      Elli59 schrieb:

      Werde ich dort untersucht, ob ich die Gnade Gottes verdient habe, oder was bedeutet das?
      Es wird entschieden ob du das Kleid Jesu angezogen hast und trägst. "Verdienen" kann man sich gar nichts. Die Gnade ist ein Geschenk Gottes! Und dieses Geschenk gibt er gerne jedem, der ihn darum aufrichtig bittet.


      Ich hoffe, dass dir die Antworten weiter helfen :!:
    • Hallo, dass Jesus nach seiner Himmelfahrt schon im Allerheiligsten war sagt dieser Text

      (Hebr. 6,18-20)
      18.
      "...Hoffnung, 19. welche wir haben als einen sichern und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht
      in das Inwendige hinter den Vorhang (ins Allerheiligste),
      20.
      wohin der Vorläufer für uns hineingegangen ist, Jesus, der ein Hohepriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks."
      Hebr. 8,1-2) "....Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel. ...und ist ein Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Hütte, welche der Herr aufgerichtet hat und nicht ein Mensch.


      Ich glaube daran,.. solange noch Sünde in dieser Welt ist, wird der Himmlische Heiligtumsdienst noch nicht abgeschlossen sein.
      Das ist logisch, aber wir wissen, so sagt es die Bibel, dass Jesus von Anfang an, im Allerheiligsten war, um für die Erlösung seines Volkes zu bitten.
      Am großen Versöhnungstag, trennte ein Vorhang das Heiligtum vom Allerheiligsten und das Volk hatte keinen Zugang zum Allerheiligsten, nur der Hohepriester einmal im Jahr.
      Seit der Himmelfahrt Jesus ist diese Trennung aufgehoben.
      Wieso sollte ein Heiligtum von Sünde gereinigt werden, wenn die Trennung zwischen Heiligtum und Allerheilligsten eh schon aufgehoben ist.?, und wir durch das Kleid der Gerechtigkeit vollen Zugang zum himmlischen Vater haben?
      Am großen Versöhnungstag hatte das Volk keinen vollen Zugang zum Vater wie wir jetzt bzw. alle Gläubige von Anfang an hatten.
      Kannst du mir Bibelstellen nennen, wo wir Jesus im Himmlischen Heiligtum beschmutzen und das diese Sünden dort


      noch sinnbildlich aufgehoben werden?
      Am großen Versöhnungstag mussten alle Glaübigen noch einmal all ihre Sünden bekennen.
      Wir dürfen nicht erst ab 1844 Buße tun und unsere Sünden bekennen und durch die Kraft Jesus sie auch überwinden.
      Warum gibt es jetzt seit 1844 ein Gericht das prüft ob ich ein weißes Kleid trage? War diese Überprüfung vor 1884 nicht?
      Und warum muss das überhaupt überprüft werden?
      Warum gibt es eine Endgericht/Endzeit für die Gäubigen,?? wir werden doch mit der Wiedergeburt mit Jesus in seine Himmelswelt versetzt.
      Wir sind seine Miterben geworden. Warum muss das denn noch Untersucht werden?
      Wenn ich eine Wiedergeburt erlebt habe und die Rechtfertigungslehre im Glauben angenommen habe, dann nur deshalb weil der Heilige Geist es in mein Herz gepflanzt hat,
      Muss jetzt Gott den Heiligen Geist im Untersuchungsgericht überprüfen?
      Ich frage jetzt etwas überspitzt, bitte nicht persönlich nehmen, aber bei dieser Lehre habe ich meine Zweifel, die ich niemanden negativ anheften möchte. Vielleicht kann ich sie doch noch verstehen.
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

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    • Bibelstelle

      Diese [Hoffnung] halten wir fest als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere, hinter den Vorhang, wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, der Hoherpriester in Ewigkeit geworden ist nach der Weise Melchisedeks.



      Hinter den Vorhang meint hier nicht den Vorhang vor dem Allerheiligsten, sondern den ersten Vorhang vor dem Heiligen.

      In dem seit 1844 tagenden Vorwiederkunftsgericht wird untersucht, wer zu den Erlösten gehört und wer nicht. Dieses Gericht findet vor Jesu Wiederkunft statt, bei welcher jeder Fall bereits entschieden sein wird.
    • Welche Bedeutung hat diese Lehre für unser Glaubensleben?
      Ich habe doch jetzt die volle Versöhnung durch Jesus Opfertod und die Christen vor 1844, hatten doch auch die volle Versöhnung, oder??


      Sorry, wenn ich mich hier einmische. Um den Dienst des himmlischen Heiligtums zu verstehen, müssen wir den ehemaligen irdischen Dienst gut verstehen.
      Die versöhnung geschieht in 3 Fasen.
      das schlachten des des stellvertretenes Tieres symbolisiert die Kreuzigung. Damit war aber die Versöhnung noch nicht abgeschlossen. In der 2. Handlung die Sünde vom Sünder genommen und über das Blut ins Heiligtum übertragen. Dort ruhte die Sünde bis zum Versöhnungstag. In der Zeit hatte der Sünder die, ich sage mal, Vorschussvergebung. 3. Wenn am Versöhnungtag der Sünder frei von dier Sünde war, wurde die Sünde und Schuld für immer getilgt. Hatte der Sünder die bekannte Sünde weiterhin praktiziert, verlor er die Vergebung und wurde aus der Gemeinde ausgeschlossen.

      Um es deutlich zu machen. Wenn ich heute für eine Sünde Reue zeige, bekomme ich Vergebung durch das Blut Jesu, und meine Sünde wird mir weggenommen und auf das himmlische Heiligtum übertragen. Wenn in einem Jahr, mein Name im Untersuchungsgericht dran ist, und ich die gleiche Sünde weiter gepflegt habe, wird mein Name aus dem Lebensbuch gestrichen. Meine Reue war wohl dann nicht echt, meine Sünden fallen auf mich zurück.

      Das mal auf eine einfache Formel gebracht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wach auf ()

    • Um es deutlich zu machen. Wenn ich heute für eine Sünde Reue zeige, bekomme ich Vergebung durch das Blut Jesu, und meine Sünde wird mir weggenommen und auf das himmlische Heiligtum übertragen. Wenn in einem Jahr, mein Name im Untersuchungsgericht dran ist, und ich die gleiche Sünde weiter gepflegt habe, wird mein Name aus dem Lebensbuch gestrichen. Meine Reue war wohl dann nicht echt, meine Sünden fallen auf mich zurück.


      Ein Abschnitt, welcher mir ziemlich zu denken gibt.

      Ich bin mir also bewusst geworden, einen Fehler begangen zu haben, eine Sünde. Ich erkenne und bereue sie. Doch es geschieht von Zeit zu Zeit, dass mir diese Sünde wieder unterläuft - unter "Sünde pflegen" verstehe ich eher das absichtliche, bewusste sündigen. Wenn ich nun nicht mehr sicher war, einmal mehr gesündigt zu haben, weil ich abgelenkt, mit anderem befasst war, vergesse ich die Sünde.

      Am "Tag X", dem "D-Day" werde ich dann dafür bezahlen? Ist es das, was Du damit sagen willst?

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    • Hallo Johannes
      du schriebst:
      Bibelstelle Diese [Hoffnung] halten wir fest als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere, hinter den Vorhang, wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, der Hoherpriester in Ewigkeit geworden ist nach der Weise Melchisedeks.



      Hinter den Vorhang meint hier nicht den Vorhang vor dem Allerheiligsten, sondern den ersten Vorhang vor dem Heiligen.


      Ich meine:
      Wenn ich das richtig verstehe: Ist nur der Hohepriester einmal im Jahr ins Allerheiligste gegangen. Ins Heiligtum nur der Priester. Deshalb, wenn hier vom Hohepriester die Rede ist, muss es sich wohl um den Vorhang des Allerheiligsten
      handeln
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

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    • Malachit schrieb:

      Um es deutlich zu machen. Wenn ich heute für eine Sünde Reue zeige, bekomme ich Vergebung durch das Blut Jesu, und meine Sünde wird mir weggenommen und auf das himmlische Heiligtum übertragen. Wenn in einem Jahr, mein Name im Untersuchungsgericht dran ist, und ich die gleiche Sünde weiter gepflegt habe, wird mein Name aus dem Lebensbuch gestrichen. Meine Reue war wohl dann nicht echt, meine Sünden fallen auf mich zurück.


      Ein Abschnitt, welcher mir ziemlich zu denken gibt.

      Ich bin mir also bewusst geworden, einen Fehler begangen zu haben, eine Sünde. Ich erkenne und bereue sie. Doch es geschieht von Zeit zu Zeit, dass mir diese Sünde wieder unterläuft - unter "Sünde pflegen" verstehe ich eher das absichtliche, bewusste sündigen. Wenn ich nun nicht mehr sicher war, einmal mehr gesündigt zu haben, weil ich abgelenkt, mit anderem befasst war, vergesse ich die Sünde.

      Am "Tag X", dem "D-Day" werde ich dann dafür bezahlen? Ist es das, was Du damit sagen willst?



      ich möchte gar nichts damit sagen, die Bibel sagt, es gab nur Opfer für Sünde ausversehen. Kann sein, dass Gott heute ein Auge zudrückt. Melde dich bei Ihm!
    • Elli59 schrieb:

      Kannst du mir Bibelstellen nennen, wo wir Jesus im Himmlischen Heiligtum beschmutzen und das diese Sünden dort noch sinnbildlich aufgehoben werden?

      1 Joh 2/1 Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. 2/2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.

      Wenn Jesus jetzt im himml. Heiligtum ist, wie wir anhand vom Hebräerbrief festgestellt haben, dann ist er dennoch jetzt für unsere Sünden zuständig/bereit - sie zu vergeben, wenn man ihn aufrichtig darum bittet.


      Elli59 schrieb:

      Am großen Versöhnungstag mussten alle Glaübigen noch einmal all ihre Sünden bekennen.
      Nein. Aber bis zum gr. Versöhnungstag mussten damals alle Sünden samt Opfer beim Heiligtum "gemeldet" sein.

      Elli59 schrieb:

      Wir dürfen nicht erst ab 1844 Buße tun und unsere Sünden bekennen und durch die Kraft Jesus sie auch überwinden.
      Hat auch so niemand behauptet, hoffe ich.

      Elli59 schrieb:

      Warum gibt es jetzt seit 1844 ein Gericht das prüft ob ich ein weißes Kleid trage? War diese Überprüfung vor 1884 nicht?
      Ein paar Bibeltexte dazu:
      1 Ptr. 4/17 Denn die Zeit [ist gekommen], daß das Gericht anfange beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was [wird] das Ende derer [sein], die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?

      Dan 8/13 Und ich hörte einen Heiligen reden. Und es sprach ein Heiliger zu jemandem - dem Redenden [nämlich] -: Bis wann [gilt] das Gesicht von den regelmäßigen [Opfer] und von dem entsetzlichen Verbrechen, daß sowohl das Heiligtum als auch der [Opfer]dienst zur Zertretung preisgegeben sind? 8/14 Und er sagte zu mir: Bis zu 2 300 Abenden und Morgen; dann wird das Heiligtum [wieder] gerechtfertigt.

      Lt. adventistischem Verständnis der Prophezeiung enden die 2.300 Jahre im Jahr 1844. Daniel spricht von "Bis wann gilt das Gesicht von den regelmäßigen Opfern" also die Zeit vor 1844, "DANN wird das Heilligtum (wieder) gerechtfertigt" (= gr. Versöhnungstag).

      Bitte beachte die Bibeltexte im Zusammenhang zu lesen! Ich habe hier jetzt nur die Spitzen zitiert.

      Elli59 schrieb:

      Wir sind seine Miterben geworden. Warum muss das denn noch Untersucht werden?

      Elli59 schrieb:

      Und warum muss das überhaupt überprüft werden?
      Weil Gott sein Gericht transparent für alle durchführt. Am Ende werden alle sagen: Gott ist gerecht. Das geht nur, wenn alles transparent abläuft.

      Elli59 schrieb:

      Warum gibt es eine Endgericht/Endzeit für die Gäubigen,?? wir werden doch mit der Wiedergeburt mit Jesus in seine Himmelswelt versetzt.
      Endzeit gibt es für alle, die zur Endzeit leben - es ist eine Frage der Zeit. Das Endgericht trifft im Endeffekt nur diejenigen, die nicht gläubig wurden bzw. nicht an Gott glauben wollten (oder Heuchler waren).


      Elli59 schrieb:

      Ich frage jetzt etwas überspitzt, bitte nicht persönlich nehmen, aber bei dieser Lehre habe ich meine Zweifel, die ich niemanden negativ anheften möchte. Vielleicht kann ich sie doch noch verstehen.
      Das ist ja in Ordnung, dass du das für dich nicht so erkannt hast. Wir haben es so erkannt und wir leben danach. Deine Fragen treffen ein sehr komplexes Thema, das nicht einfach zu beantworten ist, da man, wie der Benutzer wach auf schon gesagt hat, das irdische Heiligtum gut kennen sollte um das, was jetzt im Himmel abgeht verstehen zu können.
      Persönlich nehmen wir nur, wenn uns wegen unseres Verständnisses der Glauben abgesprochen wird. Davor möchte ich warnen. Jeder darf seine Zweifel haben, die er selbst im Bibelstudium und vor allem durch den hl. Geist aufklären kann.
    • Hallo wach auf, du schriebst:
      Um es deutlich zu machen. Wenn ich heute für eine Sünde Reue zeige, bekomme ich Vergebung durch das Blut Jesu, und meine Sünde wird mir weggenommen und auf das himmlische Heiligtum übertragen. Wenn in einem Jahr, mein Name im Untersuchungsgericht dran ist, und ich die gleiche Sünde weiter gepflegt habe, wird mein Name aus dem Lebensbuch gestrichen. Meine Reue war wohl dann nicht echt, meine Sünden fallen auf mich zurück.


      Ich meine:

      Du erklärst es logisch, es ist auch etwas dran.
      Aber wenn die Reue nicht echt war, habe ich von Anfang an keine Vergebung, die Sünde/Schuld bleibt sowieso bei mir
      Ich glaube wir können nach der Wiedergeburt/Rechtfertigung wieder Sündigen und an der Sünde so dranbleiben, dass wir wieder die Rechtfertigung aus dem Glauben verlieren.
      Es gilt für mich nur : Man ist bekehrt oder nicht. Wenn jemand bekehrt ist, sind wir Miterben Christi und sind mit IHM in seine Himmelswelt versetzt worden.Keiner kann mich aus der Hand Christi reißen. Ich kann natürlich mich freiwillig von Gott lösen.
      Warum sollte dieses Untersuchungsgericht erst seit 1844 sein, und nicht vorher?, also von Anfang an?
      Wenn ich den Vermittlerdienst Jesus im Himmlischen Heiligtum für mich annehme,
      ist es natürlich absolut wichtig dies im Gauben auch zu tun, d.h. ich brauche keinerlei Zweifel haben, dass Jesus mich mit seinem Kleid der Gerechtigkeit voll bedeckt.Dieser Glaube ist für meine Heilgewissheit von grundlegender Bedeutung
      Wenn ich mir vorstelle Gott Vater überprüft mich, ob ich dieses Kleid wohl verdient habe....., kommen dann nicht automatisch Zweifel, ob ich das Kleid dann überhaupt habe??
      Diese Gedanken, können eine Heilsgewissheit infrage stellen??

      Ich bin hier noch auf der Suche, ich möchte diese Lehre verstehen können
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

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    • ich möchte gar nichts damit sagen, die Bibel sagt, es gab nur Opfer für Sünde ausversehen. Kann sein, dass Gott heute ein Auge zudrückt. Melde dich bei Ihm!


      Achso - "gar nichts" wolltest Du damit sagen :verschreckt: - na dann bitte ich um Entschuldigung für meine kühne Vermutung. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich glaube, in meiner Bibel etwas anderes gelesen zu haben. Und da ist etwas von einer Heilsgewissheit und einer Sicherheit zu lesen. Aber - lassen wird das.

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    • Hallo tricky
      Vielen Dank für die Bibelstellen.
      Grundsätzlich spreche ich niemandem seinem Glauben ab, es sei denn, er stellt sich offen gegen Jesus und sein Werk.

      Du schriebst:
      1 Joh 2/1 Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. 2/2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.

      Wenn Jesus jetzt im himml. Heiligtum ist, wie wir anhand vom Hebräerbrief festgestellt haben, dann ist er dennoch jetzt für unsere Sünden zuständig/bereit - sie zu vergeben, wenn man ihn aufrichtig darum bittet

      Ich meine:
      Dieser Text sagt nicht aus, dass im Himmlischen Heiligtum Jesus mit unseren Sünden beschmutzt wird und dort sinnbildlich gesammelt werden.

      Jesus ist unser Vermittler zum Vater hin, und ich denke, das der Vater im Allerheiligsten vergibt, weil ER uns durch die Gerechtigkeit Jesus animmt und vergibt. In diesem Fall kann nur der Vater vergeben.
      Ich habe schon öfter mit STA über diese Versöhnungslehre gesprochen. Also kaum jemand konnte mir diese Lehre, wie sie in unserem Glaubensleben unterzubringen sei erklären.
      Es gibt auch Berichte,von Glaubensgeschwister, dass man sich wegen diesem Utersuchungsgericht, sich seines Heils nicht sicher sein könnte.
      Das Christen wie auf einer Waage gewogen werden, und wenn sie für zu leicht befunden werden, dann wären sie nicht gerettet. Spätestens hier ist mein Einwand und ich hoffe, dasss diese Lehre nicht stimmt.
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • @wach auf: Wenn Gott nur Sünden vergeben würde, die wir aus Versehen begehen, dann wären wir ja alle verloren. Auch du. Gott vergibt alle Sünden, wenn wir sie aufrichtig bereuen!

      @Elli59:

      Bibelstelle

      Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß, und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle; sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoß sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm; das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden geöffnet. (Daniel 7,9.10)

      Bibelstelle

      Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen, um sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten. (Daniel 7,26)


      Daniel sah in seinen Gesichten Szenen des seit 1844 im Himmel stattfindenden Gerichtes. Seit 1844 befinden wir uns im antitypischen Versöhnungstag, welcher bis zur neuen Erde fortdauern wird.
    • Johannes schrieb:

      Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß, und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle; sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoß sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm; das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden geöffnet. (Daniel 7,9.10)
      Das es hier um ein Gerichtsgeschehen geht, ist zu erkennen
      Aber das dieses Bild das Untersuchungsgericht der Gläubigen
      Zeigt??

      Johannes schrieb:

      Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen, um sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten. (Daniel 7,26)
      Das Satan irgendwan vertilgt wird ist klar.

      Welche Bedeutung hat das Untersuchungsgericht jetzt für dich in der Gegenwart- Wie lebst du damit? Hast du Heilsgewissheit?
      Wirkt sich das Untersuchungsgericht negativ auf deine Heilsgewissheit aus, oder wirst du sogar im Glauben dadurch gestärkt. Diese Frage möchte ich gern an alle stellen.


      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Bibelstelle

      Ich sah fortwährend hin wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte; ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und einem brennenden Feuer ausgeliefert wurde. (Daniel 7,11)


      Das Horn und das Tier sind ein Symbol für das Papsttum. In Daniel 7,10.11 steht geschrieben, dass Daniel im Gesicht sieht wie das Gericht zu tagen beginnt und wie während der Verhandlung fortwährend die "hochfahrenden Reden" des Horns zu hören sind. Daran können wir erkennen, dass das Gericht schon vor Jesu Wiederkunft stattfindet. Aus der biblischen Prophetie wissen wir, dass das Papsttum (der Antichrist) kurz vor der Wiederkunft Jesu für kurze Zeit wieder zu weltweiter Macht kommen wird. Bei der Wiederkunft wird das Horn dann endgültig vernichtet werden.

      Für mich persönlich bedeutet das im Himmel stattfindende Gericht, dass sich schon bald die letzten Ereignisse abspielen werden, auf welche ich vorbereitet sein muss, wenn ich nicht verloren gehen will. Und natürlich, dass wir sehr bald nach Hause gehen werden.
    • Johannes schrieb:

      @wach auf: Wenn Gott nur Sünden vergeben würde, die wir aus Versehen begehen, dann wären wir ja alle verloren. Auch du. Gott vergibt alle Sünden, wenn wir sie aufrichtig bereuen!

      .


      Bitte entschuldige, das steht in der Bibel, ob wir es glauben??

      was heißt denn aufrichtig bereuen ? dass ich es bei nächster Gelegenheit wieder tue? Was passiert mit einem Häftling, der begnadigt wird und wenn er frei ist macht er da weiter wo er vorher war?