Inspiration: Frage der Anwendbarkeit

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    • Inspiration: Frage der Anwendbarkeit

      Nicht die Worte der Bibel sind inspiriert, sondern die Menschen. Die Inspiration bezieht sich nicht auf die Worte oder Ausdrücke des Menschen, sondern auf ihn selbst. Er ist es, der unter dem Einfluß des Heiligen Geistes mit Gedanken erfüllt wird. Doch die Worte tragen den Stempel der jeweiligen Persönlichkeit. Der göttliche Geist hat sich mitgeteilt. Der göttliche Geist und Wille verbinden sich mit dem Geist und Willen des Menschen. Auf diese Weise werden die Worte des Menschen zum Wort Gottes. Manuskript 24, 1886.* {FG1 21.1}


      Ich bin neugierig darauf, wie ihr diese Zeilen versteht, und worauf ihr es anwenden würdet?

      Unter anderem interessiere ich mich dafür wegen der folgenden Aussagen:

      "Missverständnisse und Trägheit machen vielleicht mehr Irrungen in der Welt als List und Bosheit."
      Johann Wolfgang von Goethe

      „Unser Mißverständnis beruht auf Worten.“
      Michel de Montaigne (1533-92), frz. Schriftsteller

      Mißverständnis „= Die häufigste Form menschlicher Kommunikation.“
      Peter Benary (*1931), dt. Musikwissenschaftler u. Aphoristiker

      ... eins von A. Einstein fällt mir jetzt nicht wörtlich ein ...
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • Dieses Inspirationsmodell ist unzureichend weil es unvollständig ist und der Ergänzung bedarf - wie alle anderen Inspirations-Modelle auch.
      Es kann nämlich nur EINEN Aspekt der Inspiration angemessen beleuchten. Inspiration selbst ist aber ein deutlich komplexerer Prozeß.

      vergl. den Artikel zu den Grundlagen der Inspiration

      Wenn diese Modell zu 100% zutreffen würde wäre ein inspirierter Mensch (Prophet, Apostel ... ) immer inspiriert und jedes seiner Worte wäre ganz Gottes Wort.
      Wir haben aber Situationen und Aussagen in der Bibel, die das verneinen!
      Paulus unterscheidet ganz konkret zwischen Seiner Meinung und dem Wort Gottes - und dieses eine Beispiel genügt vollkommen um die grundsätzliche Unvollständigkeit der Personal-Inspiration auf zu zeigen.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stephan Zöllner () aus folgendem Grund: Inhaltl. Ergänzung

    • Stephan Zöllner schrieb:

      Wenn diese Modell zu 100% zutreffen würde wäre ein inspirierter Mensch (Prophet, Apostel ... ) immer inspiriert und jedes seiner Worte wäre ganz Gottes Wort.
      Wir haben aber Situationen und Aussagen in der Bibel, die das verneinen!


      Ja es gibt Stellen wo der Prophet irrt. Dann aber korrigierte Gott den Propheten in vielen stellen der Bibel.
      Inspiration setzt aber immer auch die Kontrolle und das Korrigieren des Schöpfers voraus.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Baptist schrieb:

      Dann aber korrigierte Gott den Propheten in vielen stellen der Bibel.

      Aber keineswegs an allen!

      Wichtig ist aber festzuhalten, daß auch Propheten oder Apostel irren können und sich korrigeiren (lassen) müssen.
      Das bedeutet, daß eine absolute Personalinspiration den Fakten, die uns in der Bibel berichtet werden nicht entspricht.
      Trotzdem ist die grund-Idee der Personalinspiration ein wichtiger Baustein eines biblischen und realistischen Inspirationsverständnisses.

      Mein Artikel über die Inspiration (der Bibel) hat nicht umsonst einen etwas größeren Umfang bekommen :D
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Baptist schrieb:

      Kannst du mir ein Beispiel in der Bibel zeigen wo ein Prophet irrte und von Menschen zurecht gewiesen wurde?
      Auch wenn ich nicht Stephan bin, mag ich trotzdem antworten. Das andere Menschen Propheten zurechtweisen bzw. beurteilen sollen, gibt Paulus seiner Gemeinde in Korinth als Prinzip mit auf den Weg:

      "Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst darüber urteilen." (1Kor 14,29)

      Die Menschen in der Gemeinde sind also aufgefordert, sich über die einzelnen Aussagen der Propheten ein Urteil zu bilden. Das kann auch Kritik einschließen, sonst wäre es kein wirkliches Urteil. Propheten müssen also damit rechnen, dass andere Menschen sie zurechtweisen.
    • "Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst darüber urteilen." (1Kor 14,29)

      Die Menschen in der Gemeinde sind also aufgefordert, sich über die einzelnen Aussagen der Propheten ein Urteil zu bilden. Das kann auch Kritik einschließen, sonst wäre es kein wirkliches Urteil. Propheten müssen also damit rechnen, dass andere Menschen sie zurechtweisen.
      - Was passiert, wenn ein Prophet sagt, er habe eine Botschaft / Vision von Gott empfangen?

      - Was passiert, wenn die falsche Botschaft des Propheten (zu einem wichtigen Thema) durch "andere" (1Kor 14.29) als richtig bewertet wird? Wird Gott eingreifen und sofort korrigieren?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)