Gottes Vernichtungshandeln und die Religionskriege

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    • Gottes Vernichtungshandeln und die Religionskriege

      Wie ist das Vernichtungshandeln Gottes im AT (gegenüber dem eigenen Volk, als auch gegenüber anderen Völkern) mit seiner Liebe, Barmherzigkeit und Gnade in Einklang zu bringen?
      Daraus wurde auch in der christlichen Zeit abgeleitet die Feinde Gottes (z.B. Ketzer, Ungläubige, Juden, Homosexuelle usw.) unbarmherzig zu verfolgen und zu vernichten. Daraus sind letztlich die Religionskriege entstanden.(Vergleichbares ist auch im Islam geschehen.)

      Aus diesem Grund lehnen viele Menschen das Judentum und Christentum ab, weil es ihrer Auffassung nach im Widerspruch zur Liebe, Vergebung, Gnade und Barmherzigkeit steht. Womit kann also das harte Verhalten Gottes im AT, aber auch das grausame Verhalten im Christentum begründet und erklärt werden?
    • Das Dilemma zwischen Gerechtigkeit und Liebe

      Viele Menschen glauben (fälschlicherweise!) daß ein liebender Gott nicht bestrafen dürfe
      und
      ein strafender oder gar richtender Gott keine Liebe zeigen würde.

      Das ist logisch aber vollkommen falsch und basiert darauf, daß die Leute nicht konsequent zuende denken - leider auch die Christen selbst.

      Beispiel: In einem Wurf aus einem Wolfsrudel gibt es einen Welpen, der wochenlang seine Gefährten trietzt und die Erziehungsmaßnahmen des Erwachsenen immer nur so lange hinimmt bis diese sich wieder anders beschäftigen.
      Danach mißachtet er wirder wie zuvor alle Regeln des Rudel-Verhaltens und interessiert sich nicht die Bohne für das angemessene Sozialverhalten.

      Der AlphaWolf beobachtet das Geschehen und greift zunehmend öfter selbst ein, aber der Welpe ist nicht korrigierbar sondern unterdrückt seine WurfGenossen eher noch mehr.

      Kann der AlphaWolf dieses Verhalten auf Dauer dulden - einfach weil der Welpe sich nicht in seinem unsozialen und agressiven Verhalten ändern will (oder kann)?
      Was tut der AlphaWolf um das Problem zu lösen?

      1. Der Leitwolf kann dieses Verhalten NICHT dulden weil er sonst einen rücksichtslosen, unsozialen, machtgierigen und egozentrischen Wolf heranwachsen lassen würde.
      2. Unter diesem gestörten Rudelmitglied würden ALLE mitglieder leiden müssen nur damit dieser seine Interessen und Machtgelüste ausleben könnte.
      3. Das ganze Rudel würde in seiner Überlebensfähigkeit gefährdet.

      a) Ist es gerecht, daß alle anderen Welpen unter dem unsozialen Rabauken Leiden müssen?
      b) Ist es liebevoll, daß dem Rabauken Grenzen gesetzt werden (die er nicht mehr überschreiten kann!)?

      Was also tut der AlphaWolf? Genau genommen was hat er getan - denn die Geschichte ist passiert und vor vielen Jahren von einem Mann beobachtet worden der später selbst einen Wolf als Familienmitglied aufgezogen hat.

      Der AlphaWolf hat den Rebellen getötet!

      Ist das gerecht oder ist das liebevoll?

      Ich sage es ist beides! Warum?

      1. Der Welpe hat viele Korrekturen erfahren und wurde von den Erwachsenen wochenlang dazu aufgefordert sein Verhalten zu ändern.
      Das ist die Liebe gegenüber dem Welpen. Er hatte lange Zeit zum Lernen und Einlenken, die er ungenutzt verstreichen ließ!
      2. Die anderen Welpen haben lange genug unter dem Terror des unsozialen Welpen gelitten ohne daß dieser sein Verhalten geändert oder überhaupt eine Lernbereitschaft gezeigt hat!
      Ist es fair, gerecht oder liebevoll, daß die Welpen unter dem Rücksichtslosen leiden?
      3. Das ganze Rudel hat die Entwicklung beobachtet und regelmäßig eingegriffen um die Schikanen des einen Welpen in Grenzen zu halten.
      Ist es Liebevoll oder gerecht, daß die Mehrheit unter den Eskapaden eines Einzelnen leiden muß und ein vielfaches an Aufwand betreibt um den Schaden möglichst gering zu halten?

      Den Rest und die Logik kann sich jeder vernünftig denkende Mensch selbst zusammensetzen!
      Wenn Gott nicht Richtet wo keine Veränderung / Besserung mehr in Sicht ist ist ER nicht liebevoll gegenüber den Getrietzten und Mißbrauchten!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Wenn Gott nicht Richtet wo keine Veränderung / Besserung mehr in Sicht ist ist ER nicht liebevoll gegenüber den Getrietzten und Mißbrauchten!

      Woraus sich meinerseits die Frage ableitet warum Gott nicht bereits im Himmel (bei Luzifer) damit

      begonnen hat?!

      Hätten dies die (lieben) Engel nicht genauso begreifen und nachvollziehen können wie wir "Menschen" jetzt und hier?

      Es wird immer wieder der Grund genannt, das die Engel Gott daraufhin womöglich nur noch "aus Angst" vor SEINEM konsequenten Handeln ggü. dem Bösen (der Auflehnung) nachgefolgt wären,... was Gott logischweise mißfallen würde. Aber waren die Engel tatsächlich in ihrem Denkhorizont nicht in der Lage diese Gerechtigkeit zu erkennen?

      Weiter stellt sich mir die Frage, wenn denn Gott den (lieben) Engeln durch solch hartes "durchgreifen" ggü. dem Bösen "keine Angst" machen wollte, warum dann genau dieses Handeln Gottes kurze Zeit später auf der Erde für die Engel offensichtlich ok war? Denn das all die Tötungen auf Befehl Gottes die sich gegen "Auflehner" (wie einst Luzifer im Himmel) richteten (man denke auch an die Tötung leiblicher Kinder manch eines Auflehners) ..."vor den Augen der Engel" abspielten, müsste doch klar sein.

      Müsste dabei den Engeln nicht die selbe Angst entstehen? Oder sahen die Engel "nicht" alles was sich auf der Erde abspielte?

      Gruß Mark :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von XDreamdancer ()

    • Gott will dass die Sünde für immer aus dem Universum verschwinden wird, das niemand mehr auf die Idee kommen wird, das ausserhalb von Gott und seinem Tun Heil liegt. Hätte Gott Satan schon im Himmel vernichtet, wäre er wie ein Diktator erschienen, der auf Kritik mit kurzem Prozeß reagiert. Die Engel hätten gehorscht: Aus Angst und nicht aus Liebe. Der Same für eine weitere Rebellion wäre gelegt worden. Um Gottes Ziel zu erreichen muss das ganze Universum und damit auch die Engel mitkriegen, wohin Satans Rebellion führt bzw. wie weit Satan in seinem Haß geht bzw. wo das alles hinführt. Nur so kann jede weitere Rebellion verhindert werden, denn danach kann niemand mehr behaupten Satan hatte keine Chance, Gott hat gelogen, Gott ist ein Despot, Satan das Opfer.
    • Pinoy Klaus schrieb:

      muss das ganze Universum und damit auch die Engel mitkriegen, wohin Satans Rebellion führt bzw. wie weit Satan in seinem Haß geht bzw. wo das alles hinführt.

      Hallo Klaus,

      und danke für Deine Antwort!

      Meinst Du also das Böse war in Luzifers Verhalten (Aufruhr) im Himmel noch nicht für die (lieben) Engel erkennbar?!

      Gruß Mark :)
    • Nicht mehr hinter Feindesliebe Jesu zurück!!!

      Bibelstelle

      "...töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge,...!" (1.Samuel 15,3)
      ist die schlimmste und blutrünstigste Stelle im AT, die einen grausamen, rachsüchtigen, ungerechten und grausamen Gott zeigt, der nicht mal Säuglinge der Amalekiter am Leben lassen und verschonen will!!! Dies ist theologisch unbegreiflich!!! Was können denn Säuglinge - Babys für die Verbrechen der Amalekiter??? Diese Stelle - derzufolge manche Christen behaupten: "DER GOTT DES AT KANN NICHT DERSELBE GOTT WIE DER GOTT JESU DES NT SEIN!!!" widerspricht
      t o t a l der Feindesliebe Jesu in der Bergpredigt! Und auch der Nächstenliebe! Deshalb schreibt Prof. Dr. Siegfried Zimmer auch zu Recht in seinem Buch:
      "Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben?" , 4. Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht auf Seite 91: "Die Orientierung an Jesus Christus besagt vielmehr: Wir dürfen in unserem Gottesverständnis...nicht mehr hinter das zurückfallen, was Jesus Christus gesagt und getan hat. ... Dann können wir nicht mehr alle Geschehnisse, die in biblischen Texten auf Gott zurückgeführt werden...auf Gott zurückführen." Dem ist voll und ganz zuzustimmen! Besagtes Buch ist übrigens sehr lesenswert, weil es sehr gut über die Bedeutung der Bibel nachdenkt und daher sehr zu empfehlen ist! Kostet 19,99 €.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Bibelstelle

      "...töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge,...!" (1.Samuel 15,3)
      ist die schlimmste und blutrünstigste Stelle im AT, die einen grausamen, rachsüchtigen, ungerechten und grausamen Gott zeigt, ....

      Wer bist du, dass du Dir erlaubst Gott so zu verurteilen? Das ist Frevel!
      Liebe Grüße, Heimo
    • Grausamer Gott?

      Das ist keineswegs Frevel! Sondern wie bereits gesagt "theologisch unbegreiflich"! Auch im Koran gibt es Mordaufforderungs-Verse(=Suren), auf die sich die gewalttätigen ISIS -Terroristen berufen. Sollen wir denn solche archaischen-brutalen Texte des AT einfach so unkommentiert lassen? Kritik an der Bibel, ist keineswegs Kritik an Gott!!! Das bestätigt auch Prof. Zimmer in seinem Buch!

      Also bitte 1.Samuel 15,3 mir theologisch klarmachen! Ich sage: 1.Sam.15 ist nicht im Geiste Jesu!
    • Kannst du mal kurz zusammenfassen, wie es dazu kam, wie in 1. Samuel 15 beschrieben wurde?

      Die Bibel sagt uns, dass Gott immer gewarnt hat. Die Menschen nie im Unklaren gelassen hat. Genauso ist es doch heute. Lässt uns Gott heute im Ungewissen? Oder meinst du, dass die Warnungen im NT das Ende betreffend nicht eintreffen wird?

      Wie darf man deinen Gott verstehen?

      (Eigentlich habe ich den Eindruck, dass du gar keine Diskussion wünscht. Du willst uns einfach mit deinen Ansichten beglücken und sie hier verbreiten)

      ***
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Kritik an der Bibel, ist keineswegs Kritik an Gott!!! Das bestätigt auch Prof. Zimmer in seinem Buch!


      Warum versteckst Du Dich hinter anderen "Fachleuten"?

      Wenn Du Gott um eine Antwort bittest, wird er sie Dir auch beantworten...
      Die Frage ist ob Du die Geduld aufbringst...
      Um die Bibel zu verstehen, muss man Gott kennen.
    • Der 1. Samuel 15 mit dem "blutrünstigen" Gott hat seine volle Berechtigung und zeugt von seiner ganzen Liebe. Schwerverständlich, aber wenn man die Menschheitsgeschichte der damaligen Zeit in Betracht zieht, hatte Gott gar keine andere Wahl.

      Das ganze Dilemma begann mit dem 1. Mose 6. 1-4.

      Die Gottessöhne zeugten mit den Menschenfrauen Nachkommen. Das waren Riesen, laut Bibel. Vielleicht waren es sogar halb Mensch, halb Tiere. Wie dem auch sei, jedenfalls waren diese Nachkommen nicht mehr in der Blutlinie Adams und gefährdeten somit den gesamten Heilsplan Gottes. Diese Nachkommen nennt man auch Nephilim, welche u.a. von den Griechen und Römern später als die "Götter" wie Herkules, Zeus, Hermes ua. verehrt wurden. Diese Nephilim waren der Grund für die Sintflut.

      Danach aber gebar die Frau von Noah's (verfluchtem) Sohn Ham wieder ein Nephilim, aus deren Linie dann Nimrod entstand sowie später weitere solcher "Riesen". Die oben erwähnten Amalekiter und weitere solche Stämme, welche in Kanaa (Kanaa war ein Sohn Ham's!) und umgrenzenden Regionen lebten, waren schreckliche Völker, und ebenfalls ausserhalb der Blutlinie Adams! Das war der Grund, weshalb die Israeliten diese Völker bis auf den Letzten ausmerzen mussten.

      Das war übrigens auch der Grund, weshalb Gott sein eigenes Volk schuf, damit die reine Blutlinie Adams erhalten blieb, deshalb durften sie sich nicht mit anderen vermischen - was sie aber trotzdem hin und wieder getan haben.

      Wir sehen, ganz so grausam ist unser Schöpfergot nicht.

      Lieben Gruss
      Kis
      Das Himmlische Licht ist das Erkennen der Geistigen Zusammenhaenge