Wer war Martin Luther

    • Nachtperle schrieb:


      Das habe ich zum Teil eben versucht zu erklären. Aber selbst dann, wenn du in der Art wie man mit Luther (allgemein als Christen) umgeht, keine Verehrung und Ehren siehst. Wie würdest du seine "Schattenseite" sehen und verstehen. Inwiefern kann man diese so gut heißen, dass man sie zu verschweigen versucht? Oder hörtest du in der Gemeinde schon mal von dieser Seite Luthers? Ich kann mich erinnern, ich brachte sie mal ins Gespräch....

      Ich denke, die meisten Wissens gar nicht. Daher auch kien Distanzierung davon.
      Und verehrt wird ja niht unbedingt Luther an sich, sondern seine Tat. Die Bibel ins Deutsche übersetze. ein einheitliches Deutsch schaffen, die Kirche revolutionieren. Auch wenn er sie nie spalten wollte, ebenfalls vorbildlich.

      Dass er, wie JEDER seine Fehler udn flaschen Ansichten hatte, ist ja klar. z,B. soll er den Sabbat erkannt haben, hat ihn aber dennoch nciht gehalten.

      Liebe Grüße

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • sanfterengel schrieb:

      Ich denke, die meisten Wissens gar nicht. Daher auch kien Distanzierung davon.
      Und verehrt wird ja niht unbedingt Luther an sich, sondern seine Tat. Die Bibel ins Deutsche übersetze. ein einheitliches Deutsch schaffen, die Kirche revolutionieren. Auch wenn er sie nie spalten wollte, ebenfalls vorbildlich.
      Eben! Die Meisten wissen gar nichts davon. Und wieso nicht? Weil man es zu vertuschen versucht. Was gäbe es sonst für Gründe, dass man heute noch reserviert darauf reagiert, wenn es ans Tageslicht kommt, was für eine Gesinnung Luther hatte?

      Auch beim Staatsoberhaupt zwischen 1937 und 1945 war nicht alles Schlecht, wenn man Zeitzeugen glauben darf. Auch er hatte viel Gutes für die Menschen getan. Aber halt nicht für ALLE. Erlaube dir mal, dieses Staatsoberhaupt öffentlich zu loben für seine "guten Seiten".
      Ist ja auch verständlich, weil keine noch so gute Tat kann Gräueltaten auslöschen. Egal nun bei wem.



      sanfterengel schrieb:

      Dass er, wie JEDER seine Fehler udn flaschen Ansichten hatte, ist ja klar. z,B. soll er den Sabbat erkannt haben, hat ihn aber dennoch nciht gehalten.
      So ist es. Aber nicht JEDER steht dann so öffentlich samt seinen massiven Fehlern (sehr milde ausgedrückt) im positiven Rampenlicht wie Luther. Und nicht jeder Fehler von Jedermann hat so wahnsinns Auswirkungen wie die Vorschläge Luthers, wie man mit bestimmten Menschen umzugehen hat.
      Ebenso finde ich es als Frau nicht sehr schmeichelhaft, dass mein wichtigstes Dasein Knaben gebären sein sollte. Und da nicht genug davon. Was macht es schon, wenn eine Frau dabei stirbt. Das ist - wie dieser Ehrenmann meint - das (einzige) lohnende Los der Frau.

      Bis zu welcher Zeit haben wir falsche Ansichten dieser Art zu tolerieren und ab wann haben wir sie zu verurteilen? WER legt die (passende) Zeit fest?

      ***
    • Nachtperle schrieb:

      Wie würdest du seine "Schattenseite" sehen und verstehen. Inwiefern kann man diese so gut heißen, dass man sie zu verschweigen versucht? Oder hörtest du in der Gemeinde schon mal von dieser Seite Luthers?

      Nachtperle schrieb:

      Weil man es zu vertuschen versucht.

      Nachtperle schrieb:

      Was gäbe es sonst für Gründe, dass man heute noch reserviert darauf reagiert, wenn es ans Tageslicht kommt, was für eine Gesinnung Luther hatte?

      Ich denke auch, dass die meisten gar nicht wissen von wem sie da reden. Oder wollen's nicht wissen.

      Was mich aber interessieren würde: WER versucht diese Seiten zu vertuschen? Ich denke es ist in den meisten Fälllen so, dass einfach bekannte Aussagen von Luther nicht erwähnt werden. Für mich ist es fast ausschließlich Unwissenheit und nicht eine wie auch immer zu bezeichnende Macht (Menschen, oder Organisationen), die es aktiv zu vertuschen sucht. Zumindest wäre mir hier nichts bekannt.

      Was mich hier eher nachdenklich stimmt ist, dass man, wenn man von den Schattenseiten Luthers hört, diese einen nicht stören, weil man selbst eh auch so denkt über Juden/Frauen. Das wäre ein Skandal.


      Nachtperle schrieb:

      Auch beim Staatsoberhaupt zwischen 1937 und 1945 war nicht alles Schlecht, wenn man Zeitzeugen glauben darf. Auch er hatte viel Gutes für die Menschen getan. Aber halt nicht für ALLE. Erlaube dir mal, dieses Staatsoberhaupt öffentlich zu loben für seine "guten Seiten".
      Oh weh, das ist ein sehr schlimmes Thema und insofern nicht mit Luther vergleichbar, weil Luther meines Wissens nach nicht aktiv (oder als Machthaber) den Genozid angeordnet und organisatorisch unterstützt hat. Luthers Aussagen sind schlimm genug, keine Frage. Aber es ist noch etwas anderes, wenn man auch Macht hat diese Aussagen auszuführen, was bei dem genannten Staatsoberhaupt, dessen Name hier nicht genannt wird, der Fall war.
      Und "viel Gutes" kann ich nicht erkennen bei Hitler. Nicht mal wenig Gutes oder ein bisschen Gutes. Einfach weil es so fürchterlich war, was hier passiert ist. Und leider wird es sogar gar nicht selten betitelt. Ich habe schon oft den Spruch "Unterm Hitler hätt's das nicht gegeben" oder "Unterm Hitler gab es wenigstens Ordnung und Sauberkeit" gehört. Zumeist von älteren Menschen. Da dreht's mir jedesmal den Magen um.
      Ich würde diese Diskussion mit dem Hitler-Vergleich auch nicht hier weiterführen!


      Generell halte ich nichts von Personenkult, sondern richte mich mehr an praktischen Handlungen oder Aussagen auf.
    • Nachtperle schrieb:

      Und so ein Mensch bekommt zu seinen Ehren einen eigenen Feiertag anstatt Distanzierung.
      Falls du den Reformationstag meinen solltest: Ich denke nicht, dass dieser zu seinen Ehren sondern wohl eher zu Ehren der Reformation hier in Deutschland gemacht wurde.

      Nachtperle schrieb:

      Die Lutherkirchen, die zweiflellos nach Luther benannt wurden. Das ist für mich eine Art der Verehrung. Ein Denkmal setzen. In Form von Kirchen und Andenken. In Forum von Negativseiten verschweigen, anstatt sich davon zu distanzieren.
      Sehe ich genauso. Aber, ich denke mal, das liegt daran, dass wie du es ja schon mal hier schriebst, dass viele Menschen von dieser Seite Luthers überhaupt nichts wissen. Ich kenne leider auch einen (vom Glauben her noch, aber schon ausgetretenen) Adventisten, den ich damit mal konfrontierte. Das schien ihn nicht sonderlich zu interessieren bzw. er schien das noch zu verharmlosen. Leider. :(

      LG dir. ;)

      Aaron
    • sanfterengel schrieb:

      Und verehrt wird ... seine Tat. ... ein einheitliches Deutsch schaffen,
      ... genau das ist mein Problem mit Luther... die deutsche Grammatik ... ;(

      Nachtperle schrieb:

      Bis zu welcher Zeit haben wir falsche Ansichten dieser Art zu tolerieren und ab wann haben wir sie zu verurteilen? WER legt die (passende) Zeit fest?

      Ich glaube schreibt nicht einmal E.White in aller Klarheit darüber.

      Liebe Grüsse
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • @Nachtperle

      du hast mich da glaub etwas falsch verstanden.

      Zu Luther hab ich und hatte ich nie eine besondere Beziehung. Das einzige was ich von ihm nutze ist ab und an mal eine Lutherübersetzung.
      Ansonsten ist mir Luther komplett fremd, auch sein Solascriptura ist nicht das wie ich es sehe denn er hatte ein "unreines" Solascripturaprinzip.

      Ich glaube dennoch dass das was Luther gesagt hatte bei weitem nicht so "negativ" war wie das wüten und Wirken der römisch katholischen Kirche im Mittelalter.
      Hier sollten wir dennoch differenzieren. An Roms Händen klebt bei weitem mehr Blut als an Luther.

      Außerdem sind wir als STA bei weitem auch theologisch nicht evangelisch sondern biblisch, GOTT SEI DANK.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Roland schrieb:

      Liebe Nachtperle du darfst nicht vergessen das Luther gute 100 vor der Aufklärung gelebt hat die erst die Idee das alle Menschengleich sind hervor gebracht hat
      Das wusste schon Paulus:

      Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, dieser, indem er der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, noch wird er von Menschenhänden bedient, als wenn er noch etwas bedürfe, da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Blute jede Nation der Menschen gemacht, um auf dem ganzen Erdboden zu wohnen, indem er verordnete Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat, daß sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten, obgleich er nicht fern ist von einem jeden von uns. Denn in ihm leben und weben und sind wir, wie auch etliche eurer Dichter gesagt haben: "Denn wir sind auch sein Geschlecht". Da wir nun Gottes Geschlecht sind, so sollen wir nicht meinen, daß das Göttliche dem Golde oder Silber oder Stein, einem Gebilde der Kunst und der Erfindung des Menschen, gleich sei. (Apostelgeschichte 17.24-29)