Adventisten und Mission: Wie wollen wir wahrgenommen werden?

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    • Adventisten und Mission: Wie wollen wir wahrgenommen werden?

      Hallo,

      Frage steht oben. Welches Bild wollen wir vermitteln? Was ist Deine Meinung dazu? Ist ja etwas, was jeder wohl anders sieht.

      Liebe Grüße

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • Als Menschen, die durch das wie sie sind und was sie sagen eine "frohe Botschaft" verkündigen.
      Als Menschen, die anderen Menschen mit Empathie begegnen, ihnen einen Weg zu einer Gottesbeziehung weisen, die sie schon hier auf Erden zu Gottes Kindern macht.
      ...
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Als Menschen, die durch das wie sie sind und was sie sagen eine "frohe Botschaft" verkündigen.
      Als Menschen, die anderen Menschen mit Empathie begegnen, ihnen einen Weg zu einer Gottesbeziehung weisen, die sie schon hier auf Erden zu Gottes Kindern macht.
      ...
      Eine feine Theorie Heimo. Die kann ich teilen. Allerdings müssten wir uns dann auch so geben. Auch in Foren... Momentan empfinde ich als STA das leider nicht so. Vielleicht hat aber Kathrin diese Frage bewusst JETZT ins Forum gestellt.

      Danke dafür, Kathrin!

      ***
    • Wie wollen wir als STA von außen wahrgenommen werden?

      Vor allem als Gemeinde, die die Wahrheit haben. Ich bin jedenfalls nicht wegen der Leute in die Gemeinde gekommen, sondern ausschließlich weil ich davon überzeugt bin, dass diese Gemeinde die richtige Doktrin hat, die sie überall mit der Schrift verteidigen könnte. Deshalb finde ich es so schlimm, dass man von dem einst so klarem Wort dazu übergeht nur noch verwaschene Auslegungen an den Tag zu legen. Dazu das Stichwort, das ich schon im Nachbarthread abgab. Dreiengelsbotschaften, Tiere, Antichrist, Hure Babylon, Malzeichen der Tieres etc. Sehr gut und wichtig, aber leider auch immer weniger werdend ist die Heiligtumslehre, die wir nach meinem Wissen als Einzige noch so im Programm haben.Das Erlösungswerk Jesu ist mir erst später anhand dieser Lehre richtig klar geworden.
    • Ich habe gemerkt, dass es Leute sehr schätzen, wenn wir uns in der Bibel auskennen und uns bemühen Nachfolger Jesu zu sein.
      Außerdem gibt es einige, die unsere Treue zum Sabbat wirklich ernsthaft respektieren.
      Schwer ist es glaube ich, den Spagat zwischen menschlich zu sein und trotzdem nicht von dieser Welt zu sein, zu schaffen (so wie Jesus).
      Hoffe ihr versteht was ich meine!


      Liebe Grüße :)
      Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
    • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen es sehr schätzen, wenn wir über andere Menschen nicht schlecht denken und reden, weil sie was Anderes glauben. Die Menschen halten es für richtig und gut, wenn die Adventisten ihren Glauben mit sachlichen Argumenten und Lebenserfahrungen begründen können. Und sie halten es auch für sehr gut, wenn man zugibt, dass man als Adventist auch ein Mensch ist und zugleich in eigenen Vorstellungen von Wahrheit irren kann. Und sie halten die Nächstenliebe als das wichtigste und entscheidendste Merkmal eines Christen (bzw. Adventisten). Sie mögen aber keine Adventisten, die sich stolz als Absolut-Wahrheit-Kenner betrachten und auf andere verurteilend "herab"schauen. Ebenso mögen sie keine Adventisten, die die Ansichten verbreiten, die sie selbst sachlich nicht begründen können (glauben, was die Kirche "diktiert". Oder: was die Kirche sagt, muss richtig sein), die sie aber wie einbetoniert als absolute Wahrheit "verteidigen" und keine zusätzlichen oder abweichenden Gedanken für/in sich zulassen (Fanatismus, nach dem Prinzip: was nicht wahr sein darf, darf nicht wahr sein. Was wahr sein muss, ist wahr). Man muss immer bedenken, dass jeder Mensch seine eigene, beschränkte Erkenntnis hat. Und der Weg jedes Menschen ist ganz individuell.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Als Menschen, die ihren Glauben leben und nicht nur Phrasen von sich geben. Als Leute die auf der einen Seite Andersgläubige nicht runtermachen oder sich selbst als unfehlbar halten aber trotzdem zu dem stehen was sie glauben. Als Leute die nicht theoretische Glaubensthesen verbreiten, sondern praktisches Christentum, als Christen die sich nicht über Verbote und Einschränkungen definieren sondern darüber was Jesus ihnen gibt. Man soll uns am Gesicht erkennen, aber nicht daran das man uns die Sauertöpfigkeit und Verbissenheit ansieht sondern durch ein Lächeln, mit dem wir unseren Mitmenschen begegnen.

      Und: es wäre schön wenn wir nicht immer als die Denomination uns repräsentieren, die immer um sich selbst dreht und ihr Hauptanliegen in der ewigen Selbstzerfleischung (der ist guter STA, der nicht...) sieht.

      Und: als Christen die den Menschen die Frohe Botschaft und nicht die Drohbotschaft bringt ohne aber Sachen, die nun mal wichtig sind zu verschweigen.

      UND: als Christen die wenn sie über den Sabbat reden nicht stundenlang drüber nachdenken, was sie nicht dürfen, sondern darüber, welche Vorzüge und Vorteile sie dadurch haben.

      UND. als Menschen die vielleicht Vegetarismus propagieren ohne andersdenkenden gleich die Heilshoffnung abzusprechen....
    • „Darum nehmt einander an wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“
      Römer 15,7
      „Das Bewusstsein angenommen zu sein, ist ein wunderbarer Ansporn und eine
      Befriedigung. Sympathie und Respekt verstärken das Streben nach Vervollkommnung,
      und die Liebe nimmt in dem Maße zu, wie sie zu edleren Zielen beflügelt.“
      Intellekt, Charakter und PersÉnlichkeit, Band 1, S. 168.
    • Was wollt ihr sein oder was seid ihr?

      Ich denke das ich bei der Frage hilflich sein werde.

      "When the joy of compassionate service is combined with pracmatic and practical drive to transform all existing economic, social, and political institutions, a radical divine force is born - Sacred Activism"
    • Atze schrieb:

      Wie wollen wir als STA von außen wahrgenommen werden?

      Vor allem als Gemeinde, die die Wahrheit haben. Ich bin jedenfalls nicht wegen der Leute in die Gemeinde gekommen, sondern ausschließlich weil ich davon überzeugt bin, dass diese Gemeinde die richtige Doktrin hat, die sie überall mit der Schrift verteidigen könnte. ...

      Wo findest Du in der Heiligen Schrift die Aussage, dass die "richtige Doktrin" Grund oder Voraussetzung für die Erlösung sei?
      Liebe Grüße, Heimo
    • Nun, ich halte es durchaus für das wichtigste Entscheidungskriterium. Aber das Heil zu bekommen durch etwas oder jemand anderes als durch Christus gibt es n.m.E. nur bei der RKK.

      "Papst Bonifatius VIII.: Bulle „Unam Sanctam" schrieb:

      Wir erklären, sagen und definieren nun aber, dass es für jedes menschliche Geschöpf unbedingt notwendig zum Heil ist, dem Römischen Bischof unterworfen zu sein.
    • "Heimo" schrieb:

      Also Voraussetzung?

      Unter der Voraussetzung, dass Du erkannt hast, dass die Adventgemeinde Jesu Gemeinde der letzten Zeit ist und eine andere für Dich erwählst könnte ich sogar zweifeln, ob man es nicht als Beleidigung des hl. Geistes auffassen kann. Ansonsten werden Menschen auf jeden Fall aber nach ihrer Erkenntnis gerichtet werden, was bedeutet, dass natürlich all diejenigen die sich unwissentlich in einer anderen Gemeinde befinden die Möglichkeit haben erlöst zu werden. Diese Möglichkeit endet erst, wenn der Zeitpunkt der Versiegelung kommt.

      "E.G.W. The S.D.A. Bible Commentary V schrieb:

      Niemand wird dafür bestraft, eine Einsicht oder Kenntnis nicht beachtet zu haben, die er nie erhalten hat oder nie erwerben konnte. Doch viele weigern sich, der Botschaft Christi zu folgen, weil sie es vorziehen, sich der Welt anzupassen. Die Wahrheit, die sie verstandesmäßig erfaßt, und die Erkenntnis, die sie erhalten haben, wird sie im Gericht verurteilen.
    • Wahrheit, Doktrin und Wahrnehmung

      Ich würde es nicht begrüßen, wenn wir als Gruppe wahrgenommen werden, die "die Wahrheit hat". Warum?
      Ich meine, Aufgabe der Gemeinde ist Jesus zu verkündigen und Menschen auf ihn und sein zweites Kommen vorzubereiten. Dabei wäre es mir recht, wenn die Menschen uns authentisch, als auf Gott vertrauende Gläubige erleben, die auf der Suche nach der Wahrheit (Erkenntnis) sind, auf Gott hoffend, aber keine Wahrheit "haben".
      Wahrheit ist nach der Bibel was? Jesus: "ich bin die ... Wahrheit" und das Wort Gottes. Beides haben wir nicht in dem Sinne, das wir es "besitzen". Wenn wir aber den Eindruck erwecken, dass wir die Wahrheit und Jesus besitzen, werden die Menschen die wir gewinnen wollen, uns nicht ernst nehmen, den man kann die Wahrheit nicht "haben" oder vollständig erkennen.
      Unsere Lehre ist im Übrigen auch nicht so, das wir die Wahrheit "haben", denn wir verändern sie, wenn wir zur tieferen Erkenntnis erlangen. Wir "erkennen" also allenfalls.
      Ich würde gerne dazu noch zwei Anmerkungen machen:
      ""1. Off. 3, 17: Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.
      Die Gemeinde der letzten Zeit geht davon aus, dass sie genug hat (besitzt)- tatsächlich ist sie blind und jämmerlich. Ist das nun wahr? Wenn das so ist, dann sollten wir immer daran denken, dass wir eben nicht genug haben - auch nicht genug Erkenntnis um zu sagen wir haben genug, auch genug Wahrheit.
      2. Heb.: 11,3 Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist. Nach diesem Text ist der Glaube also die Brille durch die ich die Welt betrachte. Aber dieser Glaube ist den Grichen, und wir alle denken grichisch, eine Torheit.
      Jak 2,19 Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben's auch und zittern.
      Daraus lese ich: Nicht der Glaube ist ansprechend um zu Jesus zu führen. Glaube im Sinne der Lehre, also der Erkenntnis über die Welt, wird nämlich entweder als Dummheit abgelehnt oder führt ggf. zur Angst, wenn nicht etwas hinzukommt:
      Heb. 10, 23: Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; 24 und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken 25 und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.
      Das Bekenntnis der Hoffnung. Das öffnet Herzen für Jesus, und mit einer Beziehung zu Jesus kann ich alles glauben, was er offenbart, nicht um Angst zu haben, sondern um frei zu sein. Frei zu einer tätigen Liebe für meine Mitmenschen.
      Ich würde mir daher als aller erstes wünschen, dass die Gemeinde als ein Ort der Hoffnung wahrgenommen wird, der mich zur tätigen Liebe motiviert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tobias () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

    • Atze schrieb:

      [...] Sehr gut und wichtig, aber leider auch immer weniger werdend ist die Heiligtumslehre, die wir nach meinem Wissen als Einzige noch so im Programm haben.Das Erlösungswerk Jesu ist mir erst später anhand dieser Lehre richtig klar geworden.

      Ist es nicht sogar so, dass die sogenannte Heiligtumslehre noch nie von jemand anderem, also immer nur von den Adventisten vertreten wurde und dass diese Lehre nie von anderen Glaubensgemeinschaften vertreten wurde als den STA und vermutlich den Reform-STA!?
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      Ist es nicht sogar so, dass die sogenannte Heiligtumslehre noch nie von jemand anderem, also immer nur von den Adventisten vertreten wurde und dass diese Lehre nie von anderen Glaubensgemeinschaften vertreten wurde als den STA und vermutlich den Reform-STA!?


      Ja, Daniels Gott sei dank.
      Es ist wichtig zu verstehen dass das was im AT statt gefunden hat nun seine Erfüllung in Christus findet.
      Was wären wir denn ohne unseren Mittler (Priester) Jesus Christus?!

      Dass es ein himmlisches Heiligtum gibt ist nicht STA Erfindung sondern ganz klar an der Bibel feststellbar.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.