Jesaja 7,14: Geburt Jesu von einer Jungfrau?

    • freudenboten schrieb:

      So gesehen ist die Geburtsgeschichte Jesu historisch glaubwürdig.
      Dass Jesus historisch ist, bezweifelt ja heute keiner mehr; auch die Historiker nicht.

      Das Argument ist ja aber, dass die Verheißung "dies soll das Zeichen sein ..." die Frage stellen lässt: Was soll das Zeichen sein?
      Eine junge Frau, die ein Kind gebiert, ist nun kein besonderes Zeichen. Das Argument "sie war ja noch unverheiratet, das hätte zu Problemen führen können" reicht mir nicht. Es gab auch damals Sex vor der Ehe; dann hat man halt geheiratet. Ich glaube nicht, dass das wirklich derart problematisch war.

      Mir persönlich ist das gleich. Maria kann einfach eine alma, eine junge Frau, gewesen sein; Josef kann auch der leibliche Vater sein ... für mich wäre das egal.
      Aber die Frage hinsichtlich der Prophetie stellt sich, was für ein Zeichen es sein soll. Und hier will ja scheinbar der Prophet, wie auch die Evangelisten gezielt darauf hinaus, dass es eine leibliche Jungfräulichkeit sei.
      Das kann man ja nicht ausblenden.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Das "Zeichen" bezog sich ausdrücklich/lediglich auf die damalige Geschichte (König Ahas) Jesaja 7:10.
      Lässt sich diese Auftrennung halten, freudenboten?

      Denn die Evangelien greifen die Jungfrauenschaft auf, auch wenn sie nicht die Zeichenhaftigkeit selbst nochmal als Kriterium wiederholen.
      Außerdem wird, wenn auch nur kurz, die Betonung darauf gelegt, dass Maria unberührt schwanger wurde; damit wurde ein Reinheitsgedanke verbunden, den ich zwar kritisiere, den man aber dem gemeinen Volk der Antike nicht vorwerfen kann, denn solche Gedanken gab es nunmal damals. Sowohl im Heidentum, wie auch im Judentum! Das können wir ja nicht leugnen.

      Zudem, was würde das heißen? Dass vor Jesu Geburt irgendeine Jungfrau ein Kind gebar? Die Irritation wäre die gleiche.

      Ich denke, wir müssen das alles sehen. Vor allem, bevor man Unwissenheit oder Mythologisierung kritisiert.
      Ich kann es heute anders sehen und mir das Wesentliche rausnehmen aus der Szene. Ich bin aber auch 1986 geboren und wir haben jetzt 2017 und Jahrhunderte an Studium und Nachsinnen hinter uns.
      Die Menschen damals aber sahen das anders.
      Und ich halte es für verfehlt, die biblischen Texte als aufgeklärt und unmissverständlich gegen einen Aberglauben abzugrenzen, den das dumme Heidentum gehabt habe.
      Erstens war das dumme Heidentum gar nicht so dumm,
      zweitens ist der ständige Hinweis "das muss man aber so und so verstehen (im Kontext)" ein Hinweis, den wir heute machen, und der sich auf die heidnische Mythologie ganz genauso anwenden lässt.

      Kein Christ vor zweitausend Jahren hätte mit dir diskutiert, was das Wort "alma" bedeutet, oder ob sich die eine Hälfte nur auf Ahas bezog, die andere aber auf Jesus von Nazareth. Das geben die Texte überhaupt nicht her, wenn man sie liest. Wir müssen ehrlich bleiben.

      Wenn Mose eine eherne Schlange aufrichtet, die die Vergifteten heilt, oder wenn das Heben und Senken seines Armes über den Kriegserfolg seines Volkes entscheidet, oder er mit seinem Stab das Meer teilt, dann müssen wir das deuten und einer bestimmten Lesart unterwerfen, sonst würden wir bezüglich des Themas "Aberglaube" große Probleme bekommen, nicht wahr?
      Das gleiche gilt für Jungfrauen, die schwanger werden.

      Diese ganzen Dinge sind alle immer damals geschehen. Wir haben keinerlei reale Erfahrung von sowas. Auch nicht von sprechenden Schlangen oder großen Drachen, die Sterne vom Himmel fegen.
      Dort, wo es klar ist, da deuten wir problemlos; an anderen Stellen fordern wir Glauben.

      Ich kann den Unmut mancher Leute schon verstehen, die sich dann an das halten, was sie sehen, hören, riechen, tasten und schmecken können.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Ich kann den Unmut mancher Leute schon verstehen, die sich dann an das halten, was sie sehen, hören, riechen, tasten und schmecken können.
      Allerdings glauben dann genau diese Leute Dinge, die wir teilweise für absoluten Nonens halten....ich wage mal zu behaupten, dass es selten Menschen gibt, die nicht anderwärtig großen "Glauben" haben.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Anscheinend hat kaum jemand meinen Beitrag unter 40 bewusst gelesen.

      "Jungfrau" (= parthenos ist in der LXX falsch übersetzt!).

      Leider zitiert der Matthäus-Schreiber den LXX-Text.

      "Alma" wird in der hebräischen Bibel als Maid/Magd/Dienerin gebraucht.

      Für "Jungfrau" gibt es einen anderen hebräischen Begriff, "Bethula" (parthenos).

      Die Tatsache der Jungfrauschaft Marias vor der Geburt Jesu ist nicht zu bestreiten, ist aber nicht entscheidend.

      Entscheidend hingegen ist: "von dem heiligen Geist". Matthäus 1:20. Lukas 1:35.38. und "Ich bin des Herrn Magd."

      Jungfrauschaft wurde im Evangelium angeführt/betont, weil Jesus nicht Josefs Sohn war.

      Im Heidentum war Jungfrauschaft = "Göttlichkeit" betrachtet, das ist unbiblisch.
    • Pfingstrosen schrieb:

      Allerdings glauben dann genau diese Leute Dinge, die wir teilweise für absoluten Nonens halten....
      Ich denke zwar nicht, dass das generell so ist, aber oft stimmt es natürlich. Der Mensch ist ein religiöses Wesen. Wohlgemerkt: ein religiöses!
      Er verwandelt Naturgestalten in Götter, Geister und Dämonen.

      Es hilft aber wenig, wenn man diesen Aberglauben fortführt und der Unterschied nur sein soll, dass es der HERR ist. Argumentativ ist das kein Unterschied, wird aber oft angeführt.
      Bei uns ist es Gott, bei den Heiden war es Zeus oder Odin; da ist erstmal theoretisch kein Unterschied.

      Es muss klar werden, was das bedeutet: Gott ist Geist. Und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
      Das wird durch keine Theorie klar, sondern durch Personen. Jesus ist es, der uns das vormacht. Er hat als ganze Person gewirkt.

      Das ist das Ende des Aberglaubens und des Kultes.
      Wenn er sagt: Ihr seid in mir, wie ich im Vater bin; der Vater ist in mir, wie ich in euch bin (frei wiedergegeben jetzt), was bedeutet das dann?
      Wenn es heißt: Ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, dass ich Gott lebe; was bedeutet das?
      Wenn es heißt: Ihr seid der Tempel des Geistes,
      oder: Ich sende euch meinen Geist, und dergleichen mehr. Was bedeutet das?

      Da ist kein Kult mehr. Man hat aber, sehr früh, wieder einen Kult daraus gemacht. Und Christen beschwören immernoch Dämonen; das ist wieder voll im Kommen.
      Das liegt nicht am Heidentum, das liegt am Menschen schlichtweg, denn der Mensch ist so.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Leider zitiert der Matthäus-Schreiber den LXX-Text.
      Ja gut, wenn wir nun anfangen, dass die Autoren des Neuen Testaments falsch zitieren, wo kommen wir dann hin?
      Man muss ja mitnehmen, was so geworden ist, wie wir es vorfinden.

      Die LXX war die Version des Alten Testaments, die die griechischsprechenden Juden nunmal verwendet haben.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Anscheinend hat kaum jemand meinen Beitrag unter 40 bewusst gelesen.

      "Jungfrau" (= parthenos ist in der LXX falsch übersetzt!).

      Leider zitiert der Matthäus-Schreiber den LXX-Text.

      "Alma" wird in der hebräischen Bibel als Maid/Magd/Dienerin gebraucht.

      Für "Jungfrau" gibt es einen anderen hebräischen Begriff, "Bethula" (parthenos).

      Die Tatsache der Jungfrauschaft Marias vor der Geburt Jesu ist nicht zu bestreiten, ist aber nicht entscheidend.

      Entscheidend hingegen ist: "von dem heiligen Geist". Matthäus 1:20. Lukas 1:35.38. und "Ich bin des Herrn Magd."

      Jungfrauschaft wurde im Evangelium angeführt/betont, weil Jesus nicht Josefs Sohn war.

      Im Heidentum war Jungfrauschaft = "Göttlichkeit" betrachtet, das ist unbiblisch.
      Freudenbote, methodisch möchte ich bitten um dieas genaue Zitt der evsrchiednen Begriffe im ATt : 3. Mose 21 14., 15 - "auf dass er nicht seien Samen entheilige - " 5. Mose 22.14. ff ( 2. Mose 22, 15.)
      1. Könige1, 2.

      Und bitte auch um Beleg der anderen Begrife für junge weibliche Wesen Auch im Deutschen haben wir die Frau, das Fräulen (" b- bin weder Fräuklein, weder schön, kann ungeleit'nach Haseuse gehe'n") das Mädchen, die Maid, die MAgd , die Dirne (Kuchldirn, Stalldirn - -) das Deandl /( "a so a liab's Deandl" - für kleine Mädchen) angewandt)) - - In 1. Könige 1, 2. die "Dirne" nach Luther als Prostituierte zu bezechen, wäre wohl kühn, selbst wenn man die "Jungfrau" dort mittbeachtet.


      - - - - - - - - -


      Neben d en Hierodlen als Tempelprostituierte gabe s auch )inrgendwo in Kreta ? ) ein Heiligtum Von Hieodulen als Jungfaruen gepflegt.

      Woher Paulus den Begriff "reine Jungfrau" nimmt, ist eine Frage.(2. Kor. 11,2) - jedenfalls ein Unglück, wird doch "rein" mmit gleichzeitig "unrein" - "schmutzig" in die Begriffswelt der Christen gebacht.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • 3. Mose 21:13.-15.
      "Eine Frau/Weib in ihrer Jungfernschaft soll er nehmen" (Bethuleiah)

      "eine Witwe (Almana), eine Verlassene (Grosha), eine Entehrte/Hure (Chalala sona) soll er nicht nehmen."
      "wenn er eine Frau nimmt, dann Jungfrau (Bethula) seines Volkes. Und er soll seine Nachkommenschaft (Sera) in seinem Volk nicht entehren."

      Demnach könnte Jesaja 7:10. auch als "Witwe" verstanden werden?

      5. Mose 22:14.

      "Diese Frau (Isha) habe ich mir genommen... und ich fand sie nicht als Jungfrau (Bethula)."

      2. Mose 22:15.

      "Wenn jemand eine Jungfrau (Bethulah) beredet/freit, die nicht verlobt (versprochen) ist und ihr beiwohnt, so soll er den Brautpreis für sie geben und sie für sich zur Frau ( Isha) nehmen."

      1. Könige 1:2.

      "ein Mädchen, jungfräulich, (Naara bethula)

      ... und der König erkannte (jedaah) sie nicht."


      2. Korinther 11:2.

      "euch zusammengefügt (hermosamen) mit einem Manne als ausschließliche (hagnos) Jungfrau (parthenos), zugeführt (parastesai) dem Christus.
    • Neu

      unächst danke für die AT - Belegstellen.. Die drucke ich mir aus.

      Zuallerletzt : :" parhenon agnhn"" _ das ist unglücklich zumindets seit Luther übersetzt. ) (Vulgata : virginem castam): du musst einmal in Eheberatung 8im weitesten Sinn) tätiggesesn sein, wie sehr das "agios" = "Rein" in der andern Richtung das Leben ( ! ) prägt: :"unrein, schmutzige, ekelig, "pfui" sagte die Mutter immer - - net einaml ignoriere , rechtzeitige Unetrsuchungen strikt vermeiden, schlechtes Gesissen on des Double Bid : "Pfui"gesterb noch >< heute "eheliche Pflicht" - - - - - - -

      Gescheiter wäre es gewesen. m Abndedland - im deuscehn Sprachraum - - die virgo intacta zu eineem Begriff werden zu lassen Ich bitte um Verzeihng ob der Obszönität : Aber : "Hauptsache, ders Hymen ist intakt geblieben" (Natürlich bis zur Unteschrieft beim Beamtenc des Stgandsamtes - oder erst anch eine peinlichen Perdigt des Prodigers ?- samt kosmetisver Oerationen deshalb !! - DAS ist zu wenig. Die "Demivierge" agb es vor 100 JAHren schon in Frakreich-.

      Damit bagetllisiere ich keineswegs den "Wanderpokal" oder die "Heisseste Matratze" des Grätzels.Nur : ich habe eine zimlich grosse Zahl - vor allem - Frauen - sterben gesehen. Ach ja, auch Männer. In Beisein des jahrzenhtelange Ehefährten. Un da gab es eine uralte Geschichte, wäre nicht gutgegangen, war eh - no, o ja da war keineswegs nix ! - - und der Sterbende lallt den Namen der - des esrten, immer wieder und der treue Partner ddurch Jahrzehnte ist zusätzlich verletzt. Das "Erste Mal" prägt sich tief ein wie eine Brandmarke ! Und irgiendwie muss es jahrzehntelang im Hintergrund gewirkt haben., ein Schatten über der ehe sich Treuer.

      Weenn Jesus in Matth. 19 ausdrücklich auf "ein Mann eine Frau" hinweist, dann nicht mit drohend erhobenem Zeigefinger, sondern um auch unser ganzes Leben und aller Sterbestunde zu erleichern.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Neu

      freudenboten schrieb:

      Die Worte Marias selbst waren inspiriert und korrigieren den LXX-Text Lukas 1:38.

      Es empfiehlt sich, den Zusammenhang zu beachten.
      Ja, auch, das - hätte es da schon den Atinas aus dem Nachbardorf gegeben, nein, wäre eh nix Gescheites gworden - hätte Maria nie gesagt - "wie soll das geschehen, da ich von keine Manne weiss?"
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Neu

      Guten Abend!

      Wie Theologen sich heute um die Jungfrauengeburt herummogeln wollen ist beschämend! Allerdings ist Unterscheidungsvermögen geboten, wenn es um Jesaja 7, 14 geht!

      Die Septuaginta übersetzt in Jesaja 7, 14 das hebräische Wort "almah" (junge Frau) mit "parthenos" (Jungfrau), aber auch „parthenos“ bedeutet nicht zwangsweise „Jungfrau“. Beispielsweise wird Dina in der Septuaginta als "parthenos" bezeichnet – NACHDEM sie bereits von Sichem vergewaltigt wurde (siehe 1. Mose 34, 2-3 in der LXX).

      Die Evangelisten sagen aber eindeutig aus, dass Maria noch Jungfrau war als sie Jesus empfing (siehe Matthäus 1, 18-25, Lukas 1, 26-35). Dafür haben sie nicht nur das Wort „parthenos“ gebraucht (welches primär natürlich schon eine Jungfrau bezeichnet), sondern auch klipp und klar ausgesprochen, dass Maria noch keine sexuellen Beziehungen gehabt hatte, als sie schwanger wurde!

      Anders verhält es sich mit dem Wort „almah“! Dieses bedeutet „junge Frau“ oder „Herangereifte“, während das richtige Wort für „Jungfrau“ im Hebräischen „bethula“ ist. Das kann man in allen Standartwerken zur hebräischen Frage nachlesen.

      W. Gesenius, "Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament", 17. Auflage, unveränderter Nachdruck (1962), S. 594
      עַלְמָה [...] mannbares Mädchen, [...] d. W. bezeichnet lediglich das Mädchen als mannbares, nicht als Jungfrau (בְּתוּלָה), auch nicht als verehelicht od. nicht verehelicht;

      Tatsächlich macht es Sinn, dass in Jesaja 7, 14 (noch) nicht von einer „Jungfrau“ die Rede ist, denn die dort aufgezeichnete Prophezeiung hatte eindeutig zwei Erfüllungen! Dazu sollte man den Kontext beachten: Im 8. Jahrhundert v. u. Z. wollte der König von Israel (Pekach), und der König von Syrien (Rezin) den König von Juda (Ahas) stürzen, um den Sohn Tabeels auf den Thron setzen. Dieser Plan richtete sich gegen das von Gott eingesetzte Königshaus, denn David war ja ein Vorfahre von Ahas. Deshalb wurde Jesaja mit der Prophezeiung aus Jesaja 7, 14-16 ausgesandt. Man beachte die (leider) häufig unbeachteten Teile dieser Prophezeiung:

      Jesaja 7, 16 (Elberfelder 2006): Denn ehe der Knabe weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen dir graut.

      Diese Worte erfüllten sich lange VOR Jesu Geburt, denn „die beiden Könige“ vor denen dem Angesprochenen „graute“ waren Pekach und Rezin. Die Erfüllung dieser Prophezeiung wird in den folgenden Versen aus dem 2. Buch der Könige beschrieben:

      2. Könige 15, 29 (Elberfelder 2006): In den Tagen Pekachs, des Königs von Israel, kam Tiglath-Pileser, der König von Assyrien, und er nahm Ijjon ein und Abel-Beth-Maaka und Janoach und Kedes und Hazor und Gilead und Galiläa, das ganze Land Naphtali, und führte die Bewohner nach Assyrien hinweg.

      2. Könige 16, 9 (Elberfelder 2006): Und der König von Assyrien hörte auf ihn; und der König von Assyrien zog hinauf wider Damaskus und nahm es ein und führte seine Einwohner weg nach Kir; und Rezin tötete er.

      Somit ist die Schwangerschaft der Maria bereits eine zweite Erfüllung der Prophezeiung des Jesajas (wobei wir über die 1. Erfüllung ja nicht viel wissen, denn wer der erste „Immanuel“ war wird in der Bibel nirgendwo gesagt). Da vor Maria sicherlich noch nie eine jungfräuliche Frau durch ein Wunder schwanger wurde, macht es Sinn, dass Jesaja noch den allgemeineren Ausdruck „almah“ gebraucht hat. Das sollte man dann auch in Jesaja 7, 14 so übersetzen:

      Herder Bibel 2005: Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Seht, die junge Frau wird empfangen und einen Sohn gebären und ihm den Namen Immanuel geben.

      Zürcher Bibel 2007: Deshalb wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Seht, die junge Frau ist schwanger, und sie gebiert einen Sohn. Und sie wird ihm den Namen Immanu-El geben.

      Neue-Welt-Übersetzung 1986: Darum wird Jehova selbst euch ein Zeichen geben: Siehe! Die Herangereifte, sie wird wirklich schwanger werden, und sie gebiert einen Sohn, und sie wird ihm gewiß den Namen Immạnuel geben.

      Das "Zeichen" bestand hier noch nicht in einer Jungfrauenschwangerschaft, sondern darin, dass der Prophet überhaupt die Schwangerschaft einer jungen Frau vorhersagen konnte. Er konnte außerdem ankündigen, was mit den Feinden geschehen würde, ehe das angekündigte Kind ein bestimmtes Alter erreichen würde. Das mag im Vergleich zu einer Jungfrauengeburt relativ unspektakulär erscheinen, ein "Zeichen" ist es aber mit Sicherheit! Und die zweite Erfüllung dieser Ankündigung hat dann ALLES übertroffen...

      Gruß, GMacS
    • Neu

      freudenboten schrieb:

      Die Geburt Jesu geschah rund neun Neumonde später am Laubhüttenfest (Sept./Okt.) im Jahre 5/6 vor Null.
      Möglich! Hesemann datiert die Geburt Jesu auf den 25. März 5 v.Chr. ...

      Seele1986 schrieb:

      Eine junge Frau, die ein Kind gebiert, ist nun kein besonderes Zeichen.
      So ist es!

      Seele1986 schrieb:

      Josef kann auch der leibliche Vater sein ... für mich wäre das egal.
      Nein! ==> Das widerspricht dem Glaubensbekenntnis ("CREDO") : "geboren von der Jungfrau Maria!"

      Seele1986 schrieb:

      Außerdem wird, wenn auch nur kurz, die Betonung darauf gelegt, dass Maria unberührt schwanger wurde; damit wurde ein Reinheitsgedanke verbunden, den ich zwar kritisiere, den man aber dem gemeinen Volk der Antike nicht vorwerfen kann, denn solche Gedanken gab es nunmal damals. Sowohl im Heidentum, wie auch im Judentum! Das können wir ja nicht leugnen.
      Dieser Reinheitsgedanke ist durchaus theologisch berechtigt; denn Jesus musste in etwas "ganz reines" eingehen! ===> Daher könnte man auch evangelischerseits dem Mariendogma der "Unbefleckten Empfängnis" von 1854 wegen der Vulgata-Übersetzung von Luk.1,28 ("Du bist voll der Gnade" - = Maria, die Gnadenvolle (Lutherübersetzung 1964: Hochbednadete!), musste vom Zeitpunkt ihrer Zeugung an "vor der Erbsünde bewahrt werden") zustimmen. "Maria = die ganz Reine!"

      freudenboten schrieb:

      "Jungfrau" (= parthenos ist in der LXX falsch übersetzt!).
      Nein!

      freudenboten schrieb:

      Für "Jungfrau" gibt es einen anderen hebräischen Begriff, "Bethula" (parthenos).

      freudenboten schrieb:

      Entscheidend hingegen ist: "von dem heiligen Geist". Matthäus 1:20. Lukas 1:35.38. und "Ich bin des Herrn Magd."
      Auch!

      freudenboten schrieb:

      1. Könige 1:2.

      "ein Mädchen, jungfräulich, (Naara bethula)
      was Maria - z.Z. der Geburt Jesu ca. 14 Jahre alt - unzweifelhaft auch war!

      Gane MacShowan schrieb:

      Die Evangelisten sagen aber eindeutig aus, dass Maria noch Jungfrau war als sie Jesus empfing (siehe Matthäus 1, 18-25, Lukas 1, 26-35). Dafür haben sie nicht nur das Wort „parthenos“ gebraucht (welches primär natürlich schon eine Jungfrau bezeichnet), sondern auch klipp und klar ausgesprochen, dass Maria noch keine sexuellen Beziehungen gehabt hatte, als sie schwanger wurde!
      Gut!

      Gane MacShowan schrieb:

      Da vor Maria sicherlich noch nie eine jungfräuliche Frau durch ein Wunder schwanger wurde, macht es Sinn, dass Jesaja noch den allgemeineren Ausdruck „almah“ gebraucht hat.

      Gane MacShowan schrieb:

      Und die zweite Erfüllung dieser Ankündigung hat dann ALLES übertroffen...
      In der Tat!
    • Neu

      Es geht doch im Prinzip darum klar zu machen, dass Jesus kein "Kind" war das "konventionell" gezeugt wurde - sondern durch ein Wunder (ohne leiblichen Vater) geboren wurde.

      Mit "rein" und "unrein" hat das nichts zu tun außer in kirchlichen Traditionen, die aus heidnischem Denken abgeleitet scheinen.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Neu

      Lieber Norbert,

      es mag sein, dass Du bei einigen Text-Fakten anderer Meinung bist. Das ändert aber nichts an den entsprechenden Wortlauten.

      Weder die LXX noch die Vulgata sind fehlerfrei gegenüber dem hebräischen Grundtext. Nimm das bitte zur Kenntnis.

      In Jes. 7 steht jedenfalls nicht bethula sondern alma, zwei nicht deckungsgleiche Begriffe.

      Alma/Almana bedeutet lediglich nicht verheiratete Frau (ohne Mann).

      Die Betonung der Jungfräulichkeit Marias ist für die Kirche/Gläubigen nicht erlösungsrelevant, da sie in der neutestamentlich-apostolischen Theologie keine Rolle spielt, auch nicht wiederholt wird. Erlösungsrelevant ist hingegen, dass Maria Nachkommin von Adam und Eva und Abrahams ... ist.

      Ich habe die Texte dazu genannt, Du hingegen ignorierst die Texte.

      Das Symbolum Romanum (sog. Apostolikum) ist nicht von den Aposteln/biblisch nicht einwandfrei und daher auch kein maßgebliches Glaubensbekenntnis. (Nur in der Tradition)

      Leider haben die heidnischen "Kirchenlehrer" mit dem Begriff "Jungfrau" "Sündlosigkeit" verbunden. Jesus musste aber der Welt Sünde auf sich nehmen (unter das Gesetz/Opfern getan Galater 4:4.)

      Daher war der Kult um Maria von Anfang an mit ihrer Vergöttlichung (Gottesmutter) verbunden, ein ganz übler Irrweg/Häresie, wie die Reformatoren feststellen mussten.



      Nach biblischem Kalender jährt sich heute (25. des neunten Neumonds/Lichterweihe) der Beginn der Schwangerschaft Marias durch den Geist Gottes.

      Der katholische Kirchenkalender, besonders der heute gebräuchliche gregorianische, ist unhistorisch/legendenhaft und bringt nur Verwirrung/Unglaubwürdigkeit bezüglich biblischer Termine.