Wenn sich Wissenschaftler irren ...

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    • Find ich nicht. Wissenschaft und Religion dürfen einfach nix miteinander zu tun haben. Das sind zwei grundverschiedene Welten. Das eine ist Schauen und nicht Glauben. Das andere ist Glauben und nicht Schauen.

      Als ob Gott sich mit menschlichen Mitteln erfassen und begreifen lässt. Geht nicht. Deswegen hat die Prämisse "es gibt einen Gott" in der Wissenschaft nichts zu suchen. Wir müssen eher davon ausgehen, dass es ihn nicht gibt, und dass alleine die Naturgesetze gelten, ohne Eingriffe von "außen". Wenn sich diese These als falsch erweist, dann sei es so. Aber Wissenschaftler, die schon von Anfang an mit Gott als Hypothese arbeiten wollen, oder mit einer Hypothese, die einen Gott benötigt (Beispiel Schöpfung), die zeigen damit eigentlich nur, dass sie unseriös sind und vor allem ideologisch blind. Die können nicht mehr vorurteilsfrei forschen und werden schon deswegen nicht ernst genommen. Ideologische Blindheit gibt es natürlich auf der anderen Seite auch, ohne Frage.
    • Deswegen hat die Prämisse "es gibt einen Gott" in der Wissenschaft nichts zu suchen. Wir müssen eher davon ausgehen, dass es ihn nicht gibt, und dass alleine die Naturgesetze gelten, ohne Eingriffe von "außen". Wenn sich diese These als falsch erweist, dann sei es so. Aber Wissenschaftler, die schon von Anfang an mit Gott als Hypothese arbeiten wollen, oder mit einer Hypothese, die einen Gott benötigt (Beispiel Schöpfung), die zeigen damit eigentlich nur, dass sie unseriös sind und vor allem ideologisch blind. Die können nicht mehr vorurteilsfrei forschen und werden schon deswegen nicht ernst genommen. Ideologische Blindheit gibt es natürlich auf der anderen Seite auch, ohne Frage.
      Ich habe an dieser Stelle wiederum andere Ansicht.

      Wenn die Prämisse "es gibt einen Gott" in der Wissenschaft nichts zu suchen hat, dann soll auch die Prämisse "es gibt KEINEN Gott" nicht da sein. Denn diese - ob man das will oder nicht - beeinflusst das Denken der Wissenschaftler. Wenn du einen Wissenschaftler fragst, ob er als Wissenschaftler an Gott glaubt, so erfolgt meistens die Antwort: wie kann man als Wissenschaftler an Gott glauben? Wie kann man als Wissenschaftler an eine junge Erde (6000 Jahre) glauben? Die Ausnahme der Möglichkeit aus der Wissenschaft, dass Gott existieren kann, führt ungewollt zu dem Prinzip: was nicht sein kann, kann nicht sein. In der Praxis zeigt sich dies dadurch, dass eine mögliche Interpretation, die Erde könnte nur wenige Tausende Jahre existieren - sofort ausgeschlossen wird (ohne nähere Beweise zu bringen). Denn was nicht sein kann, kann nicht sein. Es ist in der Tat unplausibel, anzunehmen, dass die Erde sehr jung ist, wenn Gott tatsächlich nicht existiert. Und so denkt ein Wissenschaftler, und schließt die Möglichkeit einer jungen Erde von vornherein aus.

      Aus meiner Sicht, ist die Wissenschaft von heute im Vergleich zur Wissenschaft des 18. Jhd sehr ideologisch geworden. Es wird nicht mehr als ok gesehen, wenn ein Wissenschaftler an eine andere Theorie glaubt (als die Evolutionstheorie mit langen Zeiträumen). Und in der Uni hört man oft solche Sprüche, wie man als intelligenter, gebildeter Mensch an eine Kreation glauben kann. Oder, was man in der Uni verloren hat, wenn man an die Kreation glaubt. Die Wissenschaftliche Methodik und der Umgang mit Menschen heute sind leider nicht neutral, sondern sehr ideologisch (genauer: atheistisch geprägt) geworden.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jakob trifft hier ganz meine Ansicht. Warum ist die Prämisse "Es gibt keinen Gott" besser als die Prämisse "Es gibt einen Gott"?

      kleinstein schrieb:

      Als ob Gott sich mit menschlichen Mitteln erfassen und begreifen lässt. Geht nicht. Deswegen hat die Prämisse "es gibt einen Gott" in der Wissenschaft nichts zu suchen. Wir müssen eher davon ausgehen, dass es ihn nicht gibt, und dass alleine die Naturgesetze gelten, ohne Eingriffe von "außen". Wenn sich diese These als falsch erweist, dann sei es so. Aber Wissenschaftler, die schon von Anfang an mit Gott als Hypothese arbeiten wollen, oder mit einer Hypothese, die einen Gott benötigt (Beispiel Schöpfung), die zeigen damit eigentlich nur, dass sie unseriös sind und vor allem ideologisch blind. Die können nicht mehr vorurteilsfrei forschen und werden schon deswegen nicht ernst genommen. Ideologische Blindheit gibt es natürlich auf der anderen Seite auch, ohne Frage.
      Wer sagt denn, dass durch die Prämisse "Es gibt einen Gott" sofort alles unseriös wird? Warum kann man nicht in Hinblick auf den Schöpfer die Dinge begreifen und verstehen? Wir als gläubige Menschen wissen doch, dass all diese Gott aussprerrenden Prämissen dazu führen müssen, dass die Wissenschafter auf falsche Ergebnisse kommen.

      Mit welcher Berechtigung müssen wir "eher" davon ausgehen, dass es ihn nicht gibt? Müsste er sich nicht ständig in unseren Gedanken wiederfinden, wenn wir die Natur betrachten:

      Röm 1/20 Denn sein unsichtbares [Wesen], sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien;

      Ich bin dafür, dass man religiöse (im Gegensatz zu gotteinbeziehende) Überlegungen außen vor lässt, denn eine Religion ist ja die Auslegung und damit schon eine Interpretation des Wissens um einen Gott. Aber wenn ich mich nicht irre, dann schließen viele Wissenschafter einen kreativen Geist in die Entstehung der Welt schon mitein. Sie nennen es dann Außerirdische oder sonstwas, aber allein die Struktur und die Perfektion der Zellen und der Abläufe auf unserer Welt veranlassen sie zu der Ansicht, dass hier eine Intelligenz dahinter steht, ja stehen muss.
    • zu enger Wissenschaftsbegriff

      Mal ein Einschub und Fragen aus meiner Sicht als Geisteswissenschaftler:

      1. Wie kommt es, dass hier von "Wissenschaft" die Rede ist, wenn es eigentlich nur um (einige) Naturwissenschaften geht? Selbst, wenn "nur" Biologie und Geologie "böse" Wissenschaften wären (das lehne ich ausdrücklich ab, hier bin ich ganz bei kleinstein), müsste man das doch wenigstens so benennen.
      2. Auch Bibelauslegung ist Wissenschaft; was verstünden wir von der Bibel, wenn es die Wissenschaften der Hebraistik, Gräzistik, der Theologie insgesamt nicht gäbe?
      3. Wenn Wissenschaft so böse ist, warum legen wir als Adventisten dann soviel Wert auf Bildung, und zwar nicht nur wissenschaftliche Bildung? Warum haben wir so ein großes Bildungsnetz weltweit? (m.E. sind wir zweitgrößter kirchlicher "Bildungsanbieter" nach den Jesuiten mit zahlreichen Schulen, Hochschulen, Universitäten [=wissenschaftliche Einrichtungen – obwohl das adventistische Verständnis von Wissenschaftsfreiheit... ok, das ist ein anderes Thema])
    • Ivan hat recht, der Wissenschaftsbegriff war zu eng gefasst. Wenn ich jetzt also weiterschreibe, rede ich von Naturwissenschaften.

      Tricky und Jacob, ihr habt noch nicht verstanden, was ich sagen wollte. Ich habe versucht, den Gegensatz zwischen Wissenschaft und Glauben herauszukristallisieren.

      Es ist doch völlig egal, was ein Wissenschaftler "glaubt". Darf das seine Arbeit beeinflussen? Doch wohl nicht! Das ist gar nicht relevant. Ich bin Christ und forsche über Kernreaktionen im Urknall - na und? Ist mir das jetzt verboten, bloß weil ich an Gott glaube? Ich bin überzeugt, dass Gott das Universum schuf, und er kann es auch in sechs Tagen gemacht haben - als Gott ist ihm das nicht unmöglich. Aber was interessiert mich das in meiner täglichen Forschung? Es gibt genug Hinweise, dass es einen Urknall gab, also erforschen wir das eben. Und wenn es Hinweise gibt, dass die Evolutionstheorie in mancher Hinsicht nicht haltbar ist, wird das auch publiziert. Und dann wird die Theorie angepasst. Das ist auch okay.

      Ich kann Gott weder messen noch beweisen, also kann er automatisch niemals Teil einer wissenschaftlich haltbaren Theorie sein. Was sollte das auch? Er ist zudem kein Lückenstopfer für alle Dinge, die wir nicht erklären können. Gott hat in unserer Wissenschaft nix zu suchen. Allein seine Liebe zu den Menschen und sein Auftrag an uns könnte Motivation sein, Wissenschaft zu betreiben, in der Humanmedizin beispielsweise. Aber Ziel meiner Wissenschaft kann nicht sein, irgendwelche quasireligiösen Denkmodelle wie die Schöpfung zu unterfüttern. Das wird schon von selber passieren, wenn es zu viele unumstößliche Beweise gibt, dass die Schöpfung passiert ist. Das ist aber noch nicht der Fall.

      Unser Universum dehnt sich aus, die Urknalltheorie liefert teilweise bestechend gute Vorhersagen für die heutige Realität, wir finden Sterne, die hunderte Millionen Lichtjahre von uns entfernt sind. Wir sehen Evolution in der Tierwelt, wir beobachten Mutationen und züchten selbst erfolgreich, menschliche Embryonen ähneln dem Embryonenstadium anderer Lebewesen etc etc. Ich behaupte, dass Gott ganze Arbeit geleistet hat, sich gut zu verstecken. So muss man wirklich an ihn glauben, man kann nix finden, was ihn stichhaltig beweist. Was also soll die Prämisse "Gott existiert" in der Wissenschaft? Das ist einfach falsch. Wir sehen ihn nicht. Jeder muss sich persönlich entscheiden, ob er Gott vertraut oder nicht. Und es gibt für die Menschen, die sich gegen einen Glauben an Gott entscheiden, auch genug Grund, das zu tun. Das nenne ich Freiheit.

      Zitat Tricky: Wir als gläubige Menschen wissen doch, dass all diese Gott
      aussperrenden Prämissen dazu führen müssen, dass die Wissenschafter auf
      falsche Ergebnisse kommen.

      Das Zitat verdeutlicht für mich nochmal das Grundproblem. Woher will ich denn wissen, was richtig und was falsch ist? Ich kann es höchstens glauben. Aber beim Glauben sind wir abseits der exakten Wissenschaft.
    • Was also soll die Prämisse "Gott existiert" in der Wissenschaft? Das ist einfach falsch.
      Das habe ich auch nicht behauptet. Ich sagte, dass die Wissenschaft, weil sie Gott nicht messen kann, niemals die Behauptung machen soll: Gott existiert nicht. Aber man hört sehr oft von führenden Wissenschaftlern, dass der Glaube an Gott oder die Schöpfung irrsinnig ist, weil man heute "Wissenschaft" hat, die angeblich alles erklären kann (Vergleich: Richard Dawkins). Oder solche Sprüche wie: das Zeitalter des Glaubens an Gott ist vorbei, nun leben wir in der Zeit des wissenschaftlichen Progresses. Diese Bemerkungen werden oft böswillig sogar an jene gerichtet, die einfach nur an Gott glauben, ohne sich den wissenschaftlichen Aussagen zu widersetzen. Dawkins sagte in einem seiner Vorträge, dass ein Professor an einer Uni nichts zu suchen hat, wenn er an die junge Erde, ja sogar an Gott glaubt (sieh seine Debatten gegen John Lennox). Das Problem ist also, dass den gläubigen Wissenschaftlern, die an die junge Erde glauben, oft die Freiheit genommen wird (durch böse Äußerungen, die dann in echte praktische Maßnahmen übergehen), sich ein Wissenschaftler nennen zu dürfen. Beispiele: Ekkehard Lönnig.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Klar doch muss sich die Wissenschaft positionieren, ob es einen Gott gibt oder nicht. Und, ich denk ich habs auch erklärt, warum - sie kann gar nicht anders, als mit der Hypothese "es gibt keinen Gott" zu arbeiten. Etwas ganz anderes ist, was ein Wissenschaftler über seine persönliche Anschauung sagt, das ist ja dann seine Privatmeinung.

      Natürlich bestimmen meist atheistische Wissenschaftler, wofür Forschungsgelder fließen und wer welchen Posten bekommt. Aber auch als bekannter Kritiker der Evolution (Beispiel: Siegfried Scherer) fliegt man nicht von der Uni. Kompetente und wissenschaftlich saubere Arbeit sprechen für sich. Da kann auch keiner was dagegen sagen, auch wenn eine von Mainstream abweichende persönliche Meinung durchaus hart kritisiert wird. Ekkehard Lönnig kenn ich nicht, hab noch nie was von dem gehört.

      Und dann sind wir bei Dawkins. Der ist natürlich ein Exponent der Kritiker am Kreationismus. Die meisten Kollegen, mit denen ich mal über ihn sprach, lehnen seine Ansichten und Methoden ab, weil er zu radikal und ideologisch ist. Der gilt vor allem als Lautsprecher. Nur wenige fanden gut, was er macht, und wie er es tut.
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Das Problem ist also, dass den gläubigen Wissenschaftlern, die an die junge Erde glauben, oft die Freiheit genommen wird (durch böse Äußerungen, die dann in echte praktische Maßnahmen übergehen), sich ein Wissenschaftler nennen zu dürfen. Beispiele: Ekkehard Lönnig.

      kleinstein schrieb:

      Etwas ganz anderes ist, was ein Wissenschaftler über seine persönliche Anschauung sagt, das ist ja dann seine Privatmeinung.



      Wenn man bei Google den Ekkehard Lönnig eingibt:

      spiegel.de/wissenschaft/natur/…darwinisten-a-607704.html

      15.02.2009

      Evolutionslehre Die kruden Thesen deutscher Anti-Darwinisten

      200 Jahre Darwin - und noch immer wehren sich Kreationisten, Öko-Esoteriker, Homöopathen gegen die Evolutionstheorie, auch in Deutschland. Ulrich Kutschera erklärt, wie Pseudowissenschaftler die Erkenntnisse des genialen Biologen missdeuten.
      Info

      Vor zehn Jahren wurde der 1998 veröffentlichte Videofilm des Berliner Produzenten Fritz Poppenberg mit dem Titel "Hat die Bibel doch Recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise" mit dem so genannten "KEP-Medienpreis Goldener Kompass" ausgezeichnet. Die Laudatio auf diesen "Dokumentarfilm" hielt der bibeltreue Mathematiker John Lennox von der britischen Oxford University.
      In dieser Produktion behaupten die beiden Intelligent-Design-Kreationisten Wolf-Ekkehard Lönnig vom Kölner Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung und Siegfried Scherer von der TU München, die in ihren staatlich finanzierten Elite-Biodepartements gefilmt wurden, dass es bis heute keine Beweise für Darwins Theorien zum Artenwandel und die Makroevolution gäbe. Aus dieser Falschaussage wird dann die Schlussfolgerung gezogen, dass eine intelligente Macht (also der biblische Gott beziehungsweise Designer) die Arten erschaffen habe.
    • kleinstein schrieb:

      ... Aber Wissenschaftler, die schon von Anfang an mit Gott als Hypothese arbeiten wollen, oder mit einer Hypothese, die einen Gott benötigt (Beispiel Schöpfung), die zeigen damit eigentlich nur, dass sie unseriös sind und vor allem ideologisch blind. Die können nicht mehr vorurteilsfrei forschen und werden schon deswegen nicht ernst genommen. Ideologische Blindheit gibt es natürlich auf der anderen Seite auch, ohne Frage.

      Nein, ich denke, Du irrst hier fundamental.
      Der
      Wissenschaftler (Forscher) der Gott als Hypothese ausschließt, der ist voreingenommen und unseriös. Wissenschaftliche Hypothesen inkludieren auch Dinge, die der Mensch im Prinzip nicht erfassen und bis zum Ende erklären kann (z.B. "Urknall"). Daher könnte auch die Annahme eines Gottes Teil einer wissenschaftlichen Hypothese sein. Das Problem ist, dass in der Regel (in der Öffentlichkeit) nicht unterschieden wird, was erforscht und reproduzierbar (quasi "beweisbar") ist und welche Randbedingungen hypothetisch sind.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • kleinstein schrieb:

      ...Unser Universum dehnt sich aus, die Urknalltheorie liefert teilweise bestechend gute Vorhersagen für die heutige Realität, wir finden Sterne, die hunderte Millionen Lichtjahre von uns entfernt sind. ....

      Das ist doch eher absurd, denn die Urknalltheorie liefert keine "Vorhersagen" sondern sie ist aus dem was wir heute "sehen" zurückextrapoliert.
      Im Übrigen gibt es eine ausgeprägte fundamentale Kritik an der Theorie eines Urknalls von Astronomen (die keine Kreationisten sind) - nur findet das in der veröffentlichten Meinung wenig Wiederhall.
      Ich finde diese ganze Idee, wir könnten erforschen was Milliarden von Jahren vor unserer Existenz war, einfach menschliche Hybris und denke nicht, dass die diesbezüglichen Theorien etwas mit der Wahrheit oder mit Realität zu tun haben.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Im Regal neben mir steht ein Aktenordner mit einer Sammlung von Papers über die Urknall-Nukleosynthese, mit ziemlich guten Vorhersagen über die Häufigkeit der leichten Elemente in der ältesten Materie, die wir finden können, mit Ausnahme des Lithiums. Es ist eben nicht so, dass wir nur zurückschauen können. Nein, die Theorie liefert konkrete Daten, die nachprüfbar sind, und das ist auch schon erfolgreich geschehen.

      Natürlich gibts auch noch Fehler an der Theorie, aber dazu laufen ja die Forschungen. Es ist kein guter Standpunkt, die Theorie rundheraus abzulehnen. Wenn wir irgendwann mit unserem Latein am Ende sind und die Theorie echt nicht mehr haltbar ist, dann wird eine neue Richtung eingeschlagen. Aber bis jetzt wissen wir nicht genug, um uns seriös für das eine oder für das andere entscheiden zu können. Und das ist eine Aussage, die mir wichtig ist! Mir sind die Schwachpunkte der einen oder der anderen Anschauung vor Augen, aber die unbestreitbaren Erfolge eben auch. Ich will weder das eine noch das andere ausblenden, und das solltest du auch nicht tun.

      In dem Sinn irre ich eben nicht fundamental. Der Urknall und seine Folgen lassen sich in Mathematik gießen und sogar erfolgreich simulieren. Von wegen, der Mensch kann da was nicht "erfassen". Was er nicht erfassen kann, ist Gott.

      Ist Gott und sein Handeln etwa reproduzierbar, oder gehorcht er irgendwelchen Gesetzmäßigkeiten? Diese Idee ist für mich blasphemisch hoch sieben. Gott hat deswegen in einer wissenschaftlichen Theorie nix zu suchen. Ich kann immer nur glauben, dass er eingreift oder eingegriffen hat.
    • Evolutionstheorie kann nicht wissenschaftlich sein

      Interssant ist auch, was der Autor Janick P. Mischler in seinem Buch "Einstein, Quantenspuk und die Weltformel" zum Schluß seines Buches feststellt:

      Zitat:

      "...Die bestechende Ironie an der Urknall-und Evolutionstheorie ist, dass beide Theorien den Anspruch erheben, die Entstehung des Universums und des Lebens in ein wissenschaftliches Licht zu rücken, aber erfordern, dass mindestens die Gesetze der Thermodynamik, die wissenschaftlicher Natur sind, ihrer Gültigkeit beraubt werden. Ganz abgesehen von den Wahrscheinlichkeitsberechnungen, die diesen Theorien ziemlich die Hosen ausziehen. ...
      ... Die Urknall- und Evolutionstheorie funktionieren grundsätzlich nur, wenn ein Großteil der anerkannten Wissenschaft - die wissenschaftlich ist, da reproduzierbar und experimentell bestätigt - ignoriert wird. Daraus bleibt uns nur die Schlußfolgerung, daß die Urknall - und Evolutionstheorie zumindest in der gegenwärtigen Form nicht wissenschaftlich sein können und damit wiederum keinen wesentlich höheren Stellenwert genießen als jede andere plausible Vermutung oder Behauptung wie es zur Entstehung unseres Universums oder dem Leben auf der Erde gekommen ist. Die Urknall-und Evolutionstheorie sind also prinzipiell nicht wisenschaftlicher als beispielesweise der Glaube an die Erschaffung von Welt und Leben durch eine höhere Macht..." Ich freue mich auf Ihre E-Mail: Janick Mischler, info@einsteinswelt.ch

      Link: einsteinswelt.ch/Janick-Mischler.html


      Mein Kommentar:
      Dennoch wird uns in den Schulbüchern und in den Massenmedien die Urknall- und Evolutionstheorie als "wissenschaftlich abgesichert" präsentiert, so, als könne das Leben rein zufällig wie von selbst nach biophysikalischen Gesetzen aus toter Materie plötzlich entstehen (vgl. Manfred Eigen, Richard Dawkins etc.).
    • Lach, lach. Der Bubi hat 2010 erst seinen Physik-Master gemacht und abgesehen davon noch nix weiter geleistet. Und der will sich hinstellen und hunderten altgedienten, integren Wissenschaftlern erzählen, dass sie Idioten waren und sind? Er mit seinen 250 Büchern, die er in seiner WG geparkt hat?

      Und - noch viel schlimmer - so einem Spaßvogel wird auch noch geglaubt? Soll ich auch mal ein Buch schreiben?

      :patsch:

      Einstein hätte ihm verboten, seinen Namen zu missbrauchen.
    • kleinstein schrieb:

      Soll ich auch mal ein Buch schreiben?


      mach dass. :smiles:
      Ich werde es lesen.
      ob er alles so ernst nimmt was er schreibt kann ich nicht wissen, aber es liest sich sehr unterhaltsam .
      Ich denke ich werde es Bestellen, denn wo sonst bekommt mann noch ein handsigniertes Erstlingswerk mit persönlicher Widmung :tanz:
      Hardy
      Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
      Matthäus 28 / 20
    • kleinstein schrieb:

      Und - noch viel schlimmer - so einem Spaßvogel wird auch noch geglaubt? Soll ich auch mal ein Buch schreiben?

      :patsch:

      kleinstein schrieb:

      Mach das! Ist bestimmt eines Tages sehr wertvoll. Wenn die Szene der Hardcore-Kreationisten davon Wind bekommt, ist die kleine Auflage bestimmt im Handumdrehen vergriffen ;)



      Spott und Hohn, ist das alles was du so vorbringst?

      Ein Physiker (so wie Du) stellt eben dar dass sich beide Weltsichten (Urknall und Schöpfung) theoretisch gleichwertig nebeneinander einreihen.
      Aber wenn ein Hardcore Kreationist sagt " die Welt wurde von Gott in 6(7) Tagen a 24 Stunden (Tage wie heute) geschaffen dann machst du mit ihm was?

      Wer bitteschön ist denn in der Szene der Hardcore Kreationisten zu finden, dein Prediger, mein Prediger oder unsere FID die zur Schöpfung in 7 Tagen stehen?
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • kleinstein schrieb:

      Wir müssen eher davon ausgehen, dass es ihn nicht gibt, und dass alleine die Naturgesetze gelten, ohne Eingriffe von "außen". Wenn sich diese These als falsch erweist, dann sei es so. Aber Wissenschaftler, die schon von Anfang an mit Gott als Hypothese arbeiten wollen, oder mit einer Hypothese, die einen Gott benötigt (Beispiel Schöpfung), die zeigen damit eigentlich nur, dass sie unseriös sind und vor allem ideologisch blind. Die können nicht mehr vorurteilsfrei forschen und werden schon deswegen nicht ernst genommen. Ideologische Blindheit gibt es natürlich auf der anderen Seite auch, ohne Frage.


      mir ist das jetzt erst aufgefallen, ist das wirklich dein Ernst?

      Ein Wissenschaftler der an Gott glaubt kann nichtmehr vorurteilsfrei forschen?
      Wir müssen eher davon ausgehen, dass es ihn nicht gibt(Gott).
      Wenn sich diese These als falsch erweist, WENN???????
      Wissenschaftler die Gott vorraussetzen zeigen nur dass sie unseriös sind und ideologisch blind???

      Sag mal willst du mich bzw. die anderen hier verarschen? Ist das die Basis für eine gottgläubige Jessunachfolge wenn ich Gott im Schauen und Prüfen ignoriere?

      Ich check aus hier.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Baptist ()

    • kleinstein schrieb:

      Find ich nicht. Wissenschaft und Religion dürfen einfach nix miteinander zu tun haben. Das sind zwei grundverschiedene Welten. Das eine ist Schauen und nicht Glauben. Das andere ist Glauben und nicht Schauen.

      Als ob Gott sich mit menschlichen Mitteln erfassen und begreifen lässt. Geht nicht. Deswegen hat die Prämisse "es gibt einen Gott" in der Wissenschaft nichts zu suchen. Wir müssen eher davon ausgehen, dass es ihn nicht gibt, und dass alleine die Naturgesetze gelten, ohne Eingriffe von "außen". Wenn sich diese These als falsch erweist, dann sei es so. Aber Wissenschaftler, die schon von Anfang an mit Gott als Hypothese arbeiten wollen, oder mit einer Hypothese, die einen Gott benötigt (Beispiel Schöpfung), die zeigen damit eigentlich nur, dass sie unseriös sind und vor allem ideologisch blind. Die können nicht mehr vorurteilsfrei forschen und werden schon deswegen nicht ernst genommen. Ideologische Blindheit gibt es natürlich auf der anderen Seite auch, ohne Frage.


      Diese These macht umgekehrt ebenso Sinn - eigentlich noch mehr Sinn: Wissenschaftler die die Existenz Gottes, also einer (technisch gesprochen) nicht direkt erkennbaren und diskontinuierlichen "Macht" ausschließen, "zeigen damit eigentlich nur, dass sie unseriös sind und vor allem ideologisch blind". Den sie agieren nach dem, was wir noch nicht wissen, bzw. extrapolieren können, das gibt es auch nicht...

      Richtig ist doch vielmehr, dass weder der Urknall, noch die Schöpfung "wissenschaftlich" sind. Beides sind Thesen, mit Befürwortern und Ablehnenden. Ich halte jegliche Theorie (über das Universum und dessen Entstehung) die als "Tatsache" oder gar als "wissenschaftlich bewiesen" verkauft wird für den Ausdruck menschlicher Hybris.
      .
      Liebe Grüße, Heimo