Wenn sich Wissenschaftler irren ...

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    • Wenn sich Wissenschaftler irren ...


      • Mit der Weltausstellung von Paris wird auch die Geschichte des elektrischen Lichts
      enden, und man wird nicht mehr davon hören.
      Erasmus Wilson, Professor an de Oxford University, 1878

      • Gut informierte Menschen wissen, dass es unmöglich ist, die menschliche Stimme via
      Kabel zu übertragen. Und wenn es möglich wäre, so hätte das Ganze keinen
      praktischen Wert.
      Leitartikel in der Boston Post, 1876

      • Mein lieber DeForest, alle Radiotelefone, die das Land je brauchen wird, würden in
      diesem Raum Platz finden.
      W.W. Dean, Präsident der Dean Telephone Company, zu Lee DeForest,
      amerikanischer Radiopionier, 1907

      • Der Mensch wird niemals auf dem Mond landen, ungeachtet allen zukünftigen
      wissenschaftlichen Fortschritts.
      Lee DeForest, Erfinder der Radioröhre, New York Times, 25. Februar 1957

      • Ich denke, es gibt einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer.
      Thomas Watson, Vorsitzender von IBM, 1943

      • Es gibt keinen einzigen Grund, warum Privatleute sich einen Computer zulegen
      sollten.
      Ken Olsen, Präsident der DEC – Digital Equipment Corporation auf dem Kongress
      der World Future Society, 1977

      • 640 KB sollten für jedermann genug sein.
      Bill Gates, Gründer von Microsoft, 1981

      • Dass das Automobil praktisch die Grenzen seiner Entwicklung erreicht hat, wird
      daran deutlich, dass im vergangenen Jahr keine nennenswerten Verbesserungen
      erzielt wurden.
      Zeitschrift Scientific American, 2. Januar 1909

      • Flugmaschinen, die schwerer sind als Luft, sind ein Ding der Unmöglichkeit.
      Lord Kelvin, Britischer Mathematiker und Präsident der British Royal Society, um
      1895

      • Das Radio hat keinen vorstellbaren kommerziellen Wert. Wer würde für Botschaften
      und Nachrichten bezahlen, die nicht an bestimmte Personen gerichtet sind?
      Die Redaktion der Partner von David Sarnoff auf sein Drängen, in den 20er Jahren in
      das Radio zu investieren.

      • Der Bauch, die Brust und das Gehirn werden dem Zugriff des weisen und humanen
      Chirurgen für immer verschlossen bleiben.
      Sir John Eric Ericksen, britischer Chirurg, der zum Surgeon Extraordninary für
      Königin Victoria ernannt wurde, 1837

      • Wer zur Hölle will Schauspieler reden hören?
      H.M. Warner, „Warner Brothers“ über Tonfilme, 1927

      • Das Erdöl ist eine nutzlose Absonderung der Erde – eine klebrige Flüssigkeit, die
      stinkt und in keiner Weise verwendet werden kann.
      Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg, 1806

      • „Bohren für Öl? Sie meinen, in die Erde bohren und versuchen, Öl zu finden? Sie
      sind verrückt.“
      Edin L. Erpel, der Bohrer zu seinem Projekt, nach Öl zu bohren, einstellen wollte,
      1859

      • Wir haben 60 Jahre ohne Fernsehen gelebt, und wir werden auch noch weitere 60
      Jahre ohne Fernsehen auskommen.
      Avery Brundage, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, 1960

      • Die Energie, die durch Atomzertrümmerung produziert wird, ist eine armselige Sache.
      Jeder, der von der Umwandlung dieser Atome eine Kraftquelle erwartet, redet nur
      Blabla.
      Ernest Rutherford, engl. Atomphysiker, 1933

      • Diese Strahlen des Herrn Röntgen werden sich als Betrug herausstellen.
      William Thompson Kelvin, Erfinder eines Gasthermometers und Präsident der „Royal
      Society“; nach ihm wurde die Temperatur „Grad Kelvin“ bezeichnet.

      • Die Atomenergie mag vielleicht so gut sein wie die uns heute bekannten
      Sprengstoffe, aber es ist sehr unwahrscheinlich, etwas sehr viel Gefährlicheres
      herstellen zu können.
      Winston Churchill, Britischer Premierminister, 1939

      • Der Fernseher wird sich auf dem Markt nicht durchsetzen. Die Menschen werden
      sehr bald müde sein, jeden Abend auf eine Sperrholzkiste zu starren.
      Darryl F. Zanuck, Chef der Filmgesellschaft 20th Century-Fox, 1946

      • Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten –
      allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.
      Gottlieb Daimler, Erfinder, 1901


      ________________________________
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • und ohne oder nur wenigen Angaben zum Autor und Zeitpunkt:


      In ferner Zukunft werden Computer vielleicht nur noch wenige Tonnen wiegen. (Zukunftsforscher)

      Flugzeuge sind nette Spielzeuge, werden aber niemals militärischen Wert besitzen. (Feldmarschall)

      Theoretisch und technisch mag das Fernsehen denkbar sein, aber kommerziell und finanziell halte ich es für absolut unmöglich. Es ist wirklich reine Zeitverschwendung länger davon zu träumen. (Ingenieur)

      Windows wird sich niemals durchsetzen, weil die ganze Welt nämlich schon DOS hat. (Informatiker)

      Ich habe nicht das winzigste Molekül Zuversicht, dass es eine andere Luftschiffart geben wird als die mit Ballonen. (Physiker Lord Kelvin)

      Die Resultate der Forschungen des Conrad Röntgen sind ein geschickter Schwindel und entbehren jeder ernsten Wissenschaft. (Physiker Lord Kelvin)

      Das Internet hat überhaupt keinen praktischen Wert. (Wirtschaftsexperte)

      Es gibt keinen vernünftigen Grund für einen Menschen, zu Hause einen Computer zu haben. (Chef eines Computerkonzerns)

      Das alle Menschen in Zukunft ein Telefon haben werden, ist doch kompletter Unsinn. Es braucht ja auch nicht jeder den elektrischen Strom. (Postminister)

      Wenn man sich mit dampfgetriebenen Wagen schneller fortbewegt als 60 Kilometer in der Stunde, wird man ganz sicher ersticken, weil man dann nicht mehr atmen kann. (Eisenbahngegner)

      Das Telefon hat zu viele ernsthafte Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert. (Postbeamter)

      Tut mir leid, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was U-Boote im Krieg bewirken könnten, außer dass sie ihre Besatzungen dem Erstickungstode aussetzen. (Militärexperte)

      Alles was erfunden werden kann, ist längst schon erfunden worden. (Leiter eines Patentamtes 1899)

      Diese Anwendung des Benzins auf den Straßenverkehr ist noch unbedeutender als Dampf.

      Glauben Sie ja nicht, dass jemals ein Schiff mit so einem Motor die See befahren wird. (Reedereibesitzer über den Dieselmotor)

      Diese sensationellen Nachrichten von dieser Glühlampe sind völlig nutzlos für die Wissenschaft und sogar schädlich für den Fortschritt. (Siemens)

      Radiowellen können den Atlantik niemals überqueren. (Ingenieur)

      OS/2 wird die Plattform der 90er werden. (Bill Gates)

      Aber für was ist das gut? (IBM-Ingenieur über den Mikroprozessor)

      Trotz allen kommenden wissenschaftlichen Fortschritts wird der Mensch niemals einen Fuß auf den Mond setzen. (Dr. Lee De Forest, Erfinder der Vakuumröhre und Vater des Fernsehens)

      Die Erde ist hohl. (Astronom Edmond Halley)

      Ich kann die Relativitätstheorie ebenso wenig akzeptieren, wie ich die Existenz von Atomen und anderen solchen Dogmen akzeptieren kann. (Physiker und Philosoph Ernst Mach)

      Was, bitte sehr, veranlasst sie zu der Annahme, dass ein Schiff gegen den Wind und gegen die Strömung segeln könnte, wenn man nur ein Feuer unter Deck anzünde? Bitte entschuldigen sie mich. Ich habe keine Zeit, um mir so einen Unsinn anzuhören. (Napoleon Bonaparte)

      Das ist der größte Unsinn, den wir jemals unternommen haben. Die Atombombe wird niemals explodieren. Das sage ich als Bombenexperte. (Admiral William Leahy zu Präsident Truman)

      Der Mensch wird es in den nächsten 50 Jahren nicht schaffen, sich mit einem Metallflugzeug in die Luft zu erheben. (Luftfahrtpionier Wilbur Wright)

      Das Pferd wird es immer geben, Automobile hingegen sind lediglich eine vorübergehende Modeerscheinung. (Kaiser Wilhelm)

      Es gibt nicht das geringste Anzeichen, dass wir jemals Atomenergie entwickeln können. (Albert Einstein)

      Rauchen ist für die allermeisten Menschen eine durchaus gesunde Angelegenheit. (Dr. Ian McDonald, Chirurg, 1963)

      Louis Pasteurs Theorie von Bazillen ist lächerliche Fiktion. (Pierre Pachet, Professor der Physiologie)
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • Irrtum ist systembedingt in der Wissenschaft, denn wissenschaftliche Theorien gelten per definitionem nur bis sie widerlegt sind.
      Was nicht falsifizierbar ist, ist keine wissenschaftliche Theorie und
      was obwohl eine Falsifizierung theoretisch möglich wäre, nicht falsifiziert ist, ist eine gültige wissenschaftliche Theorie.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • ...Und nachdem es uns erheitert hat dies zu lesen, tun wir gut daran, unsere eigenen heutigen Einschätzungen und Bewertungen auch vor dem Hintergrund der "Irrtum nicht ausgeschlossen"
      Möglichkeit zu sehen.
      Im Größen wie im Kleinen trifft es ja zu.

      Noch vor ein paar Jahren wurde jungen Eltern geraten den Säugling ruhig mal kräftig und lange schreien zu lassen, dadurch würden sich die Lungen entfalten.
    • @greatest
      Was willst du uns mit diesen Zitaten sagen?

      Die Wissenschaftler haben es dir ermöglicht, dass du diese tollen Zitate per Copy'n'Paste auf einer elektronischen Rechenmaschine in ein weltweit verfügbares Datennetz einspeisen kannst. Von dir zu Hause aus.

      Was willst du eigentlich? **

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jonas ()

    • Verantwortung von Wissenschaftern

      Gut, dass es dieses Thema schon gibt, ich wollte gerade ein ähnlich lautendes eröffnen.

      Gestern wurde diese Meldung durch die Nachrichtenagenturen gejagt:

      derstandard.at/1350259071016/P…Wissenschafter-verurteilt

      Zitat daraus:

      Zu den Verurteilten zählen führende Wissenschaftler Italiens wie etwa der ehemalige Leiter des Instituts für Geophysik und Vulkanologie, Enzo Boschi, und Ex-Zivilschutzchef Franco Barberi. Die Wissenschaftler waren vor dem Beben zu dem Schluss gekommen, dass eine Reihe von vorangegangenen Beben in der Region auf keine erhöhte Gefahr hinweise. Ihre Empfehlungen dienten den Behörden als Entscheidungshilfe.
      Ich frage mich, ob das eine Trendumkehr ist, oder ob Wissenschafter, die mit ihren Expertisen eine Entscheidungshilfe anbieten wollen, in Zukunft lieber schweigen werden?

      Grundsätzlich begrüße ich es, dass sich Wissenschafter für ihre Expertise auch rechtfertigen müssen. Problem dabei ist halt nur, dass sich in Zukunft keiner mehr trauen wird, was zu sagen. Ist also keine wissenschaftliche Meinung besser als eine möglicherweise falsche?

      Ich persönlich empfinde nämlich das Falsifizierungsprozedere rund um eine Theorie, die bis zur Falsifizierung als richtig gilt, für falsch. Es sollten Beweise und Verifizierungen an wissenschaftliche Erkenntnis gekoppelt sein - sind sie ja auch oft, aber manchmal auch nicht. Ich meine, dass die Quantentheorie so ein Beispiel ist dafür, dass etwas behauptet wird und dass dann irgendwann vielleicht der Beweis kommt, weil man Jahre danach sucht. Vielleicht wird auch einfach nur zu viel Wirbel gemacht um Theorien. Das Wort sagt ja schon aus, dass es eine Überlegung ist.
    • @tricky

      Ich frage mich, ob das eine Trendumkehr ist, oder ob Wissenschafter, die mit ihren Expertisen eine Entscheidungshilfe anbieten wollen, in Zukunft lieber schweigen werden?
      Es gibt überall Ausnahmen, und nimmer darf man in die Menschen 100% Vertrauen legen, sondern nach Möglichkeit alles und immer überprüfen. Wenn zwei Wissenschaftler bewußt ein falsches Zeug gesagt haben, kann/darf man das gleiche auf andere Wissenschaftler nicht schließen. Und es ist nicht so, dass die Wissenschaftler mit ihren Expertisen aufdringlich sind, die Entscheidungshilfe anzubieten, sondern dass sie von Unternehmen gefragt sind. Letztendlich, die Meinung eines ehrlichen Wissenschaftlers ist immer gefragter als eines ehrlichen Laien. Unehrliche Menschen findet man in allen intellektuellen Schichten.

      Problem dabei ist halt nur, dass sich in Zukunft keiner mehr trauen wird, was zu sagen. Ist also keine wissenschaftliche Meinung besser als eine möglicherweise falsche?
      Ich weiß nicht genau, was der wirkliche Auslöser für die Verurteilung der genannten Wissenschaftler ist, aber - wie du es beschrieben hast - finde ich das sehr fragwürdig. Kein Mensch darf verurteilt werden, wenn er seine Arbeit gewissentlich macht und dabei zu einem falschen Ergebnis kommt. Und beim Thema Erdbeben befinden wir uns im Bereich "Wahrscheinlichkeitsrechnung", da keine gesicherten Methoden vorliegen, das bevorstehende Erdbeben im voraus immer zu erkennen.

      Ich meine, dass die Quantentheorie so ein Beispiel ist dafür, dass etwas behauptet wird und dass dann irgendwann vielleicht der Beweis kommt, weil man Jahre danach sucht.
      Jede Theorie hat beide Seiten, sowohl die im Labor nachgewiesene, als auch über diese Nachweise hinausgehende Interpretation. Die Ergebnisse im ersten Fall sind die eigentlichen Gründe für die Formulierung der Theorie (sowie ihrer Gültigkeit), sie beschreiben bestimmte (physikalische) Zusammenhänge, ohne diese genau formulieren zu können. Oft entsteht eine neue Theorie durch Beobachtungen, die sich mit alten, gesichterten Definitionen nicht beschreiben lassen. Also formuliert man eine Theorie. Was später den Wissenschaftler (noch) nicht möglich zu beschreiben, beginnt dann die Interpretationsphase, die falsch sein kann. Die Quantentheorie ist keine reine Interpretation "aus der Luft", sondern findet ihr Fundament in interessanten physikalischen Beobachtungen, die sich mit bisherigen Modellen nicht beschreiben lassen. Damit ist die Quantentheorie (wie auch andere Theorien) lediglich ein Modell für bestimmte im Labor nachgewiesene Vorgänge. Aber - leider - auch da finden wir sehr viele gedankliche Interpretationen, die von vielen als gesicherte Tatsachen verkauft werden.

      Weil wir wissen, dass der Großteil der Wissenschaftler atheistisch geprägt sind und damit - durch die Gesellschaft beinflusst - automatisch den Blick auf Evolutionstheorie mit sehr langen Zeiträumen richten, ist es sehr wichtig, alle wissenschaftliche Formulierungen/Behauptungen genau zu untersuchen, wo es um gesicherte Tatsachen, und wo es lediglich um Interpretationen handelt.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Ich behaupte ganz frech ein Mal, daß die Wissenschaft insgesamt eine falsche Wertschätzung genießt.

      So lange es sich nicht ändert, werden wir Dinge erleben, wo am Ende einzelne Wissenschaftler die Schuld zugesprochen bekommen.

      Einerseits sind sicher gerade die Gruppe Wissenschaftler, die eine falsche Wertschätzung "verursachen", selbst Schuld daran. Andererseits, trägt die Gesellschaft im Ganzen mind. im gleichen Maße die Schuld, weil sie die Wissenschaft über alles Andere gestellt haben.
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • Ich wiederhol mich gern noch einmal, dass ich es als mindestens unfein empfinde, so über Wissenschaft zu reden. Du kannst gern auf alles verzichten, was dir die Wissenschaft gebracht hat, das würde dich dann aber auch zwingen, instantan nicht mehr hier mitzuschreiben und stattdessen bei den Amischen zu leben.

      Wir brauchen Wissenschaft. Wir sollten sie aber kritisch begleiten, wie alle anderen Dinge (einschließlich unserer eigenen Freikirche) auch.
    • greatest schrieb:

      Andererseits, trägt die Gesellschaft im Ganzen mind. im gleichen Maße die Schuld, weil sie die Wissenschaft über alles Andere gestellt haben.


      Würde die Gesellschaft wissenschaftliche Erkenntnisse tatsächlich so wichtig und ernst nehmen wie du es bedauerst, gäbe es weniger Probleme auf dieser Welt. Viele Krisen und Umweltprobleme entstehen erst durch das ständige Hinwegsetzen über Mahnungen zahlreicher Wissenschaftler.

      mit lieben Grüßen
      conradi
      mit lieben Grüßen
      conradi
    • Siehe, ich mache alles neu!

      Irren Wissenschaftler sich auch in Bezug auf die Person des Jesus Christus ? Es gibt ja nichts, was nicht schon irgendwann von irgend jemandem geschrieben worden ist, denn auch wenn man meint, einen eigenen originären Gedanken entwickelt zu haben, irgend jemand anders hat diese Idee schon vorher gehabt oder zumindest angedacht (Fußnote !). Worin liegt also der Fortschritt ? Voranzubringen, was vorher noch nicht da war, etwas Neues herausfinden, entdecken, erforschen, Wissen zu schaffen, was man vorher noch nicht wusste, die Wahrheit (vgl. Joh 18,38) zu finden, um mit all diesen Entdeckungen, die Natur um uns herum beherrschen zu können. Das Wissen der Menschheit wächst wohl exponentiell, ebenso wie die Leistung der Computer. Ein säkularer Forscher wird sagen, dass dies notwendig ist, denn irgendwann müssen wir die Erde verlassen. Wir müssen hinaus ins Weltenall, um sehr sehr langfristig das Überleben unserer Spezies zu sichern. Denn die Erde wird sterben, ebenso die Sonne und es ist nur eine Frage der Zeit. Ist es da nicht kindlich-naiv, auf einen Gott zu hoffen und diesem zu vertrauen, das er uns Menschen eine Neue Erde schenkt und die Auferstehung zum Ewigen Leben ? Nehmen wir dies als Wahrheit für unsere Zukunft, so ist sie jedenfalls nicht beweisbar widerspricht dies doch unserer Erfahrung des Vergehens und des Verfalls. Alles zerfällt, nichts hat Bestand. Wie kann dann Ewiges Leben in Fülle möglich sein ? Nur durch eine völlige Neuschöpfung Gottes: Siehe, ich mache alles neu! (Offb 21,5).
    • kleinstein schrieb:

      Wir brauchen Wissenschaft. Wir sollten sie aber kritisch begleiten, wie alle anderen Dinge (einschließlich unserer eigenen Freikirche) auch.
      Da bin ich ganz deiner Meinung. Wir brauchen Wissenschaft schon allein um zu überleben.

      Was ich mich aber frage ist, wie wir die Aussagen der Wissenschafter kritisch begleiten können, wenn die Zeit drängt und etwas passiert, worauf schnell reagiert werden muss. Mein Beispiel der Verurteilung der Wissenschafter beim Beben von Aquila zeigt uns doch, dass wir uns (weil wir selbst die Materie nicht verstehen) auf Aussagen derer verlassen müssen, die etwas davon verstehen. Nur werden sich die jetzt tunlichst hüten nochmal etwas zu einer Katastrophe zu sagen. Ich meine, ich würde das so machen. Ich frage mich wirklich wie dieses Urteil in der wissenschaftlichen Welt aufgenommen wird?
    • In dringenden Fällen würde ich lieber dem Experten glauben als allen anderen. In nicht so dringenden Fällen lohnt es sich, dem Experten auf die Finger zu schauen, aber nicht nur ihm, sondern vor allem auch seinem Brötchengeber. Nicht alles, was die Wissenschaft hervorgebracht hat, war uns immer zum Nutzen. Und, sie ist auch oft genug nicht frei, sondern wissenschaftliche Vernunft oder Ethik fällt durchaus auch mal politischen oder finanziellen Randbedingungen zum Opfer. Das diskreditiert aber nicht die Wissenschaft und auch nicht den Wissenschaftler, sondern denjenigen, der sich aus solchen Motiven in die wissenschaftliche Arbeit einmischt.

      Beispiel: Christliche Geldgeber bezahlen Wissenschaftler, die Argumente für die Schöpfungslehre finden sollen. Das wird nirgendwo ernst genommen und diskreditiert sofort Arbeitgeber und Angestellte.
      Beispiel: EIne Regierung pumpt gewaltige Ressourcen und Manpower in ein Projekt, das zur Entwicklung einer Kernwaffe führen soll. Die Folgen sind uns bekannt. Viele der beteiligten Wissenschaftler (wenn auch nicht alle) bereuten im Nachgang, was sie getan hatten.

      Aber die Welt ist ja nie einfach, und auch nicht schwarz-weiß. Jeder hat ein Motiv für sein Handeln.

      In der etablierten Wissenschaftlerwelt ist das italienische Urteil ein Desaster. Es wird einhellig als völlig daneben gebrandmarkt. Ich kenne niemanden, der es unterstützt. Fast niemanden...
      Ich habe viel Zeit in der Erdbebenregion verbracht. Dort gibt es ein berühmtes Untertagelabor. Die Wissenschaftler dort haben das Beben miterlebt und Freunde und Verwandte verloren. Die haben das Urteil begrüßt.
    • tricky schrieb:


      Wir brauchen Wissenschaft schon allein um zu überleben.

      Trotz meiner großen Begeisterung für die Wissenschaft im Allgemeinen, kann ich dem hier als Christ NICHT 1% zustimmen. Aus meiner Sicht ist dies bereits eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Portion Skepsis.

      Als NICHT-Wissenschaftler muß man dann unterschieden, was das eigene Leben direkt betrifft, und was eher "Allgemeinwissen" wäre. Und für einen NICHT-Wissenschaftler wird es immer eine Frage des Glaubens bleiben.
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • greatest schrieb:

      Trotz meiner großen Begeisterung für die Wissenschaft im Allgemeinen, kann ich dem hier als Christ NICHT 1% zustimmen. Aus meiner Sicht ist dies bereits eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Portion Skepsis.
      Allein die Erkenntnisse aus der Medizin sind zu einem überwiegenden Anteil der wissenschaftlichen Forschung zu verdanken.

      Ich denke woran du dich stößt ist die Moralvorstellungen oder auch die Ideologie, die oft mit der Wissenschaft transportiert werden. Als da bspw. wären:

      -) Technik wird unser Leben verbessern
      -) Wer nichts weiß, muss glauben
      -) Alles ist erklärbar und wissenschaftlich prüfbar ... wenn nicht heute, dann irgendwann
      ...

      Das sind Punkte, wo man skeptisch sein muss, gerade weil oft die gottferne Ideologie mit der nützlichen Erkenntnisgewinnung gekoppelt wird.
    • nicht wirklich ;)
      ich formuliere es mal deutlicher. Egal wie weit fortgeschritten die Wissenschaft ist, als Christ glaube ich:

      - meine Lebensqualität hängt von Gott ab
      - meine Gesundheit ist in Seinen Händen
      - mein Leben ist in Seinen Händen

      Wenn ER will,
      - werde ich unabhängig von den Umständen, wissenschaftlichem Fortschritt oder technischen Möglichkeiten hohe Lebensqualität haben
      - werde / bleibe ich gesund oder eben nicht
      - überlebe ich auch die größte Katastrophe

      (dabei blende ich natürlich nicht aus, daß einiges von meiner täglichen Entscheidung abhängt) ;)
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • kleinstein schrieb:

      Hast du schon mal die Wissenschaft als ein Mittel Gottes verstanden, eben gerade deine Lebensqualität, Gesundheit und Sicherheit zu erhöhen?
      Das fällt mir insofern so schwer anzuerkennen, weil die wissenschaftliche Welt sich selbst durch bestimmte Prämissen von gläubigen Menschen fern hält. Ich habe dazu keine Zahlen oder Fakten, aber ich habe vor langer Zeit mal mit einem Freund ein Beispiel diskutiert, wo ein Professor an einer Uni keinen Lehrstuhl bekam, weil er die Evolutionslehre abgelehnt hat. Das arge daran ist oft, dass das Wissenschaftsgebiet nicht mal direkt was mit Entwicklungslehre zu tun gehabt hat. Im amerikanischen Raum ist das ein wenig anders, aber hier in Europa hat man als Evolutionsgegner keine Chance ernstgenommen zu werden. Mein Freund hat gemeint, dass er das total ok findet, dass jemand, der den Urknall usw. nicht akzeptiert, keine Professorenstelle bekommt. Denn wo kämen wir da hin, wenn da ein Gottgläubiger mitmacht. Ich fand das total krass und unendlich intolerant.