Lebenssituationen

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    • Lebenssituationen

      Die Straße der Einsamkeit geh ich entlang
      Ich träume vom Leben, irgenwie wird mir bang’
      Wie Herbstlaub im Winde fliegen die Gedankan dahin
      Ich kann sie nicht halten und schwer ist mein Sinn

      Blatt für Blatt fällt sanft und leise vom Baum
      Der Sommer ist zu Ende, er bleibt nur noch Traum
      Das rascheln der Blätter, es gleicht einem Weinen
      Sie können sich nicht mehr mit ihrem Zweigen vereinen

      Wenn auch Farbenfroh und Bunt die Blätter sich färben
      Das Ende ist sicher, denn der Herbst ist ein Sterben
      Das Leben des Menschen gleicht solchen Jahreszeiten
      Und am Ende des „Jahres“ wird der Tod seine Händen ausbreiten

      Die Farbenpracht lässt uns das gerne vergessen
      Es neigt sich die Lebenskraft, die der Mensch mal besessen
      Dann kommt der Moment, die Kraft ist zu Ende
      Wir fallen ob wir wollen oder nicht, in die längst ausgebreiteten Hände

      Der Baum zeigt uns deutlich, im Frühling das Werden
      Im Herbst fällt das „Gewordene“ wieder auf Erden
      Die Natur bereitet sich auf den Winterschlaf vor
      Und ruht geduldig bis der Fühling steht wieder vor’m Tor

      Der Baum kann die Blätter nicht einfach behalten
      Der Herbst, der Tod will nun schalten und walten
      So ähnlich beim Menschen, auch wenn wir den Tod hassen
      Letzt endlich wird er (noch) Sieger, wir müssen loslassen

      Doch wissen wir ganz sicher aus Gottes Wort
      Sind unsre Liebsten auch momentan fort
      Sie ruhen und schlafen und warten ganz still
      Bis der Herr das tut, was ER will

      Ein Frühling wie nie dagewesen bis heut
      Ein Leben, das wirklich den Menschen erfreut
      Und DAS ohne „Herbst“, ohne Sterben und Tod
      Vorbei ist Trauer, der Schmerz und die Not

      Die Lücke, die der Tod nun mal hat gerissen
      Wird ungefüllt bleiben, denn wir vermissen
      Den Menschen, der von uns gegangen
      Doch für ihn hat das Morgen bei Gott angefangen

      Der Blick in die Zukunft mit Christus im Herzen
      Lässt Verlust uns ertragen und auch so manch Schmerzen
      So fühle ich heute, der Verlust er tut weh
      Doch ich weiß und freu mich darauf, dass ich ihn wieder seh....

      Quelle: Meine Gedanken

      ***

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tricky () aus folgendem Grund: kleiner Tippfehler verbessert

    • Gibt es einen persönlichen "Anlass" für dieses Gedicht, Nachtperle?

      Für mich passt es heute.
      Ich komme von einer Beerdigung.
      Bruce, ein guter Bekannter und noch junger Mann.
      Vor einem Monat haben wir schon einen meiner liebsten Freunde beerdigt.
      Motorradunfall mitten in Hamburg und völlig unverschuldet.
      Beide Menschen waren keine offensichtlichen Christen.
      Ich muss aber sagen, alles was ich in diesem Zusammenhang erlebt habe, hat mich tief beeindruckt.
      Die "neutralen" Trauerreden waren trotzdem gut, tröstend und
      der Umgang der Angehörigen und Freunde mit der Situation und miteinander emotional, berührend aber trotzdem nicht anklagend und verzweifelt.


      "Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen" hat Martin Luther mal geschrieben.
      Dreht man es: " Mitten im Tod sind wir vom Leben umfangen."
      Immer ein Stück Zeit nur.
      Das tröstet mich oder besser, das lässt es mich akzeptieren.
      -ganz unabhängig vom Ende des "2.Todes".
    • henriette89 schrieb:

      Gibt es einen persönlichen "Anlass" für dieses Gedicht, Nachtperle?
      Ja liebe Henriette, da hatten wir heute einen ähnlichen Weg. Ich habe das Gedicht nach der Beerdigung geschrieben.

      Der Tod wird uns immer wieder erschüttern. Besonders, wenn es junge Menschen betrifft. Im Grunde wird jeder der stirbt mitten aus dem Leben gerissen. Und wenn die Trauerede, wie auch der Umgang miteinander Trost zu spenden vermag, ist es schon etwas Besonderes.
      Die Lücke die durch den Tod gerissen wird, ist einfach nicht zu füllen. Wenn man auch sagt: "jeder Mensch ist zu ersetzen". Es gibt jeden Menschen nur einmal. So gesehen ist er eben nicht zu ersetzen. Was für Worte! Einen Menschen ersetzt man nicht. Er kann gar nicht ersetzt werden.

      Für mich persönlich ist es ein großer Trost zu wissen, dass Gott den Verstorbenen nicht vergißt. Für mich ist es sehr tröstlich, zu wissen: Es gibt ein Wiedersehen!

      ***
    • ...Da hatten wir heute den gleichen Weg.
      Du hast das Gedicht selbst geschrieben?
      Schön.
      Ich brauchte gestern Abend auch eine kleine eigene Besinnungszeit und habe
      noch eine Trauerkarte für die Eltern gezeichnet.
      Da ging es uns wohl ähnlich, Nachtperle,irgendwo mussten die Gedanken und Emotionen
      landen.
      -In den letzten Jahren war ich auf vielen Beerdigungen.
      Und ich merke, dass ich jetzt in das Alter der Verantwortung komme.
    • henriette89 schrieb:

      ...Da hatten wir heute den gleichen Weg.
      Du hast das Gedicht selbst geschrieben?
      Schön.
      Ja, ich habe es selbst geschrieben. Schreiben ist für mich wie Balsam für die Seele!


      Ich brauchte gestern Abend auch eine kleine eigene Besinnungszeit und habe
      noch eine Trauerkarte für die Eltern gezeichnet.
      Da ging es uns wohl ähnlich, Nachtperle,irgendwo mussten die Gedanken und Emotionen
      landen.
      So ist es, Henriette! Der eine zeichnet/malt, der andere schreibt oder sucht das Gespräch. Wie du richtig sagst: "Irgendwo müssen die Gedanken und Emotionen landen". Es ist gut, dass wir diese Möglichkeiten haben. Kreativität kann sehr tröstlich wirken!

      ***
    • Schreiben ist für mich wie Balsam für die Seele!
      Dies kann ich nur aus eigener Erfahrung bestätigen. es gehört zur aktiven Trauer- und Problembewältigung, wenn man die Fähigkeit hat, darüber und davon in irgend einer weise direkt oder indirekt zu schreiben, besonders dann, wenn es die eigen Frau ist, die kurz zuvor gestorben ist, oder auch der eigene Sohn, um den man jahrelang gekämpft hat, der dann durch Rauschgift gestorben ist und somit einem unter den Fingern verloren ging. Man fängt an, darüber zu schreiben, oder in einer anderen Art und Weise dieses Thema aufzuarbeiten, indem man seinen bisherigen Glauben hinterfragt, indem man nach dem Warum und Weshalb fragt. Da kann es schon mal vorkommen, dass das, was man schreibt wie eine Anklage erscheint, zumindest ein aktives Hinterfragen des bis dahin scheinbar festen Glaubens

      So ist es, Henriette! Der eine zeichnet/malt, der andere schreibt oder sucht das Gespräch. Wie du richtig sagst: "Irgendwo müssen die Gedanken und Emotionen landen"
      so ist es Nachtperle, der eine macht normaler Weise das, was er ansonsten gerne tut, und fängt wieder zu malen an, voraus gesetzt er kann dies dann auch in dieser Situation. denn auch das Malen setzt eine gewisse gefühlsmäßige Freiheit voraus. und wenn er nicht malen kann, dann schreibt er eben. Und dieses beinhaltet wie auch beim Malen in der Regel zugleich auch die Frage nach dem Sinn, nach dem warum ist so etwas passiert, was einem von heute auf Morgen aus der Bahn werfen kann, und weshalb sich schon so manch andere selbst nicht mehr im leben zurecht fanden und finden.

      Die Möglichkeit des Schreibens und des Malens nimmt dabei die Funktion der Problembewältigung ein. Und wenn sich jemand in dieser zeit aktiv im Glauben befindet, so ist es nur allzu natürlich und verständlich, dass dann nach solchen Geschehnissen besonders das Endzeitszenario der Bibel eine herausragende Rolle spielt.
      Kreativität kann sehr tröstlich wirken!
      Ja, und da sowohl im schreiben, Malen und vor allem auch im Denken. denn man sucht ja dann nach Erklärungsmodellen. das ist normal und legitim.

      das Problem ist dabei auch dieses. Wie lange gibt man einem Menschen Zeit, sich mit Trauer auseinander setzen zu können, die Trauer bewältigen zu können. oder etwas banaler ausgedrückt, trotz allem Verständnis für Trauerbewältigung, wann fängt man als nicht aktiv daran beteiligter an, dies als lästig zu empfinden, wenn sich jemand dazu äußert, der unmittelbar davon betroffen ist. wann will man es selbst nicht mehr hören und hört somit auch das Verständnis und die Toleranz auf. wann schwappt es also um, wird aus Verständnis Unverständnis und Unwillen. Ab wann beginnt man dann, die Person, die sich dann weiterhin eventuell auf ganz andere Art damit auseinander setzt, als Krank einzustufen. Wie gesagt, es geht hierbei nicht um die Trauer für einen ansonsten fremden nicht leiblich oder enger stehenden Menschen.

      Der Tod wird uns immer wieder erschüttern. Besonders, wenn es junge Menschen betrifft
      er wird einem besonders dann nachhaltig für lange Zeit erschüttern, wenn es der eigene Sohn ist, um den man sehr sehr lange gekämpft hat. Und dies kann den Glauben verändern, kann die Frage nach dem Glauben eine vollkommen neue Richtung und Priorität geben. es ist auf einmal nichts mehr von dem selbstverständlich, was man bis dahin angenommen hat. der Tod eines geliebten Menschen aus eigenem Fleisch und Blut kann den Glauben derart erschüttern, dass man anfängt, ihn zu hinterfragen. Man fängt an, sehr intensiv nach einer Antwort zu suchen. Und je nachdem, wie andere Gläubige damit umgehen, einen auf diesem Weg der Suche und Findung begegnen, kann dies bedeuten, dass man auch den bisherigen weg als falsch erkennt, obwohl er richtig war, weil man sich selbst von der Reaktion anderer abhängig macht. denn bei der Findung setzt man ja zunächst alles in Zweifel. Und je nach dem, wie andere Glaubensgeschwister mit jenem ausgesprochen Zweifel umgehen und dir dann eventuell noch klar machen, dass du den Weg des Gemeindeglaubens dabei verlässt - obwohl dir das vollkommen bewusst ist, denn schließlich versuchst du ja zu verstehen - wirst du dich gegebenenfalls zwangsläufig auch immer mehr von deiner eigenen Gemeinde verlassen.

      soweit mal meine Gedanken dazu

      Adam
    • Ich bete an die Macht der Liebe

      Ich bete an die Macht der Liebe,
      Die sich in Jesu offenbart;
      Ich geb' mich hin dem freien Triebe,
      Wodurch ich Wurm geliebet ward;
      Ich will, anstatt an mich zu denken,
      Ins Meer der Liebe mich versenken.

      2. Für Dich sei ganz mein Herz und Leben,
      Mein süßer Gott, und all mein Gut!
      Für Dich hast Du mir's nur gegeben;
      In Dir es nur und selig ruht.
      Hersteller meines schweren Falles,
      Für Dich sei ewig Herz und alles!

      3. Ich liebt und lebte recht im Zwange,
      Wie ich mir lebte ohne Dich;
      Ich wollte Dich nicht, ach so lange,
      Doch liebest Du und suchtest mich,
      Mich böses Kind asu bösem Samen,
      Im hohen, holden Jesusnamen.

      4. Des Vaterherzens tiefste Triebe
      In diesem Namen öffnen sich;
      Ein Brunn der Freude, Fried und Liebe
      Quillt nun so nah, so mildiglich.
      Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte!
      sein Herz alsbald Dich lieben müßte.

      5. Wie bist Du mir so zart gewogen,
      Wie verlangt Dein Herz nach mir!
      Durch Liebe sanft und tief gezogen,
      Neigt sich mein Alles auch zu Dir.
      Du traute Liebe, gutes Wesen,
      Du hast mich und ich Dich erlesen.

      6. Ich fühls, Du bist's, Dich muß ich haben,
      Ich fühls, ich muß für Dich nur sein;
      Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,
      Mein Ruhplatz ist in Dir allein.
      Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen;
      Drum folg ich Deinen selgen Zügen.

      7. Ehr sei dem hohen Jesusnamen,
      In dem der Liebe Quell entspringt,
      Von dem hier alle Bächlein kamen,
      Aus dem der Selgen Schar dort trinkt.
      Wie beugen sie sich ohne Ende!
      Wie falten sie die frohen Hände!

      8. O Jesu, daß Dein Name bliebe
      Im Grunde tief gedrücket ein!
      Möcht Deine süße Jesusliebe
      In Herz und Sinn gepräget sein!
      Im Wort, im Werk, in allem Wesen
      Sei Jesus und sonst nichts zu lesen.

      ***
    • Es ist schön und wünschenswert, stets gerade und auch in der Trauer für einen geliebten oder bekannten angenehmen Menschen auf die allgegenwärtig existente Liebe Gottes hinzuweisen, die ja nun nicht nur unser reales Leben durchströmt, sondern auch unser Verhalten in medialen Foren, also ein Zeugnis wird unserer virtuellen und realen Beziehung zueinander. So wird jene alles durch strömende Liebe, die man so wunderbar in Versform setzen kann und somit auch in solchen unpersönlichen Foren niederschreibt, zu einem alles überstrahlenden Licht und Glanz der Liebe Gottes auch in schweren Zeiten, besonders dann für jene, die direkt davon betroffen sind.

      Daher sollen uns solche Worte auch beruhigen, uns Kraft geben, Zuversicht und Glauben an und in der Liebe Gottes, die durch Menschen von sich gegeben werden, die Gott eigens dafür benutzt, sie also als Sprachrohr zu benutzen, unabhängig deren eigener Motivation und Intention, solche Worte zu gebrauchen und weiter zu geben. So wird der Mensch zu einer Stimme Gottes in schweren Zeiten, die der andere nur versteht, wenn jener die Person des übertragenden "Mediums" nicht achten und nur auf den Inhalt der Worte achtet - nicht auf die Person.

      gepriesen sei unser Gott

      Lieben Gruß
      adam
    • Wunden der Seele

      Wunden, die auf der Seele brennen
      kann man von außen nicht erkennen

      Du schweigst, weil keiner es wissen will
      Deine Seele schreit- Dein Mund ist still
      Du versuchst denn Schmerz zu ignorieren
      Und dich aufs Leben zu konzentrieren
      Du vergäbst ihn in Dein Herz
      Und Lernst Leben mit dem Schmerz.

      Die Wunden bluten Leise weiter
      Doch du spielst deine Rolle; fröhlich und heiter
      Irgendwann - im Laufe der Zeit
      Ist es dann so weit
      Du bist müde und leer hast keine Kraft
      Die offenen Wunden haben dich geschafft

      Zu reden hast Du längst verlernt
      Du hast dich von dir selbst entfernt
      Dann erträgst du es nicht mehr
      Die Last zu Leben wird zu schwer
      Du willst dich vom allem Schmerz befreien
      Dann macht es Klick! – und Ruhe kehrt ein

      Auf einmal kannst du es klar und deutlich sehen
      Du bist bereit denn Letzten schritt zu gehen
      Dein Lächeln kehrt in dein Gesicht zurück
      und du denkst: im Tot liegt das wahre Glück
      Du fühlst unendlichen Frieden in deinem Herz
      Keine Qualen, keine Wunden, kein Schmerz

      Doch misslingt es Dir… ( welch ein Glück!?)
      Und du kehrst ins Leben zurück
      Wird der Schmerz noch größer sein
      Und eins wird dir klar: Du schaffst es nicht allein
      Du hast Angst nach Hilfe zu fragen
      Angst es jemanden zu Sagen

      Du verbirgst es sicherlich
      Hinter einem gequälten Lächeln im Gesicht
      In deine Augen kann man es sehen
      Ohne Hilfe wirst du den Weg noch einmal gehen

      Darum sollten wir achten auf jedes Gesicht
      vielleicht braucht jemand Hilfe
      vielleicht braucht er dich!

      Autor unbekannt

      ***
    • « Die Kirche der Liebe »
      (Katharer Prophezeiung 1244 1985 Colin Bloy)
      Link zu Colin Bloy
      Sie hat keine Struktur, nur Verständnis.
      Sie hat keine Mitgliedschaft, wer dazu gehört, weiss es.
      Sie hat keine Rivalen, denn es gibt keine Konkurrenz.
      Sie hat keine Ambitionen, weil sie nur dienen möchte.
      Sie kennt keine Grenzen und Nationalismus ist unerwünscht.
      Sie umfasst alle Gruppen und Religionen.
      Sie anerkennt die grossen Lehrer aller Zeiten, welche die Wahrheit der Liebe verkündet haben.
      Alle die daran teilnehmen, praktizieren die wahre Liebe in ihrem Alltag.
      Lebensweise oder Nationalität ist kein Hindernis.
      Sie will nicht lehren, sonderne Sein und durch das Sein bereichern.
      Sie annerkennt die Kollektivität der gesamten Menschheit und dass Eins in Einem sind.
      Sie anerkennt unseren Weg und auch den Weg jener, die um uns sind, weil wir der Weg sind.
      Sie betrachten den gesamten Planeten als ein Wesen, von dem wir ein Teil sind.
      Sie wissen, dass die Zeit der höheren Transmutation gekommen ist, der letzte alchemistische Akt,
      der Wandel des Egobewußtseins in eine freiwillige Rückkehr zum Ganzen.
      Sie wirkt nicht laut, sondern in den subtilen Königreichen der Liebe.
      Sie dankt allen die den Weg vorbereitet, aber den Preis dafür bezahlt haben.
      Sie hat keine Hierachie und Struktur, denn niemand ist größer als ein anderer.
      Ihre Mitglieder sollen einander an ihren Taten, ihrem Sein und an ihren Augen erkennen.
      Jeder widmet sein Leben der stillen Liebe seines Nachbarn und der Entwicklung des Planeten,
      währen er seiner täglich Arbeit nachgeht.
      Sie anerkennt die Überlegenheit der großen Idee, die nur wirksam wird, wenn die Menschheit
      die höchste Liebe praktiziert.
      Sie bietet keine Belohnungen, weder jetzt noch später, ausser der unbeschreiblichen Freude des
      Seins und der Liebe.
      Ihre Mitglieder sollen in ihrer Gruppe, Familie oder Kirche, in der sie sind, Fortschritte im
      Verständnis machen und durch ihr Vorbild Gutes tun.
      Sie sollen ihren Nachbarn, ihre Gemeinschaft und den Planeten heilen.
      Sie sollen keine Angst und keinen Scham haben, ihr Zeugnis gegen allen Widerstand abzulegen.
      Es gibt keine Geheimnisse, keine Initiationen, nur das wahre Verständnis von der Kraft der Liebe.
      Wenn wir uns selbst verändert haben, wird sich auch die Welt verändern.
      ALLE DIE SO SIND, GEHÖREN ZUR KIRCHE DER LIEBE
      Im März 1985 wurde Colin Bloy beauftragt, die Proklamation der Kirche der Liebe zu schreiben.
      Er sagt, die Worte sind nicht seine eigenen und am Karfreitag dem 28. März 1986 wurde diese
      Kirche in Andora proklamiert
    • ALLE DIE SO SIND, GEHÖREN ZUR KIRCHE DER LIEBE

      +)ich gehöre zur Kirche der Siebenten Tags Adventisten

      +) Adventisten glauben an jenen Gott, der sich in der Schrift offfenbart (hat)

      +) Dieser Gott hat sich als ein Gott der Gerechtigkeit (in Liebe) offenbart
      ====================================================================================================================================
      Es ist unerträglich ---und billig---immer "Liebe" einzufordern---auf Kosten der Gerechtigkeit (und des Umfeldes)
      y.
    • Es war einmal.....

      ... irgendwo in weiter Ferne ein idyllisches Dorf. Die Dorfbewohner lebten in Harmonie und Frieden. Es war schön - einfach nur schön - in diesem Dorf zu leben. Jung und Alt, Groß und Klein lebten in völliger Zufriedenheit. Jeder half jedem. Weder Reichtum noch Armut, Wissen oder Unwissen konnte die Einheit trüben. Bis eines Tages die Bosheit bei dem Dorf vorbei kam ...

      Die Dorfbewohner, die bis dahin die Bosheit nicht kannten, hießen den neuen Gast herzlichst Willkommen. Wie so üblich in diesem Dorf, bekam auch die Bosheit ihren Platz in der Dorfgemeinde. Das gefiel aber der Bosheit so gar nicht. Nur ein Rädchen in der Gemeinschaft zu sein, war ihr zu wenig. Sie wollte eine besonders Stellung, einen besonderen Platz. Sie nahm sich selbst sehr wichtig und das übertrug sie auch auf ihr Verhalten und Handeln. Niemand schien so klug, so gut, so groß und mächtig zu sein, wie sie.

      Die Bosheit machte sich breit in diesem Dorf. Fortan sollte nur noch das zählen, was die Bosheit sagte, tat, vorschlug und nicht zuletzt forderte. Ging etwas nicht nach dem Sinn der Bosheit, beschwerte sie sich bei der Obrigkeit des Dorfes. Jeder Dorfbewohner, der die Ideen und Wünsche der Bosheit nicht vertrat, wurde unbarmherzig angezeigt. So häuften sich die Beschwerden und Anzeigen.

      Zuerst versuchte man, mit der Bosheit in Güte einig zu werden. Doch jeglicher Versuch scheiterte an der Bosheit. Die Folge war, dass sich die Obrigkeit uneinig wurde in der Aufarbeitung und Beurteilung der Beschwerden und Anzeigen. Die einen waren überzeugt, dass die Bosheit Unfrieden ins Dorf brachte, die anderen appellierten an die Liebe untereinander. Mit Liebe, so meinten sie, werden sie die Bosheit umstimmen und ihr zu einem angenehmen Dorfbewohner verhelfen.

      Die Bosheit freute diese Entwicklung sehr. Jetzt war sie der Mittelpunkt im Dorf. Jeder sprach nur noch von der Bosheit. Egal ob im Positiven oder im Negativen. Die Bosheit war überall im Gespräch. Wer sich gegen die Bosheit stellte, bekam ihre Eigenschaft „Bosheit“ zu spüren. Wer der Bosheit freien Lauf ließ, kam noch ungeschoren davon. Aber wehe, es wagte
      jemand, der Bosheit auch nur im Geringsten zu widersprechen oder sich gar gegen eine Ansicht der Bosheit zu stellen. Die Bosheit verstand es hervorragend, Dorfbewohner wie auch die Obrigkeit gegenseitig auszuspielen. Überall, wo noch Harmonie herrschte, war die Bosheit da, um dies zu ändern. Ganze Bezirke nahm sie ein und zwang so den Bewohnern ihre Ideen auf.

      Irgendwann war das Dorf total gespalten. Keiner traute mehr dem anderen. Gespräche hörten auf, weil sie nicht mehr frei und unbeschwert geführt werden konnten. Hinter jedem Wort, hinter jeder Bemerkung wurde Böses vermutet. Die Bosheit lebte auf. Hat es ihr zuerst in dem Dorf gar nicht gefallen, so fühlte sie sich jetzt erst so richtig wohl. Ihre Bedenken, dieses Dorf zu verlassen, weil es für sie nicht so optimal ist, hat sie längst über Bord geworfen.

      Längst zieht die Bosheit in dem Dorf die Fäden. Um nicht durchschaut zu werden, beschuldigt sie die Dorfbewohner untereinander, dass sie das Zepter führen möchten, selbst König sein wollen. Um die Spaltungen zu fördern, werden die Bewohner auch der Manipulation beschuldigt. Das Dorf versinkt immer mehr in Misstrauen, Resignation und Disharmonie. Für die Bosheit DIE Motivation, so weiter zu machen. Der Erfolg gibt ihr Recht!
      Die Bosheit hat viele Namen und Identitäten...

      Wie sagte schon Friedrich Schiller:

      „Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben , wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt“.

      Aber auch:

      „Hohl ist der Boden unter den Tyrannen, die Tage ihrer Herrschaft sind gezählt, und bald ist ihre Spur nicht mehr zu finden.“

      So bleibt den Dorfbewohnern die Hoffnung ...

      ***
    • Wo ist die Quellenangabe von dem vorigen Beitrag, wegen der Gerechtigkeit?
      Gilt das für alle oder nur für bestimmte, hier, was ich so mit kriege?
      Oder war die Geschichte zu wahr?
      Oder ist man nicht erwünscht, dann seid doch ehrlich oder ist es einfach Machtgehabe über jemanden zu verfügen.
    • Meine "Liebe"

      dieliebespricht schrieb:

      Wo ist die Quellenangabe von dem vorigen Beitrag, wegen der Gerechtigkeit?
      Schön, dass du fragst. So kann man nämlich auf dein Begehren eingehen. Also:

      Quellenangabe ist nur dann nötig, wenn man ein fremdes Gedankengut kopiert. Wenn du selbst einen Beitrag verfasst, brauchst du dich natürlich nicht als Quelle angeben. So war es auch bei dem Beitrag, den du so schön kopiert hast. Er war von mir.


      Gilt das für alle oder nur für bestimmte, hier, was ich so mit kriege?
      Nein, meine "Liebe". Das kommt dir nur so vor, weil du dich nur auf meine Beiträge stürzt. Lies auch mal andere Beiträge im Forum. Aber du kennst das ja. Was soll ich DIR erzählen?


      Oder war die Geschichte zu wahr?
      Meinst du, dass wahre Geschichten keine Quellenangabe erfordern?


      Oder ist man nicht erwünscht, dann seid doch ehrlich oder ist es einfach Machtgehabe über jemanden zu verfügen.
      Immer die selben Vorwürfe. Immer die selbe Masche.....
      Du outest dich selbst!

      Also, wenn deine Fragen zur Zufriedenheit beantwortet sind, kann es ja mit dem Thema weitergehen.

      ***
    • Oh Nachtperle, die Geschichte ist schön.
      Darf ich sie privat verwenden?
      Ich lebe beruflich ja praktisch von Geschichten...
      Aber es ist wirklich so.
      Früher habe ich auch geglaubt " der Andere ist immer mein Freund oder mein Coach ( oder beides)"
      stimmt.-
      Alles nur eine Frage der persönlichen Reife...
      Aber es gibt Fälle für die das nicht zutrifft.
      Gerade in Gruppen (aber nicht nur) können "boshafte" Menschen ziemlichen Schaden anstellen und Traumata verursachen.
    • Ich habe den Thread geteilt um den ursprünglichen - meines Erachtens recht tief gehenden - nicht "untergehen" zu lassen.

      Wer über Bosheit bzw. angenommen Jesus Christus käme in dieses Dorf von Gutmenschen diskutieren möchte, gehe dorthin: Bosheit, abgeleitet von Lebenssituationen (Diskussionen die mehr oder weniger OT sind).

      Wer sich mit dem Ausdruck von empfundenem Leid weiter auseinandersetzen will, möge das hier tun.

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ärzte orten Seltsames:
      Immer mehr Menschen werden krank,
      weil man das Streicheln verlernt hat.

      Komm, drück mich mal wieder

      Das Bündnis zwischen Ich und Du hat einen Knacks bekommen. Man redet nicht mehr miteinander, vergisst auf Blickkontakte, ein liebes Lächeln meidet zärtliche Berührungen. Univ. Prof. Dr. Peter Gathmann von der Psychiatrischen Universitäts-Klinik in Wien berichtet von einer Mutter, die sich Handschuhe anzog, wenn sie ihr eigenes Kind mit einer Salbe einschmieren sollte.

      Was Ist nur passiert mit uns? Die Erklärungsversuche reichen von Achselzucken bis zum Suchen historischer Wurzeln in den seelischen Erschütterungen zweier Weltkriege. Doch in einem sind sich Kenner der Szene einig: Menschliche Kälte steigt proportional zum wachsendem Wohlstand. Was für Prof. Gathmann eine Milchmädchenrechnung ist;

      „Solange die Menschen hungern, in dürftigen Verhältnissen leben, brauchen sie gegenseitige Nähe. Wenn jeder hat, was er will, kann er auf den Nächsten verzichten und schafft automatisch Distanz“.

      Gunstgewerbe 2000

      Damit, so beobachten die Ärzte, greift eine ganz neue Mangelkrankheit massiv um sich; Hunger nach Streicheln und Zärtlichkeit. Der Mensch anno 1999 weiß das und hilft sich. Er kauft, was fehlt. So vergrößert sich denn das weite Feld der Dienstleistungsbranche um bezahlte zwischenmenschliche Beziehungen – Gunstgewerbe anno 2000. Univ. Prof. Dr. Radvan Urbank, Chef der Wiener Universitäts-Kinderklinik ortet keine Entwicklung hin zu einer Rabengesellschaft, sondern vielmehr wachsende sozialen und gesellschaftlichen Druck in Richtung Job und Karriere. „Es gibt gar nicht so wenige Eltern, die eher bereit sind, Geld für Tagesmutter, Kindergarten und Privatschule auf den Tisch zu legen, als ihren Job einzuschränken“. Erziehung, Zeithaben und Zuwendung wird außer Haus gegeben. So mancher Nachhilfelehrer stellt fest, dass sein Schüler weniger Erklärungen in Mathe braucht, als vielmehr einen Menschen, mit dem er reden kann.

      Das bezahlte Gespräch

      Wer als Kind das Streicheln nicht lernt, kann es auch als Erwachsener nicht. So beschäftigen sich denn auch Ehepaare, Lebenspartner mehr mit anderen Dingen als miteinander, ziehen organisierte Abende, Fitnessstudios und Partys der Gesprächsstunde beim Abendessen zu zweit vor. In zunehmendem Maße werfen sich Frauen und Männer auch im Urlaub lieber in die Arme des Animateurs als auf die Auffrischung ihrer Partnerbeziehung. Was sich nicht zuletzt auf das Sexualleben auswirkt – der Liebesakt wird zur mechanischen Praktik.

      Und um den Generationspakt mal anders zu strapazieren: Auf das Streicheln von Oma und Opa vergessen so manche Berufstätige schon lange. Nicht, dass man sich nicht kümmert – doch statt für sie zu kochen, berappt man den Schweinsbraten auf Rädern. Das Stück Zucker mit den Herztropfen reicht nicht die Hand der Tochter, sondern jene der Pflegerin. Für Oma ist das “bezahlte“ Gespräch mit Krankenschwestern und Aufräumfrau allemal wichtiger als die Dienste, für die sie eigentlich zuständig sind.

      Liebe macht Ärzte brotlos

      Warum glauben sie sind unsere Wartezimmer so voll?“ fragt Prof. Gathmann. Das Manko an menschlicher Wärme führt immer mehr Patienten in Depression, Psychosen und Neurosen. Mehr Liebe, so Gathmann, würde jedenfalls eine ganze Reihe von Ärzten arbeitslos machen. Denn Kälte führ nicht nur zu psychischen, sondern auch zu somatischen Leiden. Dazu gehören.

      Bauchschmerzen; Kopfschmerzen; Magenschmerzen; Rücken – oder Kreuzschmerzen, Übelkeit; Reizbarkeit; Nervosität; Schlafstörungen; Asthma; Bronchitis; Herzrhythmusstörungen um nur einige zu nennen.

      Ein wiener Hautarzt entdeckte, dass eine Verschlechterung der kindlichen Dermatosen (Schuppenflechte, Neurodermitis, Ekzeme) zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass die Sprösslinge per Haut gegen das Streicheldefizit protestieren. Er verschrieb kurzer Hand eine Salbe, mit der die Mütter dreimal täglich ihr Kind einreiben mussten. Der Arzt mit Erfahrung wusste, was er tat - seine Rezeptur bekam mit der zeit den Nimbus eines Wundermittels. Die Kinder gesundeten, weniger wegen der Salbeninhaltsstoffe, sondern vielmehr durch die „verordnete“ liebevolle Berührung mit der Mutterhand.

      „Wir müssen aufpassen“

      Speziell Hausärzte berichten in zunehmendem Maße über Zuwendung per Krankenschein. Nicht wenige Senioren flüchten vor der Einsamkeit in die Arztpraxis.

      Ein praktischer Artz stellte fest: „Speziell in der kalten dunklen Jahreszeit ist der Warteraum voll. Ältere Leute sind in der Wintersaison ans Haus gefesselt, vermissen den täglichen Spaziergang mit Tagestratsch und versuchen, ihr Kontaktmanko in der Ordination zu kompensieren.“

      Den älteren Patienten, so weiß Dr. Grabner zu berichten, macht es gar nichts aus, lange zu warten. Sie sind sogar enttäuscht, gleich dranzukommen – je länger es dauert, umso mehr können sie plaudern. Und die Behandlung selbst muss neben dem Blutdruckmessen und Herz abhorchen auch „Reden lassen“ umfassen.


    • Wir müssen aufpassen,“ mein Prof. Gathmann, „dass unsere zwischen menschlichen Kontakte nicht verhungern. Wenn wir lieben lassen statt zu lieben, gehen wir am schönsten Teil des Lebens
      vorbei. Eine nicht geringe Gefahr sieht der Psychiater in Fernsehen und Computertechnik. „Das bringt die Pervertierung zu Kontaktsurrogaten.“ So gibt es schon eine Reihe von Patienten, die Schwierigkeiten mit einem normalen Sexualleben haben, weil sie mit Cybersex aus dem Internet Wünsche befriedigen können, mit denen die eigene Frau nicht mehr mitkommt.

      [b]Wie schön, dass die Jugend da schon wieder aus der Reihe tanzt. Laut neuesten Umfrage – Ergebnissen rangieren bei den Teenies Zärtlichkeit und Partnerharmonie in der Werteskala ganz oben.

      Prof. Gathmann stellte fest, dass viele Menschen das Streicheln einfach verlernt haben. Berufsstress, totale Technisierung des täglichen Lebens, der Kampf der Geschlechter ( Emanzipation gegen Machotum) sind der Feind der Zärtlichkeit.

      Alleinstehenden Senioren (gilt auch für junge Singles), die unter Berührungsdefiziten leiden, rät Prof. Gathmann: Verlassen sie ihre vier Wände. Gehen sie auf andere zu, suchen Sie das Gespräch, mit ein paar humorigen Bemerkungen öffnen sich Ihnen Tür und Tor. „Sobald man Deine Autonomie in der Herstellung von Kontakten entdeckt hat, beginnen die Dinge zu rollen“, erklärt der Psychiater. „Einer unter Berührungsmangel leidenden 62jährigen Patientin „verschrieb“ ich wöchentliche Massagen. Das Ergebnis: Sie fühlte sich schon nach ein paar Wochen körperlich und esslisch besser, war so gut aufgelegt, dass sie bald darauf auch wieder Freundschaften schloss.“[/b]

      Der Artikel ist eine Kopie, die ich in der Pflegeelternschule bekommen habe.

      Quelle: Von Dr. Monika Berthold



    • Ein kleines Veto, Nachtperle...
      Das klingt nachvollziehbar aber...., aber....

      Ich befinde mich in einem erheblichen beruflichen Dilemma.
      Ich bin gezwungen Diagnosen zu stellen die nicht stimmen.
      Psychiatrie ist in Deutschland (für Österreich weiß ich es nicht) noch in einem Abrechnungsmodus, der nicht durch Fallpauschalen gedeckelt ist.
      !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!'!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Ich behandele Patienten, die befinden sich in Lebenskrisen, müssen in eine Klinik weil sie zu Hause isoliert sind aber sie sind allenfalls mittelgradig depressiv. Das muss ich aber als "schwere depressive Episode" codieren. Sonst kann der Patient gar nicht bleiben.
      Ich lüge die Kassen jeden Tag an. Die Buchautoren und die Pharmaindustrie freuts...
      Ich verzeichne selbst keinen Anstieg der affektiven Erkrankungen.
      Patienten werden über Mehrfachbehandlungen doppelt gezählt, ein ambulantes und klinisches Netz
      reißt sich förmlich darum, leichter erkrankten Menschen eine Diagnose und Behandlungsangebote
      anzubieten.
      Die wirklich schwerer erkrankten Patienten möchte niemand so recht.... die warten leider monatelang oder werden an Fachkliniken verwiesen.
      Derzeit gibt es einen rasanten Anstieg junger Patienten (18-28 Jahre)
      Die Anpassung ans Erwachsenenalter ist häufig erschwert,... Konflikte mit den Eltern (der Staat zahlt keine eigenen Wohnungen mehr bei jungen Erwachsenen unter 26,- keine Ausweichmöglichkeit).
      Schulabschluss nicht geklappt, Liebeskummer, Stress im Job, Schulden..., nicht hübsch genug,
      Alles keine Depressionen, werden aber zu welchen gemacht.
      Eigentlich "nur" soziale Indikationen.
      Glücklicherweise können wir meist trotzdem hilfreich sein.

      Insofern hast du recht, das Kümmern umeinander ist in einer Schieflage.
      Aber wir leben einfach mehr und mehr in einer Parallelgesellschaft.
      Mit unterschiedlichen Chancen, Lebensentwürfen, Werten, Umgangsformen, Kultur, Fernsehsendern, Zeitungen...

      Nie zuvor waren Väter auch so gefordert und emotional an der Kindererziehung beteiligt.
      Sie gehen zum Turnen, zur musikalischen Früherziehung mit den Kleinen und kuscheln und schmusen ganz selbstverständlich.
      Nie wurde so viel über Gefühle gesprochen, so viel Kindesvernachlässigung angezeigt.

      Wo Bildung und Möglichkeiten brachliegen, wo die Jobs nun in China sind, die Menschen aber noch hier sind...., mit Entzug der Möglichkeiten und der soziale Abstieg da ist, verschwindet das Kuscheln... häufig.
      Das Kuscheln muss ja vor dem Weitergeben selbst empfangen werden...., jedenfalls meist.

      Die Kinder wegzuorganisieren muss auch nicht immer falsch sein.
      Wichtiger als Quantität ist sicher die Qualität der gemeinsamen Zeit.

      Pauschalisieren ist nicht so gut bei diesen Themen...
      und ja auch gar nicht dein Stil.