Johannes 17,21: Damit sie Alle Eins seien

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    • Johannes 17,21: Damit sie Alle Eins seien

      >>Adventisten könnten sich in der rkk Kirche zuhause fühlen bzw. sich mit ihr "vereinigen"<<

      So abwegig finde ich das gar nicht. Vereinigen bedeutet nicht gleichschalten, siehe Unierte Kirchen: de.wikipedia.org/wiki/Unierte_Kirchen_%28katholisch%29
      Betet nicht Jesus:
      „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 17,21)?

      Übrigens, es nützt dem Adventisten wenig festzustellen, wo die Gefahren bei den Katholiken liegen. Das wirkt eher wie ein „Schlafmittel“ das in Sicherheit wiegt: "Mir kann ja nichts passieren, die Katholiken sind’s."
    • Hallo liebe Christel,

      schön dich zu lesen, hab dich schon vermisst, war in Gedanken oft bei dir,---von wegen Gedanken
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      „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin,--------
      +) bedeutet hier eins sein "gleichgeschaltet" worinn denn gleichgeschaltet ?

      +) bedeutet hier eins sein sich zu Hause fühlen, vereinigt sein? wann fühlt man sich zuhause, wann ist man mit Anderen vereinigt?
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      ich verstehe Eins sein, wie Jesus es betet, daß damit die gesamte Grundlage unseres Denkens und Handelns---unser gesamte Gedankenwelt, unsere christliche Glaubens-Gesinnung, angesprochen ist, denn demgmäß werden wir handeln !

      Grundgedanke dazu: Jesus betont (sinngemäß) an verschiedenen Stellen der Schrift, daß er genauso! denkt, handelt, empfindet,sich die Rettung der Sünder wünscht etc ------- wie sein Vater. Das so glaube ich meint bibl. "Eins sein". Viele Schriftstellen könnten wir nun daraufhin untersuchen.

      Eine Begebenheit nur möchte ich in diesem Zusammenhang noch anführen: Lesenwert!! Jesus "Verwandte" Mt. 12, 46-50;
      Wen bezeichnet Jesus ganz öffentlich--vor seinen versammelten "Verwandten, dem Volk, den Schriftgelehrten, den Pharisäern, seiner Mutter !!! seinen Brüdern, etc ---als seine "Verwandten ?? alle oben genannten nicht, auch nicht seine leiblichen " Verwandten, --auch nicht seine Mutter !!! sondern-------?

      "die den Willen seiner Vaters im Himmel tun" das sind seine Brüder und Schwester und Mutter "

      also seine wahren Verwandten sind die, welche die gleiche Gesinnung haben wie Jesus, die ebenfalls --so wie er---den Willen des Vaters tun -----das kann demnach also nur eine Art "Geistes-und Gesinnungsverwandschaft sein" eben Glauben wie Jesus glaubte. Das bedeutet "Eins sein" mit Jesus und seinem Vater. Ein inniger intimer Gleichklang der Gedankenwelt eine Art "Seelenverwandtschaft" würden wir vielleicht sagen.

      Der immer kommende Einwand an dieser Stelle: "das kann Jesus so nicht gemeint haben, denn die Jünger taten noch lange nicht den Willen des Vaters" zeigt nur, daß das geistliche Prinzip noch nicht zu Ende gedacht wurde. Wir können gerne gesondert diesen Punkt besprechen.
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      Von daher sehe ich keine Möglichkeit durch physische "Vereinigung" oder irgendeiner anderen äußerlichen "Gleichschaltung" mit einer anderen religiösen Gemeinschaft Eins zu sein, wenn die Glaubens-und Gedankenwelt dies eben nicht zuläßt. Das aber ist die einzige bibl. Definition von "Eins sein" Wie schwer muß es für Jesus damals gewesen sein, sich von allen irdischen und verwandtschaftsVerhältnissenbis hin zu seiner Mutter öffentlich zu lösen und öffentlich zu bezeugen daß das, was normalwerweise dem Menschen die natürliche " Verwandtschaft" bedeutet, für ihn nur in der Glaubens-und Gesinnungs-" Verwandtschaft " das wahre "Einssein" bedeutet.

      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • Hallo lieber Yokurt,

      für jetzt nur kurz, um weitere Missverständnisse zu vermeiden. Ich schrieb:
      Vereinigen bedeutet nicht gleichschalten, siehe Unierte Kirchen: http://de.wikipedia.org/wiki/Unierte_Kir…28katholisch%29
      Darin kommt das kleine Wörtchen "nicht" vor. Ich hätte es besser unterstreichen sollen, man übersieht so ein kleines Wörtchen so leicht. Aber es ist nun mal von entscheidender Bedeutung.

      LG Christel
    • Hallo, liebe Chrtistel,

      Ich habe das "Nicht" nicht übersehen----und auch nicht extra angesprochen, warum nicht?

      Weil das in meinem Beitrag angeführte Prinzip zeigt, daß ----unabhängig von jedweder Art der Formulierung eines ev. Beitritts zu einer anderen Religions-Gemeinschaft ------die unüberbrückbare Differenz von Glaubenslehre und-konzept aufrecht bleiben würde. Aber genau das würde in einem solchen Fall immer noch dieses bibl. geforderte Einssein verhindern.-----auch dann, wenn es äußerlich nicht immefr so leicht erkennbar wäre.

      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • Lieber Yokurt,

      mir ist das Wort „NICHT“ vor Gleichschaltung sehr wichtig. „Gleichschaltung“ ist für mich absolut negativ besetzt, „Einheit in Vielfalt“ hingegen positiv.

      Für die Einheit in Christus, von der Du sprichst, ist es nicht notwendig alles gleich zu machen. – Übrigens, wir hatten in einer Gruppe mal das Thema „Gottes Willen tun“. Meine Überlegungen wurden damals durch einen wichtigen und guten Hinweis unterbrochen. Jemand sagte, vielleicht ist es Gott auch egal, ob Du ein oder zwei Päckchen Zucker kaufst. ;)

      Ich nannte Gestern, 19:42 folgende Bibelstelle:
      „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 17,21)?

      Du hast sie mit einer anderen Bibelstelle erklärt: "die den Willen seiner Vaters im Himmel tun" das sind seine Brüder und Schwester und Mutter "(Mt. 12, 46-50)

      Damit hast Du den Fokus verändert! :hmm:

      Mir ist die These „Einheit der wahren Christen“, Seelenverwandtschaft bekannt. Doch das ist keine (für Außenstehende) sichtbare Einheit.
      Um diese für Außenstehende (die Welt) sichtbare Einheit geht es aber in Joh 17,21: „damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“

      Die Einheit die Du meinst, lässt sich in keiner Gruppe / Gemeinschaft / Konfession / Orden / Bewegung… vollständig herstellen, auch nicht innerhalb der STA, oder irre ich mich?
      Außerdem, wer sagt denn, dass wir andere Menschen richtig einschätzen? (Vgl. Gleichnis von Unkraut und Weizen, erst die Engel...)

      Die Welt hingegen fragt nach der sichtbaren Einheit der Christen!
      Weißt Du was die „neuen Atheisten“ sagen? Sie sagen, die Religion ist die Ursache aller Konflikte. Alle Konflikte auch unter Christen bestätigten diese Meinung. Das Besondere (negative) wird hervorgehoben und pauschalisiert. Folglich lebt die Welt in Frieden (Freiheit und Demokratie), wenn die Religion (also auch das Christentum) beseitigt ist.

      LG Christel
    • Liebe Christel,

      danke für Dein Bemühen, Du sprichst einen wichtigen Punkt an - mit Deiner Frage, die natürlich alle Christen trifft und betrifft.

      Für viele Adventisten (und nicht nur Adventisten) spielt sich der endzeitliche Kampf zwischen den gottesfürchtigen und den Gott ablehnenden Menschen (überwiegend?) innerhalb der Christen ab. Das hat meines Erachtens historische Gründe und kommt aus einem westzentrierten Weltbild, das die Nichtchristen praktisch außen vor lässt.

      Persönlich finde ich das des Hinterfragens wert, zumal ja auch die katholische Kirche einige - andere Christen total ausgrenzende Positionen - aufgegeben hat. Dennoch werden andere christliche Konfessionen nicht als vollwertige Kirche angesehen, was zwar aus katholsicher Sicht nachvollziehbar ist, aber dennoch für die nicht-katholischen Christen inakzeptabel. Es gibt also vielerlei Hindernisse auf allen Seiten für die von Christus gewünschte Einheit.

      Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass je mehr der Druck auf die christlichen Kirchen durch Atheisten, den Islam, Hindus etc. zunimmt, die Einheit wächst. Nicht indem Lehrpunkte übernommen werden, z.B. Adventisten die katholischen Lehren von unsterblicher Seele annehmen würden oder Katholiken den Sabbat heiligen, sondern indem die Unterschiede zurücktreten im Versuch den Glauben so gut als möglich auch unter Druck zu leben und als Christen solidarisch zu sein.

      Aber es würde mich interessieren, wie Du zu der von Jesus gewünschten Einheit stehst, bzw. was Du dir darunter vorstellst.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Lieber Heimo,

      ja insbesondere auf „Dominus Jesus“ (siehe: vatican.va/roman_curia/congreg…806_dominus-iesus_ge.html ) wurde beleidigt reagiert. Da es hier nicht um so etwas geht, wie die Anerkennung von Staaten z.B. damals die DDR, führt dieser Weg nicht zur Lösung.

      Die Lösung liegt allein auf theologischem Gebiet. Zwar sprechen wir in unserem Alltag ganz salopp von Kirchen, auch Katholiken tun das…, aber eigentlich gibt es die Kirche nur in der Einzahl:
      Er [Christus] ist das Haupt des Leibes, / der Leib aber ist die Kirche. (Kol 1,18 )
      So wie das Haupt (Christus), einer ist, so ist der Leib Christi, die Kirche, eine. Es ist also theologisch eine UNMÖGLICHKEIT von Kirchen zu reden.
      Auf die rhetorische Frage von Paulus „Ist denn Christus zerteilt?" (1 Kor 1,13) müssten wir antworten „Ja!“ Den Leib Christi (die Kirche) gibt es heute nur noch in zerteilter Form).

      Ansonsten kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen!

      Liebe Grüße

      Christel
    • Hallo liebe Christel,

      Auf die wichtige Definition von Einheit wollte ich dir auch auf deinen Beitrag an mich antworten--zwischenzeitlich ist ja schonwas dazu gesagt worden.
      Du hast auch schon Einheit in Vielfalt angesprochen, auch das bedarf aus biblischer Sicht einer genaueren Erklärung.
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      Ich gebe dir Recht: "Die Lösung liegt allein auf theologischem Gebiet." (# 86)

      Ich nannte Gestern, 19:42 folgende Bibelstelle:
      „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 17,21)?

      Du hast sie mit einer anderen Bibelstelle erklärt: "die den Willen seiner Vaters im Himmel tun" das sind seine Brüder und Schwester und Mutter "(Mt. 12, 46-50)

      Damit hast Du den Fokus verändert! :hmm:
      keineswegs, denn es bleibt nach wie vor Dein Zitat der Focus wo es um "Einheit" geht.

      Mein Zitat sollte lediglich ein erster Versuch sein, an einem biblischen realen Geschehen die biblisch gewollte Einheit zu verdeutlichen, --und nicht um abzulenken !! Dein Focus : "so wie die Einheit zwischen Vater und Sohn ----so auch die Einheit der Gläubigen mit ihnen--" bleibt nach wie vor im Mittelpunkt der Betrachtung, nur----

      die bibl. Definition dieser "Einheit"da stimme ich dir voll zu, ist zunächst bibl/theologisch zu definieren (was eben nicht nur an einem Vers genügend genau möglich ist)
      -----es wird sich zeigen, ob und warum die biblische Definition dannn sehr wohl so ist, daß "die Welt glaubt, daß Du mich gesandt hast.
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      zunächst aber ist deshalb wichtig:
      Nicht die Reaktion der Welt bestimmt also die Definition der biblischen Einheit,--- sondern die Schriftaussagendann, erst dann, wird auch klar was die Schrift mit "Einheit in der Vielfalt" meint. So würde ich vorschlagen vorzugehen. Aber ich bin ja nicht der Mittelpunkt der Welt :)

      Was also meint biblisch begründete "Einheit" ?---und was demzufolge nicht?

      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • Lieber Yokurt,

      da Du sehr die biblisch gewollte Einheit hervorhebst, erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass der Satzteil „damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“ in der Bibel steht und zwar Joh 17,21. Es ist unzweifelhaft, dass hier eine sichtbare Einheit gemeint ist. Dass die sichtbare Einheit wichtig ist, wurde ebenfalls durch die letzten Beiträge von Heimo und mir deutlich. Paulus versucht in Korinth nicht zu klären wer (mehr) Recht hat. Das scheint ihm angesichts des Skandals der Spaltung eher unwichtig zu sein. Paulus beschreibt die Einheit, der Christen als Einheit
      in Christus und durch Christus geschenkt:

      Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus Jesus. (Gal 3, 26ff.)

      Das ist keine Einheit in allen Lehren, sondern Einheit durch und in Christus:
      Es darf durchaus unterschiedliche Lehren und Meinungen gegen, wie Heimo es beschrieben hat:

      HeimoW schrieb:

      Nicht indem Lehrpunkte übernommen werden, z.B. Adventisten die katholischen Lehren von unsterblicher Seele annehmen würden oder Katholiken den Sabbat heiligen, sondern indem die Unterschiede zurücktreten im Versuch den Glauben so gut als möglich auch unter Druck zu leben und als Christen solidarisch zu sein.

      Ein Vorbild kann uns auch die Bibel (NT) sein: Sie enthält vier Evangelien mit einem jeweils unterschiedlichen Fokus auf das Heilsgeschehen. Die Bibel enthält außerdem mehrere Briefe. – Man hätte das alles auch in einem Dokument zusammenfassen und vereinheitlichen können. Das hat man nicht getan. So ist die Bibel selbst eine Einheit in Vielfalt.

      Übrigens, kennt jemand von Wladimir Solowjew „Die Erzählung vom Antichrist“?
      Sie ist im Buchhandel erhältlich. Gewöhnlich halte ich mich von Spekulationen, wie „Wer ist der Antichrist?“ fern. Die Geschichte von Solowjew hat mich jedoch beeindruckt und daher besitze ich die Erzählung seit vielen Jahren als Kopie von einem Buch aus dem Jahre 1937. Solowjow lebte übrigens von 1853 - 1900 in Russland.


      LG Christel
    • Hallo liebe Christel,

      Ja es kommt zunächst wie ich schrieb auf die biblisch gewollte Einheit an, Worin also besteht sie ? Das war das aktuelleThema, nun--------in diesem Sinne
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      erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass der Satzteil „damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“ in der Bibel steht und zwar Joh 17,21
      wurde von mir doch nie in Abrede gestellt
      Es ist unzweifelhaft, dass hier eine sichtbare Einheit gemeint ist.
      auch das wurde von mir nie in Abrtede gestellt, danke dir schonmal für dieses eine Element der Definition der bilbischen Einheit: Die Gemeinde Gottes ist keine unsichtbare sondern eine sichtbare Einheit. Das wollen wir uns für später auch gleich (an)merken.
      Dass die sichtbare Einheit wichtig ist, wurde ebenfalls durch die letzten Beiträge von Heimo und mir deutlich
      diese weitere (außerbiblische) Bestätigung finde ich gut, allerdings ist dies ja auch schon durch die Schrift (siehe oben) von uns ohnehin einvernehmlich außer Zweifel gestellt gewesen.
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      Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus Jesus. (Gal 3, 26ff.)
      hier also sind wir wieder bei dem gewünschten Focus "Einheit", Alle einer in Christus " nämlich die biblische Einheit, einmal etwas anders von Paulus ausgedrückt. Wie diese Einheit also biblisch gemeint ist---genau das ist ja vorerst unser Thema.
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      Das ist keine Einheit in allen Lehren, -----sondern Einheit durch und in Christus:
      tja, das sehe ich ganz anders.

      Doch wie kommst Du zu dieser Überzeugung aus der Schrift ??

      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • Lieber Yokurt,
      in Deinem letzten Beitrag stelltest Du hauptsächlich unsere Übereinstimmung fest, außer in Deinem letzten Satz. Wo liegt das Problem? Ich hatte meine Aussage mit der Hl. Schrift begründet. Es war eine Zusammenfassung des zuvor gesagten.

      Ganz bewusst legte ich den Focus auf die Einheit stiftende Person (Christus) und nicht auf die Lehren.
      Warum?
      Lehren eignen wir uns durch einen Lernprozess an. Ab wann ist jemand Christ? Wenn er alle christlichen Lehren richtig wiedergibt? Wenn er die Lehren betreffend irrtumsfrei ist? Führt richtige Erkenntnis zum ewigen Leben?

      Oder ist Christsein nicht vielmehr eine gelebte Beziehung zu Jesus Christus?

      Außerdem unsere Bibel ist narrativ. Die Lehren werden daraus abgeleitet. Manches ist direkt und klar, anderes indirekt. Manches ist dabei, zentral anderes randständig. Hinzu kommt, dass die christlichen Gemeinschaften in unterschiedlichen Formen, und Rechtsordnungen existieren. Das muss nicht alles vereinheitlicht werden.

      Jedenfalls ist Einheit in Christus einfacher als Einheit in der Lehre.


      Aber wir müssen ja nichts Neues erfinden, denn es gibt sie bereits, die Einheit der Christen, wenn auch nicht in vollkommender Weise:
      Was ist der Ökumenische Rat der Kirchen?

      Der Ökumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von Kirchen, die den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

      Er ist eine Gemeinschaft von Kirchen auf dem Weg zur sichtbaren Einheit in dem einen Glauben und der einen eucharistischen Gemeinschaft, die ihren Ausdruck im Gottesdienst und im gemeinsamen Leben in Christus findet. Er will auf diese Einheit zugehen, "damit die Welt glaube", wie es im Gebet Jesu für seine Jünger und Jüngerinnen heißt (Joh. 17,21).
      oikoumene.org/de/wer-sind-wir.…5C%255C%255C%255C%2522blu


      Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)

      1 Die unterzeichneten Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften in Deutschland bilden die „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e.V.“ zu gemeinsamem Zeugnis und Dienst.
      1.2 Sie bekennen den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland und trachten darum, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
      oekumene-ack.de/Satzung.111.0.html


      Die Unierten Kirchen auch Katholischen Ostkirchen genannt hatte ich bereits erwähnt. Sie gehörten zu Rom, haben aber ihre eigene Identität nicht aufgegeben:
      kathpedia.com/index.php?title=Katholische_Ostkirchen
    • Damit sie Alle Eins seien ---Joh. 17,21

      Hallo, liebe Christel,
      wie im Thread "der Antichrist" von mir dort angeregt, hatte ich um die Verschiebung von Beiträgen hierher gebeten um dort das Thema mit unseren Gedanken nicht zu sehr abzulenken:

      Ich ersuche die Moderatoren daher um "Transport" der Beiträge 71/73/74/76/84/85/86/87/88/89/90/ in die richtige Kategorie hiefür.
      vielen Dank für die Mühe.

      ist noch nicht geschehen, vielleicht kommt die Hilfe noch.
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      ich setze hier also ab # 90 fort, mit einer Festsrtellung von dir:

      Jedenfalls ist Einheit in Christus einfacher als Einheit in der Lehre
      +) das ist die Frage, denn
      +) denn wirdd hier nicht aus biblischer Sicht das gleiche Konzept ausgedrückt?
      +) ist Einheit in Christus nicht gleichbedeutend mit Einheit in der Lehre?
      ich denke das ist eine wesentliche Thematik, die ich aus meiner --und auch offizieller adv. Sicht--so zusammenfassen möchte:

      Die Bibel ist für die Einigkeit im Sinne der Wahrheit
      Die Bibel ist gegen die Einheit auf Kosten der Wahrheit

      Diese Aussagen wären an der Schrift zu prüfen und zu bejahen---oder abzulehnen

      vorerst mal liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • Hallo Yokurt, wenn Kirchen sich einigen, dann geschieht das immer in der Lehre. Sie müssen ihre Einigung ja irgendwie formulieren, fassbar machen, also verfassen.

      Dies ist im Sinne der Wahrheit nur möglich, wenn zuvor die Einheit in Christus geben war. Diese Einheit im Glauben an die Person Jesus / an den Sohn Gottes ist nicht fasslich und doch nicht weniger wirklich.

      Da Christus das Zentrum des christlichen Glaubens ist, der Neue Bund… ist er auch „das“ Wesentliche des christlichen Glaubens. Dies im Blick zu behalten schützt davor sich in Gleichmacherei zu verlieren. Einheit in Christus, in dieser Wahrheit, ist etwas anderes als Einheitlichkeit.

      Versucht man die Einheit in der Lehre herzustellen, dann ist man schnell bei den Lehren und übt sich in Gleichschaltung. Die Gefahr ist nicht gering dabei das Wesentliche, genauer den Wesentlichen, nämlich Christus aus dem Blick zu verlieren. Das wäre keine Einheit in der Wahrheit, denn Jesus ist "der Weg und die Wahrheit und das Leben" Joh. 14,6.

      LG Christel
    • HeimoW schrieb:

      Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass je mehr der Druck auf die christlichen Kirchen durch Atheisten, den Islam, Hindus etc. zunimmt, die Einheit wächst. Nicht indem Lehrpunkte übernommen werden, z.B. Adventisten die katholischen Lehren von unsterblicher Seele annehmen würden oder Katholiken den Sabbat heiligen, sondern indem die Unterschiede zurücktreten im Versuch den Glauben so gut als möglich auch unter Druck zu leben und als Christen solidarisch zu sein.
      Das war 2012. Denkst du, dass sich die Situation heute verbessert hat? Und hat die Einheit in Vielfalt tatsächlich das gleiche Ziel?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • PAPSTAMT = GRÖSSTE ÖKUMENISCHE HINDERNIS!!!

      Das grösste ÖKUMENISCHE Hindernis auf dem Wege der Einheit der Christenheit ist auf katholischer Seite das Amt des Papstes, v.a. aber wenn sich dieses auf das antichristliche I. Vatikanische Konzil(1870) bezieht, in der der Papst bei <dogmatischen Lehrverkündigungs-Fragen> als "UNFEHLBAR" erklärt wurde! >>Unfehlbar<< im theologischen Sinne kann nur unser Herr und Heiland Jesus Christus sein - niemals aber ein Mensch!
      Weder die orthodoxen Christen noch die Protestanten können ein solche Papstamt je akzeptieren!!!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Das grösste ÖKUMENISCHE Hindernis auf dem Wege der Einheit der Christenheit ist auf katholischer Seite das Amt des Papstes,
      Zur Nächstenliebe ja sogar zu Feindesliebe sind wir aufgerufen!

      Warum soll der Papst oder wer auch immer mich daran hindern, das auszuleben

      und der "Welt" von meinem Heiland zu erzählen?

      Friedensstifter stehen unter besonderen Segen....