Geburtstage feiern - ist OK?

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    • Geburtstage in der Bibel!

      Hallo,

      ich will. keine großen philosophischen abhandlungen darüber schrieben was es mit dem Geburtstag auf sich hat, aber dennoch ein wenig zum nachdenken anregen:

      1. In der Bibel werden 2 Geburtstagsfeiern erwähnt, beide von Ungläubigen, beide sterben dannach weil sie sich selbst gefeiert haben und gefeiert wurden.

      2. Gott hat "vergessen" das er uns gesagt hat wann Jesus geboren wurde. ^^ Natürlich hat er das nicht. Und selbsat lukas hat dies nicht erwähnt obwohl er den genauen tag sicher wußte. - einfach deswegen weil das feiern eines geburtstags vollkommen weg von dem geht was die bibel lehrt.

      Wie kann es sein das sich jemand gläubig nennt und in den Tod Jesu getauft wurde und dann heidnische "Selbsterhöhungsfeste" feiert, wo doch genau das die erste Sünde überhaupt war?! (nur weil wir es so gelernt bekommen haben heißt es nicht das es auch so von Gott wohlgefällig angenommen wird)

      Liebe Grüße Peter

      P.S.: werde auf etwaige kommentare nicht antworten, da ich hier im Forum nichts verloren habe
    • Naja, seh ich ein bisschen anders.
      Wenn man dankbar ist, dass Gott diesen Mensch geschenkt hat, den man liebt, hab ich gar nichts dagegen, Geburtstag zu feiern, gemütliches Zusammensein.
      Natürlich kenn ich auch Geburtstage, an denen sich jemand selbst feiert und erhöht (mega große Parties). Das ist auch nicht mein Ding.

      Wenn Du Kindern verbietest Geburtstag zu feiern, dann kannst du sie sehr ausgrenzen und das könnte nicht nur traurig machen, sondern auch innere Verletzungen herbei führen. Außerdem ist das ein Zeichen der Liebe.
      Ob man das Feiern dann als Erwachsener noch braucht, ist eine andere Frage - Nämlich eine Gewissensfrage. Ich kann nur nach meinem eigenen Gewissen gehen, darf aber nicht einen Anspruch der Allgemeingültigkeit aussprechen. Das wäre in meinen Augen fatal.
      Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.
      Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt der bleibt in Gott und Gott in ihm
      1. Johannes 4, 16
    • Geburtstage feiern - ist OK?

      @ExOkkultistDankJesus:

      In der Bibel werden 2 Geburtstagsfeiern erwähnt, beide von Ungläubigen, beide sterben dannach weil sie sich selbst gefeiert haben und gefeiert wurden.
      Wo finden wir diese Beispiele in der Bibel? Und wo wird gesagt, dass sie gestorben sind, weil sie den Geburtstag gefeiert haben?

      Gott hat "vergessen" das er uns gesagt hat wann Jesus geboren wurde. ^^ Natürlich hat er das nicht. Und selbsat lukas hat dies nicht erwähnt obwohl er den genauen tag sicher wußte. - einfach deswegen weil das feiern eines geburtstags vollkommen weg von dem geht was die bibel lehrt.
      Es kann mehrere Antworten geben, warum Gott, Jesus oder Lukas das nicht erwähnt haben. Eine mögliche Antwort ist: damals wurde der Geburtstag (eines nicht Neugeborenen) nicht gefeiert. Oder: der Geburtstag Jesu wurde nicht bekannt, da Er darüber nichts sagte. Oder: Auf den Tag der Geburt legte man keinen großen Wert... Wenn das nicht explizit erwähnt ist, heißt es noch lange nicht, dass es verteufelt werden muss. "Einfach deswegen..." - wie du schreibst - muss keine objektiv richtige Erklärung sein, auch wenn sie dir sehr evident erscheinen mag.

      Wie kann es sein das sich jemand gläubig nennt und in den Tod Jesu getauft wurde und dann heidnische "Selbsterhöhungsfeste" feiert, wo doch genau das die erste Sünde überhaupt war?! (nur weil wir es so gelernt bekommen haben heißt es nicht das es auch so von Gott wohlgefällig angenommen wird)
      Warum muss alles, was "heidnisch" ist, schlecht sein? Die Heiden sind auch Menschen, und sie haben auch Herzen und Liebe, sie können sich freuen und einander Gutes tun, darunter Geschenke machen. Die Hochzeitsfeier ist wahrscheinlich auch keine von Gott aufgetragene Zeremonie, sondern kam ursprünglich von den "Heiden". Gott hat nicht alles verteufelt, was von Ihm nicht in der Bibel explizit zugelassen wurde.



      Ich sehe das folgendermaßen:

      1) Gott hat an Mose Gesetze gegeben, die einzuhalten waren. Die Gesetze waren nicht aus der Luft gegriffen, sondern waren damals die Gottes Antwort auf herrschende Praktiken der Völker. Mit Einzug neuer Probleme unter israelitischem Volk gab Gott wiederum neue Gebote als Lösung aus den Problemen (z.B. 4Mo 27). Die Antwort lieferte Gott nicht (nur) dadurch, dass Er die Menschen für ihre sündige Taten bestrafte/vernichtete, sondern auch in wörtlicher/schriftlicher Form, indem Gott ein ausdrückliches Gebot gegeben hat. Gegen das Feiern von Geburtstagen haben wir von Gott jedoch kein Gebot bekommen. Jemand, der mit Worten "Geburtstag feiern ist nicht explizit in der Bibel erlaubt" argumentiert, darf ebenso bei der Hochzeitsfeier nicht anwesend sein.

      2) Ellen White, die wir für eine Prophetin halten, hat - meines Wissens nach - keinen Verbot für Geburtstagsfeier gegeben. Obwohl Gott ihr viele Visionen gegeben hat, findet sich darunter keine einzige hinsichtlich der Geburtstage. Außerdem, hat Ellen White selbst mindestens einen Geburtstag gefeiert:

      Am 26. September 1885 reiste Frau White von Basel nach Torre Pellice, Italien, ab. Sie wurde von ihrer Schwägerin, Mary K. White, und vom Ältesten B. L. Whitney begleitet. Über diese Reise schrieb sie: „Es war mein achtundfünfzigster Geburtstag, und er wurde sicherlich in einer Weise und an einem Platz gefeiert, wie ich es mir nicht hatte träumen lassen... {Leben und Wirken von E.G. White, 331.2, 332.1}
      Ebenso war Ellen White bei Geburtstagsfeiern anderer Menschen anwesend (z.B. "Leben und Wirken von E.G. White", 379.1-3).


      werde auf etwaige kommentare nicht antworten, da ich hier im Forum nichts verloren habe
      Komisch. Warum schreibst du dann einen Beitrag? (Ich muss es aber nicht verstehen)
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Schnüff... schnüff... Der erste Post riecht nach Pharisäertum... schnüff...

      "Die ihr Minze und Kümmel verzehntet"... schnüff...
      Ich finde diese Worte nutzlos. Für jemanden, der die Gebote zu reinen/unreinen Tieren nicht kennt bzw. dafür keine biblische Begründung findet, sieht diese Gebote ebenso als "Pharisäertum", obwohl er nicht notwendigkeitweise Recht hat. Nicht alles, was aus subjektiver Empfindung einen radikalen Gechmack hat, muss pharisäisch sein. Wäre gut, wenn du gut begründest, warum der erste Post nach Pharisäertum riecht.

      :tired:
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • ExOkkultistDankJesus schrieb:

      Wie kann es sein das sich jemand gläubig nennt und in den Tod Jesu getauft wurde und dann heidnische "Selbsterhöhungsfeste" feiert, wo doch genau das die erste Sünde überhaupt war?! (nur weil wir es so gelernt bekommen haben heißt es nicht das es auch so von Gott wohlgefällig angenommen wird)
      Wieso soll denn ein Geburtstag ein "Selbsterhöhungsfest" sein? Ich habe bisher nicht erlebt, dass sich jemand bei einem Geburtstag selbst erhöht. Ganz im Gegenteil: Er bekam Geschenke von anderen. Freunde und Bekannte haben also ihre Wertschätzung für jemand anderen ausgedrückt. So gesehen stärkt ein gefeierter Geburtstag die Beziehungen von Menschen untereinander.
      Theologisch könnte man sogar sagen: Jemand etwas zum Geburtstag zu schenken ist Ausdruck der Nächstenliebe. Man gibt etwas als Zeichen der Liebe für den Nächsten. Außerdem sind es gerade die Geburtstage, zu denen in unserer hektischen Zeit die Menschen zusammen kommen, miteinander reden, Anteil am Leben nehmen.
      Ich glaube, Jesus hätte keinen Bogen darum geschlagen, sondern sich dazu zugesetzt, mit geredet, mit gegessen und sich über die Gemeinschaft mit den Menschen gefreut. Er wäre wohl sogar zu Pharisäern und Zöllnern zum Geburtstag gegangen und hätte es in Kauf genommen, dass man hinterher Fresser und Weinsäufer zu ihm sagt (siehe Lk 7,34: "Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; so sagt ihr: Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!")

      Vielleicht geht es im Kern gar nicht um den Geburtstag. Vielleicht geht es eher darum, ob man als gläubiger Mensch ungezwungen beisammen sei darf, sich freuen darf, auch unbeschwert genießen kann - oder ob ungezwungene Freude bereits eine Gefahr darstellt, die von Gott abbringen kann.
      Jesus hat in seinem Leben klar die Antwort gegeben. Sein erstes Wunder war das Weinwunder zu Kana. Und das war eigentlich nichts anderes als eine große Geburtstagsfeier. Nur eben nicht für einen Menschen, sondern gleich für zwei, die sich gefunden hatten und das Leben teilen wollten.
      Das war Jesus so wertvoll, dass er den Hochzeitsgästen Wein für eine fröhliche Feier bescherte - ohne Predigt, ohne Andacht, einfach so. Weil das Leben eine Gabe Gottes ist, über die man sich freuen und die man feiern darf.

      Mir kommt in dem Zusammenhang ein Vers aus dem Predigerbuch in den Sinn. Vielleicht bietet er eine Antwort, falls sich nun jemand mit Gewissensbissen herumplagt, weil er morgen Geburtstag hat und nicht weiß, ob er seine Gäste noch empfangen darf.
      "Sei nicht zu fromm, und übertreib es nicht mit deiner Weisheit! Warum willst du dich selbst zugrunde richten?" (Pred 7,16)

      In diesem Sinn: Gottes Segen für alle Geburtstagskinder! Und für alle anderen auch.
    • Woher wird behauptet, dass Geburtstag heidnisch ist? Nur, weil 2 Ungläubige dabei gestorben sind? Waren sie überhaupt ungläubig?

      In der Bibel haben wir "unzählige" Stammbäume, die immer den gleichen Satz beinhalten: "xy wurde soviel und soviel, und zeugte z" Bzw: "xy starb im Alter von soviel und soviel Jahren". ..........Also mussten logischerweise Geburtstage zumindest registriert werden.

      Geschweige denn davon: Es ist nur Gottgewollt und eine Ehre und Lob, wenn wir an einem Geburtstag Gott danken...für Fürhung, Gesundheit, Segen..... dass ER denjenigen wieder ein Jahr bewarht hat und in Seiner Gnade ein Jahr alles gab, was man zum Leben braucht..........usw.

      .
    • Hallo zusammen

      Soweit mir bekannt,feiern die Zeugen Jehovas (direkt als Gebot) keinen Geburtstag. Zur Begründung heißt es, dass zu den beiden Gelegenheiten, wo in der Bibel eine Feier erwähnt wird, es Mord und Totschlag gab. Eine Gelegenheit habe ich noch im Kopf: die Geburtstagsfeier des Herodes, an der er Johannes köpfen ließ. Die andere Gelegenheit habe ich vergessen, Peter weiß sie aber sicherlich.


      Vor längerer Zeit traf ich aber eine alte ZJ (sie gehörte zu den 144 000) die das mit der linken Hand weg wischte. Sie lasse sich Geburtstag und Weihnachten nicht so einfach verbieten, meinte sie.


      Zu Jesu Zeiten hatten die Juden keinen genauen Kalender. Ihr Jahr hatte 12 Mond-Monate, was natürlich zu kurz war. Deshalb schob man von Zeit zu Zeit immer dann, wenn es zu Passah noch nicht genug Lämmer gab, einen Schaltmonat ein. Unter solchen Umständen Geburtstag zu feiern (Oder Hochzeitstag oder..., oder...) ist relativ schwierig. Das sieht man ja schon bei denen, die am 29. Februar geboren sind.


      Ich kann mir gut vorstellen, dass man erst mit dem julianischen Kalender wirklich Geburtstag oder andere, feststehende Tage feiern konnte. Was nun ein Mensch aus seinem Geburtstag macht, ist ihm selbst anheim gestellt. Früher gab es unter den STA die Sitte, am Geburtstag Gott ein Dankopfer für Führung und Bewahrung im abgelaufenen Lebensjahr zu bringen, ähnlich, wie man Jesus bei den Weihnachtsgeschenken nicht vergessen sollte..


      Dass Gott den Geburtstag Jesu §"vergessen§ hätte, stimmt so nicht, wenigstens nicht ganz. Und das geht so: Zacharias, Johannes Vater, war ein Priester nach der Ordnung Abia. Diese hatte in der 7. Woche des Kirchenjahres Dienst. Hinzurechen muss man aber noch die Festwochen Passah und Pfingsten. Darnach war Zacharias in der 9. Woche des Kirchenjahres im Tempel, als ihm der Engel erschien und den Johannes ankündigte. Das war also in der Woche vom 23.-30. Juni. 9 Monate später wurde Johasnnes geboren. Dieser war 6 Monate älter als Jesus. Nach dieser Rechnung wäre Jesus also im September geboren. Die Engelerscheinung kann aber auch im 2. Turnus der Priesterdienste erfolgt sein, Dann würde sich das Ganze im ein halbes Jahr verschieben und Jesus wäre im März geboren. In der Tat feierte die frühe Kirche die Geburt Jesu im Frühjahr, weil ihre Quellen das so her gaben. Die Weihnachtsfeier geht auf die römischen Saturnalien zurück, die um die Mitte des 3. Jahrhunderts Eingang ins Christentum fanden und auf die Geburt Jesu umgedeutet wurden.


      Es gibt kein Gebot, welches die Geburtstagsfeier untersagt. Es gibt auch keines, welches sie anordnet. Sich auf heidnische Sitten zu berufen, ist m.E. Unsinn. Die Heiden tragen ja auch Schuhe, aber deswegen laufe weder ich noch der Peter barfuß durch die Gegend.
      Liebe Grüße von benSalomo
    • Geburtstag feiern Sünde ?

      Jesus Christus hat gern gefeiert und hätte bestimmt auch nichts gegen eine gesellige Geburtstagsfeier gehabt, da sie doch ein Ausdruck der Nächstenliebe und gegenseitigen Achtung ist. Wir sollten hier nicht die Engstirnigkeit der Lehren der Zeugen Jehovas übernehmen, die ja tatsächlich keinen Geburtstag feiern und sich weltfremd abkapseln.
    • Ich liebe Geburtstag. Warum? es ist der einzige Tag, an dem man Mitmenschen etwas Gutes tun kann, ohne das der oder die gleich denkt, man will was, heckt was aus etc.

      Der Geburtstag meines Sohnes ist zB auch deswegen wichtig für mich, weil ich dankbar bin, dass es ihn gibt, dass er ein Kämpfer ist und lebt. Und das auch ich überlebt habe. Natürlich bin ich jeden Tag dankbar dafür, aber grad an dem Tag wird das noch mal allen bewusst, also auch den Großletern, Freunden etc.
      Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. (Jeremia 31,3)
    • ich hätte es zwar anders formuliert, als der Threadstarter, aber:
      ich halte auch nichts von der modernen Art Geburtstage zu feiern.

      Ich persönlich feiere meinen Geburtstag gar nicht. Die Geburtstage der Familie werden nur mit besonderem Essen innerhalb der Familie "gefeiert"! Ich lege viel Wert darauf, daß in solchen Fällen alle daran denken, daß ein Jahrestag kein Tag von Geschenken, sondern eins voller Dankbarkeit für das Leben ist!
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • ExOkultistDankJesus hat das einzig Richtige getan, nämlich: Er hat sich verabschiedet, da er - wie er selbst schrieb - hier im Forum nichts verloren habt!

      Es ist auch gut, dass er - wie er ebenfalls schrieb - keine großen philosophischen Abhandlungen darüber schreiben will.

      Wünschen wir ihm die Weisheit von Oben. Ziehe hin in Frieden, ExOkultistDankJesus.

      Da die Bibel Geburtstag weder verbietet noch erlaubt - sie äußert sich dazu eben nicht - soll es doch jeder so halten, wie er es mit seinem (derzeitigen) Gewissen vereinbaren kann.

      Übrigens: Zeugen Jehovas werden nicht rausgeschmissen, wenn sie Geburtstag feiern. Es ist also kein Gebot, den Geburtstag zu ignorieren. Allerdings sagen sie: Ein reifer Christ feiert nicht. Ein Geburtstag feiender ZJ wird daher mit keinem Verantwortung tragenden "Vorrecht" betraut.

      ***
    • Die Frage ist doch welches Gottesverständnis haben wir: wie ExOkkultist: Ein Gott der uns alles was er nicht ausdrücklich erlaubt verbietet (= ein Gott wie Stalin oder Hitler) oder ein Gott der das was er nicht möchte, weil es uns schadet ausdrücklich verbietet, aber sonst alles erlaubt (ein Gott wie ein Vater). Ich denke letzteres ist der Fall. Ist ein Fest verboten, weil es in der Bibel nicht ausdrücklich vorkommt? Mit der Einstellung sind auch Liebesbriefe verboten (kommen nicht in der Bibel vor), Verhütung (kommt in der Bibel nicht vor), Autofahren (kommt in der Bibel nicht vor), Konzerte besuchen (kommt in der Bibel nicht vor), Urlaub (kommt in der Bibel nicht vor), Hobbys (kommen in der Bibel nicht vor), Kaiserschnitt (kommt in der Bibel nicht vor) etc. etc. Das Problem von Exokkultist und Menschen wie ihm ist ein grundsätzliches. Sie hängen am Buchstaben und rennen komplett am Sinn und Zweck vorbei. Gott ist Liebe und nicht Vorschrift allein.
    • @Pinoy Klaus

      ...oder ein Gott der das was er nicht möchte, weil es uns schadet ausdrücklich verbietet, aber sonst alles erlaubt (ein Gott wie ein Vater)
      Ich denke, auch das stimmt nicht ganz, wobei ich eher dieser Seite mein Gottes-Verständnis zuordne. Gott muss nicht jede kleinste Kleinigkeit, die nicht gut bzw. nicht erlaubt ist, explizit in der Bibel verbieten. Wäre das der Fall, hätten alle Bücher der Welt nicht ausgereicht, alle Verbote aufzuschreiben. Die BIbel enthält jedoch nicht konkrete Verbote, sondern eher Prinzipien, aus denen - je nach Situation - die richtigen Gebote sich ableiten lassen. Gott möchte unseren Blick nicht auf Schwarz/Weiß - Buchstaben / Interpretation lenken lassen (Was ist erlaubt? Was ist nicht erlaubt? - Listen), sondern unseren Geist auf den göttlichen Charakter, göttliches Leben auf der neuen Erde, göttlichen Umgang mit Menschen richten. Das Gesetz ist bloß die unterste Nicht-Erlaubt-Ebene, ist aber nicht das eigentliche Ziel, welchem die Christen ihr Leben lang nachstreben sollen. Je mehr wir Gott kennenlernen und Seinen Charakter nachahmen wollen, desto mehr erkennen wir im Geist, wie wir leben sollen. Deshalb heißt es auch in der Bibel: prüft alles, behaltet aber das Gute.

      Das Problem von Exokkultist und Menschen wie ihm ist ein grundsätzliches. Sie hängen am Buchstaben und rennen komplett am Sinn und Zweck vorbei. Gott ist Liebe und nicht Vorschrift allein.
      Leider ist dieses Verhalten auch bei Bibel-"Fest"-Treuen zu beobachten (im Sinne des "wörtlichen" Einhaltens der Buchstabe). Sie sagen: es steht nicht explizit geschrieben, dass.. also ist es erlaubt - ohne die Prinzipien und die Blickrichtung des Gesetzes erkennen zu wollen. Ich möchte jetzt nicht noch mal die Ellen White - Diskussion beginnen, aber es sei nur nebenbei gesagt, dass sich ihre Visionen genau in dieser Weise verstehen lassen: Sie blickte über den Buchstaben (Wörtlichkeit der Aussagen des Gesetzes) weiter hinaus (in den Sinn noch tiefer, in die Geistes-Bestrebungen noch höher), und versuchte den tieferen Sinn für unseren Lebenstill zu erfassen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      @Pinoy Klaus

      ...oder ein Gott der das was er nicht möchte, weil es uns schadet ausdrücklich verbietet, aber sonst alles erlaubt (ein Gott wie ein Vater)
      Ich denke, auch das stimmt nicht ganz, wobei ich eher dieser Seite mein Gottes-Verständnis zuordne. Gott muss nicht jede kleinste Kleinigkeit, die nicht gut bzw. nicht erlaubt ist, explizit in der Bibel verbieten. ... Die BIbel enthält jedoch nicht konkrete Verbote, sondern eher Prinzipien, aus denen - je nach Situation - die richtigen Gebote sich ableiten lassen. ....


      Das göttliche Prinzip wird von Paulus wie folgt zusammengefasst: 1Kor 6,12, Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist zuträglich. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.

      Ich sehe es also eher umgekehrt, was Gott "verbieten" will ist explizit verboten, im Übrigen ist alles erlaubt, wir sollten aber überlegen ob etwas spezielles auch "zuträglich" (Luther: nützlich) ist. Weiters sollten wir niemanden und nichts außer Gott macht über uns gewinnen lassen.
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      Liebe Grüße, Heimo