Fleischlos essen - Gottes Wille, der zu befolgen ist?

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Fleischlos essen - Gottes Wille, der zu befolgen ist?

    Ich habe diesen Beitrag vom "Thema der letzten Predigt" abgetrennt, weil er das eigentliche Thema sonst schreddert, wenn darauf geantwortet wird.



    Aaron schrieb:

    HeimoW schrieb:



    Ich bin davon überzeugt, dass Vegane nicht "heiliger" sind als andere (und dass Veganismus ein sehr schlechtes Thema für Predigten ist

    Das stimmt schon, dass wir Vegetarier/Veganer nicht heiliger sind als andere, da gebe ich dir zwar schon Recht, aber ich verstehe nicht wieso Veganismus ein sehr schlechtes Thema für Predigten sein soll. Was ist verkehrt daran eine Predigt darüber zu halten und damit auch mal bewußt zu machen, was es bedeutet, dass unser Körper ein Tempel des heiligen Geistes ist z.B. und die Vorzüge/Vorteile einer fleischlosen Ernährung aufzuzeigen? Oder denkst du vieleicht, es ist Gottes Wille, dass wir uns bewußt vergiften bzw. unserem Körper schaden oder, dass wir mitverschulden, dass Tiere gequält werden und jede Mengen von Wasser dafür verschwendet und auch der Regenwald dafür zerstört wird? Das soll man also deiner Meinung nach totschweigen? Gerade in einer Predigt kann man Leuten mal die Augen darüber öffnen und ihnen ins Gewissen reden und ihnen dadurch auch mal wieder die Verantwortung bewußt machen, die sie der Erde und auch ihren Mitmenschen gegenüber haben. Darüber sollte man mal nachdenken, bevor man meint, dass darüber nichts gepredigt werden sollte.
    Meiner Meinung nach gehört das wirklich nicht als Predigtthema. Es ist nicht verkehrt, in einer Veranstaltung wo es um Gesundheit geht darüber zu reden. Es gibt da die Gesundheitsstraße, Kochkurse, Tipps fürs gesunde Leben und einiges mehr. Aber in den Gottesdienst gehört das Thema nun wirklich nicht. Das Abholzen der Regenwälder werden die Veganer nicht aufhalten. Damit wurde schon begonnen, da war von Vegan noch lange keine Rede. Das aber nur am Rande zu dem Beitrag.

    Bei aller Liebe zur vegetarischen oder veganen Kost sollte eines nicht vergessen werden:

    GOTT war es, der den Menschen das Essen von Fleisch gestattet hat. Und GOTT war es, der die Auflagen festlegte, welches Fleisch und was davon gegessen werden darf. 1. Mose 9, 3-5. Ich denke nicht, dass Gott mit dieser Erlaubnis den Menschen vergiften wollte. Ich denke, Gott wusste, was er tat. Gott hat den Priestern sogar geboten, bestimmte Teile vom Opfertier zu essen. Das Passahlamm war ja wohl auch ein Tier.

    Dass der Mensch die Achtung und den Respekt vor Mensch und Tier verloren hat, hat ebenfalls wenig bis nichts mit dem Fleisch essen zu tun. Nicht jeder Veganer ist auch Tierliebend und nicht jeder Fleischesser quält Tiere.

    Was das Vergiften betrifft: Da dürfte man heute gar nichts mehr essen. Denn die Genmanipulation, das Spritzen mit Giften gegen Insekten, die Überzüchtung von Obst und Gemüse, damit es länger "frisch" aussieht, länger hält hat in allen Bereichen Einzug gefunden. Da nützt das nette Wort "Bio" auch nichts mehr. Der Wind fragt nicht, ob sich ein Feld "Bio" nennt. Das Gift, die genmanipulierten Samen u.v.m. trägt er überall hin.

    Wasser wird durch Gifte und Öl verseucht, nicht durch Fleischessen. Also ist es mit dem gesunden Leben nicht mal mit Wasser alleine mehr wirklich möglich. Wir sollten ausgeglichen bleiben. Fanatismus ist in jedem Bereich schädlich und gefährlich.

    Eine Frage an die Vegetariere oder Veganen: Wie sieht es mit dem Autofahren aus? Wie sieht es mit dem Urlaub fliegen oder fahren (mit dem Auto, Autobus) aus? Wie sieht es mit dem Saubermachen ohne Chemie aus? Das alles schadet nämlich Mensch und Tier. Und das hat Gott nun wirklich nicht erlaubt. Zumindest berichtet die Bibel nichts davon. Sind wir wirklich so Unschuldig an der Verderbung der Erde? Nur weil wir kein Fleisch essen? Fleisch, welches Gott erlaubt hat?

    Interessant finde ich die Aussage:

    drJohn schrieb:

    Wenn Du sie achten würdest, dann empfehle ich Dir, ihre Aussagen, was Fleisch essen betrifft genau zu studieren. Eine ganz interessante Aussage lautet auch, "Fleischesser werden nicht ins Reich Gottes kommen" sie meint damit die, die meinen ohne Fleisch nicht leben zu können. Fleischessen hat wás mit Gier zu tun, denn kein Mensch braucht Fleisch oder tierische Produkte um zu leben und gesund zu bleiben.

    Ich kenne diesen Text nicht. Und drJohn hat die Quelle leider noch nicht angegeben. Meine Frage: Woher weißt du, dass E. White genau das damit meinte, wie du schreibst? Auch wenn du meinst, dass du ohne Banane, ohne Apfel, ohne Salat, ohne Gurke nicht leben kannst, bist du gierig. (zumindest, was da als Gier verstanden werden will) Das mag schon sein, dass der Mensch Fleisch nicht zum Überleben braucht. Tatsächlich aber hat GOTT es erlaubt. Mit Auflagen. Ein interessanter Gedanke: Jesaja 66, 17.

    Meine Frage bleibt: WAS kann man heute wirklich noch essen mit der Sicherheit, dass es Bio, gesund, unverfälscht und nicht manipuliert ist? Und ist einem Fleischesser das Reich Gottes versperrt? Die Bibel sagt (mir) eindeutig NEIN!

    drJohn schrieb:

    Unser Vorbild Israel dient uns als Warnung, die, die die Fleischgier nicht zügeln oder überwinden WOLLTEN, kamen nicht ins gelobte Land an.

    Gier ist in jeder Hinsicht verkehrt. Da braucht die Fleischgier nicht hervorgehoben zu werden. Und auch im Buch Mose ist beschrieben, dass es nicht das Fleischessen an sich war, was Gottes Zorn entbrannte, sondern die Gier. Das Volk konnte nicht genug bekommen. Sie sammelten zwei Tage lang die Wachteln ein. Mehr als sie je zu Essen vermochten.
    Man kann also den normalen Fleischkonsum nicht mit der Begebenheit der Wachteln vergleichen. Ausgeglichenheit wäre eine tolle Sache. Fanatismus ist mindest so schädlich wie Gier.

    Ist Fleischlos essen eine Bedingung in das Reich Gottes eingehen zu können? Die Gefahr, dass "Fleischlos" das Opfer Jesu gedanklich und im Herzen mancher ablöst ist wohl gegeben.

    Ich selbst nenne mich nicht Vegetarier, obwohl ich Fleischlos esse. Und das schon lange BEVOR ich Adventist wurde. Dennoch mache ich mir Gedanken, wohin das wohl führen mag, wenn man diesem "Gesundheitstripp" mehr als nötige Aufmerksamkeit schenkt.

    In welcher Hinsicht ist ein Vegetarier oder Veganer Gott näher als ein Fleischesser? Manchmal habe ich bedenken, dass vor lauter Gesundheit Jesus vergessen wird. Das zeigt doch teilweise diese Gruppierung: Vegan und Fleischesser. Wobei nach meinem Empfinden die Fleischlosesser sehr empfindlich sind und sich schnell angegriffen fühlen, wenn ein Christ, besonders ein Adventist zum Fleisch essen steht und das auch mal deutlich(er) ausdrückt.

    Das mag an der Unausgewogenheit liegen. Man wird selten erleben, dass ein Fleischesser so viel Propagande für seine Speisegewohnheiten macht, wie ein Fleischlosesser. Direkter ausgedrückt:

    Ein Fleischesser nervt nicht so sehr, wie ...

    Ausgeglichenheit, Ausgewogenheit ...

    Und nicht vergessen: GOTT ist es, der das Fleischessen erlaubt. Gott hat es nicht erlaubt, um Menschen damit umbringen zu wollen.

    ***

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

  • Nach 2Petr 2,12 gibt es "Tiere, die nur geschaffen sind, um gefangen und getötet zu werden". Wenn das stimmt, dann hat das Essen von Fleisch einen Platz in Gottes guter Schöpfungsordnung.
    Das spricht nicht gegen die Verantwortung, auf gesunde Lebensbedingungen von Tieren und Menschen zu achten. Aber der Fleischkonsum ist keine Seligkeitsfrage. Wie sagte Paulus so schön: Es lasse sich niemand ein schlechtes Gewissen machen...
  • RE: Fleischlos essen - Bedingung für das Reich Gottes?

    Nachtperle schrieb:



    Wasser wird durch Gifte und Öl verseucht, nicht durch Fleischessen. Also ist es mit dem gesunden Leben nicht mal mit Wasser alleine mehr wirklich möglich. Wir sollten ausgeglichen bleiben. Fanatismus ist in jedem Bereich schädlich und gefährlich.




    Sauberes Wasser ist auf der Erde ein knappes Gut, wir haben im Überfluss, daher können wir uns nicht vorstellen, wie es ist, wenn wir um jeden Liter Wasser bangen müssten. Tatsache ist, dass für die Erzeugung von Milch und Fleisch sehr viel Wasser verbraucht wird.

    test.de/essen-trinken/meldunge…he-Essen-4346437-4346439/

    Vor allem die Produktion tierischer Produkte wie Milch und Fleisch verbrauchen Unmengen an Wasser (siehe Abbildung links). Allein für die Erzeugung eines Rindsteaks fallen 7 000 Liter an – was unter anderem mit der Haltung und Fütterung der Tiere zu tun hat, aber auch mit allen Verarbeitungsschritten, die zwischen Schlachtung und Verarbeitung des Fleischs liegen. Für ein einzelnes Glas Milch braucht es 200 Liter Wasser.
  • Meine Gedanken dazu

    Gott erschuf Menschen und Tiere und er sagte, das alles sehr gut ist.
    1. Moses vers 24 und 25 (Hoffnung für alle)
    Darau befahl er: Die Erde soll Leben hervorbringen: Vieh, wilde Tiere und Kriechtiere! So geschah es. Gott schuf alle Arten von Vieh, wilden Tieren und Kriechtieren. Auch daran freute er sich, denn es war gut.
    Nach dem Adam und Eva gesündigt haben, machte Gott ihnen Kleidung aus Fell. Könnt ihr euch vorstellen, wie traurig Gott war, er musste ja einem Tier das Leben nehmen, um das Fell zu bekommen. ER, der das Leben schuf, musste es nehmen.
    Einem Tier das Leben zu nehmen, ist schon sehr kaltherzig, ob man es selber macht, oder machen lässt. Ich denke, das ist ein Folge der Sünde und sollte abgelegt werden.
    Gott hat Fleisch essen vielleicht erlaubt, aber ob ER es gut findet, ist eine andere Sache. Ob Jesus Fleisch oder Fisch gegessen hat, ist, glaube ich, nie biblich belegt, ich kenne keine Stelle, wo es beschrieben steht. Aber das er beim Abendmahl Brot gegessen hat.
    Falls ich mich irre, bitte schreiben.
    Ich glaube jedenfalls ein Tier zu töten, um zu essen, steht nicht im Einklang mit der Liebe Gottes.
  • BWgter schrieb:

    Nach 2Petr 2,12 gibt es "Tiere, die nur geschaffen sind, um gefangen und getötet zu werden". Wenn das stimmt, dann hat das Essen von Fleisch einen Platz in Gottes guter Schöpfungsordnung.
    Ich halte 2. Petrus 2,12 für überhaupt nicht brauchbar in Bezug auf Essensgewohnheiten. Das gleiche "töten", was Luther hier sogar mit "schlachten" übersetzt, wird dann im zweiten Teil des Verses auf die Ungläubigen angewendet (das gleiche griechische Wort!). Petrus macht hier einen Vergleich: Genau wie die von Natur aus "unvernünftigen" Tiere werden die von Natur aus "unvernünftigen" Menschen (fleischlichgesinnt, siehe Kontext) gefangen genommen (in ihrer Begierde?) und darin umkommen (andere übersetzungen: "verderben").
    Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
  • Bemo schrieb:

    Ich halte 2. Petrus 2,12 für überhaupt nicht brauchbar in Bezug auf Essensgewohnheiten. Das gleiche "töten", was Luther hier sogar mit "schlachten" übersetzt, wird dann im zweiten Teil des Verses auf die Ungläubigen angewendet (das gleiche griechische Wort!). Petrus macht hier einen Vergleich: Genau wie die von Natur aus "unvernünftigen" Tiere werden die von Natur aus "unvernünftigen" Menschen (fleischlichgesinnt, siehe Kontext) gefangen genommen (in ihrer Begierde?) und darin umkommen (andere übersetzungen: "verderben").
    Das stimmt. Es geht dem Schreiber des Briefes nicht um Essensgewohnheiten, sondern um die Fallstricke einer ungerechten Lebensweise. Aber innerhalb dieser Argumentation greift er auf eine Tatsache zurück: Es gibt Tiere, die sind geschaffen, gefangen und geschlachtet zu werden. Das steht für ihn so fest, dass er das einfach als Argument für das eigentliche Thema aufgreifen kann. Denn für dieses Argument muss er offenbar keinen Widerspruch erwarten. Deshalb baut er die gesicherte Tatsache von der Bestimmung der Tiere ein, um sie für einen ganz anderen Zusammenhang anzuwenden.
    Richtig ist, dass der Verfasser eigentlich auf die Vernunft abzielt. Die Tiere sind unvernünftig, deshalb werden sie getötet. Seid nicht genauso unvernünftig wie diese Tiere und lasst euch nicht von eurer Begierde töten. Das ändert aber nichts an dem eingebauten Argument: Es gibt Tiere, die hat Gott zum Fangen und Schlachten geschaffen. Das gehört zur Schöpfungsordnung, zur Physis/Natur dieser Tiere. Darin waren sich offenbar Schreiber und Empfänger des Briefes einig.
  • alisha schrieb:

    Gott hat Fleisch essen vielleicht erlaubt, aber ob ER es gut findet, ist eine andere Sache.
    Gott hat laut Bibel Fleisch essen nicht nur vielleicht erlaubt, sondern ganz bestimmt! Gott hat uns gezielt mitgeteilt, wessen Fleisch essen er "nicht gut findet".




    Ob Jesus Fleisch oder Fisch gegessen hat, ist, glaube ich, nie biblich belegt, ich kenne keine Stelle, wo es beschrieben steht.
    Jesus hat vor dem Abendmahl mit seinen Jüngern das jährliche Passah gefeiert. In Matthäus 26, 17 kannst du lesen: Aber am ersten Tage der Un­­ge­säuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und fragten: "Wo willst du, dass wir dir das Pas­sah­­­lamm zum Essen bereiten?“




    Aber das er beim Abendmahl Brot gegessen hat.
    Das war nach dem Passahlamm ...


    Ich glaube jedenfalls ein Tier zu töten, um zu essen, steht nicht im Einklang mit der Liebe Gottes.
    Vermutlich ist dieses Denken Kulturell bedingt. Tatsache ist jedoch, dass Gott Fleisch essen erlaubt hat. Und niemand muss deshalb vor Gott ein schlechtes Gewissen haben.

    Wenn jemand allerdings meint, der Heilige Geist verbiete ihm Fleisch zu essen, sollte er nach seinem Gewissen handeln. Dieses Gewissen darf aber niemanden anderen übergestülpt werden.

    Die ewige Seligkeit ist wohl nicht vom Enthalten des Fleischgenusses reiner Tieren abhängig. Und das ist ja eine der Fragen!

    ***
  • alisha schrieb:

    Ob Jesus Fleisch oder Fisch gegessen hat, ist, glaube ich, nie biblich belegt, ich kenne keine Stelle, wo es beschrieben steht. Aber das er beim Abendmahl Brot gegessen hat.
    Falls ich mich irre, bitte schreiben.
    Ich glaube jedenfalls ein Tier zu töten, um zu essen, steht nicht im Einklang mit der Liebe Gottes.
    Es ist zumindest auffällig, dass im Umkreis von Jesus mehrfach Fleisch und Fisch gegessen wurde, ohne dass irgendwie der Anschein erwähnt wird, dass Jesus das nicht gut fand.
    Besonders spannend finde ich die Begegnung des Auferstandenen am See Tiberias. Die Jünger waren auf Fischzug, und am Ufer wartete schon der Auferstandene auf sie. Was hat er gemacht: "Als sie nun ans Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische darauf und Brot." (Joh 21,9).
    Jesus hat seine Jünger mit gegrillten Fischen und Brot als Zeichen seiner Liebe begrüßt. Ich glaube kaum, dass die Fische vorher von selbst gestorben sind - dann wären sie nicht für den Verzehr geeignet.
    Das Essen von Fischen, die vorher zwangsläufig getötet wurden, steht hier also nicht nur im Einklang mit der Liebe Gottes, die der Auferstandene zeigt - sondern noch mehr: die Liebe Gottes zeigt sich gerade darin, den Jüngern eine fleischliche Mahlzeit zuzubereiteten.
  • Also, ich hatte nur meine Gedanken dazu geäußert, mehr nicht.

    Mir ist nur aufgefallen, das nie in der Bibel steht, das Jesus Fleisch oder Fisch aß, er hat das Passahlamm zubereiten lassen, aber ob er es aß? Er hat die Fische zubereitet, aber ob er sie aß?

    Aber irgendwie bringt es nichts, darüber zu diskutieren, sondern eher die eigene Sichtweise darzulegen.
  • alisha schrieb:

    Er hat die Fische zubereitet, aber ob er sie aß?
    Mir ging es noch um etwas anderes, nämlich um deine Vermutung, dass das Töten von Tieren nicht im Einklang mit der Liebe Gottes steht. Und dann müsste man Jesus den Vorwurf machen, dass er nicht der Liebe Gottes gemäß handelt. Denn Jesus hat den Jüngern konkrete Anweisungen gegeben, wo sie am besten Fische fangen/töten (Joh 21,6) und hat ihnen selbst Fische zubereitet (Joh 21,9.10). Das Fangen, Töten und Verzehren der Fische erfolgt hier auf unmittelbare Anweisung des Gottessohnes. In Joh 21,15 heißt es, dass "sie" davon gegessen haben. Im gleichen Satz sind die Subjekte, um die es geht, Jesus und Petrus.
  • Nachtperle schrieb:

    Gott hat laut Bibel Fleisch essen nicht nur vielleicht erlaubt, sondern ganz bestimmt! Gott hat uns gezielt mitgeteilt, wessen Fleisch essen er "nicht gut findet".
    Es mag ja sein, dass er das erlaubt hat laut Bibel, aber, hat er auch erlaubt, dass wir Fleisch essen sollen, dass z.B. Antibiotika enthält? Oder, dass wir Eier essen sollen, die Dioxin enthalten? Oder Fisch essen, der Quecksilber enthält? Und jetzt komm mir bitte nicht mit der Ausrede an, dass man gar nichts mehr essen darf, wenn man es so sieht. Gott hat gesagt, dass man nicht töten soll. Und dies beinhaltet auch, dass man sich selbst nicht (bewußt) töten soll!!! Wenn ich jedoch weiß, dass die Möglichkeit besteht, dass Fleisch Antibiotika, Eier Dioxin und Fisch Quecksilber enthält und dennoch meine es essen zu müßen, verstoße ich ganz bewußt gegen dieses Gebot und versündige mich damit gegen Gott!!!

    Nachtperle schrieb:

    Jesus hat vor dem Abendmahl mit seinen Jüngern das jährliche Passah gefeiert. In Matthäus 26, 17 kannst du lesen: Aber am ersten Tage der Un­­ge­säuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und fragten: "Wo willst du, dass wir dir das Pas­sah­­­lamm zum Essen bereiten?“
    Meine liebe Nachtperle, auch dazu, hatte ich schon einmal in einem anderen Thread etwas geschrieben. Trotzdem wiederhole ich es gerne noch mal für dich: Im griechischen steht nichts von Passahlamm. Dort steht einfach nur Passah. Aber der liebe Dr. Martin Luther meinte halt (aus was für Gründen auch immer) das Wort mit Passahlamm übersetzen zu müßen.


    LG dir.


    Aaron
  • @alisha

    Mir ist nur aufgefallen, das nie in der Bibel steht, das Jesus Fleisch oder Fisch aß, er hat das Passahlamm zubereiten lassen, aber ob er es aß? Er hat die Fische zubereitet, aber ob er sie aß?
    Kann der Mensch gewissenhaft anderen etwas anbieten, was er für schlecht hält? Wenn Jesus das Fleischessen für schlecht gehalten hat, warum hat er sich dann nicht dagegen geäußert? Stattdessen hat er es sogar zubereitet (wenn die Bibelübersetzung stimmt).


    @Nachtperle

    Tatsache ist jedoch, dass Gott Fleisch essen erlaubt hat. Und niemand muss deshalb vor Gott ein schlechtes Gewissen haben.

    Wenn jemand allerdings meint, der Heilige Geist verbiete ihm Fleisch zu essen, sollte er nach seinem Gewissen handeln. Dieses Gewissen darf aber niemanden anderen übergestülpt werden.
    Hier wäre ich vorsichtig. Die Gesetze zu Sinai etc müssen nicht die einzigsten ("letzter Stand der Dinge") sein, die einzuhalten sind und für alle Ewigkeit ihre Gültigkeit behalten. Sondern Gott könnte - je nach Situation - neue Propheten mit einer neuen wichtigen Botschaft zu uns senden. Zum Beispiel die Botschaft betreffend die Ernährung in der letzten Zeit. Wenn wir glauben, dass E.White vom Heiligen Geist geleitet wurde, dann haben wir ihre Botschaft zu untersuchen und ernstzunehmen. Und ich rate deshalb, ihre Schriften zu studieren.

    Ich beschäftige mich zunehmend mit ihren Schriften, darunter mit dem Thema Ernährung. Die Frage der Fleischernährung muss nicht nur aus der Perspektive, ob Fleischesser erlöst werden, betrachten werden. Sondern die Frage ist auch:

    Will Gott, dass wir weniger oder überhaupt kein Fleisch essen?

    Hier einige Aussagen von E.White:

    Wer uneingeschränkt Fleischspeisen genießt, kann unmöglich einen ungetrübten Verstand und ein gutes Urteilsvermögen besitzen. {Sch1 177.2}
    Der Fleischgenuß erregt die Neigung zu größerer Aktivität und stärkt die niederen Leidenschaften. Sobald aber diese tierischen Triebe zunehmen, vermindern sich die geistigen und sittlichen Kräfte. {Sch1 178.1}
    Wird das Volk, das sich darauf vorbereitet, geheiligt, gereinigt und geläutert zu werden, um einmal an der Gemeinschaft heiliger Engel teilhaben zu können, fortfahren, Gottes Geschöpfe zu töten, sich von ihrem Fleisch zu ernähren und es sich wohlschmecken zu lassen? Nach dem, was der Herr mir gezeigt hat, werden sich diese Verhältnisse ändern. Das abgesonderte Gottesvolk wird sich in allen Dingen der Mäßigkeit befleißigen. Wer sich jedoch in der Regel von Fleisch ernährt, kann es nicht vermeiden, auch das Fleisch der Tiere zu genießen, die mehr oder weniger schwer verseucht sind. Das Mastverfahren, um die Tiere schlachtreif zu machen, läßt sie erkranken. Werden sie auch noch so gesundheitsgemäß gemästet, der Abtrieb erhitzt sie und läßt sie erkranken, ehe sie den Markt erreichen. Die Säfte und das Fleisch dieser kranken Tiere gelangen unmittelbar ins Blut und gehen in den Blutkreislauf des menschlichen Körpers über, ja bilden dessen Säfte und Fleisch. Auf diese Weise entstehen im Organismus Geschwüre. Wenn ein Mensch bereits ungesundes Blut hat, verschlimmert er es noch erheblich durch den Genuß des Fleisches dieser kranken Tiere. Die Empfänglichkeit für Krankheiten wird durch Fleischkost verzehnfacht, und die geistigen, sittlichen und körperlichen Kräfte lassen durch regelmäßigen Genuß von Fleischspeisen wesentlich nach; denn der Fleischgenuß stört den Organismus, trübt die Verstandestätigkeit und stumpft das sittliche Feingefühl ab. Liebe Geschwister, meidet alles Fleisch; das ist euch zuträglicher. {Sch1 178.2}
    Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
  • Hallo,
    Paulus hat im Bezug auf Götzenopferfleisch eine klare Aussage getroffen.Lest euch mal den Römerbrief Kapitel 14 durch.
    Wer ist unser Vorbild.Sollte das nicht Jesus sein? Veganertum ist meines Erachtens keine Sünde aber wer denkt als Veganer besser zu sein als der Fleischesser ist auf einem Irrweg. Wie schon erwähnt nahm Jesus am Passahmahl teil.Wenn er mit 33 Jahren starb waren es etliche Passahfeiern.Gott selber setzte diese Feier ein ( 2 Mose 12).Und dort musste Lammfleisch gegessen werden.Das Gebot Fleisch zu essen kam also von Gott selbst.
    Wenn nun jemand heilger als Gott sein will wird das nicht klappen.
  • alisha schrieb:

    Mir ist nur aufgefallen, das nie in der Bibel steht, das Jesus Fleisch oder Fisch aß, er hat das Passahlamm zubereiten lassen, aber ob er es aß? Er hat die Fische zubereitet, aber ob er sie aß?
    Das Passahlamm essen war eine Vorkehrung Gottes. Dazu musste das Tier erst getötet werden. Natürlich kann man jetzt sagen: Das war ja nur zum Zweck des Schattenbildes. Denn Jesus ist das Lamm, dass geschlachtet werden musste um die Menschen zu erlösen.

    Jesus sagte auch: Wer mein Fleisch nicht isst und mein Blut nicht trinkt, kann nicht ins Reich Gottes eingehen. OK, als Schattenbild für das (damals noch) Kommende. Was aber zeigt, das Fleisch (als Schattenbild) wurde gegessen.

    Was es nun für einen Sinn aus Gottes Sicht, aus der Sicht Tierliebe und überhaupt für einen Sinn haben sollte, Fleisch oder Fisch zuzubereiten und dann nicht zu verzehren, wäre die nächste Frage. Vor allem: Was hat das nun tote Tier davon, dass es eventuell aus Liebe zum Tier nicht gegessen wird? Was hat der hungernde Mensch davon, wenn ein bereits geschlachtetes Tier mit viel Aufwand zubereitet aber dann nicht gegessen wird? Was ist mit diesen Speisen geschehen, wenn sie nicht gegessen wurden? Weggeworfen?

    Jesus speiste 5000 Leute mit Fisch und Brot. Wurden die Fische denn nun gegessen? Wer hat veranlasst, dass es so viele Fische zum Essen gab?

    Ich denke, dass Problem liegt eher darin, dass sehr viele adventistische Vegetarier und Vegane in der Regel zu sehr, zu intensiv und zu krass um Rechtfertigung bemühen, warum sie kein Fleisch mehr essen. Das wäre noch gar nicht verkehrt, wenn sie dabei Jesus nicht aus dem Auge und aus erster Stelle verlieren. Sollen und dürfen sie. Aber die Bibel bitte dazu nicht missbrauchen und Gott und Jesus nichts unterstellen was so nicht ist. Es ist OK, kein Fleisch zu essen. Es ist genau so OK, Fleisch zu essen. Beides sollte keine Religion neben dem Glauben werden.

    Frage: Lebt ein Veganer, der sich zu seinem Zucchinischnitzel eine Tüte fette Pommes Frittes (Pommes sind nun mal fett) gönnt gesünder, wie der der sich ein Putenschnitzel mit Blattsalat gönnt?

    Ich muss gestehen, manchmal nervt mich fleischloser Esser dieser Kult um das fleischlos Essen. Warum wohl geht ein Fleischesser mit seinen Gewohnheiten nicht so "hausieren" wie ein neuerdings fleischloser Esser? Ich vermute, in unserer Gemeinde wissen nur wirklich sehr wenige, dass ich kein Fleisch esse. Das ist für mich einfach kein Thema, dass ich anderen ständig aufdrücken will. Ja, so wird es inzwischen von den Fleischessern verstanden. Vegetarisch und Vegan wird einem aufgedrückt. Und bevor es einen Aufschrei deswegen gibt: Überegt mal, welchen Stellenwert das Essen inzwischen bekommen hat. Die Aufmerksamkeit dreht sich immer mehr ums Essen. Essen ohne Fleisch und tierischen Produkten.


    Akzeptiert einfach, dass es Menschen gibt, die sich dem Fleisch entsagen und andere Menschen, die darauf nicht verzichten wollen. Solange sie dabei Gottes Massstab beachten, ist das zu respektieren. Der Fleischlosesser steht dem Reich Gottes nicht ferner oder näher, als der Fleischesser.

    Nicht wer Fleisch isst oder auch meidet HAT ewiges Leben.

    ***
  • Hier noch mal die Aussagen von E.White, warum die Fleischernährung erlaubt wurde:

    Die dem Menschen am Anfang bestimmte Diät schloß keine tierische Nahrung ein. Erst nach der Flut, als alles Grüne auf Erden vernichtet war, erhielt der Mensch Erlaubnis, Fleisch zu essen. {FA 316.1}
    Bei ihrer Niederlassung in Kanaan wurde den Israeliten tierische Nahrung erlaubt, aber unter sorgfältiger Einschränkung, wodurch die schlimmen Folgen verringert werden sollten... Nur solche Tiere durften als Nahrung benutzt werden, die in gutem Zustand waren. {FA 316.3}
    Die Israeliten erlitten großen Verlust, indem sie von dem Plan abwichen, den Gott für ihre Diät bestimmt hatte. Sie wollten Fleisch essen und ernteten die Folgen davon. Sie erreichten nicht Gottes Ideal des Charakters und erfüllten nicht seine Absicht. {FA 317.1}
    Die Frage bleibt bis heute: was ist das Ideal des Charakters, was wünscht Gott von gläubigen Menschen?

    Gott erlaubte die Fleischernährung:

    1) ..deshalb, damit die Menschen gesund bleiben konnten. Wo aber heute ausreichend pflanzliche Nahrung gegeben ist, um gesund zu sein, besteht wahrscheinlich keine Erlaubnis mehr, sich vom Fleisch zu ernähren.

    2) ..unter der Bedingung, dass das Fleisch guter Qualität war/ist. Heute haben wir das Fleisch meistens ganz schlechter Qualität. E.White nennt viele Krankheiten, die durch die Fleischernährung herbeigeführt werden.

    Dass Gott sich um unsere Gesundheit Sorgen macht, ist aus den Gesundheitsgesetzen, die Mose übermittelt hat, ersichtlich. Die Gesundheit als Motiv und damit verbundene Gesetze / Konsequenzen lassen sich auch auf andere Bereiche transformieren, zum Beispiel die Frage nach einer gesunden Ernährung heute.

    Soviel zu meinem Verständnis der Frage, soll kein Dogma sein.
    Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
  • Jacob der Suchende schrieb:

    Wenn jemand allerdings meint, der Heilige Geist verbiete ihm Fleisch zu essen, sollte er nach seinem Gewissen handeln. Dieses Gewissen darf aber niemanden anderen übergestülpt werden.
    Hier wäre ich vorsichtig. Die Gesetze zu Sinai etc müssen nicht die einzigsten ("letzter Stand der Dinge") sein, die einzuhalten sind und für alle Ewigkeit ihre Gültigkeit behalten. Sondern Gott könnte - je nach Situation - neue Propheten mit einer neuen wichtigen Botschaft zu uns senden. Zum Beispiel die Botschaft betreffend die Ernährung in der letzten Zeit. Wenn wir glauben, dass E.White vom Heiligen Geist geleitet wurde, dann haben wir ihre Botschaft zu untersuchen und ernstzunehmen. Und ich rate deshalb, ihre Schriften zu studieren.
    Fleisch essen ist auch kein Gesetz das am Sinai gegeben wurde. Fleisch essen wurde nach der Sintflut erlaubt. Mit allen Anordnungen, was das es über das Fleisch essen so gab. Auch reine und unreine Tiere kannten die Menschen schon vor der Gesetzgebung am Sinai.

    Ich nehme die Sache mit dem gesund Leben, den Leib als Tempel Gottes rein zu halten sehr ernst. Aber ich halte mich an die Bibel. Da werden uns Richtlinien gegeben, wie man mit Fleischgenuss umzugehen hat. Das interessiert mich auch als Nicht fleischessende Person. Aber ich sehe Ellen White nicht als höher als die Bibel an. White bleibt für mich NACH der Bibel. Und Ellen White irrte auch. Nehmen wir nur mal den Sabbat. Wenn ich mit E. Whites Aussagen nicht klar komme, nehme ich die Bibel her. Und die hat für mich Priorität.

    Wobei ich nochmals betonen will: Ich verurteile es nicht, wenn jemand tierische Produkte meidet. Soll er. Darf er. Aber eben nur für sich. Die Gefahr ist doch tatsächlich, dass Adventisten die Religion Vegan gründen. Und davor sollte man sich hüten. Mit machen Geschwistern kannst du problemlos Stunden über Vegetarisch und Gesund reden, aber nur sehr kurz über biblische Themen.

    Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. Bei manchen mag es das fleischlose Essen sein. Umgekehrt gibt es diesen Aufwand einfach nicht. Es wird selten - mir ist es noch nie passiert - Stunden über Fleischgenuss und seine Freuden darüber gesprochen.

    Adventisten sind im Begriff sich in zwei (weitere) Lager aufzuspalten. Vegangenuss und Fleischgenuss

    ***
  • Jacob der Suchende schrieb:

    Die Gesetze zu Sinai etc müssen nicht die einzigsten ("letzter Stand der Dinge") sein, die einzuhalten sind und für alle Ewigkeit ihre Gültigkeit behalten. Sondern Gott könnte - je nach Situation - neue Propheten mit einer neuen wichtigen Botschaft zu uns senden. Zum Beispiel die Botschaft betreffend die Ernährung in der letzten Zeit. Wenn wir glauben, dass E.White vom Heiligen Geist geleitet wurde, dann haben wir ihre Botschaft zu untersuchen und ernstzunehmen.
    Damit sind wir bei einer ganz grundsätzlichen Frage: Steht die Bibel über Ellen White oder Ellen White über der Bibel? Bewerten wir Ellen White anhand der Bibel, oder bewerten wir die Bibel anhand von Ellen White? Wenn du (indirekt) sagst, dass Ellen White Aussagen der Bibel aufheben und neue Glaubensregeln aufstellen kann, dann trifft das mich als reformatorischen Christ ins Mark. Denn das rüttelt an allem. Enthält die Bibel den letzten Stand der Dinge, enthält sie alles, was für den Glauben an Gott notwendig ist? Ist die Bibel die alleinige Grundlage des Glaubens (wie es im Glaubenspunkt 1 heißt)? Wie wichtig ist uns das sola scriptura-Prinzip, oder können in Ausnahmefällen oder als Regelfall andere Schriften die Bibel ersetzen?

    Ich glaube, Ellen White selbst hat diese Gefahr gesehen. Als man anfing, Glaubensansichten mit ihrer Autorität zu begründen, hat sie geschrieben:
    "Legt Schwester White zur Seite; legt sie zur Seite. Zitiert bloß meine Worte nicht mehr, solange ihr lebt, bis ihr der Bibel gehorchen könnt… Hier ist das Wort, das kostbare Wort, heute vor euch verherrlicht. Und gebt bloß keinen Heller mehr auf das, was ‚Schwester White sagt – Schwester White sagt dies, und Schwester White sagt das, und Schwester White sagt jenes.'" (Briefe aus der Spalding-Magan-Sammlung, 167)

    Ellen White ging es um genau das Gegenteil: Nicht ihre Schriften anstelle oder gar gegen die Bibel, sondern ihre Schriften sollten zur Bibel hinführen. Ich halte es für einen gefährlichen Weg anzunehmen, Aussagen von Ellen White könnten an die Stelle der Bibel treten und biblische Wahrheit aufheben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BWgter ()

  • Jacob der Suchende schrieb:

    Zitat
    Die dem Menschen am Anfang bestimmte Diät schloß keine tierische Nahrung ein. Erst nach der Flut, als alles Grüne auf Erden vernichtet war, erhielt der Mensch Erlaubnis, Fleisch zu essen. {FA 316.1}

    Zitat
    Bei ihrer Niederlassung in Kanaan wurde den Israeliten tierische Nahrung erlaubt, aber unter sorgfältiger Einschränkung, wodurch die schlimmen Folgen verringert werden sollten... Nur solche Tiere durften als Nahrung benutzt werden, die in gutem Zustand waren. {FA 316.3}

    Zitat
    Die Israeliten erlitten großen Verlust, indem sie von dem Plan abwichen, den Gott für ihre Diät bestimmt hatte. Sie wollten Fleisch essen und ernteten die Folgen davon. Sie erreichten nicht Gottes Ideal des Charakters und erfüllten nicht seine Absicht. {FA 317.1}
    Die Frage bleibt bis heute: was ist das Ideal des Charakters, was wünscht Gott von gläubigen Menschen?
    Wenn das wirklich der alleinige Grund war, Fleisch zu erlauben, vermisse ich das Verbot Gottes, nachdem das Gras wieder gewachsen ist. Spätestens bei der Gesetzesgebung wäre ein Fleischverbot angebracht gewesen. Tatsache ist, dass Gott danach noch Fleisch essen geboten hat. Z. B. bei den Opferungen.



    Jacob der Suchende schrieb:

    1) ..deshalb, damit die Menschen gesund bleiben konnten. Wo aber heute ausreichend pflanzliche Nahrung gegeben ist, um gesund zu sein, besteht wahrscheinlich keine Erlaubnis mehr, sich vom Fleisch zu ernähren.
    Dann würde es aber von Gott auch ein Verbot geben. Nicht erst im 19. Jahrhundert.




    Jacob der Suchende schrieb:

    2) ..unter der Bedingung, dass das Fleisch guter Qualität war/ist. Heute haben wir das Fleisch meistens ganz schlechter Qualität. E.White nennt viele Krankheiten, die durch die Fleischernährung herbeigeführt werden.
    Von welchem Obst oder Gemüse kannst du das heute noch sagen? Beispiel: Ich war lange Zeit Rohköstler. Davon wurde mir dringend abgeraten, weil die gespritzen und manipulierten Gemüsen und Obst im Rohgenuss oft schädlicher geworden sind, als im gekochten Zustand. Soweit zum gesunden Obst und Gemüse.




    Jacob der Suchende schrieb:

    Dass Gott sich um unsere Gesundheit Sorgen macht, ist aus den Gesundheitsgesetzen, die Mose übermittelt hat, ersichtlich. Die Gesundheit als Motiv und damit verbundene Gesetze / Konsequenzen lassen sich auch auf andere Bereiche transformieren, zum Beispiel die Frage nach einer gesunden Ernährung heute.
    Natürlich ist das möglich. Das betrifft nicht nur das Fleisch.



    Jacob der Suchende schrieb:

    Soviel zu meinem Verständnis der Frage, soll kein Dogma sein.
    Das ist auch OK. Nur sollte sich das nicht nur auf den Fleischgenuss beziehen. Es geht um die Einseitigkeit. Um die Religion Vegan Vegetarisch. Solange keine Religion daraus gemacht wird, ist es auch ok. Sobald aber eine Seligkeitsfrage oder Ähnliches daraus wird, wird es auch gefährlich für das Geistgesinntsein.

    ***
  • @Hans

    Paulus hat im Bezug auf Götzenopferfleisch eine klare Aussage getroffen.Lest euch mal den Römerbrief Kapitel 14 durch.
    Wer ist unser Vorbild.Sollte das nicht Jesus sein? Veganertum ist meines Erachtens keine Sünde aber wer denkt als Veganer besser zu sein als der Fleischesser ist auf einem Irrweg. Wie schon erwähnt nahm Jesus am Passahmahl teil.Wenn er mit 33 Jahren starb waren es etliche Passahfeiern.Gott selber setzte diese Feier ein ( 2 Mose 12).Und dort musste Lammfleisch gegessen werden.Das Gebot Fleisch zu essen kam also von Gott selbst.
    Wenn nun jemand heilger als Gott sein will wird das nicht klappen.
    Meiner Meinung nach bringst du einige Dinge durcheinander.

    1) Gott hat befohlen, vom Opferfleisch zu essen, weil das die Vorschattung auf die erlösende Tat Christi war. Das Gebot war also zu einem konkreten Zweck gegeben. Dieses Gebot hat heute keine Gültigkeit mehr.

    2) Der Zusammenhang zwischen "Fleisch essen" und "besser sein" ist falsch gestellt. Aus dem Verzicht auf das Fleisch folgt richtigerweise nicht, dass der Mensch besser wird. Aber umgekehrt, wer Gottes Willen sucht und erkennt, dass Gott die Fleischernährung nicht möchte, wird darauf verzichten. "Besser sein" im Herzen kommt also zuerst, danach die entsprechenden Folgen.

    3) Das Festhalten am Römer 14 ist in diesem Fall nicht richtig. Eine solche Einstellung macht unmöglich, eine neue Botschaft von Gott, die später gegeben werden soll, zu empfangen. In Rö 14 geht es nicht um die Frage, ob das Fleisch zu allen Zeiten der Menschengeschichte gegessen werden darf.

    Nach meinem Verständnis ist die Erlaubnis der Fleischernährung an solchen Bedingungen geknüpft wie Qualtät des Fleisches und Ersatzmöglichkeiten. Fleischqualität war zur Zeit Jesu gut, Ersatzmöglichkeiten waren sehr gering. Heute in Europa ist genau umgekehrt der Fall.
    Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)