Der 18. Glaubenspunkt

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    • Baptist schrieb:

      HeimoW schrieb:

      Es ist wohl die enggeführte Anwendung diese Auslegung, auf eine einzige seit 100 Jahren tote Person und auf 100% dessen was sie irgendwanneinmal von sich gegeben hat,


      Das kannst du jetzt auch für die Propheten im AT anwenden, aber du tust es nicht, nicht wahr?!

      Baptist, es wäre fein von Dir, wenn Du nachdenken würdest, bevor Du dich zu meiner Aussage äußerst: Es ging darum, was die Erfüllung des Textes aus Joel bzw. der Offenbarung sein kann und das sind wohl kaum die Propheten des AT. Unsachliche Verteidigung von EGW patzt diese nur an! Oder den, der unsachlich argumentiert... :(
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      Liebe Grüße, Heimo
    • Johannes schrieb:

      Neues Licht? Gerne!

      Solange wir uns darüber einig sind, dass "neues Licht" so definiert werden muss:

      In jedem Zeitalter gibt es eine neue Entwicklung der Wahrheit, eine besondere Botschaft für das jeweilige Geschlecht. Die alten Wahrheiten sind alle wichtig und bedeutungsvoll, auch sind die neuen nicht unabhängig von den alten, sondern vielmehr eine Entfaltung derselben. Nur wenn die alten Wahrheiten verstanden werden, können wir neue fassen und begreifen. Als Christus seinen Jüngern die Wahrheit betreffs seiner Auferstehung eröffnen wollte, fing er an „von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren.“ Lukas 24,27. Das Licht aber, das beim Entfalten der neuen Wahrheit leuchtet, verherrlicht die alte Wahrheit. Wer die neue Wahrheit verwirft oder vernachlässigt, besitzt in Wirklichkeit auch nicht die alte. Sie verliert für ihn ihre lebengebende Kraft und wird zur leblosen Form. {CGl 125.3}
      Nicht, dass wir am Ende Licht mit Finsternis verwechseln!



      Nein, sind wir nicht!

      Schatzkammer Bd.2, S 281f. schrieb:

      Wenn Gottes Kinder in der Gnade wachsen, werden sie auch beständig ein klareres Verständnis seines Wortes gewinnen. In seinen heiligen Wahrheiten werden sie neue Erkenntnis und Schönheit finden. So war es zu allen Zeiten in der Geschichte der Gemeinde und so wird es bis ans Ende bleiben. Doch wo das geistliche Leben abnimmt, herrscht stets die Neigung, im Suchen nach Erkenntnis der Wahrheit nachzulassen. Männer geben sich mit der Erkenntnis zufrieden, die sie bereits aus dem Wort Gottes empfangen haben, und raten anderen davon ab, tiefer in der Bibel nachzuforschen. Sie werden konservativ und vermeiden möglichst weitere Diskussionen. ...“


      Das Dogma, dass ein Glaubenspunkt NIE revidiert werden muss, sondern höchsten falls neu, vertiefend interpretiert, macht schon der RKK genug Probleme, wir müssen der Katholischen Kirche hier nicht nacheifern. Wenn unsere Pioniere das gemacht hätten, dann gäbe es uns gar nicht und wenn EGW das gemacht hätte, hätte es unter anderem keine Botschaft von Errettung aus dem Glauben gegeben. Deine These kann daher nur entschieden als biblisch nicht begründet und unadventistisch zurückgewiesen werden!
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      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Wenn unsere Pioniere das gemacht hätten, dann gäbe es uns gar nicht und wenn EGW das gemacht hätte, hätte es unter anderem keine Botschaft von Errettung aus dem Glauben gegeben.


      ja diesen Glaubenspunkt aktzeptiere ich als "feststehend z.B., nicht zweifelnd und absolut ohne Chance auf Veränderung"
      Die Erlösung aus Glauben ist nichts über das ich "mich zweifelnd zurückziehe"

      Heilsgewissheit ist auch ein gutes Stück Gewissheit in den Kernelementen des Glaubens, ich ziehe das nicht in Zweifel und lege es (fürmich) auch in keiner Weise der "Überarbeitung für neue Wege" aus. Es gibt persönliche "Dogmen" die fest ins Herz zementiert sind und das ist auch nicht schlecht, solange Christus fest in mir ist kann ich auch Gewissheit haben. Und ja hier gilt für mich keine Revidierung sondern nur ein noch tieferes Verständnis.
      Wenn ich alles offen lasse und immer Zweifel dann steh ich nicht im Worte Gottes.

      Auch wenn sich das für Manchen nun ultra konservativ anhören mag.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • HeimoW,

      das Ellen White Zitat, das ich gebracht habe, widerspricht in keinster Weise dem EGW Zitat, das du gebracht hast. Insofern gehe ich davon aus, dass du entweder nicht richtig gelesen oder falsch verstanden hast.

      Im Gegensatz zur RKK basieren unsere Glaubenspunkte nicht auf menschlichen Traditionen und Philosophien, sondern auf dem Wort Gottes, dein Vergleich ist somit unangebracht.

      Es geht doch darum, dass man neue Wahrheiten erst dann erkennen kann, wenn man die alten Wahrheiten als Licht und Wegweiser für das Forschen nach neuer Erkenntnis nimmt. Reisse ich dagegen die Fundamente und Säulen des Glaubens ein, dann irre ich bei meiner Suche nach Wahrheit in der Finsternis umher.

      Als Beispiel können wir die Heiligtumslehre nehmen, die eine Säule des adventistischen Glaubens ist. Das Wiederentdecken des himmlischen Heiligtums hat den STA ein viel besseres und tiefergehendes Verständnis des Erlösungsplanes und der ganzen Bibel eröffnet.
      Erst wenn ich die Bedeutung des Heiligtums und des Hohenpriesterdienstes Jesu verstanden habe kann ich bei beim Graben im Wort Gottes noch mehr Schätze heben. Reisse ich solche Grundsäulen dagegen ein, dann stehe ich vor einem Schutthaufen und verlasse den Weg, der mich zur Wahrheit führt.

      Und genau das ist das Problem vieler Adventisten. Man glaubt nichtmehr an die Grundwahrheiten, faselt aber etwas von "neuem Licht", das kann nur schiefgehen. Nehmen wir als Beispiel für dieses Dilemma die Auslegung der Posaunen. Dazu gibt es heute im Adventismus mindestens 20 verschiedene Auslegungen und reichlich Verwirrung. Wäre man bei der Auslegung der Pioniere geblieben, welche auf den prophetischen Wandkarten von 1843 und 1850 festgehalten wurde, dann würde man auch verstehen, was das 3. Wehe unter 7. Posaune ist, nämlich der radikale Islam. Hier haben wir also auf der einen Seite, wo man alte Wahrheiten begraben hat, Verwirrung und geistliche Finsternis, während wir auf der anderen Seite, wo man sich den Weg hat weisen lassen von alten Wahrheiten, tatsächlich neues Licht haben, das für unsere Zeit ganz entscheidend ist (siehe 9/11 und die derzeitigen Entwicklungen im Nahen Osten).
    • @Heimo und Johannes

      Heimo, du zitierst E.White:

      Wenn Gottes Kinder in der Gnade wachsen, werden sie auch beständig ein klareres Verständnis seines Wortes gewinnen. In seinen heiligen Wahrheiten werden sie neue Erkenntnis und Schönheit finden. So war es zu allen Zeiten in der Geschichte der Gemeinde und so wird es bis ans Ende bleiben. Doch wo das geistliche Leben abnimmt, herrscht stets die Neigung, im Suchen nach Erkenntnis der Wahrheit nachzulassen. Männer geben sich mit der Erkenntnis zufrieden, die sie bereits aus dem Wort Gottes empfangen haben, und raten anderen davon ab, tiefer in der Bibel nachzuforschen. Sie werden konservativ und vermeiden möglichst weitere Diskussionen. ...“
      Hier sagt Ellen White keineswegs, dass wir die Wahrheiten (wenn sie wirklich Wahrheit sind) verwerfen können. Sie spricht lediglich von Vertiefung der Wahrheiten. Eine Vertiefung ist keine Verwerfung. Eine Vertiefung fördert weiteres Forschen auf Grundlage der Wahrheit. Z.B. ist die Gnade durch Jesus Christus eine Wahrheit, und diese können wir vertiefen, niemals verwerfen!

      Was Ellen White schreibt, ist eigentlich banal: die Wahrheiten kann man nicht über board werfen. Denn sie sind Wahrheiten.

      Es stellt sich aber andere wichtige Frage: wie erkennen wir, welche Erkenntnisse der letzten 150 Jahre wirklich die Wahrheit sind?

      Eine Bemerkung für die "Konservativen": nicht alles, was E.White schrieb, muss Wahrheit sein. Nicht alles, was Pioniere glaubten, muss Wahrheit sein.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Es gibt bestimmte Fundamente und Säulen, die das Glaubensgebäude des Adventismus tragen. Wenn man genau untersucht, was diese sind und konsequent auf dieser Grundlage forscht, dann kann man eigentlich recht einfach sehen, welche Lehren, die sich im Laufe der Zeit ihren Weg in den Adventismus gebahnt haben, sich harmonisch und stützend in dieses Gebäude einfügen und welche das Gebäude stattdessen zum Wanken bringen.

      Ein guter Ausgangspunkt dafür ist die Geschichte der Millerbewegung und die frühe, sich daran anknüpfende STA-Geschichte. Man darf die Bedeutung dieser heiligen Geschichte niemals unterschätzen. In ihrer ersten Vision sah Ellen White, dass diejenigen Adventisten, die das Licht des Mitternachtsrufes (Sommer 1844, kurz vor der erwarteten Wiederkunft Jesu) bei ihrer Reise zum himmlischen Jerusalem außer Acht ließen, straucheln und fallen würden. Eine wichtige Rolle spielen die Karten von 1844 und 1850. Ellen White schreibt, dass Gott in der Veröffentlichung dieser Karten war und dass Er ihr gezeigt hat, dass nichts auf ihnen verändert werden soll und dass es sich bei diesen Karten um die Erfüllung von Habakuk 2,1-4 handelt. Ich kann an dieser Stelle nur nochmal auf Future is Now (future-is-now.net/) hiweisen, das sind Gläubige, die sich genau diese Arbeit machen und gemacht haben, zu prüfen, "welche Erkenntnisse der letzten 150 Jahre wirklich die Wahrheit sind" und welche nicht.
    • Johannes schrieb:

      Es gibt bestimmte Fundamente und Säulen, die das Glaubensgebäude des Adventismus tragen. Wenn man genau untersucht,


      Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Die einen kommen zu dem Ergebniss (Schulze) die Advengemeinde ist vom Kurs abgefallen, die anderen Forschen und dem wiedersprechen..

      Genau das will Satan, um uns vom wesentlichen abzuhalten.
      Ich habe nicht viele EGW Bücher gelesen, aber das Buch "Das Leben Jesu" hat meine liebe zu ihm geöffnet.

      Die Bibel ist für mich das Maß aller Dinge.
      Auch wenn ich nicht alles verstehe maße ich es mir nicht an mit Gewallt verstehen zu wollen,sondern vertraue auf die Kraft seines Trösers.

      Ich weiß das ich in der Adventgemeinde die richtige Grundlage habe und der Geist wirkt.

      Bisher ist es mir auch gelungen, die Ankläger der Brüder und die falschen Propheten zu erkennen.
      Dafür meine Schwestern und Brüder zu Trösten und Kurs zu halten...
    • Jacob der Suchende schrieb:

      @Heimo und Johannes

      Heimo, du zitierst E.White:

      Wenn Gottes Kinder in der Gnade wachsen, werden sie auch beständig ein klareres Verständnis seines Wortes gewinnen. In seinen heiligen Wahrheiten werden sie neue Erkenntnis und Schönheit finden. So war es zu allen Zeiten in der Geschichte der Gemeinde und so wird es bis ans Ende bleiben. Doch wo das geistliche Leben abnimmt, herrscht stets die Neigung, im Suchen nach Erkenntnis der Wahrheit nachzulassen. Männer geben sich mit der Erkenntnis zufrieden, die sie bereits aus dem Wort Gottes empfangen haben, und raten anderen davon ab, tiefer in der Bibel nachzuforschen. Sie werden konservativ und vermeiden möglichst weitere Diskussionen. ...“
      Hier sagt Ellen White keineswegs, dass wir die Wahrheiten (wenn sie wirklich Wahrheit sind) verwerfen können. Sie spricht lediglich von Vertiefung der Wahrheiten.

      Sie spricht auch von "neuen Wahrheiten"! Nicht nur von "vertiefen"! Und davon, dass man sich mit der Erkenntnis, die man hat, nicht zufrieden geben sollte.
      Wie gesagt, wenn ihre Haltung so gewesen wäre, wie die unserer Säulenbewahrer, dann gäbe es uns nicht (oder ganz anders).
      Ich finde es wirklich kurios, dass die die am lautestem Babylon schreien, sich im Prinzip genauso benehmen, wie die, die sie als Babylon zu identifizieren meinen....
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      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()