Gottes Umgang mit menschlichen Leiden

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    • Gottes Umgang mit menschlichen Leiden

      Ich habe mir gestern gedanken gemacht, darüber , warum Gott es zulässt das ein Kind sexuell missbraucht wird. Vielleicht deswegen, um den Missbraucher die Gelegenheit zu geben, umzudenken, den Weg mit Gott zu gehen. Der Verbrecher am Kreuz bat Jesus in der Stunde seines Todes um Vergebung und es ist im gewährt worden. Gott liebt alle Menschen und versucht sie zu retten. Er kann ins Herz schauen und sieht, wie es in dem Menschen aussieht. Jesus ist zu den Aussenseiter gegangen, um zu retten, Menschen die verzweifelt sind. Ich suche immer noch zu verstehen, warum Kinder leiden müssen. Was meint ihr zu meinem Gedankengang?
    • Hallo alisha

      alisha schrieb:

      Ich suche immer noch zu verstehen, warum Kinder leiden müssen. Was meint ihr zu meinem Gedankengang?
      Das Wort müssen (und, das ist jetzt nicht böse oder als persönlicher Angriff gegen dich gemeint), mag ich überhaupt nicht in Zusammenhang mit dem Wort leiden oder dem Wort sterben. Wir müßen zwar alle einmal sterben aber, wenn jemand umgebracht wurde oder wegen anderen Menschen gelitten hat, so denke ich nicht, dass dies sein muß. Denn, der oder diejenige, die umgebracht/ermordert wurde, mußte (noch) nicht sterben. Auch Kinder müßen nicht leiden. Gott hat uns ganz klare Anweisungen bzw. Gebote gegeben, wie wir uns unserem Nächsten/unserer Nächsten gegenüber zu verhalten haben. Gott läßt (angeblich) zwar viele Dinge zu, wie z.B. sexuellen Mißbrauch bei Kindern, aber das heißt noch lange nicht, dass dieses Kind diesen Mißbrauch erleiden mußte! Der Mensch, der ein Kind sexuell mißbraucht hat, ist es, der diesem Kind etwas angetan hat, was nicht sein mußte! Und, wer ist es denn, der angeblich geheilte Stratäter (seien es nun Mörder, Vergewaltiger oder Leute die Kinder mißbraucht haben)immer wieder als geheilt entläßt und dadurch wieder zuläßt, dass sie erneut eine Straftat begehen? Und wer ist es denn, der (vieleicht, u. ich sage das jetzt nicht um so eine Tat zu verharmlosen oder zu beschönigen)selbst den Täter mißbraucht hatte, als er noch ein Kind war und diesen dazu brachte selbst ein Täter zu werden, der genau das selbe, was ihm passierte auch mit anderen tut? Wer ist es, der zuläßt, dass Kinder hungern müßen, obwohl eigentlich genug Nahrung für alle vorhanden ist, die nur nicht gerecht verteilt ist? Ist das Gott? Nein, ist er nicht. Es ist der Mensch, der meistens von Gott nichts wissen möchte. Gott will nicht, dass irgendein Mensch leidet und hat noch nicht mal Gefallen am Tod von jemanden, der Kinder mißbraucht. Es ist, wie du auch richtig erwähnt hattest:
      um den Missbraucher die Gelegenheit zu geben, umzudenken, den Weg mit Gott zu gehen. Deshalb, möchte er nicht den Tod eines solchen Menschen. Gott selbst, sagt ja auch im Alten Testament:
      23 Ich, JHWH, frage euch: Meint ihr, ich hätte Freude daran, dass der Gottlose sterben muss? Nein, ich freue mich, wenn er von seinen falschen Wegen umkehrt und am Leben bleibt!

      Ich denke, dass dieser Satz auch einem Mißbraucher gilt. Ich denke allerdings nach wie vor nicht, dass es Gott ist, der so einen Mißbrauch einfach so zuläßt u.a. deshalb, wie deine Vermutung ist, um den Missbraucher die Gelegenheit zu geben umzudenken um den Weg mit Gott zu gehen. Gott hat zum Schutz der Kinder ihnen u.a. die Eltern gegeben aber auch Engel, davon bin ich überzeugt. Wenn jedoch ein Elternteil dies ausnutzt um Macht über sein Kind zu haben um es zu mißbrauchen, fällt in diesem Moment der Schutz durch diese Person weg, der eigentlich die Aufgabe anvertraut wurde das Kind zu schützen. Aber selbst dann, ist es meiner Meinung nach immer noch nicht Gott, der dann zuläßt, dass dieses Kind mißbraucht wird.

      LG dir.


      Aaron
    • RE: Hallo alisha

      Aaron schrieb:


      Und, wer ist es denn, der angeblich geheilte Stratäter (seien es nun Mörder, Vergewaltiger oder Leute die Kinder mißbraucht haben)immer wieder als geheilt entläßt und dadurch wieder zuläßt, dass sie erneut eine Straftat begehen? Und wer ist es denn, der (vieleicht, u. ich sage das jetzt nicht um so eine Tat zu verharmlosen oder zu beschönigen)selbst den Täter mißbraucht hatte, als er noch ein Kind war und diesen dazu brachte selbst ein Täter zu werden, der genau das selbe, was ihm passierte auch mit anderen tut? Wer ist es, der zuläßt, dass Kinder hungern müßen, obwohl eigentlich genug Nahrung für alle vorhanden ist, die nur nicht gerecht verteilt ist? Ist das Gott? Nein, ist er nicht. Es ist der Mensch, der meistens von Gott nichts wissen möchte. Gott will nicht, dass irgendein Mensch leidet und hat noch nicht mal Gefallen am Tod von jemanden, der Kinder mißbraucht. .




      Gott hat den Menschen nicht als gut programmierten Roboter auf die Erde geschickt, sondern hat uns Menschen als Wesen mit einer hohen Intelligenz und einem freien Willen geschaffen. Dieser freie Wille ist es, der den Menschen auch anfällig macht für Versuchungen verschiedenster Art. Beim sexuellen Mißbrauch ist es meist das Umfeld, das tatenlos zuschaut (der Täter wird ja meist als krank einzustufen sein und kann deshalb meist für die Tat nicht zur Verantwortung gezogen werden) bzw. sind es die viel zu laxen Gesetze, die einen Mißbrauch mit weniger Strafe bedrohen als einen Diebstahl von Eigentum. Bei den hungernden Kindern bzw. der ungerechten Verteilung aller Güter auf der Erde ist es eine von Menschen betriebene Wirtschaft, die auf scheinbar alleinseligmachenden Gewinn ausgerichtet ist.

      Bei uns in Österreich gab es vor einigen Jahren einen Mißbrauchsfall eines kleinen Buben, der bereits einmal im Spital behandelt wurde, und obwohl dort sogar Fotos gemacht wurden, haben weder die Ärzte noch die Sozialarbeiter genug Courage besessen, um eine weitere Tat durch entsprechendes Eingreifen zu verhindern. Diese Fotos, die dann in einem Magazin veröffentlicht wurden, haben mich längere Zeit bis in den Schlaf verfolgt. Das Kind hatte darauf einen Gesichtsausdruck, als wäre es Satan höchstpersönlich begegnet. Trotzdem ist die Mutter mit dem kleinen Sohn wieder zu seinem Peiniger gefahren und beim nächsten Mißbrauch ist das Kind dann gestorben.

      Würden wir alle ein Leben mit Gott führen, könnten viele Dinge auf der Erde vermieden werden. Mit der Bibel hat uns Gott alles mitgegeben, was für so ein Leben notwendig ist. Daher ist meiner Meinung nach der einzige Weg möglichst viele Menschen von einem Leben mit Gott zu überzeugen, aber auch im täglichen Leben die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass Schaden von anderen Menschen abgewendet werden kann. Es ist meist das Wegschauen der anderen, das zu Problemen führt.
    • Hi Aaron, aber wenn das Kind immer wieder betet und nichts passiert, aber jetzt als Erwachsener Gott sich immer wieder zeigt, indem Er Gebete beantwortet, stellt sich mir die Frage, warum nicht damals? Ist da etwas , was wir nicht verstehen, was größeres. Ich mein, wir kennen Gottes Wege nicht. Wie du schon sagtest , waren die heutigen Täter mal Opfer, will Gott im Gelegenheit geben, sein Leben nach Gott zu richten? Ich hoffe, du verstehst , welche Richtung ich gehe.
    • Man hört von Menschen, die nach einem Unfall oder ähnliche schicksale Gott gefunden haben. Der Mensch leidet anfangs in seiner Situation, aber er findet Gott. Ist das Gott gewollt? Ich gebe nicht Gott die Schuld am Unglück, aber wir wissen doch nicht, welche Wege er geht.
    • alisha schrieb:

      Man hört von Menschen, die nach einem Unfall oder ähnliche schicksale Gott gefunden haben. Der Mensch leidet anfangs in seiner Situation, aber er findet Gott. Ist das Gott gewollt? Ich gebe nicht Gott die Schuld am Unglück, aber wir wissen doch nicht, welche Wege er geht.
      Wir wissen aber manchmal (wenn auch in der Regel erst hinterher) welche Wege er geht in einem bestimmten Fall bzw. gegangen ist. Und wir wissen auch, dass Gott das böse zum Guten leitet. Siehe z.B. den Fall mit Josef und seinen Brüdern. Hier würde man schon meinen können, dass Gott mitschuld bzw. die Schuld daran hatte (oder zumindest die Verantwortung dafür trug), dass er nach Ägypten verschleppt wurde und auch wahrscheinlich schon mal leiden mußte. Gott beabsichtigte aber dadurch nicht, dass Josef unnötig leiden sollte. Das war nicht sein Wille. Nein, er beabsichtigte durch Josef das Volk der Israeliten vor dem Hungertod bzw. überhaupt vor dem Tod zu retten. Um mit Josef Worten zu sprechen:
      1Mo 50,20 Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen, um es so hinauszuführen, wie es jetzt zutage liegt, um ein zahlreiches Volk am Leben zu erhalten. Von daher denke ich schon, dass manche Dinge von Gott gewollt sind. Aber, ich denke nicht, dass er damit etwas böses beabsichtigt.

      LG dir.


      Aaron
    • Genau das ist es was ich meine. Wie wissen nicht, wie weit das ganze sich entwickelt, wir wissen garnichts. Gott hat den Plan in der Hand. Niemand hätte wohl damals gedacht, das es ein gutes Ende nehmen würde mit Josef. Am wenigsten seine Brüder. Weißt du was ich meine?
    • Liebe alisha,

      alisha schrieb:

      Hi Aaron, aber wenn das Kind immer wieder betet und nichts passiert, aber jetzt als Erwachsener Gott sich immer wieder zeigt, indem Er Gebete beantwortet, stellt sich mir die Frage, warum nicht damals?
      Ich kann natürlich zu dem bestimmten Fall, der dich betrifft, nichts Konkretes sagen. Es ist so, dass Gott oft anders handelt, als wir es erwarten oder glauben, dass er so oder so handeln sollte.

      So wissen wir nicht, wenn jemanden - und besonders schlimm ist es natürlich, wenn es sich um ein Kind handelt - Böses widerfährt, wie es ausginge, wenn Gott nicht doch seinen für uns - in diesem Fall dir, dem Kind - unsichtbaren oder nicht bemerkbaren Schutz über diesen Menschen ausbreitet. Gott hat in deinem Fall eventuell noch Schlimmeres, Böseres verhindert. Wir wissen es nicht. Auf keinem Fall wird Gott ein Kind leiden lassen, um einem Perversen die Chance zur Umkehr zu geben. Die Möglichkeit zur Umkehr steht dem Täter so wie jedem Menschen bis zu seinem Tod offen. Aber Gott schickt ihm niemals ein Kind zum Quälen, damit der sich Bekehrt. Im Grunde weiß so ein Täter genau, dass er verkehrt handelt. Nicht umsonst verpflichten solche Peiniger die Kinder sogar unter Drohung zum Schweigen.

      Warum damals scheinbar nichts passiert ist, wirst du vielleicht nie erfahren. Durch die Erfahrung, die du heute mit Gott machst, wird dir vielleicht aber auch bewusst, dass dich Gott damals ja doch trotz deiner misslichen Lage nicht vergessen hat und besonders auf dich geschaut hat. Das sind jetzt natürlich nur Vermutungen von mir die ich weiter geben. Mir selbst wird nämlich immer öfter bewusst, dass mich Gott da, wo ich es am wenigsten vermutet oder auch gespürt habe, nicht allein gelassen hat.

      Ist da etwas , was wir nicht verstehen, was größeres.
      Ja liebe alisha. Ich für mich behaupte, das gibt es und das trifft oft - nicht immer - den Kern.

      Ich mein, wir kennen Gottes Wege nicht.
      So ist es! Wir verstehen oft nicht, wie Gott das oder jenes zulassen konnte. Wie er zusehen konnte. Wir kennen den Weg Gottes in dieser Sache eben nicht. Eines bin ich mir in der Zwischenzeit sicher geworden: Gott schaut niemals tatenlos zu, wenn ein unschuldiger Mensch leidet.



      Wie du schon sagtest , waren die heutigen Täter mal Opfer, will Gott im Gelegenheit geben, sein Leben nach Gott zu richten?
      Und wenn es so ist, dass jeder Täter mal Opfer war, dann scheint es doch um so unlogischer, warum Gott bei Kindern so etwas zulassen sollte. Denn ER selbst würde ja so für die Täter der nächsten Generation sorgen. Natürlich will Gott, dass auch solche Täter zu ihm finden und umkehren. Die Bibel zeigt uns ja, dass er nicht möchte, dass jemand verloren geht.
      Welchen Sinn sollte es für die Bekehrung haben, dass Gott den Täter unschuldige Menschen zum missbrauchen schickt? Inwiefern sollte/könnte das seine Bekehrung bewirken?

      Du schreibst:

      Man hört von Menschen, die nach einem Unfall oder ähnliche schicksale Gott gefunden haben. Der Mensch leidet anfangs in seiner Situation, aber er findet Gott. Ist das Gott gewollt? Ich gebe nicht Gott die Schuld am Unglück, aber wir wissen doch nicht, welche Wege er geht.
      Es gibt da ein Sprichwort das lautet: In der Not lernt der Mensch beten.


      Solchen Unfallopfern schickt Gott nicht den Unfall. Aber der Mensch bekommt durch dieses Unglück wobei es mitunter sogar ans Leben geht, einen anderen Blick für das Leben. Vieles, was bis dahin wichtig (ein Gott) war, verliert unter solchen Umständen an Wert, an Bedeutung. Man wird sich klar, dass alles vergänglich ist. So macht man sich dann auch Gedanken, was der Sinn des Lebens denn eigentlich ist. Alles was man sich erworben, erarbeitet hat, ist vergänglich. Solche und ähnliche Gedanken führen dann fast automatisch zu Gott. Der Mensch wird für die Belange Gottes offen, und so kann der Heilige Geist wirken. Der Verunfallte oder ins Unglück gestürzte findet zu Gott.


      Satan ist es schon bei den ersten Menschen gelungen, Gott in ein falsches Licht zu stellen, indem er den Menschen einredete, sie werden wie Gott. Und er vermittelte ihnen, dass Gott das wohl nicht will. "... sondern Gott weiß... verunsichert er die Menschen und sie glaubten. Satan hat seine Strategie nicht viel verändert. Es gelingt ihm Gott Schlecht zu machen. Alles, wofür Satan genau genommen verantwortlich ist, schiebt er Gott "in die Schuhe". Er vermittelt uns Menschen, Gott schickt uns das Böse.
      Wenn wir das Buch Hiob lesen, da unterstellt er, dass der Mensch Gott nur deshalb treu ist, weil Gott diesen Menschen besonders segnet und beschützt. Eine Herausforderung, die wir - nach meinem Verständnis - heute immer noch spüren.


      Gott lässt Leid zu. Auch bei Gottesfürchtigen Menschen. Aber er hat sich einen Tag festgesetzt, wo er diesem Treiben ein totales Ende bereitet. Auf diesen Tag warten wir. Und dieser Tag wird kommen. Bis dahin müssen wir auch mit den Widerwertigkeiten des Lebens fertig werden. Mit der Hilfe Gottes schaffen wir es. Und ich freue mich für dich, dass es auch dir mit der Hilfe Gotte gelungen ist, dich aus diesem "Gefängnis" zu befreien. Dass damit das Leid heute nicht ganz beendet ist, ist mir klar. Aber du wirst mit Gottes Hilfe immer mehr die Kraft zum überwinden bekommen! Das wünsche ich dir von ganzem Herzen.


      ***
    • Meine Erfahrung ist, das Gott möchte das ich erkenne und auch mir bewußt wird, das er mein Vater sein will, der für mich immer da, immer bei mir ist, der für mich sorgt, der mich trägt.

      Und wenn ich auf den Punkt komme wo mir mein Leben zeigt, auch durch Menschen, keiner mag mich, alle lehnen mich ab, nur einer ist da der dich liebt, der dich kennt, der dir Freund und Helfer sein will, dann haben wir die Gewissheit und Sicherheit, das wir auch nur in Gott geborgen sind, das er die Burg, der Fels ist.
      Und dies wiegt alles auf, was in der Vergangenheit war, Schmerz und Leid, das ewige suchen alles fällt ab, wenn man sich in Gott gefunden hat und Gott sein Kind wieder in die Arme nehmen kann. Alles was einen einmal wichtig war, wird unwichtig.

      Dazu habe ich lange gebraucht, ja fast mein ganzes Leben, aber Gott gibt nicht auf, er hat immer wieder durch Menschen, Situationen gesprochen, durch Leid, Unfall und Krankheit.
      Gottes Liebe endet nie.

      Oft, oft, ist es anders gekommen im Leben, wie ich mir es erwartet habe, gewünscht habe, aber hinterher war es immer der bessere Weg.
      Und wenn scheint das alle gegen dich sind, Gott ist immer für dich. Seine Liebe ist unendlich groß und weit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ingeli ()

    • Liebe Nachtperle, es liegt mir mehr als fern, zu behaupten, oder zu glauben, das gott den Täter zum OPFER schickt, niemals. Er lässt es zu.Versteh mich bitte nicht falsch, ich gebe Gott niemals die Schuld. Ein Kind ist absolut verzweifelt, hätte ich damals gewusst, das was ingeli beschreibt, Gott ist mein Fels, dann wäre es mir bestimmt besser gegangen.
    • Liebe Alisha,

      ich denke, dass es Dinge gibt die sich allen menschlichen Erklärungsversuchen entziehen. Unser Anspruch (der unseres Kuturkreises) für alles eine Erklärung zu finden, scheint mir unerfüllbar. Vielleicht wird uns Gott einmal in der Zukunft solche Fragen beantworten - falls sie dann für uns überhaupt noch relevant sind.

      Wenn es einem Menschen, nach solchen Erfahrungen, möglich ist das Vertrauen in Gott und Seine Liebe zu bewahren oder wiederzufinden, dann ist das ein Wunder und grosser Segen. Ich würde auf Erklärungsversuche gerne verzichten - im Glauben, dass es Gott dennoch Recht macht.

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • alisha schrieb:

      Liebe Nachtperle, es liegt mir mehr als fern, zu behaupten, oder zu glauben, das gott den Täter zum OPFER schickt, niemals. Er lässt es zu.Versteh mich bitte nicht falsch, ich gebe Gott niemals die Schuld. Ein Kind ist absolut verzweifelt, hätte ich damals gewusst, das was ingeli beschreibt, Gott ist mein Fels, dann wäre es mir bestimmt besser gegangen.
      Liebe Alisha,

      ich habe das auch so nicht angenommen. Und ich glaubte auch keine Sekunde, dass du Gott die Schuld gibst. Wenn es so bei dir angekommen ist, will ich mich bei dir entschuldigen. So war meine Antwort auf dich nicht gemeint. Man fragt sich und sucht nach eventuellen Antworten. Und das ohne Schuldzuweisung. Aber wie Heimo richtig sagt:
      "Es ist ein Unerfüllbares, in dieser Welt für alles eine Antwort zu bekommen". Und... "Ich würde auf Erklärungsversuche gerne verzichten - im Glauben, dass es Gott dennoch Recht macht".

      Ich kann das nur bestätigen. Im Laufe der Zeit habe ich durch die Erfahrungen mit Gott gelernt, dass es nicht auf alles eine Antwort braucht, weil ich mir inzwischen sicher bin, dass Gott es einfach nur richtig macht.

      Es ist schön, dass du den Glauben und das Vertrauen zu Gott wieder gefunden oder bewahrt hast. Dass du eine Beziehung zu Gott aufbauen kannst in der er für dich ein Fels, ein starker Turm ist, in den du Schutz findest, wie es der Psalmist ausdrückt: "Du bist mir eine Zuflucht geworden, ein starker Turm vor dem Feind. Ich möchte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Flügel. Und das ist schön!

      Liebe Grüße

      Die Nachtperle

      ***
    • Hi alisha. ;-)

      alisha schrieb:

      Hi Aaron, aber wenn das Kind immer wieder betet und nichts passiert, aber jetzt als Erwachsener Gott sich immer wieder zeigt, indem Er Gebete beantwortet, stellt sich mir die Frage, warum nicht damals?
      Weißt du, alisha, ich denke, dass auch, wenn nichts passierte, wie du meinst, dass Gott dennoch da war und gesehen hatte, was damals los war. Denk doch nur mal an die Geschichte mit Kain und Abel, als Gott zu Kain sagte:

      10 Er (Gott) aber sprach: Was hast du getan? Horch! Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von dem Erdboden!

      Von daher denke ich schon, dass Gott da war und auch das Gebet dieses Kindes bzw. seine Stimme gehört hatte, die zu ihm schrie. Ich denke auch, dass Gott nicht jedes Gebet erhört. Auch dafür kann es verschiedene Gründe geben. Wenn ich z.B. bete: Oh Herr, bitte bestrafe diese Person, für das was sie mir angetan hat (Ich denke aber nicht, dass das bei diesem Kind der Fall war, dass es so gebetet hat), so wird Gott dieses Gebet ganz bestimmt nicht erhöhren Hören tut er aber auf jeden Fall die Gebete, die wir zu ihm richten, da bin ich mir absolut sicher!!!

      alisha schrieb:

      Ist da etwas , was wir nicht verstehen, was größeres.
      Ja, das denke ich schon.

      alisha schrieb:

      Wie du schon sagtest , waren die heutigen Täter mal Opfer, will Gott im Gelegenheit geben, sein Leben nach Gott zu richten?
      Ja, das will er. Denn, Gott möchte, dass jeder (alle Menschen) zu ihm zurückkehren!

      alisha schrieb:

      Genau das ist es was ich meine. Wie wissen nicht, wie weit das ganze sich entwickelt, wir wissen garnichts. Gott hat den Plan in der Hand. Niemand hätte wohl damals gedacht, das es ein gutes Ende nehmen würde mit Josef. Am wenigsten seine Brüder. Weißt du was ich meine?
      Ja.
    • Ich kann natürlich zu dem bestimmten Fall, der dich betrifft, nichts Konkretes sagen. Es ist so, dass Gott oft anders handelt, als wir es erwarten oder glauben, dass er so oder so handeln sollte.

      So wissen wir nicht, wenn jemanden - und besonders schlimm ist es natürlich, wenn es sich um ein Kind handelt - Böses widerfährt, wie es ausginge, wenn Gott nicht doch seinen für uns - in diesem Fall dir, dem Kind - unsichtbaren oder nicht bemerkbaren Schutz über diesen Menschen ausbreitet. Gott hat in deinem Fall eventuell noch Schlimmeres, Böseres verhindert. Wir wissen es nicht.
      Nachtperle, ich lese das von Alisha nicht als etwas, was sie selbst betrifft, sondern was grundsätzlich erörtert und angesprochen werden sollte. Hier geht es nicht um Alisha, genauso wenig wie es immer um mich geht, wenn ich mal ein derartig heikles Thema anspreche, sondern um ein grundsätzliches Problem. Es wäre irgendwie wünschenswert und eigentlich hier bei solchen themen auch angebracht sich daran zu halten. Wenn Alisha sich gemeint hätte, hätte sie es auch geschrieben, so wie ich auch von mir spreche, wenn ICH ein Problem habe, und dann auch möchte, dass man über MEIN Problem öffentlich diskutiert.

      Es ist hier nicht Alisha, die dieses Problem hat, sie spricht dieses Thema grundsätzlich an. Dies sollte man auch so behandeln. Alisha spricht für alle Menschen, die in solch einer Situation sind, und davon gibt es leider viel zu viele. (Es ist in vielen Fällen auch therapeutisch wichtig, gerade für die betroffene Person, dass man hier nicht in der Ichform redet, sondern dass man eine solche tiefgehende Wunde auch aus einer dritten Person heraus erzählen und erläutern kann! Dies sollte man akzeptieren und annehmen!)

      Seeadler

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seeadler ()

    • Hallo seeadler, nachtperle hat genau verstanden , um wen es geht. Aber andererseits war es auch allgemein gehalten. Ich suchte mal wieder nach einer Erklärung, aber wie es aussieht, ist das einfach nicht möglich, mit unserem begrenzten Verstand. Aber is okay.
      Und danke für eure Meinung, so bin ich nicht in diesem Gedankengang stecken geblieben.

      Gottes Segen euch allen
    • hallo alisha,
      es mag und kann sein, dass sie dich verstanden hat, und wenn es dir nichts ausmacht, dass man die Antwort dann auch sofort auf dich persönlich bezieht, dann ist dies ok. Doch nicht jedem ist es recht - so meine persönliche Erfahrung - wenn er ein solch heikles sensibles Thema anspricht, dass dies dann ebenfalls auf die Person bezogen wird, die das Thema eröffnet. darum habe ich geschrieben, dass es davon abhängt, wie man einen thread eröffnet. Und ich habe gesehen, dass die anderen Antworten hier darauf Rücksicht genommen haben. denn derartige Erfahrungen haben ja andere leider auch - ich auch - aber mir ist es beispielsweise absolut nicht recht, wenn ich dann zum Fokus des Themas werde, und man dann nicht mehr grundsätzlich dieses Thema betrachtet und bewertet, sondern dies auch stets mit der Person in Verbindung setzt. Zumal meine Erfahrung darin eine eher negative ist. je mehr man von sich preis gibt, desto eher wird man dann auch angegriffen und wird angreifbar. Wenn du diese Erfahrung nicht gemacht hast, freut mich dies für dich.

      Gruß
      Seeadler
    • Alles klar, hab verstanden. Und mir ist das auch schon aufgefallen, das manche Themen derart abdriften. Aber wir haben ja Jonas und ich finde er macht seinen Job gut.

      (Edit by Jonas: Fühle mich geschmeichelt aber es gibt ja das ganze Team.. :) )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jonas ()

    • liebe Alisha, hallo Nachtperle,

      ich wußte nicht, und dies ging auch aus dem Anfangstext des threads nicht hervor, dass ihr euch beide schon so gut kennt, dass ihr hier so vertraulich darüber sprechen könnt. Darum habe ich mich schon etwas gewundert, zumal ich leider erkannt habe, dass es im Netz auch ganz anders kommen kann. Ich selbst habe leider auch Erfahrungen gemacht und weiß auch aus entsprechenden Gruppentherapien über einen langen Zeitraum, dass es sehr viele Menschen gibt, die diese Erfahrungen schmerzlich machen mussten. Nur die meisten Menschen verdrängen es und können auch nicht darüber reden, zumindest gerade nicht in der Ichform. Sie wählen dann stattdessen die neutrale "unpersönliche" "Man-Form" oder "Wir-Form" oder versuchen dies aus einer ganz anderen Warte heraus anzusprechen.
      Es ist nun mal ein Thema, wo die wenigsten in der Lage sind, offen darüber zu sprechen. ich selbst habe normaler weise kein Problem damit, es wird jedoch dann zu einem Problem, wenn man sich einmal geöffnet hat, und dann wird dies eventuell in einem Forum sogar gegen einem benutzt und dies bei Themen, die dann nicht einmal etwas damit zu tun haben.
      Darum, liebe Alisha, mein Einwand aufgrund dieser Erfahrung heraus.
      Wenn du da ganz andere Erfahrungen gemacht hast, finde ich das prima, denn es kann dir dann auch wirklich helfen, mit solchen Problemen im Alltag etwas leichter fertig zu werden. meistens geht es einem ja auch nur darum, dies einfach auch ansprechen zu können, sich dies von der Seele reden zu können. Auch das hilft schon, sofern es nicht anderweitig benutzt wird.

      ich finde es sehr gut, dass du hier so frei über das, was dich bewegt, schreiben kannst; und ich denke schon, dass dir hier so manche Antwort dann auch helfen kann - jedoch ersetzt dies natürlich niemals einen Psychologen oder ein ganz und gar intimes vertrauliches Gespräch, das muss einem dabei klar sein. Wenn ich ein Problem habe, kann ich also nicht erwarten, dass dies hier im Netz auch gelöst werden kann. Doch kann ich aus der Vielzahl der Antworten eventuell einen Imput bekommen, wie ich besser mit der vorliegenden Problematik umgehen könnte oder wie ich sie eventuell auch anders verstehen und sehen kann.

      Gruß
      Seeadler
    • Lieber Seeadler,

      ich danke dir, dass du dir in Zukunft nicht mehr MEINEN Kopf zerbrechen wirst. Besonders sage ich Danke, dass du uns Usern in Zukunft zutraust, dass wir uns selbst soweit besprechen können, um alle Unklarheiten zu beseitigen. Denn eigentlich ist das nicht deine Sache, mir zu sagen, ich hätte nicht nach deinem Geschmack geantwortet. Ich habe dir nämlich überhaupt nicht geantwortet. Und bei dem Gespräch hier ist es nicht relevant, wie DU denkst. Da geht es um andere Personen, die ein Problem aufgezeigt haben. Und wenn ich geirrt habe, so bin ich überzeugt, wird mir mein Gesprächspartner - nicht nur hier in diesem Thread - das sagen. Unerwünschte Fürsprache ist da nicht angebracht.
      Ich hoffe, dass ich dich vor der nächsten Antwort auf einen Beitrag nicht erst informieren muss, wie ich zu dem künftigen Gesprächspartner stehe. Ob ich ihn gut oder weniger gut kenne, damit du meine Antwort analysieren und bewerten kannst. Einfach stehen lassen und den Gesprächspartnern zutrauen, dass sie klare Linien schaffen. Es ist nicht immer wichtig, wie DU eine Sache siehst oder empfindest. Zumindest hier war deine Kritik nicht angebracht.

      Ich bedanke mich jetzt schon, dass du das in Zukunft lassen wirst.

      Um das Thema nicht ganz zu schreddern und wieder umzulenken, kannst du ja etwas zum Thema sagen, ohne dabei andere User zu maßregeln.

      Es geht auch gar nicht um die Lösung einer geschehenen Sache. Egal jetzt, ob allgemein gehalten oder auf persönlicher Ebene. Es geht hier um die Suche nach Antworten zu dieser Sache. Die Lösung wird Gott herbeiführen.

      Was können wir tun? Geschehenes können wir nicht gut machen. Aber wir können mit offenen Augen durch die Welt gehen und Probleme dieser und ähnlicher Art nicht durch Schweigen decken!

      ***
    • Ich glaube, daß die Frage nach den Gründen für Leid und Schmerz für uns auf der Erde nie umfassend geklärt sein wird. Insbesondere weil wir diese Frage naturgemäß aus einem eingeschränkten Blickwinkel betrachten (können).

      Bsp: in meinem bisherigen Leben war ich dem Tod bereits 3 Mal extrem nahe. Warum lässt Gott mich noch am Leben? Insbesondere ein Außenstehender wird dies NIEMALS verstehen! Ich habe für mich eine Antwort gefunden. Und die beste Hilfe für solche Fragen ist das Buch Hiob!

      Der beste Ansatz (wie ich finde), ist nicht die Frage nach der Rechtfertigung, warum Gott dies zulässt. Denn damit versucht man (oder ist zumindest geneigt) insgeheim / indirekt Gottes Anwalt zu spielen (siehe Geschichte Hiobs). Wenn man die Frage aus der Perspektive Hiobs betrachtet und sich fragt, welche Fragen Ihn gequält haben, und welche Antwort er erhalten hat, dann kann man eine gewisse Ruhe für sich finden.
      Ich diskutieren nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...