1.Johannes 1,9 - Wann vergibt Jesus unsere Sünden?

    • 1.Johannes 1,9 - Wann vergibt Jesus unsere Sünden?

      Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so
      ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns
      von aller Ungerechtigkeit.

      meine
      Gedanken dazu:

      a)bekennen heißt ja bereuen, das heißt, ich will das nicht mehr tun!
      b) vergeben bezieht sich auf die Schuld, sie wird mir vergeben
      c)reinigen heißt, die Sünde die ich tat nimmt Gott mir weg.

      Gott tut zweierlei an mir, er vergibt und nimmt die Sünde weg.

      Wenn sie weg ist von mir werde ich sie nicht mehr tun. Wenn ich sie dann wieder tu, ist die Sünde nicht weg und hab auch keine Vergebung. Wir empfangen entweder Beides, Vergebung und Reinigung oder keins von Beiden.

      Dann tat mir die Sünde vieleicht leid, weil ich die Folgen fürchte aber aufrichtig bereut habe ich sie nicht.

      liege ich richtig in meiner Auslegung?














      Gruss John

      defacto.la/


    • Eine wichtige Bibelstelle und allemal wert sie genauer zu betrachten!

      drJohn schrieb:

      Wenn sie weg ist von mir werde ich sie nicht mehr tun. Wenn ich sie dann wieder tu, ist die Sünde nicht weg und hab auch keine Vergebung. Wir empfangen entweder Beides, Vergebung und Reinigung oder keins von Beiden.

      Diese Einschätzung teile ich insofern nicht, als es trotzdem ich sie aufrichtig bereue und Gott mir vergibt, es passieren kann, dass die Sünde wieder passiert. So wie in diesem Text beschrieben:

      1 Joh 2/1 Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. 2/2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.

      Johannes macht hier keine Differenzierung bei der Formulierung "wenn jemand sündigt". Er sagt nicht "erneut sündigt" oder "erstmalig sündigt". Würde er sagen: "Wenn jemand erneut mit der gleichen Sache sündigt hat er keine Chance mehr". Dann wäre es klar. Aber so spricht Johannes in diesem Text allgemein von Sünden. Allen Sünden, wie ich meine. Solche die einmal passiert sind und die ich bereue, genauso wie solche, die mir ... immer wieder mal ... passieren.

      Das ist meine Meinung dazu.
    • 1 Joh 2/1 Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. 2/2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.


      Damit ihr nicht sündigt, heißt das es eine Anweisung ist nicht zu sündigen bzw. ist damit gemeint, das wir Jesus Christus den gerechten haben, dem wir alle Sünden bekennen, er sühnt bzw. er ist auch unser Erlöser und Befreier unserer Sünden, für jeden einzelnen und damit auch für die ganze Welt.


      Es ist aber nicht ausgeschloßen, das wir wieder in die gleiche Sünde fallen, wenn wir es nicht aufrichtig bereut haben, um Vergebung gebeten haben und auch Vergeben haben.
      Wenn wir das mit Christus aufrichtig getan haben, dann steht Christus an unserer Seite mit seiner Gerechtigkeit und wir sind frei von Sünde, weil er uns frei gemacht hat.
    • tricky schrieb:

      Eine wichtige Bibelstelle und allemal wert sie genauer zu betrachten!

      drJohn schrieb:

      Wenn sie weg ist von mir werde ich sie nicht mehr tun. Wenn ich sie dann wieder tu, ist die Sünde nicht weg und hab auch keine Vergebung. Wir empfangen entweder Beides, Vergebung und Reinigung oder keins von Beiden.

      Diese Einschätzung teile ich insofern nicht, als es trotzdem ich sie aufrichtig bereue und Gott mir vergibt, es passieren kann, dass die Sünde wieder passiert. So wie in diesem Text beschrieben:

      1 Joh 2/1 Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. 2/2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.

      Johannes macht hier keine Differenzierung bei der Formulierung "wenn jemand sündigt". Er sagt nicht "erneut sündigt" oder "erstmalig sündigt". Würde er sagen: "Wenn jemand erneut mit der gleichen Sache sündigt hat er keine Chance mehr". Dann wäre es klar. Aber so spricht Johannes in diesem Text allgemein von Sünden. Allen Sünden, wie ich meine. Solche die einmal passiert sind und die ich bereue, genauso wie solche, die mir ... immer wieder mal ... passieren.

      Das ist meine Meinung dazu.
      wie oft könnte man dann die Sünde wiederholen, deiner Meinung nach?
      Gruss John

      defacto.la/


    • drJohn schrieb:

      wie oft könnte man dann die Sünde wiederholen, deiner Meinung nach?

      So oft sie Gott vergibt. Schlußendlich prüft er das Herz, wie es mit der Reue ist.

      Gibt's biblische Beispiele? David? Abraham (Verleugnung seiner Frau...zumindest 2 x ist ihm das "passiert" - oder doch Absicht?)?

      Ich weiß nicht wie oft das ist, ich weiß aber, dass Jesus für alle Sünden gestorben ist, die aufrichtig bekannt und bereut werden.

      Jesus nennt eine Zahl, als die Jünger ihn fragen, wie oft man einander vergeben soll:

      Mt. 18/21 Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal? 18/22 Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir: Nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmal sieben.

      Ist das ein Vorbild dafür wie oft Gott uns vergibt?
    • Muß es bei einer Formolierung, eine Differenzierung geben, die Formalierung ist so gegeben, damit wir nicht sündigen, dies ist doch eindeutig.

      Warum ist Jesus für alle Sünden gestorben ?
      Wäre er nicht für alle Sünden gestorben, gäbe es keine Erlösung der Sünde, kein frei werden der Sünde, keine Vergebung, keine Reue....
      Jesus ist ja nicht für unsere Sünden gestorben, das wir weiter sündigen können und glauben, im Himmel steht dann Jesus als Fürsprecher, so einfach hat es uns Gott sicher nicht gemacht.

      @Tricky, du sagst schlußendlich prüft er das Herz, wie es mit der Reue ist, genau das meine ich und auch dr.John, ist es nicht aufrichtig bereut und vergeben, so können wir wieder in die Sünde fallen.

      Sünde 70x vergeben sollen oder müßen, ich meine im Vergeben ist bzw. meinte Jesus zugleich auch das nicht mehr tun.
      Wenn wir mit Jesus gehen, werden wir auch merken bzw. wird auch sichtbar das wir uns verändern und ein neuer Mensch werden.
      Bereuen, vergeben und um Vergebung bitten, gehört einfach zum Christenleben.
      Am Ende des Lebens, am Sterbebett, können Menschen nicht sterben, weil sie nicht vergeben und verzeihen können, bzw. auch gar nicht wollen.
      Wie oft sagt jemand, das verzeihe ich nie, leider ist den Menschen nicht bewußt was das heißt, nicht verzeihen können.

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    • Mt. 18/21 Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich
      meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal? 18/22
      Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir: Nicht bis siebenmal, sondern bis
      siebzigmal sieben.



      Ist das ein Vorbild dafür wie oft Gott uns vergibt?

      ***************************



      das war keine Anwort auf meine Frage, und einen Text mit einem anderen Text aushebeln, das ist keine Schriftauslegung. Ich denke Dein Vorbild ist sehr gewagt. Anscheind hat Gott einen Fehler begangen, er hat die Sünde dann doch nicht weggenommen.
      Gruss John

      defacto.la/


    • Meiner Meinung nach sollte man hier unterscheiden, ob absichtlich (= vorsätzlich) gesündigt wird oder ob es unabsichtlich geschehen ist. Diese Unterscheidung finden wir schon im alten Testament: Sühne- und Schuldopfer (Sinnbilder auf Jesu Kreuzestod) sühnten beispielsweise nur die Sünden, die unabsichtlich begangen wurden (3. Mose 4-5). Zu den unabsichtlichen Sünden gehörten auch solche, von denen man zum Zeitpunkt der Übertretung nichts wusste und sie im nachhinein erst erkannte. Auf Grundlage dieses Verständnisses versuche ich auch 1. Johannes 1,9 zu verstehen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich fortdauernde und vorsätzlich begangene Sünden nicht ehrlich bereue. Durch meine Bekehrung kann/muss/werde ich dies aber tun und Gott vergibt mir auch die Sünden, die ich früher vorsätzlich begangen habe. Habe ich Christus angenommen, dann sündige ich nicht mehr vorsätzlich, jedoch kann es zu unabsichtlichen Sünden sehr wohl kommen. Diese können möglicherweise "im Affekt" oder durch Unwissenheit (z.B. wenn man noch nicht alle 10 Gebote erkannt hat) geschehen. Sobald das Wissen und die Erkenntnis da ist, sollte als wiedergeborener Christ auch die Reue da sein und Buße (=Umkehr) die Folge sein. Hierbei sollte man auch beachten, dass der Weg vom "Kopf" zum "Herz" bei manchen länger ist als bei anderen. Wie soll man etwas "von Herzen" bereuen, wenn es nicht bis dorthin vorgedrungen ist? Soweit erstmal dazu, vielleicht später noch mehr...

      drJohn schrieb:

      das war keine Anwort auf meine Frage, und einen Text mit einem anderen Text aushebeln, das ist keine Schriftauslegung. Ich denke Dein Vorbild ist sehr gewagt. Anscheind hat Gott einen Fehler begangen, er hat die Sünde dann doch nicht weggenommen.

      Gewagt finde ich es nicht, es folgt nämlich das Gleichnis vom Schalksknecht, das dir sicher in seiner Auslegung bekannt ist?
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • drJohn schrieb:

      das war keine Anwort auf meine Frage, und einen Text mit einem anderen Text aushebeln, das ist keine Schriftauslegung. Ich denke Dein Vorbild ist sehr gewagt.

      Ich suche nur nach Antworten. Bei der Anzahl wie oft uns Gott vergibt ist mir als Möglichkeit nur diese Textstelle von Matthäus eingefallen. Es muss nicht stimmen, dass man das auf Gott umlegen kann.

      drJohn schrieb:

      Anscheind hat Gott einen Fehler begangen, er hat die Sünde dann doch nicht weggenommen.

      In welchem Text steht es so, dass Gott eine Sünde, die ein zweites (oder vielfaches) Mal geschieht, NICHT weggenommen hat?

      Gibt es eine Textstelle, wo Gott von sich sagt, dass ein erneutes Sündigen die Hinwegnahme der ersten Sünde aufhebt?
    • Bemo schrieb:

      Meiner Meinung nach sollte man hier unterscheiden, ob absichtlich (= vorsätzlich) gesündigt wird oder ob es unabsichtlich geschehen ist. Diese Unterscheidung finden wir schon im alten Testament: Sühne- und Schuldopfer (Sinnbilder auf Jesu Kreuzestod) sühnten beispielsweise nur die Sünden, die unabsichtlich begangen wurden (3. Mose 4-5). Zu den unabsichtlichen Sünden gehörten auch solche, von denen man zum Zeitpunkt der Übertretung nichts wusste und sie im nachhinein erst erkannte. Auf Grundlage dieses Verständnisses versuche ich auch 1. Johannes 1,9 zu verstehen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich fortdauernde und vorsätzlich begangene Sünden nicht ehrlich bereue. Durch meine Bekehrung kann/muss/werde ich dies aber tun und Gott vergibt mir auch die Sünden, die ich früher vorsätzlich begangen habe. Habe ich Christus angenommen, dann sündige ich nicht mehr vorsätzlich, jedoch kann es zu unabsichtlichen Sünden sehr wohl kommen. Diese können möglicherweise "im Affekt" oder durch Unwissenheit (z.B. wenn man noch nicht alle 10 Gebote erkannt hat) geschehen. Sobald das Wissen und die Erkenntnis da ist, sollte als wiedergeborener Christ auch die Reue da sein und Buße (=Umkehr) die Folge sein. Hierbei sollte man auch beachten, dass der Weg vom "Kopf" zum "Herz" bei manchen länger ist als bei anderen. Wie soll man etwas "von Herzen" bereuen, wenn es nicht bis dorthin vorgedrungen ist? Soweit erstmal dazu, vielleicht später noch mehr...

      drJohn schrieb:

      das war keine Anwort auf meine Frage, und einen Text mit einem anderen Text aushebeln, das ist keine Schriftauslegung. Ich denke Dein Vorbild ist sehr gewagt. Anscheind hat Gott einen Fehler begangen, er hat die Sünde dann doch nicht weggenommen.

      Gewagt finde ich es nicht, es folgt nämlich das Gleichnis vom Schalksknecht, das dir sicher in seiner Auslegung bekannt ist?
      wie Du sicher erkennen kannst, habe ich die Frage eingegrenzt, auf immer die selbe Sünde, da greifen die anderen Aussagen nicht.
      Gruss John

      defacto.la/


    • Dann tat mir die Sünde vieleicht leid, weil ich die Folgen fürchte aber aufrichtig bereut habe ich sie nicht.
      Dr, John. Was du hier "missachtest" ist die Sündhaftigkeit des Menschen auf Grund seiner ihm gegebenen Triebhaftigkeit. Die Triebhaftigkeit wiederum wird durch unsere Hormone angeregt und gelenkt und hat etwas damit zu tun, wir wir mit den Sinnen der Wahrnehmung umzugehen verstehen.
      Der Wille also etwas zu lassen und zu bereuen ist noch kein Garant dafür, dass du dann die Triebheftigkeit damit besiegt hast, die wiederum durch die Frucht der Wahrnehmung gespeist und neu entfacht wird. Viele Dinge, die wir als erwachsener tun, obwohl wir es nicht wollen, haben nachweislich ihren Ursprung bereits in der frühen Kindheit, teilweise sogar schon in der pränatalen Phase. Da ist es nicht so einfach damit getan, sie zu bereuen und einzusehen. Dies kann unter Umständen ein lebenslanger Kampf werden, den man jedoch allein ohnehin nicht schaffen kann.

      Wenn man dann auch noch eventuell mit den Gedanken konfrontiert wird, wie du es jetzt ausdrückst, dass man nicht wirklich und ernsthaft bereut hätte kann es passieren, dass man erst recht dann resigniert und das anfängliche Bemühen ins Gegenteil verkehrt. Es sind jeweils ganz kleine schritte, die man schaffen kann; und wer dies demjenigen, der sich darum bemüht, auch klar macht und ihm beisteht, auch wenn er versagt, der wird den Menschen doch noch helfen, zu überwinden......


      Seeadler
    • tricky schrieb:

      drJohn schrieb:

      das war keine Anwort auf meine Frage, und einen Text mit einem anderen Text aushebeln, das ist keine Schriftauslegung. Ich denke Dein Vorbild ist sehr gewagt.

      Ich suche nur nach Antworten. Bei der Anzahl wie oft uns Gott vergibt ist mir als Möglichkeit nur diese Textstelle von Matthäus eingefallen. Es muss nicht stimmen, dass man das auf Gott umlegen kann.

      drJohn schrieb:

      Anscheind hat Gott einen Fehler begangen, er hat die Sünde dann doch nicht weggenommen.

      In welchem Text steht es so, dass Gott eine Sünde, die ein zweites (oder vielfaches) Mal geschieht, NICHT weggenommen hat?

      Gibt es eine Textstelle, wo Gott von sich sagt, dass ein erneutes Sündigen die Hinwegnahme der ersten Sünde aufhebt?

      tricky schrieb:

      drJohn schrieb:

      das war keine Anwort auf meine Frage, und einen Text mit einem anderen Text aushebeln, das ist keine Schriftauslegung. Ich denke Dein Vorbild ist sehr gewagt.

      Ich suche nur nach Antworten. Bei der Anzahl wie oft uns Gott vergibt ist mir als Möglichkeit nur diese Textstelle von Matthäus eingefallen. Es muss nicht stimmen, dass man das auf Gott umlegen kann.

      drJohn schrieb:

      Anscheind hat Gott einen Fehler begangen, er hat die Sünde dann doch nicht weggenommen.

      In welchem Text steht es so, dass Gott eine Sünde, die ein zweites (oder vielfaches) Mal geschieht, NICHT weggenommen hat?

      Gibt es eine Textstelle, wo Gott von sich sagt, dass ein erneutes Sündigen die Hinwegnahme der ersten Sünde aufhebt?
      tricky wie wäre es mit, wenn die Sünde nicht mehr da ist, braucht man sie nicht mehr tun
      oder
      Röm.6,10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott.
      11 So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.

      man könnte auch sagen, denk daran, Gott hat dich gereinigt, sündige hinfort nicht mehr. Du könntest noch sündigen aber weil Du Gott liebst, kannst du nicht mehr die Sünde tun.
      Gruss John

      defacto.la/


    • Seeadler schrieb:

      Dann tat mir die Sünde vieleicht leid, weil ich die Folgen fürchte aber aufrichtig bereut habe ich sie nicht.
      Dr, John. Was du hier "missachtest" ist die Sündhaftigkeit des Menschen auf Grund seiner ihm gegebenen Triebhaftigkeit. Die Triebhaftigkeit wiederum wird durch unsere Hormone angeregt und gelenkt und hat etwas damit zu tun, wir wir mit den Sinnen der Wahrnehmung umzugehen verstehen.
      Der Wille also etwas zu lassen und zu bereuen ist noch kein Garant dafür, dass du dann die Triebheftigkeit damit besiegt hast, die wiederum durch die Frucht der Wahrnehmung gespeist und neu entfacht wird. Viele Dinge, die wir als erwachsener tun, obwohl wir es nicht wollen, haben nachweislich ihren Ursprung bereits in der frühen Kindheit, teilweise sogar schon in der pränatalen Phase. Da ist es nicht so einfach damit getan, sie zu bereuen und einzusehen. Dies kann unter Umständen ein lebenslanger Kampf werden, den man jedoch allein ohnehin nicht schaffen kann.

      Wenn man dann auch noch eventuell mit den Gedanken konfrontiert wird, wie du es jetzt ausdrückst, dass man nicht wirklich und ernsthaft bereut hätte kann es passieren, dass man erst recht dann resigniert und das anfängliche Bemühen ins Gegenteil verkehrt. Es sind jeweils ganz kleine schritte, die man schaffen kann; und wer dies demjenigen, der sich darum bemüht, auch klar macht und ihm beisteht, auch wenn er versagt, der wird den Menschen doch noch helfen, zu überwinden......


      Seeadler

      lieber Seeadler, es gibt 2 Menschenlinien.Einmal die Linie der Schlange, dass sind die, die in der Knechtschaft der Sünde leben

      dann die Linie der Frau, die der Sünde gestorben sind. Meine Frage ging vor allem an die, die der Sünde gestorben sind.
      Gruss John

      defacto.la/


    • Hallo Tricky,

      ich bin ganz deiner Meinung.

      um die Frage nach der (wie oft ?) maligenh Vergebung der gleichen Sünde etc, warnt die Schrift nur vor (Einer!) nämlich der gegen den hl. Geist, denn die wird nicht vergeben.
      , und----diese ist nicht "eine Sünde" sondern eine Entwicklung des sündigen Menschen, welcher nicht mehr auf die Stimme es hl. Geistes hören will!!-----

      wenn ich hier in den verschiedensten Threads lese, einerseits welche unsinnige ungeistliche -- ja weltliche --Fragen hier gestellt werden und andererseits mit einem "Sauerteig"! aus biblisch verkürzten und wissenschaftlich/menschlich logischen/weltlichen Antworten "brilliert" wird, wird mir schlecht.
      Y.
    • drJohn schrieb:

      wie Du sicher erkennen kannst, habe ich die Frage eingegrenzt, auf immer die selbe Sünde, da greifen die anderen Aussagen nicht.

      Ich war noch nicht ganz fertig mit meinen Gedankengang weil ich weg musste. Deshalb will ich jetzt versuchen, konkret auf deine Frage

      liege ich richtig in meiner Auslegung?
      eingehen. Deiner Auslegung:

      a)bekennen heißt ja bereuen, das heißt, ich will das nicht mehr tun!
      stimme ich zu. Es muss aber dabei beachtet werden, dass ich nur das ehrlich und von Herzen bereuen kann, was ich auch erkannt habe. Um diese Erkenntnis kann/muss ich Gott bitten. Sie schenkt dir Gott meist auch nur soviel, wie man sie ertragen kann. Ich denke, Gott geht hier mit jeden Sünder seinen individuellen Weg - und genau deshalb sollten wir behutsam sein im be- und verurteilen von Menschen, die vermeintlich noch nicht "soviel" Erkenntnis haben, wie man selbst.
      b) vergeben bezieht sich auf die Schuld, sie wird mir vergeben
      Ja, gekoppelt ist die Vergebung an das Bekenntnis bzw. die Reue. Im Kontext geht es um Gott - und nicht um einen Mitmenschen - der sie dir vergibt. Deshalb sollte die Sünde auch Gott bekannt werden.
      c)reinigen heißt, die Sünde die ich tat nimmt Gott mir weg.
      Du verstehst hier unter "reinigen" bzw. "wegnehmen", dass man diese Sünde kein zweites Mal tut. Und wenn doch, dann schlussfolgerst du mit deiner, sich auf dieser Annahme stützenden Logik, dass der jenige nicht ernsthaft bereut hat.
      Wie dir vielleicht schon aufgefallen ist, drückt Johannes hier seine inspirierten Gedanken "poetisch" aus:

      Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
      Treu und gerecht können hier als Synonyme verstanden werden, ebenso sollte dann auch hier Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit so verstanden werden. Ich glaube, Johannes beschreibt hier mit zwei unterschiedlich akzentuierten Begriffen die gleichen Eigenschaften bzw. den gleichen Vorgang. Wenn Gott uns also vergibt, dann heißt das, dass er uns gereinigt hat. Die Sünde ist aus den "Büchern" bei Gott gestrichen und lässt uns nicht mehr als Sünder vor ihm im Gericht dastehen. Der bereuende Sünder wird dadurch in Gottes Augen "rein".
      Gott tut zweierlei an mir, er vergibt und nimmt die Sünde weg.

      Wenn sie weg ist von mir werde ich sie nicht mehr tun.
      Das "wegnehmen" verstehst du als eine Art Automatismus, der dir die Fähigkeit nimmt, diese Sünde zu wiederholen. Ich denke, aus oben genannten Gründen, dass es sich nicht um "zweierlei" Taten handelt, die Gott an mir tut, sondern dass es um die eine gleiche Tat geht. Gott streicht die Sünde aus unserer "Akte", wenn wir sie ehrlich bekennen.
      Wenn ich sie dann wieder tu, ist die Sünde nicht weg und hab auch keine Vergebung. Wir empfangen entweder Beides, Vergebung und Reinigung oder keins von Beiden.
      Die Differenzierung "Vergebung von Sünde" und "Reinigung von Sünde" teile ich nicht. Das sind für mich in diesen Kontext Synoyme und beschreiben unser Ansehen vor Gott.

      Dann tat mir die Sünde vieleicht leid, weil ich die Folgen fürchte aber aufrichtig bereut habe ich sie nicht.
      Die Folgen deiner Logik hat Seeadler beschrieben. Ich kenne jemend, der genau deine Ansicht vertritt und damit regelmässig andere aufs unchristlichste verurteilt, weil sie noch dies und jenes tun, obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten. Leider ist dieser Mensch auch blind für sein eigenes Versagen, wie mir scheint. Ich habe jedenfalls kein gutes Gefühl, wenn man 1. Johannes 1,9 dazu benutzt, seine Geschwister daran zu "prüfen".

      Wenn ich dich noch zu deiner Motivation fragen darf: Stellst du diese Frage hier, weil du selber ein Problem mit einer eigenen Sünde hast, oder weil du ein Problem mit den Sünden deiner Geschwister hast?
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:



      Wenn ich dich noch zu deiner Motivation fragen darf: Stellst du diese Frage hier, weil du selber ein Problem mit einer eigenen Sünde hast, oder weil du ein Problem mit den Sünden deiner Geschwister hast?


      könntest Du dir vorstellen, dass es noch andere Motive gibt?

      zum Beispiel sich über schwierige Texaussagen mit anderen auszutauschen, oder nur mal zu erleben wie andere damit umgehen.

      hier mal ein Beispiel von einem Prediger in einem anderen Forum.

      Beachte den Kontext: Das griechische Wort für reinigen verwendet Joh. nur in dem Vers und in Vers 7. Sonst nicht. In Vers 7 wird klar, dass es um die verliehene Gerechtigkeit geht. Verliehene Gerechtigleit bedeutet soviel wie Ein Leben im Licht trotz Sünde dank des Evangeliums (aufgrund von Glaube). Ein ehrliches Bekenntnis wird nicht daran gemessen ob ich eine vergleichbare Sünde wieder tue oder nicht. Das geht aus der menschlichen Neigung zur Sünde hervor.
      Es geht auch weniger um die Sünde. Oder um das nicht mehr sündigen. Siehe Vers 8 und 10. Wir sind alle sowieso voll davon. Es geht darum im Licht zu wandeln und um so göttliche Gemeinschaft zu erleben. Es geht darum Leben zu haben und das Leben zu fördern.
      Man sündigt also und lebt trozdem im Licht. Das heißt, Man pflegt Demut durch die ständige Präsenz der eigenen Sünde und mehrt so die Geschicklichkeit im Umgang mit der Gnade Gottes durch welche man das Leben erfolgreich fördert (Spr. 22:4; 1. Pet. 5:5). wenn überhaupt, dann würde ich die ehrlichkeit des Sündenbekenntnisses an dem Volumen der Demut messen, welche der Mensch inne hat. Er wäre weit davon entfernt, davon auszugehen, dass ein sündloses leben durch heiligung für ihn irgendwann möglich wärhe. trozdem würde er gerade aufgrund seiner demut ein relativ erfolgreiches christenleben führen.
      Gruss John

      defacto.la/


    • Bemo schrieb:

      Das "wegnehmen" verstehst du als eine Art Automatismus, der dir die Fähigkeit nimmt, diese Sünde zu wiederholen. Ich denke, aus oben genannten Gründen, dass es sich nicht um "zweierlei" Taten handelt, die Gott an mir tut, sondern dass es um die eine gleiche Tat geht. Gott streicht die Sünde aus unserer "Akte", wenn wir sie ehrlich bekennen.




      nein verstehe ich nicht so, sondern als Befreiung aus einer Knechtschaft. siehe Römer 6
      Gruss John

      defacto.la/


    • Bemo schrieb:


      Die Folgen deiner Logik hat Seeadler beschrieben. Ich kenne jemend, der genau deine Ansicht vertritt und damit regelmässig andere aufs unchristlichste verurteilt, weil sie noch dies und jenes tun, obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten. Leider ist dieser Mensch auch blind für sein eigenes Versagen, wie mir scheint. Ich habe jedenfalls kein gutes Gefühl, wenn man 1. Johannes 1,9 dazu benutzt, seine Geschwister daran zu "prüfen".



      ich ziehe mir den Schuh nicht, aber mal ein Frage, wieso ist es eine Verurteilung einem anderen sein sündiges verhalten hinzuweisen? Ist es nicht gerade anders herum? Wenn ich ihn nicht warne, kann er verurteilt werden.
      Gruss John

      defacto.la/


    • Yokurt schrieb:

      Hallo Tricky,

      ich bin ganz deiner Meinung.

      um die Frage nach der (wie oft ?) maligenh Vergebung der gleichen Sünde etc, warnt die Schrift nur vor (Einer!) nämlich der gegen den hl. Geist, denn die wird nicht vergeben.
      , und----diese ist nicht "eine Sünde" sondern eine Entwicklung des sündigen Menschen, welcher nicht mehr auf die Stimme es hl. Geistes hören will!!-----

      wenn ich hier in den verschiedensten Threads lese, einerseits welche unsinnige ungeistliche -- ja weltliche --Fragen hier gestellt werden und andererseits mit einem "Sauerteig"! aus biblisch verkürzten und wissenschaftlich/menschlich logischen/weltlichen Antworten "brilliert" wird, wird mir schlecht.
      Y.



      Y ich möchte dich bitten genau zu lesen, ich habe nichts davon geschrieben, dass es keine Vergebung mehr gibt, für die, die wieder sündigen.

      Unterlass bitte solche bösen Unterstellungen und Vergleiche, zukünftig
      Gruss John

      defacto.la/


    • Hallo lieber drJohn,

      Y ich möchte dich bitten genau zu lesen, ich habe nichts davon geschrieben, dass es keine Vergebung mehr gibt, für die, die wieder sündigen.
      mein allgemeiner Hinweis bezog sich auf die einzige mir in der Schrift bekannte unvergebbare Sünde, als Hinweis zu eurem Thema---sonst gar nichts.

      Damit war zu deinen Aussagen doch von mir in keinster Weise thematisch irgend eine "böse Unterstellung oder Vergleich"" etc auch nur möglich ?( denke ich, oder? sorry, jedenfalls war eine solche von mir nicht beabsichtigt. Sie würde ja auch gar nicht "passen"
      l.g. Y.