Spätregen

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    • Spätregen

      Halllo zusammen,
      Wir hatten heute Abend unseren wöchentlichen Bibelkreis und sind bei der Frage des Spätregens hängengeblieben. Keiner von uns konnte genau sagen was damit gemeint ist, wie er aussehen wird und wo in der Bibel etwas darüber steht.
      alle Verse die wir gefunden haben beziehen sich auf die Landwirtschaft. Ich hoffe ihr könnt uns helfen :help:

      Lg
      Hardy
    • Der Heilige Geist drängt sich nicht auf, wenn die Menschen (noch) nicht aufgeschlossen sind ihn zu empfangen. Das wird uns im Sendschreiben an Laodizea gesagt.

      Offenbarung 3, 14-20

      Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder
      warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Du sprichst:Ich bin reich und habe genug und brauche nichts! und weißt nicht, daß du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß. Ich rate dir, daß du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest,und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. Welche ich liebhabe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.

      Gott fordert die letzte Gemeinde Laodizea dazu auf Gold zu kaufen das im Feuer geläutert ist um reich (an Glauben) zu werden, weiße Kleider zum anziehen (Sündenvergebung durch Jesus), und Augensalbe um zu sehen (den heiligen Geist wirken zu lassen).

      Erst wenn die letzte Gemeinde Buße getan und sich die weißen Kleider gekauft und angezogen hat kann der Spätregen ausgegossen werden. Das Beispiel der 10 Jungfrauen zeigt ja auch das alle geschlafen hatten (Laodizea), aber 5 Jungfrauen das Öl (den hl. Geist) empfangen hatten und zur Hochzeit eingehen durften.

      Der Spätregen kann deshalb (wenn ich diesen Text recht verstehe) Charakterschwächen nicht mehr ausgleichen, denn die weißen Kleider sollen vorher schon empfangen und angezogen werden.

      Soweit mein Verständnis was den "Spätregen" angeht.

      Gruß Wartende
    • hardy schrieb:

      und wo in der Bibel etwas darüber steht.
      alle Verse die wir gefunden haben beziehen sich auf die Landwirtschaft.

      Die Bibeltexte die wir hierzu verwenden werden auch in folgendem Artikel zusammengefasst: dasgeheimnis.de/web/spaetregen.htm

      Es sind dies z.B.:

      Joel 3,1-5 Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen. Und ich will Wunderzeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut, Feuer und Rauchdampf. Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. Und es soll geschehen: wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden.

      Sacharja 4,6b ... Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.

      Hosea 6,3 Laßt uns darauf achthaben und danach trachten, den HERRN zu erkennen; denn er wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte und wird zu uns kommen wie ein Regen[guß], wie ein Spätregen, der das Land/Erde feuchtet.

      Jakobus 5,7 So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare/köstliche Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen.


      Apg. 2 = Pfingsten = Frühregen [im/durch Hl. Geist sichtbar als "Feuerzugen"]

      Mehr unter: dasgeheimnis.de/web/spaetregen.htm


      Aber auch folgender Text:
      5.Mose 11,13-16 Werdet ihr nun auf meine Gebote hören, die ich euch heute gebiete, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebt und ihm dient von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, dass du einsammelst dein Getreide, deinen Wein und dein Öl, und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, dass ihr esst und satt werdet. Hütet euch aber, dass sich euer Herz nicht betören lasse, dass ihr abfallt und dient andern Göttern und betet sie an, [...] (vgl. Jeremia 5,24-25)

      Lg, franz


      Nachtrag:
      adventistleadership.org/741/zu…-fruhregen-und-spatregen/
      Forums-Archiv: Spätregen
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Hardy, ich denke, dass es in diesem Fall wichtig ist, Altes und Neues Testament zusammen zu fassen. Dann hast du eigentlich auch keine Probleme den Frühregen und Spätregen innerhalb der biblischen Geschichte einzuordnen. Denn der "Regen" zu "Pfingsten", oder wie Wartende anders formuliert, das Ausgießen des Heiligen Geistes, symbolisiert ja die Zeit des Spätregens und nicht des Frühregens. Der Frühregen ist im Herbst der Geschichte, und der Spätregen im Frühling. Und der Frühling der Menschheit begann in der Zeit Jesu..

      Wie du weißt, begann das "landwirtschaftliche" Jahr nicht im Frühling, sondern im Herbst. Im Gegensatz dazu begann das "Kirchenjahr" im Frühling. Das Biblische Neujahrsfest, also der erste Tag des neuen biblischen Jahres fällt unmittelbar in den Herbst hinein. Es ist der 1.Tag des siebten Monats. 10 Tage später hatten sie dann ihren alles entscheidenden großen Versöhnungstag, der über das Volk entschied, welcher Israelit am Leben blieb, und welcher nicht. Welchem also seine Sünden vergeben wurden, und welchem nicht. In diesen 10 Tagen dazwischen, es ist die Zeit des Posaunenblasens, hatten die Israeliten noch Zeit auch wirklich alle Sünden zu bekennen und zu bereuen und somit Buße zu tun.
      Ich würde sagen, dies ist zugleich auch die Zeit eines vermehrten Wirkens des Heiligen Geistes. denn der Heilige Geist ist es, der uns unsere Sünden, die vor Gott als Sünden gelten (nicht vor dem Menschen) zu offenbaren. Ich würde deshalb sagen, gerade diese so wichtige Zeit kann man ebenfalls als Ausgießen des Spätregens vor der geistigen Ernte ansehen, so wie es schon zuvor beim physischen Volk Israel war.

      Für die Heilsgeschichte des physischen Israels war das Ausgießen des Spätregens meiner Meinung nach in der Zeit Jesu und endete folglich auch mit ihm. Bis dahin sollte sich das Volk Israel noch entschieden haben, ob sie Teil des Volkes Gottes sein und bleiben wollten, oder nicht. Die Zeit des Posaunenblasens könnte man eventuell mit den 490 Jahren der Gnadenfrist über Israel vergleichen, die Daniel in Daniel 9 angesetzt hatte. Darum nehme ich an, dass jene spätere prophetische Zeit, also dann 1843, vergleichbar ist mit eben den Beginn der 490 jahre über dem physischen Israel 457 vor Christus. Wir leben demnach seither ebenfalls in der gleichen Zeit des Posaunenblasens, wie einst Israel zwischen 457 vor Christus und dem Jahre 33 unserer Zeit.

      Also, wir haben demnach zwei mal in der Geschichte der Bibel einschließlich der Endzeit eine zeit des Spätregens. Damals für das Volk Israel, also dem physischen Israel, und heute für das geistige Volk Israel. Wir wissen aus der Geschichte, dass es verhältnismäßig wenige waren, die damals im Rahmen des Spätregens dann erkannten, dass sie es mit Christus, dem Messias zu tun hatten, auf dem sie zuvor gewartet hatten.... Die anderen erlebten eine Verstockung, die so lange andauern sollte, bis auch das heidnische Volk bekehrt wurde. Für sie blieb so zusagen dann die Zeit stehen. Im Sinne des Römerbriefes sollten aber auch sie, die anderen Israeliten die Möglichkeit erhalten wieder in den Weinstock eingepropft zu werden. Diese Möglichkeit haben sie seither bis zu jenem tag, da die Vollzahl der Heiden erreicht ist. Ihr verpasster Versöhnungstag mit Christus dauert demnach so lange an, bis Christus wieder kommt. Sie sind aus meiner Sicht demnach seit Christus bis heute noch immer vor dem großen Versöhnungstag und haben noch die Möglichkeit, sich zu Christus zu bekehren, der jedoch erst wiederkommt, wenn die Vollzahl der Heiden ebenfalls bekehrt worden ist.

      Seit dieser zeit dauert nun denn auch auf das physische israel bezogen die Zeit des Posaunenblasens an, und in diesem Zusammenhang das Ausgießen des Spätregens. den Frühregen brauchen sie ja nicht mehr. Den hatten sie ja längst in der zeit Moses erhalten. Im Gegensatz zu den Heiden, wo diese Zeit denn mit der Heidenmission durch Paulus begann. Wie gesagt, den Frühregen bedürfen die Juden nicht, den bedürfen die Heiden.. Darum ist seit Pfingsten der Apostelgeschichte aus meiner Sicht die zeit des Spätregens noch immer, und die zeit des Frühregens für die Heiden. Doch auch hier gibt es dann streng genommen für die Heiden nur eine kurze Zeitspanne zwischen ihrem persönlichen Frühregen und ihrem ebenso persönlichen Spätregen. Denn eines dürfte aus der Schrift erkennbar sein. Jeder Mensch, der seit Christus stirbt, muß sich innerhalb seines persönlichen Lebens für oder gegen Christus entschieden haben - eine weitere Chance erhält er nicht. Das heißt, jeder Mensch steht nach seinem Tod unmittelbar vor dem großen Versöhnungstag mit Christus.
      Somit dürfte es klar sein, dass dann sowohl der Frühregen als auch der Spätregen individuell im Leben eines jeden bekennenden Christen zu erfahren ist. Der Frühregen hängt für den Heiden mit seiner Taufe ab, bzw mit seiner "Bekenntnistaufe" zusammen, so, wie damals für Israel der Frühregen mit dem Auszug aus Ägypten begann.

      soweit mal dazu ein paar Gedanken von mir.

      Seeadler
    • hardy schrieb:

      Halllo zusammen,
      Wir hatten heute Abend unseren wöchentlichen Bibelkreis und sind bei der Frage des Spätregens hängengeblieben. Keiner von uns konnte genau sagen was damit gemeint ist, wie er aussehen wird und wo in der Bibel etwas darüber steht.
      alle Verse die wir gefunden haben beziehen sich auf die Landwirtschaft. Ich hoffe ihr könnt uns helfen :help:

      Lg
      Hardy

      Hallo Hardy, das ist richtig. Alle Aussagen in der Schrift betr. Spätregen beziehen sich auf die Landwirschaft. Dieses Verständnis Spätregen mit der besonderen Ausschüttung des H.Geistes zu verbinden entstand ausßerhalb der Bibel. Aber der Vergleich ist dennoch gut.
    • Wenn sich alle Aussagen über den Spätregen in der Schrift nur auf die Landwirtschaft beziehen würden gäbe das keinen Sinn. Denn die Menschen damals, die von der Landwirtschaft lebten, kannten sich in diesen Dingen aus und ihnen musste niemand etwas über den Früh- bzw Spätregen erzählen. Das was John Q. Public und Seeadler geschrieben haben trifft das Ganze sehr gut. Die Vorstellung die früher viele Adventisten über den Spätregen hatten (das sich massenweise Menschen bekehren müssten) teile ich nicht. Wer den Hl. Geist nicht in sich aufnimmt an dem geht auch der Spätregen spurlos vorbei. Nur die Menschen die sich an Gott und sein Evangelium halten und "nur müde" geworden sind werden eine Erweckung erfahren und die aufrichtigen Menschen, die in Babylon sind, werden bei der 2. Engelsbotschaft von dort herausgerufen werden, so sehe ich den Spätregen praktisch.

      Jeder gläubige Mensch erlebt persönlich bei seiner Taufe den Frühregen und (so sollte es zumindest sein) gegen Ende seines Lebens den Spätregen, der ihn dann befähigt im Kleid der Gerechtigkeit zur Hochzeit des Lammes einzugeben.

      Gruß Wartende
    • Jeder gläubige Mensch erlebt persönlich bei seiner Taufe den Frühregen
      und (so sollte es zumindest sein) gegen Ende seines Lebens den
      Spätregen, der ihn dann befähigt im Kleid der Gerechtigkeit zur Hochzeit
      des Lammes einzugeben.
      liebe Wartende,
      Wie du weißt, teile ich mit dir die Ansicht, dass jeder Gläubige Mensch - spätestens seit Christus - sowohl einen Frühregen als auch dann "eventuell" einen Spätregen empfängt. Ich denke, den Frühregen erhalten alle Menschen, auch die, die noch gar nicht bekehrt sind. jedoch aus dem Gleichnis vom Sämann können wir ja nachvollziehen, was aus dem "Samen", oder dem "Frühregen" wird, wenn dieser beispielsweise auf Steine und trockenen unfruchtbaren Boden fällt.
      ich denke, Gott will jeden Menschen auf der Erde erreichen, und dazu gießt er über alle Menschen zunächst einmal den "Heiligen Geist" aus. Ich hatte dieses Phänomen einmal mit dem Wasser der Sintflut verglichen. Der "Regen" fällt somit auch über alle, dem Sünder, wie dem Sündlosen, dem Gläubigen wie dem Ungläubigen (Entsprechende Bibelstellen dazu gibt es)
      Interessant ist hier zu erwähnen, dass der Regen selbst ja sowohl beim Frühregen wie auch beim Spätregen in der Landwirtschaft der gleiche ist. Diese Feststellung, so banal sie auch klingt, erscheint mir zumindest wichtig. Denn wie ich ja gerade geschrieben habe, der Regen fällt spätestens seit Christus, seit Christus gesagt hat - "Ich werde euch den Tröster schicken, der euch in alle Geheimnisse einweiht!"... aber dazu mußte Jesus erst einmal sterben, bzw von uns gehen. Also nach seiner Himmelfahrt, etwa 10 tage später oder am zehnten Tag erfolgte das, was ich aus meiner Perspektive mit dem Regen der Sintflut vergleiche - diesmal jedoch ein positiver regen, der über die gesamte Erde fällt.

      Denn die Unterscheidung, ob etwas als Frühregen, oder zunächst einmal sogar nur als ein allgemeines Einwirken des Heiligen Geistes empfunden wird - der ja auch schon beim noch Unbekehrten zu arbeiten anfängt, oder dann letztendlich sogar als Spätregen hängt nicht vom Regen selbst ab, sondern vom "Samen", der im Erdreich steckt und wachsen und aufgehen und sich entwickeln soll zu einem fertigen "Weizen". Ich denke, es sind diese einzelnen Entwicklungsstufen, die hier zu beachten sind.

      Denn zunächst ist es der Boden, der auf den Samen einwirkt und dem samen quasi die Nährstoffe zuführt, die der Samen zum wachsen braucht. Der Same, das sind dabei wir selbst und das Wort Gottes in uns, bzw jesus Christus in uns. Denn dieser ist ohnehin in uns, ob wir ihn nun annehmen oder ablehnen. Die Erkenntnis, dass er in uns ist, hängt davon ab, ob der Samen in uns wachsen und sich entwickeln kann - und das wiederum hängt vom Boden ab, der auf uns einwirkt. Und der Boden ist nun mal die Gesellschaft um uns herum.
      Nehmen wir nun an, der Boden sei eine uns umgebende christliche Gesellschaft, dann kann dort auch schon das Wasser des Frühregens, aber auch des Spätregens, oder allgemein, der Heilige Geist wirken, und dieser Boden führt uns nebst der anfänglichen Benetzung durch die Feuchtigkeit des Regens die Nährstoffe zu, die wir benötigen. (Wir erinnern uns im Sinne der Genesis, dass es am Anfang nicht regnete, sondern nur ein Morgennebel oder Abendnebel benetzte und befeuchtete die Erde - so ist es auch bei uns am Anfang, wenn wir das Wort Gottes kennen lernen).

      Um bei diesem Vergleich zu bleiben, würde ich sagen, unsere erste unmittelbare Konfrontation mit den Wort Gottes, der erste Augenblick, da uns Gott über den uns umgebenden "Boden" anspricht lässt den Samen aufgehen, also Keimen, der schon von Anfang an in uns ruht. Und je weiter wir uns dabei "nach oben", also "vertikal" in Richtung Gott bewegen, um so näher kommen wir auch der Oberfläche des Bodens und somit dann auch letztendlich dem unmittelbaren direkten Einfluss des "Frühregens", also des Regens, des Heiligen Geistes, der uns dann direkt "benetzt".
      Unsere Taufe dürfte vermutlich dieser Augenblick sein, wo wir das Erdreich durchbrechen und zu einer sichtbaren jungen Pflanze werden, sichtbar für alle um uns herum, sichtbar auch für den Boden, aus dem wir die Nährstoffe beziehen.

      Und auf einmal sehen wir auch, wer die Mutterpflanzen sind, die uns die Nährstoffen abgaben, damit wir wachsen und gedeihen konnten. denn es ist ja nun nicht der Boden allein, der uns die Nährstoffe liefert, sondern die sich dort bereits befindlichen fertigen Pflanzen, die die Nährstoffe wiederum auch an den Boden abgeben, die von dem Keimling und der jungen Pflanze aufgenommen wird. Ab dem Moment der Taufe, ab dem Moment unserer Geburt, ab dem Moment der Offenbarung unseres selbst werden wir nun direkt, also unmittelbar vom "Regen" benetzt und vor allem nunmehr auch von der Sonne des klaren Evangeliums. Wir erkennen das Licht, das wir nunmehr genauso benötigen zum wachsen, wie den Regen. das Licht ist die direkte Offenbarung des Wortes Gottes. Der heilige Geist, der Regen, der auf uns hernieder fällt macht uns fähig, dieses Wort dann zu verstehen. Sonne und Regen fördert von nun an direkt unser Wachstum, unsere geistig geistliche Entwicklung.
      Wenn wir dies wiederum mit der Genesis der Bibel vergleichen, so stellen wir fest, dass es damals das erste Mal mit der Sintflut regnete, vorher wurde das Land und somit die Menschheit nur benetzt von der sie umgebenden Feuchtigkeit. Der Regen der Sintflut stellt hier symbolisch wiederum den Durchbruch der Pflanze dar, die sich bis dahin ausgebildet hatte. Der Zeitpunkt, da der junge Trieb das Erdreich durchbricht und offenbar wird. .....

      Es dauert dann jedoch noch eine zeit bevor die so geborene Pflanze ihr Blattwerk entwickelt wodurch es dann wiederum selbst in der Lage ist, die für seine weitere Existenz notwendige Photosynthese anzukurbeln, also das Licht der Sonne, das Licht des direkten und reinen Evangeliums annehmen und aufnehmen zu können. Doch da wirkt auch schon das, was man als Frühregen bezeichnen kann. Erst jedoch die Kombination von Regen und Fotosynthese, also von Regen und Sonne, sowie der weiterhin bestehenden Zufuhr der notwendigen Nährstoffe aus dem Boden und durch den Boden von der Gemeinde - den Mutterpflanzen, macht diese neu geborene Pflanze dann zugleich auch zu einem Individuum, zu einer eigenständigen Pflanze unter anderen Pflanzen ihrer Art.

      Ich denke, dieser Entwicklungsschritt wird dann biblisch gesehen auch mit der Zeit des Auszuges aus Ägypten symbolisiert dargestellt. ......

      soweit mal wieder ein paar Inspirationen

      Gruß
      Seeadler
    • Wartende schrieb:


      Jeder gläubige Mensch erlebt persönlich bei seiner Taufe den Frühregen und (so sollte es zumindest sein) gegen Ende seines Lebens den Spätregen, der ihn dann befähigt im Kleid der Gerechtigkeit zur Hochzeit des Lammes einzugeben.

      Gruß Wartende
      Die
      Neugeburt ist heutzutage eine seltene Erfahrung. „Viele, sehr viele,
      die den Na­men Christi annehmen, sind ungeheiligt und unheilig. Sie sind
      zwar getauft, doch lebendig begraben worden. Sie sind dem Ich nicht
      abgestorben und daher nicht zu einem neuen Leben in Christus
      auferstanden." 6BC 1075; BK 377


      ohne Neugeburt kein Heiliger Geist
    • Sequeira schrieb:

      Sie sind dem Ich nicht

      abgestorben und daher nicht zu einem neuen Leben in Christus

      auferstanden." 6BC 1075; BK 377



      ohne Neugeburt kein Heiliger Geist
      Wenn man die Taufe als Neugeburt sieht und wir aus ehrlichen Gründen getauft werden, sterben wir mit Christus und stehen wir mit Christus auf und sind aus Wasser und Geist eine neue Kreatur geworden. Deshalb geschieht die Neugeburt durch und mit dem Heiligen Geist. Ohne Heiligen Geist kann ich nicht neu geboren werden.

      Seeadler schrieb:

      Wie du weißt, teile ich mit dir die Ansicht, dass jeder Gläubige Mensch - spätestens seit Christus - sowohl einen Frühregen als auch dann "eventuell" einen Spätregen empfängt. Ich denke, den Frühregen erhalten alle Menschen, auch die, die noch gar nicht bekehrt sind. jedoch aus dem Gleichnis vom Sämann können wir ja nachvollziehen, was aus dem "Samen", oder dem "Frühregen" wird, wenn dieser beispielsweise auf Steine und trockenen unfruchtbaren Boden fällt.


      Lieber Seeadler,
      ich stimme Dir zu, jedem Menschen steht der Heilige Geist zur Verfügung, er muß ihn nur annehmen. Deshalb kann ich @Sequeira, wenn ich ihn/sie richtig verstehe nicht zustimmen, denn ich muß nicht erst neu geboren werden um den Hl. Geist zu empfangen, sondern der Hl. Geist führt mich zur Neugeburt. Wenn ich von der Taufe als "persönlichem Frühregen" geschrieben habe, ist das meine Antwort und meine Aufnahme des Hl. Geistes, der allen Menschen zur Verfügung steht.

      Seeadler schrieb:

      Interessant ist hier zu erwähnen, dass der Regen selbst ja sowohl beim Frühregen wie auch beim Spätregen in der Landwirtschaft der gleiche ist. Diese Feststellung, so banal sie auch klingt, erscheint mir zumindest wichtig. Denn wie ich ja gerade geschrieben habe, der Regen fällt spätestens seit Christus, seit Christus gesagt hat - "Ich werde euch den Tröster schicken, der euch in alle Geheimnisse einweiht!"... aber dazu mußte Jesus erst einmal sterben, bzw von uns gehen. Also nach seiner Himmelfahrt, etwa 10 tage später oder am zehnten Tag erfolgte das, was ich aus meiner Perspektive mit dem Regen der Sintflut vergleiche - diesmal jedoch ein positiver regen, der über die gesamte Erde fällt.


      Ja das hat uns Jesus bei seiner Himmelfahrt versprochen.

      Seeadler schrieb:

      Um bei diesem Vergleich zu bleiben, würde ich sagen, unsere erste unmittelbare Konfrontation mit den Wort Gottes, der erste Augenblick, da uns Gott über den uns umgebenden "Boden" anspricht lässt den Samen aufgehen, also Keimen, der schon von Anfang an in uns ruht. Und je weiter wir uns dabei "nach oben", also "vertikal" in Richtung Gott bewegen, um so näher kommen wir auch der Oberfläche des Bodens und somit dann auch letztendlich dem unmittelbaren direkten Einfluss des "Frühregens", also des Regens, des Heiligen Geistes, der uns dann direkt "benetzt".

      Unsere Taufe dürfte vermutlich dieser Augenblick sein, wo wir das Erdreich durchbrechen und zu einer sichtbaren jungen Pflanze werden, sichtbar für alle um uns herum, sichtbar auch für den Boden, aus dem wir die Nährstoffe beziehen.


      Die Neugeburt die aus dem Samen hervorgeht.

      Seeadler schrieb:

      Und auf einmal sehen wir auch, wer die Mutterpflanzen sind, die uns die Nährstoffen abgaben, damit wir wachsen und gedeihen konnten. denn es ist ja nun nicht der Boden allein, der uns die Nährstoffe liefert, sondern die sich dort bereits befindlichen fertigen Pflanzen, die die Nährstoffe wiederum auch an den Boden abgeben, die von dem Keimling und der jungen Pflanze aufgenommen wird. Ab dem Moment der Taufe, ab dem Moment unserer Geburt, ab dem Moment der Offenbarung unseres selbst werden wir nun direkt, also unmittelbar vom "Regen" benetzt und vor allem nunmehr auch von der Sonne des klaren Evangeliums. Wir erkennen das Licht, das wir nunmehr genauso benötigen zum wachsen, wie den Regen. das Licht ist die direkte Offenbarung des Wortes Gottes. Der heilige Geist, der Regen, der auf uns hernieder fällt macht uns fähig, dieses Wort dann zu verstehen. Sonne und Regen fördert von nun an direkt unser Wachstum, unsere geistig geistliche Entwicklung.


      Das ist eine sehr gute Erklärung, danke!

      Seeadler schrieb:

      Wenn wir dies wiederum mit der Genesis der Bibel vergleichen, so stellen wir fest, dass es damals das erste Mal mit der Sintflut regnete, vorher wurde das Land und somit die Menschheit nur benetzt von der sie umgebenden Feuchtigkeit. Der Regen der Sintflut stellt hier symbolisch wiederum den Durchbruch der Pflanze dar, die sich bis dahin ausgebildet hatte. Der
      Zeitpunkt, da der junge Trieb das Erdreich durchbricht und offenbar
      wird. .....


      Hier tauchen für mich ein paar Fragen auf: Vor der Sintflut hat das "Benetzen" genügt um den Pflanzen genügend Flüssigkeit zu geben. Nach der Sintflut brauchen die Pflanzen unbedingt Regen, Tau allein genügt nicht mehr. Wie würdest Du das ins Gleistliche "ummünzen"? Mit der Zeit vor dem Sündenfall, als Gott mit den Menschen persönlich verkehrte und der Geist nicht als "Regen" oder "Flut" über die Menschen kommen musste!?

      Seeadler schrieb:

      Es dauert dann jedoch noch eine zeit bevor die so geborene Pflanze ihr Blattwerk entwickelt wodurch es dann wiederum selbst in der Lage ist, die für seine weitere Existenz notwendige Photosynthese anzukurbeln, also das Licht der Sonne, das Licht des direkten und reinen Evangeliums annehmen und aufnehmen zu können. Doch da wirkt auch schon das, was man als Frühregen bezeichnen kann. Erst jedoch die Kombination von Regen und Fotosynthese, also von Regen und Sonne, sowie der weiterhin bestehenden Zufuhr der notwendigen Nährstoffe aus dem Boden und durch den Boden von der Gemeinde - den Mutterpflanzen, macht diese neu geborene Pflanze dann zugleich auch zu einem Individuum, zu einer eigenständigen Pflanze unter anderen Pflanzen ihrer Art.


      Auf den gläubigen Menschen bezogen würde ich das als den "Weg der Heiligung" sehen, an dessen Ende Paulus sagen konnte: "Ich habe den guten Kampf des Glaubens gekämpft" "nun ist mir beigelegt die Krone des Lebens". Dann wäre der "Spätregen" aber nicht etwas plötzliches und gewaltiges, wie es früher viele Adventisten sahen, sondern das beständige Aufnehmen des Regens um zu wachsen und zu gedeihen.

      Wie siehst du Seeadler und alle die dieses Thema interessiert, den Spätregen, der in der Endzeit fällt? Erwarten wir etwas Gewaltiges und übersehen vielleicht das Wirken des Heiligen Geistes in unserer heutigen Zeit? Das würde mich interessieren.

      Liebe Grüsse

      Wartend
    • Ich habe heute über die Prüfungen, die auf die Christen kommen, in EGW gelesen.

      Aus der Schatzkammer der Zeugnisse, Band 1, Nr. 11, "Gottes Prüfung":

      Gott wird seine Kinder prüfen. Jesus ist geduldig und nachsichtig mit ihnen. Er verwirft sie nicht sofort. Der Engel sagte: „Gott wägt sein Volk.“ Wenn die Botschaft von so kurzer Dauer gewesen wäre, wie viele von uns annahmen, hätte Gottes Volk keine Zeit gehabt, seinen Charakter zu entwickeln. Viele wurden durch das Gefühl ergriffen, nicht durch Grundsatz und Glauben. Diese ernste Botschaft bewegte sie. Sie wirkte auf ihre Gefühle und erregte ihre Furcht, aber die von Gott beabsichtigte Wirkung wurde nicht erreicht. Gott aber schaut das Herz an. Damit seine Kinder sich nicht über sich selbst täuschen, läßt er ihnen Zeit, bis sich ihre Erregung legt. Dann erst prüft er sie, um zu erfahren, ob sie dem Rat des treuen Zeugen folgen. {Sch1 58.1}

      Gott weist seinen Kindern Schritt für Schritt den Weg. Er führt sie an verschiedene Probleme heran, die sie bewältigen sollen. Manche überstehen die eine Prüfung, scheitern aber an der nächsten. Jede weitere Prüfung aber wird das Herz der Kinder Gottes noch stärker versuchen. Wenn sie spüren, daß ihr Herz dem Willen Gottes widerstrebt, sollte das für sie die Notwendigkeit bedeuten, die Neigungen ihres Herzens zu überwinden; nur dann wird Gott sie nicht verwerfen. {Sch1 58.2}

      Der Engel sagte: „Gott wird sein Wirken immer mehr darauf einstellen, den einzelnen seines Volkes zu prüfen und zu erproben.“ Manche sind bereit, die eine Prüfung hinzunehmen; führt Gott sie aber in eine andere Situation, so schrecken sie zurück, weil sie meinen, irgendeine ihrer liebsten Gewohnheitssünden werde davon betroffen. Hierbei haben sie Gelegenheit zu erkennen, was sich in ihrem Herzen befindet, das Jesus ausschließt. Sie schätzen etwas anderes mehr als die Wahrheit. Ihre Herzen sind nicht vorbereitet, Jesus aufzunehmen. Einzelne werden eine gewisse Zeit geprüft und erprobt, um zu erfahren, ob sie ihre Abgötter aufgeben und den Rat des treuen Zeugen beachten wollen. Sollte aber irgend jemand durch den Gehorsam gegenüber dem Worte Gottes nicht geläutert werden und seine Selbstsucht, seinen Stolz und seine bösen Leidenschaften nicht überwinden, haben die Engel Gottes den Auftrag: „Überlaßt sie sich selbst, denn sie haben sich mit ihren Abgöttern verbunden!“ So gehen diese Engel an ihr Werk und überlassen jene Abtrünnigen mit ihrem sündhaften, unbezwungenen Wesen der Herrschaft der bösen Engel. Wer jedoch alle Prüfungen besteht und überwindet, ganz gleich für welchen Preis, hat den Rat des treuen Zeugen beachtet, wird den Spätregen empfangen und somit würdig sein für die Aufnahme ins Reich Gottes ... {Sch1 58.3}

      Wenn doch jeder laue Christ das Werk der Läuterung erkennen könnte, das Gott unter seinem Volk tut! Liebe Freunde, täuscht euch nicht über euren Zustand. Ihr könnt auch Gott nicht täuschen! Der treue Zeuge spricht: „Ich weiß deine Werke.“ Der dritte Engel führt ein Volk schrittweise aufwärts, höher und höher. Jeder Schritt wird eine neue Prüfung sein. {Sch1 59.1}

      Ich schlussfolgere daraus, dass der Spätregen so etwas wie eine Versiegelung Gottes Kinder ist.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hier tauchen für mich ein paar Fragen auf: Vor der Sintflut hat das "Benetzen" genügt um den Pflanzen genügend Flüssigkeit zu geben. Nach der Sintflut brauchen die Pflanzen unbedingt Regen, Tau allein genügt nicht mehr. Wie würdest Du das ins Gleistliche "ummünzen"? Mit der Zeit vor dem Sündenfall, als Gott mit den Menschen persönlich verkehrte und der Geist nicht als "Regen" oder "Flut" über die Menschen kommen musste!?
      Hallo liebe Wartende,

      dieses von mir verwendete Bild ist bei meiner Antwort selbst entstanden; es war also noch nicht wirklich durchdacht. Es ist eine Idee. was ich dagegen vorher schon wußte und seit Jahren verwende ist die für mich bestehende Tatsache, dass die Bibel neben der Historie des auserwählten Gottesvolkes, oder parallel dazu hier insgesamt die Entstehung und Entwicklung der gesamten Menschheit, im Vergleich zu einem beliebigen einzelnen Menschen aufzeigt.
      Um also die charakteristischen Phasen, wie Sündenfall, Vertreibung, später die Sintflut, dann die Teilung der Menschheit zur Zeit Babels. die Verheißung an Abraham, die Geburt von ismael und Isaak, dessen "Opferung", sowie die Sache mit Jakob und Esau, und dann Joseph, und schließlich auch den Auszug aus Ägypten, die vierzigjährige Wüstenzeit, gefolgt von der Richterzeit und der Königszeit, und auch hier abermals der Kampf Israel mit anderen Völkern, die auf Israel einwirkten .... bis hin zu Jesus.... dies alles sind nach meinem Verständnis zugleich Phasen, die wir persönlich durchleben. Hier wird also das Leben eines einzelnen Menschen in entsprechend symbolhaften Geschichten dargestellt. Doch dies heißt nicht, dass es nicht auch so passiert ist, wie es da steht. ich denke und glaube nur nicht, dass dies die "eigentliche Botschaft" ist. Was genau habe ich davon, wenn ich von einem Auszug aus Ägypten höre, wenn ich diesen Prozess nicht in meinem Leben selbst erfahre.
      An dieser Stelle sei eines meiner Lieblingszitate mal wieder angebracht von "Angelus Iglesius" : "Wenn Jesus tausend mal in Bethlehem geboren wäre, aber kein einzigstes mal in dir, so wärst du auf ewiglich verloren!".
      Das bedeutet für mich (ich betone für mich) dass all die beschriebenen Geschichten in der Bibel zugleich auch Prozesse in unserer eigenen Entwicklung darstellen, die es dann zu erkennen gilt.

      genauso gilt das nun für mein Bild mit der Entstehung und dem Wachstum irgend einer Pflanze aus dem Samen heraus. Denn im Sinne der Offenbarung wissen wir ja nun, dass sowohl am Ende der "Weizen" als auch das "Unkraut" geerntet wird. Somit gehe ich auch hier davon aus, dass man ebenfalls die gesamte biblische Geschichte in diesem Entwicklungsprozess von der Aussaat bis zur Ernte interpretieren kann. Und auch die hier angesprochenen Bilder Jesu vom Sämann, dem Samen und den Boden sehr wohl schon auch bis zu den Anfängen der Menschheit zurück verfolgt werden kann.
      Das heißt, auch hier stellt die Zeit des Paradieses, der Sündenfall und der Austritt aus dem Paradies, dann die lange Zeit bis zur Sintflut, und schließlich die Zeit nach der Sintflut, wie ich es eben beschrieben habe, den Entwicklungsprozess einer beliebigen Pflanze dar, von seiner Aussaat bis zur Ernte.

      Ich denke, solche Vergleiche sind durchaus legitim und helfen, den tieferen Sinn der Geschehnisse besser zu verstehen, die ich ja hier dann dezentral in anderen Bereichen differenziert untersuchen wollte. denn wenn ich weiß, was der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens in meinem subjektiven individuellen Leben bedeutet, so kann ich mein leben darauf hin einstellen, bzw untersuchen und wissen, wo bei mir beispielsweise individuell der Zeitpunkt meines persönlichen Sündenfalls kam; in gleicher weise kann ich im Bild von Angelus Iglesius sagen, wann Jesus Christus tatsächlich IN MIR geboren wurde, und nicht vor 2000 Jahren. oder schon vorher, wann bei mir der Auszug aus Ägypten begann, usw.... . In diesem sinne mache ich mir natürlich auch darüber Gedanken, wo, wann in meinem persönlichen Leben auch der Zeitpunkt der Sintflut war. Denn was genau stellt denn die Sintflut dar??? Sie ist zugleich ein Reinigungsprozess und ein Neuanfang.


      Darum, liebe Wartende, weil dies mit dem "pflanzlichen Vergleich" noch relativ jung und unausgegoren ist, kann ich deine gezielte Frage noch nicht wirklich beantworten.

      heute Nacht fiel mir dazu ein, dass ja die Saat (Adam und Eva) noch im vollkommenen reinen und fruchtbringenden "Mutterboden" steckte. Der Mutterboden in Anlehnung auf mein Vergleich im vorigen Post drückt hier ja aus, von wem der Samen genährt wird. Wenn mich hier jetzt nicht meine Erinnerung trügt, lassen viele Gärtner ihre Samen und Keimlinge zunächst einmal in einem separaten "Gefäß" heranreifen, um es dann ganz woanders in einem anderen Boden einzupflanzen!? Dies erinnert mich jetzt spontan an den Garten Eden. Und wir lesen ja auch, dass der Mensch da "hinein gesetzt" wurde (1.Mose 2,8 ). Und sodann, nach dem Sündenfall wurde der Mensch aus diesem "Garten" "vertrieben", entfernt und in ein ganz anders Feld gesetzt, einem Boden, der eben nicht mehr dem Mutterboden entsprach, sondern wo auch Disteln wuchsen (1.Mose 3,18 ).
      Interessant (zumindest für mich) ist ja hier die biblische Aussage, dass der Mensch wieder dahin zurück kehrt, wo er zuvor "entnommen" wurde (1.Mose 3,23), so wie dies auch die Gärtner machen, wenn sie den Samen einer bereits bestehenden Frucht einsammeln und wo anders einsetzen, um sie dort erst einmal keimen zu lassen und sie später wieder in den gleichen Boden zu pflanzen, wo zuvor schon die Mutterpflanze war, die den Samen von sich gab......

      Also, ich sehe da jede Menge Berührungspunkte, nur ist es verständlicher Weise schwierig, dies dann auch richtig zu interpretieren.

      aber ich denke, ich werde da etwas später noch einmal darauf eingehen. Vielleicht fällt dir ja was dazu ein...? (meine zeit, wo ich mal als "Gärtner" tätig war, für ein Altenwohnstift Augustinum in München ist leider schon ein wenig her, dies war etwa 1978... ;) )

      Lieben Gruß
      Seeadler

      Nachtrag : ich möchte darauf aufmerksam machen, dass auch das "Herausführen des Volkes Gottes aus Ägypten" in gewisser Weise dem entspricht, dass Adam in einem ganz anderem "Areal" erschaffen wurde und dann in den Garten Eden gesetzt wurde. Denn auch das Volk Israel sollte danach zunächst einmal für vierzig Jahre die unmittelbare Nähe Gottes haben, so, wie einst Adam, bevor das Volk dann vierzig Jahre später die Wüste und damit die Nähe zu Gott verließ, so, wie auch Adam dann wieder in ein anderes Areal gesetzt wurde.....
      Ich denke, diese Aussage ist sehr wichtig.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Seeadler ()

    • Hallo Jakob,

      ich sehe bei den Ausführungen von Ellen White ein gewisses Problem.
      Gott wird seine Kinder prüfen. Jesus ist geduldig und nachsichtig mit ihnen. Er verwirft sie nicht sofort. Der Engel sagte: „Gott wägt sein Volk.“ Wenn die Botschaft von so kurzer Dauer gewesen wäre, wie viele von uns annahmen, hätte Gottes Volk keine Zeit gehabt, seinen Charakter zu entwickeln
      Mit wem ist Jesu geduldig und nachsichtig? ..und verwirft sie nicht sofort; und wen wägt der Engel???
      Denn wenn man den Nachsatz berücksichtigt, gilt diese Aussage nur für jene, die Ellen White "heute" anspricht, nicht aber für all jene, die bis Ellen White bereits gelebt haben. Ihnen wird quasi bescheinigt, dass sie noch gar nicht die Möglichkeit hatten, sich wirklich auf ein Kommen Christi vorzubereiten, weil sie einfach noch nicht reif dazu gewesen seien.
      Mir stellt sich hier die Frage, wie werden jene Generation vor Ellen White, vor Beginn der Adventgemeinde denn überhaupt "gerichtet" und beurteilt? Denn wenn all dies seit Jesus eigentlich noch gar nicht so weit waren, dass sie sich im Sinne dessen entwickeln konnten, was Ellen White anspricht.... nach welchen Kriterien werden dann jene beurteilt und gerichtet. Wie weit hätte sich denn der Charakter bis heute entfalten können? was unterscheidet uns denn von all den Gläubigen der damaligen Zeit? Bin ich heute eventuell durch mein größeres Wissen, durch Ellen G. White wesentlich ausgereifter und charakterstärker als ein Christ von beispielsweise vor 1000 Jahren?

      bezieht sich folgende Aussage:
      Damit seine Kinder sich nicht über sich selbst täuschen, läßt er ihnen Zeit, bis sich ihre Erregung legt. Dann erst prüft er sie, um zu erfahren, ob sie dem Rat des treuen Zeugen folgen.
      auf jeden einzelnen subjektiven individuellen Christen seit Jesus Christus oder der Christengemeinde allgemein seit Jesus bis heute?

      genauso:
      Wer jedoch alle Prüfungen besteht und überwindet, ganz gleich für welchen Preis, hat den Rat des treuen Zeugen beachtet, wird den Spätregen empfangen und somit würdig sein für die Aufnahme ins Reich Gottes ... {Sch1 58.3}
      Wer konkret ist denn damit gemeint? Soll oder kann ich das so verstehen, dass alle anderen Christen seit Jesus eben noch keinen Spätregen empfangen konnten, sondern, wie dies zu verstehen ist, quasi nur die letzte Generation? Also auch hier wieder vollkommen losgelöst vom Individuum, vom einzelnen Menschen, der ja eigentlich gerichtet werden soll, hin also doch zur Gesamtgemeinde, die es seit Christus gibt, und die dann im Sinne meines vorangegangenen Posts an Wartende eigentlich ein Abbild für jeden einzelnen Gläubigen sein sollte? Also ist es nicht möglich, das Subjekt, jeden einzelnen Menschen zu seiner Lebzeit nach den gleichen Kriterien zu beurteilen wie alle anderen zu vollkommen unterschiedlichen Zeiten und unterschiedlichen Situationen? Ist also so gesehen dann nur dem der Spätregen garantiert, der dann real als letzter "das Licht ausmachen darf"... und sind alle anderen vor ihm gar nicht in der Gunst des oder eines Spätregens gekommen?
      Ich schlussfolgere daraus, dass der Spätregen so etwas wie eine Versiegelung Gottes Kinder ist.
      Nun ja, Jakob, aber wann denn nun fällt der Spätregen? Warum nicht schon auf all die, die schon vor uns (wenn bei uns überhaupt schon der Spätregen fällt) gelebt haben und ernsthaft die Nachfolge Christi angestrebt haben. haben diese also nicht den Spätregen individuell auf ihre Person bezogen erhalten, damit die Person - nicht die Gemeinde - versiegelt wurde und wird. das Siegel als Kennzeichen des Spätregens scheint also dann nur den buchstäblich Allerletzten zuteil zu werden, wobei wir ja noch nicht einmal wirklich wissen, ob wir die Allerletzten sind?!

      Also ich meine, dass jeder Mensch in individueller weise sowohl zunächst den Frühregen empfängt um sich in Richtung Jesu zu entwickeln, und den Spätregen dann erhält, wenn er eine gewisse wiederum individuelle Reife erreicht hat. ich denke, dass der Spätregen dann empfangen wird, wenn für uns Jesus Christus in unserem Leben lebendig wird, also im Sinne meines Spruchs von Angelus Iglesius im vorigen Post.

      Darüber hinaus kann ich mir trotzdem vorstellen, dass dies dann auch auf die Gesamtgemeinde anzuwenden ist, so, wie ich dieses Bild der Entwicklung der Gemeinde zugleich mit der Entwicklung eines einzelnen Christen vergleiche. Denn am Ende eines jeden steht subjektiv der Tod - so auch für den Globus Erde, werden alle Menschen an einem bestimmten Zeitpunkt sterben, oder anders ausgedrückt, die Gattung Mensch wird es dann auf der Erde in dieser Form nicht mehr geben.

      Gruß
      Seeadler
    • Seeadler schrieb:

      Hallo Jakob,

      ich sehe bei den Ausführungen von Ellen White ein gewisses Problem.
      Gott wird seine Kinder prüfen. Jesus ist geduldig und nachsichtig mit ihnen. Er verwirft sie nicht sofort. Der Engel sagte: „Gott wägt sein Volk.“ Wenn die Botschaft von so kurzer Dauer gewesen wäre, wie viele von uns annahmen, hätte Gottes Volk keine Zeit gehabt, seinen Charakter zu entwickeln
      Mit wem ist Jesu geduldig und nachsichtig? ..und verwirft sie nicht sofort; und wen wägt der Engel???...

      Niemanden, denn der Engel wägt nicht, sondern spricht (jedenfalls im Zitat von EGW).
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • dasgeheimnis.de/web/offenbarung_14.htm#vers12Der Glaube an Jesus zeigt sich darin, dass die Gläubigen fest mit ihm verbunden sind, ihm freudig nachfolgen und ihm in jeder Situation ihres Lebens absolut vertrauen. Die Geduld der Heiligen drückt sich deshalb darin aus, dass sie auch in Notsituationen und in schwierigen Zeiten ihrem Herrn und Erlöser treu bleiben. So werden die Gläubigen auch in der letzten großen Trübsal (vgl.Daniel 12,1), in der der große Kampf zwischen Christus und Satan zum Abschluss kommt und in der sie schwere Verfolgungen erdulden müssen, Jesus treu bleiben.

      Was bedeutet es, dass die Toten selig sind?

      Als Aufforderung Gottes bekommt Johannes die Anweisung, diesen Satz zu schreiben. Er dient als Trost und Ermutigung für alle, die Jesu treu ergeben sind, weil sie wissen dürfen, dass egal was kommt, sie bei der Wiederkunft Jesu auferstehen werden. Sie dürfen wissen, dass der heilige Geist, den Jesus schon damals seinen Jüngern verheißen hat, bei ihnen sein wird, um sie zu trösten und sie in alle Wahrheit zu leiten.


      Möchte diesen Thread wieder aus der Versenkung holen, den ich glaube das er aktueller ist, als uns bewußt ist.