Welche Wahrheiten haben STA, die andere Konfessionen nicht haben?

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    • Hallo @El Samu: , willkommen hier im STA-Forum!

      El Samu schrieb:

      Wieso Glauben Adventisten dass sie den Sabbat halten müssen, wo doch die Bibel eindeutig lehrt, dass dies ein alter Bund zwischen Gott und Israel war? Ich kann diese Irrlehre keinesfalls als Wahrheit erkennen die ja die Adventisten als Wahrheit suggerieren.
      Es gibt eine interessante Begebenheit Jesu die für mich persönlich eine Hilfe+Antwort zur Frage: "Sabbat --> für die Israeliten/Juden [alleine]?" darstellt.
      In diesem Bibelbericht[en] ist zuerst bei allen drei synopitschen Evangelisten (Matt., Markus u. Lukas) die Geschichte vom "Ährenraufen am Sabbat"; und in diesem Disskurs mit den Schriftgelehrten macht Jesus eine theologische Aussage/Feststellung seinerseits:
      Markus 2,27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen; 28 somit ist der Sohn des Menschen {Menschensohn} Herr auch des Sabbats. (vgl. Matt.12,8; Luk.6,5)

      Gleich an diese Verse anschließend wird uns ein praktisches [Lehr]Beispiel gegeben: "Die Heilung eines Mannes mit der verdorrten Hand am Sabbat":
      Markus 3,1 Und er ging wieder in die Synagoge; und es war dort ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. 2 Und sie lauerten auf ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten.
      3 Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf [und tritt] in die Mitte! 4 Und er spricht zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, das Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen.
      5 Und er blickte auf sie umher mit Zorn, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und spricht zu dem Menschen: Strecke die Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt. (vgl. Luk.6,5-11)

      Bei Matthäus wird zusätzlich noch folgendes Begrüng gegeben:
      Matt.12,11 Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch wird unter euch sein, der ein Schaf hat und, wenn dieses am Sabbat in eine Grube fällt, es nicht ergreift und herauszieht? 12 Wieviel wertvoller ist nun ein Mensch als ein Schaf! Also ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun. 13 Dann spricht er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere.
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      Hier wird grundsätzliches dargelegt/festgestellt:
      -) Es wird beim Sabbat auf die Schöpfung des Menschen verwiesen/referenziert. "geschaffen" in Markus 2,27 --> 1.Mose 2,1-4; ebenso in 2.Mose 20,8-11. -- Bei der Schöpfung gab es noch keinen Abraham, Isaak, Jakob, Israeliten/Juden, ...
      -) Weiters auf den Schöpfer: "Menschensohn Herr über den Sabbat!" (Markus 2,28 )

      -) Alle synopitischen Evangelisten berichten gleich anschließend ein Beispiel. Sie sprechen beim Sabbat nicht von Ethnien/Völkern (Israelis, Juden) und nicht von Religionen (Israeliten, Judentum), sondern es geht um den Menschen und den Sabbat(!)


      Lg, franz

      PS: Man könnte noch viel über ähnliche Texte im AT, wo es um den Menschen geht (bei Sabbat, Geboten, Gesetzen, Satzungen, Ordnungen, ...) sprechen...
      Ebenso natürlich über Kolosser Kap. 3, usw.
      Hier ist aber nicht der entsprechende Thread --> besser in bestehenden "Sabbat-Threads"... ;)
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Das glauben die evangelischen Christen auch!

      benSalomo schrieb:

      Beispielsweise glauben die Adventisten, dass der Mensch allein aus dem Glauben von Gott aus Gnaden gerecht erklärt wird, ganz ohne gute Werke
      Das glauben viele Christen nicht.
      Das glauben auch die evangelischen Christen. War eine der Hauptlehren von Martin Luther und von der Reformation!
      Und ist eine der Hauptlehren des Neuen Testaments! (Römer 3,22-30/ Römer 4,16/ Römer 5,1/ Galater 2,16/ Galater 3,7f./ Epheser 2,8/ Philipper 3,9 u.v.a.)
      Eigentlich müßten dies seit der "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" zwischen Lutherischem Weltbund und der Römisch
      Katholischen Kirche vom 31.10.1999 auch die katholischen Christen glauben; denn in der Gemeinsamen Erklärung wird gesagt, "dass die
      lutherische Auffassung von der Rechtfertigungslehre heute nicht mehr Kirchentrennend ist!"
    • Ob der Sabbat heute noch gilt, ist nicht einfach zu beantworten!

      El Samu schrieb:

      Natürlich DÜRFEN wir den Sabbat halten aber ich habe von überzeugten Adventisten zu oft erfahren dass dies ein GESETZ ist das für ALLE und JEDEN gilt und zu halten ist, da man sonst das Gebot Gottes bricht
      Die entscheidende Frage in Sachen "Sabbat" ist, ob die 10 Gebote auch heute noch für alle Christen gelten. Wenn ja, dann gilt auch das 4. Gebot ("Du sollst den Sabbattag heiligen!") wie alle anderen 9 Gebote auch, auch heute noch für alle Christen! Was übrigens für die RKK Kirche auch das Konzil von Trient(1545-1563) so beschlossen hatte! Wenn nein, dann ist zu fragen, wo wird dies im NT gelehrt. Jedenfalls kann man sich da auf Jesu Worte(siehe Matth.5,17!) nicht berufen!

      Angenommen die 10 Gebote würden im NT nicht mehr gelten, so ist festzustellen, dass auch im NT immer wieder die 10 Gebote zitiert werden - und damit m.E. also auch noch gelten.

      Auch für Martin Luther gelten die 10 Gebote immer noch, weil Gott uns darinnen seinen Willen kundtut! ("Gott und den Nächsten lieben!") Luther übersetzte "Sabbat" aber - was es auch wörtlich im Hebräischen bedeutet, mit "Ruhetag". Da seine Kirche(die RKK) diesen "Ruhetag" - aber wegen der Auferstehung Jesu "am ersten Tag der Woche" , also am Sonntag begangen hat, hat Luther dies so beibehalten. Die entscheidende Frage zwischen Adventisten und den anderen Christen ist also, ob man den "Ruhetag" am Sabbat oder am Sonntag halten soll.

      Die am stärksten vorgebrachten Argumente gegen die Sabbathaltung der Gemeinde Jesu sind Stellen aus dem Hebräerbrief ("Indem er sagt: >>Einen neuen<<, hat er den ersten Bund für veraltet erklärt"[Hebr.8,13]) und in der Tat, die Aussage des Apostels Paulus in Kolosser 2,16f.:

      El Samu schrieb:

      „So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig aber ist es in Christus.“ (Kolosser 2, 16-17)
      Auch stellt sich die Frage, ob das Sabbatgebot nur für die Israeliten galt - im Gegensatz zu den anderen 9 Geboten. Und da wird von anderen Christen (also keinen STA-Christen) immer wieder die Stelle in 2. Mose 31,16f. zitiert:

      "Darum sollen die Israeliten den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei
      ihren Nachkommen halten als ewigen Bund. Er ist ein ewiges Zeichen
      zwischen mir und
      den Israeliten
      .(!!!) Denn in sechs Tagen machte der Herr
      Himmel und Erde, aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich."
      (2.Mose 31, 16-17)

      Daher ist es theologisch nicht einfach zu beantworten, ob der Sabbat für uns "Heidenchristen" auch heute noch gilt, wenn man alle dafür in Betracht kommenden Bibelstellen miteinander vergleicht.
      Dass zumindest für Heidenchristen auch der Sonntag eine starke Bedeutung bzw. zu bejahende Stellung einnimmt, ergibt sich im NT v.a. aus Apg.20,7! (Zumindest wegen Apg.20,7 ist es daher ungerecht, wenn die STA den anderen Christen ihren "Sabbat"(="Ruhetag") Sonntag nicht zugestehen wollen; der Sonntag wird ja von den anderen Christen nur deshalb gehalten, weil Jesus an diesem Tage vom Tode auferstanden ist und unser gesamter Glaube auf dem Ostergeschehen aufbaut und sich begründet und weil der Sonntag der Tag der neuen Schöpfung ist!)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Auch stellt sich die Frage, ob das Sabbatgebot nur für die Israeliten galt - im Gegensatz zu den anderen 9 Geboten. Und da wird von anderen Christen (also keinen STA-Christen) immer wieder die Stelle in 2. Mose 31,16f. zitiert:

      Jes. 56, ab 1 So spricht der HERR: Wahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, dass es komme, und meine Gerechtigkeit, dass sie offenbart werde.
      Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun!
      Und der Fremde, der sich dem HERRN zugewandt hat, soll nicht sagen: Der HERR wird mich getrennt halten von seinem Volk. Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum.
      Denn so spricht der HERR: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohlgefällt, und an meinem Bund festhalten, denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben; das ist besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll.
      Und die Fremden, die sich dem HERRN zugewandt haben, ihm zu dienen und seinen Namen zu lieben, damit sie seine Knechte seien, alle, die den Sabbat halten, dass sie ihn nicht entheiligen, und die an meinem Bund festhalten,
      die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus, und ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen mir wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker.


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      Die 10 Gebote sind ein fester Bestandteil sowohl des alten, als auch des neuen Bundes.

      Einen Sonntag kann man nicht entheiligen.....


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • Wenn ich mir die Beiträge von evangelischer Seite durchlese, dann stelle ich fest, dass die Grundlage der Sicht "wer heute Israel und ein auserwähltes Volk ist" eine wesentliche Rolle in allem spielt.Auch in der Auslegung der Prophetie.
      Wenn ich mich als Gottgläubiger zu den auserwählten Menschen zähle, dann will ich doch auch den in den Geboten enthaltenen Segnungen teilhaftig werden.
      In der Praxis kann ich das Sabbathalten für mich rückblickend als maßgebende Segnung erkennen. Vorausblickend könnte es eben auch in der Zukunft entscheidend sein. Das muss sich ja erst erfüllen.Ich habe auch diese persönliche Haltung, dass mein Papa mir einen Tag gemacht hat, den er für mich und ich für ihn habe, kindlich gesprochen.

      Wenn ich mich als Heidenchrist sehe, dann würde mich dieser Text überzeugen......
      Jesaja 56
      Die Gemeinde Gottes wächst über ihre Grenzen
      1 So spricht der HERR: Wahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, dass es komme, und meine Gerechtigkeit, dass sie offenbart werde.
      2 Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun!
      3 Und der Fremde, der sich dem HERRN zugewandt hat, soll nicht sagen: Der HERR wird mich getrennt halten von seinem Volk. Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum.
      4 Denn so spricht der HERR: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohlgefällt, und an meinem Bund festhalten,
      5 denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben; das ist besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll.
      6 Und die Fremden, die sich dem HERRN zugewandt haben, ihm zu dienen und seinen Namen zu lieben, damit sie seine Knechte seien, alle, die den Sabbat halten, dass sie ihn nicht entheiligen, und die an meinem Bund festhalten,
      7 die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus, und ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen mir wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker.


      Und ein Argument, das mich auch überzeugt hat ist, dass der Sabbat auf der neuen Erde gehalten wird.
      Jesaja66,22 Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir Bestand haben, spricht der HERR, so soll auch euer Geschlecht und Name Bestand haben.
      23 Und alles Fleisch wird einen Neumond nach dem andern und einen Sabbat nach dem andern kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR.


      Die ganzen Argumente und Texte sind bekannt.
      Gefühlstechnisch steht dieser Tag für mich außerhalb unsrer Alltagsrealität.Er erinnert mich an das Paradies und die Schöpfung und an die neue Erde....das hat auch etwas mit meiner Sehnsucht Nachhause zu kommen zu tun. :love:

      Was ist noch anders als bei anderen? DIe Sicht auf das was kommen wird. Der Blickwinkel ist auf die Vereinigungen der Kirchen gerichtet , nicht auf Israel als Volk, bei mir jedenfalls.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pfingstrose ()

    • Gott hatte immer schon und hat auch heute nur ein einziges Volk auf der Erde, und einen einzigen Weg zum Heil.

      Im alten Testament war dieses Volk ein bestimmter Staat im nahen Osten. Aber nicht alle Volksmitglieder waren so, wie Gott das gerne gehabt gätte. Es ging dann so weit, dass er das Volk in die Gefangenschaft schickte und später mit einem Überrest neu anfing.

      Das ging so, bis Jesus kam. Die meisten aus Gottes Volk lehnten ihn ab, ja, sie brachten ihn um wie einen Schwerverbrecher. Aber Gott machte nach der Auferstehung und Himmelfahrt Jesu wieder einmal mit einem Überrerst einen Neuanfang..

      In der Zeit des Neuen Testamentes gibt es nun keinen Staat als Gottes Volk mehr. Gottes Volk ist jetzt das, was es eigentlich auch schon früher war: ein geistlicher Begriff. Und da gibt es immer wieder Gottes Warnungen vor dem drohenden Abfall und Neuanfänge.

      Ich denke, der jüngste und letzte Neuanfang Gottes war mit der Adbent Gemeinde, der er wie Israel vor alters auch eine prophetische Begleitung zur Seite stellte. Nun liegt es an uns, der Gemeinde, ob wir wie unsetre geistlichen Ahnen die Fahne Gottes hochhalten, oder die "Welt" lieb gewinnen wie einst Demas.

      Der Sabbat ist und war immer ein Zeichen zwischen Gott und seinem Volk.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • benSalomo schrieb:

      Gott hatte immer schon und hat auch heute nur ein einziges Volk auf der Erde, und einen einzigen Weg zum Heil.
      Eine sehr gewagte These. Nur weil Gott einen neuen Bund geschlossen hat, muss ein älterer Bund ja nicht gleich ungültig werden. Gerade Judentum und Christentum könnten sehr gut neben- und miteinander leben. Ich halte nichts von Vermischungen. Aber wer den einen Weg geht muss ja nicht automatisch ausschließen, dass jemand anderes einen anderen geht.

      benSalomo schrieb:

      In der Zeit des Neuen Testamentes gibt es nun keinen Staat als Gottes Volk mehr. Gottes Volk ist jetzt das, was es eigentlich auch schon früher war: ein geistlicher Begriff.
      Ist das nicht ein bißchen zu einfach gedacht? Ist das christliche "Volk Gottes" nicht doch mehr als ein "geistlicher Begriff"? Volk ist nunmal Volk. In ein solches wird man z.B. auch hineingeboren, ohne vorher gefragt zu werden und gehört zunächst einmal dazu. Auswandern oder austreten kann man hinterher zwar immer noch, aber natürlich ist man durch die Geburt und das Aufwachsen vorgeprägt.

      Bei uns in der EKD wird ja bei Taufen immer auch betont, dass ein Mensch durch die Gnade Gottes in sein Volk, das Christentum, berufen wurde. Und auch diejenigen, die im späteren Alter zum Christentum kommen, gehen diesen Weg doch aufgrund von persönlichen Erlebnissen. Und nicht etwa durch philosophisches Nachdenken und theologisches Vergleichen im Erwachsenenalter.

      Ich vermute auch, dass 90-95% der STA-Forum Mitglieder zu der Konfession gehören, die auch ihre Eltern oder zumindestens ein prägender Elternteil hatte. Schau Dir doch mal Deine (oder auch meine evangelische) Gemeinde an. Da ist es doch bestimmt auch so.

      Und ab einer gewissen Größe ist jede Gemeinde natürlich auch ein eigener kleiner Staat. Das fängt doch schon damit an, dass man einen Gemeindevorstand bilden muss. Und schon ist man mitten drin in der "Politik". Da kann hier wahrscheinlich zu ziemlich jeder seine Anekdoten erzählen... ;)

      Später kommen dann noch Fragen dazu, ob man sich mit einem Stand beim Straßenfest beteiligt oder eine Wohltätigkeitsveranstaltung unterstützt. Alles nicht ganz so einfach und deutlich mehr als ein rein "geistlicher Begriff".

      Und wenn Kirchen gar so groß werden, dass sie Volkskirchen sind, dann stellen sich viele Frage noch einmal völlig anders. Ohne immer gleich allumfassende Antworten zu haben, muss man sich ab einer gewissen Größe bestimmten Fragen nunmal stellen.

      benSalomo schrieb:

      Und da gibt es immer wieder Gottes Warnungen vor dem drohenden Abfall und Neuanfänge.
      Die Warnung vor "Abfall" scheint ja eine Lieblingsbeschäftigung Eurer Glaubensgemeinschaft zu sein. Die Betonung der Stärkung, Lebenshilfe und der Seelsorge durch das Christentum tritt dahinter etwas zurück. Jedenfalls verbal.


      benSalomo schrieb:

      Ich denke, der jüngste und letzte Neuanfang Gottes war mit der Adbent Gemeinde, der er wie Israel vor alters auch eine prophetische Begleitung zur Seite stellte.
      Dieser Aussage kann ich insofern voll und ganz zustimmen, dass sich jemanden, dem "keine prophetische Begleitung" (durch E.G. White) "zur Seite steht", das Besondere am angeblich "letzten Neuanfang Gottes mit der Adventgemeinde" nicht unbedingt erschließt.


      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Babylonier ()

    • Dass der Segen von Israel auf ein geistliches Israel übergegangen sei,
      oder dass vor dem Abfall gewarnt wird,
      oder dass es Erweckung, Absonderung und Heiligung braucht (usw.),
      oder dass die einen den anderen diagnostizieren, dass sie falsch liegen,
      ist auch kein besonderes Merkmal der Adventlehre, sondern gängig in den meisten christlichen Richtungen...
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Vielleicht sollte man die Frage auch anders stellen.
      Welche Wahrheit der Bibel wird von den Adventisten noch hoch gehalten und gelehrt, die andere protestantische Kirchen heute aus Konfliktscheuheit nicht mehr lehren?
      Was mir spontan dazu einfällt ist die Definition der HURE BABYLON.
      Wer ist sie und was hat die Reformatoren überzeugt sie als solches zu identifizieren?

      Ich kenne keine Kirche, die so mutig ist dieses Thema in die Öffentlichkeit (Fernsehen) zu bringen.
    • Pfingstrose schrieb:

      Was mir spontan dazu einfällt ist die Definition der HURE BABYLON.
      Wer ist sie und was hat die Reformatoren überzeugt sie als solches zu identifizieren?

      Ich kenne keine Kirche, die so mutig ist dieses Thema in die Öffentlichkeit (Fernsehen) zu bringen.

      Die Frage dabei ist, ob es sich um "Mut" handelt, oder in manchen Fällen eher um das (blinde) Festhalten an einer überholten Auslegung...
      Liebe Grüße, Heimo
    • Welche Wahrheiten haben andere Christen, sie die Adventisten übersehen - negieren - - -

      Pfingstrose schrieb:

      die andere protestantische Kirchen heute aus Konfliktscheuheit nicht mehr lehren?

      Sehe ich die Diskussion in gewohnten Bahnen durch so fallen mir alle jene Themen ein, welche mich von Jugend an beschäftigten und die konsequent übersehen oder geleugnet werden:
      Das Problem der Alten, der für sie zuzuschneidenden Seelsorge, dazu ein einziges Mal das Problem der Versiegelung bei einer Predigertagung abgehandelt nach Epheser 4, 30. (Beitrag Br. Schultschik) Nein, wir sterben nicht alle wie grade jetzt die 9o - jährige Schwester B, vor wenigen Tagen noch voll "Da", bis zuletzt von ihrem Lager aus aktiv teilnehmend am Gemeindegeschehen und am Weltgeschehen (!). - - - endlose Jahre des Alzheimer oder der senilen Demenz, des Rückfallens in mit der Taufe Abgelegten, abstruse sexuelle Übergriffe - - bedrohende Wahnvorstellungen - - -
      Alle Probleme der Bioethik, anzufangen mit der "Free choice- Haltung" zur Abtreibung bis zu Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik und die glückstrahlende Weiterentwicklung zur Stammzellentherapie aus Zellen ermordeter Embryonen (Ich sollte Stammzellen für meine arg lädierten Knieknorpel bekommen - ich lehne ab und werde weiter ablehnen).
      Man schaue sich einmal das Programm des IMABE und des RPP - Institutes an: Die dort abgehandelten Themen - in Heiligenkreuz oder in einem Wiener Palais sind in meinem Blickfeld - Bonelli (gut eine Generation jünger) beneide ich - so etwas in Bogenhofen! So etwas wie RPP BEI UNS!! - 30 Jahre früher!!! Und die Heiden aus Saba kommen und beten an und lernen - - -
      Die ganze Pastoralmedizin ist - - UNINTERESSANT!
      Die Anthropologie des geschlechtslosen, bewegungsarmen (nooo ! - natürlich "Exercise !!" ) dem Gemälde "American Gothic" (siehe Google !) entsprechend als Idealbild auf was Bochmann (Friedensau) kritisch hinweist- - -je hinterfragt ? (außer von Bochmann, Hanz Gutierrez und mir) - Günter Preuss: Unsere Körperfeindlichkeit ist unser Schutz!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Guten Abend.

      Wenn es hier um die Frage geht, was Adventisten aus theologischer Sicht an zusätzlichen Lehren haben über das hinaus, was andere christliche Konfessionen lehren, so gibt es mMn. nur eine einzige Antwort:

      An den Lehren der anderen christlichen Konfessionen, soeit sie biblisch zu begründen sind, fehlte nur eines: das Verständnis für die Art und Weise, wie Gott mit der Sünde verfährt.

      Diese Verständnis fehlte auch den Anhängern des Baptisten Predigers William Miller und seinen anderen Zeit Genossen, die das Datum 1843 genau oder annähernd berechneten. Dieses Verständnis begann mit dem Gesicht, welches Hiram Edson am Morgen nach dem Tag der "großen Enttäuschung" geschenkt wurde. Gott zeigt ihm nämlich, dass Jesus an dem erwarteten Tag nicht auf die Erde kam, sondern im himmlischen Allerheiligsten den Dienst begann, der schon im irdischen Heiligtum am Yom Kippur (großer Versöhnungstag) vorgeschattet wurde.

      Aus vielen Gesprächen mit anderen Christen und besonders Evangelikalen weiß ich, dass dort oft bis heute keine Vorstellung darüber besteht, wie biblische Vergebung und Versöhnung vor sich geht. Und von "Yom Kippur" haben die meisten nicht mal etwas gehört.

      Ich denke, dies ist der Punkt, den wir als STA besonders haben. Alle unsere anderen Glauben Vorstellungen finden sich in der einen oder anderen Form bei dieser oder jener Konfession auch, aber nicht alle zusammen.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • @Pfingstrose:

      die römische Kirche war auch antichristlich, denn sie hat gegen Zeugen des Evangeliums gekämpft und diese hingerichtet.
      Sie wollte nicht umkehren.

      Es gibt aber nicht einen (fixen) Antichristen, sondern mehrere (1. Joh 2,18.19).
      Sowohl solche, die aus dem Christentum hervorgehen, als auch solche, die von außerhalb kommen.
      Daran hat sich nichts geändert. Allerdings ist es sehr dumm, das an einer Person oder einer Institution festzumachen.
      Damit steht man auch nicht in der "reformatorischen Tradition", wie manche meinen, sondern man bedient bloß alte Plakate.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Habe leider kein Wort verstanden!

      philoalexandrinus schrieb:

      Man schaue sich einmal das Programm des IMABE und des RPP - Institutes an: Die dort abgehandelten Themen - in Heiligenkreuz oder in einem Wiener Palais sind in meinem Blickfeld - Bonelli (gut eine Generation jünger) beneide ich - so etwas in Bogenhofen! So etwas wie RPP BEI UNS!! - 30 Jahre früher!!! Und die Heiden aus Saba kommen und beten an und lernen - - -
      Die ganze Pastoralmedizin ist - - UNINTERESSANT!
      Die Anthropologie des geschlechtslosen, bewegungsarmen (nooo ! - natürlich "Exercise !!" ) dem Gemälde "American Gothic" (siehe Google !) entsprechend als Idealbild auf was Bochmann (Friedensau) kritisch hinweist- - -je hinterfragt ? (außer von Bochmann, Hanz Gutierrez und mir) - Günter Preuss: Unsere Körperfeindlichkeit ist unser Schutz!"
      Habe leider kein Wort verstanden! Handelt es sich um "Insider-Informationen" der Adventisten?
    • Was hat Jesus von 33 - 1843 im Himmel getan?

      benSalomo schrieb:

      Dieses Verständnis begann mit dem Gesicht, welches Hiram Edson am Morgen nach dem Tag der "großen Enttäuschung" geschenkt wurde. Gott zeigt ihm nämlich, dass Jesus an dem erwarteten Tag nicht auf die Erde kam, sondern im himmlischen Allerheiligsten den Dienst begann, der schon im irdischen Heiligtum am Yom Kippur (großer Versöhnungstag) vorgeschattet wurde.

      Aus vielen Gesprächen mit anderen Christen und besonders Evangelikalen weiß ich, dass dort oft bis heute keine Vorstellung darüber besteht, wie biblische Vergebung und Versöhnung vor sich geht. Und von "Yom Kippur" haben die meisten nicht mal etwas gehört.
      Wenn man den Jom Kippur-Tag (=jüdischer Versöhnungstag - laut Lev.16) auf die Zeit nach der Himmelfahrt Jesu übertragen sollte, so muß Jesus auch im
      Himmel jedes Jahr am Versöhnungstag in das himmlische "Allerheiligste" gegangen sein, um die Sünden der Bußfertigen zu tilgen, wenn nicht, frage ich mich: Was hat Jesus zwischen 33 und 1843 n.Chr. dann im Himmel getan? Ein schwerer Nachteil der adventistischen "Sonderlehre des Heiligtumsdienstes Jesu im Himmel"!

      Bibelstelle

      "Denn an diesem Tag [AT=Jom Kippur] wird für euch Sühnung erwirkt, um euch zu reinigen; von allen euren Sünden sollt ihr gereinigt werden vor dem HERRN." (Levitikus(3.Mose)16,30)

      Diese Stelle ist zugleich die 17. Messianische Prophetie des AT (von insgesamt 334!) und weist prophetisch auf den KARFREITAG, den eigentlichen "Versöhnungstag" für alle Welt hin! "An diesem Tag [am Karfreitag, dem 14. Nisan des Jahres 33 n.Chr, am Freitag, dem 3. April 33] hat Jesus Christus "die Sühnung erwirkt von allen Sünden". Also dies war ein einmaliges (!!!) Ereignis, das nicht ständig wiederholt werden muss. ( Wie bei den Katholiken in jeder "Heiligen Messe" das Opfer Jesu unblutig gegenwärtig wird durch die Kommunion!) Warum also sollte Jesus daher 1844 in das Allerheiligste im Himmel eingegangen sein? Durch das Opfer Jesu auf Golgatha sind alle ATlichen Opfer und Dienste abgeschafft worden und damit hinfällig und nutzlos.
      ==> Die Heiligtumslehrte der STA vertstößt damit gegen den biblischen Grundsatz des "ein-für-alle-Mal erbrachten Loskaufopfers Jesu Christi" (siehe Hebräer 7,27/ Hebräer 9,11f./ Hebräer 10,10+12+18) und muß daher abgelehnt werden! Die STA wollten "auf Teufel komm raus" irgendwie das Datum 1844 retten - genauso wie die Zeugen Jehovas das Datum 1914! - und haben deshalb diese unbiblische "Heiligtumslehre", d.h. dass Jesus 1844 in das himmlische Allerheilgste eingegangen sei, erfunden und mit einer angeblichen "göttlichen Vision von Hiram Edson" begründet.
      Biblische Vergebung und Versöhnung geschah am Kreuz von Golgatha und nirgendwo anders sonst!
      Dass manche von Jom Kippur nie etwas gehört haben wollen, halte ich für eine Behauptung, die m.E. durch nichts zu beweisen ist. Wir Evangelischen kennen sehr wohl unsere Bibel und auch das Kapitel 16 aus dem 3.Mosebuch!
      Ich frage somit welche Vorstellung die Adventisten darüber haben, wie biblische Vergebung und Versöhnung vor sich geht? Und was sie zu meinen Ansichten sagen.