Unreine Tiere und Schweinefleisch essen

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    • Unreine Tiere und Schweinefleisch essen

      Diese Frage richtet sich an alle, die Nicht-Adventisten sind, und somit Schweinefleisch essen. Also an keine aktiven Adventisten und Vegetarier.

      Wie könnt ihr es begründen, dass ihr keine Sünde begeht, wenn ihr Schwein und andere unreine Tiere esst?
      Schlagt doch mal in der Bibel nach.

      In 3. Mose 11 stehen die Gesetze über reine und unreine Tiere:

      Bibelstelle

      Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen: Redet mit den Israeliten und sprecht: Dies sind die Tiere, die ihr essen dürft unter allen Tieren auf dem Lande. Alles, was gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und wiederkäut unter den Tieren, das dürft ihr essen.

      Und sehr interessant wird es dann ab Vers 7:

      Bibelstelle

      ...das Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein. Vom Fleisch dieser Tiere dürft ihr weder essen noch ihr Aas anrühren; denn sie sind euch unrein.

      ...darum soll es euch unrein sein.
      Was will man dagegen sagen? Schreibt ruhig mal euere Meinungen. ;)

      Eine weitere Bibelstelle:
      Apostelgeschichte 11. Der Text von Petrus und der Versuchung. Petrus wird durch das Tuch, was vom Himmel heruntergelassen wird, gezeigt, dass er zu den Heiden zum Missionieren gehen soll!
    • "Denn Christus ist des Gesetzes Ende;" in Römer 10,4 ist wohl das zentrale Argument!
      Außerdem sagt meine Lutherübersetzung in Markus 7,20:
      "Damit erklärte er alle Speisen für rein."
      Oder auch die Geschichte in Apostelgeschichte 10, wo Petrus scheinbar unreine Tiere aus diesem Tuch essen soll: V.13
      "Steh auf, Petrus, schlachte und iß!"
      Ich glaube es gibt noch mehr solcher Stellen, aber das sind wohl die am häufigsten zitierten.

      Aber man muss diese Texte in ihrem Zusammenhang lesen (und die Wortbedeutung im Urtext beachten)!!!!!!!!

      So hat Jonas z.B. schon den dritten Text geklärt:
      Petrus wird durch das Tuch, was vom Himmel heruntergelassen wird,
      gezeigt, dass er zu den Heiden zum Missionieren gehen soll!
      Apg.10,28

      Bibelstelle

      Und er(Petrus) sprach zu ihnen: Ihr wißt, daß es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mit gezeigt, daß ich keinen Menschen meiden oder unrein nennen soll.


      Auch die anderen 2 Texte kann man so erklären. Ich lasse es aber mal noch offen stehen und schreibe nachher villeicht noch weiter. Jedenfalls kann es ja gar nicht sein, daß Schweine früher unreine Tiere waren und sie heute rein sind. Dann müsste sich doch ihre Genetik verändert haben oder so!

    • Hallo,

      mir wäre genau diese Stelle eingefallen wo die Tiere vom Himmel fallen und Petrus sich ekelt/weiß dass er gesetzeswidrig handelt, udn er dann aufgeklärt wird, dass dies nun nicht mehr unrein ist.

      An anderer Stelle heißt es, alles was mit Dank gegessen wird, ist vor Gott gut (ich glaube in Markus?).
      Weil nicht Gesetzen nachgeeifert wird sondern in diesem Dank die Beziehung zu Gott zum Ausdruck kommt, die Freude im Leben (so wäre dann meine weitere Interpretation)

      Dass damit auch der Auftrag gegeben bei Petrus, unter die Heiden zu gehen, das habe ich auch so im Sinn,
      und dann mit dem Anhang - das ist nicht mehr zentral was ihr esst - es ist zentral ob ihr aufrichtig die Liebe lebt, und ALLE Menschen liebt. Es gibt keinen grund mehr zur Ausgrenzung und Anstoß. Man würde sich ja z B vor den Leuten ekeln die etwas machen dass man total falsch findet oder man würde es lassen und würde sie vor den kopf stoßen in ihrem Beisein, und damit wäre die Liebe doch schon wieder gemindert.

      Weiter gesponnen - die Unterschiede zwischen den Gesellschaften und Völkern werden aufgehoben,
      wirkt auf mich wie die Gegenbewegung zu der Entstehung der 12 Stämme, der ganzen Unterschiede, der unterschiedlichen Sprachen, Gepflogenheiten, Grund für Kriege.....
      Brudersein hat nichts mehr mit äußerlichen Merkmalen, Verhaltensweisen, Zugehörigkeiten zu tun,
      wie es bei menschlischen Vereinigungen der Fall ist.

      Dass es NUR um den Auftrag geht und dass man eigentlich doch weiter sich an die alten Gesetze halten soll und dass das Fleisch weiterhin unrein bleibt, das ist mir noch nicht bekannt.
      Was ist der Kontext dieser Auslegung?
      Bin einfach mal neugierig um das zu wissen, aber möchte nicht überzeugt werden oder überzeugen.
      Gilt es auch noch für andere mosaische Gesetze wie z B die Beschneidung?

      mfg jonasnichte
    • Anfangen möchte ich mit einem Vers aus Psalter:

      Ps. 119,18: "Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz"

      Ich zitiere aber erstmal überwiegend aus dem NT, weil einige vielleicht das AT als abgeschlossen und bedeutungslos sehen:

      Mt. 5,17-20:"Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel."

      Römer 3,31:"Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf."

      Eph.2,8-10:"Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch - Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. "

      1.Petr.1,16: "Denn es steht geschrieben (3.Mose 19,21): >>Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig<<."

      1.Joh.1,6: "Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit."

      Joh.17,17: "Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit."
      Mt.22,37-40: "... »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten."

      Joh.14,15: "Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote (=Gottes Gesetz) halten."Jak.2,17: "So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber."

      1.Joh.5,3: "Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer."


      Wie schon David in seinen Psalmen von seiner Freude am Gesetz schrieb: Ps. 119 z.B. Vers 6: "Ich habe Freude an deinen Geboten, sie sind mir sehr lieb." , so berichtet auch Paulus in Rö.7,22: "Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen."

      jetzt bin ich leider am Maximum der Zeichen angelangt; es geht gleich weiter!

    • Hebr. 8,10: "Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben inihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein."

      Römer 7,12:"So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut."

      1.Petr.2,9: "Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;"Rö.12,1.2: "Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene."

      Rö.7,12:"So ist also das Gesetz heilig und das Gebot ist heilig, gerecht und gut."

      Kol 2,6: "Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt auch in ihm"

      1. Thess.5,23:"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus!"

      2. Kor.3,17.18:"Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt4 in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn. "

      Gal.5,22-25:"Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln."

      1.Joh 2,6:"Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist." (er wurde unter das Gesetz geboren)

      Offb.:14,12: "Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus!"

    • @Jonasnichte

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      mir wäre genau diese Stelle eingefallen wo die Tiere vom Himmel fallen und Petrus sich ekelt/weiß dass er gesetzeswidrig handelt, udn er dann aufgeklärt wird, dass dies nun nicht mehr unrein ist.
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      Diese Interpretation ist zwar weit verbreitet aber völlig falsch, denn wenn Du den Zusammenhang liest geht es nicht um das ESSEn sondern um das Verkünden des Evangeliums an die Heiden, die von den Juden als unrein angesehen wurden.
      Dieser Tag ist die Geburtsstunde der Heiden-Mission durch Petrus und nicht das Ende der Speisevorschriften, die Gott übrigens aus medizinischen Gründen gegeben hat. Und sich medizinisch und gesundheitlich vernünftig zu verhalten sollte für denkende Menschen normal sein. Es ist nämlich hinreichend bekannt, das Schweinefleisch ungesund ist. Wir füttern unsere Hunde so natürlich wie es geht mit Frischfleisch -- man nennt das BARFen (_B_iologisch _A_rtgerechte _R_oh_F_ütterung). Dabei ist Schwein absolut verboten weil es den Hund töten kann - trotz unserer Hygiene-Vorschriften. Ich habe einige Verwandte, die kein Schweinefleisch essen weil sie es ausprobiert haben nachdem sie Probleme hatten. Schwein gestrichen bessere Gesundhait! Goptt weis was ER tut.

      maranatha Stephan

      ps ich kann das sogar bilogisch und genetisch begründen WARUM das so ist
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Ganz deiner Meinung, Stephan!

      Stephan Zöllner schrieb:

      @Jonasnichte

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      mir wäre genau diese Stelle eingefallen wo die Tiere vom Himmel fallen und Petrus sich ekelt/weiß dass er gesetzeswidrig handelt, udn er dann aufgeklärt wird, dass dies nun nicht mehr unrein ist.
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      Diese Interpretation ist zwar weit verbreitet aber völlig falsch, denn wenn Du den Zusammenhang liest geht es nicht um das ESSEN sondern um das Verkünden des Evangeliums an die Heiden, die von den Juden als unrein angesehen wurden.
      Dieser Tag ist die Geburtsstunde der Heiden-Mission durch Petrus und nicht das Ende der Speisevorschriften, die Gott übrigens aus medizinischen Gründen gegeben hat. ....
      Vielen Dank Stephan! nummer 1xD3

      Das ist genau das, was ich auch in meinem 1. Beitrag ausdrücken wollte. Es geht um den Zusammenhang. Kritiker versuchen einzelne Sätze herauszupicken, und wollen vom Kontext nichts wissen.
    • Jonas schrieb:

      Stephan Zöllner schrieb:

      @Jonasnichte

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      mir wäre genau diese Stelle eingefallen wo die Tiere vom Himmel fallen und Petrus sich ekelt/weiß dass er gesetzeswidrig handelt, udn er dann aufgeklärt wird, dass dies nun nicht mehr unrein ist.
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      Diese Interpretation ist zwar weit verbreitet aber völlig falsch, denn wenn Du den Zusammenhang liest geht es nicht um das ESSEN sondern um das Verkünden des Evangeliums an die Heiden, die von den Juden als unrein angesehen wurden.
      Dieser Tag ist die Geburtsstunde der Heiden-Mission durch Petrus und nicht das Ende der Speisevorschriften, die Gott übrigens aus medizinischen Gründen gegeben hat. ....
      Vielen Dank Stephan! nummer 1xD3

      Das ist genau das, was ich auch in meinem 1. Beitrag ausdrücken wollte. Es geht um den Zusammenhang. Kritiker versuchen einzelne Sätze herauszupicken, und wollen vom Kontext nichts wissen.
      Genau! Das ist auch, was ich in meinem ersten Beitrag, also Antwort Nr.2 noch klarer machen wollte, indem ich Apg.10,28 , einen sehr zentralen und die Situation aufklärenden Text, zitiert habe. :) :D

    • Hi

      Als Nichtadventist bin ich hier schon mal der richtige... :)

      Erstmal zu dem Beispiel mit Petrus wo er das gewürm schlachten sollte:
      Ja ich sehe das auch so, dass damit primär gemeint ist, dass das Evangelium für alle Menschen da sein soll. Das bedeutet aber auch, dass es für alle Kulturen da ist. Und nun stellt sich halt die Frage: Was bedeutet das: Bedeutet das nicht auch, dass Essensgewohnheiten, Kleidervorschriften etc. damit verbunden sind. Ja ich persönlich gehe sogar soweit, dass ich sage, nicht einmal der Tag der Sabbatruhe ist damit fix (aber das ist ein Thema für sich).

      Im weiteren sind für mich die Speiseverordnungen der Juden eine Sache, die zur damaligen Zeit nützlich und richtig waren, heute aber keine Bedeutung mehr haben, da sich gerade in Punkte hygiene viele verbessert hat. In einem Drittweltland, wo das Schweinefleisch offen verkauft wird, esse ich auch keines, einfach aus dem einfachen Grund da es mir keinen gesunden EIndruck macht.

      Interessant finde ich auch, dass unmittelbar an die Speiseverordnungen die Verordnungen für das Tragen der Haare resp, das Rasieren folgen. Ich kenne keinen Adventisten, der sich daran hält, warum wird dann die Speiseverordnung derart hochgehalten, während man das andere links liegen gelassen wird.

      In Math- 6.26 steht zum Beispiel auch, dass man sich nicht sorgen soll was man Essen und trinek soll

      Noch Deutlicher wird Mark 7.18 und 19

      Sehr viele Beispiele gäbe es auch von Paulus: z.B. 1.Kor 10.25

      Alle diese Beispiele haben die selbe Botschaft, nicht das Essen macht einen unrein, sondern das was in die Seele gelangt.

      Als letztes ein Gedankenanstoss an alle Adventisten (nicht dass ich schlecht finde was ihr macht): Könntet ihr nicht viel mehr für euer Geistiges Wohl tun, wenn ihr euch darauf konzentriert anstatt einen schönen Teil der Energie in "Details" wie Essensvorschriften steckt. Ich fühle mich übrigens nicht als etwas besseres, weil ich andere Schwerpunkte setze...

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Erstmal zu dem Beispiel mit Petrus wo er das gewürm schlachten sollte:

      Ja ich sehe das auch so, dass damit primär gemeint ist, dass das Evangelium für alle Menschen da sein soll. Das bedeutet aber auch, dass es für alle Kulturen da ist. Und nun stellt sich halt die Frage: Was bedeutet das: Bedeutet das nicht auch, dass Essensgewohnheiten, Kleidervorschriften etc. damit verbunden sind. Ja ich persönlich gehe sogar soweit, dass ich sage, nicht einmal der Tag der Sabbatruhe ist damit fix (aber das ist ein Thema für sich).

      das Fazit, das in der Bibel dann aus dieser Begebenheit mit Petrus und den unreinen Tieren gezogen wird, ist wie schon zuvor genannt: Apg. 10,18

      Bibelstelle

      ..; aber Gott hat mir gezeigt, daß ich keinen MENSCHEN meiden oder unrein nennen soll.

      und Apg. 10,34.35

      Bibelstelle

      Nun erfahre ich in Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansieht; SONDERN IN JEDEM VOLK, wer ihn fürchtet UND RECHT TUT, DER IST IHM ANGENEHM.

      und schließlich redet Paulus noch darüber Jesus und seine Tat und dann kommt der heilige Geist über sie: Apg. 11,44-47:

      Bibelstelle

      Von diesem (Jesus) bezeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. Und die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, weil auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen wurde; denn sie hörten, daß sie in Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, DIE DEN HEILIGEN GEIST EMPFANGEN HABEN; EBENSO WIE WIR ?


      ich sehe in dieser Geschichte das Gesicht / sie Vision mit dem Tuch und den unreinen Tieren eher NUR als eine Art Gleichnis, bei dem es nur auf die Pointe ankommt, die Petrus dann auch formuliert hat, und bei dem man den Rest gar nicht so wörtlich nehmen darf (vgl. Jesu Gleichnisse)

      Das Fazit ist , dass in Christus / vor Gott alle Menschen gleich sind; wer (Gott fürchtet) und recht tut (=nach dem Gesetz, Gottes Maßstäben für unser Leben, handelt) und genauso wie die Juden den heiligen Geist empfängt. Das sind Dinge und Formulierungen, wo deutlich wird, dass die Juden (christliche) Juden bleiben und die Heiden eigentlich genauso werden , nicht anderes (sprich (christliche)Juden) werden.
      Aber Gott ist der Gleiche; von Ewigkeit zu Ewigkeit; würde er seine Meinung (z.B. über das Gesetz) ändern, würde er sich widersprechen.

    • DonDomi schrieb:

      Das bedeutet aber auch, dass es(das Evangelium) für
      alle Kulturen da ist.
      Du meinst, man kann als Christusgläubiger seine Kultur und seinen Lebensstil beibehalten. Vielleicht in gewisser Weise schon; man sollte Gottes Wesen (die Liebe), seine Grundsätze, usw. aber auch sichtbar werden lassen um ganz eine neue Kreatur zu werden (2.Kor.5,17), in allen Lebensbereichen im Licht zu wandeln (1.Joh.1,6.7)
      ;irgendwo sind schon Grenzen.
      Dürfen dann z.B. Kanibalen , die Christen geworden sind, weiter töten? -Ich glaube nicht! Es kann zwar sein, dass sie erstmal trotzdem aus Gewohnheit, Sucht oder so ab und zu noch jemanden töten und essen, aber Gott vergibt da auch, wenn sie eben in ihrer Umgebung mal gefehlt haben. Aber sie sollten sich schon nach dem Guten richten! Trotzdem darf er aber natürlich schon weiterhin das tun, was nicht schlecht ist und in seiner Freiheit liegt, z.B. weiterhin in "Unterhose" rumzulaufen , wie sie es als Eingeborene eben so machen.
      und genauso ist es bei den Heiden auch: Die moralischen Maßstäbe, die Jesus vorgibt (oder der Gott d.AT: Jesus hat die Gebote aus dem AT bestätigt) gehen in das Leben jedes Christen über und er folgt Christi Vorbild. Man kann aber eben trotzdem noch das tun, was nicht schlecht ist ("und in seiner Freiheit liegt").
      Die Bibel ist Maßstab und gibt Gott Gebote, usw..
      Hinweis: Ein Thema über das Gesetz:
      Gesetz und Gebote

      "das Evangelium ist eine Kraft" (Rö.1,16) ",denn die Gerechtigkeit Gottes wird in ihm offenbart aus Glauben zum Glauben."(V.17) "Von einer Herrlichkeit zur andern,"(2.Ko.3,18 ) "von Tag zu Tag erneuert"(2.Ko.4,16) . Es ist ein fortschreitender Prozess. Wachstum. "Das ist der Wille Gottes, eure Heiligung,"(1.Thes.4,3).
      Römer 12,1.2 gefällt mir dazu sehr gut:

      Bibelstelle

      Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das ist euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleichm sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, ws Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

      Prüfen, was Gottes Wille ist:
      Nächstenliebe = Gut, verpflichtend
      Feindesliebe = Gut, verpflichtend
      ...
      10 Gebote (auch das 4./Sabbatgebot) = Gut, verpflichtend
      Schweinefleisch = Schlecht (ungesund, wissenschaftlich nachgewiesen), vermeiden
      Alkohol = meist schlecht, vermeiden
      ...
      welche Schuhe ich anziehe /Kleidung = relativ egal
      ob ich in Jerusalem oder Mekka war = total egal
      Musik = relativ egal..
      Einfügen in die vorherrschende Gesellschaft (ohne Grundätze aufzugeben) /"Kultur" = relativ egal , OK
      ...
      Man beachte: bei dem Schweinfleisch geht es nicht um Hygiene, sondern die Genetik des Tieres/Fleisches ->Zusammensetzun !

    • DonDomi schrieb:



      In Math- 6.26 steht zum Beispiel auch, dass man sich nicht sorgen soll was man Essen und trinek soll
      Die Luther-Bibel sagt hier zwar: "Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?"

      aber andere Bibelübersetzungen erfassen den Sinn so, wie ich diesen Text auch verstehe, wenn man Verse 19-34 liest. Oder da heißt es z.B. in Versen 31-33: "Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? (Werden wir etWas essen) Was werden wir trinken? (Werden wir etWas trinken) Womit werden wir uns kleiden? (Werden wir Kleidung haben) Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen."
      D.h. wir sollen nicht fürchten, dass wir nichts zu essen haben werden (und andere weltliche Sachen) und deswegen viel arbeiten oder so, sondern Gott vertrauen, dass Gott Einen versorgt.

      Gute Nachricht Bibel: "Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, und um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung!"

      Einheitsübersetzung: "Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben."

      Neues Leben: "Hört auf, euch Sorgen zu machen um euer Essen und Trinken oder um eure Kleidung.Warum wollt ihr leben wie die Menschen, die Gott nicht kennen und diese Dinge so wichtig nehmen? Euer himmlischer Vater kennt eure Bedürfnisse.Wenn ihr für ihn lebt und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird er euch jeden Tag geben, was ihr braucht."

      Und theoretisch gibt Gott Einem reine Speisen, aber darum geht es hier gar nicht; sondern nur darum, dass/ob man etwas hat.

    • Hi

      Zwei, drei Dinge noch dazu:
      1. Apg. 10.18 Man kann dies auch so auffassen, dass kein Mensch wegen seiner Nahrung unrein ist. Wie in einigen Versen geschrieben steht: Nicht was zum Munde reingeht macht unrein, sondern was aus dem Munde heraus kommt. Man findet gerade im Neuen Testament genügend Stellen, die darauf verweisen, dass die Nahrung eben nicht unrein macht.

      Zu Math 6-26: Ich finde gerade die Einheitsübersetzung sehr schön, man kann dies auch auffassen, dass nur die Heiden sich um die Nahrung kümmern, etwas überspitzt ausformuliert könnte man auch sagen, dass die nur die Heiden sich um die Essensvorschriften kümmern, denn die andern kümmern sich weder um Speis noch trank. Im weiteren zeigen doch all die Übersetzungen eines, nicht die Nahrung ist entscheidend sondern dass man nach dem Reiche Gottes trachtet. Die irdische Nahrung bringt mir kein Seelenheil, einzig die geistige Nahrung.

      Dann zu den Kulturen: Die Kultur hat nur bedingt etwas mit Lebensstil zu tun: Es gibt Dinge die klar gegen Gottes Willen verstossen, dazu zähle ich insbesonders die 10 Gebote und noch viel mehr die Gebote der Liebe die Jesu gegeben hat, in diesen beiden ist nämlich alles enthalten. Bevor jetzt wieder jemand auf dem Sabbat rumreitet, ja auch ich bin der Meinung, dass man jeden 7.Tag ruhen soll und Gott rühmen soll, allerdings klammere ich mich nicht an den Namen des Tages.

      Zum Schweinefleisch: Ja Schweinefleisch verdirbt sehr rasch und kann unrein sein. Allerdings hat man das, seit man die Fleischbeschau eingeführt hat sehr gut im Griff. Wenn man es nämlich genau nimmt, so sind heute in einer Art und Weise fast alle Lebensmittel unrein:
      Soja ist meist genetisch verändert, Rindsfleisch kann BSE enthalten, Huhn besitzt Salmonellen, Fische wurden oft mit Antibiotika grossgezogen, Salat enthält meist zu viel Nitrit etc. man könnte diese Aufzählung beliebig fortsetzen. Daher erachte ich Schweinefleisch heute und in unseren Breitengraden nicht als ungesünder als das meiste andere. Das Verbot war zu seiner Zeit richtig und gut, ist heute bei uns aber nicht mehr notwendig. Die Gebote waren für die Isrealiten bestimmt und damit auch für ihre Umgebung, wo sie gelebt haben.

      Dann noch was: Viele Bibelstellen die hier immer wieder zitiert werden schliessen meiner Meinung nach in keiner Art und Weise auf die Essensvorschriften sondern können genauso gut auf unser inneres, unsere Seele gemünzt werden.
    • DonDomi schrieb:

      Daher erachte ich Schweinefleisch heute und in unseren Breitengraden nicht als ungesünder als das meiste andere.
      Deshalb sagt Ellen G. White eine sehr bedeutende Frau und (eine) Gründerin der Siebenten-Tags-Adventisten, die aufgrund von etlichen Visionen und Vorhersagen,...(von Gott gezeigt) von vielen Adventisten als Prophetin anerkannt ist, dass man gegen Ende der Zeit auf tierische Produkte ganz verzichten sollte, weil diese zu ungesund werden. Du hast dazu schon einige Beipsiele an Schadstoffen in Fleisch aufgezählt, DonDomi. Die Gabe der Prophetie / Weissagung ist ein anderes Thema, kann aber auf jeden Fall sehr hilfreich sein.

      DonDomi schrieb:

      Dann noch was: Viele Bibelstellen die hier immer wieder zitiert werden schliessen meiner Meinung nach in keiner Art und Weise auf die Essensvorschriften sondern können genauso gut auf unser inneres, unsere Seele gemünzt werden.
      Im Alten Testament stehen meistens diese direkten Speisegebote/-gesetze. Sie wurden bei Jesus, den Jüngern und den ersten Christen bestätigt und nicht aufgelöst, sonst hätte das wahrscheinlich mal klar Einer gesagt. Man muß beweisen, dass diese Gesetze nicht mehr gelten; ansonsten sind sie immernoch verpflichtende Grundsätze.

      Ich möchte dann mal zum nächsten Text gehen, weil Apg.10 vielleicht mehr Interpretationssache ist.

      Markus 7,18.19 :

      Bibelstelle

      Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverständig? Merkt ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann? Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und kommt heraus in die Grube. Damit erklärte er alle Speisen für rein.

      Verse 21-23 sagen: "Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen." Diese sind Sünden, die in dem Sinne "verunreinigen", daß sie über Leben(Himmel) und Tod("Hölle") ENTSCHEIDEN, Einen also töten, wenn man keine Vergebung hat. Nicht so schlimm ist das, was man isst; Gott veruteilt Einen nicht, wenn man mal das Falsche, z.B. Schweinefleisch gegessen hat; dadurch würde man nicht gleich verloren gehen. Gott ist die Liebe und hier wird seine Gnade besonders deutlich. Ich würde sagen, es ist nicht heilsentscheidend, aber natürlich sollte ein Christ, der Gott liebt, das tun, was Gott gefällt (Joh.14,15)
      Dem gegenüber steht aber noch 1.Ko.3,16: "Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr."
      Also soll man seinen Körper nicht verderben. Ein paar seltene Male können schon mal passieren; wie gesagt, es ist nicht unbedingt heilsentscheidend, solange es nicht schädigend wird.

    • Es ist schon lustig, dieser Tempelvers kommt von jedem Adventisten, scheint ein besonders wichtiger Vers zu sein. Was ist mit den Versen aus dem Markusevangelium? Dort sagt Jesus recht deutlich, dass Nahrung einen nicht verunreinigen kann.

      Dann zu Frau White: Für mich haben im Bezug auf meinen Glauben die Worte von Frau White keinen Stellenwert.

      Dann noch was, ich habe kein Problem mit Personen die kein Fleisch essen, aber das einem als Nichtadventist dieses ständig von den Adventisten vorgehalten wird finde ich nicht gut. Essen hat nichts mit Glauben zu tun. Ebenso trinke ich Alkohol in massen, was erwiesenermassen auch gesund ist.

      P.S: Ich habe sonst noch genug an mir zu arbeiten, wenn alles andere perfekt ist kann ich mich immer noch um diese Vorschriften kümmern, aber vorerst haben sie bei mir keine Priorität, da ich sie nicht für wichtig erachte.
    • "Damit erklärte er alle Speisen für rein."

      1mief8 Alkohol in Massen gesund ? Jeder Tropfen tötet Gehirnzellen. Oft meint man dabei versch. Stoffe, die in alkoholischen Getränken , z.B. Wein, auch noch drinnen sind, die gesund sind, aber da kann man genausogut Traubensaft trinken.
      Kannst du eine Quelle nennen ?!

      Das wichtigste ist natürlich erstmal bloß die "Liebe". Und wer die nicht hat, dem hilft der Rest auch nicht; das ist klar und ich denke, wir sind uns da alle einig!! wobei die Liebe aber auch als ein Teil der Frucht des Geistes in Gal.5,22 aufgezählt ist und somit erst heranwachsen muß (genauso aber auch die "Keuschheit")!
      Übrigens nicht nur Adventisten immer z.B. den Tempel-Text, sondern auch Nichtadventisten z.B. den Text mit Petrus und den unreinen Tieren im Tuch. "Es gibt nicht neues unter der Sonne" :D

      ..(Fortsetung meiner Antowort -es kam das Fußball halbfinale dazwischen-)...dieses Wort "unrein" ist hier vielleicht anders als gewohnt verwendet. Is irgendwie schwer zu erklären.

      WiIchtiger ist dabei in Mk.1,V.19 der Aussprch "Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und kommt heraus in die Grube. Damit erklärte er alle Speisen für rein!":
      Hier ist durch einen Übersetzumgsfehler der Sinn total verdreht. Wenn ich z.B. die Schlachter-Bibel lese, kommt ein anderer Sinn:
      "Denn es kommt nicht in sein Herz, sondern in
      den Bauch und wird auf dem natürlichen Weg, der alle Speisen reinigt, ausgeschieden."
      Reinigt nun Jesus oder der das Ausscheiden aus dem Bauch? Was ist gemeint? In der alten Lutherbibel (von 1912) ist der Text folgendermaßen übersetzt: "Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch, und geht aus durch DEN NATÜRLICHEN GANG, DER ALLE SPEISE AUSFEGT." Wiso wird das in der neuen Lutherbibel (1984) übersetzt: ".. Damit erklärte er (gemeint ist Jesus) alle Speisen für rein"? Haben neue Funde alter Bibelhandschriften einen noch verlässlicheren Grundtext erbracht? Nein, der griech. Urtext ist der Gleiche, man übersetzt ihn nur anders. Wörtlich bedeutet der letzte Teilsatz (katharidzon panta ta bromata) reinigend alle Speisen. "Reinigend" ist ein Partizip zu dem bei der Übersetzung das Subjekt gesucht werden muss. Wer ist reinigend alle Speisen? Luther hat den Verdauungsvorgang als "reinigend" angesehen, weil es ja im Textzusammenhang um das Händewaschen vor dem Essen geht. Ein paar mitgegessene Sandkörnchen werden durch die Verdauung ohne Probleme wieder ausgeschieden. Die Übersetzer der revidierten Lutherbibel (von1984) haben ein anderes Subjekt gefunden, das auch zu dem Partizip gehören könnte. In Vers 18 steht: "Und er (Jesus) sprach zu ihnen:..." Wenn Jesus aber als Subjekt angenommen wird, dann kann diese Aussage nur eine Randbemerkung des Markus sein: "(Damit erklärte er) alle Speisen für rein." - wobei die drei Wörter in Klammern gar nicht im Grundtext stehen.

    • "Damit erklärte er alle Speisen für rein."

      ...

      Sind also beide Übersetzungen möglich? Im Prinzip ja. Katharidzon ist Partizip der Gegenwart mit männlichem Geschlecht und kann sich rein grammatisch auf aphedrona (Abort; Luther: Grube) oder auf Jesus beziehen.
      Luther hat den maskulinen Begriff aphedron als Subjekt des Partizips verstanden. Es steht nur zwei Wörter vorher und bietet sich logisch als Bezugswort an. Die heutigen Übersetzer wählen nicht aus zwingenden grammatischen Gründen, sondern aus Gründen des Vorverständnisses ein Subjekt, das 37 Wörter (!) vorher steht und konstruieren, denn anders würde es nicht passen, in die Rede Jesu eine Randbemerkung des Markus hinein.
      Diese Übersetzung eignet sich nicht dazu, eine so gravierende Neuordnung wie die Aufhebung der alttestamentlichen Speisevorschriften zu begründen.
      Wenn man den Paralleltext aus Mattäus 15,17 hinzuzieht, wird deutlich, dass hier nicht Jesus gemeint sein kann, der reinigt, sondern der natürliche Verdauungsvorgang. Dort steht: "Merkt ihr nicht, dass alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird dach in die Grube ausgeleert?" Mattäus hat also keinen Hinweis auf eine Neuordnung überliefert. .. Insofern hat Luther den Text in Markus 7,19 im Zusammenhang des Neuen Testaments richtig verstanden. Anscheinend haben die Apostel Jesu auch nichts von einer Erklärung Jesu gewusst, die das Essen aller Speisen erlaubt, Petrus sagt noch einige Jahre nach der Himmelfahrt Christi: "Ich habe noch nie ...etwas Unreines gegessen."(Apg.10,14)
      Weitere Übersetzungen, die, ganz im Verständnis Martin Luthers, die Reinigung der Speisen, die wir mit ungewaschenen Händen essen, unserem Verdauungssystem zuschreiben:
      Ludwig Albrecht: "...und geht dann hinaus durch den Darm, der alles Unzuträgliche von den Speisen abscheidet."
      Hans Bruns: "...und wird auf dem natürlichen Weg ausgeschieden."
      Hermann Menge: "...und auf dem natürlichen Wege, der alle Speisen reinigtm wieder ausgeschieden wird."


      (nach Harald Weigt's "Verstehst du was du liest"=Quelle)

    • @Jan:

      Ja ich habe auch die Lutherübersetzung, und für mich ist das doch recht klar. Dass Petrus nie etwas unreines gegessen hat liegt für mich völlig auf der Hand. Bei uns isst auch niemand Hund oder Meerschweinchen obwohl dies in andern Kulturen der Fall ist. Das hat eben etwas mit der Kultur zu tun, es ist für mich klar, dass ein damaliger "Isrealit" kein Schweinefleisch as, weil die Speisevorschriften in die Kultur übergegangen sind. So wie man bei uns eben kein Hund isst. Das ist eben das, was ich mir Kulturen meinte. Paulus schrieb ja in Kol. 2-16, dass man sich keine Gedanken über Speis, Trank und Sabbate machen soll, sondern man soll sich den Ewigkeitswerten zuwenden und dazu zähle ich die Speisevorschriften nicht, weil wir sowieso alle einen neuen Körper kriegen. Ich muss halt auch anmerken, dass für mich nicht die Bibel der Massstab, sondern Jesu der Massstab ist, und bei Jesu ist ganz klar die Liebe das zentrale Element und nicht irgendwelche Gesetze.

      Zu guter letzt nochmals die Frage: Weshalb sollen die Speisevorschriften noch gelten, aber die Vorschriften bezüglich Frisur und Rasieren nicht (die folgen gleich auf die Speisevorschriften und da wird einiges auch für unrein erklärt). Daraus kann man eben auch sehen, dass diese Gesetze für die Isrealiten waren zu ihrem Wohl aber auch zur klaren Abgrenzung gegenüber andern Völkern.

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    • Hey,

      @ Stephan: ich habe Katzen, von daher versteh ich barfen(auch wenn meine beiden nun mal auf hochwertiges Fertigfutter stehen und Mäuse & Küken einfach bäh sind.) Aber ich käme nie auf die Idee, meinen Tieren Schwein zu füttern, weil es einfach gefährlich sein kann (Aujetzkis`sche Krankheit)

      Aber unabhängig davon: in der Bibel steht: sei der Griechen ein Grieche, den Römern ein Römer und das es nicht wichtig ist, was in den Körper rein sondern was raus geht........und ganz ehrlich: was ist heute noch gesund? Esse ich Schwein, ist es ungesund(Schweinepest), beim Rind riskiere ich BSE, beim Huhn Salmonellen, bei Gemüse $ Obst Düngemittel...........darf ich GAR NICHTS essen???????????

      LG Kira