Möchte Gott immer heilen?

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    • Möchte Gott immer heilen?

      Hallo ihr Lieben,

      ich hatte mich etwas aus dem Forum zurückgezogen, versuche nun doch aber wieder mit einer Frage, die mich sehr bewegt, an euch heranzutreten. Mit dem Thema Heilung beschäftige ich mich schon recht lange und hatte auch schon in verschiedenen Themen dazu etwas geschrieben.

      Heute hatte ich ein dreistündiges Gespräch mit einem (STA) Prediger zu diesem Thema und er konnte mir leider nicht konkret genug antworten. Es ist auch ein sehr persönliches Thema, besonders wenn man in diesem Zusammenhang auf Sünde oder Unglauben zu sprechen kommt. Es ist einfach schwierig mit jemandem über das Thema zu sprechen und wirklich eine rein biblische Betrachtung vorzunehmen, ohne eigene Erlebnisse mit Krankheit und nicht-Heilung bzw. nicht-Gebetserhörunng mit ein zu beziehen.

      Daher sage ich vorweg: Ja ich weiß, dass Gott durch Krankheit hindurch trägt, dass er Kraft gibt und Mut macht und Hoffnung schenkt. Ich weiß auch, dass Krankenheilung nicht Priorität A ist, sondern dass es Gott in erster Linie immer um die Beziehung zu ihm und die Befreiung von unserer Schuld geht.

      Ich frage nun rein von der Bibel her:
      Ist es IMMER Gottes Wille einen körperlich/seelisch kranken Menschen vollständig gesund zu machen nach Jakobus 5 ? Oder gibt es Bibelstellen, die etwas anderes sagen ? Hierbei möchte ich Paulus "Dorn im Fleisch" gerne außer Acht lassen, da es sich hierbei nicht sicher um eine Krankheit handelt, sondern wie für mich persönlich eher viel schlüssiger aus dem Bibeltext hervor geht, um die Leiden aus der Verfolgung heraus, aber das ist ein anderes Thema und wie gesagt geht es hier ja nicht eindeutig um Krankheit.

      Und so es Gottes Wille ist, wenn wir also Frage 1 mit JA beantworten, bedeutet es dann also, dass ein Christ NICHT mit Krankheit leben muss (im Gegensatz zu anderem Leid, dass wie z.B. Verfolgung ertragen werden muss), sondern nach Jakobus 5 auf jeden Fall unter dem beschriebenem Gebet, so er ohne Zweifel im Vertrauen bittet und seine Sünden bekennt, geheilt wird?

      Natürlich ist Gott souverän, trotzdem hat er uns klar Zusagen gemacht, auf die wir uns verlassen können z.B. Segensüberschüttung bei Zehntenzahlung oder Vergebung der Sünden bei Glaube an Jesus etc., also klare Zusagen, die auf jeden Fall erfüllt werden. Wenn ich also darum bitte, kann ich das im vollen Vertrauen darauf tun, dass ich erhalten werde, worum ich bitte.

      Wenn ich nun um Krankenheilung bitte ohne mir sicher zu sein, dass es auch Gottes Wille für mich ist, gesund zu sein, dann ist da ja unweigerlich Zweifel vorhanden, der letztendlich dazu führt, dass mein Kleinglaube nicht wirken kann. Wie also vertrauensvoll bitten, wenn ich 1 nicht mit ja beantworten kann?

      Das Problem was ich oft in solchen Gesprächen habe, ist dass Texte wie Jakobus 5 oder die Texte zum Thema "Bittet und es wird euch gegeben" oder zum "Heilungsauftrag" relativiert werden. Würde man das mit der Schöpfung oder dem Sabbat machen, wird zumindest bei den STA schnell auf die Barikaden gesprungen, aber hier ist es Gang und Gebe, wohl auch weil es so ein persönliches Thema ist oder weil es ein übernatürliches Thema ist.

      Ich muss nun aber fragen: Kann ich die Bibel und Gott wirklich so beim Wort nehmen? Und was genau sagt die Bibel nun:
      Was ist mit den Kranken? Haben wir einen (bisher vernachlässigten) Auftrag? Warum "funktioniert" das Handauflegen nicht immer ? Sünde, Unglaube? Wie soll man das ansprechen oder überhaupt darüber sprechen ohne zu verletzten?

      Ich denke übrigens, dass Krankenhäuser, Sanatorien etc. bauen eine gute Sache ist, eine Sache für sich, ein Auftrag für sich, aber nicht der Weg, den die Bibel uns im Umgang mit Kranken lehrt --> nämlich Jakobus 5, eine übernatürliche Krankenheilung.

      Ja man könnte nun fragen, wie wichtig ist das eigentlich ? Ich habe eine Bekannte, Mutter von drei jungen Kindern die an Krebs erkrankt ist, ihre Antwort wäre sicher anders, als die Antwort von gesunden Menschen. Warum eigentlich salben wir unsere Kranken immer erst dann, wenn es medizinisch aussichtslos ist? Warum nicht bei Depressionen, Allergien, Grippe etc. ?

      Bin gespannt über eure Meinungen.

      Einige Texte hierzu:


      Bittet so wird euch gegeben:
      Math 7, 7-11
      Math 18, 19-20
      Markus 11, 22-26
      Johannes 16, 23-24

      Heilungsauftrag
      Lukas 9, 1-2
      Markus 16,18
      Math 10, 1
      Jakobus 5

      Gott unser Arzt
      Jesaja 53, 4-5
      Matth 8,16-17
      1.Petrus 2,24
      2.Mose 15, 26
      Jeremia 33,6
      Psalm 103,3
      Psalm 34, 10-21

      Heilungswunder Jesus heilte ALLE Anwesenden
      Matth 12,15
      Lukas 5,17
      Markus 6,55-56

      Heilungswunder
      Matth 14,34
      Matth 9.19-22
      Matth 17, 14-21
      Apostelg 19,11-12
      Apostelg 5,12-15
    • Es ist aber grade der Vers 9 bei 2.Kor. 12 aufschlussreich:

      "Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne."

      Apg 21,14 ".............., beruhigten wir uns und sprachen: Der Wille des Herrn geschehe!"

      Viele können nicht geheilt werden, weil ihre Krankheit wider besserem Wissen und Ermahnungen selbstverschuldet ist. EGW hat ein mal ausdrücklich gesagt bekommen, dass sie mit ihrem Mann für den Bruder x nicht beten soll, da Gott ihre Bitten nicht erhören wird.

      Möglichkeiten:
      - In Krankheit kann sich Gottes Macht zeigen.
      - In Krankheit bleibt der Betroffene bei Gott, wobei er sich im gesunden Zustand von Gott entfernen würde.
      - Auf die Krankheit folgt der Tod -- Gott gibt vor dem Tod noch Chancen sich zu besinnen und ins Reine mit Gott und den Nächsten zu kommen. Alle Krankheiten kann Gott nicht heilen, denn sterben müssen wir alle.
      - Erziehungsmaßnahme Gottes
      - uneinsichtig selbstverschuldete Krankheit, Fahrlässigkeit

      Schließlich entscheidet Gott, was Er in solchen Fällen tut... es geschieht Sein Wille.


      .
    • Stofi schrieb:

      Viele können nicht geheilt werden, weil ihre Krankheit wider besserem Wissen und Ermahnungen selbstverschuldet ist.
      Das sehe ich auch so, wenn dann der Lebensstil z.B: Rauchen etc. so weitergeführt wird. Wenn nun aber jemand aufgrund seiner Lebensweise krank geworden ist, dann zum Glauben kommt und sein Leben ändert also z.B. aufhört zu rauchen, Drogen zu nehmen etc. dann spricht doch an sich nichts gegen eine Heilung,oder?

      Im Jakobustext geht es ja auch darum, Sünden zu bekennen, also im Leben Ordnung zu schaffen, zu vergeben etc. um Heilung empfangen zu können.

      Stofi schrieb:

      Möglichkeiten:
      - In Krankheit kann sich Gottes Macht zeigen.
      - In Krankheit bleibt der Betroffene bei Gott, wobei er sich im gesunden Zustand von Gott entfernen würde.
      - Auf die Krankheit folgt der Tod -- Gott gibt vor dem Tod noch Chancen sich zu besinnen und ins Reine mit Gott und den Nächsten zu kommen. Alle Krankheiten kann Gott nicht heilen, denn sterben müssen wir alle.
      - Erziehungsmaßnahme Gottes
      - uneinsichtig selbstverschuldete Krankheit, Fahrlässigkeit
      Zu deinen Möglichkeiten:
      1. Ja sehe ich auch so, in allem Leid kann sich Gottes Macht zeigen, das bedeutet ja aber nicht, dass Gott auch möchte, dass wir dieses Leid tragen müssen, sondern nur, dass ER ebend aus jeder Situation für uns das Beste wirkt. Interessant finde ich den Anfang des Jakobustextes, wo unterschieden wird zwischen Leid und Krankheit. Denn wer leidet, der soll beten...wer aber krank ist, der soll den beschriebenen Weg gehen, um geheilt zu werden. Wenn also Paulus z.B. vom Ausharren im Leid spricht, dann glaube ich, dass man das nicht mit Krankheit gleichsetzten kann, denn die müssen wir nicht ertragen, von der können wir geheilt werden.
      2. Diese Aussage finde ich sehr problematisch. Ich kenne kein Beispiel, wo Gott so gehandelt hat, vielleicht erklärst du mir ja, wie du auf diesen Gedanken kommst bzw. welche Bibelstellen dich so denken lassen.
      3. "Alle Krankheit kann Gott nicht heilen, denn Sterben müssen wir alle" stimme ich insoweit zu, dass Gott ja nicht den Alterungsprozess aufhebt und die damit verbundene Schwäche des Körpers, wohl aber kann Gott doch einen hoch betagten Menschen völlig gesund erhalten. Beispiele von 90-Jährigen die noch völlig fit sind und ihr Leben regeln, einen eigenen Haushalt führen und denen es soweit gut geht, gibt es doch in der "Welt" zu genüge.
      4. Was willst du damit sagen: Gott macht dich krank, um dich zu erziehen? Oder Gott nutzt eine vorhandene Krankheit für eine Erziehung ? Laut dem Jakobustext und auch z.B. im Hebräer 12,12-13 und anderen Texten lesen wir doch immer davon, dass bei Reue, Umkehr, Sündenbekenntnis, bei der Beschreitung des geraden Weges eine Heilung zugesagt wird.
      5. habe ich glaube ich oben schon alles zu geschrieben

      Wenn ich so darüber nachdenke, hast du vielleicht auch meine Frage nicht richtig verstanden bzw. ich habe sie falsch gestellt!
      Ich korrigiere mich also: Ist es immer Gottes Wille nach Jakobus 5 durch vertrauensvolles Gebet und Sündenbekenntnis einen Menschen zu heilen ? Ich verstehe diesen Text als Zusage, nicht als 50/50 Chance mal klappts und mal nicht. Worauf sollten wir dann auch vertrauen? Klar müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, die hast du ja auch schon angesprochen. Sünde ist immer ein Hinderungsgrund, Unglaube ja auch. Klar das deswegen nicht jeder immer geheilt wird, aber theoretisch ist es doch IMMER Gottes Wille (nach Jakobus 5) und wenn es nicht "funktioniert" dann liegt die Ursache dafür bei uns.

      Jesus hat nie jemanden abgewiesen, der Heilung wollte. Es gibt viele Begebenheiten, wo er ALLE Anwesenden manchmal einen ganzen Tag lang geheilt hat. Jesus hat auch seinen Jüngern den Auftrag gegeben, zu heilen und hat Heilungswunder sogar als Zeichen der Gläubigen vorausgesagt.

      Ich sehe das so, dass es IMMER Gottes Wille ist, aber nicht immer ist der Mensch dazu bereit, dass was Gott eigentlich schon längst für uns getan hat, nämlich unsere Krankheiten zu tragen und uns zu heilen 1.Petrus 2,24 und Jesaja 53/Matth. 8 auch zu empfangen. Dazu gehört nämlich Glaube und Schuldbekenntnis.

      Was denkt ihr?
    • Ich glaube nicht dass es IMMER Gottes Willen entspricht. Sein Wille ist dass wir uns zu Christus hinwenden und ihn annehmen. Wenn das nur durch Erfahrung und Tod der Fall ist (keine Ahnung welche Wege Gott gehen muss mit uns) ist das in meiner Überzeugung auch möglich.

      Natürlich ist die Vorstellung " Glaube Bekehrung Heilung" verführerisch und auch biblisch, aber wirklich wissen tuh ich es nicht wohin Gott mit mir gehen will.

      Es war Gottes Willen (Jesu Wille) dass Lazarus durch Krankheit gehen musste und sogar starb. Er erweckte ihn natürlich aber all das alle Lehre alle Erfahrung zielte darauf ab Menschen zu dem einzig wahren Gott zu führen. Es ist in meinen Augen ein Irrglaube man müsse ein Anrecht auf Heilung und eine Garantie darauf bekommen sobald man gläubig geworden ist.
      Leider gibt es viel zu viele Charismatiker die dieses Thema fein sauber verpacken und dann rennen sogar wir zu diesen "Wunderveranstaltungen hin" manche sind gut getarnt fast harmlos anmutend und die anderen setzen wieder voll auf Show, aber was dort oft einfach auf der Strecke bleibt ist das persönliche Sündenbekenntnis mit GOTT. Leider wird immer nur viel auf "du musst nur glauben ......und dein Glaube hat dich geheilt" gesetzt.

      Jesus hat gesagt dass die Menschen nach seiner HImmelfahrt noch genug Kranke Menschen haben werden um sie zu pflegen. Er hat keine Automatische Heilsgemeinde gegründet. Er hat das Heil gesandt zur Vergebung der Sünden damit wir das ewige Leben haben werden. Gesundheit ist ein Teilaspekts eines gläubigen Lebens aber keine Garantie.

      Ich glaube sogar das Krankheiten bei manchen Menschen eben erst richtig das tiefe selbstdemütige und aufgeschlossene hervorgebracht haben was Gott sehen will.

      Hiob hat durch all sein langes Leid keinen Schaden genommen sondern er und viele andere haben an seinem Schicksal Gott besser kennengelernt.

      Die Krankheit Tod wird Jesus dann erst besiegen wenn er wiederkommt, bis dahin sterben wir unsere Eltern und unsere Kinder. Die einzige Hoffnung ist keine Heilungsveranstaltung sondern seine Wiederkunft in Herrlichkeit.

      Das ist nur das was ich dazu meine, es ist für mich die Wahrheit und ja ich reagiere extrem empfindlich auf Adventisten die in eine Charismatische Heilsshow tendieren.(keine Unterstellung an Forumteilnehmer sondern alles schon live bei mir hier erlebt)
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • dieGlückliche schrieb:

      Jesus hat nie jemanden abgewiesen, der Heilung wollte. Es gibt viele Begebenheiten, wo er ALLE Anwesenden manchmal einen ganzen Tag lang geheilt hat. Jesus hat auch seinen Jüngern den Auftrag gegeben, zu heilen und hat Heilungswunder sogar als Zeichen der Gläubigen vorausgesagt.


      Dennoch war diese Heilung nur zeitlich begrenzt. Diese Menschen sind in ihrem Alter auch wieder krank geworden, evtl haben sie dann die gleiche Krankheit wiederbekommen. Sie sind gestorben.
      Jesus hatte dies alles getan um sich zu bezeugen. Er musste bezeugen dass sie eins aktzeptierten. ER IST der Sohn Gottes. Er wird sterben für die Sünden.

      Jesus kam nicht um Krankheiten zu heilen sondern um das ewige Leben zu geben. Die Heilungen Jesu waren nicht das ewige Leben.
      Jesus heilte damit man ihm glaubte. Auch die Apostel brauchten diesen AUsweis den eben hauptsächlich nur die Apostel bekommen hatten.
      Wenn ein Mensch glaubt und Jesus treu ist bittet er Gott um Heilung in Krankheit. Auch eine Schwester in meiner Gemeinde ist leider vor ein paar Jahren an Krebs gestorben. Wir haben alle darum gebeten wenn es SEIN Wille ist dann mach sie gesund, wenn nicht dann lege sie schlafen.
      Heilung ist nur ein Hinauszögern des unvermeindlichen. Gott hatte entschieden sie wird schlafen, sein Wille war es nicht dass sie geheilt wurde.
      Ein Charismatischer Heiler würde hier stellenweise sagen dass SIE oder die BRüder zu wenig oder den falschen Glauben gehabt haben, ich sage zu sowas, es war SEIN Wille. Sein Wille ist die ewige Heilung wenn er wiederkommt.
      Erst DANN wird der Wille Gottes auf alle die Heilung zur Folge haben.
      Bis dahin sollten wir unseren Fokus auf das Evangelium richten, das Evangelium ist nicht Wunderheilungen zu betreiben oder unser A und O darauf zu richten sondern von der Liebe Jesu und seines Vaters zu berichten und in jedes Haus zu gehen um davon zu zeugen.
      Denn ein geheilter wird erst Recht ganz vorne und als erstes an der Türe seines Nachbarn stehen um das Evangelium zu verkündigen.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • dieGlückliche schrieb:

      Das sehe ich auch so, wenn dann der Lebensstil z.B: Rauchen etc. so weitergeführt wird. Wenn nun aber jemand aufgrund seiner Lebensweise krank geworden ist, dann zum Glauben kommt und sein Leben ändert also z.B. aufhört zu rauchen, Drogen zu nehmen etc. dann spricht doch an sich nichts gegen eine Heilung,oder?
      Jain, die Folgen lässt Gott schon zu, denn auch diese sind eine Erfahrung und Warnung davor, in den alten Lebensstil wieder abzu gleiten.


      dieGlückliche schrieb:

      Zu deinen Möglichkeiten:
      1. Ja sehe ich auch so, in allem Leid kann sich Gottes Macht zeigen, das bedeutet ja aber nicht, dass Gott auch möchte, dass wir dieses Leid tragen müssen, sondern nur, dass ER ebend aus jeder Situation für uns das Beste wirkt. Interessant finde ich den Anfang des Jakobustextes, wo unterschieden wird zwischen Leid und Krankheit. Denn wer leidet, der soll beten...wer aber krank ist, der soll den beschriebenen Weg gehen, um geheilt zu werden. Wenn also Paulus z.B. vom Ausharren im Leid spricht, dann glaube ich, dass man das nicht mit Krankheit gleichsetzten kann, denn die müssen wir nicht ertragen, von der können wir geheilt werden.
      2. Diese Aussage finde ich sehr problematisch. Ich kenne kein Beispiel, wo Gott so gehandelt hat, vielleicht erklärst du mir ja, wie du auf diesen Gedanken kommst bzw. welche Bibelstellen dich so denken lassen.
      3. "Alle Krankheit kann Gott nicht heilen, denn Sterben müssen wir alle" stimme ich insoweit zu, dass Gott ja nicht den Alterungsprozess aufhebt und die damit verbundene Schwäche des Körpers, wohl aber kann Gott doch einen hoch betagten Menschen völlig gesund erhalten. Beispiele von 90-Jährigen die noch völlig fit sind und ihr Leben regeln, einen eigenen Haushalt führen und denen es soweit gut geht, gibt es doch in der "Welt" zu genüge.
      4. Was willst du damit sagen: Gott macht dich krank, um dich zu erziehen? Oder Gott nutzt eine vorhandene Krankheit für eine Erziehung ? Laut dem Jakobustext und auch z.B. im Hebräer 12,12-13 und anderen Texten lesen wir doch immer davon, dass bei Reue, Umkehr, Sündenbekenntnis, bei der Beschreitung des geraden Weges eine Heilung zugesagt wird.
      5. habe ich glaube ich oben schon alles zu geschrieben
      1. eine Krankheit ist ein Leid. Manche leiden nur noch in ihrer Krankheit. Paulus hat Gott um genesung angefleht, ER sagte ihm aber: lass dir an meiner Gnade genügen. ... mit anderen Worten: nur so viel, damit du leben kannst, aber nicht ganz, damit du nicht überheblich, ... was auch immer.... wirst.

      2. Oh, ich kenne unzählige solche Beispiele. Auch s.o. Das ganze AT ist voll davon. Wenn Gott Leid und Krankheit zulässt (bzw. schickt), kommen die Betroffenen schnell wieder zu Gott zurück (naja, nicht immer alle, leider).

      3. Ja, Gott kann, tut Er aber nicht immer. Denn die Krankheiten gehören zur Gefallenen Welt und zu unserem Leben dazu.

      4. Ja, Gott kann eine Krankheit zur Erziehung nutzen. Ob Er Krankheiten Schickt, denke ich auch schon, in der Bibel hat Er es auch immer wieder getan.

      dieGlückliche schrieb:

      Jesus hat nie jemanden abgewiesen, der Heilung wollte. Es gibt viele Begebenheiten, wo er ALLE Anwesenden manchmal einen ganzen Tag lang geheilt hat. Jesus hat auch seinen Jüngern den Auftrag gegeben, zu heilen und hat Heilungswunder sogar als Zeichen der Gläubigen vorausgesagt.
      Auf diese Gabe bei uns warte ich schon seit Jahren. Warum kommt sie nicht? Oder ist sie doch schon da? Wenn jemand einen kennt, bitte sagen.

      dieGlückliche schrieb:

      Ich sehe das so, dass es IMMER Gottes Wille ist, aber nicht immer ist der Mensch dazu bereit, dass was Gott eigentlich schon längst für uns getan hat, nämlich unsere Krankheiten zu tragen und uns zu heilen 1.Petrus 2,24 und Jesaja 53/Matth. 8 auch zu empfangen. Dazu gehört nämlich Glaube und Schuldbekenntnis.
      Naja, wie schon gesagt, wir leben (noch) nicht im Paradies. Gottes Wunsch war die Sünde gar nicht. Sein Wunsch ist, dass der Mensch gehorsam ist. Nichts, was mit Sünde zu tun hat, ist Gottes Wunsch (gewesen). Natürlich möchte Er, dass Seine Kinder gesund sind. Aber OB und WIE VIEL Er die Gebete erfüllt ... das entscheidet ER selber, denn ER sieht um die Ecke und weiß, welche Lösung für den Betroffenen die beste ist.

      Egal, wie es ausgeht, WENN man einen festen Glauben hat, VERTRAUT man Gott trotz allem, dass ER wirklich richtig entschieden hat.
      .
    • Baptist schrieb:

      Dennoch war diese Heilung nur zeitlich begrenzt. Diese Menschen sind in ihrem Alter auch wieder krank geworden, evtl haben sie dann die gleiche Krankheit wiederbekommen. Sie sind gestorben.

      Kannst Du mir, bitte, ein Beispiel nennen, worauf Du Deine Aussage, dass Jesus nur zeitlich begrenzt geheilt hat, stützt? Ich meine, dass die Krankheit dann wieder kam.

      .

      Baptist schrieb:

      Jesus kam nicht um Krankheiten zu heilen sondern um das ewige Leben zu geben. Die Heilungen Jesu waren nicht das ewige Leben.
      Jesus heilte damit man ihm glaubte. Auch die Apostel brauchten diesen AUsweis den eben hauptsächlich nur die Apostel bekommen hatten.

      So sehe ich das auch. Wobei Jesus auch heilte, um den Menschen das Leid weg zu nehmen. (Sie hatten damals nicht die Diagnostik und Therapie Möglichkeiten, wie wir.)

      .
    • Stofi schrieb:

      Kannst Du mir, bitte, ein Beispiel nennen, worauf Du Deine Aussage, dass Jesus nur zeitlich begrenzt geheilt hat, stützt? Ich meine, dass die Krankheit dann wieder kam.

      Weil diese Menschen zwar von dieser Krankheit geheilt wurden aber mit Sicherheit wieder eine "Grippe" oder sonst übliche Krankheit bekommen konnten. An irgendwas sind diese Menschen dann ja auch gestorben. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus dass die top fit mit 90 in die Kiste gehüpft sind.
      Mit Heilung verbinde ich Symptomlinderung aber die eigentliche Krankheit der Tod ist noch nicht geheilt. Die wir Jesus erst heilen wenn er wiederkommt.

      Verstehst du was ich damit meine?


      Zum letzten Punkt: natürlich kam er auch um zu heilen aber das war nicht sein wichtigster Auftrag. Jesu Hauptauftrag war ja das Evangelium in alle WElt zu tragen und nicht alle Welt physisch zu heilen. Ich sehe hier einfach die Prioritäten anders als die Charismatische Neoheilerbewegung die gerade das auf den Kopf stellt und dann in Tat und Wort Jesu Botschaft pervertiert.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Erstmal Danke für eure vielfältigen Beiträge.
      Ich bin aber irgendwie noch nicht so richtig glücklich damit.

      Was mich im Moment einfach bewegt, ist eine BIBLISCHE Antwort zu finden.
      Ja ich kenne die "charismatische Heilungsbegwegung" wobei es ja auch die in allen Facetten gibt und ich sie nicht komplett verteufeln will bzw. es nicht richtig finde, alle "Heilungsprediger" über einen Kamm zu scheren.

      Ich kenne auch die STA Ansicht dazu, also ungefähr so das, was ihr auch wiedergegeben habt.
      Das reicht mir aber nicht, denn ich möchte weder ein charismatisches Verständnis, noch ein STA Verständnis von dem Thema haben, sondern wissen, was die Bibel dazu sagt.

      Was ist die biblische Antwort?

      Es wäre also schön, wenn wir etwas weg kommen würden von persönlichen Meinungen sondern mehr hin zu dem, was die Bibel sagt. Letztendlich kann auch eine falsche Lehrmeinung nur so entlarvt werden. Wenn hier also so negativ über diese "charismatische Bewegung" gesprochen wird, wäre es nur richtig (wo wir als STA doch ein Volk des Buches sind) auch mit der Bibel zu argumentieren.

      Also ich fange mal einfach an mit meinem Verständnis , bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liegen sollte:

      Nach Jesaja 53, 4-5

      4 Jedoch unsere Leiden (Krankheit) 6 - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft7, von Gott geschlagen und niedergebeugt.
      5 Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen8 willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe9 lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.

      Jesus trug unsere Krankheit. Durch seine Striemen haben wir Heilung empfangen.

      Im Zusammenhang mit Matthäus 8, 16-17 wird deutlich, dass es sich bei der in Jesaja erwähnten Heilung nicht (nur) um ein rein geistlichen Prozess handelt, sondern (auch) um körperliche Heilung.


      16 Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit seinem Wort, und er heilte alle Leidenden,
      17 damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: "Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten."
      Jesus hat also durch seinen Tod am Kreuz nicht nur den Weg zur Vergebung der Schuld eröffnet, sondern auch die Möglichkeit gegeben, von körperlicher Krankheit geheilt zu werden. Jesus selbst hat viele Menschen geheilt und auch den Auftrag dazu erteilt. ER hat nie jemanden abgelehnt zu heilen. Er hat nie jemanden krank gemacht.
      Ein Beispiel, warum Heilung nicht funktionierte wird z.B. in Matthäus 17 gegeben:

      18 Und Jesus bedrohte ihn, und der Dämon fuhr von ihm aus; und von jener Stunde an war der Junge geheilt.
      19 Da traten die Jünger für sich allein zu Jesus und sprachen: Warum haben wir ihn nicht austreiben können?
      20-21 Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens2; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin!, und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein.3




      Hier wird auch nochmal deutlich gemacht, dass durch Glaube ALLES möglich ist, während Unglaube einem Wunder im Weg stehen kann.


      Den wichtigsten Text für uns heute, finde ich aber in Jakobus 5:



      13 Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen9.
      14 Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde10 zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn.
      15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten11, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.
      16 Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet12 in seiner Wirkung.
      17 Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen13 wie wir; und er betete inständig14, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate.
      18 Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor.

      Hieraus geht für mich hervor:
      Es gibt einen Unterschied zwischen Leid an sich und Krankheit.
      Denn: Wer "leidet" soll beten, wer aber "krank" ist dem wird eine Anweisung zum Heilungsprozess gegeben
      Voraussetzung: Bekennung der Sünden, Älteste beten und salben mit Öl, Glaube bzw. festes Vertrauen darauf, dass Gott auch heilen wird bzw. Abwesenheit von Zweifel

      Vers 16: 16 Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet

      Es ist also Gottes Wille (unter den beschriebenen Umständen) zu heilen. Im Jakobustext ist JEDER Gläubige angesprochen und ich sehe keinen Grund bzw. keinen biblischen Text warum es für manche nicht gelten sollte, was dort steht. Es gibt auch keinen Text der besagt, dass Gott manchmal heilen will und manchmal nicht und es gibt auch kein Beispiel - jedenfalls kenne ich keins - wo nicht am Ende einer Krankheit immer eine Heilung stand. Hiob wurde geheilt und lebte ein gesegnetes, langes, reiches Leben, Lazarus wurde auferweckt und lebte weiter usw. .
      Wo gibt uns die Bibel ein Beispiel, dass ein Leben in Krankheit für einen Christen einen Sinn hat bzw. von Gott gewollt ist ?
      Ist es nicht eher so, dass Gott immer die Aussicht auf Heilung - und zwar schon in dieser Welt - stellt ?
      Siehe Jakobus 5, 16 oder auch Hebräer 12,13

      Natürlich spricht z.B. Paulus auch viel von Leid z.B. Verfolgung, die ein Christ ertragen muss, aber laut Jakobus 5 ist Krankheit ein Leid, dass ein Christ nicht sein Leben lang ertragen muss. Da steht natürlich nichts davon, dass man nicht krank werden kann, eben nur, dass man von Krankheit geheilt wird.

      Ich denke, Krankheit hat nie einen Sinn. Jedenfalls kenne ich keine Bibelstelle, die das sagt. Ganz im Gegenteil! Hätte Krankheit einen Sinn warum, hat Jesus unsere Krankheit getragen und uns am Kreuz geheilt? Warum hat er den Jüngern geboten, zu heilen und warum hat er dann Heilung für die Gläubigen nach Jakobus 5 in Aussicht gestellt?

      Natürlich kann Gott aus Krankheit auch etwas Gutes erwachsen lassen, so wie uns durch Gott alles Schlechte auch zum Guten dienen kann. Das bedeutet im Umkehrschluss doch aber nicht, dass alles Schlechte so von Gott gewollt ist!

      Bin gespannt auf eure Antworten!!!

      Nachtrag, ich habe noch was vergessen:
      2. Mose 15,26
      Wenn du willig auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst und tust, was in seinen Augen recht ist, seinen Geboten gehorchst und all seine Ordnungen hältst, dann werde ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, der dich heilt.


      Schon im AT wird deutlich, dass zu einem gesegneten Leben Gesundheit gehört und dass Gott möchte, dass die Menschen gesund sind, ja dass er es sogar zusagt!

      So auch hier:

      2Mo 23,25 Und ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen: So wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde alle Krankheit aus deiner Mitte entfernen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dieGlückliche ()

    • dieGlückliche schrieb:

      Erstmal Danke für eure vielfältigen Beiträge.
      Ich bin aber irgendwie noch nicht so richtig glücklich damit.
      .... sondern wissen, was die Bibel dazu sagt.

      Was ist die biblische Antwort?

      ...


      Deine Frage ist legitim, aber ich denke: es gibt dafür keine eindeutige "biblische" Antwort.

      Du führst selbst eine Fülle von Bibeltexten an, die Dir aber keine eindeutige und direkte Antwort liefern, denn sonst würdest Du nicht fragen. Jede Antwort ist (nicht nur in diesem Fall) Auslegung und Interpretation biblischer Texte und daher vom Verständnis des Antwortenden geprägt.

      Letztlich kennen wir den "Willen Gottes" nicht. Wir glauben, dass er uns liebt und daher das Beste für uns will. Wie das mit Krankheit und Gebrechen zusammenpasst - dafür muss jeder sein eigenes Verständnis entwicklen. Die Bibel bleibt geheimnisvoll, siehe z.B. Johannes Kap 9, insbesonders Vers 3 - in Gegenüberstellung zu Joh 5,1-16, insbesonders V 14 ... und viele andere Stellen wo es um Krankheit, Leid und (auch) Sünde geht

      Geoffenbart wird uns jedenfalls, dass es in Gottes Neuer Welt kein Leid mehr geben wird (Ofb 21,4 und auch Jes 25,8).
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Also ich finde die von "
      dieGlückliche" genannten Bibelstellen auch in die Richtung gehend, dass es ständig Heilungen, die von Jesus kommen, geben müsste.

      Wir leben in einer Wissensgesellschaft und es gibt weltweit etwa 7 Milliarden Menschen. Eigentlich sollte man davon etwas mitbekommen, wenn jedes Jahr zehntausende auf dem Fad von Jesus anfangen zu wandeln und dabei Heilungen erfahren.

      Ich würde auch mal stark behaupten, dass viele Krankheiten nicht durch den Erkrankten selbst zustande kommt. Aber oft steckt die Sünde dahinter. Beispiel: So gibt es viele bedenkliche Stoffe, die sicherlich oft wegen Habgier zugelassen sind (Aspartam, Glutamat, Bisphenol A etc...). Wenn dann jemand an Krebs, durch diese verseuchte Welt erkrankt, hat der Mensch ja nicht direkt das eigene "Kranksein" verschuldet. Wenn der an Krebs erkrankte Mensch zu Gott findet, müsste er, wenn die ganzen Bibelstellen stimmen, Heilung erfahren.
    • Ich würde auch mal stark behaupten, dass viele Krankheiten nicht durch den Erkrankten selbst zustande kommt. Aber oft steckt die Sünde dahinter. Beispiel: So gibt es viele bedenkliche Stoffe, die sicherlich oft wegen Habgier zugelassen sind (Aspartam, Glutamat, Bisphenol A etc...). Wenn dann jemand an Krebs, durch diese verseuchte Welt erkrankt, hat der Mensch ja nicht direkt das eigene "Kranksein" verschuldet. Wenn der an Krebs erkrankte Mensch zu Gott findet, müsste er, wenn die ganzen Bibelstellen stimmen, Heilung erfahren.
      Fall 1:

      Dein Beispiel. Viele Krankheiten entstehen also direkt durch den Eingriff des Menschen. Wenn die Industrie bewußt gewisse giftige Stoffe in die Lebensmittel verpackt, um dadurch das Produkt länger in einer außerlich guten Form zu erhalten, ist es nicht verwunderlich, dass dann die Menschen dadurch krank werden. Hier kann man stark reduziert sagen: die Industrie (oder gewisse Menschen) machen andere Menschen krank.

      Fall 2:

      Nehmen wir das andere Beispiel. Angenommen, an den Christen als Versuchskaninchen würde eine böse Macht gegen den Willen der Christen unterschiedliche Medikamente und ähnliches testen, so wie es mit Juden etc. zur Zeit des Nationalsozialismus geschah. Hier erfolgt auch ein menschlicher Eingriff in das Leben eines anderen Menschen, und dadurch erkranken und schließlich sterben die Menschen.


      Frage: müsste Gott einen Menschen im Fall 2 retten, wo er durch einen anderen bösen Mann bewußt krank gemacht wird? Müsste Gott jede Krankheit heilen, die ein messianischer Jude durch die Versuche an ihm durch Nationalsozialisten bekommen hätte? Hier könnte man die Frage noch allgemeiner erweitern: müsste Gott die Verfolgten von ihren Verfolgern schützen? Warum hat Gott jene nicht gerettet, die in den Spielstadionen barbarisch umgebracht wurden? Wo blieb Gottes Eingreifen, um einen Menschen am Leben zu bewahren: zu schützen, zu heilen?

      Meine Antwort auf die Frage zum Fall 2: Gott muss nicht jede Krankheit retten, die durch die böse Hand eines anderen verursacht wurde. Sonst würden alle Menschen von Krankheiten und Folter geheilt und geschützt sein. Die Geschichte zeigt aber genau das Gegenteil.

      Kann man den Fall 2 auf den Fall 1 übertragen? Muss Gott wirklich jeden Kranken heute heilen, der durch einen anderen krank wurde?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende ()

    • Jacob der Suchende schrieb:


      Kann man den Fall 2 auf den Fall 1 übertragen? Muss Gott wirklich jeden Kranken heute heilen, der durch einen anderen krank wurde?
      2Mo 23,25 Und ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen: So wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde alle Krankheit aus deiner Mitte entfernen.


      Wenn andere Menschen Essen und Trinken vergiften und Menschen die Gott folgen dazu gezwungen sind, dieses Gift zu essen, so sollte Gott einschreiten, weil es so in 2Mo 23,25 steht. Er muss es nicht tuen, aber wenn Moses die Wahrheit aufgeschrieben hat, so sollten wir ein Einschreiten des Herrn erfahren können.

      Und genau das wird das Problem sein, was dieGlückliche haben wird. Es ist nicht so zwielichtig geschrieben, wie es manche darstellen. Ich sehe in solchen Aussagen eher eine eindeutige Verheißung.
    • 2Mo 23,25 Und ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen: So wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde alle Krankheit aus deiner Mitte entfernen.

      Wenn andere Menschen Essen und Trinken vergiften und Menschen die Gott folgen dazu gezwungen sind, dieses Gift zu essen, so sollte Gott einschreiten, weil es so in 2Mo 23,25 steht. Er muss es nicht tuen, aber wenn Moses die Wahrheit aufgeschrieben hat, so sollten wir ein Einschreiten des Herrn erfahren können.

      Und genau das wird das Problem sein, was dieGlückliche haben wird. Es ist nicht so zwielichtig geschrieben, wie es manche darstellen. Ich sehe in solchen Aussagen eher eine eindeutige Verheißung.
      Es ist fraglich, ob man die Mose-Stellen, die unter dem mosaischen, theokratischen Bund gültig waren, auf heutige Zeit übertragen kann?

      Zum Beispiel wird dort auch der Schutz gegen die Feinde versprochen. Aber was sagte Jesus? "Ihr werden verfolgt werden um Meinen Namen..".

      Die Zeit der Theokratie, wo Gott Seine Präsenz im irdischen Heiligtum in Israel hatte, ist vorbei. Damals hat Gott tatsächlich den Schutz vor allen Feinden versprochen. Im Neuen Bund lese ich nicht, dass Gott allen Christen einen Schutz vor Feinden versprochen hat.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Danke, dass ihr so rege mit macht, aber ich würde es sehr begrüßen, wenn wir beim Thema bleiben würden: Heilung und was die BIBEL dazu sagt. Speziell die Frage: Möchte Gott IMMER (nach Jakobus 5) heilen ? Bitte eine nur biblisch begründete Antwort.

      Ich habe schon mit Jakobus 5 argumentiert, dass es einen Unterschied gibt zwischen Leid im allgemeinen (Verfolgung, Armut etc.) und Krankheit. Hier ist eindeutig gesagt: Wer leidet, der soll beten. Die Bibel spricht an anderen Stellen ja auch viel davon, dass wir in Leid wachsen, Leid aushalten müssen etc. . Dieser Jakobustext macht aber deutlich, dass Krankheit ein Leid ist, dass nicht ausgehalten werden muss, sondern dass geheilt werden wird unter bestimmten Voraussetzungen.

      13 Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen9.
      14 Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde10 zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn.

      --> Wichtig zu verstehen dabei ist:
      Heilung wird nicht automatisch jedem Christen versprochen, sondern es wird jedem Christen die Möglichkeit dazu aufgezeigt. Darum ist auch nicht jeder Christ automatisch gesund.

      Auch spricht die Bibel nicht davon, dass wir auf jeden Fall gesund bleiben oder nicht krank werden können.

      Es geht mir hier einzig darum, dass Heilung nach Jakobus 5 von Gott immer gewollt ist und dass, wenn es nicht funktioniert, es nicht daran liegt, dass Gott es nicht will.

      Ich denke, was viele Christen hindert, ist einmal schlichte Unwissenheit über das Thema, falsche Lehren (nämlich, dass Krankheit ertragen werden muss) , Unglaube und Sünde.

      Ich denke, die Bibel gibt ein sehr klares Bild von Gottes Verhältnis zu Krankheit und von seinem Willen für uns. Ich persönlich für mich, bin durchs Bibelstudium jedenfalls zu einer klaren Erkenntnis gekommen. Als STA Kind bin ich aber mit einer ganz entgengesetzten Meinung groß geworden - nämlich mit dem, was ihr alle auch wiedergebt.

      Nun frage ich mich, warum ist das so ? Ich denke einfach, dass da in unsere Kirche eine falsches Verständnis zu dem Thema herrscht. Nun versuche ich mit euch herauszufinden, ob aber nicht doch vielleicht meine persönliche Auslegung der Bibelstellen zu dem Thema falsch ist, bzw. es muss ja einen BIBLISCHEN Grund für eure Meinungen bzw. die Meinung unserer Kirche geben. Vielleicht habe ich Bibelstellen übersehen oder falsch gedeutet.

      Darum ist es mir so wichtig: Bitte argumentiert doch mit der Bibel. Gott verspricht: Wer sucht, der findet! Bitte äußert euch zu meiner Auslegung über Jakobus 5.

      Vielleicht überdenkt auch eure Meinung, wenn ihr merkt, dass ihr sie biblisch nicht begründen könnt.
      Vielleicht muss auch ich meine Meinung überdenken, aber eben nur aufgrund biblischer Begründung!!!
      Danke euch :)
    • Hi

      Wenn man diese Jakobusstelle etwas weiterliest steht dort im 2.Teil von Vers 16: "Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist."
      Es steht aber nicht, dass das Gebet alles vermag. Somit kann selbst des gerechten Gebetes nicht immer gesund machen. Es steht ja vor allem in diesen Jakobusversen, dass das Gebet aufrichten wird. Im weiteren geht es in diesen Versen auch um die Heilung der Seele. Ich erkenne in diesen Versen nicht, dass man mit der richtigen Haltung oder den richtigen Taten automatisch gesund wird. Es ist möglich, muss aber nicht sein.
      Paulus betete ja auch zu Gott, dass er ihn vom Pfahl in seinem Fleisch befreien möge, Gott wollte das aber nicht tun (vgl. 1.Kor. 12,7 ff). Ich glaube das ist mehr als eindeutig.

      Gruss
      DonDomi