Unterschied zwischen STA und STA-reformierten?

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    • Unterschied zwischen STA und STA-reformierten?

      Was ist eigentlich der Unterschied der "Gemeinschaft der Sieben Tags Adventisten - Reformationsbewegung e.V. (siehe sta-ref.de) und den anderen STA ? Worin unterscheiden sie sich ? Die Reformationsbewegung Schwäbisch Gmünd gibt den "Herold der Reformation" in DIN A 4-Format und als DIN A 5-Heftchen "Der Freund" regelmäßig heraus. Die quartalsweise erscheinende Sabbatschullektion Reformationsbewegung lautet aktuell "Christliche Haushalterschaft" und kann ebenso kostenlos bezogen werden wie die o.g. Zeitschriften. Meines Erachtens bieten sie interessante Anregungen.
    • Meine kurze Gedanken dazu:

      Ich finde es schön, dass STA-Reform-Gemeinde die Sabbatlexion-Quartalheftchen kostenlos publiziert. :thumbup:

      Was ich nicht schön finde, dass sie im Bereich "Ursprung" keinen genauen Bezug auf die offizielle STA geben, zum Beispiel dass es zur Abspaltung kam, und dass sie nicht die offizielle Lehre der STA repräsentieren. Dies führt nämlich zur Verwirrung bei denen, die über STA nichts wissen. :thumbdown:
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Ich denke mal vieles was bei uns empfohlen aber nicht unbedingt verbindlich ist, ist bei Reformadventisten verbindlich: z.b vegetarische Ernährung. Von meiner Frau weiss ich das bei Reformadventisten in den Philippinen z.b. die Frauen auch bei 30 Grad im Schatten nur Kleider oder Röcke tragen die die Beine fast zu 100 % bedecken und Reformadventisten eher kalte Reste vom Vortag am Sabbat essen als zu kochen (was dort leicht gesundheitsgefährdend sein kann, speziell wenn man keinen Kühlschrank hat). Wie das in Deutschland gehandhabt wird weiss ich nicht. In vielem heißt es dort nicht "du sollst" sondern eher "du musst".
    • Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

      Dann sind die sta-ref´s also "Du musst !"- Leute. Jesus Christus hat aber verkündet:

      "...Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
      Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
      Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.... (Mt 11, 28-30 Luther 1984)

      Das "Du mußt !" begegnet uns im Leben in vielerlei Formen besonders in dieser gefallenen Welt. Im 1. Mose 3, 17 f. heisst es ja auch:
      "...verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang.
      Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen.
      Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen..."

      Wir müssen tagtäglich unser Brot verdienen, ums Überleben kämpfen, müssen uns behaupten, müssen, müssen, müssen.

      Und dann kam Jesus Christus und sagt uns, dass wir gar nichts tun können, um uns die Ewigkeit zu verdienen und auch nicht müssen. Er nimmt uns so an wie wir sind, wir brauchen nur "Ja !" zu sagen. Wir sind Versiegelte für die Ewigkeit (z.B. Joh 1,17).

      Wir Christen sollen uns vom befreienden Evangelium des Jesus Christus ja nicht "erwürgen" lassen, so dass wir "kaum Luft zum Atmen" haben, wenn wir auch andere Menschen geworden sind durch unsere Hingabe zu Jesus Christus und viele Dinge nicht mehr tun, die wir vielleicht aus unserer nichtchristlichen Zeit "davor" getan haben, denn wir dienen nun einem anderen Herrn, nicht dem Fürsten dieser Welt. Das Evangelium ist für mich "entlastend" so als würde mir ein "schwerer Stein von der Seele fallen". Mag sein, dass die Reform-STA die "Stricke etwas zu eng gezogen" haben und damit die lebendige Kraft, den lebensfrohen sprühenden Quell kraftstrotzenden freudigen Lebens, den das Evangelium ja auch ausmacht, vernachlässigt haben zugunsten eines "verstaubten, lähmenden, grauen freudlosen Evangeliums", das es ja gar nicht ist.
    • Ich habe in meinem Leben ein paar "Reformer" kennen gelernt. Einige waren sehr nett, andere ehr stramm gesetzlich.

      Begonnen hat alles im 1. Weltkrieg, als einige Schwestern mit der Haltung der Leitung zum Militärdienst nicht einverstanden waren. Ihre inzwischen gewachsene Gruppe spaltete sich während der letzten Kriegstage und kurz darnach ab. Versöhnungsbenühungen blieben erfolglos. Meine Mutter berichtete mir, dass aus ihrer Gemeinde damals etwa 1/3 der Geschwister aus traten. Die Gemeinde habe auf einen Schlag wieder Frieden gehabt und alle Kritikaster seinen verschwunden gewesen. Es fand von ihnen auch keiner mehr zurück. Die ausgetretene Gruppe zerstritt sich innerhalb von 3 Jahren in 7 Gruppen, von denen nur die "Reformer" noch übrig blieben.
      Vornehmlich erkannte man sie an 2 Merkmalen:
      1. bezeichneten sie und, die große Gemeinde, als "Babylon", stützten sich aber gleichzeitig auf viele Passagen von Ellen White, die diesen Gebrauch des Wortes ausdrücklich verneinte und als vom "Feind" herkommend ansah.
      2. "Reformer" sind Ariane.

      Ihre Missionsbemühungen erstecken sich hauptsächlich auf unsere Gemeinde, wo sie versuchen, Geschwister, die aus irgend einem Grund glauben, "ein Haar in der Suppe" gefunden zu haben, an sich zu ziehen. Man muss also in der Gemeinde aufpassen, denn nur aus diesem Grund tauchen sie bei uns auf.

      Es gibt übrigens zwei größere "Reformer"-Gruppen. Eine mit Sitz in Deutschland und eine in Kanada.

      Früher, als auf E.White-Bücher noch Urheberschutz lag, fielen sie auch durch Raubkopien auf, was ihnen aber nichts aus machte.

      benSalomo.
    • Das ist mir auch aufgefallen. Die Reformer missionieren fast auschließlich uns aber nicht Leute von "draussen". Ich persönlich kenne keinen persönlich, dafür hab ich mindestens einmal vor dem Gottesdienst irgendwelche geschickt platzierte Traktätchen in unserer Gemeinde entdeckt (der Verteiler war dann "verschwundibus...") und als ich noch bei Friendster gewesen bin hat mich mal eine US-Dame ungefragt so nach dem Motto angemailt: Hello Brother i got something to tell you... Und auf eine Webside aufmerksam gemacht. Auf der waren dann jede Menge Argumente zu finden warum die STA-Generalkonferenz (eine etwas komische Bezeichnung für unsere Gemeinde..) vom Glauben abgefallen und zum Babylon-System gewechselt sei. Ich hab bei den paar Leuten wo ich erlebt habe, dass die gewechselt sind immer den Eindruck gehabt dass es der selbe Typ Mensch ist: Geschwister die die perfekte Gemeinde gesucht haben und als sie gemerkt haben das die STA dieser Perfektion nicht gerecht werden kann (sind halt auch nur Menschen drin und keine Supermänner und -frauen) eben gewechselt sind. Ob sie die Perfektion dort finden oder sich im Endeffekt noch weiter separieren ist die Frage...
    • Reformierte STA gibt es schon seit 1925

      Es gibt Glaubensgrundsätze der Gemeinschaft der Siebenten Tags Adventisten Reformationsbewegung aus dem Jahr 1925. Die Trennung muss also schon länger her sein (wie benSalomo berichtet hat). Sie unterhalten einen eigenen Verlag, den Wegbereiter Verlag, über den aber interessante Literatur auch zu E.G. White günstig bezogen werden kann (wegbereiter-verlag.de). Pinoy Klaus schreibt, wir STA wären aus Sicht der Reformierten zum Babylon-System gewechselt ? Das erinnert mich an bißchen an Lukas 22,24, wer denn nun der "Größte" und wer "mehr erlöst" ist als der andere, wer "näher an Gott dran" ist usw. Das Evangelium von Jesus Christus stelle ich mir bisweilen als wachsenden blühenden Baum vor mit vielen Zweigen und Ästen und dieser Baum treibt unter den Menschen allerlei Blüten und bringt manchmal auch die eine oder andere dubiose Frucht. Das Christentum hat sich in der Tat so sehr aufgespalten in den letzten 2.000 Jahren, aber der gemeinsame "Stamm" auf den es ankommt, der ist geblieben, der ist sogar noch "dicker und fester und stärker" geworden und trägt alle seine abgespaltenen Zweige und Äste. Meinungsverschiedenheiten sind menschlich, die Menschen haben unterschiedliche Ansichten, aber Gott niemanden deswegen verloren oder bevorzugt jemanden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von 10Veith2010 ()

    • Ich habe an die Gemeinde der STA-Ref geschrieben und nach dem Unterschied gefragt. Heute habe ich Antwort bekommen.

      Allerdings sind aus den Stichwort angeführten Beispielen die Unterschieden nicht wirklich zu erkennen.

      Wohl aber, was dir militärische Beteiligung betrifft. Da sind die Aussagen klar. Keine Beteiligung.

      Ebenfalls ist klar formuliert: Keine Wiederheirat Geschiedener und keine ökumenische und kirchliche Vereinigung.

      Die Sabbatheiligung, die Stellung zur Obrigkeit und einiges mehr ist nicht genau definiert.

      ***
    • Psychosekten

      Die STA-Reformierte zitieren in ihren Sabbatschullektionen fast nur E.G. White aus ihren Schriften, was ich gar nicht so verkehrt finde. Die Literatur im Wegbereiter Verlag ist ebenfalls auf E.G. White konzentriert. Das die STA-REF eine bedenkliche wirklichkeitsfremde Psychosekte sind, die Menschen so von der Realität abschottet wie es bei den Zeugen Jehovas oder der Neuapostolische Kirche der Fall ist, kann ich eigentlich nicht sagen. Sie mögen ihren bestimmten Standpunkt vertreten, können sie ja auch. Das Christentum in Deutschland ist neben den konservativen Kirchen ohnehin sehr vielfältig und bunt schillernd - da gibt es die Baptisten, Pfingstler, Methodisten und andere Freikirchen. Gefährlich sind die Mun-Sekte und etwa 80 bedenkliche Psychosekten wie Scientology und andere "negative parasitäre Vampirorganisationen" (saugen die "Lebensenergie" aus, wollen viel Geld) um die man in Deutschland einen großen Bogen machen sollte. Labile junge Menschen sind anfällig. Was ich von den immer sehr gut gekleideten Mormonen halten soll, die zu Zweit auf Mission gehen, weiß ich nicht.

      Die Adventisten sind jedenfalls keine "Sekte", es gibt nur nicht so viel von Ihnen, es sind ja auch die Übrigen. Aber es gibt mehr Adventisten, die den Sabbat achten als es gläubige Juden gibt, die ebenfalls sogar ursprünglicher den Sabbat einhalten.
    • Die Äußerung der Reform-STA über die große Gemeinde, dass sie "Babylon" seien, muss man auf dem Hintergrund von Ellen White sehen, die auf solche Vorwürde einging.
      Auch zu ihrer Zeit gab es ja aus den unterschiedlichsten (meist persönlichen) Gründen Abspaltungen, und da fiel auch der Ausdruck "Babylon" über die große Gemeinde. Ellen White sagte dazu irgendwo (wo, habe ich gerade nicht im Hinterkopf) dass solche Äußerungen garantiert nicht von Gott, sondern von seinem Widersacher stammen.

      Was über Mormonen zu sagen ist, liwst man ja gerade im Thread Mormonen"

      Was "Psycho"-Sekten betrifft, wäre da noch die Gabriele Wittek und das "Universelle Leben" zu nennen. Aber auch manche Pfingstler-Gruppen gehören da hin. So lehrte der Pastor einer Pfingstgemeinde in Flensburg, dass der Ungehorsam gegen seine Worte gleichbedeutend mit dem Ungehorsam gegen Gott sei. Das hat mir jedenfalls so ein Glaubensbruder erzählt, dessen Arbeitskollege zu jener Pfingstgemeinde wechselte.
      benSalomo.
    • unterschied zwischen Adventisten und Reform Adventisten, bzw. Reformbewegung

      Hallo,

      was sind die unterschiede im Glauben und Lehre von uns und der Reform Adventisten, bzw. Reformbewegung ?

      Wikipedia schreibt:

      Lehre:

      Der Mittelpunkt der Lehre ist die Botschaft von dem zukünftigen Wiederkommen Jesu Christi auf unsere Erde. Er ist der Gottessohn, Herr der Schöpfung und Gekreuzigter von Golgota und sagt dieses große, sichtbare Ereignis im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, voraus: „Siehe ich komme bald…“ (Offb 3,11 LUT) Dieser Gedanke kommt auch im Namen der Gemeinschaft deutlich zum Ausdruck. Ihre Gläubigen streben danach, sich in ihrem täglichen Leben auf diesen Moment hoffnungsvoll vorzubereiten. Sie sind davon überzeugt, dass Jesus Christus die zahlreichen Probleme unseres Planeten (Umwelt, Kriminalität, Not, Krankheit, Tod) durch eine Neuschöpfung lösen wird.


      Die „Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung“ versteht sich als gegenwärtiger Teil einer historischen Gemeinde Gottes, die die biblische Wahrheit seit Bestehen der Menschheit bis in die Gegenwart weiterträgt. Das Wort Gottes wurde demnach von den biblischen Patriarchen über die Propheten, Jesus Christus und die Apostel, die Epoche des christlichen Niedergangs und der Reformation bis in die Neuzeit immer wieder durch aufrichtig studierende Christen weitergegeben.
      Ellen G. White, Mitbegründerin der Siebenten-Tags-Adventisten, war nach Überzeugung der Gemeinschaft ein weiteres Werkzeug Gottes, das zahlreiche Bücher, Inspirationen, Bibelerklärungen und -auslegungen verfasste, um Millionen Menschen die verlorene biblische Wahrheit wieder nahezubringen. Dazu gehört auch die Beachtung des biblischen Sabbat als Ruhetag Gottes, der unveränderter Teil der Zehn Gebote und Geschenk an die Menschheit ist. Wie alle Siebenten-Tags-Adventisten halten daher die Gläubigen am Samstag ihren Gottesdienst.


      Ein weiterer wichtiger Teil der Glaubensdoktrin ist die „Heiligtumslehre“, die alttestamentliche Zeremonien der Israeliten und die Stellung des Hohenpriesters im Tempel als Prophezeiung oder Vorschau auf Jesus Christus ansieht. Jesus starb nicht nur als „Lamm Gottes“ am Kreuz, sondern sei auch heute „Hoherpriester“ in einem vergleichbaren Heiligtum in Gottes Nähe. Er nehme Menschen an, die ihr fehlerhaftes Leben einsehen, bereuen und ihm nachfolgen. Dieses biblische Verständnis wird als göttlicher Erlösungsplan für die von Gott entfernte und abgefallene Menschheit gesehen. Nach Überzeugung der Gemeinschaft ist dies Teil eines wichtigen Gottesverständnises, der von den Kirchen der Ökumene als Sonderlehre betrachtet, nicht weiter beachtet und/oder abgelehnt wird. Daher verstehen sich die STA-REF als Reformationsbewegung.


      Ebenso wie die IMG hat die STA-REF eine ähnliche theologische Ausrichtung wie ihre Mutterkirche, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, legt diese aber strenger aus. Dazu zählen die unbedingte Einhaltung des Sabbatgebotes, die Gläubigentaufe und der Glaubensgrundsatz des konsequenten Vegetarismus. Dies drückt sich im weiteren in einer Lebensreform aus, die Genussmittel wie Tabak und Alkohol, ungesunde Ernährung und Modeerscheinungen ablehnt. Anders als die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind beide reformadventistische Gruppen darum bemüht, in erster Linie ihre Glaubensvorstellungen und Traditionen und weniger den gesellschaftlichen Trend zu leben. Daher lehnen sie zum Beispiel auch die ökumenische Bewegung ab, deren Bestrebungen als Vereinheitlichung zu einem nicht biblischen Universalglauben gesehen werden.
    • Hauptunterschied war die Kriegsfrage!

      Der Hauptunterschied zwischen "STA" und "IMG (Internationale Missions-Gesellschaft) STA - Reformationsbewegung e.V." ist die Friedensfrage - die Frage nach der Zulässigkeit des Kriegsdienstes.

      1914 sagten die "Mehrheits-Adventisten" ja zum Kriegsdienst wegen Röm.13 ("Jedermann sei Untertan der Obrigkeit!") - genauso wie auf politischem Gebiet die SPD.

      Die "Minderheits-Adventisten" sagten Nein zum Kriegsdienst unter Berufung auf die Bergpredigt Jesu und das Tötungsverbot der 10 Gebote! - Politisch vergleichbar mit der USPD ("Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands")

      Auf der Generalversammlung 1925 in den USA wurden die "Reform-Adventisten"(= "Kriegsdienst-Verweigerer") aus der Kirche der Siebenten - Tages - Adventisten ausgeschlossen, obwohl sie höchstwahrscheinlich die besseren bibl. Argumente auf ihrer Seite gehabt hatten.

      In allen anderen Punkten stimmen STA und IMG-STA inhaltlich vollkommen überein, wobei die IMG die Ökumenische Bewegung noch kritischer sieht als die STA!
    • Ich habe den Präsidenten und seinen Sekretär bei einer Tagung in Friedensau (2014) erlebt. Schon das aus Wort und Agieren bestehende unnachgiebige Bestehen auf ein bestimmtes Rednerpult, welches erst herbeigeschafft werden musste - sonst könne er, der Sekretär, nicht reden -

      Lassen wir einmal die theologischen Tüfteleien und Deutereien beiseite - aber so etwas Steifes in Mimik, Gestik und Artikulation findet man selten. Standardisiertes wurde monoton heruntergeratscht.
      Es lag mir auf der Zunge - leider nur auf der Zunge - in der öffentlichen Diskussion vorzubringen, dass meine Frau Brustkrebs habe, meine Tochter HIV und mein Sohn auf Koks sei , udem habe Oma Alzheimer -- ob sie mir Hilfe anbieten könnten. (solcherlei Sachen lagen nämlich völlig außerhalb des von ihnen dargelegten Weltbildes ebenso wie etwa die zunehmenden Probleme mit unseren Kindern im Rahmen der staatlichen Schullehrpläne).
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Meine Mutter (damals eine junge Frau, deren Bräutigam im Krieg an Gasvergiftung an der Westfront gestorben war), erzählte mir, dass in ihrer (und später auch meiner) Gemeinde von eta 130 getauften Erwachsenen etwa ein Viertel der Glieder sich der Reformationsgemeinde anschlossen, fast alles Frauen und einige Dienst untaugliche ältere Männer. Sie traten geschlossen aus der Gemeinde aus. Etwa 3-4 Jahre nach dem Austritt spalteten sie sich in 7 unterschiedliche Gruppen. Meine Mutter meinte damals zu mir: wir waren auf einen Schlag alle Kritikaster los und hatten wieder Frieden und Eintracht in der Gemeinde. Manchmal traf sie später einige der Ausgetretenen in der Stadt beim Einkauf und unterhielt sich mit ihnen. Aber es gab unter den Ausgetretenen niemand, der noch überhaupt an Gott glaubte.

      In meiner Jugendzeit und auch etwas später gab es in unserer Großstadt 4 Stadtteilgemeinden und einee kleine Reformationsgemeinde von 8 Personen, die ich alle kannte. In einer anderen Gegend meiner Heimat-Provinz trat eine Reformationsgemeinde geschlossen wieder in die Advent Gemeionde ein Die heutigen Glieder der Reformations Gemeide sind meistens Menschen, die aus irgend welchen, meist privarten , Gründen mit irgend etwas in der Gemeinde stark unzufrieden waren. Manche treten aber auch später aus der Reformations Gemeinde aus und wenden sich ganz vom Glauben ab. Andere werden wg. unstillbarer Kritiksucht aus aus der Reform Gemeinde hinaus gedrängt. Die Kriegsfrage wurde schon in den 1920er Jahren geklärt. Doch es zeigte sich, dass dies nur ein Aufhänger, aber nicht der eigentliche Grund war.Allgemein sind die Reformer heute strenge Arianer.

      So weit meine Kenntnisse der Sache.

      benSalomo.
    • benSalomo schrieb:

      .Allgemein sind die Reformer heute strenge Arianer.
      Da ich bei den Reform-Adventisten schon einen 28teiligen Glaubens-Grundsätze-Kurs belegt habe und dort auch die DREIEINIGKEIT positiv bewertet wurde, kann ich Deine Einschätzung, dass "die Reformer heute strenge Arianer sind" nicht teilen!

      Es wird wohl sowohl bei den STA als auch bei der IMG Reform-STA, Anhänger und Gegner der Trinität(=Dreieinigkeit) geben; offizielle Lehre der Reform-STA ist aber die Bejahung der Trinität!
    • Am Dienmstag, den 25. 06. habe ich den Eindruck des Verhaltens, Benehmens, der Körpersprache zweier Leiter beschrieben. Das sind mehr oder weniger (eher weniger?) allgemein gültige Wesenszüge der Reformgemeinde.

      Einen Tag später schrieb Ben Salomon, auch seine Mutter zitierend, von den "Kritikastern". Rainder Bruinsma, Friedensau 2014, (siehe auch sein Buch "Facing Doubt") ehedem Vorsteher der Gemeinden in Holland, kommentiert mir gegenüber privatim in Friedensau den queruatorischen Geist der Kritik - ach ja, so jemanden - aus der Reformgemeinde - hatten wir auch bei uns in der Gemeinde. Die Sabbatschule war regelmässig simpel gestört, das war keinAustausch der Meinungen und Erfahrungen zum SS - Thema, das war ein dauerndes bissiges Pseudokorrigieren.

      Das alles hat mit den 28 "Glaubenspunkten" sehr sehr wenig zu tun! - Die können ruhig weitestgehend übereinstimmen.

      Beispiel der Hermeneutik und Exegese: Sabbbatschule, "Sie" (Ärztin!) hatte unsere Klasse. Schlussatz, Quintessenz - Schlusswort: 2. Mose 15, 26 ""Wirst du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm - - so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Ägyptenland gelegt habe - denn ich bin der Herr, dein Arzt"

      Das Unterstrichene hat sie weggelassen. Resultat unseres Bibelstudiums: Brav sein, gehorsam sein, dann bleibst du gesund. Kein Arzt notwendig (jetzt hat sie eine Kassenpraxis in einer der recht verrufenen Wiener Gegenden). Ob sie immer noch diese klare, bestimmende Äusserung machen würde ?
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Allen die zu diesem Thema etwas konstrukives beigetragen haben und sich dabei eines sachlichen Tons bedient haben, sage ich danke.

      Allerdings finde ich die Beiträge, die den nötigen Anstand fehlen lassen unpassend. Hört auf, ander Christen mit diversen Titeln zu versehen und eure subjektive Meinung als allgemeingültiges Wissen dar zustellen.

      Soweit ich Reformer kennen gelernt habe, sind dies Christen die Ihren Glauben sehr ernst nehmen. Ein Umstand der in der STA immer mehr am Schwinden scheint. Zumindest wenn man den teilweise massiven Verlust an Kenntnis unserer eigenen Geschichte, der Identität und unserem Lehrverständnis bedenkt, wie dies in verschiedenen Regionen bzw. Gemeinden zu beobachten ist.

      Zur eigentlichen Eingangsfrage:
      Wie bereits angesprochen hatten die Refomer eine sehr guten Grund sich von der STA organisatorisch zu trennen. Nämlich der Aufruf der damaligen STA-Führung im 1. WK auf Menschen zu schiessen. Ich denke, dass auch heute viele in der STA ein Problem hätten damit, als Soldat andere Menschen zu töten. Das die damalige STA-Führung hier also als Ursache der Trennung genannt werden muss, ist ein weniger rühmlicher Fakt unserer Geschichte in Dt.. Die damalige Auffassung von Vaterlandstreue ist aber heute eh nicht mehr nachvollziehbar.
      Was aus meiner Sicht schade ist, ist der Umstand das es heute echten keinen Grund mehr gibt für eine Trennung. Ausser den Mauern in den Köpfen der Menschen. So ist es aus meiner Sicht zu einem Selbstläufer mit Zirkelschluss geworden, dass die Reformer die STA ablehnen und in gewisser Weise bekämpfen.(*)

      Mein Fazit zu den Reform-STA´s:
      Satan ist es völlig egal, ob wir links oder rechts von rechten Weg sind oder hinfallen. Hauptsache wir gehen nicht auf dem richtigen Weg. Und dass die Glieder der Reform-Bewegung ernsthafte Christen sind - und mit ihrer Lehrsatztreue und ihrem Moralischen Kompass und und und - die STA sehr bereichern würden ist naheliegend.
      Wären sie bei uns in der Gemeinde, würden sie unsere Gemeinden festigen in der Lehre, Treue in der umsetzung von Lebensstilfragen, unserer Identität, ... . Und sie würden im Gegenzug von "uns" "farbenfroher". Denn soweit ich Reformer kennengelernt habe ist ihre Welt doch in vielen Punkten eher schwarz / weiss.

      (*) Kirchengeschichtlich ist dies aber kein Einzelfall. Auch die Othodoxe Kirche und die rkK sind inhaltlich quasi gleich. Weil aber die bestehenden Kirchenführer ihre Pfründe nicht verlieren wollen, sind beide Kirchen organisatorisch getrennte Wege gegangen. Auch wenn sich diese Wege ja inzwischen wieder immer näher kommen.
      Es gibt alleine 42.000 christliche Kirchen. Aber laut Jesus nur EINEN Weg der zum Ziel führt!!!
    • Hallo Norbert.

      Es gibt ja zwei Reform-Gemeinden, eine aus Kanada und eine aus Deutschland. Dazu die Laubhütten Gemeinde mit etwa 20 Mitgliedern weltweit, aber keinen Prediger...

      Was ich schrieb bezgl. Arianismus bezog sich auf die Reforner, die ich kenne oder kanntre. Vielleicht habe ich ja die Falschen erwischt, oder es gibt zwischen Deutschen und Kanadiern einen Unterschied. Dazu kann ich dann nichts mehr sagen.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Ein paar Details : Mein Grossvater war 4 Jahre lang in den Schützengräben von Flandern - und hat, was ich ihm glaube, nie auf einen Menschen geschossen. Dies als Infanterist, nicht als Richtschütze für die "Dicke Berta". So werden es viele praktiziert haben, zumal ich verschiedentlich hörte, wie schlecht die "gewöhnliche" Infanterie schoss (Scharfschützen waren etwas anderes). Aber schon damals lief die Kriegsmaschinerie nur mit Fourieren, Nachschubschleppern, Kartographen, - - - - und bei den Griechen (Homer) war der Feldarzt ein Mann mehr wert als viele andere - in Vietnam wurde vom Vietkong zuallererst der Kommandant, und in zweiter Linie der Sanitäter einer US-Kampf-einheit vom Scharfschützen ins Visier genommen - Damit war die Kampfkraft des Platoons weg ! Und ohne Hasel, Pionier, welcher sich eine Atrappe als Pistole machen liess und seine dafür - einem Finder (Polen ?) Russen?) überliess, wäre Unternehmen Barbarossa sehr mühsam, wenn überhaupt gelaufen. - Dagegen : "Last Days in Saigon" - damals: (siehe Bericht im "Sperctrum") : Gesunde wurden im STA - Spital blutverschmiert und eingegipst und Infusionen angehängt.- Hubschrauber - hinaus! US - Ärzte wurden mit vietnamesischen Krankenschwestern scheinverheitaratet - Hubschrauber - hinaus ! Jede Strassensperre wurde mit den Restdollars bestochen - und dann waren sie heilfroh, dass in der Luke des sie hinausfliegenden Transporters ein Marine stand, der mit seinem automatischen Schiessgerät zielgerichtet umgehen konnte.

      Kein Gewehr in die Hand zu nehmen ist heutzutage - eine Non - Combattant- Illusion. Solferino oder Sadova ist schon sehr lange her. - - und damit als "Grundsatz" wertlos. Sitze ich umgeben von Elektronik in der Leitzentrale und ziele nach Satellitenbildern auf Koordinaten- -ene Brücke ? ein Munitionslager ? ein Militärcamp ? Flüchtlinge? - -Oder ich bin "nur" für die Funktion der elektronik dort verantwortlich ? - -er LAdeschütze am guten alten MG hat ja auch nicht selber gecshossen !


      Mein Vater hat - auf Kriegsproduktion zwangsumgestellt - in seinem Betrieb Bleipole für Panzer - Akkus sowie Spezilschrauben für die "Flugmotorenwerke" hergestellt. Ein paar STA - Zwangsarbeiter aus ganz europa hatten durchgehend sabbatfrei :Freitag 16h kehrte der kleine Fiede ein.. Er selbst starb vorzeitig an einer chronischen Bleivergiftung. die er sich beim händischen wöchentlichen Abzählne der Ware zugezogeen hatte - - -

      So, und wenn schon : Der ganze Problemkomplex hätte schon weit vor 1914 wenigstens andiskutiert sowie ein Plan A ud ein Plan B konzipiert werden müssen. So blieb es (angeblich) Cnradi nur über, zu sgaen, er wolle keine Märtyrer im Krieg, er brauche Brüder, welche nach dem Krieg das Werk fortführen. Und später : wie sähen wir heute aus, wenn am D - Day nur Reform - StA am Omaha - Strad gewesen wären ?

      Wisst Ihr übrigens, dass sich britische Soldaten von STA - Sanitätern - also solchen, welche freiwillig zu diesem Dienst abkommandieren liessen - als Verwundete an der Front nicht helfen lassen wollten, da diese Feiglinge und eine Schande für die britische Soldatenehre im Kampf seieen ?
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • und hier was die Reform Adventisten, IMG schreiben, www.reform-adventisten.net


      wir sind der Überzeugung, dass Gotteskinder in allen Kirchen, Gemeinschaften und Religionen zu finden sind und erheben keinen "allein-selig-machenden" Anspruch, wir glauben, dass eine Zeit kommen wird, in der Gott sein Volk aus den verschiedenen Kirchen und Konfessionen sammeln wird. wir beteiligen uns nicht an der ökumenischen Bewegung der Kirchen, stehen jedoch Menschen aller Konfessionen für Glaubensgespräche offen gegenüber.


      Genuss von Tabak und Alkohol wird abgelehnt.
      Nach der Bibel wird die biblische Gläubigentaufe praktiziert.

      sola scriptura' (allein die Schrift),
      'solus Christus' (allein Christus),
      'sola fide' (allein durch den Glauben),
      'sola gratia' (allein die Gnade).


      wir sind der Überzeugung, dass das Werk der Reformation nicht mit Luther aufhörte, sondern von Christen jeden Zeitalters fortgeführt werden sollte.