Nächstenliebe ...

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    • Ist da Thema gemeint für praktische Nächstenliebe im "richtigen" Leben, oder für praktische Nächstenliebe im Internet (Foren, usw.)?

      Da existiert nämlich ein haushoher Unterschied. Interessanterweise verdreht sich das Wort "Nächster" im Internet oftmals in ein "Fernster" (vom physischen Standort).
    • Ich kann nicht vom meinen Nächsten Achtung erwarten und verachte ihn zugleich. Nächstenliebe beginnt da, wo ich mich in einen anderen hineinspüre. ihn als einen Menschen vor mir sehe, der gleich fühlt, empfindet und denkt wie ich selber und zugleich bedenke, auch in meinen Nächsten ist Gott.
      was du nicht willst das man dir tut das füg auch keinen anderen zu, hier kommt die Regel von Jesus voll zu tragen.

      Wenn ich mich in meinen Nächsten hineinfühle, ihn nicht abwerte, dann kann ich auch sehen bzw. spüren, das er sich Mühe gibt, ihn verstehen warum er so handelt und nicht anders.
      Nächstenliebe ist immer füreinander, niemals gegeneinander, ist immer aufbauend.

      das Ego hat in der Nächstenliebe keinen Platz.
    • Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.

      de.wikipedia.org/wiki/Toleranz

      Der Begriff der Toleranz findet sich ohne konsistente Bedeutung in Rechtslehre, der politischen Theorie, der Soziologie und der Ethik, jeweils im Zusammenhang mit dem Umgang und der Regelung von Konflikten in sozialen Systemen.[3] Viele Erlasse, die in der Geschichte (religiösen) Minderheiten Duldung zusicherten, werden auch als Toleranzedikte bezeichnet.
      Entsprechend der Geschichte der Toleranzidee ist der Begriff häufig mit der religiösen Toleranzforderung verknüpft. So betrachtet der Philosoph Max Müller Toleranz als den gegenseitigen Respekt der Einzelnen gegenüber den Ansichten über die „Letzten Dinge“.[2] Und sieht eine Verankerung im christlichen Liebesgebot.[2]
    • tricky schrieb:

      Ist da Thema gemeint für praktische Nächstenliebe im "richtigen" Leben, oder für praktische Nächstenliebe im Internet (Foren, usw.)?

      Da existiert nämlich ein haushoher Unterschied. Interessanterweise verdreht sich das Wort "Nächster" im Internet oftmals in ein "Fernster" (vom physischen Standort).


      Wie meinst du das mit haushoher Unterschied ? Das kommt darauf an, wen sehe bzw. wer ist mein gegenüber ?
      Sehe ich mein gegenüber als einen Menschen, als meinen Nächsten oder sehe ich dahinter einfach nur einen Nicknamen ohne irgendwas, eine leere Figur.

      Das kommt auch sicher davon, das die Avantare auch für sich sprechen. Wenn jemand ein Bild von sich hinein gegeben hat, dann ist es auch ersichtlicher hier habe ich es doch auch mit einen Menschen zu tun.
    • tricky schrieb:

      Ist da Thema gemeint für praktische Nächstenliebe im "richtigen" Leben, oder für praktische Nächstenliebe im Internet (Foren, usw.)?
      Du hast recht! Das ist ein großer Unterschied. Teilen wir es mal auseinander in zwei Kategorien.

      1. Das reale Leben

      2. Das virtuelle Leben


      Da existiert nämlich ein haushoher Unterschied. Interessanterweise verdreht sich das Wort "Nächster" im Internet oftmals in ein "Fernster" (vom physischen Standort).
      Ganz genau genommen, ist es ja auch (nur) ein Fenster mit vielen Buchstaben. Jedoch die Buchstaben fordern, geben, nehmen u. s. w.

      Interessant wäre ja, ob diese Eigenschaften wie "beleidigt sein" Kritisieren, Loben, Jammern, "Stark sein oder auch nur spielen" u.v.m. im realen Leben so ausgelebt werden, wie im virtuellen Leben?
      Kann man sich wirklich selbt objektiv analysieren?

      ***
    • Ich zweifle ja nie daran, dass die vielen Buchstaben in einem virtuellen Fenster von einem Menschen geschrieben wurden. Allerdings kann man die Buchstaben nicht wirklich als den Nächsten sehen, wie eine Person im Realleben.

      Denn die Buchstaben vermitteln gar leicht ganz einen anderen Sinn, als den, den der Schreiber rüber bringen will. Da liegt schon mal ein Problem.

      Die Theorie kennen wir sicher alle sehr gut. Besonders, wenn wir den Anderen damit meinen. Die guten Ratschläge, die wohl ausgesprochen, eingefordert, aber selbst nicht ausgelebt werden. Darüber brauchen wir - glaube ich - nicht viel reden.

      ***
    • Ich würde vorschlagen, dass wir hautpsächlich über die virtuelle Nächstenliebe sprechen. Über dir praktische (im realen Leben) zu sprechen wäre zu individuell, was für den einen ein Akt der Nächstenliebe ist (Türe aufhalten, Krankenbesuch, usw.), das ist für den anderen selbstverständlich oder eben nicht.

      Nachtperle schrieb:

      Ganz genau genommen, ist es ja auch (nur) ein Fenster mit vielen Buchstaben. Jedoch die Buchstaben fordern, geben, nehmen u. s. w.
      Und mein Nächster im Forum oder sonstwo im Internet ist eben einen Mausklick entfernt. Das Problem, das wir eh schon x-mal angesprochen haben ist natürlich die reine Kommunikation über schriftliche Worte. Da geht so viel verloren und dadurch wird Liebe und "Liebe zeigen" natürlich schwieriger. Man müsste jede Mimik und jede Gestik in Worte verpacken. Die Emoticons: verwirrtwegr sadewfrg :D ;) :( usw. sollen da helfen, tun aber niemals den vollen Dienst.

      Nachtperle schrieb:

      Interessant wäre ja, ob diese Eigenschaften wie "beleidigt sein" Kritisieren, Loben, Jammern, "Stark sein oder auch nur spielen" u.v.m. im realen Leben so ausgelebt werden, wie im virtuellen Leben?
      Ich habe schon so viele emotionale Aussagen und Worte erlebt, die mir eben "nur" als Worte, aber niemals als Taten erscheinen. So schreiben oft Menschen von Tränen, die sie bei irgendwas im Auge haben, das sie lesen. Und wenn ich mir den Menschen dann ansehe und der dann niemals weint und ich ihn noch nie weinen gesehen habe, dann erscheint mir das unglaubwürdig bzw. nehme ich seine Aussage, dass er zu Tränen gerührt war, nicht so ernst.
      Wenn ich eine Liste machen würde, was ich als Verstoß gegen die Nächstenliebe im virtuellen Leben bezeichnen würde, dann käme einiges zusammen:

      -) Unterstellungen
      -) künstliches Beleidigtsein
      -) unsachliche Kritik
      -) persönliche Untergriffe
      -) Spekulationen über den Gemütszustand des Gegenübers, wenn er etwas geschrieben hat
      -) Bevormundungen durch eigenwillige Faktenfestsetzung ("Wenn du sagst, dass ... dann meinst du also ...)
      ....

      Nachtperle schrieb:

      Kann man sich wirklich selbt objektiv analysieren?
      Nein, kann man nicht. Zumindest nicht vollständig. Andererseits sollte man sich auch nicht vollständig auf das Urteil anderer über einen im Internet verlassen. Ein zweischneidiges Schwert also, die Objektivität.
    • Nachtperle schrieb:



      Denn die Buchstaben vermitteln gar leicht ganz einen anderen Sinn, als den, den der Schreiber rüber bringen will. Da liegt schon mal ein Problem.


      ***


      Das heißt dann, das noch mehr rüberkommt als nur die Worte. Buchstaben alleine sagen noch nichts aus, aber der Inhalt der Worte, läßt mehr spüren.
      Und mann kann gut was verpacken darin.
    • Nachtperle schrieb:

      Denn die Buchstaben vermitteln gar leicht ganz einen anderen Sinn, als den, den der Schreiber rüber bringen will. Da liegt schon mal ein Problem.
      Das Problem mit den Worten ist, dass wir sie lesen, dass wir aber zu jedem Wort und jeder Satzkonstellation eine gefühlsmäßige Bindung haben. Wenn beispielsweise jemand, den wir im realen Leben erlebt haben und den wir nicht mögen Worte zu uns gesagt hat, die uns kränken, und jemand im Forum verwendet die gleichen Worte (er/sie will uns aber gar nicht kränken!), dann sind wir trotzdem aufgrund unserer Erfahrung mit den Worten gekränkt. So leicht geschehen Mißverständnisse in einem virtuellen Raum, wo man nur die "kalten" Worte liest.
    • Jeder Mensch hat eine Grundhaltung und seine Eigenheiten die kann er auch in einen Forum nicht verbergen, die kommen mehr zum Vorschein, als im täglichen Leben.
      Das schaffen viele Menschen sogar im Realleben, in der Familie, in Partnerschaften, in der Geschäftswelt. Um wieviel leichter dann erst im anonymen weiten WWW-Paradies?


      ***
    • Nachtperle schrieb:


      Nein, Zähler ist es keiner. Es ist ein Gefahrenwarnsystem vor gewissen Personen, dass mich gewisse Beträge nicht zitieren lässt.



      Was heißt das konkret, das System erkennt, welche Personen eine Gefahr sind, verstehe ich richtig, das du das meinst ?
      das ist wohl deine persönliche Auslegung, verstehe ich richtig. :?: