Orthodoxe und Katholische Kirche: Welche Gründe führten zur Trennung?

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    • Nein, ich meine: das Amt des Patriarchen ist in den Orthodoxen Kirchen offiziell kein politisches.

      Das Papstamt ist aber, ganz offiziell, ein politisches Amt. Er ist Führer der Kirche und Staatsführer des Vatikan.

      In den Ostkirchen hat zwar jedes Land eine Kirche (es sind also buchstäblich "Landes-kirchen", im Sinne des Wortes, auf deren Fläche eigentlich keine anderen Konfessionen öffnen dürften, ohne Zustimmung des Popen), der Patriarch ist aber nur religiöses Oberhaupt/ Bischof.

      Dass religiöse Machthaber mit der Politik liebkosen ist ja immer so. Nur beim Papst ist es juristisch und faktisch ein politisches Amt.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • @Ghasel
      @Seele1986
      @HeimoW

      Was meint ihr? Die orthodoxe Geistlichkeit ist mit der heutigen evan./RK-Geistlichkeit zu vergleichen. Natürlich haben sie eine Meinung, die sie (entgegen dem Kirchengesetz) auch offen kundtun. Natürlich haben sie Einfluss, aber das wars.
      In Westeuropa haben wir kämpfende Geistliche. Bischöfe waren sogar Heerführer - sowas wäre im Osten undenkbar.
      Josua 24,15:
      Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

      Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
    • Das ist zwar richtig, aber auch orthodoxe Priester besprengten Soldaten mit Weihwasser, bevor sie in den Kampf zogen;

      zudem etwas, was die meisten hier aus dem Forum betrifft bzw. ihre Geschwister: es gibt ein Video, was hier auch mal gelinkt wurde, wo Adventisten einen Stand haben und Bücher verteilen (in einem orthodoxen Land); eine ganze Prozession kam mit Priester vorneweg, riss den Stand um und besprengte die Adventisten mit Weihwasser und sagte ihnen, sie hätten vorher um Erlaubnis fragen müssen.

      Die orthodoxe Kirche sieht sich als die einzige und alleinige Kirche Christi an. Wenn ein Land "orthodox" ist, dann ist das auch so gemeint. Eigentlich darf dort gar keine andere Religion oder Konfession bestehen, was natürlich heute kaum möglich ist; aber andere müssen fragen, ob sie gründen und öffnen dürfen und meist geht dies nur unter sehr schweren Bedingungen.
      Das wird in den Großstädten sicher nicht mehr der Fall sein, aber in ländlichen Gegenden (wo auch dieses Video spielte) ist dies durchaus so.

      Die Adventisten haben sich übrigens göttlich verhalten.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Seele1986 schrieb:

      Das ist zwar richtig, aber auch orthodoxe Priester besprengten Soldaten mit Weihwasser, bevor sie in den Kampf zogen;
      Ein orthodoxer Priester "segnet" die Soldaten, ein RK-Priester kann auch die Waffen segnen - das ist der Unterschied.

      Seele1986 schrieb:

      Die orthodoxe Kirche sieht sich als die einzige und alleinige Kirche Christi an.
      Denkt das nicht jede Konfession?


      Ich weiß von einigen Angriffen von Orthodoxen gegenüber den Adventisten in Serbien - aber es beschränkte sich auf Sachbeschädigung.
      Ich habe übrigens 8 Jahre in einem schwäbischen Erzkatholischen Dorf gewohnt - ich war schon froh wenn man mich gegrüßt hat.
      Josua 24,15:
      Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

      Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
    • wir haben - als Urlauber - so von aussen die Entwicklungen in dem zerfallenden Jugoslavien gesehen : Da waren die Nationalirchen - RK in Kroatien, Orthodoxe sonstwo - Kristallisationspunkte der nationalen Errneuerer.

      An den Kirchentüren himngen die Liturguietexte - für das dariun unkundige Jungvolk - -

      - - -und wer nicht mitmachte, war kein guter Kroate - Serbe - - .
    • Vitez Kojo schrieb:



      2. Wer wegen Matthäus 16,18 meint, Petrus sei der als Führer auserkoren, dem ist auch nicht mehr zu helfen
      So auch das aramäische Wort Kefa, das Jesus beim Bekenntnis des Simon in seiner Muttersprache verwendet hat, ist dieselbe Bedeutung wie das griechische Wort Petros = Stein (statt pétra = gewachsener Felsen, Klippen,felsige Gebirgszüge)
      Simon ist hier ein wichtiger Stein im Bauwerk der Gemeinde/Kirche. Er ist aber nicht der Fels, auf dem die Kirche aufbaut. Das hingegen von Petrus abgelegte Bekenntnis zu Jesus als dem Messias, den Sohn des lebendigen Gottes, ist die bleibende Grundlage der Gemeinde der Jünger Jesu. 1. Korinther 3,11: Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den der gelegt ist: Jesus Christus

      Und in 1. Petrus 2,4 nennt Petrus Jesus den lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist.


      Denn wer ist Gott als allein der HERR, wer ist ein Fels, wenn nicht unser Gott? (Psalm 18,32)
    • Diese Auslegung ist mir bekannt - ich halte sie für polemisch - problematisch :

      Was hat Jesus (wahrscheinlich - auf aramäisch ?) - gesagt ? - Wie überträgt dies der Evangelienautor ins Koine - Griechische ? - Und welcher kompetente Deutschsprachige interpretiert das wie ?

      Benennt er auf einmal einen Mann korrekt mit einem im Koine - Griechisch weiblichen Wort? Oder übersetzt er passend? Oder bildet er ein neues Wortspiel in Koine - Griechisch?

      - - - Gewisse Phrasen sind eben ganz einfach nicht übersetzbar. Deuteleien dazu halte ich für ungerecht dem Gesagten und dem Text gegenüber.

      Beispiel: "von Neuem geboren werden" - anwthen heisst sowohl "von Neuem" als auch "von oben". Ja, bei Johannes. Welche Worte hat Jesus zu Nikodemus wirklich gesagt?
    • philoalexandrinus schrieb:

      Diese Auslegung ist mir bekannt - ich halte sie für polemisch - problematisch :

      Was hat Jesus (wahrscheinlich - auf aramäisch ?) - gesagt ? - Wie überträgt dies der Evangelienautor ins Koine - Griechische ? - Und welcher kompetente Deutschsprachige interpretiert das wie ?

      Benennt er auf einmal einen Mann korrekt mit einem im Koine - Griechisch weiblichen Wort? Oder übersetzt er passend?
      Man überlege, "sogar" ein katholischer Neutestamentler, Rudolf Pesch, schreibt dazu:
      "Dass Kefas-Petros vom aramäischen Wort kefa, einer Sachbezeichnung herkommt, ist unbestritten. Die Sachbezeichnung ist ebenso wenig wie das griechische Wort pétros in vorchristlicher Zeit als Personenname, Eigenname oder Beiname nachgewiesen. Kefa bedeutet vorzüglich Stein, Klumpen, Knäuel; ,,Fels" ist als Nebenbedeutung nur in den Targumim bei Übersetzung des hebräischen sela' belegt. Pétros bedeutet von Homer über LXX und Josephus bis in die neutestamentliche Zeit hinein Stein."



      Im weiteren Zusammenhang zu 1. Petrus 2,4, wo Petrus Jesus, den lebendigen Stein nennt, der von Gott auserwählt und geehrt worden ist, zitiert Petrus in Kombination mehrere ersttestamentliche/alttestamentliche Stellen zum Thema Stein/Felsen (Jesaja 28,16; Psalm 118,22 und Jesaja 8,14) und wendet sie auf Jesus Christus an. In Vers 8 nennt er Jesus den

      .. Stein an dem man anstößt, und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt.

      Hier verwendet Petrus für den Felsen das griechische Wort pétra, das man auch in Matthäus 16,18 für den Felsen findet. Petrus nennt Jesus den Fels. Das spricht auch dafür das Petrus sich selbst nicht so gesehen hat!!!



      Ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels außer mir, ich kenne keinen.

      (Jesaja 44,8)
    • Bist Du Dir bewusst, dass Du meine Hinweise in keiner Weise widerlegt hast ? Wie hätte der Evangelist des "Kephas" - den neuen Namen des Petrus - halbwegs korrekt ins Griechische übertragen können ? - Und hast Du die Stellungnahme des Rudolf Pesch in einer seiner Publikationen selbst gefunden ?

      (Die "Stille Post" mit Zweit- und Dritthandzitaten wird schön langsam zusm STA - Problem ! - das ich demnchst dem ethiker David Larson / loma Linda vortragen werde - mit einem reichlichen Cluster an Beispielen.)


      (n.B. : Die schreiber der Heiligen Texte haben - inspiriert - keine Wortkonkordanz zur Hilfe gehabtz , um eine Stelle - eiu Wort - eine Begriff genau wie sogenante "konkordante Übersetzungen" abzugeichen.)
    • Ich finde auch wichtig, wann Jesus das sagt.

      Petrus erkennt ihn als den Christus: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
      Worauf Jesus antwortet: Selig bist du, Simon, Sohn Jonas`; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

      Jesus nennt ihn nach seinem Bekenntnis den Felsen der Gemeinde und spricht ihm die Schlüssel des Himmels und der Hölle zu.

      Wessen Fels ist er denn und wofür hat er die Schlüssel? Rom ist da die vollkommen falsche Adresse.
      Petrus ist der Missionar und Apostel der Jerusalemer Gemeinde, nicht der heidnischen.
      Denn sie teilten sich auf: Paulus und seine Leute gingen zu den Heiden, Petrus und die Seinen waren in Jerusalem und bei den Juden.

      Hier schloss Petrus "auf und zu", nicht in Rom und nicht als sukzessives Amt, dessen Zepter weitergereicht wird.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • philoalexandrinus schrieb:





      (n.B. : Die schreiber der Heiligen Texte haben - inspiriert - keine Wortkonkordanz zur Hilfe gehabtz , um eine Stelle - eiu Wort - eine Begriff genau wie sogenante "konkordante Übersetzungen" abzugeichen.)
      Die Schreiber sahen im Felsen entweder das von Petrus abgelegte Bekenntnis zu Jesus als dem Messias und Sohn Gottes oder Jesus Christus selbst. Und die ,,päpstliche" Interpretation wurde bis zur Gegenreformation fast nur zur Untermauerung eines Papsttums verwendet, nicht aber in exegetischen Texten.
    • Seele1986 schrieb:

      Ich finde auch wichtig, wann Jesus das sagt.

      Petrus erkennt ihn als den Christus: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
      Worauf Jesus antwortet: Selig bist du, Simon, Sohn Jonas`; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

      Jesus nennt ihn nach seinem Bekenntnis den Felsen der Gemeinde und spricht ihm die Schlüssel des Himmels und der Hölle zu.

      Wessen Fels ist er denn und wofür hat er die Schlüssel? Rom ist da die vollkommen falsche Adresse.
      Petrus ist der Missionar und Apostel der Jerusalemer Gemeinde, nicht der heidnischen.
      Denn sie teilten sich auf: Paulus und seine Leute gingen zu den Heiden, Petrus und die Seinen waren in Jerusalem und bei den Juden.

      Hier schloss Petrus "auf und zu", nicht in Rom und nicht als sukzessives Amt, dessen Zepter weitergereicht wird.
      In der Apostelgeschichte 8,4-25 kann jeder nachlesen das Petrus genügend Punkte in seinem Leben hatte, wo er sozusagen das Himmelreich für die Samariter und die Heiden aufschloss, aber eben ganz ohne eine Bedeutung für eventuelle Nachfolger Petri. Apostelgeschichte 8,4-25 beschreibt sehr wohl den ersten Schritt der Gemeinde über das Judentum hinaus. Petrus und Johannes legten den neu bekehrten Samaritern die Hände auf. Sie wurden voll in die Gemeinde der Jünger Jesu aufgenommen. Auch fand laut Apostelgeschichte 10-11, die nächste "Erweiterung" der Gemeinde, als auch Heiden aufgenommen wurden, unter der wesentlichen Beteiligung von Petrus statt.

      Ich denke, Seele1986 hat das sehr folgerichtig auf den Punkt gebracht: "Hier schloss Petrus "auf und zu", nicht in Rom und nicht als sukzessives Amt, dessen Zepter weitergereicht wird".

    • philoalexandrinus schrieb:

      anothen heisst sowohl "von Neuem" als auch "von oben". Ja, bei Johannes. Welche Worte hat Jesus zu Nikodemus wirklich gesagt?
      Vermutlich die letzteren >>von oben<<, da Jesus ja selbst >>von oben<<, d.h. >>vom Himmel<< kam. Und diese >>Geburt von oben = Geburt vom Himmel<< bewirkt in jedem Gläubigen Gott, der Heilige Geist!

      Der Elberfelder Sprachschlüssel schreibt zum Wort anothen auf S. 717 unter RN 508: >> von oben, von neuem; von ano - und das wird unter RN 507 mit "oben", "an einem höhergelegenen Platz" übersetzt!!! - und dem Anhängsel -then , von her. << ====> Daraus ergibt sich sprachwissenschaftlich aus meiner Sicht klar, dass man dieses Wort mit >>von oben her<< übersetzen sollte!

      Nikodemus hat dies Wort offensichtlich mißverstanden! ===> Daher die berechtigte Frage von philoalexandrinus, was Jesus in aramäisch wirklich gesagt hat!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Damit sind wir an einem Hauptproblem der Evangelien angelangt: Wie die beiden "Augenzeugen-Apostel" und Evangelisten Matthäus Levi - der als Zollbeamter mit Sicherheit des Griechischen mächtig war! - und Johannes - der als "Großfischer" zumindest auch Griechisch - wie unser heutiges Englisch - gelernt haben dürfte - die aramäischen Original-Worte Jesu, der aramäisch gesprochen hat, sinngemäß ins Griechische übersetzt haben; dies macht die textkritische "Herauskristallisierung" des biblischen URTEXTES und der Original-Worte Jesu nicht gerade einfacher!
      PS:
      So gibt es auch die Auffassung/These/ Behauptung(?), dass es ein in aramäisch verfasstes UR-EVANGELIUM des Mätthäus gäbe! Und dieses würde - aus was für Gründen, wenn es stimmen sollte ??? - vom Vatikan "unter Verschluss" (!!!) gehalten!
    • Ines. schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      (n.B. : Die schreiber der Heiligen Texte haben - inspiriert - keine Wortkonkordanz zur Hilfe gehabtz , um eine Stelle - eiu Wort - eine Begriff genau wie sogenante "konkordante Übersetzungen" abzugeichen.)
      Die Schreiber sahen im Felsen entweder das von Petrus abgelegte Bekenntnis zu Jesus als dem Messias und Sohn Gottes oder Jesus Christus selbst.
      Das ist Deine Interpretation - welche ich vollinhaltlich teile ( ! ) - als Interpretation .