Mensch UND Gott Jesus Christus: Wer bewirkte die Erlösung des Menschen?

    • Ingeli, ich nehme mal an, du hast mich missverstanden!

      Angenommen, ich wäre König. Und alle Welt würde mir aufs Wort parieren und mir gehorchen, weil ich König bin. Und alle Welt würde mich auch lieben, weil ich dem Volk alles gebe, was es braucht und meine Gesetze so erlasse, dass sie von jedem so auch angenommen werden können. Nu sitze ich da, und will als König wissen, ob mich die Menschen auch wirklich lieben. Mein Kanzler, der eigentlich auch König sein will, behauptet nun mir gegenüber, : "Ja König, die lieben und achten sie ja nur, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt. Denn wenn sie dies nicht tun, so geht es ihnen ja nicht gut; die achten sie nur, weil sie der König sind!" "Gehen sie doch einfach mal als gewöhnlicher Mensch unter Menschen, sie werden sehen, sie werden ganz sicher nicht gleichermaßen geliebt, wenn sie diesen Menschen den König näher bringen wollen" - "sozusagen von Mensch zu Mensch!"

      Ingeli, wir kennen eine solche Geschichte aus dem Märchen. Wo es für den König einen Doppelgänger gibt, und diese dann die Plätze vertauschen......

      Der Kanzler hat den König herausgefordert, will bewiesen, dass die Menschen ihn nicht um seiner selbst Willen lieben, sondern weil sie dies aufgrund der macht und Autorität des Königs tun müssen - es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig. Das, liebe Ingeli ist hier die Ausgangssituation. Die Erlösungsfrage, um der es auch noch geht, kommt zusätzlich hinzu, das ist dann aber auch schon wieder ein anderer und somit weiterer Aspekt. Zunächst geht es um die Rechtfertigung des Königs.

      A.) Wir haben das grundlegende Problem, dass Gott Satan gegenüber "beweisen muss", und damit dem gesamten Himmel, dass die Menschen Gott um seiner selbst Willen lieben, und nicht wegen seiner Macht und Autorität. Denn Satan hat ganz klar behauptet, dass die Menschen dies nicht tun würden. Sie würden ihn nur anbeten, weil ihnen nichts anderes übrig blieb, ansonsten seien sie ja verloren. Satan hat dem Himmel "glaubhaft" versichert, und damit die Engel verunsichert, dass kein Wesen Gott um seiner selbst Willen liebt, also auch dann, wenn Gott eben nicht Gott wäre, sondern auch das geringste Wesen im Kosmos und auf der Erde, einer von vielen Millionen, einer unter der Menge.

      B.) Das zweite Problem besteht und bestand parallel darin, die gefallene Schöpfung wieder von ihrer Sündenlast zu befreien. Dies war als Mensch nicht möglich, sondern nur in der absoluten Verbindung mit Gott; denn nur Gott kann die Menschheit erlösen, und kein Mensch. So bestand zugleich die Aufgabe des MENSCHEN Jesu Christi darin, die anderen Menschen zu Gott zu führen, seinerseits zu beweisen, dass sie nur erlöst werden können, wenn sie Gott ohne wenn und aber annehmen und ihm folgen.

      Jesus Christus hatte hier also zwei Aufgaben zugleich zu meistern; die eine Aufgabe setzte voraus, dass er absolut nur als MENSCH auf Erden lebte und wirkte; Die andere Aufgabe bestand darin, durch seine Sündlosigkeit die direkte Beziehung zu Gott aufrecht zu erhalten und somit die Menschen über sich selbst zu Gott zu führen.

      Das ist eine enorme, ja gewaltige Aufgabe und Anforderung. Denn zu keinem Augenblick durfte er seine Wesensgleichheit mit Gott ausnützen, denn dann wäre die eine Aufgabe auf jeden Fall gescheitert.
      Die zweite Aufgabe bestand darin, einen Weg zwischen Himmel und Erde herzustellen, auf dem die Menschen unmittelbar zu Gott kommen könnten, wenn sie diesen Weg beschreiten würden. Aber die Menschen mussten diesen Weg aus freien Stücken gehen, aus eigenem Willen heraus. Denn Gott zeigte ja, dass er niemanden zwingen wird, zu ihm zu kommen und ihn zu lieben.

      soweit mal meine "schnelle" Antwort darauf....

      Gruß
      Seeadler
    • Es ist ganz wichtig das ich ein klares Gottesbild habe, und Gott ganz vertraue und Erfahrungen mit Gott gemacht habe, mit ihm eine Beziehung habe durch das Gebet. Das wird zu kompliziert, ich vertraue auf meinen Gott, das er mich immer wieder erkennen läßt, wie groß und gütig er ist.

      Jesus meisterte diese Aufgaben mit dem Vater, er tat es, wie der Vater ihm sagte, er dachte sicherlich nicht nach. Was auf ihn zukam, das tat er mit Gott.
      Er brauchte nicht nachdenken, der Vater war immer bei ihm.

      Jeder Mensch weis insgeheim, wenn er die Bibel liest und sich für Jesus entscheidet, das er den freien Willen hat Jesus Christus nach zu folgen. Gott gab auch seinen Kindern den nach Hauseweg im Herzen mit.
      So viele Gedanken zu machen, ist mir zu mühselig und finde ich nicht notwendig. Nicht böse sein, mein Horizont reicht nicht weiter, ich weiß nur eines Jesus kannte seinen Weg, hier auf Erden und er folgte Gottesplan und dem vertraue ich.
      Das ist zu menschlich gedacht, das müßen bzw. muß ich nicht erforschen, da muß ich passen.
    • Ingeli, eigentlich hatte ich jetzt ein sehr einfaches verständliches Bild verwendet, um dieses Dilemma zu demonstrieren - weshalb auch dieser thread eigentlich überhaupt entstanden ist. denn wenn hier nicht für mich vollkommen unerwartet behauptet worden wäre, dass Jesus ganz offensichtlich doch nicht in gleicher Weise versucht werden konnte wie wir, mehr noch, dass er sogar ganz ohne Sünde in seiner Ahnenreihe geboren wurde, dann hätte ich doch diesen thread niemals eröffnet.

      denn für mich war dies am Anfang einfach und sonnenklar, so, wie ich es auch als Adventist gelernt und später durch eigene intensive Studien für mich persönlich angenommen habe. Für mich war schon immer klar, Jesus Christus war ganz und gar Mensch und auf der anderen Seite ganz und gar Gott. Aber das eine wirkte nicht auf das andere ein, weil die Zielsetzung von vornherein differenziert war. Diese alternative Sichtweise von Yokurt und auch anderen hier, dass Jesus Christus zwar Mensch gewesen sei aber ohne die Möglichkeit, sündigen zu können, ist für mich neu und auch irritierend. Denn das widerspricht für mich dem Erlösungswerk. Diese andere, alternative Sichtweise halte ich für kompliziert, nicht das, was ich hier vorzustellen versuche

      Gott und Mensch kann man nicht verbinden. das ist die eigentliche Aussage, darum ist eine alternative Betrachtung, dem Menschen Jesus irgend ein göttliches Attribut zu verleihen gerade so, als ob ich an Odysseus, Herakles, Hektor und andere aus der griechisch römischen Mythologie als Mensch gewordene Götter glaube; dies ist dann kein großer Unterschied. Denn Jesus Christus hat in keinem Augenblick seines Daseins, nicht einmal in passiver weise von seiner Göttlichkeit Gebrauch gemacht - und ist ebenso wenig in dieser Hinsicht geboren... Alles andere sind menschliche Interpretationen, die sich nicht durch die Bibel belegen lassen... du siehst es ja, es kommen hierfür nicht wirklich irgendwelche klaren unzweideutigen biblischen Belege.

      ich hatte anfangs geschrieben Jesus war ein Mensch wie du und ich, und dafür hagelte es Proteste aber keine konkreten biblischen Gegenargumente. ich frage mich, warum wehren wir uns so vor der Vorstellung, Jesus Christus ganz als Mensch zu sehen?! Vielleicht weil es dann doch sonnenklar wird, dass ein Mensch nicht sündigen muß und der Sünde auch widerstehen kann?!. Vielleicht bereitet uns das Kopfschmerzen, weil wir selbst nicht dazu fähig waren und offensichtlich nicht sind - und darum darf dann auch kein anderer Mensch von Anfang an sündlos sein.
      Wie gesagt, diese Pauschalurteile, keiner wäre ohne Sünde muss man im Kontext zum Geschriebenen lesen und bewerten. Und abgesehen davon, dürfen wir das nicht einmal in den Mund nehmen.

      Gruß
      Seeadler

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seeadler ()

    • Exorzismus der Anneliese Michel

      Möglicherweise macht man sich weniger anfällig für eine mögliche dämonische Besessenheit ? Die Katholische Kirche hat ja 1976 den Exorzismus der Anneliese Michel durchgeführt. Die Anneliese ist mit 24 Jahren gestorben. Möglicherweise war sie ein dubioser Fall der Psychiatrie und/oder Neurologie. Vielleicht aber ist hier eine Grenze überschritten worden und Kräfte des Bösen haben hier auf einen Menschen destruktiven Einfluß genommen. Ich fühle mich durch Jesus Christus geschützt. Man kann auch als Christ Psychiatriepatient werden. Man kann vielleicht von "Dämonen" bedrängt werden. Soweit ich weiß, das das Institut für Parapsychologie in Freiburg (früher Professor Bender) solche Fälle archiviert. Die Psyche kann in einer Art und Weise leiden und in einen Zustand der Destruktivität übergehen, der ohne die Zuwendung zu Jesus Christus nicht mehr aufgehalten, ja geheilt werden kann. Es mag archaisch-abergläubig anmuten, aber ich bin hier sehr vorsichtig.
    • 10Veith2010 schrieb:

      Möglicherweise macht man sich weniger anfällig für eine mögliche dämonische Besessenheit ? Die Katholische Kirche hat ja 1976 den Exorzismus der Anneliese Michel durchgeführt. Die Anneliese ist mit 24 Jahren gestorben. Möglicherweise war sie ein dubioser Fall der Psychiatrie und/oder Neurologie. Vielleicht aber ist hier eine Grenze überschritten worden und Kräfte des Bösen haben hier auf einen Menschen destruktiven Einfluß genommen. Ich fühle mich durch Jesus Christus geschützt. Man kann auch als Christ Psychiatriepatient werden. Man kann vielleicht von "Dämonen" bedrängt werden. Soweit ich weiß, das das Institut für Parapsychologie in Freiburg (früher Professor Bender) solche Fälle archiviert. Die Psyche kann in einer Art und Weise leiden und in einen Zustand der Destruktivität übergehen, der ohne die Zuwendung zu Jesus Christus nicht mehr aufgehalten, ja geheilt werden kann. Es mag archaisch-abergläubig anmuten, aber ich bin hier sehr vorsichtig.



      Was hat das mit dem Thema zu tun ?
    • Christus hat bezahlt

      Das stimmt schon, dass scheint so als hätte es mit dem Thema nichts zu tun. Die Erlösung des Menschen bewirkte Jesus Christus, der Eine und damit auch Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist (es sind nicht drei Götter wie die Muslime mißverstehen), denn wir Christen sind Monotheisten. Wenn wir als Christen aber erlöst sind und uns dessen bewußt sind, können uns die Mächte der Finsternis nichts mehr anhaben. Eine dämonische Besessenheit wie sie von der Katholischen Kirche behauptet wurde, ist für einen erlösten Christen somit unmöglich, das gibt es gar nicht. Ein Exorzismus kommt für einen erlösten Christen nicht infrage. Der Exorzismus der Frau Anneliese Michel war eine Falschbehandlung aufgrund falscher Diagnose und eine grob fahrlässige Tötung durch alle Beteiligten einschließlich der katholischen Priester (
      Anneliese Michel (* 21. September 1952 in Leiblfing; † 1. Juli 1976 in Klingenberg am Main) war eine deutsche Katholikin, die an den Folgen extremer Unterernährung starb. Große Aufmerksamkeit erregte der Todesfall, weil in den Monaten vor ihrem Tod zwei katholische Priester mehrfach den Großen Exorzismus an ihr vollzogen hatten).


      Was bedeutet dies, wenn ich durch Jesus Christus hier und heute und für immer erlöst bin ? Das keinerlei Zweifel angebracht ist im Hinblick auf meine Heilgewißheit. Diese Zweifel scheint es aber bei den Katholiken bisweilen zu geben, sie haben ein schlechtes Gewissen, es drängt sie zur Beichte, aber begreifen sie denn nicht, dass Jesus Christus längst für sie bezahlt hat ? Gott hat Dich als sein Kind adoptiert und nimmt Dich bedingungslos an.
    • Pfingstrosen schrieb:

      Wie trägt man Sünde?
      Indem man die Strafe auf sich nimmt, die nicht die eigene ist und die man nicht verdient hat.

      Das ist das "klassische" Bild: du bist angeklagt und musst nach dem Gesetz bestraft werden; Rechtmäßigkeit ist das.
      Dann kommt jemand und sagt dir: Ich gehe für dich. Er wird angeklagt, verurteilt und bestraft; alles an deiner statt.

      Du kannst gehen und bist frei ... Was tust du jetzt? - Das ist die Frage.
      Es gibt einen tollen alten Film, der handelt (ganz außer der Reihe) nicht von Jesus, nicht von Petrus oder Paulus, sondern von Barrabas.
      Der Film beginnt mit seiner Freilassung, glaube ich. Er ist vollkommen irritiert und fragt sich, was er mit diesem Leben jetzt anfangen soll, zumal er diesen anderen auf der Tribüne gesehen hat, diesen Jesus, und er war hin und weg von diesem Mann.

      Beim Propheten heißt es: Er trug unsere Strafen, unsere Schmerzen.
      Und Jesus sagte seinen Jüngern: Niemandes Liebe ist größer, als wenn jemand sein Leben gibt für einen Freund.

      Er hat`s gegeben. Was für ein großartiger Herr, den wir haben!
      ... denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
      (2. Timotheus 1,12)
    • Zitat:
      Es ist wichtig, diesen Unterschied zwischen „erlösen" und „erkaufen" zu beachten, was an einem Vers wie 2. Petrus 2,1 deutlich wird. Dort kann man nicht das Wort „erlöst" einsetzen, da diejenigen, von denen dort gesprochen wird, die Kaufrechte Christi verleugnen und sich selbst schnelles Verderben zuziehen, obwohl sie „erkauft" worden waren. Christus „erkaufte" alle, aber nur Gläubige sind „erlöst". Christen sprechen manchmal von universeller Erlösung ohne es wirklich zu meinen, weil sie den Unterschied zwischen „erkaufen" und „erlösen" nicht beachten. Epheser 1,14 umfasst beide Gedanken: „die Erlösung des erworbenen Besitzes."
      Erlösung wird manchmal auch in dem Sinn gebraucht, das Recht zur Erlösung oder die Eigenschaft zu besitzen, erlösen zu können (Ps 130,7; Röm 3,24). Dieses Recht hat Gott für sich in Christus auf einer gerechten Grundlage erwirkt, und er kann sich dem Menschen so nun als der rechtfertigende Gott offenbaren. Folglich wurde die Erlösung, was die Seite Gottes anbelangt, gesichert, bevor der Mensch in den Bereich ihrer Wirksamkeit eintrat. Aber die Gläubigen besitzen nun die Erlösung durch den Glauben im Sinne der Vergebung der Sünden in Christus, in dem Gott die Möglichkeit der Erlösung geschaffen hat (Eph 1,7). Als Ergebnis davon wird die Erlösung sich auch auf den Leib erstrecken (Röm 8,23; Eph 4,30). In der Anwendung beinhaltet der Ausdruck „Erlösung" auch die Kraft, in der sie wirksam wird, sowie auch die Ursache oder die Bedingung, auf die sie sich gründet.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Erlösung
      Christian Briem

      Frage: Woher stammt der Begriff der Erlösung und welche Bedeutung hat er im Alten und Neuen Testament? Ist das Passah in 2. Mose 12 ein Vorbild der Erlösung?

      Antwort:


      Das erste Vorkommen in der Schrift


      Bei der ersten Frage kann man die alte "Regel" anwenden, daß, will
      man die Bedeutung eines Begriffs verstehen, man am besten sein erstes
      Vorkommen in der Heiligen Schrift aufsucht. Das Hauptwort Erlösung
      erscheint erst relativ spät in der Bibel, in den Psalmen nämlich: "Denn
      kostbar ist die Erlösung ihrer Seele" (Ps 49, 8).
      Das dazugehörende Tätigkeitswort dagegen begegnet uns schon in der
      Geschichte des Patriarchen Jakob: .. der Engel, der mich erlöst hat von
      allem Übel, segne die Knaben" (1. Mo 48, 16).
      Dieser Satz "der mich erlöst hat von allem Übel" umschreibt treffend,
      was im Wort Gottes mit Erlösung im allgemeinen Sinn gemeint ist: die
      Befreiung von allem Bösen von allem, was einem entgegenstehen kann.


      Die hebräische Wurzel (AT)


      Dieser Gedanke ist im Alten wie im Neuen Testament grundsätzlich
      derselbe, wenn sich auch das entsprechende hebräische Wort (im AT) und
      das griechische Wort (im NT) jeweils von einer anderen Wurzel herleitet.
      Das hebräische gaál war ursprünglich ein familienrechtlicher Begriff
      mit der Bedeutung: einen Menschen oder eine Sache zurückfordern,
      auslösen, lösen. Er wurde verwendet zum Auslösen oder Zurückkaufen eines
      Hauses (3. Mo 25, 33), zum Zurückkaufen
      von Gegenständen, die Jehova zu gefallen waren (Kap. 27, 13.15.19), zum
      Freikaufen eines in Sklaverei geratenen Menschen (K ap. 25, 48ff.), zum
      "Erlösen" einer Witwe von ihrer Kinderlosigkeit durch den nächsten
      männlichen Verwandten ihres verstorbenen Mannes, den "Blutsverwandten" (Rt 4, 4.6; 3. Mo 25, 25ff.; 1. Kön 16,11). Boas war solch ein Blutsverwandter oder Löser Rt. 2, 20; 3, 9.12 usw., vgl.. 4. Mo 5,8).
      Im höchsten Sinn wird das Wort von Gott gebraucht, der Israel und den
      Frommen erlöst. Daß mit dem Erlösen ein Für sich Beanspruchen verbunden
      ist, machen Stellen wie 2. Mose 6, 6ff., 15, 13; Jes 43, 1 und viele andere deutlich.


      Die griechische Wurzel (NT)


      Das griechische Wort für Erlösung im Neuen Testament, apolytrosis
      leitet sich vom Tätigkeitswort lyo = ablösen, losmachen, entlassen,
      freisprechen, befreien ab und bedeutet Loskaufung, Befreiung, Freihebung
      für Lösegeld. Das ist der zugrundeliegende Gedanke im Neuen Testament:
      zur Befreiung oder Loslösung muß ein Lösegeld bezahlt werden. An manchen
      Stellen steht mehr der Gedanke im Vordergrund, wovon man befreit wird,
      z.B. in Lukas 21, Vers 28. In Epheser 1, Vers 7,
      werden beide Gedanken miteinander verbunden: Wahre Christen haben die
      Erlösung durch Sein Blut, und sie bedeutet für sie die Befreiung von
      ihren Sünden und deren Folgen (vgl. auch 1. Pet 1, 18.19; Heb 9, 12.15).


      Erlösung - weit mehr als Befreiung von Gericht


      Daß Erlösung im Neuen Testament mehr einschließt als die Befreiung
      vom Gericht Gottes, daß sie vielmehr die Befreiung von jeder
      entgegenstehenden Macht umfaßt, machen viele Stellen deutlich. Wahre
      Gläubige werden kraft des Werkes Christi nicht allein "errettet von dem
      komnienden Zorn" (i. Thes 1, 10), sondern sie sind gerechtfertigt, sind
      mit Gott versöhnt, haben Frieden mit Gott, haben Zugang zu Gott, rufen
      Ihn an als ihren Vater in Christus. Sie sind Seine Kinder, weil sie von
      neuem, aus Gott geboren sind. Sie stehen nicht mehr unter der Macht
      Satans, des Todes, der Sünde. Sie besitzen den Heiligen Geist und sind
      lebendige Steine, Glieder des Leibes Christi. Als Erben Gottes und
      Miterben Christi besitzen sie ein ewiges Erbteil in den Himmeln. So
      rühmen sie sich in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. Selbst ihr Leib
      wird an der Erlösung teilhaben (Röm 8, 23; 1. Kor 1, 30; Eph 1, 14; 4, 3 0). Der Herr wird ihn umgestalten zur Gleichförmigkeit mit Seinem Leib der Herrlichkeit (Phil 3, 21).


      Wenn wir uns vor Augen halten, welche unermeßlichen Segnungen verknüpft sind mit der "Erlösung, die in Christus Jesus ist (Röm 3, 24),
      wird rasch deutlich, daß das Passah nicht als das eigentliche Vorbild
      der Erlösung angesehen werden kann. Das Blut des Passahlammes schützte
      zwar die schuldigen Israeliten vor dem verdienten Gericht Gottes, aber
      sie waren keineswegs von allen ihren Feinden errettet. Erst als sie auf
      der anderen Seite des Roten Meeres standen und der Pharao mit seinen
      Heeren in den Fluten untergegangen war, konnten sie das Lied der
      Erlösung anstimmen: "Meine Stärke und mein Gesang ist Jah, denn er ist
      mir zur Rettung geworden ... Du hast durch deine Güte geleitet das Volk,
      das du erlöst..." (2. Mo 15, 2.13). Erst jetzt hören wir von Errettung und Erlösung.


      Das Passah in Ägypten entspricht für uns dem Errettet Werden vom
      Zorn Gottes. Das ist keinesfalls eine geringe Sache, aber es ist
      durchaus nicht die ganze Segnung. Daß das Blut des wahren Passahlammes
      (l. Kor 5, 7) die Grundlage fürjede Segnung ist, steht dabei völlig
      außer Frage.


      Aber was gezeigt worden sollte, ist, daß das Passah als solches
      nicht über die Seite der Errettung vorn Zorn Gottes hinausgeht. Erst im
      Durchzug der Kinder Israel durch das Rote Meer finden wir das
      eigentliche Vorbild der Erlösung. Auf dieses Geschehen wird später in
      den Psalmen und Propheten immer wieder zurückgewiesen als auf jenen
      Punkt, von dem an sie ein erlöstes Volk waren.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Seele1986 schrieb:

      Und Jesus sagte seinen Jüngern: Niemandes Liebe ist größer, als wenn jemand sein Leben gibt für einen Freund.

      Er hat`s gegeben. Was für ein großartiger Herr, den wir haben!
      Ja, Hallelujah! Amen!
      Durch seinen Tod am Kreuz von Golgatha am Karfreitag und durch seinen Sieg über den Tod und seine Auferstehung am Ostersonntag hat er uns eine "ewige Erlösung erworben"(Hebr.9,12)!
      Halleluja - Der Herr ist auferstanden! - Er ist wahrhaftig auferstanden! - Hallelujah!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Das Passah in Ägypten entspricht für uns dem Errettet Werden vom
      Zorn Gottes. Das ist keinesfalls eine geringe Sache, aber es ist
      durchaus nicht die ganze Segnung. Daß das Blut des wahren Passahlammes
      (l. Kor 5, 7) die Grundlage fürjede Segnung ist, steht dabei völlig
      außer Frage.


      Aber was gezeigt worden sollte, ist, daß das Passah als solches
      nicht über die Seite der Errettung vorn Zorn Gottes hinausgeht. Erst im
      Durchzug der Kinder Israel durch das Rote Meer finden wir das
      eigentliche Vorbild der Erlösung. Auf dieses Geschehen wird später in
      den Psalmen und Propheten immer wieder zurückgewiesen als auf jenen
      Punkt, von dem an sie ein erlöstes Volk waren.
      Nicht nur Passah ist ein Bild für unsere Erlösung, auch nicht der anschließende Gang durchs rote Meer ist.

      Jesus war am Kreuz Passahlamm und mit seinem Leib der Tempel Gottes, den er selbst nach drei Tagen wieder aufrichtete - natürlich zusammen mit seinem Vater, der in IHM wohnt.
      Im Tempel wohnt der Vater (Jesus sagte dies bei der Tempelreinigung) und Jesus Leib ist der Tempel.

      Jesus überdeckte als Passahlamm unsere Schuld und reinigte mit seinem Leib(Tempel) uns von allen Sünden.
      Der Vorhang zerriss mit dem Tod Jesus und am dritten Tag - wie verheißen - stand Jesus von dem Tod wieder auf.
      ER hat den Tod besiegt, indem Er als Sündloser starb und wieder auferstand.

      Es ist gut, dass heute die Christenheit in aller Welt die Auferstehung unseres HERRN feiert.

      2 Korinther 2, 19
      nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      2 Korinther 2, 19

      2Kor 5,19 nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!