Verbot der Bluttransfusion bei den Zeugen Jehovas

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    • Mich hätte zu dem Thema folgende Frage interessiert:

      Ist es theologisch haltbar, dass die Hauptbegründung der Blutablehnung auf folgendem Text aus der Apostelgeschichte basiert:

      15/29 euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun. Lebt wohl!

      Ist das Enthalten von Blut im Kontext eindeutig NUR auf die orale Einnahme anzuwenden, oder ist eine generelle Ablehnung von Blut theologisch vertretbar? Vor allem die harte Konsequenz des Verlustes des ewigen Lebens wegen der Blutspendenannahme - gibt es hier theologische Argumente, ähnlich der einzigen Sünde, die nicht vergebbar ist, die gegen den hl. Geist?
      Oder gilt hier nicht auch folgender Text aus 1. Johannes 1/9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.


      Eine andere Frage stelle ich mir zu dieser Problematik:

      jehovaszeugen.de/Wie-wir-ueber…nische-Behandlu.76.0.html
      Blutlose Behandlungsmethoden und Operationstechniken sind so fortgeschritten, dass sie inzwischen auch Patienten zur Verfügung gestellt werden, die keine Zeugen Jehovas sind. Professor Charles H. Baron schrieb: „Dank der Tätigkeit der Krankenhaus-Verbindungskomitees der Zeugen ist es heute weniger wahrscheinlich, dass Zeugen Jehovas oder Patienten allgemein unnötig Blut übertragen bekommen. Im Zuge zahlreicher Bestrebungen zugunsten der Rechte von Patienten hat die von den Zeugen geleistete Arbeit bewirkt, dass Patienten im Großen und Ganzen über zahlreiche Einzelheiten ihrer Behandlung freier entscheiden können. Außerdem wurde der Sache der Freiheit im Allgemeinen und der Religionsfreiheit im Besonderen dadurch gedient, dass die Zeugen standhaft bleiben, wenn versucht wird, sie zu einer Handlung zu zwingen, die ihren religiösen Grundsätzen widerspricht."
      Mitglieder in diesen Verbindungskomitees wachen über die korrekte und vom Patienten gewünschte Enthaltung vom Blut. Sie entscheiden im Endeffekt über Leben und Tod ihres Nächsten.
      Und in der Haut des behandelnden Arztes möchte ich auch nicht stecken.
      Interessanterweise ist auch, dass Eigenbluttransfusion nicht erlaubt, oder doch?

      http://www.jehovaszeugen.de/Wie-wir-ueber-medizinische-Behandlu.76.0.html schrieb:

      Da die Bibel keine eindeutigen Aussagen zur Verwendung von Blutfraktionen oder der sofortigen Reinfusion von patienteneigenem Blut bei einer Operation (Blutrückgewinnung) macht, entscheidet jeder selbst, inwieweit er sich damit einverstanden erklärt. Wir akzeptieren sichere Behandlungsalternativen ohne Blut, die von immer mehr Medizinern anerkannt werden.
      jeder selbst?
      wir akzeptieren...ohne Blut?

      Bei Organtransplantationen:

      http://www.jehovaszeugen.de/Wie-wir-ueber-medizinische-Behandlu.76.0.html schrieb:

      Organtransplantationen oder Organspenden liegen in der Entscheidung des Einzelnen.
      in den meisten Organen ist ja auch Blut


      Es gibt auch eine Art "Aufweichung" in dieser Frage. Die Herkunft der folgenden Seite ist mir leider nicht bekannt, es werden lediglich "ehemalige" Älteste der ZJ genannt:
      geocities.ws/athens/ithaca/6236/verboten.htm


      Blut nein, Blutbestandteile ja? Ist das Leben (bspw. lt. 1 Mo 9,4) nur in bestimmten Bestandteilen des Blutes enthalten?



      bitte um eine möglichst sachliche Diskussion zu dem Thema.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • Im But sind sämtiche Informationen des Menschen abzulesen. Fast jede Krankheit ist sichtbar. So auch das Wesen jedes einzelnen Menschen, genausso wie mit dem Herzen
      Mit solch einer Blutüertragung kann sich mein Wesen total ändern.
      Das heißt so wie alle Krankheiten abrufbar sind, so werden sie auch übertragen, es wird das Leben gerettet, aber auch damit verändert.
      Man weiß inzwischen das bei Herztransplatierten Menschen sie ganz andere Weseszüge und Charaktereigenschaften sich enfalten.Sie sind nicht mehr der selbe.
    • Gut @tricky, das ist deine Meinung dazu, es gibt viele Informationen, die bis dahin gehen, wo Menschen selbst erzählen, das sie nicht mehr der sind.

      zB. <<Mit dem Herzen eines anderen leben>>amazon.de/Mit-Herzen-eines-anderen-leben/dp/3268002285
      Ich selber habe damit keine Erfahrungen damit.

      paradisi.de/Health_und_Ernaehr…omie/Blut/Forum/91690.php
    • @ingeli

      Es kommt darauf an, welches Blut zugeführt wird. Normalerweise zerlegt man das Blut in seine Bestandteile, bevor es zum Einsatz kommt. Je nach Bedarf werden dann die notwendigen Blutbestandteile zugeführt. Die roten Blutkörperchen enthalten keine Kerne und damit keine DNA. Sollte aber das ganze Blut verwendet werden, kommen auch fremde DNA's in das Blut des Patienten. Allerdings werden sie nach bestimmter Zeit "ausgewaschen".

      Damit ist die Vermutung, dass der Mensch durch Bluttransfusion seine eigene Identität verliert, falsch.


      @tricky

      Zuerst muss man fragen, warum das Verbot, Blut zu essen, gegeben wurde.

      3Mo 17.10 Und jedermann aus dem Haus Israel und von den Fremden, die in ihrer Mitte als Fremde wohnen, der irgendwelches Blut isst, - gegen die Seele, die das Blut isst, werde ich mein Angesicht richten und sie aus der Mitte ihres Volkes ausrotten. 17.11 Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es euch auf den Altar gegeben, Sühnung für eure Seelen zu erwirken. Denn das Blut ist es, das Sühnung tut durch die Seele [in ihm]. 17.12 Darum habe ich zu den Söhnen Israel gesagt: Keine Seele von euch soll Blut essen; auch der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt, soll nicht Blut essen.

      Für die Untersuchung muss geklärt werden, was Gott damals gemeint hat, als Er das Gebot gegeben hat. Was mit dem Gebot nicht gemeint war, kann dem Gebot später auch nicht zugeschrieben werden.

      1) Es ist immer vom tierischen Blut die Rede, was auch logisch ist, denn Kannibalismus war verboten. Vom menschlichen Blut ist da keine Rede.

      2) Hier ist eindeutig davon die Rede, das tierische Blut oral nicht zu konsumieren. Das Blut der Tiere wurde natürlich auch für andere Zwecke benutzt (z.B. Opfern), aber für diese Zwecke wird die Verwendung des Bluts nicht verboten.

      3) Gott begründet, dass das Blut zum Zwecke der Sühnung dient, und gehört auf das Altar. Die Sühnung ist im übertragenen Sinne die Heilung und Befreiung von der Sünde. Warum darf das tierische Blut für die Heilung und die Befreiung von der Sünde benutzt werden, aber das menschliche Blut für das Lebenretten nicht?

      4) Aus dem Gebot kann höchstens fragwürdig werden, ob das tierische Blut in die Menschen eingeführt werden darf. Vom menschlichen Blut ist im Gebot keine Rede.

      5) Bibel assoziiert das Blut mit der Seele, oder mit anderen Worten mit dem Leben (Vers 11). Warum darf das Leben nicht für das Lebenretten benutzt werden?

      Meine Schlussfolgerung ist, dass ZJ den Sinn des Blut-Gebots nicht verstanden haben, genau so wie die Pharisäer und Schriftgelehrten damals den Sinn des Sabbatgebots nicht verstanden haben und auf die Menschen schwere Last legten.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Die Zeugen sehen das ja nicht aus dem Gesundheitsgedanken, sondern sie entnehmen es der Bibel wo es heißt: Du sollst kein Blut nehmen.

      Gemeint ist dort das Trinken des Blutes, wo manche die opfern Blut getrunken haben.

      Trotzdem habe auch ich gehört, daß bei manche Menschen nach einer Bluttransfusion Krebs aufgetreten ist.

      Oder meine Mutter nach dem Herzinfarkt und Bluttransfusion relativ balt Diabetes hatte.

      Kann natürlich auch anderst entstanden sein.

      Wir wissen, dass Menschen die ein Herz transplantiert worden ist, prötzlich auch die Wesensart des Menschen mit dem anderen Herz in sich hatten. Plötzlich Lust hatten Bier zu trinken, dass sie vorher nicht hatten.

      Ich denke es ist schon was dran auf Bluttransfusionen zu verzichten, aus gesundheitlichen Gründen.

      Aber auch die Gedanken der Bibel : Im Blut ist das Leben.

      Auch da könnte man etwas daraus nehmen?
    • Ich habe diese Tage mit einem Menschen gesprochen, der als Arzt in einer Klinik arbeitet, und er hat mir folgendes gesagt:

      - Nicht alle OP's können ohne Bluttransfusion gemacht werden. Da, wo der Mensch über die Hälfte seines Blutes verliert, kann auch das Plasma-Zeug nicht helfen, weil es kein Sauerstoffträger ist. OP's, wo man ganz viel Blut verliert sind z.B. solche, die den menschlichen Unterleib betreffen. (Vielleicht stimmt diese Info nicht? Bitte um Korrektur)

      - Zwar können heute die OP's ohne Bluttransfusion in fast allen großen Krankenhäusern gemacht werden, dies ist aber erst sei 15-20 Jahren der Fall. Früher waren diese Geräte nur an seltenen Orten zu sehen. In einem Notfall, zum Beispiel, wo ein Mensch sofort eine OP brauchte, konnte diese praktisch ohne Bluttransfusion nicht gemacht werden.

      - Die OP's ohne Bluttransfusion sind komplizierter durchzuführen. Das Risiko, dass irgendwas nicht klappen sollte, ist höher.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • http://www.klinikum-braunschweig.de/388.0.html
      es ist die Möglichkeit geboten einer Eigenbluttherapie, um Fremdblut zu vermeiden.
      Diese Möglichkeit lehnen die ZJ auch ab.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hallo zusammen,

      heute ist mir dieser Artikel ins Aug gesprungen:

      derstandard.at/1363706272043/J…-Jehovas-behandelt-werden

      Zitat daraus:
      Ein Zeuge Jehovas soll sich "des Blutes enthalten", weil es heilig sei. Das jedenfalls ist die biblische Grundlage dafür, dass Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft Bluttransfusionen verweigern. In Extremsituationen kann das dazu führen, dass Ärzte Patienten verbluten lassen müssen. Verwendet der Arzt trotzdem Fremdblut, hat das Konsequenzen: Eigenmächtige Heilbehandlung wird mit einer Freiheits- oder Geldstrafe geahndet.


      Die neue Methode des Blutmanagements ermöglicht mittlerweile auch Nierentransplantationen und Operationen am offenen Herzen. Das Risiko, dass Patienten sterben, weil sie keine Blutkonserven erhalten, hält der Intensivmediziner für minimal: "Für einen Großteil der Operationen benötigt man kein zusätzliches Blut." Mitglieder der Zeugen Jehovas würden daher nur abgelehnt, wenn es sich um "Grenzfälle" handle, bei denen der Blutverlust bereits zu groß sei oder multiple Erkrankungen vorlägen.

      Die blutsparenden Alternativen zu Bluttransfusionen scheinen nicht nur für viele Operationen möglich zu sein - Einzelstudien kamen sogar zu dem Ergebnis, dass Zeugen Jehovas Eingriffe häufiger überlebten als Patienten, die Blutkonserven erhielten. An der Herzchirurgie der Cleveland Clinic in den USA etwa wurden zwischen 1983 und 2011 insgesamt 322 Zeugen Jehovas operiert - sie unterzogen sich überwiegend Bypass- und Klappenersatz-Operationen. Zehn Todesfälle verzeichnete das Krankenhaus - 3,1 Prozent weniger als in der Vergleichsgruppe.



      Ich denke, dass mit heutiger Technik viele Probleme, die durch Transfusion erst ausgelöst wird, vermieden werden kann. Wie würdet ihr das Thema aus heutigem Blickwinkeln sehen?
    • Vor längerer Zeit las ich diesbezüglich einen Artikel. Darin kam zum Ausdruck, wie sehr Eltern Gott wirklich angebettelt und gefleht haben, ihr Kind keiner Bluttransfussion auszusetzen. Gott ist darauf eingegangen. Die OP verlief ohne Blutübertragung. Sofort dachte ich an Gottes Güte und Erbarmen, wenn Eltern zu Gott trotz einer für mich falschen Einstellung um Hilfe bitten. Ich lehne generell keine Transfussion ab, deshalb wäre bei Benötigung Eigenblut für mich die 1. und Fremdblut die 2. Variante.
      Weil unser Herr Jesus alles gegeben hat ist er es wert, mit ganzer Hingabe (allem was ich bin und habe), feuriger Begeisterung und Gehorsam geehrt zu werden.
    • tricky schrieb:

      Die neue Methode des Blutmanagements ermöglicht mittlerweile auch Nierentransplantationen und Operationen am offenen Herzen. Das Risiko, dass Patienten sterben, weil sie keine Blutkonserven erhalten, hält der Intensivmediziner für minimal: "Für einen Großteil der Operationen benötigt man kein zusätzliches Blut." Mitglieder der Zeugen Jehovas würden daher nur abgelehnt, wenn es sich um "Grenzfälle" handle, bei denen der Blutverlust bereits zu groß sei oder multiple Erkrankungen vorlägen.

      Die blutsparenden Alternativen zu Bluttransfusionen scheinen nicht nur für viele Operationen möglich zu sein - Einzelstudien kamen sogar zu dem Ergebnis, dass Zeugen Jehovas Eingriffe häufiger überlebten als Patienten, die Blutkonserven erhielten. An der Herzchirurgie der Cleveland Clinic in den USA etwa wurden zwischen 1983 und 2011 insgesamt 322 Zeugen Jehovas operiert - sie unterzogen sich überwiegend Bypass- und Klappenersatz-Operationen. Zehn Todesfälle verzeichnete das Krankenhaus - 3,1 Prozent weniger als in der Vergleichsgruppe.
      Ich glaube, so neu ist die chirurgische Technik ohne Bluttransfusion zu operieren gar nicht. Nur in Österreich trauten sich die Ärzte erst viel später als zb die Chirurgen in Amerika diese Methode anzuwenden.

      Es gibt aber auch viele Fälle in Österreich, wo schon seit Jahrzehnten ohne Blut operiert wird. Zeugen Jehovas suchen sich eben Ärzte, die diese Methode bereits beherrschen und lassen sich auch privat behandeln, wenn es anders nicht möglich ist. Wir haben diese Diskussion ja schon in einigen Foren gehabt. Und immer wieder gab es Erfahrungen von ZJ, dass sie ohne Fremdblut sehr gut behandelt wurden und auch genesen sind. ZJ scheuen weder Geld, noch Mühe oder eine Alternativbehandlung um gesund zu werden. Ich glaube das auch, dass es wirklich so ist.

      Man hat halt gerne - wenn es mal zu einem Todesfall kam - die Medien auf die Hetzerschiene gelockt. Denn es kommt doch sehr gut an, wenn man Schlagzeilen bringen kann: ZJ starb, weil er das "rettende" Blut verweigert hat. Noch besser, wenn davon berichet werden kann, dass Eltern ihr Kind sterben ließen, weil sie ihnen kein Blut geben ließen. In Österreich ist das doch gar nicht möglich! Denn die Gesetzeslage sieht in diesem Fall vor, den Eltern sofort das Entscheidungsrecht bzw. die Obsorge zu entziehen.

      Wieviele Menschen sterben TROTZ der doch nicht so lebensrettender Bluttransfusion? Das wird natürlich nicht berichtet. Und wenn jemand auf Grund von Transfusionen sogar mit Aids angesteckt wurde, wie es erst kürzlich in Österreich passiert ist, dann trägt der Patient die volle Verantwortung. Er muss nämlich unterschreiben, dass er die volle Verantwortung übernimmt, wenn er sich "bereit erklärt" sich Blut geben zu lassen. Das Risiko bleibt beim Patienten, muss er in Kauf nehmen und mit seiner Unterschrift bestätigen. Er muss - wenn etwas passiert - um sein Recht kämpfen. Und das ist oft ein sehr langer Leidensweg.

      Ich denke, wir können ohne weiteres und ohne Urteilen oder uns einen Kopf zu machen, ZJ weiterhin entscheiden lassen, ob sie Blut annehmen wollen oder auch nicht. Von biblischer Sicht kann ich ZJ verstehen. Sie bringen gerne - das für mich gar nicht so abwegige Argument: Wenn es heißt, Alkohol zu meiden, käme kein normal denkender Mensch auf die Idee, sich Alkohol trasfudieren zulassen. Entweder soll man sich enthalten, oder auch nicht. Sein Leben setzt man nicht mehr oder weniger aufs Spiel, wie wenn man aus Gehorsam Gott gegenüber aus anderen Gründen lieber den Tod auf sich nimmt, bevor man Gott untreu wird.

      Ich denke, da steckt schon ein großes Maß an Glauben und Gottvertrauen dahinter, wenn sich jemand trotz Todesgefahr für Gott entscheidet. ZJ nehmen das bestimmt nicht auf die leichte Schulter.

      Ich denke, dass mit heutiger Technik viele Probleme, die durch Transfusion erst ausgelöst wird, vermieden werden kann. Wie würdet ihr das Thema aus heutigem Blickwinkeln sehen?
      Nicht anders, als bisher!

      Ich denke, dass ZJ gar nicht so verkehrt gehandelt haben. Sie haben sich mitunter viele Krankheiten erspart. Und wie es ja auch in dem Beispiel vom Standard gezeigt wurde, genesen Patienten anscheinend schneller und besser ohne Fremdblut.

      Ich habe mit der Transplantchirurgie schon persönliche Erfahrungen gemacht. Und von daher weiß ich, dass viele Ärzte gar nicht so glücklich sind, mit der raschen und oft auch sorglosen Verabreichung von Fremdblut. Blut ist ein Fremdkörper wie eine transplantierte Leber, Niere, Lunge, Herz oder sonstiges Organ. Was da alles untersucht und getestet wird, bevor man dann wirklich transplantiert, ist sagenhaft. Die Genauigkeit eine grandiose Sache. Nur bei dem Fremdkörper Blut geht man eher sorglos um. Viele Fälle von Tod wegen falscher oder verseuchter Bluttransfusion werden wir nie erfahren. Aber wehe, ein ZJ stirbt, weil er Blut verweigert hat. Und wenn man selbst Bluttransfusionen in Frage stellt, wird man sofort gefragt, ob man ZJ ist.

      Und wie schon erwähnt. So neu sind die Methoden gar nicht. Gut, wenn diese nun auch langsam Österreich erreichen.

      ***
    • Die ZJ produzieren damit "Märtyrer". Das hilft, die eigenen Leute bei der Stange zu halten. Man muss zu der Thematik auch noch hinzufügen, dass ZJ hier keine Wahl haben. Wer Bluttransfusionen annimmt, fliegt raus und verliert damit seinen gesamten Freundes- und Bekanntenkreis und die Familie. Man kann an diese Frage sehr klar sehen, was für ein antichristlicher Geist bei den ZJ herrscht.
    • Heiko schrieb:

      Die ZJ produzieren damit "Märtyrer". Das hilft, die eigenen Leute bei der Stange zu halten. Man muss zu der Thematik auch noch hinzufügen, dass ZJ hier keine Wahl haben. Wer Bluttransfusionen annimmt, fliegt raus und verliert damit seinen gesamten Freundes- und Bekanntenkreis und die Familie. Man kann an diese Frage sehr klar sehen, was für ein antichristlicher Geist bei den ZJ herrscht.



      Ich denke das ist zu einfach. Was die ZJ hier machen, ist meines Erachtens bewundernswert. Ich denke wenn ein ZJ im Krankenhaus liegt und er lehnt eine Bluttransfusion ab, hat er bestimmt nicht den Gedanken "wenn ich mir Blut geben lasse werde ich ausgeschlossen" oder wenn Eltern vor dieser Entscheidung stehen " wenn wir unserm Kind Blut geben werden wir ausgeschlossen, da lassen wir es lieber sterben". Ich denke sie machen dies deshalb weil sie glauben das eine Transfusion sie von Gott trennen würde. Ob das biblisch ist oder nicht will ich hier gar nicht erörtern. Ich frage mich nur, wäre ich auch bereit für den Glauben der STA lieber zu sterben als die Regeln zu brechen.
      Hardy
      Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
      Matthäus 28 / 20
    • hardy schrieb:

      Heiko schrieb:

      Die ZJ produzieren damit "Märtyrer". Das hilft, die eigenen Leute bei der Stange zu halten. Man muss zu der Thematik auch noch hinzufügen, dass ZJ hier keine Wahl haben. Ob das biblisch ist oder nicht will ich hier gar nicht erörtern. Ich frage mich nur, wäre ich auch bereit für den Glauben der STA lieber zu sterben als die Regeln zu brechen.
      Hardy




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      Hm, für eine Religion sterben, will das Jesus, ist das der Wille Gottes ?
    • Heiko schrieb:

      Die ZJ produzieren damit "Märtyrer". Das hilft, die eigenen Leute bei der Stange zu halten. Man muss zu der Thematik auch noch hinzufügen, dass ZJ hier keine Wahl haben. Wer Bluttransfusionen annimmt, fliegt raus und verliert damit seinen gesamten Freundes- und Bekanntenkreis und die Familie. Man kann an diese Frage sehr klar sehen, was für ein antichristlicher Geist bei den ZJ herrscht.
      Das stimmt so nicht! Wir müssen darauf achten, dass wir nicht einfach das nachplappern, was wir so in den Medien lesen.
    • Du hast Recht ich hätte schreiben sollen für die Lehren von E.W. zu sterben.
      Vor allem denke ich die ZJ haben das für sich in der Bibel entdeckt. Oder man hat ihnen die Bibel so ausgelegt.
      Wenn ich mir vorstelle was manche über Alkohol oder Essen in der Bibel für sich entdeckt haben und ihre Meinung mit allen Mitteln verteidigen, Frage ich mich ob sie ihre Erkenntnis auch mit ihrem Leben verteidigen würden.
      Ich weiß der Vergleich hinkt etwas.
      Aber ich denke die ZJ sehen sich nicht als Märtyrer sondern als Menschen die Gottes willen tun und das verdient Respekt
      Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
      Matthäus 28 / 20
    • Hm, für eine Religion sterben, will das Jesus, ist das der Wille Gottes ?
      Das ist eben die Frage. Sterben ZJ - wenn sie auf Grund einer Blutverweigerung sterben - für eine Religion, oder weil ihnen Gott wichtiger ist, als ihr Leben?

      Sterben Gläubige, wenn sie Gott treu bleiben möchten, für eine Religion oder weil ihnen Gott wichtiger ist, als ihr Leben?

      Wir sind sehr schnell mit solchen Aussagen. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob sich des Blutes enthalten nur auf das Essen bezieht. Vergleichen wir einfach mal die Ansicht vieler User hier, die meinen, Fleischessen für die heutige Zeit ist nicht ok. Das kann nicht in der Bibel so stehen, weil es damals - als Fleischessen erlaubt wurde - noch kein manipuliertes und Antibiotika verseuchtes Fleisch gab. Aber heute ...

      Damals gab es auch noch keine Bluttransfusionen. Allso konnte das so noch gar nicht in der Bibel stehen.

      Die drei Hebräer wären lieber im Ofen verbrannt, als Gott untreu zu sein. Waren sie der jüdischen Religion aufgesessen, oder waren sie Gott absolut treu?

      Seien wir vorsichtig mit unseren kurzsichtigen Aussagen und Meinungen in Bezug auf Andersgläubige.

      Im Übrigen: So wie heute viele Ärzte vom Fleischgenuss abraten, raten auch viele Ärzte von Bluttransfusionen ab. Sie geben zu, dass diese nicht so ungefährlich und absolut Lebensrettend ist, wie gerne behauptet wird. ICH z.b habe einen nahestehenden Menschen verloren, weil er durch eine Bluttransfusion mit Hepatitis C angesteckt wurde. Wie oft hat er gesagt: Wäre ich ZJ wäre mir das nie passiert!

      Ich denke, kein Gottgläubiger stirbt für eine Religion. Sondern wenn, dann weil er überzeugt ist, den Willen Gottes zu tun.

      ***
    • @hardy

      Wenn ich mir vorstelle was manche über Alkohol oder Essen in der Bibel für sich entdeckt haben und ihre Meinung mit allen Mitteln verteidigen, Frage ich mich ob sie ihre Erkenntnis auch mit ihrem Leben verteidigen würden. Ich weiß der Vergleich hinkt etwas.
      Der Vergleich ist wirklich unpassend. Wenn wir am Sabbat lebenserhaltende Maßnahmen machen dürfen, ohne dass dabei das vierte Gebot gebrochen wird, warum sollte jemand, der für sich Alkohol- oder "Essen"-Abstinenz als richtig erkannt hat, in einem Ausnahmefall fanatisch handeln? Zeugen Jehovas messen der Bluttransfusion einen solchen Seligkeitsernst bei, was mit Alkohol/Essen der Adventisten unvergleichbar ist. Prinzipiell ist das eine Erkenntnis- und Gewissensfrage, die sich über alle möglichen Themen erstreckt.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)