Die Atheisten

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    • ...mit dem Hinweis auf die eigene Beziehungsfähigkeit hat Yokurt für mich diese Frage grundsätzlich und wegweisend beantwortet.
      Persönliche Entwicklungswege, Erziehung, wo und wie wir aufwachsen ist wohl Grund,-auch für die Glaubensfähigkeit. Unter Umständen auch sich daraus "zu befreien".
      Marx hat ja richtig gute Dinge zusammengebracht.- leider war er völlig chaotisch.
      Seine Aussagen hatten Bezug zur Lebenssituation der Arbeiter. In diesem Kontext verständlich.
      Es darf auch nicht vergessen werden was für unterdrückendes, menschenveachtendes Gedankengut als biblisch dargestellt und umgesetzt wurde.
      Hatte die Kirche Macht, hat sie diese lange Zeit immer missbraucht.
    • 10Veith2010 schrieb:

      Gibt es Gott?
      Das Problem ist aber, dass wir Menschen eine Grenze gesetzt bekommen haben, eine Grenze der Erkenntnis über die wir nicht hinausschauen können. Wir sind ein wenig wie spielende Kinder am Strand eines großen Meeres, die mal einen Stein oder eine Muschel finden, aber nicht wissen, was in dem Meer ist und dennoch meinen viele Zeitgenossen, sie hätten soviel Informationen zur Verfügung, dass sie mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" sagen können, dass es keinen Gott gibt und noch nicht einmal wissen, wer oder was Gott überhaupt ist. Ein Atheist bewegt sich auf höchst unsicherem Terrain, auf was will er sich berufen? [...]

      Der Physiker Newton meinte, dass wir spielenden Kindern gleichen, die am Meeresstrand spielen, das heißt am Rand eines riesigen Meeres, wir spielen vor der für einen Menschen unfaßbaren Menge des insgesamt möglichen Wissens. Dort am Meeresrand finden wir wohl Muscheln, die wir anfassen können; aber wir kennen nicht das ganze Meer. [Das Newtonzitat] Natürlich ist das Wissen der Menschen insgesamt begrenzt und die Erkenntnis jedes einzelnen Menschen freilich ebenso.

      Allerdings bewegen sich nicht nur Atheisten auf solchem Terrain, nicht nur die Erkenntnisfähigkeit der Atheisten ist begrenzt, sondern die Erkenntnis des Menschen ist grundsätzlich begrenzt, damit auch die Erkenntnis eines jeden Gläubigen, etwa eines Siebenten-Tags-Adventisten. Ein Adventist bewegt sich also ebenso auf höchst unsicherem Terrain, worauf er sich beruft ist einzig sein Glaube, also sein Nicht-Wissen.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      ... Ein Adventist bewegt sich also ebenso auf höchst unsicherem Terrain, worauf er sich beruft ist einzig sein Glaube, also sein Nicht-Wissen.

      Ja, da stimme ich Dir zu, allerdings ist der Abschluss Deiner, sonst meist überlegten, Argumentation nicht würdig. Glaube ist keinesfalls "nicht Wissen". Glauben ist: in einer Beziehung mit Gott zu leben.
      Allerdings wäre es vermessen zu meinen, man wüsste (daher) mehr oder weniger "alles". Im Gegenteil, wer die Größe Gottes wirklich erkennt, der ist sich im Klaren darüber, dass alles was wir "wissen" Stückwerk ist (1Kor 13).
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Zitat von »Daniels«

      ... Ein Adventist bewegt sich also ebenso auf höchst unsicherem Terrain, worauf er sich beruft ist einzig sein Glaube, also sein Nicht-Wissen.

      Ja, da stimme ich Dir zu, allerdings ist der Abschluss Deiner, sonst meist überlegten, Argumentation nicht würdig. Glaube ist keinesfalls "nicht Wissen". [...]

      Ich gebe zu, dass es eine provokante Zuspitzung oder gar eine vereinfachende Überspitzung ist, bei der mir selber nicht ganz wohl war.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Glaube kann auch Wissen bedeuten. Es handelt sich aber nicht um wissenschaftlich gesichertes Wissen, soweit es die derzeitige menschliche Wissenschaft angeht. Dennoch kann das Geglaubte real sein. Das Geglaubte kann Wirklichkeit sein. Wenn ich an Gott glaube, laufe ich keinem Hirngespinst nach.

      Daniels hat auf das Newton-Zitat hingewiesen. Da habe ich es auch her. Ich hätte dies vermerken müssen als Fußnote, damit es nicht zum Plagiat wird. Mir fällt da auch noch ein Heisenberg-Zitat ein, der in etwa sagte, dass der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaft atheistisch machen würde, später aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.

      Die Bibel erklärt das im Hebräer 11 so schön:

      Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit
      dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.
      Denn durch ihn haben die Alten Zeugnis erlangt.
      Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten
      durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das Sichtbare nicht aus Erscheinendem geworden ist.

      (Hebräer 11, 1-3 -Elberfelder Übersetzung)


      und im Vers 6:


      Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.

      Der Atheist Paul Schulz behauptet:
      Zitat (a.a.o.): "Der religiöse Glaube glaubt gegen die Realität, der atheistische Glaube glaubt auf der Basis der Realität".
      Ich persönlich sehe das eher entgegengesetzt. Die Bibel nimmt unverblümt stets Bezug zur Realität und beschönigt nichts und für mich ist Gott das Fundament der Realität. Der Atheismus steht auf "wackligen Beinen". Paul Schulz spricht aber fairerweise vom atheistischen "Glauben", es weiss es nicht sicher, er kann sich auch irren. Meine über 50jährige Lebenserfahrung sagt mir jedoch, dass Gott da ist, präsent, dass er unsere Wirklichkeit durchdringt. Gott hat mich immer "getragen", war immer die Antwort auf "quälende Fragen", durch Gott fasste ich stets Vertrauen, Hoffnung, Zuversicht und sogar Freude. Nimmt man mir Gott, nimmt man mir das Leben. In Gott fand ich stets Ruhe, er war und ist mir ein fester Anker im Sturm des Lebens. Der Mensch kann Gott aufgeben, aber Gott gibt den Menschen niemals auf. Es liegt am Menschen, nicht an Gott. Wenn ich mich in Gott hineinfallen lasse, trägt er mich, auch im Sterben und Tod, er fängt mich auf und trägt mich durch bis in alle Ewigkeit. Dazu ist diese gefallene Welt nicht in der Lage.


      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von 10Veith2010 ()

    • Das Christentum - zunehmend ein Fremdkörper im säkularen Europa

      Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, hat am 12. September 2012 auf dem Michaelisempfang der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin eine ineressante Rede gehalten. Die Bundeskanzlerin und weitere Vertreter der Bundesregierung waren anwesend.

      Schönborn vetrat in seiner Rede die These, dass das Christentum in Europa im Zuge des atheistischen Mainstream zunehmend ein Fremdkörper wird. Christen in Europa finden sich zunehmend marginalisiert, ja sogar diskriminiert. In immer mehr Bereichen geht der "Mainstream" in eine andere Richtung als das Christentum. In den letzten 40 Jahren wurde das Christentum immer marginaler. Die OSZE (= Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) hat eine Diskriminierungsstelle mit Sitz in Wien eingerichtet, die in den Ländern der OSZE Diskriminierung von Christen beobachtet und registriert. Sie hat zu tun !.
      Die Folge dieser Entwicklung wird sein, dass "christliche Werte" wie die unveräusserliche Menschenwürde in Auflösung begriffen sind, was Auswirkungen auf unser Ethikverständnis hat, z.b. was den Umgang mit Ungeborenen, Behinderten, Kranken, Alten und Schwachen betrifft. Die Euthanasiedebatte erfasst immer mehr Länder in Europa. Das 21. Jahrhundert wird menschlich kalt werden, erfrieren in subtiler Unbarmherzigkeit und Grausamkeit und kalter Technik. Man will mit Gott zunehmend nichts zu tun haben.

      Näheres zu:
      Schönborn, Christoph. Fremdkörper oder Wurzel ?, in: Lebensforum - Zeitschrift der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) Nr. 104, 4. Quartal 2012, S. 18-21
    • Ich kannte früher auch mal jemand, den die Frage, wie ein Gott der Liebe das Leid zulassen kann, sehr beschäftigt hatte.
      Neben verschiedenen Ansätzen (Damit wir zu Ihm finden, am Leid reifen, das Gebet nicht vernachlässigen, aus Fehlern lernen usw.) fand ich da auch das Buch von Gerhard Padderatz "Allmächtig, Ohnmächtig, Gerecht" sehr gut. :thumbup: