Die Atheisten

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    • Die Atheisten

      Neulich las ich im Forum der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands:

      Zitat:
      2...Die Religion und der Kapitalismus gehören zusammen. Eine kleine Elite
      bereichert sich am Reichtum des vom Volk hart erarbeiteten Wohlstands
      und tröstet das hart arbeitende Volk mit der Religion, dass im Jenseits
      das Paradies auf einem warte. Karl Marx: "Der Mensch macht die Religion,
      die Religion macht nicht den Menschen"..."

      Vertröstung auf das Jenseits ?

      In einem klein Heftchen der Werner Heukelbach Bibliothek des Autors John Blanchard mit dem Titel: Jesus Christus. Tot oder lebendig ? schreibt dieser:

      Zitat:

      "...Alle Apostel erlebten diese Veränderung und weder das drohende Gefängnis noch die Todesstrafe konnten sie aufhalten. Sie waren mutlos und enttäuscht gewesen, aber dann waren sie zuversichtlich und mutig. Eine erstaunliche Wandlung von Feigheit zum Mut war es, was Professor J.N.D. Anderson (Anderson. Jesus Christ. The Witness of History, Seite 146) überzeugte, denn das war "bei weitem der stärkste Beweis für die Auferstehung"....."


      Übrigens:

      Wer sagt denn, das die Auferstehung von den Toten nicht möglich ist ? Was wissen wir denn über die Wirklichkeit (auch die Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit), das wir dies mit Sicherheit sagen können ? Wir wissen es nicht. Auch die Atheisten können es nicht wissen, auch sie sind Glaubende. Ein Atheist glaubt, dass die Wirklichkeit so ist wie er sich das vorstellt. Es ist aber eher ein reduktionistisches Modell der Wirklichkeit, die ja weit umfassender und komplexer ist als wir und das jemals ausmalen könnten. Und wenn wir noch Jahrtausende wissenschaftlich forschen, dringen wir zwar wir ein "Tunnelbohrer im Gestein" immer weiter vor, Stück für Stück, aber werden wir jemals alles auch die letzten Dinge wissen können. Ich denke nicht. Dies bleibt Gott vorbehalten. Und wir können IHM vertrauen, uns in IHm hineinfallen lassen, er fängt uns auf, immer.
    • 2...Die Religion und der Kapitalismus gehören zusammen. Eine kleine Elite
      bereichert sich am Reichtum des vom Volk hart erarbeiteten Wohlstands
      und tröstet das hart arbeitende Volk mit der Religion, dass im Jenseits
      das Paradies auf einem warte. Karl Marx: "Der Mensch macht die Religion,
      die Religion macht nicht den Menschen"...
      Zu diesem möchte ich sagen, dass wenn unsere adventistische Kirche so wäre wie hier beschrieben, hätten wir irgendwo ganz oben eine "Elite", die das ganze Geld, was an die Kirche gegeben wird, dort bei sich aufsammelt und für ihre eigenen, eigennützigen Zwecke ausgibt. Dem ist natürlich nicht so, denn das ganze Geld, alle Ein- und Ausgaben, werden kontrolliert und zum Wohl der Menschen ausgegeben. Also, haben wir schon mal nicht die gleiche Kirche wie beschrieben.

      Zum anderen, lehrt die Bibel nicht nur, "irgendwo" das Geld zu spenden, sondern dieses auch von eigenen Geschwistern sinnvoll zu verwalten, damit es dem Wohl aller Menschen dient, insbesondere derjenigen, die nichts haben. Also auch biblisch, lehrgemäß, haben wir nicht die gleiche Lehre und Religion, wie sie dort in Verbindung mit Kapitalisten gebracht wird.

      Was man feststellen kann: "Religion" ist ein abstrakter Begriff und kann je nach Zweck unterschiedlich definiert und angewendet werden. Unsere Religion ist nicht die "kapitalistische" Religion. Also ist die berühmte marxistische Aussage "Opium des Volkes" nicht auf unsere adventistische Religion treffend, da die anfänglichen Kriterien dieser Aussage nicht zu der Darstellung und Praxis unserer Kirche passen.

      Unsere Religion schafft kein Kapital. Sie ist sehr sozialistisch, weil man um die Nöte des anderen besorgt ist.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • in den letzten Tagen ...

      Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) hat nur einige Tausend Mitglieder und sitzt in Gelsenkirchen. Sie träumen vom Paradies auf Erden. Sie erhoffen sich eine neue Erde, eine neue Welt. Insofern sind sie den Christen nicht unähnlich. Der Unterschied ist halt nur, dass die athteistischen MLPD´ler das Paradies auf Erden ohne Gott realisieren wollen, ohne selbst zu wissen, wer oder was Gott eigentlich ist, zumal deren Bibelkenntnissen äuersst dürftig sind (dafür kennen sie die Schriften von Marx, Engels, Lenin usw. auswendig). Kann man das "Paradies auf Erden" ohne Gott umsetzen, den "echten Sozialismus" ? Ich meine nicht, dies ist zu blauäugig gedacht, denn es wird dies eintreffen, was im 2. Timotheusbrief gesagt ist:
      "...Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. Denn
      die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch,
      hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten Feind, Verräter, unbedacht, aufgeblasen...." (2. Tim 3, 1 f.- Luther 1984)

      Ohne Gott wird es die Charakterstruktur der Menschen verhindern, dass sich der "echte Sozialismus" einstellt.
    • Es ist interessant zu wissen, dass Karl Marx für sich 5 Millionen Goldmark ausgab, während seine Familie in Armut darbte. Marx hat auch gesagt,: Wenn die ganze Welt durch ihn in Trümmer fällt, so ist er der Letzte, der oben auf dem Trümmerhaufen steht.
      Marx wird eine starke, aber geheime Verbindung zu den damals verbotenen Spiritisten nach gesagt.
      BenSalomo
    • die letzten Seinsfragen der Menschheit

      Im früheren kommunistischen atheistischen "Osten" zur Zeit des kalten Krieges hatte die Bevölkerung natürlich auch eine tiefe Sehnsucht nach Gott. Vielen war dies nicht bewußt, aber unbewußt suchten sie Gott. Dies äusserte sich in Filmen und Romanen der DDR, die ins "Übersinnliche" und "Außerirdische" hineingehen. Der kalte Atheismus beantwortet nicht die letzten Seinsfragen der Menschheit und hinterlässt tatsächlich eine "innere Leere und Kälte", es "friert" den Menschen. Es gehört zur Natur des Menschen, in direkter Verbundenheit und Partnerschaft mit Gott zu leben so wie es von Anbeginn war und wir vermissen dies.
    • Ludwig Feuerbach
      Feuerbach (1804–1872) wendet den zu-sich-selbst-kommenden Begriff in seinem Werk Das Wesen des Christentums 1841 kritisch gegen die Religion und will sie als Projektion entlarven: „Gott“ sei nur der an den Himmel projizierte Selbstausdruck des endlichen Selbstbewusstseins, das sich Unendlichkeit ersehne. Mit der Vorstellung Gottes stelle der Mensch sich sein eigenes Wesen gegenüber, mache es sich als Objekt seiner Sehnsucht gegenständlich anschaulich:[12]
      „Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel steht, sondern der Mensch schuf, wie ich im Wesen des Christentums zeigte, Gott nach seinem Bilde.“
      Der Atheist Feuerbach hat sich hier aber philosophisch auch selbst ein "Eigentor" geschossen, denn auch seine Annahme(n) sind in Wirklichkeit auch Projektionen/Gedankenspiele/Glaubenssätze über Gott bzw. Religion bzw. das "Christentum"...
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • @10Veith2010:

      10Veith2010, Du zitierst die Marxistisch-Leninistische Partei, vermutlich ist das so ähnlich, als zitierte man die Piusbrüder stellvertretend für das Christentum. Obwohl an Deinen Argumenten etwas dran ist, muss ich etwas Wasser in den Wein schütten:

      Sieht man von diesem Zitat dieser Marxisten ab, das ja nur eine besondere Ausprägung der zugrunde liegenden Religionskritik ist, dann bleibt trotzdem die Frage nach der gesellschaftlichen Wirkung von Religion und Kirche. Die Super-Reichen und die Pfaffen müssen nicht ein- und dieselben Leute sein. Nietzsches Vater, ein Pfarrer, wiewohl kein reicher Mann, war ein glühender Verehrer seines Königs, und insofern stützte er dessen Herrschaft.

      Jüngst habe ich eine Veranstaltung im Rahmen der Gebetswoche einer evangelischen Organisation besucht. An meinem Tisch hörte ich eine alte Frau für Christian Wulff beten, mit der im Gebet ausgesprochenen Begründung, dass Gott allein die Herrschenden einsetze. Solche Ansichten gibt es - freilich mit individuellen Unterschieden - auch unter Adventisten. Es ist zwar ein plakatives Argument, aber gleichwohl logisch vertretbar: Dann hätte die Dame vermutlich auch für Adolf Hitler oder Stalin oder Napoleon oder andere herrschaftliche Massenmörder gebetet, daß sie weise morden mögen.

      Viele kapitalismuskritische Menschen würden, vermute ich, argumentieren, daß es eine gewisse Funktionsteilung zwischen christlichen Religionsfunktionären unterseits und den Reichen und Mächtigen oberseits gibt, daß also die christlichen Gemeinden das kapitalistische System stabilisieren, daß sie den Reichen und Mächtigen den Rücken frei und den Steigbügel halten. Das ist nicht ohne Weiteres zu widerlegen.

      Schließlich ermöglicht die Position des Pastors einer Adventgemeinde auch heute noch den Amtsinhabern eine Art Fürstentum in einem Zwergenreich, wie es vermutlich auch schon seinerzeit den Amtsbrüdern von Nietzsches Vater ging. Es gibt genug mehr oder weniger kriecherische oder ausdauernd respektvolle Gemeindeglieder in jeder STA-Gemeinde, die jedem hauptamtlichen Prediger eine Geltung einräumen, die die meisten dieser Prediger aufgrund ihrer natürlichen Persönlichkeit kaum je erlangen würden. Das heißt die Anstellung als STA-Prediger ist mit deutlichen Statusgewinn verbunden. Weiter gibt es vermutlich Anstellungen, die noch schlechter vergütet werden als die eines Pastors. Insofern haben Pastoren in jeder christlichen Kirche, die ich bisher wenigstens etwas kennen gelernt habe, durchaus ganz egoistische Motive sich eher systemstabilisierend zu verhalten; denn es geht ihnen recht gut, was sie naturgemäß nicht gerne aufgeben möchten.

      Je nach dem, wie viel scharfes Gewürz seinem Gaumen gefällt, mag jemand entweder sagen, die Christen sind für das kapitalistische Herrschaftssystem nützliche Idioten und die Pastoren - auch der Siebenten-Tags-Adventisten - Stiefelputzer der Reichen und Mächtigen im Staate, oder aber, sie seien bestenfalls Wohnzimmerrevolutionäre und Hinterhofsozialisten.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

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    • 10Veith2010 schrieb:

      unbewußt suchten sie Gott. Dies äusserte sich in Filmen und Romanen der DDR, die ins "Übersinnliche" und "Außerirdische" hineingehen.
      Welche sollen das sein ?
      Ich Kenne keine Filme aus der DDR die ins "Übersinnliche "und "Außerirdische "hineingehen
      Ich mochte nur mit ungetrübten blick die Wahrheit sehen
      Ashitaka
      Prinzessin Mononoke
    • Karl-Heinz Tuschel und Der schweigende Stern

      Ich erinnere mich an den früheren DDR-Autor Tuschel, der Science Fiction geschrieben hat. Ich besaß mal einen Roman von ihm (die DDR-Bücher waren ausgezeichnet) über die Begegnung der Astronauten mit Außerirdischen (siehe auch: de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Tuschel). Vielleicht komme ich übers Antiquariat ja nochmal an eines seiner Romane heran, wäre schön.

      Der von nadia angesprochene Film ist ebenfalls bei Wikipedia erläutert:

      ".....Der schweigende Stern ist der erste Science-Fiction-Film des DEFA-Studios für Spielfilme (Gruppe „Roter Kreis“) aus dem Jahr 1960, der in Co-Produktion zwischen der DDR und Polen entstand. Der Film, der nach Stanisław Lems erstem Roman „Die Astronauten
      (bzw. „Der Planet des Todes“) gedreht wurde, wurde genau zu jener Zeit
      realisiert, als der erste künstliche Flugkörper überhaupt im Rahmen der
      russischen Lunik-Mission gezielt auf der Mondoberfläche aufschlug. Der Streifen kam am 26. Februar 1960 in die Kinos der DDR......."
      (de.wikipedia.org/wiki/Der_schweigende_Stern)

      Verfilmt wurde später auch der Science Fiction Film SOLARIS des polnischen Autors Stanislaw Lem mit seinem gleichnamigen Roman, auch ein atheistischer Roman, aber die Sehnsucht nach dem Übersinnlichen, dem Göttlichen wird auch hier sehr deutlich. Lem beschreibt hier eine schöpferische Superintelligenz auf die die Astronauten treffen. Der sowjetische Filmregisseur Andrei Tarkowski hat Solaris 1972 verfilmt.

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    • Gott ist nicht Supermann

      Was frustriert denn die Atheisten oft so sehr ? Weil Gott nicht
      Supermann ist wie in den amerikanischen Superman-Filmen, auch nicht
      Batman. Diese Helden greifen sofort ein, wenn Unrecht geschieht. Das
      macht Gott nicht. Wen drei kleine Kinder in einem brennenden Haus
      umkommen, hilft Gott nicht, auch nicht bei Verkehrsunfällen oder
      Tsunamis. Wenn ein kreuzfahrtschiff umkippt hilft Gott auch nicht,
      Supermann wäre hingeflogen und hätte das Schiff und alle Passagiere
      gerettet. Wenn eine 21jährige junge Frau unheilbar an Krebs erkrankt ist
      und bald sterben muss, hilft Gott auch nicht. Es gab auch schon Leute,
      die Gott deswegen wegen unterlassener Hilfeleistung anklagen wollten.

      Was
      macht Gott also ? Wobei und wann und wie hilft Gott ? Sollen wir uns
      von Gott "in Watte packen lassen" ? Wir leben in einer gefallenen Welt,
      die Konsequenzen des "Sündenfalls" muss die Menschheit "schultern" und
      selbst sehen wie sie jetzt ohne die Unterstützung Gottes zurecht kommt,
      sie wollten ja alle den Weg ohne Gott gehen. Den groben Rahmen hält uns
      Gott stabil, was die tägliche Atemluft, die Oberflächengravitation auf
      der Erde, die Bewegung der Gestirne, den Sonnenumlauf usw. grob
      betrifft, aber ansonsten müssen wir uns selbst helfen und zwar solange
      wie das Böse in dieser Welt einschließlich Sterben und Tod noch nicht
      vernichtet worden ist, was ja eines Tages in der Zukunft geschehen wird.
      Wir müssen sogar evtl. einen Asteroiden selbst "abschiessen oder
      ablenken", der die Erde treffen könnte. Gott hat uns in die Freiheit
      ohne ihn entlassen, er zwingt nicht, wir können machen, was wir wollen,
      ohne ihn. Er mischt sich nicht mehr ein, es sei denn wir bestehen im
      Einzelfall darauf, aber auch dann überlegt er es sich noch mal.
    • 10Veith2010 schrieb:

      [...] Wir leben in einer gefallenen Welt, die Konsequenzen des "Sündenfalls" muss die Menschheit "schultern" und selbst sehen wie sie jetzt ohne die Unterstützung Gottes zurecht kommt, sie wollten ja alle den Weg ohne Gott gehen. Den groben Rahmen hält uns Gott stabil, was die tägliche Atemluft, die Oberflächengravitation auf der Erde, die Bewegung der Gestirne, den Sonnenumlauf usw. grob betrifft, aber ansonsten [...]
      Du solltest Dich meines Erachtens mal entscheiden, ob sich Gott vornehm aus der materiellen Welt bzw. den Lebensumständen der Menschen zurückgezogen hat oder nicht. so wie Du das schilderst, ist das nichts als Wunschdenken: Alles was das Leben der Menschen erhält oder grundlegend stabilisert, schreibst Du Gott zu und den Schwarzen Peter oder die Schuldgefühle den Menschen oder einem abgefallenen Engel. Und wenn es dazu dient, Dein Gottesbild zu bestätigen, greifst Du sogar auf Was-uns-nicht-umbringt-macht-uns stärker-Sprüche wie "Sollte uns Gott in Watte packen!?" zurück. Ich finde das völlig willkürlich und grob einseitig. Ich kann diese Schwarz-Weiß-Malerei bald nicht mehr hören!

      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Die Destruktivität des Menschen

      "Prüft alles und, was gut ist,

      das behaltet. Aber was böse ist,

      darauf lasst euch nicht ein..."


      1. Thessalonicher 5, 21.22

      Das ist meines Erachtens Schwarz-Weiß-Malerei, denn was ist "gut" und was ist "böse"? So gesehen baut die ganze Bibel darauf auf, könnte man meinen. Der böse Engel, der Teufel ist abgefallen, hat Adam und Eva verführt und so ist das Böse in die Welt gekommen, behaupten die Adventisten und Zeugen Jehovas. Und jetzt müssen wir das Gute vom Bösen unterscheiden. Meines Erachtens kann man einem Teufel, Satan, Luzufer oder Beelzebub nicht verantwortlich machen, die Menschen tragen die alleinige Schuld und Verantwortung und müssen dafür bezahlen. Manche fragen, wo war Gott in Auschwitz. Man muss fragen: Wo war der Mensch in Auschwitz ? Der Mensch trägt die alleinige Verantwortung für das was in Auschwitz geschehen ist und kein gefallener Engel oder "das Böse". Deshalb hat die Menscheit nur eine Chance langfristig zu überleben: Sie muss lernen, ihre Destruktivität abzulegen und dazu gehören auch Kriege, sonst gibt es irgendwann keine Menschen mehr, weil sie ausgestorben sind, das war´s dann.
    • 10Veith2010 schrieb:

      Te Meines Erachtens kann man einem Teufel, Satan, Luzufer oder Beelzebub nicht verantwortlich machen, die Menschen tragen die alleinige Schuld und Verantwortung und müssen dafür bezahlen.
      Stimmt nicht wir müssen nicht dafür bezahlen das hat Jesus für uns getan hyppxg
      Ich mochte nur mit ungetrübten blick die Wahrheit sehen
      Ashitaka
      Prinzessin Mononoke
    • Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder

      Die Menschen müssen schon dafür bezahlen, wenn sie sich gegen Jesus Christus und Gott entschieden haben, man denke nur an die Plagen von Offenbarung 16, die ja nur den Ungerechten zuteil werden. Die Offenbarung erwähnt die Zweite Auferstehung und Offenbarung 21,8 ist auch unmissverständlich:

      "...Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen
      und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem
      Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod ..." (Offb 21,8 - Luther 1984)

      Was ist damit gemeint ? War Petrus nicht auch feige und hat Jesus Christus dreimal verleugnet ?
      "...Da dachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der
      Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und
      weinte bitterlich..." (Mt 26,75)

      Aber Petrus ist vergeben worden.

      Oder sind es jene, die wissentlich Gott hartnäckig verleugnen so sie dabei feige sind und lügen ? Es gibt jedenfalls keine Allversöhnung.
    • Theodizee-Frage

      Ich bin von Daniels wohl eher mißverstanden worden. Es ging mir um die Theodizee-Frage, was ich polemisch-provokativ plakatiert habe. Eine alte Frage, um die sich schon viele Gelehrte gestritten haben.

      Wikipedia schreibt dazu:
      Theodizee [teodiˈʦeː] (frz. théodicée, altgriech. θεός theós „Gott“ und δίκη díke „Gerechtigkeit“) heißt „Rechtfertigung Gottes“. Gemeint sind verschiedene Antwortversuche auf die Frage, wie das Leiden
      in der Welt zu erklären sei vor dem Hintergrund, dass Gott einerseits
      allmächtig, andererseits gut ist. Konkret geht es um die Frage, warum
      Gott das Leiden zulässt, wenn er doch die Potenz ("Allmacht") und den
      Willen ("Güte") besitzen müsste, das Leiden zu verhindern. Der Begriff
      ‚Theodizee‘ geht auf den Philosophen und frühen Aufklärer Gottfried Wilhelm Leibniz zurück[1], die Fragestellung selbst existierte aber schon in der Antike.

      kath.de schreibt dazu:
      "...Die Antwort, die Hiob nicht erhalten hat, gibt der Leidensweg
      Jesu. Gott selbst solidarisiert sich mit den vielen unschuldig
      Verurteilten und Verfolgten. Der Sohn Gottes erleidet das Böse,
      ohne daß Gott rächend eingreift. So überwindet
      er das Böse von innen her. Gott will das Böse nicht
      einfach vernichten, indem er den Bösen umbringt. Jesus
      nimmt das Böse ohne Widerstand hin. (Sündenbock)
      Die Überwindung des Bösen liegt nicht in der Vernichtung
      der Gegner Jesu, sondern daß der Hingerichtete in ein
      neues Leben auferweckt wird. Auferstehung heißt
      die Neuschöpfung einer Welt, in der Übel und Tod
      nicht mehr herrschen, sondern Gott allein..."
      kath.de/lexikon/philosophie_theologie/theodizee.php


    • die elendesten unter allen Menschen

      Karl Marx hat einmal geschrieben:

      "...Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen, das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
      Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks: Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist..."
      (aus Marx/Engels-Werke, Bd. 1, 378ff.)

      und Lenin schrieb:

      "...Die soziale Unterdrückung der werktätigen Massen, ihre scheinbar völlige Ohnmacht gegenüber den blind waltenden Kräften des Kapitalismus, der den einfachen arbeitenden Menschen täglich und stündlich tausendmal mehr entsetzlichste Leiden und unmenschlichste Qualen bereitet als irgendwelche außergewöhlichen Ereignisse wie Krieg, Erdbebebn usw. - darin liegt heute die tiefste Wurzel der Religion. Die Furcht vor der blind wirkenden Macht des Kapitals, blind, ... - das ist jene Wurzel der heutigen Religion..."
      (LW 15 S.407/408)


      Friedrich Engels schrieb 1894:
      Zur Geschichte des Urchristentums
      "...Die Geschichte des Urchristentums bietet merkwürdige Berührungspunkte
      mit der modernen Arbeiterbewegung. Wie diese, war das Christentum im
      Ursprung eine Bewegung Unterdrückter: es trat zuerst auf als Religion
      der Sklaven und Freigelassenen, der Armen und Rechtlosen, der von Rom
      unterjochten oder zersprengten Völker. Beide, Christentum wie
      Arbeitersozialismus, predigen eine bevorstehende Erlösung aus
      Knechtschaft und Elend; das Christentum setzt diese Erlösung in ein
      jenseitiges Leben nach dem Tod, in den Himmel, der Sozialismus in diese
      Welt, in eine Umgestaltung der Gesellschaft. Beide werden verfolgt und
      gehetzt, ihre Anhänger geächtet, unter Ausnahmegesetze gestellt, die
      einen als Feinde des Menschengeschlechts, die andern als Reichsfeinde,
      Feinde der Religion, der Familie, der gesellschaftlichen Ordnung. Und
      trotz aller Verfolgungen, ja sogar direkt gefördert durch sie, dringen
      beide siegreich, unaufhaltsam vor. Dreihundert Jahre nach seinem
      Entstehen ist das Christentum anerkannte Staatsreligion des römischen
      Weltreichs, und in kaum sechzig Jahren hat sich der Sozialismus eine
      Stellung erobert, die ihm den Sieg absolut sicherstellt...."
      www.mlwerke.de/me/me22/me22_447.htm

      Bemerkung meinereits:
      Das Christentum wird von Marx, Engels und auch Lenin als nicht realistische Vertröstung auf das Jenseits gesehen, als Wunschvorstellung im Hinblick auf einen nicht vorhandenen Gott, der sowieso nicht hilft, eine Einbildung ist, eine Betäubung wie mit einer Droge (Opium). Sollen die Christen doch aufwachen und in dieser realen Welt für die Befreiuung des Menschen kämpfen und nicht Tagträumereien und irrealen Wunschideen nachhängen, die mit den Fakten der Realität nichts zu tun haben. Gebete zu einem Gott sind Zeitverschwendung und Selbstbetrug. So haben Marx/Engels/Lenin das gesehen. Paulus hat Jahrtausende zuvor bereits geantwortet:


      "...Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
      Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden
      Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden,
      so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren.
      Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen..." 1. Kor. 15, 14 f.
    • Gibt es Gott ?

      Der bekannte Evolutionsbiologe Professor Richard Dawkins sagte sinngemäß einmal, dass es Gott nicht geben könne, aber durchaus ein wesen das ihm nahe kommt, wenn es sich im Laufe der kosmischen Evolution hochentwickelt hätte. Dieses Wesen müsste ursprünglich geschaffen sein, im Universum entstanden sein und im Laufe der Evolution immer mehr macht und Fähigkeiten erlangt haben. Einen Gott der Religionen, ungeschaffen,von Ewigkeit zu Ewigkeit existent, könne es nicht geben, denn wo solle der herkommen ?

      Das Problem ist aber, dass wir Menschen eine Grenze gesetzt bekommen haben, eine Grenze der Erkenntnis über die wir nicht hinausschauen können. Wir sind ein wenig wie spielende Kinder am Strand eines großen Meeres, die mal einen Stein oder eine Muschel finden, aber nicht wissen, was in dem Meer ist und dennoch meinen viele Zeitgenossen, sie hätten soviel Informationen zur Verfügung, dass sie mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" sagen können, dass es keinen Gott gibt und noch nicht einmal wissen, wer oder was Gott überhaupt ist. Ein Atheist bewegt sich auf höchst unsicherem Terrain, auf was will er sich berufen ? Auf die moderne Naturwissenschaft ? Jene lässt mittlerweile auch gestandene Atheisten zweifeln. Aber es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Die Menschen suchen, aber wollen nicht sehen.
    • Die Atheisten haben ihr Vertrauen zu Gott verloren.

      Der Atheismus wird mitunter sogar von gelehrten Theologen genährt. ein Beispiel ist Paul Schulz. Der 75jährige hat im Jahr 2012 ein Buch veröffentlicht, das den Titel trägt: "Atheistischer Glaube - eine Lebensphilosophie ohne Gott". Ursprünglich hat der studierte Theologe früher über ein Thema zu den Original-Qumran-Texten promoviert bis er bereits vor etwa 40 Jahren allmählich seinen Glauben an Gott verlor. Er fand den Weg zu Gott nie wieder zurück und hat nun seine Lebensphilosophie in einem Buch zusammengefasst. Er kritisiert darin auch scharf die 10 Gebote als falsch und überholt. Seine Kritik mündet in eine Gesellschaftskritik der bürgerlich-christlichen Gesellschaft, die überholten veralteten Werten anhängt, die diese als Gott gegeben hinnehmen.
      Ein anderes Beispiel ist der ehemalige Theologieprofessor Gerd Lüdemann (Uni Göttingen), der dem christlichen Glauben schließlich endgültig absagte. Seine Professur wurde seiner geänderten Weltanschauung gemäß umbenannt in Philosophie. Er beschäftigt sich in seinen Büchern mit der Geschichte des frühen Christentums. Einer seiner Argumente ist, dass es die Auferstehung des Jesus Christus nie gegeben hat, weil eine Auferstehung von den Toten naturwissenschaftlich unmöglich sei. Das ist auch richtig, denn für Menschen ist und bleibt es unmöglich. Wir können es nicht tun. Niemand aufersteht aus eigener Kraft aus sich selbst heraus oder durch menschliches Tun. Lüdemann meint wie viele Atheisten, dass Gott sich den Naturgesetzen unterwerfen müsse. Der Gott der Bibel unterliegt aber nicht den Naturgesetzen, den Regelmässigkeiten, mit denen wir tagtäglich zu tun haben. Gott ist in der Lage, eine neue Realität zu erzeugen, die nicht der Entropie unterliegt und der das System des Lebendigen weder Krankheit noch Tod kennt.
      Viele atheistisch Glaubende scheitern an der Erkenntnis, dass ein angeblicher Gott, zwar durch "fine tuning" das Universum und so perfekt abstimmte, dass Leben erst ermöglicht wurde, dennoch aber Krankheit, Tod und Verfall das Leben dominieren und diesem unzumutbare Härten bescheren. Wie kann ein "liebender Gott" ein so kaltes dunkles verlassenes Universum schaffen, das zum Untergang verdammt ist ? Es erscheint ihnen unglaubwürdig, dass der "Sündenfall", einen Bruch in der gesamten Schöpfung zur Folge hatte, der die gesamte ursprünglich von Gott geschaffene Realität verzerrte und entstellte.
      Die Atheisten haben ihr Vertrauen zu Gott verloren. Vielleicht liegt es an dem "Allmachtswahn" unseres Zeitgeistes, der den Menschen zu immer schnelleren Höherentwicklung und Optimierung antreibt und der deshalb keinen Gott braucht.

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