Die "Sammlung" des modernen Israels: Erfüllung der Prophetie?

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    • Hallo, lieber Yokurt nach Wien.

      Schönes Weihnachtsfest zuvor.

      Bis etwa Mitte der 60er Jahre war mir unbewusst, wieso z.B. die Darbysten, unsere unmittelbaren Nachbarn, die gleichen Bibeltexte benutzten wie wir, aber daraus ganz andere Ereignisse, wie z.B. die Vor-Entrückung her leiteten.

      Damals erfuhr ich von den verschiedenen Schulen der Bibelauslegung und lernte so allmählich, wie jede Schule gewisse Vorgaben aufstellt und dann an Hand dieser Vorgaben die Bibel auslegt.

      "Philosophisch-Wiisenschaftlich" ist eine Herangehensweise dann, wenn man bestimmte weltliche Kriterien, z.B. zur Quellenbestimmung, bedenkenlos an die Bibel anlegt, die man auch an andere antiken Quellen anlegt.

      Die historische Schule geht davon aus, dass es z. B. in der Prophetie Gott durchaus möglich ist, in die Zukunft zu sehen. Dementsprechend legt sie Daniel und die Offenbarung im historischen Sinn aus, so wie man das bei Jesus und den Aposteln beobachten kann.

      Die historisch-kritische Schule geht aber davon aus, dass die Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen, noch bei keinem Menschen beobachtet wurde und sagt dem entsprechend von vorn herein: Eine Zukunftsschau ist unmöglich, also müssen z.B. die Danieltexte anders verstanden werden. Manche gehen sogar noch weiter und sagen: Wir können heute nicht beobachten, dass Gott mit Menschen spricht, also hat es das auch früher nicht gegeben. Propheten sind dem entsprechend Menschen, die aufgeschrieben haben, was sie über Gott dachten, aber nicht, was Gott ihnen sagte. So lehrte m.W. z. B. Heidegger.

      G. E. Lessing war im Grunde ein ungläubiger Mensch. Doch in diesem Sinne (oder im Sinne eines Voltaire) zu publizieren, wäre seiner Laufbahn überhaupt nicht zuträglich gewesen. Er stellte aber eine Theorie über die Beziehungen der drei ersten Evangelien auf, die dann in der Folge von anderen Theologen gerne auf gegriffen wurde: Die Lehre von den Synoptikern. Auch hier geht es um die Quellen. Seit Lessing ist viel Gelehrten-Gehirn-Schmalz in diese Theorie gesteckt worden, aber Einigkeit wurde mitnichten erzielt. Lessing wollte mit seiner Theorie eigentlich die historische (paulinische) Ansicht ad absurdum führen, die Bibel sei "theopneustos", also "gottgeatmet", von Gott ein gegeben. Erst kürzlich wies eine Theologin nach, dass die Beweise für eine originäre Abfassung (also ohne gemeinsame Urquelle) viel umfangreicher sind als die Hinweise darauf, dass die Verfasser von einer gemeinsamen, aber verloren gegangenen Urquelle abgeschrieben haben und dass die drei ersten Evangelien alle um das Jahr 50 herum fertig in der heutigen Form vor lagen.

      Der Dispensationalismus, der in Spuren hier und da auch mal in der Kirchengeschichte vor kam, aber immer bedeutungslos blieb, hat nun unter Darby und seinen Nachfolgern/Anhängern eine neue Auslegungs-Schule hervor gebracht. Die Bibel ist darnach keine einheitliche Abfolge von Handlungen Gottes mit seinem einzigen Volk im Ablauf der Geschichte bis heute. Vielmehr wird dort Gottes Handeln als ein Handeln in Epochen verstanden. Wobei die Vertreter sich nicht ganz einig sind über Anzahl und Dauer der Epochen. Jedenfalls hatte Gott die Ansicht, mit der Epoche seines Volkes Israel sein Handeln zum Abschluss zu bringen. Jesus sollte sich auf Davids Thron setzen und das israelische Weltreich beginnen. Deshalb war Gott völlig Überrascht, als die Juden Jesus ablehnten. Er war gezwungen, noch eine weitere Heilsepoche ein zu fügen: die chrisrliche oder Gemeinde-Epoche. Und für diese gelten dann auch nicht mehr die übrigen Bibelteile, sondern nur noch die letzten Kapitel von Joh., die Apg., die Briefe und die Kap, 1-3 der Offenbarung. Alle andren Bibelteile sind für Christen nicht verbindlich.

      Weil aber der Dispensationalismus die Bibel "wörtlich" nimmt (hört sich zunächst gut an, läuft aber auf eine Buchstaben-Gläubigkeit hinaus) und weil (a priori) alle Weissagungen Gottes in Erfüllung gehen müssen, hat Darby die jesuitische Lehre von den 7 letzten Jahren der Weltgeschichte übernommen. Die seiner Lehre Gläubigen werden dann vor dem Beginn dieser 7 letzten Jahre der Weltgeschichte insgeheim Vor-Entrückt, in den 7 Jahren dann die Juden zu Christus "bekehrt" und missionieren ihrerseits die Ungläubigen Heiden, und am Ende der 7 Jahre kommt dann Christus wieder in Herrlichkeit und richtet das 1000-j. Reich der Juden auf, das er eigentlich schon vor 2000 Jahren errichten wollte, aber wegen deren unerwartetem Unglauben nicht konnte.
      Zur Stützung dieses Komplexes an Glaubenslehren wird dann ein System von Bibelstellen zusammen getragen, das aber in seiner Verwendung nur im System des Dispensationalismus Sinn macht.

      Dispensationalisten machen also eine Art von Gehirnwäsche durch, die es ihnen nicht mehr erlaubt, unabhängig von ihrem System eine Bibelstelle zu überdenken. Ich habe in meinem Leben einen einzigen, bestimmten Darbysten kennen gelernt. Seine Familie gehörte zu den Ur-Darbysten in unserer Stadt. Ihm gelang es nach ungeheuren Kämpfen, sich von dieser Gehirnwäsche zu lösen und die Bibelstellen auch mal nach dem historischen System zu betrachte. Er war später Jahrzehnte lang eine "Säule" in der Adventgemeinde und stand treu zu Gottes Wort. Aber an Blume erkennt man hier, wie schwer es einem Darbysten fällt, sich von seiner Indoktrination wenigstens mal zeitweise zu lösen.Denn sie lesen nur ihre eigene Literatur und beschäftigen sich nicht paulinisch mit anderen lehren.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • hallo benSalomo,

      Danke für die Infos,----weiter Ergänzungen zu dem Thema "Darby"-----die Quelle, der Ursprung, für die "pro Isrsael Sicht--und ihr grundsätzlich falscher Denkansatz.

      weil (a priori) alle Weissagungen Gottes in Erfüllung gehen müssen, hat Darby die jesuitische Lehre von den 7 letzten Jahren der Weltgeschichte übernommen.
      ein Beispiel dafür, --- wenn auf einer unbiblischen Grundlage---sinngemäß falsch verstanden---(alle Prohezeihungen müssen --wortwörtlich noch dazu) in Erfüllung gehen, es nötig wird mit einer weiteren unbiblischen These "Nachzuhaken"
      Denn----wenn es eine biblisch haltbare Erklärung dafür gibt, --die sich in das Gesamtgeschehen AT/NT einfügt---warum die At Prophezeihungen SO nicht mehr in Erfüllung gehen konnten, dann fällt automatisch die weitere unbiblische These der letzten 7 Jahre Weltgeschehen gleich automatisch mit. Es ist nicht nötig sich mit allen Folgethesen zu beschäftigen.

      Auch z.B die Probleme mit Gottes angeblichen Plan A und Plan B klärt sich, auch die Frage ob Gott "vorzeiten" alles wußte oder nicht, oder ob er --angesichts der Ereignisse am Hügel von Golgatha nun schnell verlegenheitshalber "planlich" aktiv werden mußte, ob er schon immer "allwissend" war oder nicht, etc, etc,

      Mit andren Worten: "Dort am Hügel von Golgatha" ist tatsächlich der entscheidende Schnittpunkt--nicht nur für Darby´s Lehre-----allerdings betrachtet vom NT her, genauer gesagt von der Position Paulus aus, defr rückblickend den "Erlösungsplan" im Rö. Biref erklärt---und damit auch die o.a. Fragen
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      Für mich ist hier vorrangig der erste Gesichtspunkt:
      Warum nämich die zahlreichen AT Prophezeihungen KEINE Erfüllung für "die Sammlung des modernen Israels" sind, obwohl sie dafür weder negiert, noch umgebogen, noch umgeschrieben, noch korrigiert, noch---noch---noch--- werden müssen, sondern nur :) im Lichte des gesamten!! NT (auch Paulus!!) verstanden werden müssen.---DIE legitime biblsche Auslegungsmethodik!


      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • Denn sie lesen nur ihre eigene Literatur und beschäftigen sich nicht paulinisch mit anderen lehren.
      wie wahr, wie wahr, ben Salomo, aber dies lässt sich durchaus auch auf andere und auf andere Glaubenssätze übertragen (nicht wahr, Yokurt?!) . Denn irgendwo gibt es doch immer jemanden, der davon überzeugt ist, nunmehr die richtige Interpretation und das richtige Verständnis gefunden zu haben - und der macht dann auch nichts anderes, als wie der zuvor, den er nunmehr zu kritisieren und zu korrigieren vermag. Denn es gibt immer einen Punkt, den man als die Erkenntnis annimmt.... und irgendwann kommt jemand und macht dir klar, dass dem aber nicht so ist.

      Seeadler
    • ach Seeadler,

      denn sie lesen nur ihre eigene Literatur und beschäftigen sich nicht paulinisch mit anderen lehren
      der gedankliche Zusammenhang in benSalomos Beitrag erklärt --sinnerfassend-- den Text!! winkexD13nei Exegese ist gefragt, nicht Eisege.

      es gibt verschiedene Methoden die Bibel --mit biblischen Texten-- zu interprettieren ----nämlich mit "innerbiblischen "Argumenten.
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      Die Methode die Bibel--mit wissenschaftlich/philosoph. Texten---zu interprettieren----nämlich mit ausserbiblischen Argumenten, ist grundsätzlich unbiblisch, ist von Übel, führt regelmäßig zu Irrlehren.

      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • Yokurt, gut, dann frage ich anders: Du bist doch Theologe?! Mit welchen biblischen, nicht wissenschaftlichen Methoden hast du dein Studium der Theologie absolviert? Hast du dazu einzig und allein die Bibel zur hand genommen, und die Bibel durch die Bibel selbst verstanden und auslegen gelernt? Oder hast du dazu wissenschaftlich verifizierte unbiblische Methoden angewendet, um die Bibel deiner Meinung nach nun als Theologe verstehen und für andere auslegen zu können?

      Wodurch hast du deinen Abschluss erreicht, durch wissenschaftliche oder reiner biblischer Erklärung des Wortes Gottes?

      Seeadler
    • Hallo Seeadler, hallo Yokurt

      Ich denke, hier ist eigentlich nicht der Ort, Eure Privatfehde aus zu tragen.


      Ich bin kein Theologe, habe kein Seminar besucht, bin nur Handwerker, der aber seine Bibel und seinen Herrn liebt. Und ich weiß eigentlich nur das, was ansonsten auch jeder andere Mensch wissen kann: Dass es mehrere Auslegungsmethoden für die Bibel gibt. Und daneben noch viele private Lieblingsthesen und -erkenntnisse. Ich kann damit auch gut leben. Einer meiner besten Freunde in der Gemeinde glaubte nicht daran, dass der Heilige Geist eine Persönlichkeit (nicht zu verwechseln mit "Person") sei, sondern nur ein anderes Wort für die wirkende Kraft Gottes. Wir waren alle Tage gute Freunde. Dieser Unterschied im Verständnis hat uns nie getrennt.

      Aber wenn es um Methoden der Auslegung geht, frage ich mich immer von deren Endergebnis her, wohin sie führen. Deshalb bemühe ich mich, die Bibel so zu verstehen und zu behandeln, wie das Jesus, die Apostel und die Reformatoren taten (soweit ich das erkennen kann). Und das hat bisher auch immer völlig Sinn gemacht..

      Gott ist so gnädig, dass er dem Menschen die Gabe des freien Willens und der Entscheidungsfreihet schenkt. Satan hingegen versucht immer, hinter sich die Türe dicht zu machen, wenn er vom Geist eines Menschen Besitz ergreift. Dann kann dieser einfach nicht anders, als sich nur noch im Kreise seiner eigenen Erkenntnis zu drehen. Ihm ist jede andere Erkenntnis buchstäblich verschlossen. Beispiele gibt es ja hier im Forum genug.

      Liebe Grüße von benSalomo
    • Hallo lieber Blume.

      Von der Überschrift her ist dies, glaube ich, der richtige Thread für die Behandlung der Frage, ob der heutige, politische Staat Israel in der Bibel vorher gesagt worden ist. Wer diese Frage bejaht, wie Du z. B., den frage ich, ob denn Gott sein geistliches Reich durch politischen Mächte und unter evtl. Verwendung von israelischen Atombomben bauen will?

      Gottes Reich war und ist seinem Wesen nach immer ein geistliches Reich. Es geht um die Verwirklichung der Gedanken Jesu in der Bergpredigt. Und eine solche Verwirklichung kann Jesus nicht mit Atombomben und den modernsten Waffen durch ziehen, sondern nur mit Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes "Überwinder2 (also geistliche Israeliten) sind.

      Auch Deine letzte Antwort an trocky zeigt mir, dass Du diese Bedeutung nicht verstanden hast. Du setzt auf ein politisches Israel, ich aber auf ein geistliches, auf den "Überrest",. Nicht umsonst gibt es heute auf der Welt ein Volk Gottes, das immer noch den Sabbat als ein Zeichen zwischen Gott und seinem Volk (so steht das in der Bibel) anerkennt. Und diese Gemeinde wurde von Gott durch die Weissagungen der Bibel in der Endzeit ins Leben gerufen.. Es legt die Bibel immer noch mit der Methode Jesu und der Apostel aus und nicht mit der modernen darbystisch-dispensationalistischen Methode, wie Du das machst. Mit dieser nicht-göttlichen Methode kommst Du bei Jeremia zu dem Schluss, dass es noch eine große Zeit der Sammlung für das politische Israel gibt. Genau das aber ist das Ziel des großen Erz-Verführers. Wer die Bibel mit der Methode Jesu auslegt, versteht, wie Jesus nach der ersten Sammlung Judas aus Babylon am Ende der Welt sein wahres, geistliches Israel aus aller Welt sammeln wird, wenn er bei seiner einmaligen Wiederkunft seine Engel über die ganze Welt aussenden wird, die Gerechten zu sammeln., genau so, wie Jesus das auch durch Jeremia schon ankündigte..

      benSalomo
    • Die Entstehung des neuen Israel

      Jesaja 66
      7 Ehe sie Wehen hatte, hat sie geboren; ehe Geburtsschmerzen sie ankamen, wurde sie von einem Knaben entbunden.
      8 Wer hat so etwas <je> gehört, wer hat dergleichen je gesehen? Wird ein Land an einem einzigen Tag zur Welt gebracht oder eine Nation mit einem Mal geboren? Denn Zion bekam Wehen und gebar auch <schon> seine Söhne.
      9 Sollte ich zum Durchbruch bringen und <dann> nicht gebären lassen?, spricht der HERRa. Oder sollte ich gebären lassen und <dabei den Schoß> verschließen?, spricht dein Gott.
      a) Kap. 37,3; Phil 1,6
      10 Freut euch mit Jerusalem und jubelt über sie, alle, die ihr sie liebt! Jauchzt mit ihr in Freude, alle, die ihr über sie getrauert habt!

      An einem "einzigen Tag", am 14. Mai 1948, wurde das neue Israel gegründet; wie oben beschrieben. Alle Einwände dagegen sind Ausreden!

      Hans Dieter
    • Nun ja. Alles hat ein "Gründungsdatum". Das trifft für Staaten zu, für Vereine, für Parteien und für Kirchen. Und für Israel - das ist nichts besonderes.

      Ich glaube, du solltest nicht so viel in die Bibel hinein interpretieren, du vergewaltigst die Schrift nur. Und sei auch offen für die Tatsachen: Schon vor der Gründung des modernen israelischen Staates gab es dort Juden, Krieg, staatliche Strukturen, WIrtschaft und eine Wasserversorgung etc. Es wurde nicht alles an einem einzigen Tag geschaffen.

      Außerdem, lieber Hans-Dieter: Ich lese den Bibeltext so, dass Länder eben nicht an einem einzigen Tag geboren werden - Kinder dagegen schon.
    • amadeus schrieb:

      Nun ja. Alles hat ein "Gründungsdatum". Das trifft für Staaten zu, für Vereine, für Parteien und für Kirchen. Und für Israel - das ist nichts besonderes.


      Lese bitte meine Ausführung über die "Sieben Zeiten", die "Heidenzeiten 0der Zeiten der Nationen".

      Was Du antwortest, zeigt viel Unkenntnis über biblische Prophezeiungen.

      Gruß Hans Dieter
    • @ Hans Dieter,

      Nicht schon wieder------
      In Beitrag 8) habe ich aus meiner biblischen Sicht den "zentralen Fehler"--es scheint auch dein Fehler zu sein----angeführt.

      Wenn es denn schon unbedingt sein muß, bitte antworte darauf --------------ausschliesslich mit bibl. Argumenten.
      y.
    • Hans Dieter schrieb:

      Lese bitte meine Ausführung über die "Sieben Zeiten", die "Heidenzeiten 0der Zeiten der Nationen".
      Ich lese das bestimmt nicht, soviel kann ich dir schon mal versprechen, denn...

      Hans Dieter schrieb:

      Was Du antwortest, zeigt viel Unkenntnis über biblische Prophezeiungen.
      ...ich lese mit meinen beiden Augen was in der Bibel steht. Du hängst offenbar einer gewissen Art der Auslegung an, die ich nicht teile, weil sie für mich an der Realität, an den Fakten, am Leben vorbeigeht, wie es mir nun schon zum zweiten Mal erscheint. Wie können wir es schaffen, die gleiche Sprache zu sprechen und auf Augenhöhe zu diskutieren, wenn ich vorher - diese Bedingung stellst du mir - erst auf deinen "Stand" gezwungen werden muss?

      Deine Diskussionskultur ist so tatsächlich unterirdisch. Oder - verzeih, mit deinen Worten: Diese Art und Weise offenbart viel Unkenntnis über eine faire Debattenkultur auf Augenhöhe. Entzieh dich nicht wiederholt der Diskussion durch Beleidigung deines Gegenübers. Sonst lass die Diskussion bitte einfach bleiben, in Ordnung?
    • 40 Jahre lang dachte ich auch, dass Israel keine Rolle mehr in Gottes Plan auf Erden spielt. Bis letzte Jahr! Seit diesem Zeitpunkt sehe ich die Sache mit Israel und der Sammlung ganz anders. Aber ich bin da noch am Sammeln von Fakten aus der Bibel. Da ich jetzt auch in mehrere verschiedenen Gemeinden unterwegs bin, lerne ich immer mehr Christen kennen, die auch der Meinung sind, dass das Israel noch eine Bedeutung hat. Und das was mir so im Kopf rumgeistert (wie schon erwähnt, das möchte ich erst in der Bibel nachlesen, vielleicht mit eurer Unterstützung) ist nicht ganz so toll für die Welt und den Christen von heute. Aber das sind so viele kleine Punkte die zusammen gehören, so wie ein Puzzle! Aber auch Bibel-Puzzles kann mit Gottes Hilfe gelöst werden. Wenn aber Menschen nur mit ihrer Vernunft ans Werk gehen, dann denke ich, wird es viel Chaos geben. Genau das was der Widersacher Gottes haben möchte.

      Mikel
    • Mikel schrieb:

      Bis letzte Jahr! Seit diesem Zeitpunkt sehe ich die Sache mit Israel und der Sammlung ganz anders. Aber ich bin da noch am Sammeln von Fakten aus der Bibel.
      Hallo Mikel,

      zuerst mal sei herzlich willkommen hier im Forum. Du wirst ja bald sehen, ob dir das Forum von Nutzen ist für deine Forschungen bezüglich Israel.

      Welche Information hat dich voriges Jahr so aus dem Gleichgewicht gebracht?

      Wie denkst du derzeit über Israel?

      ***
    • Genau das Gegenteil ist der Fall !

      Mikel schrieb:

      Wenn aber Menschen nur mit ihrer Vernunft ans Werk gehen, dann denke ich, wird es viel Chaos geben. Genau das was der Widersacher Gottes haben möchte.


      Weil die Menschen nicht mit Vernunft an die Bibel herangehen haben wir das Chaos !
      Bei biblischen Themen darf man NIE mit Gefühl daran gehen !
      Und das Wichtigste ist, in allen Fragen der Bibel ist immer zuerst Christus massgebend, das will heissen, dass man bei der Bibelauslegung immer zuerst fragen muss: "Hat Jesus zu diesem Thema schon eine Antwort gegeben?" Und wenn ja, so MUSS die Bibel nach dieser Antwort Jesu betrachtet und ausgelegt werden.
    • Mit der Vernunft die Bibel lesen und nicht mit Gefühl! Das geht gerade noch. Aber dann könnte ich die Texte in einen Computer stellen und eine Auswertung machen lassen.
      Was ich lieber hätte, falls ich überhaupt schon etwas in der Richtung habe, wäre Gottes Weisheit: Eph 1,17. oder auch:
      1Kor 2,13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.

      Und soweit ich mich noch erinnere, gibt es noch ein Sache die Höher wie die Vernunft ist, die Liebe.
      Aber mir geht es (eigentlich) auch um die Vernunft für die Erkenntnis vom alten Testament in bezug auf das neue Testament.
    • Mikel schrieb:

      ... Aber auch Bibel-Puzzles kann mit Gottes Hilfe gelöst werden. ...



      Wie schon an anderer Stelle angemerkt spricht Paulus in Römer 11 ja von einem "Geheimnis", also etwas das der Mensch nicht ergründen kann (im Gegensatz zu einem Rätsel). Daher stünde bzw. steht es uns Christen gut an, zurückhaltend mit Aussagen über das Schicksal der leiblichen Nachkommen Israels zu sein. Puzzlespielen mit Gottes Geheimnissen führt meines Erachtens zu "spekulativer Theologie", die ich nicht teilen kann.
      Ich akzeptier lieber, dass es da ein biblisch bestätigtes Geheimnis gibt und lasse mich von Gott überraschen.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Hallo HeimoW,

      meinst Du Vers 25?
      Puzzleteile sind exakte Teile die ineinander passen. Man kann sie aber auch passend machen oder mit Gewalt rein drücken. Oder man fängt erst gar nicht mit Puzzeln an.
      Aber Du hast vollkommen recht, wenn Du sagst "... das der Mensch nicht ergründen kann..." Und auch das Puzzle (Puzzle ist vielleicht das falsche Wort gewesen!)ist viel zu komplex, um es alleine aufzubauen! Aber es gibt doch noch GOTT! Jesus hat auch den Emausjüngern Dinge erklärt, die sie zwar gelesen hatten, aber nicht verstanden! Selbst bei Petrus und Paulus musste Gott noch direkt eingreifen, damit sie nicht weiter in die Irre laufen!
      Für mich ist da nur die Frage: sollen wir für das Geheimnis (Gottes) offen sein und in der Schrift (mit Gott) suchen oder sollen wir die Hände in den Schoß legen und sagen: wenn die Zeit da ist wird Gott es mir schon zeigen um was es da geht! Das sind so die Fragen die ich mir stelle bzw. gestellt habe...
    • Ich weiß nicht, ob es im Wort Gottes eine Hierarchie der Gültigkeit gibt. Denn jedes Wort ist vom Geist eingegeben. Auch Jesu Worte kommen nicht aus ihm selber, sondern Er redet nur das, was Sein Vater Ihm gezeigt/gesagt hat.

      Die Israel Prophetie ist genauso ein Stückwerk, wie jede andere Prophetie auch. Nur aus zusammen gestellten Puzzles, Stücken und Aussagen sowohl aus AT, als auch aus NT können wir das Bild (die ganze Geschichte Israels) erkennen.

      .
    • Ich und der Vater sind eins (sagt Jesus) Johannes 10,30 !

      Stofi schrieb:

      Ich weiß nicht, ob es im Wort Gottes eine Hierarchie der Gültigkeit gibt. Denn jedes Wort ist vom Geist eingegeben. Auch Jesu Worte kommen nicht aus ihm selber, sondern Er redet nur das, was Sein Vater Ihm gezeigt/gesagt hat.


      Nicht nur, dass Jesus in seinem Erdenleben sagte: "Ich und der Vater sind eins!", sondern er war auch der JHWH des AT. Das heisst, dass seine Aussagen im NT absolut bindend sind. Die Prophetie ist nicht Stückwerk (mit dieser Aussage wollte Paulus nur sagen, dass es auf diese Welt beschränkt ist), sondern sie ist ein wesentlicher Pfeiler des christlichen biblischen Glaubens! Und die Bemerkung: "Auch Jesu Worte kommen nicht aus ihm selber, sondern Er redet nur das, was Sein Vater Ihm gezeigt/gesagt hat," können nicht im abwertenden Sinne gesagt werden (so wie ich es aus Deiner Aussage heraus empfinde). Ganz im Gegenteil, weisst sich damit Jesu aus, als einer der kompetent das Wort Gottes redet. Und damit sind die Worte Jesu für einen Menschen der sich Christ nennt verbindlich.