Was ist nötig um errettet zu werden ?

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    • Jetzt staune ich aber. Euer Thema heißt : Was ist nötig um errettet zu werden , ....und ihr diskutiert über EURE Beziehung zu Jesus , über EURE Hingabe und über EURE Werke.
      Aber es ist doch allein SEINE Beziehung , SEINE Hingabe und SEINE Werke die uns retten. Und das ist eine wirklich gute Nachricht. nummer 1xD3

      EDIT by Jonas:
      Juno hat recht, bitte beim Thema bleiben, auch wenn das zusammenhängt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jonas ()

    • Wenn Du recht hättest mit ...

      ... "Aber es ist doch allein SEINE Beziehung , SEINE Hingabe und SEINE Werke die uns retten" ...

      bräuchten wir nichtmal eine Entscheidung treffen und wären trotzdem Erlöst.

      In den Sendschreiben fordert aber Jesus selbst zu Taten / Werken auf und verstößt konsequent alle, die ihm darin nicht gehorsam sind!
      Ist Jesus da jetzt gesetzlich? Darf ER das nicht weil dadurch Sein Erlösungswerk geschmälert würde (wie Manche behaupten)?
      Die Pharisäer rügt Jesus selbst wegen ihrer fehlenden Taten und läßt im AT regelmäßig die Propheten das Tun seines Volkes korrigieren und fordert den Gehorsam ein ...

      Natürlich ist Jesus mit seinem Sein und Tun die Voraussetzung, Grundlage und Ursache für die Erlösung, aber ohne unsere Entscheidung und unser zutun werden wir nicht erlöst.
      Es gibt keine billige Erlösung im Sinne eines "Fahrstul-Christentums". Jesus will die Beziehung zu uns und befähigt uns in der Heiligung zu Dingen, die wir ohne Ihn weder hätten tun wollen noch können, aber trotzdem bleiben es unsere Handlungen:

      Eph 2,10: Denn wir sind sein Gebilde[a], in Christus Jesus geschaffen[ b] zu guten Werken[code=c], die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. a) Ps 100,3 b) 2Kor 5,17 c) Kol 1,10; Tit 2,14
      Lk 10,28: Er sprach aber zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu dies, und du wirst leben[a]. a) Mt 19,17; Röm 10,5

      Kennst Du die "Drei-Finger-Regel"aus der Physik? Dort heißt es als Merkhilfe: Ursache, Mittel, Wirkung.
      Es braucht die Beiden ersten damit die Wirkung (Kraft, Veränderung, Bewegung) eintritt.

      Ähnlich ist es auch mit der Erlösung / Errettung: ohne unsere Entscheidung und unsere Nachfolge, die in Werken sichtbar wird, werden wir nicht errettet, das hat schon Johannes gesagt:

      1.Joh 4,20: Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und haßt seinen Bruder, ist er ein Lügner[a]. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen hat. a) Kap. 1,6; 2,9

      maranatha Stephan
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Lieber Stephan , ich glaube hier vermischt Du ZWEI Dinge ....Rettung und Heiligung.
      Das Rettungswerk ist GANZ ALLEIN JESUS WERK , Du kannst mit Deinen Taten überhaupt nichts dazu tun. GLAUBET an JESUS , so werdet ihr gerettet , ...glaubet und lasset Euch taufen ...das sagt uns die Bibel immer wieder. Wir sind hilflos ...aber wir haben einen mächtigen Retter.
      Wenn ihr mich LIEBT , haltet ihr meine Gebote , hat Jesus gesagt ...und ich bin der Weinstock , ihr seid die Reben , ohne mich könnt ihr nichts tun. Wir sind geschaffen zu guten Werken...die GOTT VORHER BEREITET HAT.
      Heiligung ist ein Geschenk Gottes und ein LEBENSLANGER Prozess , dem wir ebenfalls freudig zustimmen müssen , weil wir auch HIER unsere eigene Hilflosigkeit erfahren. Denn wir können uns nicht selber GUT machen...egal wie sehr wir das wollen.
      Aber RETTUNG kommt VOR der Heiligung ....und ist ein freies Geschenk. Jesus hat gesagt : wer zu MIR kommt , den werde ich nicht wegstoßen. Und er hat gesagt : wer an MIR bleibt wird Frucht bringen ...und das ist ebenfalls ein Geschenk , den aus uns selber heraus Frucht bringen können wir nicht.
      Liebe Grüße , Juno
    • Mit der Differenzierung zwischen Rettung und Heiligung ...

      stimme ich Dir sogar zu gewissermaßen zu, aber Du hast selbst zitiert: "wer zu MIR kommt" - und das ist eine Entscheidung mit der daraus resultirenden Handlung. Ohne diese Entscheidung unsererseits gibt es für uns auch keine Rettung, denn sie ist ebenso Voraussetzung für unsere persönliche Erlösung wie die Heilstat Jesu. Daran hat sich Gott gebunden indem ER uns den freien Willen gab.

      Außerdem ist die Folge der Errettung automatisch auch die LiebesBeziehung in der die Heiligung geschiet.
      Die Bibel (vergl. Saul) und auch die außerbiblische Erfahrung / Beobachtung zeigt aber durchaus, daß ein Bekehrter / Erretteter, der bereits Vergebung erfahren hat wieder vom Weg abfallen kann und sein Heil dabei verliert (Gleichnis vom Schalksknecht).

      Insofern fordert Jesus auch die Werke ein (vergl. Sendschreiben), damit die Erlösung "fest gemacht" werden kann - wie Paulus das formuliert.

      maranatha Stephan
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Hallo quoquiam,

      wichtiger Gedanke, also ich bin mit einem anfänglichen "großen Durchbruch" - durch eine Erfahrung, auch ziemlich ins Schleudern gekommen, weil ich erstens nicht die ganze Welt umkrempeln oder zumindest mal überzeugen konnte
      und zweitens es auch wieder Dinge gibt wie Ängste oder das derzeitige herrschende System, wo es total viel durchhaltevermögen bedarf.

      Das erinnert mich an das Gleichnis vom Sämann....dass manche geistige NAhrung vielleicht schon bevor es im Herzen Wurzeln trägt wieder geraubt wird und anderes gerät in die Disteln oder fällt nicht auf fruchtbaren Boden,


      dieser längere Prozess des Dranbleibens, immer wieder entscheidens, ausharrens, ja vermutlich ist das eher Heiligung @Juno

      gleichzeitig sehe ich schon auch die Gefahr dass die Rettung vielleicht doch nicht automatisch gegeben ist, weil es auch warnhinweise gibt in der Bibel, auch wenn man auf diesem Weg war.
      Es könnte aber eben sein dass die Verlockungen des Satans oder der alte Mensch einen doch wieder massivst davon abbringt oder dass es gar attraktiver aussieht

      also ist im Anschluss an die Umkehr und das Gerettetsein Wachsamkeit und Treue geboten, also auch Gebotetreue, und dass der ganze Lebenswandel ergriffen ist und der neue Mensch sich herausformt.

      Wo ich z B widersprechen muss dass Gott alles alleinig tut ist die Frage Gottes an den Menschen: Was willst du, entscheide dich, für mich oder gegen mich, kehre dich ab von deinem alten Weg und mir zu, aber zweien kannst du nicht dienen.
      Also die Umkehr und der freie Wille - in den Rettungsplan Gottes einzuwilligen.

      Aber dass es diese Möglchkeit gibt, wie sie geschaffen wurde und dass Gott so dermaßen barmherzig ist, ist alleine Sein Werk

      mfg Jonasnichte
    • Lieber Stephan , logisch treffen wir eine Glaubensentscheidung , ( ich habe nie etwas anderes behauptet , da hast du mich wohl missverstanden ,) denn Jesus ist zwar für die Sünden der ganzen Welt gestorben , kann aber nur die retten die sein erlösendes Opfer annehmen.
      Und logisch kann sich ein Christ wieder gegen den Glauben an Jesus entscheiden , und sich Jesus Erlösungswerk wieder entziehen. Natürlich haben wir die freie Entscheidung für Leben oder Tod , für oder gegen Jesus... jederzeit.
      Aber die Rettung die Jesus uns anbietet ist allein SEIN WERK , sein Opfer , seine Gnade und seine Barmherzigkeit ...ebenso wie die Heiligung ,.. die ist ebenfalls SEIN GESCHENK.
      " Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch GLAUBEN , und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es , NICHT AUS WERKEN , damit sich nicht jemand rühme..."
      GLG Juno
    • Liebe jonasnichte , wir alle lieben Jesus und wollen ( obwohl wir viele Fehler machen , und häufig sündigen , und oft sehr entäuscht über uns selbst sind , ) nach seinem Willen leben. Aber das ist nicht Rettung ...das ist nicht einmal Heiligung, ( Weil wir uns weder selber retten noch GUT MACHEN können. Das ist Liebe zu Gott und der Wunsch gehorsam und siegreich zu sein. Aber Rettung ist etwas anderes. Rettung wird und GESCHENKT , Rettung kann uns NUR Jesus geben. Und die bietet er uns an wenn wir im Glauben zu ihm kommen. Rettung heißt : Wenn ich HEUTE sterbe kann ich nicht tiefer als in seine Arme fallen ...und ich weiß ich werde mit ihm leben. Und das darf ich jeden Tag meines Lebens wissen , wenn ich im Glauben zu ihm komme , unabhängig von allen anderen Umständen und Problemen in meinem Leben.

      Lieber aimbot , alle Kirchen halten an gewissen Traditionen fest , manche mehr und manche weniger , aber was Jesus uns schenkt ist größer als alle menschlichen Werke und Traditionen.

      Ganz liebe Grüße , Juno :)
    • Angebot und Annahme

      Klaro - ist das Angebot allein in der Verantwortung des Anbieters, aber es ist erst "3, 2, 1 meins" wenn ich nicht nur mitgeboten habe sondern auch der TOP-Bieter bin.
      Wenn ich das "Gerät Erlösung", dann aber nicht benutze hat es keinerlei Wirkung ...

      Ich weis daß der Vergleich etwas hinkt, aber es gibt eben keine Erlösung, die in sich selbst ohne weiteres Zutun meinerseits rechtswirksam bleibt.

      Ins Buch des Lebens wird Jeder geschrieben, der des Antrag (Einstweilige Verfügung) stellt. Ob sie aber auf Dauer rechtskräftig ist wird zu eibnem Späteren Zeitpunkt entschieden.
      Dabei kann diese Entscheidung die Erlösung durchaus wieder aufheben wenn Grundhaltung und Lebespraxis nicht damit übereinstimmen (Saul, Schalksknecht).

      Genau das ist ja das was für Viele zu den beide Einseitigen Darstellungen führt!
      Es kann nicht heißen Allein die Gnade (billige Gnade) oder NUR durch Werke (Werksgerechtigkeit) sondern vor Gott gilt das was in Hebräer 11 sehr schön herausgearbeitet ist: Der Glaube, der in Werken zum Tragen kommt und sowohl den Gläubigen als auch den Erlöser rechtfertigt. Es ist eben unglaubwürdig wenn ich davon Rede erlöst zu sein weil ich Bekehrt bin und glaube aber die Konsequenzen, Wandel, Gehorsam oder entsprechende "Werke des Lichts" in meinem Leben fehlen. Den SChalksknecht und Saul hat das die Erlösung gekostet weil die angemessenen Taten fehlten. "Glaube" ohne Werke ist ein totes Lippenbekenntnis, eine Mogelpackung und führt nicht zur Erlösung.

      Jesus will ja eine Beziehung und nicht nur den "ich bin mit Ihm verheiratet"-Status ohne gemeinsames Leben ... Nach Hes. 23 hat ER sich sogar von Israel scheiden lassen und wird es nach dem Gesetz hinrichten lassen!

      maranatah Stephan

      ps Luther hat das ALLEIN (sola) in den Text eingefügt - es steht im Grichischen aber nicht dort. Damit ist er in der auseinandersetzung um den Ablaß mit seiner profitgierigen Werksgerechtigkeit aber auf der anderen Seite vom Pferd gefallen - auch wenn das damals im Zusammenhang so notwendig und richtig war.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Hallo Stephan,

      danke für deine Erläuterungen,
      und den Vergleich aus dem Vertragsrecht... mir erscheint diese Logik, auch wenn ich sie an der Bibel prüfe, schlüssig.
      ich denke schon, dass wir einen Vertrag eingehen mit Gott, es heißt ja immer noch Bund (Testament),
      und auch wenn es um Liebe geht,
      so ist doch auch Liebe nicht nur eine wiegende Empfindung. Liebe heißt für mich immer wieder auch eine aktive Entscheidung, Fürsorge, Tun.

      Wir lieben nicht alle Jesus, können wir ja gar nicht, weil es da genug gibt was uns daran hindert.
      Die meisten kennen Jesus gar nicht. und manche tun nur so als ob, sie haben eine Art Plagiat gefunden.

      Ich würde mir nie anmaßen dass ich das endgültige Verständnis hätte, mir meiner Rettung komplett sicher sei,
      Aktivität, Nüchternheit, Prüfen ist immer wieder geboten denke ich,
      noch weniger kann ich anderen Menschen die Rettung zu- oder absprechen, oder erst wenn ich erkenne welches Motiv ihr Herz bewegt, dann könnte ich zumindeste mal darauf hinweisen, wenn ich glaube dass ich nicht auf taube Ohren stoße.

      wenn ich dich lese Juno, so liest sich das als könntest du das - erkennen ob jemand gerettet ist, ob er auf dem Weg der Heiligung ist, oder ob er "nur" Gott liebt und gehorsam sein will. Das erscheint mir sehr unangemessen.

      mfg jonasnichte


      PS - ich möchte noch ergänzen,
      weil im drübernachdenken für mich etwas unstimmiges auftauchte oder es missvertanden werden kann,

      also ich meine mit meiner Aussage nicht, dass die Kriterien beliebig sind und dass niemand beurteilen könnte, wann man errettet ist oder geheiligt,
      sondern ich meine dass Menschen und vorgegebene Organisationsdenkweisen oder Deutungsvarianten der Bibel nicht definieren können, wann ein Mensch gerettet ist.

      Ich denke, wenn ich meinen eigenen Schweinehund und meinen Hang zu Selbstbetrug und Bequemlichkeit überwinde,
      wenn die Lügen mir zuwider geworden sind (das braucht allerdings schon etwas Vorarbeit durch den Geist Gottes),
      und ich der Wahrheit sowohl in der Bibel als auch in meinem Leben wirklich begegnen möchte,
      wenn ich ernsthaft mein Denken einschalte und aufrichtig mein Herz öffne und dieser Wahrheit begegnen möchte,
      dann bin ich und jeder andere Mensch auch in der Lage zu begreifen -
      wenn Gott es für richtig hält mir dies zu zeigen.

      Und das ist für mich dann auch die einzige Autorität.
      ich finde dass Menschen einen oft auf Irrwege schicken,w enn man die akzeptierten Auslegungsschablonen wider die Logik versucht anzuwenden udn alles zu glauben.

      mfg jonasnichte

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von jonasnichte ()

    • Stephan Zöllner schrieb:

      Es kann nicht heißen Allein die Gnade (billige Gnade) oder NUR durch Werke (Werksgerechtigkeit) sondern vor Gott gilt das was in Hebräer 11 sehr schön herausgearbeitet ist: Der Glaube, der in Werken zum Tragen kommt und sowohl den Gläubigen als auch den Erlöser rechtfertigt. Es ist eben unglaubwürdig wenn ich davon Rede erlöst zu sein weil ich Bekehrt bin und glaube aber die Konsequenzen, Wandel, Gehorsam oder entsprechende "Werke des Lichts" in meinem Leben fehlen. "Glaube" ohne Werke ist ein totes Lippenbekenntnis, eine Mogelpackung und führt nicht zur Erlösung.

      Jesus will ja eine Beziehung und nicht nur den "ich bin mit Ihm verheiratet"-Status ohne gemeinsames Leben ... Nach Hes. 23 hat ER sich sogar von Israel scheiden lassen und wird es nach dem Gesetz hinrichten lassen!

      maranatah Stephan

      ps Luther hat das ALLEIN (sola) in den Text eingefügt - es steht im Grichischen aber nicht dort. Damit ist er in der auseinandersetzung um den Ablaß mit seiner profitgierigen Werksgerechtigkeit aber auf der anderen Seite vom Pferd gefallen - auch wenn das damals im Zusammenhang so notwendig und richtig war.

      Juno schrieb:

      Lieber aimbot , alle Kirchen halten an gewissen Traditionen fest , manche mehr und manche weniger , aber was Jesus uns schenkt ist größer als alle menschlichen Werke und Traditionen.

      Ganz liebe Grüße , Juno :)
      Schon richtig, aber trotzdem sind doch die drei Grundsätze eines Protestanten:

      sola scriptura - was in der Schrift allein ist, zählt (und keine Heiligen, Papst, Kirchenväter ... diese eben ist unter dem Begriff Tradition festgelegt, die kath. Kirche nach Trient (Tridentinum 16. Jahrhundert) hat das unter dem Traditionsbegriff zusammengefasst.

      sola fide - aus Glaube allein (versus Werke, aber die scheinen hier ja genauso im Kurs zu stehen)

      sola gratia - aus Gnade allein (Prädestination)

      Ist doch auch bei den Adventisten so, oder?


      PS: Luther hat das "sola" eingefügt in ... griechischen Text? Hast Du da noch Informationen oder einen guten Link zu?
    • Das "SOLA" Luthers ist UNbiblisch

      Luther beruft sich angeblich für das SOLA auf Röm 3,21-31; das dort aber garnicht steht!

      Im Jak 2,24 heißt es sogar Ausdrücklich: „Ihr seht <also>, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein.“ (Gesamtabschnitt: Jak.2,14-26; vergl. dazu auch Hebräer 11).

      Das reformatorische „sola fide“ und „sola gratia“ in unserem heutigen Verständnis zu übernehmen ist also nachgewiesenermaßen unbiblisch.

      Freilich hatte das „sola“ im Gegensatz zum von den Reformatoren bekämpften Ablasshandel sehr wohl seine Berechtigung gehabt und wurde darum damals auch anders verstanden als heute!

      Die Adventisten und die Bibel teilen keineswegs die Prädestination – sie ist eine menschliche Konstruktion, die auf dem eingefügten „sola“ basiert und andere Texte, die eine Eigenaktivität und Entscheidung des Gläubigen von Gottes Seite aus fordert unterschlagen.

      Glaube ohne Werke ist tot! Oder nur eine fromme „Selbstverarschung“ - und genau diesen Selbstbetrug hat schon Jesus bei den Pharisäern angeprangert.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Zu Luthers Ehrenrettung mal ein "Trostzettel" von ihm, der sein Leben lang mit Zweifeln und Unsicherheit zu kämpfen hatte und sich doch mit jeder Faser seines Herzens und Verstandes an seinen Herrn hielt:

      Ich bin würdig gewesen, daß mich Gott, mein Schöpfer, aus Nichts geschaffen hat, im Mutterleib gebildet und so weiter.
      Ich bin würdig gewesen, daß mich Gott durch seines eingeborenen Sohnes Tod und heilig Blut erlöst hat.
      Ich bin würdig geachtet, daß der Heilige Geist mich über Christus, Gottes Sohn, lehrt und mir Lust und Liebe zum Evangelium ins Herz gegeben hat.
      Ich bin würdig geachtet von Gott, daß mir das heilige Predigtamt anbefohlen worden ist. Ebenso, daß Gott mir das heilige Evangelium, sein hohes und himmlisches Geheimnis und seine Weisheit, predigen und offenbaren läßt.
      ...
      Ich bin würdig geachtet, daß mir Gott gebot, dies alles zu glauben.
      Ich bin würdig geachtet, daß mir Gott bei ewiger Ungnade teuer geboten hat, an dieser Stücke keinem und an seiner Gnade und süßem Vaterherzen durch Christus nicht zu zweifeln.
      Darum will ich, Herr, Deiner Werke gedenken und betrachten die Geschäfte Deiner Hände.

      Das schrieb Luther all denen ins Stammbuch, die sich für wenig würdig erachteten, von Gott erhört oder gerettet zu werden. Die "Sola" hin oder her, wer mit dem Herzen glaubt, der ist gerettet. Ich will mir nicht anmaßen, zu bestimmen, wie weit die Gnade Gottes reichen kann. Ich weiß nicht, wen Gott alles retten kann - vermutlich jeden, den er retten will. Und ich zweifle auch nicht an seiner Absicht, alle retten zu wollen. Aber das ist nicht MEIN Geschäft. Ich weiß, daß Gott alle retten WIRD, denen er das versprochen hat, nämlich denen, die glauben. Ich glaube mit Luther - darum bin ich ja Protestant - daß die Werke dem Glauben nachzufolgen haben. Aber auch darin mache ich Gott möglichst keine Vorschriften ;-). Ich denke einfach, wer mit seinem Herzen glaubt, der kann die Werke nicht lassen. An den Werken schließlich sollen wir ja als Christen auch erkennbar sein, das ist unser bestes Zeugnis.

      Liebe Grüße und allen ein schönes Wochenende mit guten Gottesdiensten!
      Anfechtung ist die notwendige Kehrseite des Glaubens. Wer nicht angefochten wird, kann auch nicht glauben.
    • @ Kira : für die Erlösung/Rechtfertigung reicht das, was du genannt hast, der Glauben. Das entspricht dem liberalen Adventismus.
      Konservative beachten dann noch mehr solche Texte wieJak.2,17.24 , Hebr.10,26 , 1.Joh.1,6 oder, das mit der Weinrebe oder dem Feigenbaum, die Früchte bringen müssen oder abgehauen werden ; die sagen, dass man nicht mutwillig sündigen darf und doch gute Werke (eine Frucht) braucht, damit der Glaube wirklicher Glaube war.
      Das ist so eine Spannung aus den biblischen Tatsachen heraus

    • Christus in den Schwachen mächtig

      Um errettet zu werden ? Was ich tun muss ? Ich bin ja aus Gnade errettet, wenn ich das richtig verstanden habe, aber ohne Werke ist der Glaube tot. Werke im Rahmen seiner Möglichkeiten - manche Menschen sind schwerbehindert, geistig behindert andere dauerhaft schwer bettlägerig und für jene ist es schwer "Werke" zu tun. Aber das macht auch nichts, denn gerade bei diesen, welche unter dieser gefallenen Welt, dem Bö nummer 1xD3 sen zugewandten Welt am meisten zu leiden haben, ist Christus in den Schwachen mächtig.

      Für mich als Adventisten ist es tröstlich zu wissen, dass der Satan und seine Heerscharen eines Tages im Zweiten Tod zugrunde gehen. Das Böse hat keine Zukunft. Das ist für mich auch logisch, weil ohne Verbindung zu Gott, ohne Hinwendung zu Jesus Christus, welcher die Quelle allen Lebens ist, ein Leben in Fülle in Ewigkeit unmöglich ist. Die Trennung von Gott führt letztlich in den Tod.
      Katholiken haben Angst vor einer ewigen immerwährenden Hölle, die von einem unsterblichen Teufel regiert wird. Für einen Katholiken ist das Böse ewig. Das kann es aber von der Natur der Sache her nicht sein. Das Böse ist destruktiv, zersetzend, es zerstört sich selbst, es wird vergehen,
    • Nein, das lehren die STA nicht. Zur Gemeinde Christi gehört jeder aufrichtig gläubige Mensch, der sein Herz Jesus übergeben hat, egal welcher Konfession er angehört. Wir haben auch keine Sonderlehren sondern bemühen uns, unseren Glauben so nah wie möglich an der Bibel zu leben. Das sollte nichts "sonderbares" sein.

      lg caro
    • Im Übrigen: Was ist nötig um erretet zu werden. Ganz einfach und ganz klar. Der Glaube an Christus allein. Weder das Sabbat-Halten noch sonst was allein vermag uns zu retten, Ist damit das persönliche Verhalten nun gänzlich unbedeutend (vielleicht weil wir ja alle nicht mehr unter dem Gesetz stehen wie einige lehren). Nein. Denn echter Glaube und echte Liebe zu Jesus verändert einen so dass man ein neuer Mensch wird und den Willen Gottes tut, aber eben nicht um errettet zu werden sondern aus Liebe zu ihm.

      Wenn du einen Partner hast der dir jeden Tag in den romantischsten Worten sagt wie sehr er dich doch liebt, und neben reinen Worten passiert sonst gar nichts, wie echt wird dann wohl die Liebe tatsächlich sein? Genauso ist es eben auch mit uns und Gott. Allerdings: was würdest du davon halten wenn dir dein Partner alles mögliche schenkt und wenn du fragst warum er/sie das tut dir antwortet: damit du mich liebst (oder weil du mich sonst nicht liebst)? Eben... Und auch hier ist es das gleiche zwischen uns und Gott.

      LG

      Klaus.