Die Bibel allein

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    • Die Bibel allein

      Es gibt hunderttausend Meinungen, Auslegungen, Gemeinden. Je mehr ausgelegt wird, desto verzerrter wird das Bild. Ein Bild, das immer wieder kopiert oder abgemalt wurde, ist irgendwann vom Maler als das Seine nicht mehr erkennbar. Es wird viel gefragt, geantwortet, zitiert, ausgelegt, und oft braucht man das auch einfach, weil man sogar dadurch auf Antworten kommen kann, als wenn man es liest und erkennt, dass dies wie vorgefertigt im Herzen schon da war. Manchmal aber liest man etwas und kommt plötzlich zu dem Schluss, dass das Wort Gottes viel klarer ist als die Ausleger es klarmachen wollten.
      Ich bin vom Wort Gottes so begeistert wie der Psalmist von Ps 119. ^^
      Habt ihr auch Erfahrungen gemacht, dass die Sucherei nach Antworten, nach Einswerden mit Geschwistern oft mühsam ist, dass es eine Hinwendung zum Wort Gottes gab, die euch wieder auf den klaren schmalen Pfad gebracht hat, die euch vielleicht aber dadurch auch einsam macht, weil man nicht gemeindekonform ist....? Ist bei euch auch mehr Begeisterung vorhanden für das reine Wort Gottes als für liebgewonnene Tradition oder Sitte innerhalb der Gemeinde (nicht alles daran ist falsch - das meine ich nicht).
    • Hallo nadia,
      grüß dich, wir "kennen" uns noch gar nicht----

      sollst wissen, daß ich mich auch grundsätzlich bemühe, möglichst "eng" bei den Aussagen der Schrift zu bleiben, an ihr alle Behauptungen/Auslegungen, neue Thesen etc, zu prüfen--hat mir bis dato viel geholfen :)
      liebe Grüße dir aus Wien
      Yokurt
    • Nun ja, Nadia, du hast in deinen paar Zeilen eine Menge an grundsätzlichen Aussagen drin, die sich bei näheren Hinsehen auch durchaus beißen können.

      darum, mein Frage, was ist für dich die Bibel? Versuch das mal zu beschreiben.

      Gruß aus Berlin
      Seeadler
    • die bibel allein

      Ich weiß jetzt nicht, wie du, seeadler, die Frage meintest. Was für mich die Bibel ist...Also rein sachlich ist es 1.Mo. bis Offb. ohne Apokryphen. Und was die Bibel für mich ist - das was sie sagt was sie ist, Gottes Wort, eingegeben vom Heiligen Geist. Ich nehme das Wort Gottes wörtlich, wobei ich micht nicht auf eine Endlosdiskussion einlassen will - was vermutlich auch nicht deine Absicht ist -, dass man aufpassen sollte, wann was als Gleichnis zu deuten ist etc. Wenn es z. B. heißt, auf Adlersflügeln wirst du wiederkehren in das Land der Verheißung, dann glaube ich nicht das ein Volk oder ein einziger Mensch auf einem Adler sitzt. 8) Ich denke, wenn man ganz allein sich ein wenig mit dem Wort Gottes auseinandersetzt, sich einläßt damit und die Konkordanz zur Hilfe nimmt, bekommt man mehr Tiefe im Studium, mehr persönliche Offenbarung. Und wenn man das ein oder andere Thema noch nicht wirklich mit allen möglichen Querverweisen durchhat, muss und darf man auch nicht vorschnell sich eine feste Meinung bilden - man muss sich auch immer wieder korrigieren lassen. Vieles wird von der Kanzel herab gepredigt, was bei näherem Hinsehen nicht wirklich reines Wort Gottes ist. Nicht die gerade Botschaft, wie Paulus es ausdrückt. Und die Beröer hatten anhand der Thora die Aussagen des Paulus nachgelesen - sie haben nicht alles geschluckt, was von Paulus kam - und Gott nannte es edelgesinnt, Apg. 17.
      Ich bin nicht gegen solide Bücher, aber wenn es in Richtung Bibellehre geht, sage ich anderen lieber, lass mal die Finger davon, werde selber erstmal bibelfest und lies später, was der ein oder andere lehrt. Denn was ist, wenn es vor dem Herrn unseren Gott nicht richtig war? Wenn es gut klingt, Verse aus der Schrift zitiert - alles scheint zu passen, aber ich bin überzeugt, es sind eine Menge Bücher in Umlauf, die der Herr nicht loben wird. Es gibt genügend Beispiele von Männern Gottes, die nur die Bibel hatten, in Gefängnissen, zur Kriegszeit, in Zeiten der Verfolgung, in Zeiten, als es noch keine Bücher gab, die geistlich gewachsen sind, nur durch Gottes Wort. Sie sind Missionare gewesen, wie es ein Christ nur sein sollte. Du hörst nur noch selten in Gemeinden den dringenden Aufruf zum eigenen gründlichen Bibelstudium. Ich habe den Eindruck, als gibt es eine Art vatikanisches Denken, nur ohne Oberen, das da heißt: lese nicht selbst die Schrift, frage deinen Pastor, stress dich nicht mit der Bibel - der Glaube an Jesus allein rettet.
    • nadia schrieb:

      Es gibt hunderttausend Meinungen, Auslegungen, Gemeinden. Je mehr ausgelegt wird, desto verzerrter wird das Bild. Ein Bild, das immer wieder kopiert oder abgemalt wurde, ist irgendwann vom Maler als das Seine nicht mehr erkennbar.
      Allerdings wurde ist das mit der Bibel geschehen, sie wurde durch vielmaliges Kopieren überliefert. Anscheinend gibt es eine hinreichend gute Art Dinge zu kopieren!?

      Vieles, was man in der Bibel liest, ist heutigen Menschen ja auch nicht unmittelbar verständlich und leuchtet ihnen erst richtig ein, wenn sie von früheren Sitten und Lebensumständen erfahren, die den Verfassern der Bibel gut bekannt waren.

      nadia schrieb:

      Habt ihr auch Erfahrungen gemacht, dass die Sucherei nach Antworten, nach Einswerden mit Geschwistern oft mühsam ist, dass es eine Hinwendung zum Wort Gottes gab, die euch wieder auf den klaren schmalen Pfad gebracht hat, die euch vielleicht aber dadurch auch einsam macht, weil man nicht gemeindekonform ist....? Ist bei euch auch mehr Begeisterung vorhanden für das reine Wort Gottes als für liebgewonnene Tradition oder Sitte innerhalb der Gemeinde (nicht alles daran ist falsch - das meine ich nicht).

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich durch eine Bibelstelle scheinbar unmittelbar, ganz persönlich angesprochen gefühlt habe. Gegen eines dieser Erlebnisse könnte man mit philologischer oder theologischer Genauigkeit Zweifel anmelden, da ich die Bibelstelle in einer Übersetzung gelesen habe, die in gewissen Teilen von anderen Übersetzungen abweicht. Aber für mich ist gerade dieser Umstand, auch wenn das rational anfechtbar ist, ein wesentlicher bewegender Umstand, weil mich eine Idee anspricht: Dass ich diese Bibelstelle durch genau diese Übersetzung kennengelernt habe, könnte gewollt sein. Wenn vielleicht Gott vielleicht die Wahl hat, welches Buch er einem zukommen läßt, vielleicht bringt er einem dann genau das passendste, das einem genau das am besten vermitteln kann, was gerade am wichtigsten für einen ist. Das ist eine ziemlich tröstliche Vorstellung oder wenigstens eine mutige Hoffnungen weckende Illusion.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich durch eine Bibelstelle scheinbar unmittelbar, ganz persönlich angesprochen gefühlt habe. Gegen eines dieser Erlebnisse könnte man mit philologischer oder theologischer Genauigkeit Zweifel anmelden, da ich die Bibelstelle in einer Übersetzung gelesen habe, die in gewissen Teilen von anderen Übersetzungen abweicht. Aber für mich ist gerade dieser Umstand, auch wenn das rational anfechtbar ist, ein wesentlicher bewegender Umstand, weil mich eine Idee anspricht: Dass ich diese Bibelstelle durch genau diese Übersetzung kennengelernt habe, könnte gewollt sein. Wenn vielleicht Gott vielleicht die Wahl hat, welches Buch er einem zukommen läßt, vielleicht bringt er einem dann genau das passendste, das einem genau das am besten vermitteln kann, was gerade am wichtigsten für einen ist. Das ist eine ziemlich tröstliche Vorstellung oder wenigstens eine
      mutige Hoffnungen weckende Illusion.
      Danke, Daniels für diese Zeilen, denn sie drücken auch meine langjährige Praxis und vor allem Erfahrung aus. Nicht nur, dass Gott ohnehin meiner Meinung nach mit jedem Menschen einen individuellen Weg geht - der schmale Weg ist der individuelle einzelne Weg - nein, er gibt ihm unter Umständen auch genau das Buch in die hand, was für diesen menschen sinnvoll ist, und wo Gott weiß, dieses wird er verstehen, und das andere eben nicht.

      Ich habe lange Jahre ausschließlich mit der Lutherübersetzung von 1984 gearbeitet und damit den Grundstock meines "biblischen Glaubens" gesetzt. Ich habe darin sehr viele wertvolle Gedanken und Anregungen bekommen, die mich persönlich schulten und in eine bestimmte - eben individuelle - Beziehung zu Gott brachte.

      Erst sehr viel später wurde mir zum Teil sehr schmerzhaft bewusst, dass es auch andere Übersetzungen gab, aber vor allem, dass es Zweifel gab, dass die Übersetzungen überhaupt richtig sind. Dieses passte nun wirklich nicht in meine Vorstellung vom Wort Gottes, dass dieses absolut wahr und uverfälscht ist und somit auch nur so wiedergegeben werden kann. Ich war bis dahin der sicheren Meinung, dass Gott selbst die Übersetzer dazu bringt, dies auch richtig zu übersetzen. Denn wenn auch nur irgendwo ein kleiner Fehler ist, kann dies schon mal wie eine Kettenreaktion auch andere stellen in der Bibel in Misskredit bringen, die dann darauf aufbauen, weil ja nun die Bibel bekanntlich sich selbst auslegt.
      Denn du hast dann das Problem beim tieferen Studium der Schriften, wenn du wie ich dann schon Jahrzehnte damit umgehst, dass du immer wieder auf für dich zunächst so vorkommende "Ungereimtheiten" stößt, die du dann aber wegwischst, weil du ja der Meinung bist - es wird einem ja auch immer und immer wieder gepredigt - dass die Bibel absolut wahr ist und schließlich endet sie ja auch mit dem drohenden Zeigefinger "wer dem Worte hinzufügt oder welche davon wegnimmt oder sie verändert, der wird in entsprechender Weise gestraft werden (eigene Interpretation).

      Heute weiß ich, dass Gott mir auch durchaus etwas zu lesen in die Hand drückt, was mein Bruder oder meine Schwester niemals in die Hand nehmen würden, sicherlich auch deshalb, weil sie es dann nicht verstehen würden, Denn Gott berücksichtigt auch den Intellekt jedes Einzelnen, sein vermögen des Verstehens und sein Vermögen, mehr zu Entdecken und auch erkennen zu wollen. Für mich zählt hier das Gleichnis mit den anvertrauten Zentnern aus Matthäus 25. Leider erlebe ich sehr sehr oft, dass die meisten das, was sie zu erkennen glauben oder zu wissen glauben, was ihnen Gott gegeben hat, dass sie dies "in die Erde vergraben", also weder weiter geben noch es auch weiter verfolgen und vertiefen. Das heißt, das, was ihnen Gott da anvertraut hat bringt dann auch keine weiteren Früchte, keine Zinserträge und vor allem es nützt letztendlich niemanden.
      Gott hat mich zu Sämann erwählt, aber nicht, um etwas zu vergraben, sondern um es für andere zugänglich zu machen, damit auch andere davon profitieren. Ob sie es denn letztlich auch tun - soll und kann auch nicht mein Problem sein. Dies ist dann wiederum die Sache Gottes, der dem anderen ebenso individuell ein "Büchlein" in die Hand drückt, zum essen gibt, wozu unter Umständen auch das gehört, was ich gesagt und geschrieben habe. Aber es ist nicht mein Ding, dies zu wissen und zu prophozieren. meine aufgabe besteht darin, das was mir gott geschenkt hat, auch anderen zugänglich zu machen. Wenn sie es verstehen, dann soll es so sein, wenn nicht, dann soll es ebenso sein.

      soweit mal ein paar Zeilen dazu

      Gruß
      Seeadler

      @nadia: du kannst meine Reaktion auf Daniels Post auch als eine Antwort an dich verstehen
    • Ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Auch bin ich überzeugt, dass ein Buch sehr sinnvoll ist, zu gegebener Zeit. Sogar ein Roman - ist meine Meinung - kann mir, wenn ich ihn mit dem Herrn lese, dienlich sein, Dinge des Lebens zu begreifen, Haltungen überdenken oder nu neuen Gedankengängen gelangen. (Für mich ganz praktisch Erfahrungen der Nähe Gottes und sein Reden, beim Spaziergan, beim Beten, beim Lesen, beim Fernsehen - Er ist da)
      Dennoch meine ich, dass die meisten einen ausgesprochenen Mangel haben an eben diesem Grundstock, wie du es beschrieben hast.
      Ich habe auch einige Jahre damit verbracht, es seeehr genau anzugehen - welche Bibel ist die richtige, welche kann man beiseite stellen, wann wird es gefährlich (buhuuu), wenn ich eine schlechte Bibelübersetzung benutze...wegen der Bibelstelle "wehe dem der etwas weglässt oder hinzufügt".
      Bei all dem Eifer entdeckte ich die Falle des Teufels (aijaij, da issa ja wieda), dass man so pedantisch wird, dass man als Christ, der ja in der Freiheit Jesus´ zu leben glaubt, total unfrei und pharisäisch wird.
      Also zurück zum schlichten Evangelium, zum roten Faden in der Bibel, zum Zentrum und der Absicht Gottes. Und da erscheint der Grundstock der Zehn Gebote wie ein Fels in der Bandung dazustehen. Man muss sich nicht aufregen über ein Schlagzeug in der Gemeinde, (auch wenn ich es lieber nur leiser höre), man muss nicht den Teufel hinter einem flotten Rhythmus sehen. Man muss nicht ewig streiten, ob der Kelch nur einer sein muss oder viele Becherchen. Ob die Kinder still sitzen sollen im Go.dienst oder ob sie spielen dürfen. Ob es Arbeit ist, am Sabbat Traktate zu verteilen oder nicht....(Ich persönlich laufe die Woche so viel, dass ich am Sabbat nicht noch bei Wind und Regen rumlaufen möchte).
      sta_hisf
    • Die Bibel gibt Lebensanweisungen aus dem Geiste Gottes für ein Leben mit Gott, aus seinen Geist zu leben. Darum spricht sie zu jeden persönlich und jeder hört nur das heraus, was er heute im Moment braucht für sein Leben und für sein geistiges Wachstum.
      Jede Religion und Konfession hat seine eigene Auslegung, aber wichtig ist was sagt die Bibel und das soll für alle gleich gelten bzw. jeder soll sich an Jesus Christus orientieren, nach den 10 Geboten und an der Bergpredigt, tun wir das, das finden Menschen zueinander, wir spüren die Einheit, die Einheit des einen Geistes des Christusgeistes.

      Man sieht die Dinge aus einen anderen Blickwinkel, man wird gelassener, man verurteilt nicht mehr, sei es die wilde Musik, man sieht wie die Welt an einen Punkt gerät, nicht weil es Verschwörungstheoretiker bringen, sondern weil der Mensch in der Sünde lebt, und es ja offensichtlich ist, das dies oder jenes zutrifft. Das ein Kampf stattfindet zwischen Licht und Finsternis und selber zu kämpfen hat, die leise Stimme Gottes wahr zunehmen und sich immer wieder neu entscheiden muss für Gott.
      Und wir selber wissen wenn wir in der Sünde bleiben, wir uns von ihr leiten lassen, das es nicht gut ausgeht.

      Wir haben von Glauben in Christus gehört und von seiner Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt. Kollosser1,4
      Immer mehr mit unserer ganzen Persönlichkeit auf seine Kraft, Weisheit und Güte vollkommenzu vertrauen, dann sind wir gesegnete Gottes und leben in seiner Gnade.
    • Gefällt mir, was du schreibst, nadia! Schön, dass du da bist! Du bringst so ein bisschen "Normalität" mit rein, keinen verbissenen Glauben, und doch sieht man, zu wem du gehörst :)

      .... aber solange es mit den Kindern in Gottesdienst nicht so aussieht : hyppxg 1mief8 1649hg hechelxD374 vermag ich auch hier dies so hinzunehmen und mich an ihnen erfreuen... nur wenn man den Prediger, Pfarrer usw. nicht mehr hört, nun ja....

      was nun die Literatur angeht, die man verwenden darf, soll, kann, da denke ich, ist es nicht ganz so einfach. Denn nicht alles, wo christlich drauf steht, ist auch christlich drin. Und manches von dieser "christlichen Literatur" ist meiner Meinung nach gefährlicher als ein Harry Potter Roman.
      Doch grundsätzlich denke ich, dass, wenn jemand in Christus gegründet, verankert ist, der kann auch Literatur lesen, die nicht dazu gehört, denn es wird ihn nicht beeinflussen (Ausnahme natürlich spezifische Literatur)
      Bei der Musik empfinde ich es schon ein wenig schwieriger. Denn es gibt Musik, die einem zwar gefällt, die einen aber auch zugleich aggressiv macht, oder die entsprechende "Botschaften" vermitteln wollen.

      doch was nun die unterschiedlichen Bibeln angeht. Da habe ich eigentlich kein Verständnis dafür. Denn das ist Manipulation am Wort Gottes, eine Falschdarstellung dessen, was man als das heilige Wort bezeichnet. Ich denke, hier sollte es einen klaren Konsens geben. Es kann nicht sein, dass durch entsprechende Satzumstellung oder Verwendung anderer Wörter dann zugleich eine vollkommen andere Aussage entsteht. Ehrlich gesagt, da sehe ich mittlerweile immer wieder rot. Denn letztendlich streitet man sich auch hier in diesem Forum, weil der eine eine andere Übersetzung als der andere hat; und jeder beharrt darauf, dass seine richtig ist....

      Gruß
      Seeadler
    • RE: Die Bibel allein

      nadia schrieb:

      Es gibt hunderttausend Meinungen, Auslegungen, Gemeinden.

      wusste gar nicht, dass es so viele gibt, aber denke mal, dass es ein Roten Faden ist der alle verbindet.

      Ich denke, dass es schlussendlich eine Entscheidung ist ob man Gottes Führung vertrauen möchte, dann muss man eigentlich nur noch warten und natürlich Bibel lesen, resp. umgekehrt.
    • Was ist Freiheit
      Tadaaa. Gute Frage, und ich habe sie sehr bewegt in meinem Herzen. Also, ein Jugendlicher sagte vor kurzem, es sei für ihn Freiheit, dass er jederzeit ins Internet kann. Ohne Worte. Freiheit wie ich sie im geistlichen Bereich verstehe definiere ich so: Freiheit erlebe ich, wenn ich freiwillig Gottes Willen tue.
      Ich kann mir x mal sagen, ich sollte auf meine hübsche erfolgreiche Nachbarin nicht neidisch sein (Beispiel), aber wenn ich im Herzen noch unfrei bin, verletzt, voller Komplexe und Minderwertigkeit, das ist das Gebot ein einengendes Gefühl. Wenn ich aber durch Erfahrungen mit Gott geheilter und reifer und stabiler geworden bin, dann wird es Frucht tragen und ich werde immer weniger neidisch sein. So wie es im Ps. 73 auch heißt. Der Psalmist ist ratlos - den Gottlosen geht es so gut, und er selbst? Er hat versucht, sein Herz rein zu halten, Gott treu zu sein, nun ist er gefühlsmäßig am Abgrund, sicher auch ganz real am Abgrund durch die Feinde - Was also brachte es ihm? :help:
      "Bis ich einging in das Heiligtum und sah an auf ihr Ende"
      Das liest sich leicht dahin. Aber dieser Moment ist hart, da liegt hinter einem ein Weg mit recht viel Schmerz. Aber wenn man auf den Knien ist /im Heiligtum/ im Geist vor Gott - dann wächst doch die Einsicht, dass wirklich alles alles verbrennt, was Materie hat. Vielleicht bekommt man nie mehr, was man gerne besitzen würde. Vielleicht ist morgen, trotz Jugend, das Leben zu Ende. Aber: Ps ? "Wen habe ich im Himmel als dich, und nichts auf der Erde ist mir lieber als du, Herr"
      Wenn ich wachse in dieser Gewissheit, dass es HEUTE heißt und es um das Jetzt geht, dann, so erlebe ich es, wächst tatsächlich die innere Bereitschaft "Lust zu haben an seinem Gesetz" Ps. 1
      Oh, jaa, das klingt alles sehr holy, nicht wahr. Papier ist geduldig - und das Internet auch :) Aber es ist schön, auf diesem Weg zu bleiben.