Warum ich (noch) kein STA-Mitglied bin

    • binich schrieb:

      Ich habe weniger ein Problem damit,was die anderen Gemeindemitglieder von mir erwarten;als damit,dass ich selbst ein "schlechtes Gewissen" hätte,weil ich mich nicht so entsprechend einbringen könnte.Z.B.,weil ich zum Potluck kaum etwas beisteuern kann.Oder bei der Spende für die Gemeinde,weil meine finanziellen Mittel sehr gering sind.Das ist ein subjektives Gefühl,dass ich der Gemeinde "zur Last fallen" würde.Bisher hat auch noch niemand was gesagt,um dies klarzustellen.
      @binich,

      Du hast dein Problem auch erst jetzt wirklich deutlich angesprochen! ;) Und ich kann dir versichern, mir ging es in einigen dieser Punkte ähnlich. Das mag mit unserer Mentalität oder weiß ich was zusammen hängen. Denn wenn man solche Gedanken hegt, dann läuft man schnell Gefahr, dass man nicht genug geben oder tun kann. Man wird sich immer ein wenig mies fühlen.

      Daher ist es wichtig, von solchen Gedanken wegzukommen. Mir hat auch diesbezüglich das offene Gespräch geholfen. Ich habe meine Bedenken mit einer mir sehr vertrauten Person offen angesprochen und dann auch besprochen. Da kam sehr deutlich heraus, dass Leistungsdenken oder ein Vergleichen mit anderen nicht gut ist. Und wahrscheinlich kommen diese "Ich bin eine Last" mehr aus den eigenen Gedanken, als es durch die Gemeinde vermittelt wird.

      Hast du in der Gemeinde eine "Vertrauensperson"? Oder jemanden, dem du dich anvertrauen würdest? Denn ich denke, persönliche Gespräche sind da eine ganz große Hilfe, die man nicht unterschätzen sollte. Egal, ob es Glaubensfragen, persönliche Sorgen, Empfindungen oder Zweifel sind. Darüber mit jemanden sprechen können, ist wie Balsam und lässt die Gedanken wieder ordnen.

      DieGlückliche hat das sehr gut zusammengefasst: "Tue nach deinem Gewissen Gottes Willen und er wird dich reich segnen!" Tu dir dabei keinen Leistungsdruck an!


      Ich wünsche dir Gottes Segen beim "Ordnen" deiner Gedanken!


      ***



    • Natürlich spreche ich auch mit dem Pastor und auch den anderen Predigern.Deswegen möchte ich ja auch von Euch Eure Auffassungen wissen.Und bisher haben mir die Beiträge geholfen.@Nachtperle:Du hast zutreffend geschrieben,dass am Ende ich selbst die Entscheidung treffen muss.
      @Jacob der Suchende:Dies ist für mich auch ein präzisere,knapper Beitrag.
      Ich stelle nur nochmal klar,grundsätzlich habe ich keine gravierenden Einwände gegenüber den STA-Glaubenspunkten.
      In Deinem Beitrag Nr.14 hast Du die Grundlage genannt,die auch für mich annehmbar wäre.
      Letztlich muss ich dies jedoch vor Ort mit der Gemeinde,den Gemeindeältesten und dem Pastor regeln.
      Ich möchte,wie schon geschrieben,Eure Beiträge-ich freue mich,dass Ihr auf mein Thema eingeht-ala Argumentationshilfe für mich benutzen.
      @Nachtperle:Ich verstehe,was Du unter "Vertrauensperson" verstehst.Ich bemühe mich,auch in der STA-Gemeinde mit möglichst vielen Leuten zu reden.Wenn es konkret wird,auch anhand des Buches "Was Adventisten glauben".Übrigens kam ich vor ungefähr drei Jahren in die STA-Gemeine über IBSI (durch Begegnungstag).

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    • binich schrieb:

      @tricky:Dein Beitrag hilft mir sehr.DANKE
      Zum Sabbat,falls dies auf mich bezogen sein sollte: Der Sabbat wurde in den Geboten dem Volk Israel gegeben.Doch er wurde schon von GOTT bei der Schöpfung eingerichtet.

      nein, das war eigentlich auf Daniels bezogen, der den Sabbat hier eingebracht hat, als Beispiel.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • Was das "zur Last fallen" angeht habe ich was witziges erlebt vor einiger Zeit:

      Ein neuer Gast kam in unsere Gemeinde und wir haben schnell persönlichen Kontakt gefunden. Irgendwann sprachen wir dann über die Essenseinladungen nach dem Gottesdienst und er sagte, dass er auch niemandem zu Last fallen möchte und sich auch nicht aufdrängen will. Parallel führte ich dann ein Gespräche mit zwei Schwester aus der Gemeinde, die mir sagten, dass sie es gut fänden, dass ich den Gast immer mit zum Essen einlade. Sie würden dass auch gerne machen, haben aber Angst, sich irgendwie aufzudrängen. So denkt jeder, er fällt dem anderen irgendwie zur Last oder drängt sich auf, dabei wünscht man sich einfach nur Gemeinschaft und freut sich übereinander. Bei uns geht es eher nach dem Motto: Wer darf heute den Gast haben? Es ist einfach diese ehrlicher Wunsch , gastfreundlich sein zu dürfen. Auch zum Potluck wird immer mehr als genug gekocht und es bleiben "zwölf Körbe voll" übrig und keiner weiß wohin damit ;)

      Irgendwo sagt Paulus auch, wir sollen uns gegenseitig überbieten in der Liebe, Gastfreundschaft etc. so erlebe ich es in meiner Gemeinde sehr sehr positiv. Man wünscht sich immer jemanden, dem man was Gutes tun kann ;)

      Ich könnte mir vorstellen, dass es den Geschwistern in deiner Gemeinde auch so geht, besonders wenn sie deine Situation kennen! Wenn du nicht viel geben oder mitbringen kannst, dann gib was eben möglich ist und versuche dafür an Liebe, Zuvorkommenheit, Freundlichkeit etc. reich zu sein und lobende, aufmunternde Worte zu verteilen, vielleicht mal eine schöne "Danke dass es dich gibt" Karte oder freiwillig das Geschirr spülen. Diese scheinbaren Kleinigkeiten sind doch die wichtigen Dinge, an denen es so oft in den "reichen" Kirchen mangelt.
      Gib mit einem fröhlichen Herzen, was Gott dir zur Verfügung stellt, nutze deine Gaben und Talente für die Gemeinde und du wirst für alle ein Segen werden, den niemand mehr missen möchte!

      Alles Gute dir!
    • @ichbin wenn du es spürst das das die wahre Gemeinde ist und du es so sehen kannst, das du damit einen Schritt weiter gehst, so mache diesen Schritt. Aber eines ist zu bedenken wir können nicht in zwei Boote mit je einen Fuß stehen, den wenn das Boot fährt, dann wirst du sehen das jedes in eine andere Richtung geht, und da fällt man heraus, wenn man nicht beide Füße in ein Boot gibt. Ein Stück fährt es sich gut, vielleicht auch abenteuerlich, aber dann muß man eine Entscheidung treffen.

      Ich bin auch grad dabei diesen Schritt zutun und mir ist es einmal ganz wichtig, was spüre ich in mir, wo sind meine bedenken, eben auch beim 10`ten und ich wollte eigentlich nie mehr einer Rel.Gemeinschaft beitreten. Das sind die zwei Punkte, ich sagte dies bei einen Gespräch den Pastor und wir haben dafür gebetet.
      Zum einen frage ich mich gehöre ich dazu, fühle ich es und zum anderen möchte ich dazu gehören. Bin ich ein Glied der Gemeinde und werde dadurch Mitglied bzw. Christus ist das Haupt und jeder einzelne ist ein Glied.
      Wir gehen einige Bibelstellen durch und ich hatte keinen Widerspruch, sondern wirklich Klarheit und dafür bin ich dankbar.

      Ich spüre die totale Freiheit von allen Seiten, entscheiden muß ich selbst, Christus ist mein Herr, auf ihn richte ich mich aus.


      Ich habe mich auch noch nie beim Potluck selber eingebracht, weil ich oft gar nicht daran gedacht habe, erst wenn die Geschwister mich eingeladen haben.
      Mein Ziel ist auch mich einzubringen, wie und was das wird sich dann ergeben.


      Im September hatten wir ein Gemeinde Wochenende von Freitag mittag bis Sonntag, da lernten wir uns von der anderen Seite kennen, es war sehr schön, gemeinsam zu wandern und Spiele zu machen und auch geistiges kam nicht zu kurz. Wir sprachen über das Potenzial der Gemeinde und vieles mehr, wie wir uns eine ideale Gemeinde vorstellen......
      Ich kann den 28 Glaubenspunkten zustimmen bzw. was ich noch nicht ganz verstehe, da wird Gott mir noch das Verständniss dazu geben, davon bin ich überzeugt.

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    • binich schrieb:

      ... Übrigens kam ich vor ungefähr drei Jahren in die STA-Gemeine über IBSI (durch Begegnungstag).
      Oh, das ist für mich persönlich sehr interessant! ;) Begegnungstag mit Kursteilnehmern? Oder einfach ein Informationstag? Ich finde IBSI eine feine Möglichkeit, Gott und die Bibel kennen zu lernen oder auch zu vertiefen.
      Wie ich erkennen kann, war es auf jeden Fall eine positive Begegnung für dich mit unserer Kirche! Freut mich!

      ***
    • Ich meine damit nichts anderes als daß man den 28 Glaubenspunkten der STA zustimmen muß, ob dies in Form eines Eides oder geschieht, ist nicht wesentlich für meine Anmerkungen.
      Für mich ist das schon wesentlich. Denn etweder muss ich etwas beschwören oder auch nicht. Ich WEISS, dass das nicht der Fall ist. Dass es für dich nicht wesentlich ist, glaube ich dir gerne. Aber es geht nicht nur darum. Du willst ja grad jemanden etwas madig machen. Da wäre konkretes Sagen schon wichtig und auch angebracht.

      ***[/quote]
      @Daniels wie kommst du auf beschwören ? Wer sagt das, ist das dein eigens Empfinden ?
    • @Nachtperle
      Es war ein Begegnungstag von Kursteilnehmern in der Gemeinde.Information und Gespräche mit Gemeindemitgliedern.(Zu Deiner Frage in Beitrag Nr.26).
      Der zweite Begegnungstag war zusätzlich mit DVG.Beide Tage (jeweils in einem anderen Jahr) sind für mich sehr aufschlussreich gewesen.
    • binich schrieb:

      @Nachtperle
      Es war ein Begegnungstag von Kursteilnehmern in der Gemeinde.Information und Gespräche mit Gemeindemitgliedern.(Zu Deiner Frage in Beitrag Nr.26).
      Der zweite Begegnungstag war zusätzlich mit DVG.Beide Tage (jeweils in einem anderen Jahr) sind für mich sehr aufschlussreich gewesen.
      Das glaube ich dir gerne und sofort :) Beides ist eben sehr eng miteinander verknüpft. Gott kennenlernen und unseren Körper als "Tempel Gottes" heilig halten. Da gehört DVG einfach dazu! Und ist sicher sehr interessant. Mitunter Uraltes neu entdeckt!

      ***
    • In einem Beitrag zu einem anderen Thema wurde sinngemäß geschrieben:mit den verschiedenen Ansichten und Auslegungen kann ich leben;soweit sie biblisch begründet sind.
      Dem kann ich mich anschließen.
      Beispiel:In mehreren Predigten (der STA) habe ich bezüglich Joh. 20,19ff gehört:"Da die Jünger Angst hatten,versammelten sie sich..."
      In der BIBEL lese ich:1.Die Jünger versammelten sich -zur Ehre des HERRN
      2.Sie hatten Angst vor den Juden
      3.Darum verschlossen sie die Türen
      Frage:Kann auch bei den STA zunächst diese beiden Ansichten so stehen bleiben?.
    • Ich bedanke mich bei Jedem,der hierzu einen Beitrag geschrieben hat.Dies gilt auch für viele Beiträge insgesamt im Forum.
      Von der Auffassung:"Du musst allen 28 Glaubenspunkten zustimmen..." bis zum Gegenteil ist alles geäußert worden.
      Von dem einzelnen Menschen ist zu GOTT immer eine persönliche Beziehung erforderlich und daher eine ausdrückliche Entscheidung zu dem HERRN JESUS CHRISTUS.(Nicht zu einer Kirche oder Denomination.)Alle Gläubigen sind Glieder EINES Leibes.Das Haupt der Gemeinde ist JESUS CHRISTUS!

      Ich werde weiterhin "nur" als Gast die STA-Gemeinde besuchen.Z.B. ist der Sabbat der Tag des HERRN.Von GOTT geheiligt.Dies kann jedoch nicht dazu führen,zu behaupten,jeder andere Tag für den Gottesdienst sei falsch.Die Beziehung zu GOTT besteht für immer und täglich.
    • @binich

      binich schrieb:

      In einem Beitrag zu einem anderen Thema wurde sinngemäß geschrieben:mit den verschiedenen Ansichten und Auslegungen kann ich leben;soweit sie biblisch begründet sind.
      Dem kann ich mich anschließen.
      Beispiel:In mehreren Predigten (der STA) habe ich bezüglich Joh. 20,19ff gehört:"Da die Jünger Angst hatten,versammelten sie sich..."
      In der BIBEL lese ich:1.Die Jünger versammelten sich -zur Ehre des HERRN
      2.Sie hatten Angst vor den Juden
      3.Darum verschlossen sie die Türen
      Frage:Kann auch bei den STA zunächst diese beiden Ansichten so stehen bleiben?.

      Wo steht in Joh. 20,19 konkret, dass die Jünger sich zur Ehre des Herrn versammelten? Ist das nicht schon wieder Interpretation?

      Diese Sicht könnte ich z. B. mit dem Textzusammenhang in Joh. 20,19ff nicht neben der Sicht Nr. 2 stehen lassen. Denn das eine sagt die Bibel und das andere ist für mich Interpretation der Geschichte, die man aber erst mit dem Bibeltext beweisen muss. Eine solche Interpretation wäre sogar ein gewisser Widerspruch zu dem Gedanken, dass man sich zur Ehre des Herrn versammelt und sich dabei irgendwo einsperren muss, damit das womöglich keiner so schnell merkt, was man da tut. Das hat z. B. Daniel nicht gemacht, als er sein Gebet selbst unter Androhung des Todes drei Mal bei offenen Fenster sprach, so dass alle es sehen konnten. Das ist für mich eine Haltung zur Ehre des Herrn!

      Ich wäre aber sehr daran interessiert, aus welchen Worten des Johannes Du trotzdem herausliest, dass sich die Jünger dort und zu diesem Zeitpunkt zur Ehre des Herrn versammelten? Ich hab zwar eine Vermutung, warum Du das so meinst, aber vielleicht erklärst Du es mal selbst!

      Danke im Voraus!

      Armin