Ellen White: Unerfüllte Prophezeiungen

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    • Ellen White: Unerfüllte Prophezeiungen

      Hallo.
      Auch an dieser Stellen möchte ich über E.White diskutieren.

      Irgendwo fand ich folgendes zu lesen:

      EGW hat nachweislich falsche Prophezeiungen abgegeben:
      • 1849 sagte sie, das Untersuchungsgericht sei fast abgeschlossen. (Early Writings, S.57).
      • Sie werde noch leben, wenn Christus wiederkommt (Early Writings, S.14-17)
      • Nur noch einige Monate bis Ende der Welt
      • die Altstadt von Jerusalem werde nicht wieder aufgebaut werden
      • Sklaverei bleibe in den USA bis zur Wiederkunft Jesu bestehen.
      • US-Bürgerkrieg: Die Nordstaaten würden verlieren, es werde in einen weltweiten Krieg
      münden, die USA würden zur Wüste werden.

      Hat sich jemand mit diesen Fragen auseinandergesetzt? Bitte antworten.
      :S
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hallo Bemo,

      danke für Deine Erklärungen. Ich habe die deutsche Ausgabe der Früheren Schriften. Bei mir im Buch befinden sich Fußnoten, die im Anhang erklärt werden.
      Sie werde noch leben, wenn Christus wiederkommt (Early Writings, S.14-17)
      Erklärung im Anhang:

      Seite 12-22 Mein erstes Gesicht
      Was in diesem Kapitel beschrieben ist, wurde zum ersten Mal am 24.
      Januar 1846 vom Herausgeber des DAY-STAR veröffentlicht. Die
      Überschrift lautete: „Ein Brief von Schwester Harmon“, Portland in
      Maine, am 20. 12. 1845. Weitere Veröffentlichungen erfolgten in den
      Jahren 1846, 1847, und 1851 unter dem Titel „An die übrigen Verstreuten“.
      Der gegenwär-tige Titel datiert aus dem Jahr 1882, als das
      Buch „Erfahrungen und Gesichte“ neu aufgelegt wurde.
      Eingehende autobiographische Berichte aus den Jahren 1860 und
      1885 präsentieren das, was hier erscheint, als zwei verschie-dene Gesichte.
      Siehe „Mein erstes Gesicht“ in „Spiritual Gifts“, Band 2, Seite
      30-35; „Testimonies“, Band 1, Seite 58-61 und „Gesicht von der Neuen
      Erde“ in „Spiritual Gifts“, Band 2, 52-55; „Testimonies“, Band 1,
      Seite 67-70.
      Seite 14-19 Darstellung zukünftiger Ereignisse
      Bei der Beschreibung dessen, was ihr Gott bezüglich zukünftiger Ereignisse
      enthüllte, verhielt sich Schw. White manchmal so, als ob sie
      an diesen Geschehnissen Anteil hätte – seien es nun vergangene, gegenwärtige
      oder zukünftige Dinge. Auf Anfragen hinsichtlich ihres
      Zustandes, in dem sie sich während der Visionen befand, antwortete
      sie:
      „Wenn der Herr mir ein Gesicht zu übermitteln wünscht, werde
      ich in die Gegenwart Jesu und der Engel gebracht. Den irdischen
      Dingen bin ich gänzlich entrückt … Meine Aufmerksamkeit wird oft
      auf Vorgänge gelenkt, die sich auf der Erde abspielen. Zuweilen werde ich weit in die Zukunft versetzt, um mir
      zu zeigen, was sich ereignen wird. Dann bekomme ich wieder Dinge
      zu sehen, die in der Vergangenheit geschahen.“ – „Spiritual Gifts“,
      Band 2, Seite 292.
      Ellen White, die selbst Adventistin war, schrieb als jemand, der
      dabei war; der sah und hörte, was in Zukunft geschehen sollte; vergleiche
      „Erfahrungen und Gesichte“:
      Seite 13
      „Bald hörten wir die Stimme Gottes gleich vielen Wassern, die uns
      Tag und Stunde von Jesu Kommen mitteilte.“ Seite 13
      „Wir traten alle gemeinsam auf die Wolke und wurden sieben Tage
      aufwärts getragen zum gläsernen Meer, wo Jesus die Kronen
      brachte und sie mit seiner Rechten eigenhändig auf unsere Häupter
      setzte.“ Seite 15
      „Wir traten alle ein und fühlten, daß wir ein vollkommenes Recht
      an der Stadt hatten.“ Seite 15
      „Hier sahen wir den Baum des Lebens und den Thron Gottes.“ Seite 15
      „Mit Jesus an unserer Spitze stiegen wir dann alle von der Stadt zu dieser Erde herab.“ Seite 16
      „Als wir im Begriff waren, den Tempel zu betreten …“ Seite 17
      „Ich kann die herrlichen Dinge, die ich dort sah, nicht beschreiben.“
      Nach der Vision konnte sie sich an vieles, was ihr gezeigt worden
      war, erinnern. Was geheim war und was nicht offenbart werden sollte,
      blieb ihrem Gedächtnis allerdings entschwunden. Als sie die Erlösung
      des Volkes Gottes schaute, (Seite 272) hörte sie auch, wie der
      „Tag und die Stunde der Wiederkunft Jesu“ verkündet wurden (Seite
      13, siehe auch Seite 25). Darüber schrieb sie später:
      „Ich habe nicht die geringste Kenntnis bezüglich des Zeitpunk-tes,
      der von der Stimme Gottes ausgesprochen wurde. Ich hörte, wie diese
      Stunde verkündet wurde. Aber als die Vision von solch erregender und feierlicher Tragweite zogen an mir vorüber,
      wie sie keine Sprache angemessen zu beschreiben vermag. Für
      mich war alles lebendige Wirklichkeit.“ – Ellen White-Brief 38, 1888,
      veröffentlicht in „Selected Messages“, Band 1, Seite 76.
      Die Tatsache, daß sie an gewissen Ereignissen teilzunehmen
      schien, bot keine Garantie, daß sie diese Geschehnisse auch wirklich
      erleben würde.


      E.White hat nirgendwo ausdrücklich geschrieben, dass sie noch leben werde, wenn Christus wiederkommt. Ich habe fast alle ihre Bücher gelesen und habe so eine Aussage nicht gefunden.

      Liebe Grüße
      Anna
    • Vllt. könnt ihr als nächstes die unerfüllten Prophezeihungen Jesus und Gottes oder so mancher biblischen Propheten....diskutieren:

      - ... denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. (nicht erfüllt)
      - ... Ninive wird in 40 Tagen untergehen. (nicht erfüllt)
      - ... Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.
      - ...
      - ...

      glotzXDhhdf
    • Stofi schrieb:


      - ... denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. (nicht erfüllt)
      - ... Ninive wird in 40 Tagen untergehen. (nicht erfüllt)



      zu 1. bedeutet, dass man nach dem essen sterbend stirbt. den altersprozess könnte man auch als langsames sterben bezeichnen, weil der körper langsam altert und zellen absterben. von daher ist die aussage nicht wirklich falsch.

      zu. 2. hierbei handelt es sich um eine prophetie die an bedingungen geknüpft ist. diese wurde nicht erfüllt und ninive ging nicht unter.
      LG, CKB

      Römer 8, 38.39: Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten,
      weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes,
      die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
    • Christus kommt bald schrieb:

      Stofi schrieb:


      - ... denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. (nicht erfüllt)
      - ... Ninive wird in 40 Tagen untergehen. (nicht erfüllt)

      zu 1. bedeutet, dass man nach dem essen sterbend stirbt. den altersprozess könnte man auch als langsames sterben bezeichnen, weil der körper langsam altert und zellen absterben. von daher ist die aussage nicht wirklich falsch.

      zu. 2. hierbei handelt es sich um eine prophetie die an bedingungen geknüpft ist. diese wurde nicht erfüllt und ninive ging nicht unter.
      Hallo,

      zu 1. Gott sagte, AN DEM TAG, an dem du isst, wirst du sterben. Sie sind NICHT gestorben. Adam und Eva waren erst erwachsene KINDER. Sie haben die einfache Sprache verstanden, aber keine Bildsprache. Wonwegen Degeneration? Was ist das? Langsames Sterben? Hääää??? Nein, das war es sicher nicht. Ich kenne diese, allgemein verbreitete Erklärung. Die ist es aber, leider, nicht.

      zu 2. Das wissen wir heute. Das wusste aber Jona nicht. Er stand dann als Lügner da. Eingefleischte Kritiker würden diese Geschichte als Beweis gegen die Echtheit Jona als Gottes Propheten benutzen.

      Das ist das, was ich damit auch ausdrücken wollte. EGW war nur ein Mensch. Und vieles, was unter ihrem Namen veröffentlicht wurde, hat sie nie geschrieben. Vllt. waren auch einige ihre prophetische Aussagen bedingt? usw. usf.
    • Stofi schrieb:

      Das ist das, was ich damit auch ausdrücken wollte. EGW war nur ein Mensch. Und vieles, was unter ihrem Namen veröffentlicht wurde, hat sie nie geschrieben. Vllt. waren auch einige ihre prophetische Aussagen bedingt? usw. usf.


      Und wie auseinanderhalten, was von ihr ist und was nicht?

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Und wie auseinanderhalten, was von ihr ist und was nicht?


      Das frage ich mich auch. Meine Beobachtung bei solchen Dingen ist, dass einem bestimmte Texte, die einem nicht gefallen, mit diesem Argument dann abgetan werden. Was nicht passt, wird passend gemacht. Ich möchte aber niemandem zu nahe treten, das ist nur bisher meine Beobachtung bei Themen wie diesen.
    • HeimoW schrieb:

      Und wie auseinanderhalten, was von ihr ist und was nicht?
      Z.B. indem man überprüft, ob das was sie angeblich gesagt haben soll mit der Bibel übereinstimmt oder nicht! Sie soll ja selbst auch mal gesagt haben, dass, wenn sie etwas sagt, was nicht mit der Bibel übereinstimmt, man nicht darauf hören soll!

      LG
    • Stofi schrieb:

      Vllt. könnt ihr als nächstes die unerfüllten Prophezeihungen Jesus und Gottes oder so mancher biblischen Propheten....diskutieren:

      - ... denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. (nicht erfüllt)
      - ... Ninive wird in 40 Tagen untergehen. (nicht erfüllt)
      [...]
      Ja Gott war gnädig mit Adam und Eva bzw. Ninive. Deshalb ist er aber kein Lügner oder falscher Prophet, auch wenn er bei manchen Menschen/Ungläubigen/"Gläubigen" aufgrund dieser beiden Geschichten so dastehen in IHREN Augen.
      Im Prinzip sieht man da (Adam+Eva, Ninive, ... sogar beim Umgang mit Satan) die WAHRE GRÖSSE Gottes bzw. die WAHRE GRÖSSE DER GNADE Gottes.

      Christus kommt bald schrieb:

      zu 1. bedeutet, dass man nach dem essen sterbend stirbt. den altersprozess könnte man auch als langsames sterben bezeichnen, weil der körper langsam altert und zellen absterben. von daher ist die aussage nicht wirklich falsch. [...]
      Deine Aussage ist leider nicht richtig. Moderne textkritsche Herangehensweise hilft eben bei geistlichen Themen offensichtlich nicht...
      >>Geistliches MUSS geistlich betrachten/bewertet werden!<< (Tip: Lies dir 1. Kor. 2,12-16 durch oder gleich Kap. 1+2)

      HeimoW schrieb:

      Und wie auseinanderhalten, was von ihr ist und was nicht?
      Ihre Nachlassverwaltung (Ellen White Estate) wäre hier der 1. Ansprechpartner. Diese Nachlassverwaltung weniger der STA-Gemeinschaft unterstellt als viellmehr ihrem Schrifttum.
      Aber wie du und auch @tricky: richtig vermuten geht es bei der vermeindlichen "Frage" nach dem "autorisiertem" Schrifttum von EGW mehr um eine subjektive Feststellung ala: >>Was mir gefällt und ich brauchen kann, dass ist für mich das "Orginal"...<<

      Stofi schrieb:

      [...]
      EGW war nur ein Mensch. Und vieles, was unter ihrem Namen veröffentlicht wurde, hat sie nie geschrieben. Vllt. waren auch einige ihre prophetische Aussagen bedingt? usw.
      EGW (Ellen White) war ein Mensch, das stimmt...
      Denoch, der 2. ziterte Satz ist agressiver Unsinn, eigentlich Verleumdung, auf Jedenfall aber massive Unkenntnis und Unwissenheit, vielleicht auch eine "Nebelgranate", da dir einiges Material aus ihrem Repertuar persönlich nicht gefällt.

      Ich hatte vor 3 Wochen persönlich die Gelegenheit mit Dr. Cindy Tutsch, 64 Jahre jung, Vize-Direktorin am Ellen White Estate (das ist Ellen Whites persönliche Nachlassverwaltung ihres Schrifttums) zu sprechen.
      Fazit:
      Ellen White hat a) viele Predigt gehalten, die mitgeschrieben wurden und b) viele Artikel in Zeitschriften geschrieben. Sie hatte treue, fleißige Mitarbeiter. Die Arbeit der Mitarbeiter bestand darin mitzuschreiben während Predigten und Ansprachen, dann alles Geschriebene (auch von EGW selbst) zu katalogiesieren (themenspezifisch), Hilfestellung bei Grammatik und Satzzeichensetzung, ...
      Gemeinsam wurden dann Buchvorschläge ausgearbeitet und zusammengestellt. EGW hat die Endfassung sich immer persönlich angesehen!
      Auch "Das Leben Jesu" oder "Der Weg zu Christus / Der bessere Weg" sind großteils Predigten, Artikel und Manuskripte von EGW, die zusammengestellt wurden zu ihren Lebzeiten!!
      PS: Die 5-bändige "Entscheidungsserie" wurde erst 2 Jahre nach ihrem Tod mit dem letzten Buch der Serie "Propheten und Könige" fertig.

      Dr. Tutsch hat mit großem Lachen folgende Schlußsätze gesagt: "Wenn Leute sagen wir sollen keine Kompendiums/Zusammenstellungen lesen, sondern nur ihre Orginalbücher - so muss ich fragen, welche Bücher sie meinen? - denn fast alles ist zusammengestelltes Material! Ihr persönlicher Wunsch für ihre Stiftung/Nachlass war es sogar nach ihrem Tod noch regelmäßig (benötigte), gute Bücher aus ihrem Schrifttum zusammenzustellen!"

      @Stofi: Sei ganz ehrlich zu dir selbst und unserem Herrn Jesus Christus - wieviel Ahnung hast du von dieser Materie wirklich?
      Die zweite Frage, sozusagen die Folgefrage hierauf wäre: Hast du die (Laien)Gabe und Berufung hierzu (öffentlich) zu Lehren? (siehe 1. Kor. 12,27-30)
      Die dritte Frage wäre: Richtest du "Schaden" oder "Segen/Erbauung" an (neuen) Zuhörern/Lesern zum Thema EGW, Bibel an?

      Ich habe denke kaum bis nie etwas über Ellen White hier im STA-Forum geschrieben zu haben (- das hat Gründe -), aber persönlich beschäftigt habe ich mit sehr viel. Es gäbe (meinerseits) noch viel zu sagen...
      Nehmt einfach Ellen Whites oft getätigten Ratschlag wahr: "Lest die Bibel!"
      Ihr Schrifttum kann (muss aber nicht) vielleicht helfen, dass Menschen den Weg zu Christus = zur Bibel finden. Das war ihr größter persönlicher Wunsch und auch ihr Auftrag.

      Lg, franz
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Stofi schrieb:


      zu 1. Gott sagte, AN DEM TAG, an dem du isst, wirst du sterben. Sie sind NICHT gestorben. Adam und Eva waren erst erwachsene KINDER. Sie haben die einfache Sprache verstanden, aber keine Bildsprache. Wonwegen Degeneration? Was ist das? Langsames Sterben? Hääää??? Nein, das war es sicher nicht. Ich kenne diese, allgemein verbreitete Erklärung. Die ist es aber, leider, nicht.

      Doch genau das ist es, denn Gott sagt nicht dass sie sterben oder des Todes sterben werden, sondern, dass sie ein Sterben sterben, sterbend sterben / dahinsterbend werden. Das ist das Gegenteil von einfach Tot umfallen und meint dahinsiechen und lebendig verrotten. Ab dem Tage der Geburt oder zumindest nach der Pubertät, fängt der Körper nämlich nur noch an abzubauen. Nichts daran ist gut, denn der Tod ist der Feind des Menschen.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • EGW hat nachweislich falsche Prophezeiungen abgegeben:
      • 1849 sagte sie, das Untersuchungsgericht sei fast abgeschlossen. (Early Writings, S.57).
      • Sie werde noch leben, wenn Christus wiederkommt (Early Writings, S.14-17)
      • Nur noch einige Monate bis Ende der Welt
      • die Altstadt von Jerusalem werde nicht wieder aufgebaut werden
      • Sklaverei bleibe in den USA bis zur Wiederkunft Jesu bestehen.
      • US-Bürgerkrieg: Die Nordstaaten würden verlieren, es werde in einen weltweiten Krieg
      münden, die USA würden zur Wüste werden.


      Vllt. waren auch einige ihre prophetische Aussagen bedingt? usw. usf.


      Wenn Ellen Whites Prophezeiungen sich auf Bedingungen basieren (dieses Phänomen findet man auch oft in der Bibel wieder), dann ist es auch normal wenn vieles sich nicht erfüllt hat was auf diese Bedingungen angewiesen ist um sich in dieser Art zu erfüllen. Aber lassen wir Ellen White selbst reden.


      Es stimmt, dass es länger gedauert hat, als wir in den ersten Tagen dieser Verkündigung (Advent-Bewegung) erwarteten. Unser Heiland kam nicht so bald wieder, wie wir gehofft hatten. Aber ist das Wort des Herrn deshalb falsch? Niemals! Wir sollten daran denken, dass die Verheißungen Gottes wie auch seine Drohungen immer an Bedingungen geknüpft sind... Jeremia 18:7-10.
      Hätten die Adventisten (gemeint sind alle Adventisten der frühen Advent-Bewegung von 1844) nach der großen Enttäuschung im Jahre 1844 ihren Glauben festgehalten und wären sie einmütig durch die sich öffnenden "Türen" der Fürsorge Gottes geschritten, hätten sie die Botschaft des dritten Engels angenommen und in der Kraft des Heiligen Geistes diese Botschaft der Welt verkündigt, dann hätten sie auch das Heil Gottes gesehen. Der Herr hätte mächtig mit ihren Anstrengungen zusammengewirkt. Das Werk hätte vollendet werden können. Christus wäre gekommen, um sein Volk zu seinem Lohn und seinem Erbe abzuholen. ( Selected Messages, 1.Band, Seiten 67; 68 )

      Es war nicht der Wille Gottes, die Wiederkunft Jesu so weit hinauszuschieben. Gott hatte auch nicht geplant, dass sein Volk Israel damals 40 Jahre lang durch die Wüste wandern sollte... 40 Jahre lang schlossen Unglaube, Meuterei und Rebellion das geschichtliche Israel vom Land Kanaan aus. Dieselben Sünden haben auch den Eintritt des modernen, geistlichen Israels in das himmlische Kanaan bisher verhindert. Keinesfalls waren die Verheißungen Gottes schuld daran. Vielmehr ist es der Unglaube, die Weltlichkeit, die mangelnde Hingabe und der Streit zwischen den angeblichen Nachfolgern des Herrn, die uns in dieser Welt der Sünde und des Kummers noch so viele Jahre festgehalten haben. (Selected Messages, 1.Band, Seite 68; 69)


      „weil die Menschen noch nicht bereit waren, ihrem Herrn zu begegnen. Sie waren noch nicht genug vorbereitet.“ Die enttäuschten Gläubigen brauchten erst noch „neues Licht", neue Aufgaben und eine neue Botschaft. Im Mittelpunkt dieses neuen Lichts und der neuen Botschaft steht das Allerheiligste des himmlischen Heiligtums, wo Christus den Glauben der Heiligen während des Gerichts vor Satans Angriffen verteidigt, das von 1844 an bis unmittelbar vor seinem zweiten Kommen stattfinden wird. (E. G. White, „Der große Kampf“, 426.)


      Zitat von Herbert E. Douglass
      Wenn wir darüber im Unklaren sind, weshalb Jesus seine Wiederkunft hinauszögert, wenn wir meinen, der Zeitpunkt der Wiederkunft sei willkürlich festgelegt und stünde in keinem Zusammenhang mit der charakterlichen Vorbereitung der Kinder Gottes auf Erden, begünstigen wir eine wachsende Gleichgültigkeit, Verwirrung und sogar Entmutigung.


      Ich finde die Textstelle momentan nicht. Ellen White hat sogar gesagt, dass viele Irrlehren zu ihrer damaligen Zeit der Wiederkunft Jesu einfach im Weg standen. Die Gläubigen waren zu wenig darauf vorbereitet. Sie hatten ein zu falsches Gottesbild. Auch noch heute gibt es m.M.n, so einige Irrlehren in unserer Theologie an die keiner sich herantastet, da das sowieso nicht so wichtig ist, solange man nur an Jesus Christus glaubt. Darüber könnte man vieles noch sagen. Ich persönlich habe jedoch kein Problem mit den unerfüllten Prophezeiungen von Schwester White. In der Bibel gibt es genügend solcher Prophezeiungen die sich nicht erfüllt haben da die Menschen zu wenig gelaubt haben. Das selbe Muster findet man dann natürlich auch in den Schriften von Ellen White wieder.
    • John Q. Public schrieb:


      Ja Gott war gnädig mit Adam und Eva bzw. Ninive. Deshalb ist er aber kein Lügner oder falscher Prophet, auch wenn er bei manchen Menschen/Ungläubigen/"Gläubigen" aufgrund dieser beiden Geschichten so dastehen in IHREN Augen.
      Im Prinzip sieht man da (Adam+Eva, Ninive, ... sogar beim Umgang mit Satan) die WAHRE GRÖSSE Gottes bzw. die WAHRE GRÖSSE DER GNADE Gottes.

      Genau so ist es! Gott zeigte am ersten Paar Seine Gnade. Ein sehr wichtiger Aspekt für die restliche Bibel, für das Verständnis der Sündenvergebung, der Funkion des Heiligtums, usw. GNADE, unverdiente Gnade ist die richtige Antwort. Das EWIGE Evangelium wurde schon Adam und Eva anschaulich vermittelt.



      John Q. Public schrieb:

      Zitat von »Stofi«

      [...]
      EGW war nur ein Mensch. Und vieles, was unter ihrem Namen veröffentlicht wurde, hat sie nie geschrieben. Vllt. waren auch einige ihre prophetische Aussagen bedingt? usw.
      EGW (Ellen White) war ein Mensch, das stimmt...
      Denoch, der 2. ziterte Satz ist agressiver Unsinn, eigentlich Verleumdung, auf Jedenfall aber massive Unkenntnis und Unwissenheit, vielleicht auch eine "Nebelgranate", da dir einiges Material aus ihrem Repertuar persönlich nicht gefällt.


      EGW-Kritiker, Nichol S.300
      „Ich muss noch eine andere Tatsache feststellen. Ich bin nicht für alles verantwortlich, was in meinem Namen veröffentlich wurde. Als meine frühesten Gesichter herauskamen, erschienen einige Artikel, die ich angeblich verfasst haben soll. Doch es wurden darin Lehrengutgeheißen, denen ich niemals Glauben schenkte.“


      Noch Fragen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • @Stofi

      Du zitierst interessante Worte von E.White. Das bedeutet, als sie noch lebte, wurde etwas in ihrem Namen verfasst. Wichtig jetzt zu fragen: wie können wir feststellen, welche Schriften das sind? Willst du einfach nur alles als verfälscht hinstellen, was nicht deinem Bild passt? Oder kennst du genau die Regeln, nach denen du dies bestimmen kannst?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Du zitierst interessante Worte von E.White. Das bedeutet, als sie noch lebte, wurde etwas in ihrem Namen verfasst. Wichtig jetzt zu fragen: wie können wir feststellen, welche Schriften das sind? Willst du einfach nur alles als verfälscht hinstellen, was nicht deinem Bild passt? Oder kennst du genau die Regeln, nach denen du dies bestimmen kannst?
      Sag mal, wo habe ich nur mit einem Buchstaben gesagt, dass ich alles von ihr in Zweifel ziehe oder dass mir etwas von ihr nicht passt? Anscheinend verwechselst Du mich mit jemandem ;(

      Ich wollte nur zeigen, dass man auch bei EGW Fälschungen finden kann. Und dass man auch sie mit der Bibel in der Hand und auf Gebet prüfen soll. Genau das hat auch sie über sich selber gesagt. So einfach ist das.


      5. Test. S. 722
      Und nun, liebe Brüder, bitte ich euch, euch nicht zwischen mich und das Volk zu stellen und das Licht abzuwenden, das Gott ihm schenken will. Beraubt die Zeugnisse nicht durch eure Kritik, ihres Sinnes und ihres Einflusses. Glaubt nicht, dass ihr sie zerpflücken könnt, um sie euren eigenen Ideen anzupassen, weil ihr meint, Gott habe euch die Fähigkeit verliehen zu unterscheiden, was Licht vom Himmel und was nur ein Ausdruck menschlicher Weisheit ist. Stimmen die Zeugnisse nicht mit dem Wort Gottes überein, dann verwerft sie. Christus und Belial können nicht zusammen gehen.


      .Einen gesegneten Sabbat allen.
    • @Stofi

      5. Test. S. 722
      Stimmen die Zeugnisse nicht mit dem Wort Gottes überein, dann verwerft sie. Christus und Belial können nicht zusammen gehen.
      Welchen Sinn macht es dann, E.White zu zitieren, um irgendeine These zu stützen? Es reicht im Prinzip, nur die Bibel zu zitieren.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      @Stofi

      5. Test. S. 722
      Stimmen die Zeugnisse nicht mit dem Wort Gottes überein, dann verwerft sie. Christus und Belial können nicht zusammen gehen.
      Welchen Sinn macht es dann, E.White zu zitieren, um irgendeine These zu stützen? Es reicht im Prinzip, nur die Bibel zu zitieren.

      5. Test. S. 722
      Und nun, liebe Brüder, bitte ich euch, euch nicht zwischen mich und das Volk zu stellen und das Licht abzuwenden, das Gott ihm schenken will. Beraubt die Zeugnisse nicht durch eure Kritik, ihres Sinnes und ihres Einflusses. Glaubt nicht, dass ihr sie zerpflücken könnt, um sie euren eigenen Ideen anzupassen, weil ihr meint, Gott habe euch die Fähigkeit verliehen zu unterscheiden, was Licht vom Himmel und was nur ein Ausdruck menschlicher Weisheit ist.

      ----------------------

      Es gibt auch noch etwas wie Gegenwärtige Wahrheit, ein weiteres Licht, Botschaften, die konkret für unsere Zeit Hilfe sind von Gott, ...... so, wie Gott es für die Letzte Zeit, für unsere Zeit versprochen hat. Auch andere werden noch Träume und Visionen haben, mit konkreten Anweisungen und Botschaften für die jeweilige Situation.
      Gott hat noch viel mehr Licht vorbereitet....DESHALB

      Erfahrungen und Gesichte E.G.White S. 69
      „Lieber Leser, ich empfehle dir das Wort Gottes als die Richtschnur deines Glaubens und Handelns. Durch dieses Wort sollen wir gerichtet werden. Gott hat in diesem Wort versprochen, in den ´letzten Tagen` Visionen zu geben, nicht als eine neue Richtschnur des Glaubens, sondern zum Trost seines Volkes und um jene zu korrigieren, die von der biblischen Wahrheit abirren. So verfuhr Gott mit Petrus, als er ihn zu den Heiden schicken wollte (vergleiche Apg. 10).
    • Nachtrag und Ergänzung

      Beispiele:

      ab 1844 (Dezember) war Schw. E. G. White zur Prophetin des Herrn berufen worden.

      bis 1847 anerkannte sie nicht die Wahrheit über biblischen Sabbat. Wörtlich und schriftlich widersetzte sie sich Br. Bates der den ‚Sabbat seit 1845 hielt und auch predigte, und diesbezüglich sogar ein entsprechendes Traktat geschrieben und als Kolporteur verbreitet hatte. („Entstehung und Fortschritt“ Lounghborough S. 124

      bis 1855 wusste sie nicht, dass der Sabbat von Sonnenuntergang am Freitag bis zum Sonnenuntergang des nächsten Tages geht. Sie war also trotz ihrer Prophetengabe elf Jahre in Unwissenheit über diesen Gegenstand. (Test. I, 116.150.713)

      bis 1858 kämpfte sie in Wort und Schrift gegen solche, die das Essen von Schweinefleisch mieden. (Test. I, S. 206-7) Erst nach 14 Jahren ihres Prophetenamtes wurde sie eines Besseren belehrt. (Test. II, S. 96)

      Die hiermit angeführten Bemerkungen dürfen von den Aufrichtigen nicht als Herabwürdigung der EGW-Schriften verstanden werden. Wer die Liebe zur Wahrheit angenommen hat, wird zwischen den unbestrittenen Wert dieser köstlichen Werke, die vom Geiste Gottes durchweht wurden, und der richtigen Einschätzung der Gedanken, die die sonst so gottergebene Verfasserin von sich aus in den freien Text eingefügt hat, mit Gottes Hilfe unbeirrt hindurchfinden.

      Ein Prophet ist also ebenso fehlbar wie jeder andere Sterbliche. Diese Tatsache mahnt uns, jedes Zeugnis und jeden privaten Standpunkt der von Gott erweckten Seher und Propheten im Lichte von Gottes Wort zu überprüfen. Die Lehren der Heiligen Schrift und nicht die persönliche Meinung eines wenngleich von Gott berufenen Propheten sind ausschlaggebend in Glaubensfragen eines jeden Lebenssuchers wie auch der ganzen Glaubensgemeinschaft.
      Hierzu spricht Ap. Paulus: „Propheten sollen zwei oder drei zu Worte kommen, doch die anderen sollen eine Begutachtung darüber abgeben.“ 1.Kor.14, 29; GC. 595; Test. IX, S. 114

      Menschen neigen immer wieder zum Extremismus und Radikalismus.
      Einige Adventisten verwerfen E. G. White gänzlich – andere nehmen ihr jedes Wort als ein Inspiriertes.

      „Sola scriptura“ gehört zur Glaubensbekenntnis der STA.

      „Lieber Leser, ich empfehle dir das Wort Gottes als die Richtschnur deines Glaubens und Handelns. (EG s. 69)
      ,
    • @Stofi:

      Gratuliere dir zu deiner sachlich-ausgewogenen Darstellung der Dinge in Bezug auf das Prophetentum!

      Hier noch einige ergänzende Zitate von E.G. White:

      „Es betrübt mich, etwas gesagt oder geschrieben zu haben, dass dich bekümmert hat. Vergib mir bitte. Ich werde darauf achten, kein Thema anzusprechen, dass dich ärgert oder betrübt. Wir leben in einer sehr ernsten Zeit und können es uns in unserem Alter (Anmerkung des Autors: Ellen war damals 48 und James 54 Jahre alt.) nicht leisten, uns durch Differenzen gefühlsmäßig auseinander bringen zu lassen. Ich mag nicht alle Dinge so sehen wie du, aber ich denke nicht, dass es meine Position oder Aufgabe ist, dich dahin zu bringen, die Dinge so zu sehen, wie ich sie sehe, und so zu fühlen, wie ich es tue. Wo ich das getan habe, tut es mir Leid. Ich beanspruche keine Unfehlbarkeit oder sogar Vollkommenheit des christlichen Charakters. Mein Leben ist nicht frei von Fehlern und Irrtümern. Wenn ich meinem Heiland enger gefolgt wäre, brauchte ich nicht darüber trauern, dass ich seinem Bild noch so wenig entspreche … Es soll keine weitere Zeile von mir geschrieben oder eine Aussage in meinen Briefen gemacht werden, die dir Kummer bereitet. Ich sage noch einmal: Vergib mir jedes Wort und jede Handlung, die dich bekümmert hat. Ich habe ernsthaft um (göttliches) Licht gebeten, ob ich in den Osten fahren soll, und nun entschieden, dass meine Aufgabe (darin besteht, hier Bücher) zu schreiben und das zu tun, was der Geist Gottes mir sagen wird.“ (Ellen White an James White – Breif 27, 16. Mai 1876; übersetzt im Buch „JAMES WHITE“, S 326+327 von Gerald Wheeler erschienen im Adventverlag)



      "Wir müssen vieles lernen und sehr, sehr vieles vergessen (we have many lessons to learn and many, many to unlearn!). Gott und allein der Himmel sind unfehlbar. Wer da glaubt, er brauche nie eine geschätzte Auffassung aufzugeben oder nie seine Meinung zu ändern, der wird enttäuscht werden. So lange wir mit entschiedener Beharrlichkeit an unseren eigenen Vorstellungen und Meinungen festhalten, können wir nicht zur Einheit gelangen, um die Christus betete. Ich habe nie von mir behauptet unfehlbar zu sein.Gott ist alleine unfehlbar. Sein Wort ist wahrhaftig, und bei ihm gibt es keinen Wechsel und keine Spur von Veränderung." (AB I, 36 / GG I, 38; RH, Juli 1892)



      „Unser Verständnis wird zunehmen, denn es gibt noch viel mehr Wahrheit, als wir jetzt sehen ... unsere Erkenntnis der Wahrheit ist nicht vollständig. Wir haben erst einige wenige Lichtstrahlen gesehen.“ (EGW an P.T.Magan, 27 Jan. 1903; Zitiere bei G. Knight „Es war nicht immer so“, Seite 16)



      „Wir können uns heute über mehr Wahrheiten freuen, die weit über das hinaus gehen, was wir damals erkannt hatten. Wir haben bestimmt noch nicht alles entdeckt. Wir wollen weiter vorangehen, und wir glauben, dass es dabei auf unserem Weg heller und heller werden wird, bis wir das Ziel erreichen. Lasset uns also immer offen bleiben für mehr Licht und mehr Wahrheit.“(RH, 30.April 1857,205)



      Gruß Suchender
    • Jacob der Suchende schrieb:

      @Stofi
      Du zitierst interessante Worte von E.White. Das bedeutet, als sie noch lebte, wurde etwas in ihrem Namen verfasst. Wichtig jetzt zu fragen: wie können wir feststellen, welche Schriften das sind?
      bedenke:
      Man muss nicht eine ganze "Schrift" fälschlicher Weise in ihrem Namen verfassen. Viel effektiver ist es einen (eigenen) Satz oder Absatz rein zu schieben.


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