Ellen White: Plagiats-Vorwurf

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  • Die Inspiration, der Engel - -

    Pfingstrose schrieb:

    Den Text, dass ihr jede Zeile eingegeben worden ist, den hätte ich gerne, wenn es möglich ist.



    Da gibt es mehrere Stellen und Formulierungen. Ich suche die - nur, so schnell geht das nicht - aus der CD ROM heraus, zum Teil auch aus "Story of Our Helath Message, zum Teil aus Numbers "Prophetess of Health".

    Jetzt einmal: Bruno Ulrich . Bibellehrer in Darmstadt - Marienhöhe stellte in einem Artikel ("Adventecho"? , "Jugnedleitstern"?) fest, dass alles, was von ihr in Druck erschien, inspiriert wäre.
    Aha, Lektoren und Editoren als Urteilende über das, was unfehlbar ist? - - Frage Schüler von ehedem, die müssten sich doch an Ulrich erinnern können. (so 1975, GK in Wen)
    .
    Als Fleissaufgabe stelle ich Dir: Beschaffe Dir von einem der Zentren "An Appeal to Mothers, the Great Cause of the Physical, Mental, and Moral Ruin of Many of the Children of Our Time" 1864, dazu aber auch "A Solemn Appeal", dort ihr Beitrag "An Appeal to Mothers (Seite48 ff) aus 1870 und dann "Salvation&Service" 4 /2013 / 37 Seite 16, (Internet download) zur Masturbation speziell von Valentin Zywietz die kompilation aus "Intellekt, Charakter und Persönlichkeit" - Original vom EGW Estate aus 1966.

    Da entscheidet das EGW Estate, was an Inspiriertem (!) ( - "I was shown - - His case was shown me in vision - -") redigiert, editiert, kompiliert, weggelassen werden muss. Und Zywietz verwendet dann seine Kompilation der Kompilationen als Drohung (deren Berechtigung hier n i c h t diskutiert werden soll)
    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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  • Kamen zu "sola scriptura" in Verbindung mit EGW nicht unlängst kritische Stimmen aus Bogenhofen ?

    Da hieß es: "Wolle man den Sola Scriptura dazu benutzen um Gott zum "schweigen" zu bringen ? Man könne s.scriptura gar nicht verwenden um einen "Prophet" zum "Schweigen" zum bringen. Wenn ihr das Vertrauen zu den Zeugnissen verliert, werdet ihr euch von der Wahrheit der Bibel abwenden. Ich fürchte, dass viele eine Haltung der Unsicherheit und des Zweifels annehmen könnten; in meiner Sorge für eure Seelen möchte ich euch warnen. Wie viele werden die Warnung beachten ? […] Der Teil des Zeugnisses, den ihr am wenigsten annehmen möchtet, ist jedoch gerade der für euch notwendigste."

    Warum gibt mir dann die Bibel den Rat, dass ich jede Prophetie oder jede andere Geistesgabe (nein, ich bin kein Charismatiker) prüfen soll, vor allem wenn sie vorgibt, mir das Wort des Herrn zu bringen ? Wozu wenn ich nicht prüfen soll, schenkt Gott die Gabe der Geistesunterscheidung ?
  • Geisterunterscheidung

    Selbst wenn jemand behaupten würde er hätte die Gabe der Geisterunterscheidung.....wer glaubt denn das?

    Ich glaube nicht, dass jede Zeile von E.G.White eingegeben ist.
    Ich glaube aber , dass Gottes Geist durch alles sprechen kann, wenn er dem Menschen etwas klar machen möchte.
  • Liebe Leute, das Thema "Inspiration" (von Ellen White) behandelt bitte in einem anderen Thread. Hier geht es ausschließlich um die Auseinandersetzung mit dem Plagiat-Vorwurf.

    Ich habe dieses Thema früher untersucht, meine Fragen wurden im Wesentlichen gut beantwortet. Empfehlen kann ich mehrere Bücher, darunter (die mir einfallen):

    - "Einführung" im Buch "der große Kampf" von Ellen White

    - "Einige Klarstellungen über Ellen G. White und ihr Werk" von John J. Robertson

    - "Ellen G. White And Her Critics" von Francis D. Nichol, Kapitel 28-30


    [OT Beiträge wurden nach HIER verschoben]
    Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
  • Einen gesegneten Sabbat lieber Gerald,

    hab' herzlichen Dank für Deine Beiträge, diese habe ich mit großen Interesse verfolgt. Erlaube mir bitte dazu einige Anmerkungen:

    Bibelstelle

    Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der Herr. An die, die mein Wort stehlen einer dem andern. Siehe, ich will an die Propheten, spricht der Herr, die ihr eigenes Wort führen und sprechen: Er hat's gesagt. Siehe, ich will an die, die so falsche Träume weissagen, spricht der Herr, und erzählen dieselben und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losen Reden, so ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk nichts nütze sind, spricht der Herr. (Jer 23,30-32)


    Heidrich schrieb:

    Auch W. C. White hatte ein interessantes Gespräch mit seiner Mutter, als er Wylie's "History of Protestantism" las:
    Ich möchte mich in der "Plagiatsfrage" nicht zu sehr auf dem großen Kampf versteifen, welcher im Jahre 1884 erstmalig veröffentlicht wurde, doch mir liegen mehrere Schreiben eines "Advent-Pionier" hw. aus 1891 vor, der u.a. von seiner Unterhaltung mit W.C. White berichtet, kurz bevor Ellen mit ihren Sohn nach Australien ging. Der Vorwurf der "Piraterie" war also schon 1891 gegeben:

    Der Autor des Briefes sagt:
    "I called W. C. White's attention to the flagrant plagiarisms and literary piracies in The Great Controversy a short time before and his mother went to Australia."

    "Ich rief W.C. White's Aufmerksamkeit auf die eklatanten Plagiate und der literarischen Piraterie in " Der Große Kampf" hin, kurze Zeit bevor er und seine Mutter nach Australien gingen."

    "I turned to the preface and called his attention to the claims made in the preface of a supernatural source for the information given in the book. His defense was as foolish as his conduct. He said in effect, 'It is ideas that counts and not words. When mother finds in writings of other persons statements of facts which have been revealed to her, there is no reason that she should not copy them. The fact that she uses the same words does not matter.' "I replied, 'Of course your mother has the right to incorporate such statements into her writings. It is perfectly all right for her to do so if she wishes, but in doing so she should use quotation marks and should give credit to the persons to whom the Lord revealed the ideas before he did to her."

    "Ich schlug das Vorwort (des Großen Kampfes) auf und lenkte seine (W.C. White's) Aufmerksamkeit auf das Vorwort, in welchem Ansprüche erhoben wurden, dass die Informationen des Buches durch eine "übernatürliche Quelle" offenbart (gegeben) wurden. Seine (W.C. White's) Rechtfertigung war genauso so dümmlich wie sein Verhalten. In der Tat sagte er: "Es sind Ideen die zählen und nicht Worte. Wenn Mutter (Ellen White) in den Schriften anderer Personen Erklärungen oder Sachverhalte findet, die ihr offenbart wurden, dann gibt es auch keinen Grund warum sie nicht kopieren sollte. Die Tatsache, dass sie die gleichen Worte verwendet spielt keine Rolle. Ich antworte: "Natürlich hat Ihre Mutter das Recht solche Aussagen in ihren Schriften zu integrieren. Es ist vollkommen in Ordnung, dies zu tun, wenn sie es wünscht, aber sie sollte Quellenangaben machen und die Personen angeben, denen der Herr die Ideen offenbart hat, bevor er (Gott) ihr (Ellen) dies zeigte."

    ====

    McAdams, ein bekannter adventistischer Forscher (Glendale Committee) sagt:
    "If every paragraph in The Great Controversy were footnoted in accordance with proper procedure, almost every paragraph would be footnoted."

    "Wenn jeder Absatz im großen Kampf mit Fußnoten (Quellenangabe) in Übereinstimmung mit dem richtigen Verfahren versehen sein würde, dann würde fast jeder Absatz mit Fußnoten versehen sein."

    Anmerkung: 2% bis 5%iger Plagiatsanteil (wie meist behauptet) im Großen Kampf kann nicht möglich sein, ebenso spuckt "Ephorus" (Software) ein ganz anderes Ergebnis aus.
    ====

    Bemerkenswert auch das Eingeständnis von Fannie Bolton -einer literarischen Assistentin von Ellen White- dass Ellen White das Buch "Steps To Christ" (ich glaube, die deutsche Ausgabe ist unter dem Titel "Der bessere Weg zu einem neuen Leben" bekannt ?) nicht selbst geschrieben hat...




    Es gibt noch Weiteres, doch alles schön der Reihe nach.

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  • Auch nicht schlecht

    gabriel87 schrieb:

    Bemerkenswert auch das Eingeständnis von Fannie Bolton -einer literarischen Assistentin von Ellen White- dass Ellen White das Buch "Steps To Christ" (ich glaube, die deutsche Ausgabe ist unter dem Titel "Der bessere Weg zu einem neuen Leben" bekannt ?) nicht selbst geschrieben hat...


    Gehört habe ich schon davon, Fannie Bolton ist mir ein (vager) Begriff.
    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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  • Grüß Dich Norbert,


    Norbert Chmelar schrieb:

    Aber doch hoffentlich wenigstens Ihr Hauptwerk: "DER GROSSE KAMPF" (engl. Original: >>The Great Controversy Between Christ and Satan<< Copyright 1911 by Mrs. Ellen G. White) , immerhin auch über 700 Seiten lang!
    Es gab ähnliche Fragen im Forum, Du findest sie im Thread "EW - Plagiatsvorwurf".


    Bezüglich Deiner Frage zur Autorenschaft des Titels "Der große Kampf" : Leider nein.
    Es stammt nicht bzw. "nur" von Ellen White.

    Es hieß mal von "offizieller Seite" (APD oder Estate ?), dass ein 2% bis 5%iger Plagiatsanteil im Großen Kampf enthalten sei. Ohne jemanden diffamieren zu wollen, diese "offiziellen Zahlen" stimmen nicht und das kann jeder selbst überprüfen.

    Für das Werk "Der große Kampf" bediente sich Ellen White reichlich bei James Aitken Wylie, welcher im Jahre 1876 sein Buch "Die Geschichte des Protestantismus" (The History Of Protestantism) veröffentlichte. Texte wurden von White seitenfach einfach wortgetreu abgeschrieben. Kopiert wurden nicht nur Texte, sondern auch die dazugehörigen Illustrationen.

    Im Laufe des Threads hat zwar jemand versucht den Plagiatsvorwurf zu relativieren - "Damals gab es ja die Rechtsgrundlage dafür noch nicht" - das trifft bedingt zu. Ein Recht bzgl. "geistlichen Eigentums" wie wir es heute kennen, gab es zu Zeiten White's nicht. Das "moderne" Urheberrecht sieht vor, dass Texte die älter als 70 Jahre sind ohne Urheberrechtsansprüche / Vergütung weitergegeben werden dürfen, die Akte "White" also verjährt. Das bedeutet aber nur, dass man heute z.B. Ellen White's Nachfahren oder den "Advent-Verlag" rechtlich dafür nicht mehr belangen kann - Das ändert aber nichts daran, dass es sich trotzdem um ein Plagiat handelt.

    Das Kopieren der Illustrationen aber geschah' auf eine besonderes dreiste Weise. Rechtlich keine Frage des "Plagiats", sondern ein "Kunstwerkdiebstahl". Die Illustrationen im Original waren mit der Signatur "Hooper" versehen. Vermutlich war er der Künstler der die Druckplatten angefertigt hatte. Im "Großen Kampf" wurden die Signaturen einfach durch den Schriftzug "Pacific Press Oakland, California" ersetzt. Das war bereits unter damaligen geltenden Recht eine strafbare Handlung. White hätte die Signatur ersetzen dürfen, wenn sie im Besitz der originalen Illustrationen gewesen wäre und auch entsprechende Gebühren an den Schöpfer der Illustrationen / Druckplatten abgeführt hätte. Ich finde, es geht im Kern auch gar nicht darum, was jemand genau getan hat oder wie es das Recht formuliert. Ich finde es einfach nicht gut, was da passiert ist.


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    Zum Schluss noch ein paar Originalzitate

    Der Briefschreiber berichtet von W.C. White 1891, kurz bevor Ellen mit ihren Sohn nach Australien ging:

    "I called W. C. White's attention to the flagrant plagiarisms and literary piracies in The Great Controversy a short time before and his mother went to Australia."

    "Ich rief W.C. White's Aufmerksamkeit auf die eklatanten Plagiate und der literarischen Piraterie in " Der Große Kampf" hin, kurze Zeit bevor er und seine Mutter nach Australien gingen."
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    "I turned to the preface and called his attention to the claims made in the preface of a supernatural source for the information given in the book. His defense was as foolish as his conduct. He said in effect, 'It is ideas that counts and not words. When mother finds in writings of other persons statements of facts which have been revealed to her, there is no reason that she should not copy them. The fact that she uses the same words does not matter.' "I replied, 'Of course your mother has the right to incorporate such statements into her writings. It is perfectly all right for her to do so if she wishes, but in doing so she should use quotation marks and should give credit to the persons to whom the Lord revealed the ideas before he did to her."

    "Ich schlug das Vorwort (des Großen Kampfes) auf und lenkte seine (W.C. White's) Aufmerksamkeit auf das Vorwort, in welchem Ansprüche erhoben wurden, dass die Informationen des Buches durch eine "übernatürliche Quelle" offenbart (gegeben) wurden. Seine (W.C. White's) Rechtfertigung war genauso so dümmlich wie sein Verhalten. In der Tat sagte er: "Es sind Ideen die zählen und nicht Worte. Wenn Mutter (Ellen White) in den Schriften anderer Personen Erklärungen oder Sachverhalte findet, die ihr offenbart wurden, dann gibt es auch keinen Grund warum sie nicht kopieren sollte. Die Tatsache, dass sie die gleichen Worte verwendet spielt keine Rolle. Ich antworte: "Natürlich hat Ihre Mutter das Recht solche Aussagen in ihren Schriften zu integrieren. Es ist vollkommen in Ordnung, dies zu tun, wenn sie es wünscht, aber sie sollte Quellenangaben machen und die Personen angeben, denen der Herr die Ideen offenbart hat, bevor er (Gott) ihr (Ellen) dies zeigte."

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    McAdams, ein bekannter adventistischer Forscher (Glendale Committee) sagt:
    "If every paragraph in The Great Controversy were footnoted in accordance with proper procedure, almost every paragraph would be footnoted."

    "Wenn jeder Absatz im großen Kampf mit Fußnoten (Quellenangabe) in Übereinstimmung mit dem richtigen Verfahren versehen sein würde, dann würde fast jeder Absatz mit Fußnoten versehen sein."
  • @James Gabriel Hast du die Quellen?
    Josua 24,15:
    Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

    Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
  • James Gabriel schrieb:

    Seine (W.C. White's) Rechtfertigung war genauso so dümmlich wie sein Verhalten.
    Wer hat das geschrieben?

    Im Grunde ändern diese" Informationen", diese Kritik, doch tatsächlich nichts am Inhalt des Buches. Entweder stimmt und erfüllt sich was der "Große Kampf" als Information für die Zukunft enthält oder nicht.


    Ich finde wir Christen eiern irgendwie in der Welt herum. Unser Wissen ist Stückwerk und man findet überall Wahrheit und Irrtum in den Lehren.

    Am Ende zählt, ob man seinen Herrn persönlich kennt und seiner Stimme folgt. Heute.
    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
  • Danke, ich habe noch keine eigene Meinung zum Thema.

    • Der Text von Fagal klingt doch ein wenig anders, wenn man ihn komplett ließt.

    • Das Statement von WC White muss ich noch durchlesen.

    • Wieso steht, Wylie's History of Protestantism da? Hat sie daraus abgeschrieben? Dann wäre sie erwiesenermaßen eine Prophetin, das sie zwei Jahrzehnte bevor Wylie sein Buch schrieb, von ihm abgeschrieben hat.
    Der Begriff plagiieren im 19. Jh. ist etwas anderes als heute. Während meines Studiums, habe ich viel aus dieser Zeit gelesen und wer denkt, da Fußnoten zu entdecken, so wie heute, der irrt. Belege gab es i.d.R. nur, wenn etwas die eigene Meinung stützen sollte. Zitate nur, wenn der Zitierte eine anerkannte Autorität ist. Eine Quellenbeleg unbekannter Autoren war eher unüblich. Und das waren alles geschulte Geisteswissenschaftler.
    Strafbar war das, was Ellen White vorgeworfen wird, nicht.
    Josua 24,15:
    Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

    Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.

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  • Pfingstrosen schrieb:

    Wer hat das geschrieben?
    Ich weiß es nicht mehr genau... Ich hab' mich vor Jahren damit beschäftigt, die Zitate eh schon einmal im Forum gepostet. Ich werd' schauen, dass ich hierzu noch exaktere Quellenangaben ausgraben kann...

    Brief mit ähnlicher Aussage wäre z.B. der "Prescott Letter" (06.04.1915)

    "There are serious errors in our authorized books and yet make no special effort to correct them"
    "Es gibt ernsthafte Fehler in unserer autorisierten Bücher und noch keine besonderen Anstrengungen, sie zu korrigieren."

    "We let them go on year after year asserting things which we know to be untrue. I cannot feel that this is right. It seems to me that we are betraying our trust and deceiving the ministers and people. It appears to me that there is much more anxiety to prevent a possible shock to some trustful people than to correct error."

    Wir lassen sie (die Gemeindeglieder) Jahr für Jahr auf Dinge los, die wir als unwahr ansehen, und ich kann nicht fühlen, dass dies richtig ist, es scheint, dass wir unser Vertrauen verraten und die Minister und die Menschen täuschen. Es scheint mir, dass es viel mehr Angst um einen möglichen Schock gibt den einige vertrauensvolle Menschen haben könnten, als Fehler zu korrigieren.

    [b]The way your mother's writings have been handled and the false impressions concerning them, which is still fostered among the people, have brought great perplexity and trial to me. It seems to me that what amounts to deception, though probably not intentional, has been practiced in making some of her books, and that no serious effort has been made to disabuse the minds of the people of what was known to be their wrong view concerning her writings.[/b]

    Die Art wie die Schriften Deiner Mutter gehandhabt werden und die falschen Eindrücke über die Schriften, wie sie immer noch unter den Menschen gepflegt werden, haben mir eine große Verwirrung und Prüfung gebracht. Es scheint mir, dass Betrügereien, wenn sie auch wahrlich nicht beabsichtigt wurden, bei der Herstellung einiger ihrer Bücher praktiziert wurden und das keine ernsthafte Anstrengung unternommen wurde, um die Gedanken der Menschen von dem Irrtum zu befreien, was als ihre falsche Ansicht über ihre Schriften bekannt war.


    Pfingstrosen schrieb:

    Im Grunde ändern diese" Informationen", diese Kritik, doch tatsächlich nichts am Inhalt des Buches. Entweder stimmt und erfüllt sich was der "Große Kampf" als Information für die Zukunft enthält oder nicht.
    Natürlich ändert das am (biblischen) Inhalt des Buches nichts.


    Davon war auch nicht die Rede.


    Aber ich glaube, dass es einen Unterschied macht, im Sinn der Glaubwürdigkeit, Autorität und Authentizität wenn das Zeugnis nicht stimmt. Eine von Gott inspirierte Frau, deren literarisches Erbe, sich als Plagiat raus stellt ?

    Ob White kopiert hat und im welchem Ausmaß finde ich auch nicht so ausschlaggebend.
    Wie würdest Du wohl sagen, liebe Pfingstrosen ? "Es menschelt" / "Menschen machen Fehler"

    Jo eh... Da ist doch nichts dabei.
    Dann hat die White halt kopiert, wäre ein menschlicher Fehler. Das dies mit allen Mitteln tunlichst vom Tisch gekehrt wird, finde ich halt nicht so toll. Ich glaube eher, dass es an Strukturen oder wenn Du so willst an Menschen liegt die in den "oberen Reihen" sitzen, was zu sagen haben und White halt im Laufe der vielen Jahre so hochstilisiert und hochgehoben haben, dass es plötzlich unmöglich wird Ellen White ein gewisses "Mensch sein" zuzugestehen. Nämlich der Aspekt des "Mensch sein" sich irren, täuschen oder etwas nicht ganz richtig gesehen zu haben.
    Nun gut, dass passt halt vielleicht nicht so mit dem "Zeugnis", dem "Geist der Weissagung" zusammen. Aber ich glaube nicht, dass die STA deswegen "schlechter" dastehen würden, wenn man einfach sagen würde: "Gut, da hat's wohl a paar Fehler gegeben." Im Gegenteil, ich finde, dass würde der eigenen Glaubwürdigkeit ganz gut tun.


    Pfingstrosen schrieb:

    Ich finde wir Christen eiern irgendwie in der Welt herum. Unser Wissen ist Stückwerk und man findet überall Wahrheit und Irrtum in den Lehren.
    Stimm' ich Dir zu. Doch es gilt auch, die Wahrheit vom Irrtum unterscheiden zu lernen.
  • Vitez Kojo schrieb:

    Der Text von Fagal klingt doch ein wenig anders, wenn man ihn komplett ließt.
    Dir ist aber schon bewusst, dass ich Fagal nirgends direkt / indirekt zitiert habe ?
    Quellenangabe bzgl. Faktensicherung - Nicht als Zitat-Quelle gemeint.

    Vitez Kojo schrieb:

    Wieso steht, Wylie's History of Protestantism da? Hat sie daraus abgeschrieben? Dann wäre sie erwiesenermaßen eine Prophetin, das sie zwei Jahrzehnte bevor Wylie sein Buch schrieb, von ihm abgeschrieben hat
    Kann es sein, dass Du vielleicht die Zahlen vertauscht hast ?
    Bzgl. abschreiben: Du brauchst Wylie ja nur mit White (beides bitte in der Originalfassung) vergleichen...


    1886: The Great Controversy
    1876: History of Protestantism
  • James Gabriel schrieb:

    Vitez Kojo schrieb:

    Der Text von Fagal klingt doch ein wenig anders, wenn man ihn komplett ließt.
    Dir ist aber schon bewusst, dass ich Fagal nirgends direkt / indirekt zitiert habe ?Quellenangabe bzgl. Faktensicherung - Nicht als Zitat-Quelle gemeint.

    Vitez Kojo schrieb:

    Wieso steht, Wylie's History of Protestantism da? Hat sie daraus abgeschrieben? Dann wäre sie erwiesenermaßen eine Prophetin, das sie zwei Jahrzehnte bevor Wylie sein Buch schrieb, von ihm abgeschrieben hat
    Kann es sein, dass Du vielleicht die Zahlen vertauscht hast ?Bzgl. abschreiben: Du brauchst Wylie ja nur mit White (beides bitte in der Originalfassung) vergleichen...


    1886: The Great Controversy
    1876: History of Protestantism
    Ja, aber wenn du den text als Beleg verwendest, dann dachte ich, soll er deine Meinung stützen. OK. falsche Annahme meinerseits.

    The Great Controversy kam 1858 raus - The History of Protestantism 1878.

    Und das die Zahl 1858 kleiner ist, als die Zahl 1878, d.h. das Jahr 1858 kam vor dem Jahr 1878, gehe ich davon aus, dass Ellen White schwer von Wylie abschreiben konnte.


    Hast du noch die Quelle für die angeführten Zitate?
    Josua 24,15:
    Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

    Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.

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  • Norbert Chmelar schrieb:

    Vitez Kojo schrieb:

    Sie war Auftraggeberin und auch Lektorin. Der Inhalt stammt größtenteils von ihr. Aber nein - sie hat vieles nicht mit eigener Hand geschrieben.
    Aber doch hoffentlich wenigstens Ihr Hauptwerk: "DER GROSSE KAMPF" (engl. Original: >>The Great Controversy Between Christ and Satan<< Copyright 1911 by Mrs. Ellen G. White) , immerhin auch über 700 Seiten lang!
    Dieses Werk ist sehr gut, beschreibt sehr gut die gesamte Kirchengeschichte bis in Ihre Zeit und im Teil 5 ('Das Geheimnis des Bösen' - mit diesem Teil hätte chronologisch eigentlich das Buch anfangen müssen!) in den Kapiteln 29 - 32 sehr gut die Entstehung des Bösen und den Abfall Satans von Gott
    Die Ausgabe von 1858 stammt aus ihrer Hand, aber weil sie keine gelehrte Schreiberin war, hat man das Buch einige male revidiert. Ich weiß aber nicht ob von ihr oder von ihren Mitarbeiterinnen.
    Josua 24,15:
    Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

    Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
  • Vitez Kojo schrieb:

    The Great Controversy kam 1858 raus - The History of Protestantism 1878.

    Und das die Zahl 1858 kleiner ist, als die Zahl 1878, d.h. das Jahr 1858 kam vor dem Jahr 1878, gehe ich davon aus, dass Ellen White schwer von Wylie abschreiben konnte.
    Oh okay, da liegt der Knackpunkt ^^

    Hast Du jemals die 58er Version gelesen ?
    Die unterscheidet sich maßgeblich von den nachfolgenden Versionen.

    Selbst das EW-Estate spricht über die 58er Version wie folgt:
    The Great Controversy Between Christ and His Angels, and Satan and His Angels - (1858).
    This is the original Great Controversy that very few people have ever read. Its entirely different.
    In fact, the 1858 Great Controversy was Mrs. White's first writing of the theme, following her major vision about the great controversy in 1858. She included the text of it in Early Writings about 25 years later. It is also published (in America, at least) as Spiritual Gifts, vol. 1, and it is readily available for purchase in the Adventist Book Centers


    Warum aber erscheint 1886 eine überarbeitete bzw. "neue" Version die plötzlich auch mit den Zitaten & Bildern von Wylie auftritt ?


    "Der große Kampf 58" und "Der große Kampf 86" sind zwei verschiedene Dinge.
    Zwei verschiedene Inhalte, zwei verschiedene Bücher...

    Würde mich jetzt sehr wundern, wenn Du das als leidenschaftlicher advent. Historiker nicht gewusst hättest.
  • Zum Thema Plagiat noch ein interessanter Fakt:

    Shakespeare hat 31 seiner 32 (35?) Werke erwiesenermaßen geklaut und das 32. ist mit großer Sicherheit auch nicht von ihm.
    Goethe hat abgeschrieben, Heinrich Heine, Thomas Mann, Georg Büchner, Bertolt Brecht, Elfriede Jelinek, ... auch.
    Es waren eben andere Zeiten.
    Josua 24,15:
    Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

    Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
  • Ich finde es schon ganz gut, wenn alles kritisch betrachtet wird, um zu verhindern dass aus E.G.W. eine Kultfigur gemacht wird, Das wäre sowieso und grundsätzlich falsch.
    Das Interessante für mich ist aber, dass man sich gegen sie mit Sicherheit auch schon damals gewehrt hat, weil ihre Schriften moralisieren, so würde ich das heute nennen. Das war noch nie beliebt.
    Hat man sich gegen Spurgeon eigentlich auch so gewehrt? Ich meine diese Prediger haben genau so zu einem ordentlichen Lebenswandel aufgerufen.
    Oder der Beitrag ,von Seele reingestellt,über Soren Kierkegaard ....der hatte doch gute und ehrliche Ansätze, was hat der mit seinen Mitmenschen mitgemacht und umgekehrt.

    Sich lange mit Kritik aufzuhalten bringt nichts.....das betrifft alle Bereiche...auch Politik....macht nur müde.

    Ich versuche mir das Beste von jedem Menschen abzuschauen und bei E.G.White scheiden sich die Geister, das bedeutet für mich, dass ich recht schnell sehe woran ich mit einem Mitbruder bin....
    Als ich jung war, habe ich gedacht, dass es etwas bringt gegen Formalisten zu "kämpfen" bzw um Einsicht zu ringen.....heute weiß ich, dass du keinen Menschen mit Argumenten ändern kannst....


    James Gabriel schrieb:

    Hast Du jemals die 58er Version gelesen ?
    Die unterscheidet sich maßgeblich von den nachfolgenden Versionen.
    in wichtigen Punkten des Inhaltes? Wenn ja , was zum Beispiel?
    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
  • Pfingstrosen schrieb:

    Das Interessante für mich ist aber, dass man sich gegen sie mit Sicherheit auch schon damals gewehrt hat, weil ihre Schriften moralisieren, so würde ich das heute nennen. Das war noch nie beliebt.
    Hat man sich gegen Spurgeon eigentlich auch so gewehrt? Ich meine diese Prediger haben genau so zu einem ordentlichen Lebenswandel aufgerufen.
    Ich mag ihre direkte Art, genauso wie ich Spurgeon schätze. Und ich denke, es wäre vielleicht etwas zu pauschal, zu sagen, dass die vermeintliche "Antipathie" am Inhalt des Schriftwerkes liegt.

    Ob sich die Leute gegen Spurgeon gewehrt haben ? Mit Sicherheit gab es das auch. Wie sagte Spurgeon so schön ? "Brüder, lest die Bibelstellen am meisten, die euch am meisten wehtun."

    Pfingstrosen schrieb:

    Ich versuche mir das Beste von jedem Menschen abzuschauen und bei E.G.White scheiden sich die Geister, das bedeutet für mich, dass ich recht schnell sehe woran ich mit einem Mitbruder bin....

    Als ich jung war, habe ich gedacht, dass es etwas bringt gegen Formalisten zu "kämpfen" bzw um Einsicht zu ringen.....heute weiß ich, dass du keinen Menschen mit Argumenten ändern kannst....
    Die Logik war nie ein gutes Argument... Ist es doch ihre "Tradition", Methoden zu geben, die helfen, gültige von ungültigenArgumenten zu unterscheiden.

    Verstehe ich das richtig, dass wie Menschen über White denken, für Dich eine Art Maßstab ist, um circa zu wissen, wie Du bei einem anderen Menschen dran bist ?

    Pfingstrosen schrieb:

    In wichtigen Punkten des Inhaltes? Wenn ja , was zum Beispiel?
    Nun, natürlich könnte ich jetzt eine Art Liste mit einem A/B Vergleich erstellen. Mir fehlt die Motivation dazu und wäre es nicht sinnvoller oder gewinnbringender wenn man einfach die 2 Bücher selber liest und sich so einen persönlichen Eindruck verschafft ?