Weltliche Musik

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    • Weltliche Musik

      Hallo liebe Mitglieder und Gäste,
      wegen einem Kommentar bei youtube bin ich aufmerksam geworden.
      Wer von euch war bei dem Landesjugendsabbat in Augsburg dabei? Und auch anschließend beim Konzert der Söhne Möckerns?

      Was versteht ihr unter "weltlicher" Musik, und würdet ihr das Konzert der Söhne als gottesfremd bezeichnen?
    • Hallo zusammen,

      ich finde Musik eines der schwierigsten Themen überhaupt, den nach einem Vortrag von Nikola Taubert ("singt dem Herrn ein neues Lied") bin ich schon zu dem Schluss gekommen, den auch er zieht: Musik ist etwas geistliches. Immer. Niemand verarbeitet Musik rein kognitiv, Musik berüht uns ganzheitlich und sie bewirkt oft sehr tiefe Emotionen. Ich denke, manche Dinge sollte man als Christ nicht hören - ich kann mir keinen Heavy Metal oder ähnliches rein ziehen und gleichzeitig aber bekannt haben, dass Jesus in jedem Winkel meines Lebens Platz hat, das passt einfach nicht. Das Problem ist, dass der Teufel wirklich im Detail steckt, und es Musik gibt, die harmlos und unauffällig wirkt, und genauso satanisch sein kann. Für mich ist z.B. Volksmusik und Schlager nicht unbedingt besser, wenn man sich die Texte teilweise anhört... Ich denke, wir sollten uns als Christen zwar hüten, vorschnell zu verteufeln und zu verdammen, aber wir sollten auch auf Aussagen gerade unserer älterer Mitgeschwister achten und sie eben nicht als lächerlich und altmodisch abtun. Ein kritisches Denken ist immer gefragt. Ich denke, es wird Christen geben, die der absoluten Überzeugung sind, man dürfe sich keinerlei weltlicher Musik mehr aussetzen. Das denke ich jedoch nicht. Wir sollten auswählen, hinterfragen und natürlich um Antwort beten. Ich habe in meinen "christlichen Anfängen" noch sehr viel Musik gehört, mit der ich heute nichts mehr am Hut hab und die mir auch nicht fehlt - die Veränderung hat Gott bewirkt, das ist ein Prozess und auf den soll man sich einlassen. Viel schwieriger ist aber oft das Thema wie "weltlich" christliche Musik sein darf, z.B. die Diskussionen ums Schlagzeug etc... Hier denke ich, sollten auch die älteren Geschwister sich öffnen und nicht gegen die Jugend schießen wie z.B. nach dem Jugendkongress. Man kann und soll natürlich immer reflektieren, analysieren und darf auch kritisieren - aber es zählt das Herz der Jugendlichen und dass sehr viele Herzen an diesem Tag von Gott erfüllt waren, davon bin ich überzeugt. Paulus hat mal gesagt: Ich war dem Juden ein Jude, dem Griechen ein Grieche usw... Das können wir denke ich schon auf die heutige Zeit übertragen. Wir müssen auch die Sprache und damit auch die Töne der Jugendlichen heute treffen um sie zu erreichen. Aber: Eine gesunde Mischung machts, wenn es nur noch auf Eventcharakter hinausläuft, ist es denke ich nicht in Ordnung. Tja schwierig schwierig...Bin gespannt auf die anderen Meinungen.

      lg Caro
    • Zuerst ist in jedem Fall der Text wichtig, auch wenn man ihn nicht versteht; das ist genau wie mit der Zungenrede, bei der es auch sein kann, dass man den Teufel verehrt, wenn man sie nicht auslegen kann (1.Kor.14).
      Wie wichtig die Musik mit Rhytmus, Instrumenten,... ist, müssen wir die Bibel fragen. Da findet man immer wieder, z.B. in 1.Chronik 13,8 interessante Argumente für die moderne Musik der Jugend:
      "David und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten."
      ..später schreibe ich weiter, muss weg..

      LG
      Jan

    • Also ich kann allgemein nur sagen, dass ich nichts gegen solche Musik habe.
      Nur bei bestimmten Reggae-Arten und vor allem bei Metal, Hardrock usw denke ich, dass diese Musikarten die Seele "belasten" können und negative Wirkung auf die Person haben können.

      Wenn man sich natürlich voll in die Musik hineinsteigert, dazu wie verrückt "tanzt" und die Band dann vielleicht sogar "anbetet", dann denke ich, sollte man sich lieber nicht auf solche Live-Konzerte begeben.

      Meine Mama hört öfters Musik von Martin Pepper (mit E-Gitarren-Solos und Schlagzeug), und verbietete mir aber immer, solche Arten von Musik zu hören.

      Dieses Thema finde ich wirklich sehr interessant, und ich freue mich und bin gespannt auf mehr Antworten. ;)
    • lightchanneltv

      lightchanneltv.de/de/home das ist ein adventistischer Sender mit Vorträgen, wo heute ein Beitrag dazu kam, den ich leider nicht sehen konnte:

      19:00 Uhr (82 min.)
      Dr. Wolfgang Stefani - Eine adventistische Stellungnahme zur Musik

      aber dort kommt öfters sowas; auch zum Thema Musik. Es erscheint einem vielleicht sehr konservativ, aber es sind auf der Bibel , Ellen White und der Wissenschaft fundierte Aussagen, teilweise evtl. subjektiv geprägt (z.B.Walter Feith's Verschwörungstheorieen überall)
      Wer das mal ne Weile immer wieder anschaut, wird das Thema Musik wahrscheinlich auch behandelt bekommen.

      lightchanneltv.de/de/home

    • Ich dachte, es geht hier sowieso um christliche Musik, aber eben Rock und Ähnliches, z.B. die Söhne Möckerns. Das ist doch auch Lobpreis-/Anbetungsmusik mit aufrichtiger Freude von Herzen. Da ist eigentlich alles, was meine Beziehung zu Jesus nicht behindert, erlaubt.
      Aber das gilt auch in Discos: "Ob ihr nun eßt oder trinkt (, in der Disco tanzt) oder was ihr auch tut, das tut zu Gottes Ehre." (1.Kor.10,31) und ehrt Gott als den Schöpfer

    • hmmm also ob das für discos gilt und ob man den Satz wirklich so weiterführen kann, glaub ich irgendwie nicht... Die ganze Stimmung in Discos, die Texte in den dort gespielten Liedern...Ich glaube nicht, dass man da zu Gottes Ehre tanzen kann. Ich verstehe schon was Du meinst, im Prinzip heißt es ja, dass man sein ganzes Leben und damit auch alle Alltagssituationen Gott weihen soll. Demnach bedeutet es aber auch, dass ich aufgrund der Weihe an Gott bestimmte Situationen meide - um IHM die Ehre zu geben. Wir sollen ja Zeugnis sein und Zeichen setzen, Licht der Welt sein und uns nicht der Welt gleichsetzen. Von bestimmten Dingen wird man sich mit der Zeit automatisch distanzieren, aber das ist ein sehr persönlicher Prozess, den jeder selbst durchmachen muss.

      Wegen den Söhnen Möckerns: also ich fand da nichts schlechtes dran, habs mir auf youtube angeschaut. Gut, die Herzen kennt immer nur Gott allein, das kann man schlecht beurteilen, aber es wirkt als wäre schon Hingabe darin.
    • Mißverständnisse ...

      Ich möchte mal mit einem unausgesprochenen aber unterschwellig vorhandenen Mißverständnis aufräumen:

      1. Es ist von Gottes Seite keineswegs verboten wenn ich etwas für mich tue!

      Ich darf rennen - weil es Spaß macht und mir gut tut.
      Ich darf singen - weil mir gerade danach ist.
      Ich darf mich ausheulen - weil ich gerade vertig gemacht wurde.
      Ich darf tanzen - weil mich die Musik zur Bewegung animiert oder ich mich austoben / verausgaben will.

      ...
      diese Liste kann man beliebeg fortsetzen ...

      Gott verbietet rein garnichts davon!

      Was Gott aber verbietet oder haßt sind fromme Lügen, unaufrichtige Herzen und egoistische _M_o_t_i_v_e_ sowie rücksichtsloses Verhalten!

      Klar sind in der Disko ein Haufen Leute, die nur auf eine billige Anmache aus sind und nur einen "One Night Stand" suchen - aber zu denen habe ich noch nie gehört!
      Klar ist die Musik in der Dizze lauter als auf Dauer gesund für die Ohren ist - aber ich habe mir das nie länger angetan als ich wollte! (darum sind meine Ohren immer noch richtig gut für mein Alter :) )

      2. Ist es sehr wohl möglich die Motive und Bewegründe Anderer zu erkennen und "in das Herz zu sehen"!
      Jede andere Auslegung des Samuel-Textes geht an der konkreten Situation und Gottes Absicht vorbei und stellt sogar einen systematischen mißbrauch der Bibel gegen Gottes Willen und Absichten dar!
      Im Gegenteil: es gibt mehr Bibelstellen in denen Gott uns auffordert die beweggründe Anderer zu erkennen und evtl. sogar offen zu legen. Das ist nicht nur den Propheten vorbehalten!

      Auf Grund dieser Vorraussetzungen ist es erst mal klar, daß alles erlaubt ist - was Paulus sogar wörtlich formuliert.
      Freilich schränkt er das auch wieder ein weil wir die Freiheit nicht zur Tarnung von Süchten (Gefangenschaft / Sklaverei der Sünde / fromme Tabus) verwenden sollen.

      Es kann also nicht sein, daß ich sage: "Diese Musik ist schlecht!" oder "In die Disko gehen ist Sünde!" Denn das stimmt so grundsätzlich überhaupt nicht.

      Es ist etwas ganz anderes wenn ich sage: "Das ist nichts für mich!" oder "Dort fühle ich mich nicht wohl!"

      Paulus schreibt auch: "Dem Reinen ist alles rein!" und meint damit, daß wer einen sauberen, stabielen und gereiften Charakter hat viel weniger in Bedrängnis oder Versuchung gerät als Andere, die ihrer selbst noch unsicher sind und sich noch finden müssen.

      Das bedeutet, daß ich als junger Mensch Dinge gemieden habe - weil ich dabei in Versuchung geraten wäre - die mich heute dagegen kalt lassen und mir nichtmal einen Gewissenskonflikt verursachen.

      Diese Sicht- und Argumentations-Weise berücksichtigt den eingenen Entwicklungs-Standpunkt und die Notwendigkeit der Weiterentwicklung, des Lernens, der Nachfolge und der Heiligung weit mehr als die strengen und undifferenzierten (billigen) Verbote, die angeblich immer und für alle gelten sollen. Selbst Jesus rechtfertigt David als er das Schaubrot aß - obwohl David und seine Horde gewiß keine Leviten waren. Paulus predigt in einem Heidentempel ("dem unbekannten Gott") ...

      Gerade Jesus führt GEGEN solche menschen-Regeln den Krieg! gegen die Pharisäer udn weist ihnen stringent nach, daß sie eine falsche Herzenseinstellung und unzulässige Motive haben. Das war der Punkt, der sie auf die Palme brachte und weshalb sie Jesus beseitigen wollten.

      maranatha Stephan
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • @Stephan Zöllner

      Soll man etwas weiter tun, wenn man auf der einen Seite den Willen dazu hat, auf der anderen Seite aber ein negatives Empfinden, dass die Tat nicht dem Willen Gottes entspricht?

      Auf Grund dieser Vorraussetzungen ist es erst mal klar, daß alles erlaubt ist - was Paulus sogar wörtlich formuliert.

      Freilich schränkt er das auch wieder ein weil wir die Freiheit nicht zur Tarnung von Süchten (Gefangenschaft / Sklaverei der Sünde / fromme Tabus) verwenden sollen.
      Was ist aber nicht mit Süchten, sondern mit Wegen, die zu diesen Süchten führen? Zum Beispiel kann das Ausüben eines Hobbies zwar deine innere Zuneigung zu diesem Hobby befriedigen, aber vielleicht deinem Glaubenszustand schaden (vlcht sogar unbewußt). Oder noch schlimmer, diese Tätigkeit könnte dich langsam zu einer Sucht führen.

      Ist dieses Hobby dann wirklich "erlaubt"? Soweit ich die Bibel verstehe (und so schreibt es auch E.White), dass wenn ich mich bewußt in ein Gebiet begebe, wo ich geistlich abnehme und "weltlich" zunehme, kann mich Gott nicht beschützen, und so bin ich den Angriffen Satans ausgeliefert. Damit bin ich der Meinung, dass nicht jedes Hobby ausgeübt werden "darf", in dem Sinne, dass es für den Glaubenszustand schädlich ist, und jede beliebige Folgen haben kann.

      Es kann also nicht sein, daß ich sage: "Diese Musik ist schlecht!" oder "In die Disko gehen ist Sünde!" Denn das stimmt so grundsätzlich überhaupt nicht.
      Objektiv würde ich nicht sagen, was schlecht ist. Aber subjektiv kann ich für mich schon die Erfahrung machen, was meinem Besten dient oder mir schadet. Nach 1Th 5.21 soll jeder alles prüfen, auch seine Hobbies. Deshalb würde ich niemals sagen, dass jedem jedes Hobby erlaubt ist. Was dich kalt läßt, könnte einem anderen ein Ärgernis in seinem Glaubensleben sein.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Ich stelle fest, dass hier im Forum sehr oft über Fragen diskutiert wird, deren Antworten wir als STA dank des Geistes der Weissagung wir eigentlich schon längst haben. Gott hat uns durch Ellen White ganz klare Weisungen diese Dinge betreffend gegeben. Musik ist ein wichtiges Thema, gerade in der unrigen Zeit, und Gott hat uns nicht im Unklaren darüber gelassen, was von weltlicher Musik zu halten ist. Der überwiegende Teil dieser Musik ist ganz klar nicht vom Geist Gottes inspiriert sondern von einem anderen Geist, so dass wir als Christen uns eindeutig davon fernhalten sollten.

      EIn paar Ellen White-Zitate dazu:

      Verführung durch Musik
      Solche Vorfälle wie in Indiana27 werden sich am Ende der Gnadenzeit wiederholen. In manchen Gemeinden werden alle Hemmungen fallen, und die Gottesdienste werden geprägt sein von fanatischem Geschrei, primitiver Musik und ekstatischen Bewegungen. Selbst sonst vernünftige Menschen werden so durcheinander sein, daß sie zu keiner sachgerechten Entscheidung mehr fähig sind ... {CKB 113.4}
      Wir sollten uns hüten, Dinge, die Satan in Szene setzt, als vom Heiligen Geist gewirkt anzunehmen, nur weil sie im schillernd-frommen Gewand daherkommen. Von solchen Veranstaltungen geht kein Segen aus ... Solche Dinge, die es schon in der Vergangenheit gegeben hat, werden auch in der Zukunft wieder auftreten. Satan wird Musik zu einem Fallstrick machen durch die Art und Weise, wie man mit ihr umgeht. Für die Gemeinde geschrieben II, 37; Selected Messages II, 36.38 (1900). {CKB 113.5}
      Wir sollten diesen seltsamen Phänomenen keinen Raum geben, denn sie machen unempfänglich für das echte Wirken des Heiligen Geistes. Gott erwartet keine frommen Sensationen, sondern besonnenes und schlichtes Verhalten. Für die Gemeinde geschrieben II, 43; Selected Messages II, 42 (1908). {CKB 114.1}
      Mißbrauch der Musik
      Um ein gewisses Haus lagern sich Engel. Die Jugend ist dort versammelt; es ertönt Musik vieler Stimmen und Instrumente. Wohl haben sich dort Christen versammelt; aber was ist zu hören? Gesang, frivole Lieder kann man hören, die in einen Tanzsaal passen. Bedenkt, heilige Engel ziehen ihr Licht zurück, und tiefes Dunkel wird sich in diesem Hause ausbreiten. Die Engel wenden sich ab. Trauer ist auf ihrem Antlitz. Und seht, sie weinen. Dies beobachtete ich wiederholt im Gesicht; ich sah es mehrmals in den Reihen der Sabbathalter, besonders in —-. Musik füllte die Stunden aus, in denen gebetet werden sollte. Musik wurde zum Götzen, dem viele bekenntliche Sabbathalter in häuslichen Veranstaltungen dienen. Satan ist durchaus kein Gegner der Musik, wenn er sie als Mittel gebrauchen und durch sie Zugang zu den jugendlichen Seelen gewinnen kann. Alles dient seinen Zwecken, wenn der Geist von Gott abgewandt wird und die Zeit, die zum geistlichen Dienst bestimmt ist, von ihm in Anspruch genommen werden kann. Er wirkt durch die Mittel, die den stärksten Einfluß ausüben und zahlreiche Seelen in angenehme Betörung versetzen, die sie unter seine Macht zwingt. Bei Verwendung zum Guten ist Musik ein Segen; leider wird sie oft zum erfolgreichsten Mittel Satans und zu seinem Seelenfänger gemacht. Bei solchem Mißbrauch verführt sie zu Hochmut, Eitelkeit und zum Laster. Wenn sie an die Stelle von Frömmigkeit und Gebet gesetzt wird, wird sie zum furchtbaren Fluch. Junge Menschen versammeln sich zum Gesang, und, obwohl sie bekenntliche Christen sind, machen sie häufig ihrem Herrn Unehre und schänden ihren Glauben durch leichtfertige Unterhaltung und durch die Auswahl ihrer Musik. Geistliche Musik ent spricht nicht ihrem Geschmack. Ich wurde auf die reine Lehre des Wortes Gottes hingewiesen, die sie unbeachtet gelassen hatten. Im Gericht werden alle diese von Gott eingegebenen Worte diejenigen verdammen, die sie in den Wind geschlagen haben. {RJ 187.4}
      Für jemanden, der Ellen White als Gottes Botin ernst nimmt, erübrigt sich eigentlich jede Diskussion über das Thema Musik.
      Ich möchte noch ein Zitat beifügen, in welchem es darum geht, zu welchem Zweck Gott uns Musik eigentlich geschenkt hat:

      Musik — eine Macht zum Guten
      Musik kann eine große Macht zum Guten sein; wir machen immer noch nicht genügend Gebrauch von dieser Art des Gottesdienstes. Der Gesang wird im allgemeinen von einem besonderen Anlaß oder einer Anregung abhängig gemacht; andererseits sind die Darbietungen so fehlerhaft und unvollkommen, daß sie ihren guten Eindruck auf die Hörer vermissen lassen. Die Musik sollte Schönheit, Empfindung und Kraft ausstrahlen. Laßt die Stimmen sich in Lob- und Weiheliedern erheben. Nehmt gute Instrumentalmusik zur Hilfe und laßt reine Harmonien als angenehmes Opfer zu Gott emporsteigen. {RJ 188.1}
    • Was ist primitive Musik?

      @Johannes: Meines Erachtens ist mit den Zitaten noch nicht festgestellt, was "primitive Musik" ist und was nicht. Du oder andere mögen bestimmte Musik für primitiv halten, das scheint mir aber vor allem eine Frage des persönliche Geschmacks zu sein oder der eigenen Hörgewohnheiten.

      Ich kenne eine Freikirche, die sich besonders bemüht, junge Menschen anzusprechen und dabei auch besonders auf modernere Musik setzt: musikalisch so etwas wie Rock oder Popmusik, mit christlichen Liedtexten in meist englischer Sprache. Vermutlich würden manche Christen sich an dieser lauten streckenweise rockigen Musik stören; aber ich habe nicht den Eindruck, dass die Lieder aus der Quelle, dem STA-Liederbuch, musikalisch durchgängig sehr viel komplexer sind. Was ist also primitive Musik? Wann ist eine Musik unchristlich?

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • In den Zitaten werden ja verschiedene Kriterien genannt, wie Gott wohlgefällige Musik auszusehen hat. Primitiv ist hier meiner Meinung nach weniger auf die Komplexität der Musik an sich bezogen als mehr auf die Gefühlregungen, die sie in dir auslöst.

      Beim Thema Musik ist erstmal wichtig festzuhalten, dass sie in sich selbst nicht neutral ist. Das heisst, wenn wir hier über die Wirkung von Musik reden, geht es nicht darum, ob die Texte christlich sind, denn das ist bei Musik nur zweitrangig. Wie wir alle aus unserer eigenen Erfahrung wissen ist Musik ein mächtiges Werkzeug zur Beeinflussung der menschlichen Gefühlsebene. Auch auf unser Denken und unser Bewusstsein vermag Musik viel Einfluss auszuüben. Und es ist wichtig festzuhalten, dass der Effekt, den Musik auf den Menschen hat keinesfalls von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, wie oft behauptet wird. Den Beweis dafür hat die Wissenschaft längst erbracht und auch die Filmemacher aus Hollywood wissen sich diese Eigenschaft von Musik in ihren Werken gekonnt zu Nutze zu machen. So haben wir alle schon die Erfahrung im Kinosaal gemacht, dass das gesamte Publikum durch die jeweilige Filmmusik gezielt in bestimmte Stimmungslagen versetzt werden kann.

      Und so gibt es Musik, die die Sinne auf das Erhabene und Schöne zu lenken vermögen, genauso wie es Musik gibt, die die Sinne eher auf niedere Aspekte der menschlichen Natur richtet. Nach oben genannter Definition von "primitiver Musik" kann man bis auf wenige Ausnahmen die gesamte moderne Popmusik (im Sinne von populäre Musik, also Pop, Rock, Alternative, Techno, Hip Hop und wie sie alle heißen) als solche bezeichnen.

      Ich persönlich beispielsweise habe bis vor einem halben Jahr leidenschaftlich gerne Rockmusik gehört und habe mich auch gelegentlich an mein Schlagzeug gesetzt. Nach meiner Bekehrung hat mein Musikgeschmack durch den Heiligen Geist eine 180°-Wende gemacht und auch das Schlagzeugspielen habe ich mittlerweile drangegeben.
    • Johannes schrieb:

      ...
      Ich persönlich beispielsweise habe bis vor einem halben Jahr leidenschaftlich gerne Rockmusik gehört und habe mich auch gelegentlich an mein Schlagzeug gesetzt. Nach meiner Bekehrung hat mein Musikgeschmack durch den Heiligen Geist eine 180°-Wende gemacht und auch das Schlagzeugspielen habe ich mittlerweile drangegeben.

      Das finde ich persönlich begrüßenswert (ich halte auch "moderne Musik" für ungeeignet für den Gottesdienst), aber dann lass doch andere ihre eigene Erfahrung machen / Erkenntnis finden statt ihnen selbstgerecht EGW-Zitate um die Ohren zu haun.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Hallo HeimoW,

      sicherlich hast du recht, dass letztlich jeder selbst zu dieser Einsicht betreffend seines privaten Musikkonsums kommen muss und dafür auch seine eigenen Wege gehen muss. Wenn es jedoch um Musik im Gottesdienst geht haben wir sowohl durch Ellen White als auch durch wissenschaftliche Erkenntnisse ganz klare Vorgaben, die wir unbedingt beherzigen sollten.

      Zu meiner persönlichen Umkehr beim Thema Musik haben nicht zuletzt die klaren Aussagen Ellen Whites darüber beigetragen. Dafür sind diese ja auch in Büchern festgehalten, dass sie uns ermahnen und zur Umkehr leiten. Mir zu unterstellen, ich hätte sie aus Selbstgerechtigkeit hier eingestellt, finde ich daneben.
    • Johannes schrieb:

      Ich persönlich beispielsweise habe bis vor einem halben Jahr leidenschaftlich gerne Rockmusik gehört und habe mich auch gelegentlich an mein Schlagzeug gesetzt. Nach meiner Bekehrung hat mein Musikgeschmack durch den Heiligen Geist eine 180°-Wende gemacht und auch das Schlagzeugspielen habe ich mittlerweile drangegeben.
      Diese Erfahrung teile ich mit Dir.

      Ich liebte Rockmusik und laut musste sie sein.
      Da ich der englischen Sprache nicht so mächtig war/bin, merkte ich zunächst nicht, das einige Songs voll mit satanistischen und sexistischen Texten=Gedankengut sind.

      Rückwärtsspielen der Musikstücke können sog. "versteckte Botschaften" entlarven.

      Seitdem ich wieder intensiv glaube, mag ich Rockmusik nicht mehr. Gott sei dank!

      Viele Grüße
      Flower.Child
    • Ich verstehe nichts von Roch,Pop, Hiphop, Heavy Metal.

      In "Wir loben Gott" neige ich zu "Wer nur den lieben Gott lässt walten --" //// "Wenn mein Auge schaut den Heiland - - -" : Grässlich in Melodie und Text.

      Aber das ist meine Empfindung.

      Nur : Man zeige mir jene , die , konditionoiert duch die Jugendabonnements der "Klassiscen Musikszene" von ehedem jetzt aus einem "Philharmonischen" erhaben, in ihrer Seele veredellt --.- etc. nach Hause gehen. /Die hatten einafch eine lustvollen Abend !!) (SCHLECHT ?)``- - Auch die KZ - Schergen pflegten abends mit ihren Kinderchen Blockflötenmusik, und die in der Warteschleife zum Krematorium Kreisenden hatten "klassische Orchester" für die Lagerbewachung zustandezubringen.

      Moderne Musik im Gottesdienst ist eine Krux : Das oben zitierte Lied it ein Schmarren; neue Lieder derart penetrant modern (Jesuuus) und unharmonisch, kaum singbar für die Gemeinde, Liedermacher (welch bescheidene Selbstbezeichnung !) bringe keinen flüssigen deutschen Satz zusammen - - Ein Zeichen der Zeit.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Hmm, das ist ein schwieriges Thema, wie ich finde.
      Ich hab da eigentlich in meinem Leben verschiedene Phasen durchlebt.
      In meiner Teeniezeit habe ich mich meinen Internatskolleginnen angepaßt mit der Popmusik (auch da gibt es trotz schöner Melodien esoterische Inhalte, etwa bei dem Lied "Moonlight Shadow" von Mike Oldfield, das ich früher liebte).
      Dann hatte ich eine Zeit, in der ich überhaupt keine weltliche Musik hören konnte, bis 1992. Bis dann im Sportunterricht jemand das Lied "Wind of Change" (Scorpions) laufen ließ. Da ist es ähnlich wie bei dem von Mike Oldfield.
      Dann hab ich mich jahrelang sehr für die Charismatik geöffnet (vor 2001, als es dort noch um Prophetie und Befreiungsdienst ging und nicht, wie heutzutage, um laaangweilige Heilungswunder) und viel aus den "Du bist Herr"-Liederbüchern Gitarre gespielt.
      Na ja. Dann hab ich privat nur christliche Lieder gehört, aber weltliche ertragen, wenn ich bei anderen im Auto mitfuhr.
      Irgendwann nach dessen Ermordung hab ich auch eine zeitlang Lieder von Michael Jackson gehört. Er hat ja während seines Lebens schon oft in der Bibel gelesen und gebetet und soll sich lt Andrae Crouch ca 14 Tage vor seinem Tod noch bekehrt haben, soweit mir bekannt ist.
      Auch fand ich ein interessantes Video bei youtube, das besagte, daß Michael Jackson deswegen von Conrad Murray (der bei den Schwarzen ein Hochgradfreimaurer war) ermordet wurde, weil er die Öffentlichkeit über die Illuminati in der Musikindustrie aufklären und dort aussteigen wollte. Was für Michael Jackson spricht. :)
      Dann hab ich den Vortrag von Nicola Taubert und Olaf Schröer zum Thema Musik gehört.
      Ok, Heavy Metal, das ich ca 1993 - 97 bei den Stuttgarter Jesus Freaks mal mitbekam, war nie mein Musikstil, da kostete es mich wirklich viel Überwindung, das über mich ergehen zu lassen.
      Bei den Du-bist-Herr-Liederbüchern halte ich mich besser an die älteren (rot, gelb und grün), weil da die Texte noch akzeptabel und nicht, wie bei Chris Tomlin und Don Moen heutzutage, mit Heilungsmüll vermischt sind.
      Denn klar ist auch, daß ich nur den biblischen Heiligen Geist möchte und nicht den falschen des Heilungsmülls. ;)
      Aber was viele Christen weniger sehen:
      Bei den klassischen Musikern wie Mozart, Beethoven usw. waren viele Freimaurer.
      Und Lieder mit schönen Melodien wie die beiden oben genannten haben ebenso oftmals esoterischen Hintergrund.
      Die Frage ist natürlich: Was kann man als Christ an Musik dann überhaupt noch mit gutem Gewissen hören und mit der Gitarre spielen (abgesehen von Liedern der Elterngeneration wie "Stern, auf den ich schaue" usw.)?
      Da bin ich natürlich jetzt auch mal gespannt, wie Ihr das handhabt. (Natürlich muß es jeder für sich persönlich entscheiden). ;)