Hat Gott den Menschen gut oder böse erschaffen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Nachtperle, dies war ja nur ein "kurzer Auszug" aus Erlebnissen meines Daseins, sie gehen ja noch weiter - oder auch anders formuliert, es fing ja schon im gewissen sinne dramatisch an, weil ich das Produkt einer Inzestbeziehung bin, meine Mutter mich unmittelbar nach der Geburt töten wollte, mein Vater (ihr Vater) ins Gefängnis kam und sich dort erhängte - und ich mit den Vorwürfen meiner Mutter groß geworden bin : "ich hätte eigentlich gar nicht da sein dürfen, ich hätte nicht leben dürfen, ich wäre ein Produkt des Teufels gewesen"... usw... und diese Einstellung zog sich hin bis in meine Jugend... damit abber nicht genug... aber lassen wir diese Biographie. Ich nenne sie hier an dieser Stelle um dir den Grund zu zeigen, warum ich alles, aber auch alles in meinem Leben hinterfrage und erforsche und ich es als legitim ansehe, dies tun zu dürfen, daraus resultiert meine persönliche Grundsatzfrage: "Gott, warum hast du mich geschaffen?"

      ....
      Seeadler
    • ingeli schrieb:


      Es,macht mich echt traurig, das man diesen Beitrag nicht einfach so stehen lassen kann,
      Diesen Beitrag einfach so zerlegen und seine eigenen persönlichen Gedanken rein legen, was im Grunde überhaupt nichts damit zutun haben, das macht mich nachdenklich, das man gar kein Gespür und Mitgefühl für seinen Nächsten hat der ehrlich über sein Leben schreibt.


      nun, dann können wir ja das forum hier schließen....
      denn wie anders willst du zu meinungen, aussagen stellung nehmen, wenn man sie nicht zitieren darf ? ?(
      soll man aus deinen letzten worten (zitat: "...kein Gespür und Mitgefühl für seinen Nächsten hat der ehrlich über sein Leben schreibt...") im umkehrschluß zu dem ergebnis kommen, dass nachtperle nicht ehrlich über ihr leben geschrieben hat ?
    • Aber in der Tat habe ich im Laufe der Zeit vermehrt gelernt, mich auf
      Gott zu verlassen. Auf Gott zu vertrauen und meine Sorgen in Gottes
      Hände zu legen. Dazu werden wir aber auch von Gott aufgefordert oder
      ermutigt. Nein! Ich zweifle nicht an Gott, wenn mir Schlimmes
      widerfährt. Weil ich weiß, dass das Böse, das Schlimme nicht von Gott
      kommt. Nein, und ich klage ihn auch nicht (mehr) an.
      Das tut mir aber jetzt wirklich leid, dass du das Böse Gott zurechnest.
      Bist du dir sicher, dass Gott nicht die Hand über deine Frau hielt?
      Nachtperle.

      das ist ein Missverständnis, ich rechne das Böse nicht Gott zu (habe ich auch nicht geschrieben); ich frage mich nur in meinem Rückblick meines mittlerweile sehr ereignisreichen Lebens voller wahrer Dramaturgie, wo ich schon ein paar mal so weit war, "den Löffel abzugeben", weil ich nicht mehr kämpfen konnte und wollte, warum dies Gott alles zu ließ. Dies ging wirklich so weit, dass ich mich Stellenweise als ein Sohn satans ansah, als ein gefallener Engel - im Sinne meiner Mutter, dass sie sozusagen vom "Bösen" "erkannt" wurde, was mich betraf.
      Wenn du meine Biographie lesen würdest, die ich bereits mit 22 Jahren schrieb, würdest du vermutlich behaupten, soviel negatives kann ein junger Mensch doch gar nicht erleben. Es war im Nachhinein für mich gut, dass ich es damals mir von der Seele schrieb - und es ist gut, dass ich überhaupt darüber schreiben kann, es auf diese Weise aus meinem Innern heraus lassen kann.

      Du kommst zwangsläufig dann irgendwann zu jener entscheidenden Frage, "warum bin ich da, warum lebe ich?"

      Was nun dein angesprochenes Gottvertrauen anbelangt. Ich habe als Kind eine andere Beziehung zu meinem Schöpfer bekommen, als die, die man eventuell durch das Studium der Schrift erlernt und bekommt. Und eigentlich müsstest du dies sogar auch wissen, was ich meine, denn ich habe dich darüber auch schon nicht nur einmal an verschiedenen stellen aufgeklärt und dir geschrieben, dass mein Gottvertrauen in meiner Kindheit entstand, in jener zeit, wo es mir wirklich dreckig ging, wo ich Dinge durchlebte, die ich keinen Menschen wünsche, bis hin zur Folter seitens meines Stiefvaters bis hin zur sexuellen Anmache seitens meiner Mutter und ihr Dulden, was die Folterungen betraf usw.... In jener schon sehr frühen zeit entstand für mich ein Gottesbild, welches mir Kraft gab und welches mir zeigte unaufhörlich, dass es trotzdem sehr schöne seiten im leben geben kann - in der Natur, die mir Gott schenkte und die ich als Kind in besonderer Weise genießen konnte ... bis mir auch dies von meinen Eltern genommen wurde.

      jedenfalls mein Gottvertrauen war jenseits irgendwelcher biblischen Sprüche und Erkenntnisse, jenseits von dem, was man als Gut und Böse bezeichnen kann und tut. Mein Gott war und ist nicht eingesperrt in einer Bibel, er lebt, er ist allgegenwärtig, ich benutze für ihn keine Psalmen oder biblischen Sprüche... er entstand für mich durch den direkten Dialog mit der Natur, durch das, was er für MICH geschaffen hatte. Die Natur war und wurde mein Tröster, und mit dieser Natur eben jener Gott, der dies für mich erschaffen hatte.

      ich bin wirklich so, und ich war auch schon so, wenn alles um mich herum zusammenbricht, wenn mir alles genommen wird, so weiß ich doch "Ich bin niemals alleine", mein Schöpfer, der mich schon in den schlimmen Tagen meiner Kindheit begleitet hat, als ich zum Beispiel zwei Tage und zwei Nächte im Waschkeller meiner Eltern eingesperrt war, praktisch nackt, danach eine Lungenentzünding bekam, worauf mich dre Arzt fragte wie das zustande kam.. und ich ihn anlügen musste, ich sei in einem See gefallen... in jener Zeit entstand ein unerschütterliches vertrauen zu einem Gott, der zwar nichts änderte an der Situation, aber der mich nie alleine ließ, und den ich deshalb auch niemals wirklich anklagte..... aber ich denke schon, dass ich das Recht habe, und es mir einfach nehme, ihn zu fragen, warum ich das durchleben musste und muß. Und wenn ich keine unmittelbare Antwort bekomme, dann forsche ich eben selbst danach. Und dazu gehört dann auch, dass ich mir solche elementaren Fragen, die Schöpfung (also auch mich) betreffend stelle und sie zu ergründen versuche.... Dinge die andere vermutlich weder wirklich fragen, noch dass es sie interessiert....

      Seeadler
    • Hallo Freunde,

      auch diese grundsätzliche Aussprachen scheinen mir für den weiteren gegenseitigen Umgang miteinander in diesem Formun wichtig zu sein. Wir können also nie wirklich in das Innere eines Menschen sehen und all seine vergangenen Erfahrungen und Probleme kennen, um zu wissen, warum er so oder so reagiert und vor allem auch, warum er Fragen bei gewissen Themen stellt, die andere wenig tendieren oder gar interessieren.

      Mir persönlich haben ungewohnte und neue Fragen zu biblischen Texten und Themen immer geholfen, zu Einischten zu gelangen, die ich so vorher noch nie hatte, auch wenn sie zunächst spekulativ auf mich wirkten. Vielfach waren es einfach Fragen von Kindern und Jugendlichen, die mich mit Fragen konfrontierten, die ich mir selbst noch nie so stellte und mir daher auch gewisse Einsichten zu biblischen Aussagen gar nie kamen.

      Ich habe mir es jedenfalls zum Prinzip gemacht, jede Frage, die jemand stellt, und wenn sie im ersten Moment noch so unsinnig und spekulativ auf mich wirkt, zunächst mal ernst zu nehmen und mich zu fragen, warum stellt jemand diese Frage und wo will er damit hinaus? So kann letztlich jede Frage sehr hilfreich und segenbringend sein. Ich würde mir wünschen, dass wir in Zukunft so damit umgehen und nicht gleich jemanden schon allein aufgrund gewisser Fragen in eine Schublade zu stecken und ihm dadurch schon eine Theologie zu unterstellen, die bei genauerem Zuhören gar nicht der Wirklichkeit entspricht.

      Damit würde ich gerne wieder zum eigentlichen Thema dieses Threads zurückkommen, denn letztlich ging es ja nicht in erster Linie darum, ob Kinder, wenn sie vorzeitig sterben, bevor sie persönlich sündigen und bevor sie Jesus als ihren persönlichen Heiland annehmen, gerettet werden oder nicht, sondern ob diese Kinder schon ab ihrer Geburt, allein schon wegen ihrer sündigen Natur bzw. Veranlagung unter dem ewigen Gericht Gottes, nämlich des 2. Todes stehen, weil Gott zwischen dem sündhaften Zustand, in dem jeder Mensch geboren wird, und den sündigen Taten und dem ungläubigen und rebellischen Leben eines erwachsenen Menschen im Kern wo möglich keinen Unterschied macht? Behandelt Gott die durch Geburt ererbte Veranlagung seit Adam´s Fall in seinem Gericht an Menschen gleich wie einen Sünder, der bewusst gegen Gott sündigt?

      Diese Fragen sollten eigentlich helfen, die eingängliche Frage von ingeli mit konkreten biblischen Texten zu beantworten (die noch immer ausständig sind), und nicht einfach mit persönlichen Meinungen.

      Armin
    • Liebe und Verstand
      Die Liebe kann einen um den Verstand bringen, der Verstand kann einen um die Liebe bringen.
      Besser ist es wir verstehen die Liebe, als daß wir den Verstand lieben.

      Folgen wir unsere Impulsen, solange sie uns inspirieren, verwirklichen wir die Ideen, so lange sie uns begeistern , leben wir unsere Gefühle, so lange sie in uns leben und lebendig sind, so entdecken wir auch Gott in uns und auch uns selber wer wir noch sind, und das Leben in uns, ist das alles nicht mehr spürbar, so sind wir geistig Tot.
      Tun wir dies in dem wir uns in allen Jesus den Christus zuwenden, dann haben wir inneren Reichtum und innere Fülle die uns die Welt nicht geben kann und es mangelt uns an nichts.
      Gottes Liebe verläßt uns nicht, außer wir verlassen sie.


      Und wie oft stellen wir uns die Frage "GOTT WO WARST" Wie konnte dies und das geschehen, warum hast du das zugelassen ?

      @Stephan, wie meinst du das, das Forum schließen, jeder darf doch sagen was er verspürt und auch das man traurig ist, jeder darf zitieren, aber man darf mal was so stehen lassen und nicht eine Lebensgeschichte zitieren, die sich selber im Grunde spricht, oft ist schweigen besser.
    • Hat Gott den Menschen Gut erschaffen oder Böse?
      Es heißt der Mensch ist von Haus aus böse, heißt das das Gott den Menschen Böse erschaffen hat oder ist in jeden Menschen der Innerste
      Kern Positiv und Gut."
      kleine Zwischenbilanz:
      die ersten 50 Beiträge sind fast erreicht:

      Wie lauten dazu unter dem Strich die bisher in diesem Thread aus adventistischer Sicht erarbeiteten----,biblisch hergeleiteten/begründeten ----Ergebnisse?

      y.
    • Yokurt
      Wie lauten dazu unter dem Strich die bisher in diesem Thread aus
      adventistischer Sicht erarbeiteten----,biblisch
      hergeleiteten/begründeten ----Ergebnisse?
      du wirst es uns bestimmt sagen?. Ich denke da an ein Beispiel: Da ist ein Mann in der Wüste, der kriecht nur noch auf allen vieren in senkender Hitze vor sich hin, sein Ende naht; Dann kommst du, siehst ihn, hast eine Flasche Wasser in der Hand, nach der sich der verdurstende ausstreckt.... doch du ziehst die Flasche zurück und sagst ihm: "Das Wasser mußt du schon selbst suchen, es ist Wasser da; finden mußt du es alleine!"

      Gruß
      Seeadler
    • @seeadler
      Das Wasser mußt du schon selbst suchen, es ist Wasser da; finden mußt du es alleine!"
      welch "tiefschürfender Vergleich"
      -- ob ingeli damit,-- als Ergebnis "weitreichender und tiefschürfender" Fragestellungen Antworten auf ihre berechtigte Fragen hat :?:
      freilich Du hast ihr ja schon weitergeholfen: "Kopf hoch ingeli"--
      ==================================================================================================================================
      meine Antworten dazu reklamierst Du? also auf Antworten "von der anderen Seite" (@seeadler), :) bist Du angewiesen, :?: hoch-interressant.
      Y.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yokurt ()

    • meine Antworten dazu reklamierst Du? also auf Antworten "von der anderen Seite" (@seeadler), :) bist Du angewiesen, :?: hoch-interressant.
      nö, das missverstehst du offenbar. ich habe diese Frage ja nicht gestellt. meine Antworten dazu sind klar kurz und bündig - aber eben nicht biblisch ausgedrückt. Sie entsprechen dem, was mich das Leben gelehrt hat - nicht die Bibel.
      Wie wär´s mit einer konstruktiven Antwort von deiner Seite in Richtung des Fragenden. Dies müsste doch möglich sein, du trägst doch das Wasser bei dir, und verwehrst es jedem, es sei denn er hält dir den passenden Becher hin - erst dann bist du bereit ein paar Tropfen deines kostbaren Gutes ein zugießen.

      Seeadler
    • @Seeadler,
      ich denke da an ein Beispiel:---
      ich auch--Z.B:
      +) fast 50 Beiträge wurden hier zu den Anfragen von ingeli verfasst = ca ein Info-Umfang von, sagen wir mind. 20 Din a4 Seiten

      +) von 10 Usern

      +) mit insgesamt immerhin 6 (sechs!) Bibelversen von 4 Usern (+ Franz, der auf einen anderen Thread hinwies)

      dieses Zwischenergebnis gibt ein tolles Zeugnis davon ab, wie "tiefgründlich" methodisch ---vor allem biblisch/ adv. argumentiert---ein solch umfangreiches Thema angegangen wird---für mich eine frustrierende Offb. wo ist eigentlich das adv. Credo: Sola skriptura---allein (von der ) Bibel her :?: ersichtlich.

      wie gefällt dir dieses--reale--Beispiel?
      sollte nur ein ev. Gedankenanstoss sein---willkommen in der Wirklichkeit.
      Y
    • @ Seewald,
      meine Antworten dazu sind klar kurz und bündig - aber eben nicht biblisch ausgedrückt
      klar? jedenfalls nicht biblisch begründet, behaupten kann man alles,

      kurz? aha, dafür nichts (zum Thema biblisch) Sagendes

      Y.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yokurt ()

    • wie gefällt dir dieses--reale--Beispiel?

      sollte nur ein ev. Gedankenanstoss sein---willkommen in der Wirklichkeit.

      Y
      na denn, hilf mal der "Wirklichkeit" ein wneig auf die Sprünge. Du siehst es ja, unsereiner kann es nicht. Und die, die es können, halten ihr Wasser zurück. Fragt sich, warum? was willst du hören oder lesen - soll man vor dir auf den Knien rutschen und dich anflehen, damit du endlich deine Weisheiten und Erkenntnisse rüber bringst. Im Gegensatz zu dir, bin ich gewillt, mir dies durchzulesen und zu prüfen an Hand der Schrift, die du uns dann offenbarst. Oder hast du da keine Antworten dazu?
      Ich denke, du hattest die Möglichkeit, diesem ganzen Prozess entgegen zu wirken, indem du der Bitte nachgekommen wärst - Dies hast du nicht! Fragt sich jetzt, was war deine Intention, erst jetzt hier anzutreten und dann auch nicht zu antworten sondern nur Stunk zu machen, um es mal ein wenig trivial auszudrücken.
      Du mußt es ja nicht wegen mir tun - wir beide können uns sowieso nicht verknusen - tu´s einfach um der Frage willen.

      Seeadler
    • @ Seeadler,
      ich denke, du hattest die Möglichkeit, diesem ganzen Prozess entgegen zu wirken,----
      einem Prozess, der Bibelauslegung mit esoterisch/wissenschftlich/herumphilosophieren verwechselt? --wie das ja hier zutage tritt??

      der in etwa SO vorgeht?
      meine Erfahrung in dieser Hinsicht, je mehr wir das Leben selbst hinterfragen in Anlehnung an die Bibel, um so mehr sind wir imstande,
      auch die Bibel zeitgemäß verstehen zu können.
      ein unadventischer Bibelzugang jedenfalls, ----bestenfalls Seeadler`s persönlicher hermeneutischer Bibelzugang :) ,
      zu allererst sollte man die Bibelaussagen "verstehen"., hat dir dein Prediger das noch nicht gesagt?
      Die Bibel richtet sich aber nicht nach deiner Lebensbiographie" aus, sorry, auch wenn diese für dich schmerzhaft und dramatisch verlaufen ist.

      daher habe ich keine "Intention" mich bei einem solchen sinnlosen Prozess zu angagieren.
      Y.
    • Yokurt,

      ich würde Dir nun nach so langem Hin und Her gerne einen konkreten und hoffentlich auch fairen Vorschlag machen.

      Da Du doch sehr daran interessiert bist, dass dieses Forum allen voran offizielle adventistische und gut biblisch fundierte Sichtweisen und Antworten vermitteln sollte und nicht unbedingt einfach die Meinung einzelner oder sogar ausgeschlossener und ehemaliger Adventisten, wie wäre es, wenn Du mal ganz sachlich einen offiziellen STA-Text zu dieser Frage in das Forum stellst, aus dem ganz klar die STA-Position zur Frage - ob der Mensch seit Adam gut oder böse geboren wird - hervorgeht, und dazu auch gleich die entsprechenden Bibelstellen dazu gibst, auf die sich diese Position bezieht.

      Interessant wäre auch, worin dabei dann auch der Unterschied zu Jesus als Mensch besteht, denn ich persönlich glaube, dass man die Natur des Menschen, in der er seit Adam geboren wird, nicht ohne den Vergleich zur Natur Jesu, in der er geboren wurde, wirklich gut beschreiben kann.

      Dann wäre noch interessant, die heutige STA-Position in diesen Fragen mit einem offiziellen Text über die Frage der Natur des Menschen, der Natur Jesu, der Natur der Sünde und der Erbsünde, der katholischen und protestantischen Theologie zu vergleichen.

      Ich bekam nämlich in den letzten Jahren immer mehr den Eindruck, dass manches, was STAs über die Erbsünde in der Lehre der Kirche sagen, sich nicht wirklich in allem mit dem deckt, was ich bisher aus Texten der Kirche gefunden habe. Wir sollten aber auch die Position anderer Kirchen recht kenne und darstellen, so wie wir es auch von anderen über uns erwarten.

      STAs betonen immer wieder, dass die Bibel nicht erlaubt von einer Erbsünde zu reden, wie es allgemein unter katholischen, protestantischen und zum Teil auch in evangelikalen Kirchen immer noch geglaubt wird. In STA-Theologie spricht man statt von der Erbsünde vom Erbverderben, mit dem wir alle seit Adam belastet geboren werden.

      Könntest Du diesbezüglich auch offizielle STA-Texte ins Forum stellen, die ganz klar den so besagten großen Unterschied zwischen der einen und der anderen Lehre deutlich macht.

      Das wäre m. E. ein sehr hilfreicher Beitrag, den Du nun konkret als 54. Beitrag zu dieser Diskussion einbringen könntest.

      Hoffe, dass dies wirklich als einen Vorschlag annehmen kannst. Die theologische Qualifikation dafür hast Du jedenfalls sicher!

      Damit einen gesegneten Sabbat.

      Armin
    • Armin Krakolinig schrieb:

      Ich bekam nämlich in den letzten Jahren immer mehr den Eindruck, dass manches, was STAs über die Erbsünde in der Lehre der Kirche sagen, sich nicht wirklich in allem mit dem deckt, was ich bisher aus Texten der Kirche gefunden habe. Wir sollten aber auch die Position anderer Kirchen recht kenne und darstellen, so wie wir es auch von anderen über uns erwarten.


      Ich denke Dein Eindruck trügt Dich nicht und das betrifft auch andere katholische Positionen oder Lehren in ähnlicher Weise, wobe es heute schon schwierig ist die "adventistische" Sicht mancher Dinge festzuzurren den auch wir haben bereits eine Breite in der Auslegung, die manchmal die Übersicht erschwert. Die katholische Kirche hat uns 1700 (?) Jahre und einen hohen Multiplikator in der Zahl der Gläubigen voraus, damit auch in der Vielfalt.

      Was ist "katholisch"? Was die Kurie in Rom denkt, was an (irgend) einer theologischen Fakultät gelehrt wird, was ein (mehr oder weniger rebellischer) Pfarrer lehrt, was eine Frau / ein Mann der vierzig Jahre in die Kirche ging glaubt?

      Was ist "adventistisch"? Was N. Wilson denkt? was in Bogenhofen, Darmstadt oder La Sierra bzw. Andrews gelehrt wird oder was ein (mehr oder weniger undisziplinierter) Prediger lehrt, ein Laienglied predigt oder eines unserer Glieder glaubt.

      Von der Lebenspraxis habe ich noch gar nicht angefangen....



      Noch zur Frage des Threads: Kennst du eine Antwort, die Du für "die biblische Antwort" auf die gestellte Frage hältst?



      Auch Dir und Deinen Lieben einen gesegneten Sabbat!

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • hallo Yokurt, unabhängig und unbeeinflusst von der theologischen Seite, die nunmehr an dich herangetragen wird, die dir ja eigentlich mehr liegen sollte, möchte ich tzrotzdem auf deine antwort reagieren, da du mir absprichst, die Bibel verstehen zu können.

      zu allererst sollte man die Bibelaussagen "verstehen"., hat dir dein Prediger das noch nicht gesagt?

      Die Bibel richtet sich aber nicht nach deiner Lebensbiographie" aus,
      sorry, auch wenn diese für dich schmerzhaft und dramatisch verlaufen
      ist.
      das, Yokurt setzt erst mal voraus, um in deiner Spur zunächst zu bleiben, dass dies alles auch richtig übersetzt worden ist, was einem da zu lesen zelebriert wird. denn wenn du eine ganz andere Übersetzung hast, als ich, und mir zu verstehen gibst, dass ich meine in die Tonne kloppen kann, um mein Lieblingswort zu verwenden, dann nützt es ja nun überhaupt nichts, wenn ich behaupte, dass ich meine mir vorliegende Bibel verstehe, wenn du hergehst und mir klar machst, dass ich sie nicht verstehen kann, weil sie falsch übersetzt ist

      Zum anderen ist auch deine Aussage insofern falsch, als dass ich gerade - wie schon beschrieben - durch mein persönliches Bedürfnis, in der Bibel Antworten auf ebenso persönliche Fragen zu finden, durch Gott so geleitet werde und geschult werde, dass ich nach und nach Dinge darin erkennen kann, die mir Dinge offenbaren, die meinem ebenso persönlich geleiteten Verständnis der Bibel entgegen kommen und nichts mit irgendwelchen theologischen dogmatischen Prinzipien zu tun haben.
      Vielleicht hast du überlesen, dass ich vor einiger zeit geschrieben habe - und bei dieser Behauptung bleibe ich - dass Gott mit Hilfe der Bibel mit jeden Menschen einen persönlichen subjektiven Dialog eingeht und eingehen möchte. Er spricht mit mir durch die Bibel selbstverständlich anders, als mit dir - wenn du es überhaupt zulässt, dass Er dies bei dir tut. denn wie willst du es denn zulassen, wenn du Gott quasi vorschreibst, wie Er sich dir gegenüber zu verständigen hat. Denn nicht Gott gestattest du eine Dialogebene aus Seiner Sicht, sondern du versuchst Ihm eine anzubieten. Du sagst Ihm, wie Er die Bibel dir gegenüber zu verwenden hat, damit du Ihn verstehen kannst.

      Im Gegensatz zu dir erkenne ich Gott in aller erster Linie um mich herum, in jeden Menschen, in jeder Pflanze, jedem Baum, im verhalten und reagieren der Natur. Du suchst Gott in der Bibel, ich verstehe Gott in der Gegenwart, in jedem Baby, in jeder unschuldigen Seele, in jedem Lächeln....
      Ich habe geschrieben, dass ich schon als Kind Gott erfahren habe - hätte ich dies nicht getan, wäre ich schon lange tot. Und die Bibel kam in meinem Leben erst mit etwa 31 Jahren auf mich zu, damals durch die zeugen jehovas, mit denen ich die ersten sechs Jahre meines Bibelstudiums verbrachte - bis ich endgültig merkte, auch durch persönliche Studien in der Schrift und daraus eigenen Erkenntnissen, dass dieser Weg nicht der richtige war und ist.

      Ich habe mehr durch eigenes Studium gelernt und erfahren aus der Schrift, als durch die Vorgabe von anderen, die mir stets erklären wollten, wie man etwas zu verstehen hat.

      .......
    • ich möchte hier mal trotz Sabbat - eigentlich ist ja Sabbat Gottesdienst, und ich sehe auch dieses Forum als Gottesdienst an, warum also hält sich am Sabbat hier kaum einer auf? - die Sündenfrage eines Babys oder Kleinkindes aus einer ganz anderen warte ansprechen, die mir beim nur kurz in der Bibel angesprochenen Umgang Jesu mit den Kindern auffiel.
      Denn als die Kinder zu Jesus liefen und sich im entsprechenden Bild auch zu seinen Füßen und auf seinen Schoß setzten, mokierten sich seine Jünger darüber. Und was hat Jesus da geantwortet:

      Matth. 19,14 Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich.

      ich frage mich, wie kann man einem von Haus aus mit der Sünde behafteten Menschen die Verheißung geben, dass ihm das Himmelreich gehört? Es sei denn, hier ist die Sündenfrage noch kein Thema. Was ja dann auch zu den schon von mir erwähnten Vers passt in

      1.Mose 8,21... Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen;
      denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von
      Jugend auf
      .

      "von Jugend auf" heißt nicht von Kindesbeinen an, oder von der Geburt an.

      na ja, und dann haben wir ja den wohl mit berühmtesten Satz, den man sicherlich auch verschieden hinbiegen kann... ich biege ihn mal in diese Richtung:

      Mt 18,3 und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

      Auch dies heißt für mich, dass den Kindern das Himmelreich ohne Einschränkung bereits zu steht.

      soweit mal ein kurzer Abriss der Stellen, die mir dazu aufgefallen sind

      mein persönlicher Kommentar dazu: Für mich liegt es hier auf der Hand, dass bei Kindern bis zu einem gewissen Alter die Sündenfrage weder im Sinne von Vererbung noch im Sinne realer Anwendung eine Rolle spielt, sie im Prinzip nicht angerechnet wird - so, wie man auch im Strafsystem folgerichtig von der Unmündigkeit eines Kindes sprechen kann. Warum sollte Gott hier also strengere Regeln anwenden, als wir es beispielsweise in unserem Rechtssystem in Bezug auf die Kinder anwenden.
      Ich denke, dieses hängt auch mit der Entfaltung eines freien Willens zusammen, der das erste Mal ebenso im Sinne der Bibel ganz offensichtlich mit Eintritt der Pubertät eine Rolle spielt - in jenem Alter, als sich Jesus Christus als Kind entschied, "da zu sein, wo seines Vaters Haus ist". Also die Entscheidung in Richtung eines rein weltlichen Weges, oder eben auch zugleich eines transzendenten geistigen Weges nach Gott ausgerichtet. Diese "12 Jahre" spielen ja auch bei den Juden eine große Rolle, und wenn ich mich noch recht entsinne, ist dies auch bei den Protestanten das Alter der Konfirmation und bei den Katholiken die Kommunion?.
      So gesehen würde es mich nicht wundern, wenn bei Jesus vor allem 12jährige (etwa) Kinder gewesen wären, so wie er selbst einst als 12jähriger zu seinem "Vater" ging.

      Seeadler

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seeadler ()

    • Seeadler schrieb:

      ich möchte hier mal trotz Sabbat - eigentlich ist ja Sabbat Gottesdienst, und ich sehe auch dieses Forum als Gottesdienst an, warum also hält sich am Sabbat hier kaum einer auf? -
      Ach weisst du, ich besuche da üblicherweise den Gottesdienst ;)
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Seeadler schrieb:

      ich möchte hier mal trotz Sabbat - eigentlich ist ja Sabbat Gottesdienst, und ich sehe auch dieses Forum als Gottesdienst an, warum also hält sich am Sabbat hier kaum einer auf? -
      Ach weisst du, ich besuche da üblicherweise den Gottesdienst ;)

      Nu bist´e ja auch da :) , ich meinte ja nicht unbedingt die Gottesdienstzeit - sondern, weil ich grundsätzlich am Sabbat hier kaum einen sehe. Mir geht es dabei mehr auch um das, was ich früher schon erleben konnte, dass sich viele ganz einfach auch nicht trauten, im Forum zu schreiben - während ihre kinder, von denen sie annahmen, dass die sich brav und wie sich das gehört mit der "Jugend" über adventistische Themen unterhielten, stattdessen die neuesten Play- Station- spiele austauschten....
      wie gesagt, ich halte auch diese Diskussionen hier im Forum für Gottesdienst, jedenfalls nehme ich diese Dinge in dieser Richtung auch ernst.

      Seeadler