Zungenrede

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    • Hallo,
      da wir an anderer Stelle schon darüber gesprochen hatten, würde ich jetzt gerne über die biblischen Aussagen zu diesem Thema diskutieren. Lasst uns doch mal alle Stellen dazu zusammen tragen, vielleicht auch hilfreiche Querverweise , und dann mal schauen, was dabei herauskommt :)
      Soweit ich weiß, gibt es her die Meinung, dass Zungenreden einfach ein Reden in anderen weltlichen Sprachen ist. Es gibt aber auch die Ansicht - die ich ebenfalls teile - dass es sich dabei um eine nicht-weltliche Sprache handelt. Die einen lehnen die Zungenrede komplett ab, andere praktizieren sie. Was ist nun richtig, was sagt die Bibel?

      Hier die Stellen, die ich besonders interessant finde:
      1.Kor 12,10 : Wenn es sich bei der Zungenrede um eine einfache weltliche Sprache handelt, warum gibt es dann eine Geistesgabe, die Sprache "auszulegen" Und welchen Sinn macht es, einfach in einer anderen Sprache zu reden, wenn man auch noch warten muss, dass jemand kommt und sie "übersetzt" anstatt zu der Gemeinde einfach in der eigenen Sprache zu sprechen?


      1Kor 14,2 "Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen."
      Interessant finde ich NIEMAND versteht sie...

      1Kor 14,4 "Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde."
      Die Zungenrede ist also hauptsächlich für die persönliche Erbauung gedacht, auch das spricht für mich dafür, dass es dabei um ein ganz besonderes Gebet geht in einer "Zunge",, einer Sprache, die der Geist eingibt und eben nur Gott versteht (ansonsten braucht man ja jemanden, der es auslegt)

      Die Pfingspredigt aus Apg.2 ist denke ich nicht die Zungenrede, die Paulus in Korinther als Geistesgabe näher beschreibt, sondern einfach ein Sprachenwunder. Ich habe mir verschiedene Übersetzungen angeschaut, es wird in Apg.2 auch nicht mit "Sprechen in Zungen" sondern direkt mit "Sprechen in anderen Sprachen" übersetzt, also muss es da im Urtext ja auch ein anderes Wort für geben, oder?
      Außerdem haben die Apostel eindeutig GEPREDIGT für die MENSCHEN, die dort waren, und nicht - wie sonst in den Beispielen wo die Zungenrede vorkommt - GEBETET zu GOTT. Wie Paulus ja auch sagt in 14,2 redet ein Mensch, der in Zungen spricht, nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Der Zweck ist also nicht die Predigt, sondern das Gebet und somit die persönliche Erbauung. Deswegen sollen wir das Zungenreden auch nicht öffentlich, sondern privat praktizieren. Daher halte ich auch nichts von Gottesdiensten, wo alle wild durcheinander in Zungen sprechen ... das hat Paulus ja auch angeprangert ....aber er hat das Zungenreden auch nicht ganz aus dem Gottesdienst verbannt, es sollte nur alles geordnet zugehen und auch jemand da sein, der es auslegen kann, eben zur Erbauung der Gemeinde!

      So, das ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss und so bin ich sehr gespannt darauf, was ihr zu den Stellen zusagen habt und welche Stellen ihr noch anführen könnt.
    • Welchen Sinn sollte es haben wenn jemand die Gabe besäße irgendwelches Kauderwelsch zu brabbeln dass dann von jemand anderem übersetzt werden muss. Hingegen die Gabe plötzlich griechich zu können in einer Situation wo man griechisch braucht macht viel mehr Sinn.

      Gott ist - so denke ich niemand, der jemand sinnlose Gaben gibt. Alles was Gott tut hat einen Sinn.

      Wie real die sogenannte Zungenrede in dem Sinne ist, wie sie von manchen Pfingstgemeinden praktiziert wird, kann man eigentlich sehr leicht feststellen. Man lässt die gleiche Rede von 2 verschiedenen "Übersetzern" interpretieren. Wenn beide was anderes sagen, kann man sich seinen Teil denken....
    • Pinoy Klaus schrieb:

      Welchen Sinn sollte es haben wenn jemand die Gabe besäße irgendwelches Kauderwelsch zu brabbeln dass dann von jemand anderem übersetzt werden muss. Hingegen die Gabe plötzlich griechich zu können in einer Situation wo man griechisch braucht macht viel mehr Sinn.
      Es geht dabei ja nicht um irgendwelches "Kauderwelsch" . Es hat sehr wohl eine Bedeutung, nur verstehen wir sie nicht. Welchen Sinn das hat zeigt Paulus auf : ein privates Gebet zwischen dir und Gott , aber nicht du betest, sondern der Geist in dir und so kannst du es nicht verstehen. Paulus sagt der Sinn ist die persönliche Erbauung. Wenn du Gott um Auslegung bittest, dann zeigt er dir ja auch ganz oder teilweise wofür der Geist gebetet hat.

      Mir geht es bei der Frage auch nicht um das was in unseren menschlichen Augen "mehr Sinn" macht, sondern wirklich ganz klar um das, was die Bibel dazu sagt. Und die Bibel spricht beim Zungenreden (wie in meinen Beispielen oben beschrieben) beim Zungenreden nicht von einer Situation, in der du eine andere weltliche Sprache benötigst, sondern ganz klar von einer privaten Situation zwischen dir und Gott und da macht es wiederum keinen Sinn einfach nur eine andere weltliche Sprache zu sprechen. Was meinst du dazu? Besonders zu 1.Kor 14,2 - wie verstehst du das?

      Pinoy Klaus schrieb:

      Gott ist - so denke ich niemand, der jemand sinnlose Gaben gibt. Alles was Gott tut hat einen Sinn.
      Die Gabe hat ja wie gesagt auch ihren Sinn : Zur persönlichen Erbauung , siehe 1.Kor 14,4

      Pinoy Klaus schrieb:

      Wie real die sogenannte Zungenrede in dem Sinne ist, wie sie von manchen Pfingstgemeinden praktiziert wird, kann man eigentlich sehr leicht feststellen. Man lässt die gleiche Rede von 2 verschiedenen "Übersetzern" interpretieren. Wenn beide was anderes sagen, kann man sich seinen Teil denken....
      Ich möchte hier ganz bewusst nicht über die Zungenrede sprechen, wie sie in manchen charismatischen Gemeinden gebraucht bzw. auch missbraucht wird, sondern nur, über das, was die Bibel dazu sagt. Nur weil die Zungenrede - wie vieles aus der Bibel - missbraucht wird, bedeutet das ja nicht, dass sie in ihrer ursprünglichen, biblischen Form nicht gewinnbringend und richtig für das persönliche Glaubensleben sein kann, oder?
    • dieGlückliche schrieb:

      Soweit ich weiß, gibt es her die Meinung, dass Zungenreden einfach ein Reden in anderen weltlichen Sprachen ist. Es gibt aber auch die Ansicht - die ich ebenfalls teile - dass es sich dabei um eine nicht-weltliche Sprache handelt. Die einen lehnen die Zungenrede komplett ab, andere praktizieren sie. Was ist nun richtig, was sagt die Bibel?
      Ich sehe das Wunder von Pfingsten sehrwohl als "Zungenrede" oder sprechen in anderen Sprachen. Und ich verstehe das Zungenreden grundsätzlich nicht als eine Sprache, die kein Mensch versteht. Welchen Sinn hätte so eine Sprache, die niemand versteht, daher auch den Sinn einer "Auslegung" nicht prüfen kann?

      dieGlückliche schrieb:

      Hier die Stellen, die ich besonders interessant finde:
      1.Kor 12,10 : Wenn es sich bei der Zungenrede um eine einfache weltliche Sprache handelt, warum gibt es dann eine Geistesgabe, die Sprache "auszulegen" Und welchen Sinn macht es, einfach in einer anderen Sprache zu reden, wenn man auch noch warten muss, dass jemand kommt und sie "übersetzt" anstatt zu der Gemeinde einfach in der eigenen Sprache zu sprechen?
      Weil das Sprechen in verschiedenen Sprachen eine Gabe Gottes ist. Unser Gemeindesaal wird z.b. auch von koreanischen Geschwistern genutzt. Wenn so ein Bruder bei uns Predigen würde, niemand würde ihn verstehen. Wir brauchen einen Übersetzer, damit wir seinen Ausführungen rund um das Wort Gottes auch verstehen können. Niemand würde ihn verstehen, weil niemand die koreanische Sprache beherrscht. Aber viele koreanische Geschwister beherrschen (inzwischen) die deutsche Sprache. Daher können sie uns auch den Prediger - der für uns in fremden Sprachen spricht - übersetzen oder auslegen. Der Prediger spricht, obwohl er unsere Sprache nicht beherrscht und wir sein nicht beherrschen trotz der deutlichen Übersetzung auch verständlich zu uns.

      dieGlückliche schrieb:

      1Kor 14,2 "Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen."
      Interessant finde ich NIEMAND versteht sie...
      Natürlich versteht sie niemand. Daher ist so eine Rede für die Gemeinde auch wertlos. Darauf weist Paulus auch hin, wenn er in Vers 9 sagt: "Ihr redet in den Wind"

      dieGlückliche schrieb:

      1Kor 14,4 "Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde."
      Die Zungenrede ist also hauptsächlich für die persönliche Erbauung gedacht, auch das spricht für mich dafür, dass es dabei um ein ganz besonderes Gebet geht in einer "Zunge",, einer Sprache, die der Geist eingibt und eben nur Gott versteht (ansonsten braucht man ja jemanden, der es auslegt)
      Ich verstehe diesen Vers nicht als empfohlene Erbauung für sich selbst, sondern eher als Tadel. Die Zungenrede ist nicht für die eigene Erbauung. Da hätte sie in der Gemeinde nichts verloren. Denn was nicht verstanden wird, kann auch nicht erbauen. Und in der Gemeinde sollen ALLE erbaut werden, nicht ein Einzelner alleine.

      Ich sehe auch in einem Gebet keinen Sinn, welches ich nicht verstehe. Davor habe ich sogar Angst. Denn wenn ich zu Gott spreche und nicht mal weiß, was. Welchen Sinn macht das?

      Paulus beherrschte sicher einige Fremdsprachen, daher konnte er auch sagen: "Ich rede mehr in Sprachen als alle anderen" Aber er lehnte es ab, in einer Sprache zu reden, welche die Gemeinde nicht verstehen konnte. Das zeigt uns der Vers 19.

      dieGlückliche schrieb:

      Die Pfingspredigt aus Apg.2 ist denke ich nicht die Zungenrede, die Paulus in Korinther als Geistesgabe näher beschreibt, sondern einfach ein Sprachenwunder. Ich habe mir verschiedene Übersetzungen angeschaut, es wird in Apg.2 auch nicht mit "Sprechen in Zungen" sondern direkt mit "Sprechen in anderen Sprachen" übersetzt, also muss es da im Urtext ja auch ein anderes Wort für geben, oder?
      Außerdem haben die Apostel eindeutig GEPREDIGT für die MENSCHEN, die dort waren, und nicht - wie sonst in den Beispielen wo die Zungenrede vorkommt - GEBETET zu GOTT. Wie Paulus ja auch sagt in 14,2 redet ein Mensch, der in Zungen spricht, nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Der Zweck ist also nicht die Predigt, sondern das Gebet und somit die persönliche Erbauung. Deswegen sollen wir das Zungenreden auch nicht öffentlich, sondern privat praktizieren. Daher halte ich auch nichts von Gottesdiensten, wo alle wild durcheinander in Zungen sprechen ... das hat Paulus ja auch angeprangert ....aber er hat das Zungenreden auch nicht ganz aus dem Gottesdienst verbannt, es sollte nur alles geordnet zugehen und auch jemand da sein, der es auslegen kann, eben zur Erbauung der Gemeinde!
      Das sehe ich absolut nicht so. Welchen Sinn macht deiner Meinung nach eine Sprache, die nicht mal du verstehst? Ich wäre mir da nicht mal sicher, dass es wirklich der Heilige Geist ist, der da in mir wirkt. Eine für mich - gefährliche Sache.
      Nochmals: Persönliche Erbauung nur für den einzelnen Mann hat in der Gemeinde nichts verloren. Da sollten ALLE erbaut werden.

      dieGlückliche schrieb:

      Mir geht es bei der Frage auch nicht um das was in unseren menschlichen Augen "mehr Sinn" macht, sondern wirklich ganz klar um das, was die Bibel dazu sagt. Und die Bibel spricht beim Zungenreden (wie in meinen Beispielen oben beschrieben) beim Zungenreden nicht von einer Situation, in der du eine andere weltliche Sprache benötigst, sondern ganz klar von einer privaten Situation zwischen dir und Gott und da macht es wiederum keinen Sinn einfach nur eine andere weltliche Sprache zu sprechen. Was meinst du dazu? Besonders zu 1.Kor 14,2 - wie verstehst du das?
      Nein! Das sehe ich anders, wenn ich Paulus genau "zuhöre". Und ich verstehe Paulus so, dass es sich wohl um "Fremdsprachen" handelt. Eine private Sache hat in der Gemeinde - wo ALLE erbaut werden sollten - nichts verloren. Und ich verstehe das Gemeindeleben, besonders den Gottesdienst nicht als Private Situation oder als Privatsache.

      Warum sollte es Sinn machen, wenn du mit Gott in einer Sprache "redest" die du gar nicht verstehst? Du sprichst also mit Gott und weißt nicht worüber? Du bittest Gott im Gebet und weißt nicht worum? Du dankst Gott und weißt nicht wofür? Welchen Sinn macht das? Wie kann so etwas erbauen? Du könntest doch Gott auch aufs respektloseste beschimpfen. Du weißt es ja nicht. Denn du verstehst deine eigenen Laute nicht. Aber du traust dich sagen, sie gehören für Gott?

      Paulus sagt in Vers 2, er (der Redner) redet Geheimnisse. Dass dieses "Geheimnis reden" niemanden erbauen kann, ist irgendwo Klar und Logisch. Eventuell erbaut es dein Redner, weil er sich im Mittelpunkt des Geschehens sieht und darin wohlfühlt. Das ist aber nicht der Sinn in einer Gemeinde, beim Missionieren, beim Predigen.

      dieGlückliche schrieb:

      Ich möchte hier ganz bewusst nicht über die Zungenrede sprechen, wie sie in manchen charismatischen Gemeinden gebraucht bzw. auch missbraucht wird, sondern nur, über das, was die Bibel dazu sagt. Nur weil die Zungenrede - wie vieles aus der Bibel - missbraucht wird, bedeutet das ja nicht, dass sie in ihrer ursprünglichen, biblischen Form nicht gewinnbringend und richtig für das persönliche Glaubensleben sein kann, oder?
      Stimmt! Daher ist es auch wichtig, den Sinn des Zungenredens genau zu erkennen. Wenn jemand in einer Sprache - sei es "weltlich" oder von einem Geist gegeben - spricht, die kein Mensch versteht und eine Auslegung benötigt, die ebenfalls niemand prüfen kann, was ist das dann anders oder besser als der viel geübte Missbrauch der Zungenrede heute?

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nachtperle ()

    • Eine Frage, deren Antwort ich interessant finde - so es eine Antwort gibt:

      Wenn Zungenrede eine "himmlische" oder "geistliche" Sprache ist. Vieviele derer Sprachen gibt es? Wenn es verschiedene gibt, wozu? Verstanden wird doch die eine oder andere nicht. Dass Zungenrede nicht nur eine Sprache ist, zeigt uns Paulus im Vers 5.

      Für mich eigentlich klar verständlich, dass Paulus hier einfach die "weltliche" Sprache meint.

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    • Wenn Zungenrede eine "himmlische" oder "geistliche" Sprache ist. Vieviele derer Sprachen gibt es? Wenn es verschiedene gibt, wozu? Verstanden wird doch die eine oder andere nicht. Dass Zungenrede nicht nur eine Sprache ist, zeigt uns Paulus im Vers 5.
      Noch interessanter finde ich den Gedanken: wie konnte Paulus unterscheiden, dass es sich um unterschiedliche Sprachen handelt? Die Zungensprache, wie sie heute bekannt ist, wird von den Auslegern nicht auf die Art übersetzt, weil man die grammatische Struktur und die Übersetzung einzelner Worter kennt, sondern nur durch eine "Vision". Die Sprache selbst als Menge von Lauten bleibt dabei weiterhin unverständlich. Paulus müsste also wissen, wie man die Zungensprachen unterscheiden kann und wer welche in der Gemeinde gesprochen hat, damit er sagen konnte: "ich rede mehr in Sprachen...".


      Wenn es sich bei der Zungenrede um eine einfache weltliche Sprache handelt, warum gibt es dann eine Geistesgabe, die Sprache "auszulegen" Und welchen Sinn macht es, einfach in einer anderen Sprache zu reden, wenn man auch noch warten muss, dass jemand kommt und sie "übersetzt" anstatt zu der Gemeinde einfach in der eigenen Sprache zu sprechen?
      Ist es nicht interessant, dass diese Gabe den Menschen jener Städte gegeben wurde, welche damals als Wirtschaftszentren galten und wo viele Nationalitäten gewohnt haben? In der Gemeinde befanden sich ebenso die Menschen unterschiedlicher Nationalität.

      Die Pfingspredigt aus Apg.2 ist denke ich nicht die Zungenrede, die Paulus in Korinther als Geistesgabe näher beschreibt, sondern einfach ein Sprachenwunder.
      Das Reden in Sprachen wird im Markusevangelium, in Apg 2 und Apg 10 erwähnt. Dort geht es eindeutig um eine normale Fremdsprache. Im Markusevangelium (Mk 16.17) verspricht Jesus im Kontext der weltweiten Evangelisation seinen Jüngern, sie werden die Gabe der Sprache empfangen.

      Wenn man jetzt denkt, dass in 1Kor 12-14 es um eine Zungensprache, also keine Fremdsprache, geht, dann stösst man auf ein exegetisches Problem. Die Terminologie, die hier benutzt wird, ist die gleiche wie an anderen, gerade erwähnten Stellen. Wieso ausgerechnet hier soll es um etwas anderes handeln als um eine Fremdsprache? Weiter, war den Juden bisher die Zungenrede nicht bekannt. Das bedeutet, sie muss unter die Christen, insbesondere den Aposteln, Einzug gefunden haben. Wir lesen das aber an keiner Stelle in der Bibel. Kontextual handelt es sich also bei "glossa lalein" in 1Kor 12-14 um einen Terminus, der plötzlich eine andere, uns Lesern völlig unbekannte Bedeutung bekommt. Ist diese Annahme exegetisch haltbar?

      Keiner der Aposteln erwähnt in seinen Schriften etwas von Zungenrede. Auch Johannes, der viel vom Geist und Geistesgaben spricht, schweigt ebenso darüber. Als dem Heiligen Geist gefiel, die Nationen zum Gottes Volk nicht über Proselyten-Werden, sondern durch Glauben an Jesus kommen zu lassen, wurde dieses bei einem Apostelkonzil besprochen und schriftlich fixiert. Ebenso, als Petrus die Erfahrung durch eine Vision gemacht hat, dass auch die Nationen Zugang zur Gnade haben, hat er dieses berichtet und es wurde auch schriftlich festgehalten. Wenn die Zungenrede, die etwas total Neues war, als eine neue Gabe gegeben wurde, warum lesen wir von ihrer Einführung zum Christentum nichts? Woher sollten die Korinther wissen, dass Paulus von einer Zungensprache redet und was er darunter meint, wo die Korinther noch nie von einer Zungensprache gehört haben?

      Bringt Paulus die Korinther oder uns Leser in Verwirrung? Die Benutzung gleicher Terminologie, und dabei kein Augenzwinkern, keine nur kleinste Andeutung, dass es sich dabei jedoch um etwas anderes handelt, als bisher bekannte Fremdsprache? Paulus war bewusst, was Lukas, sein Begleiter, verfasst hat und welche Terminologie Lukas benutze, als er in Apg 2 und Apg 10 das Reden in Sprachen beschrieb. Und Paulus verwendet hier die gleichen Worte und meint dabei etwas anderes?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Was ist Zungenrede

      Hallo zusammen.

      Ich denke,Jakob hat alles Wesentliche zum theologischen Aspekt der "Zungenrede" gesagt. Die Annahme, in Korinther und der Apostelgeschichte stünden verschiedene Begriffe für "Zungenrede", ist eindeutig falsch. Es wird immer das gleiche Wort verwendet, was wir landläufig mit "Glossolalie" wiedergeben.

      Auch wenn "Glückliche" mit dem Korintherbrief anfängt, so ist dies der falsche, unbibliche Ansatz. Es ist der beliebte Ansatz bei den Pfingstlern. Der biblische und zeitlich früheste Ansatz zum Verständnis des Begriffs "Glossolalie" ist die Apostelgeschichte 2. Nur an dieser Stelle wird der Begriff in der Folge der Ereignisbeschreibung deutlich erklärt. Es war die schon in Markus voraus gesagte Gabe, in einer nicht gelernten Fremdsprache reden und verstehen zu können. Es war praktisch die Umkehrung der Sprachverwirrung beim Turmbau zu Babel.

      Dann weist Petrus in der Geschichte von Cornelius, der auch diese Gabe empfing, darauf hin, dass es die gleiche Gabe war, die auch die Apostel empfangen hatten. Da wir wissen, dass die Apostel in alle Welt bis nach Indien, Afrika, China und Germanien zogen, benötigten sie diese Gabe dringend, und sie machte so auch Sinn.

      Ähnlich verhielt es sich in der Weltstadt Korinth, wo eine babylonische Sprachenvielfalt herrschte und ständig mit den Schiffen Leute aus aller Herren Länder eintrafen. Sie verstanden mit Hilfe der Glossolalie das Evangelium. Und damit die Gemeinde mit bekam, was der Redner gesagt hatte, gab es daneben die Gabe des Übersetzers, die mir "Ausleger" wieder gegeben wird. Jede Übersetzung ist ja auch gleichzeitig eine Auslegung, denn man kann nicht ein fremdes Wort immer mit den gleichen Begriff in einer anderen Sprache wiedergeben. (siehe Bibelübersetzung, die auch gleichzeitig immer "Auslegung" ist). Die heutige "Auslegung" einer "Zungenrede" in Pfingstgemeinden hat nichts mit einer echten Übersetzung zu tun. Ich habe schon mehrere "Zungenreden"mit eigenen Ohren gehört, u.A. von einem ganz bekannten Leiter einer Pfingstgemeinde in meiner Heimat. Der besaß sogar die Gabe, bei anderen Zungenrednern diese Gabe "aus zu treiben", wenn er das für richtig hielt.

      Wenn "Glückliche" nicht die gegenwärtige Praxis der "Zungenrede" diskutieren möchte, sondern nur die biblische, so ist das gut. Es ist aber wenig hilfreich, wenn sie gleichzeitig Begriffe aus der gegenwärtigen Pfingstbewegung mit in das biblische Verständnis mengt. Das geht auf keinen Fall. Wenn auf Grund von Apg. 2, wo alles genau erklärt wird, die Glossolalie ein Reden in Fremdsprachen ist, so kann man nicht hergehen und in Korinther plötzlich der Bibel unterstellen, sie meine etwas ganz Anderes, zumal die Bibel das mit keinem Woprt aussagt. Das "ganz Andere" stammt nämlich aus der heutigen Pfingstbewegung, die ja eh keinen besonderen Wert auf exakte biblische Theologie legt. Deswegen möchte ich hier auch ganz kurz berichten, wie sich das heute in der Pfingstbewegung auswirkt.

      Ein junges Ehepaar in New York fühlte sich 100 %ig von Gott berufen, nach China zu gehen und dort das Evangelium zu predigen. Ihr Problem: sie sprachen kein Chinesisch. So beteten, ja rangen sie vor Gott um die Gabe der chinesischen Sprache und beriefen sich dabei auf die Bibel.

      Und wie ging es weiter? Großer Jubel ohne Ende. Gott hatte ihre Gebete erhört. Da kam jemand auf die Idee, doch den Besitzer des Chinarestaurants aus der gleichen Straße zu rufen und ihm das Wunder vor zu führen (und ihn evtl. zu "bekehren"). Der kam auch, hörte zu und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. "Hört auf! Hört auf" schrie er. "Wisst ihr denn was ihr da sagt?" Das Ehepaar stieß nach der Aussage des Chinesen die gräulichsten Gotteslästerungen aus, ohne es zu wissen.
      So viel zum Beten in Zungen zur eigenen Erbauung.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Danke für eure Beiträge und den Versuch, ganz an der Bibel zu bleiben! Auch meiner Erkenntnis ist nur Stückwerk help7384 und so bin ich sehr froh, durch euch bereichert zu werden :)

      Meine Ansicht, dass es sich bei Apg 2 und Korinther im verschiedene Worte handelt, habe ich einfach durch das Vergleichen mehrerer Übersetzungen gewonnen, da hörten dann aber meine Möglichkeiten auch schon auf sadewfrg Finde ich also sehr sehr interessant was ihr da über den Begriff "Glossolalie" schreibt, könnt ihr mir sagen wie und wo ich das als Laie nachvollziehen kann? Nicht das ich euch keinen Glauben schenke, aber ich prüfe doch gerne alles selbst nochmal nach ;)

      Ich habe jetzt einfach mal bei Wiki geguckt und das gefunden:

      Unter Zungenrede, Glossolalie (altgr. γλοσσα (glôssa), γλοττα (glotta) Zunge, Sprache und λαλεο (laleô) sprechen) oder Sprachengebet versteht man unverständliches Sprechen, insbesondere im Gebet. Nach dem Neuen Testament ist es eine Gnadengabe des Heiligen Geistes (Charisma). Einige Aspekte davon werden aber z. B. im 1. Korintherbrief kritisch betrachtet und relativiert (1 Kor 14,2ffEU). Die heutige Pfingstbewegung sieht in der Zungenrede eine Gebetsform, die die besonderer Unmittelbarkeit des Betens zu Gott betont.
      Die Fähigkeit, ohne Kenntnis derselben in fremden Sprachen zu sprechen, wie sie etwa in der Apostelgeschichte beim Pfingstgeschehen beschrieben wird (Apg 2,4 EU), bezeichnet man dagegen alsXenoglossie. In der charismatischen Literatur wird beides jedoch oftmals nicht unterschieden.


      Sind es jetzt also doch zwei verschiedene Begriffe "Glossolalie" und "Xenoglossie" . Gibt es denn im Urtext dafür die gleichen oder unterschiedliche Begriffe?

      Jacob der Suchende schrieb:

      Zitat


      Die Pfingspredigt aus Apg.2 ist denke ich nicht die Zungenrede, die Paulus in Korinther als Geistesgabe näher beschreibt, sondern einfach ein Sprachenwunder.
      Das Reden in Sprachen wird im Markusevangelium, in Apg 2 und Apg 10 erwähnt. Dort geht es eindeutig um eine normale Fremdsprache. Im Markusevangelium (Mk 16.17) verspricht Jesus im Kontext der weltweiten Evangelisation seinen Jüngern, sie werden die Gabe der Sprache empfangen.
      Finde ich sehr interessant und spricht tatsächlich für ein Reden einfach in einer anderern Sprache!

      Jacob der Suchende schrieb:

      Wenn man jetzt denkt, dass in 1Kor 12-14 es um eine Zungensprache, also keine Fremdsprache, geht, dann stösst man auf ein exegetisches Problem. Die Terminologie, die hier benutzt wird, ist die gleiche wie an anderen, gerade erwähnten Stellen. Wieso ausgerechnet hier soll es um etwas anderes handeln als um eine Fremdsprache? Weiter, war den Juden bisher die Zungenrede nicht bekannt. Das bedeutet, sie muss unter die Christen, insbesondere den Aposteln, Einzug gefunden haben. Wir lesen das aber an keiner Stelle in der Bibel. Kontextual handelt es sich also bei "glossa lalein" in 1Kor 12-14 um einen Terminus, der plötzlich eine andere, uns Lesern völlig unbekannte Bedeutung bekommt. Ist diese Annahme exegetisch haltbar?
      Ich habe mal alles unterstrichen, was ich nicht verstanden haben, könntest du mir das vielleicht noch etwas verständlicher/einfacher /ausführlicher erklären. Was meinst du vorallem mit dem letzten Satz?

      Jacob der Suchende schrieb:

      Keiner der Aposteln erwähnt in seinen Schriften etwas von Zungenrede. Auch Johannes, der viel vom Geist und Geistesgaben spricht, schweigt ebenso darüber. Als dem Heiligen Geist gefiel, die Nationen zum Gottes Volk nicht über Proselyten-Werden, sondern durch Glauben an Jesus kommen zu lassen, wurde dieses bei einem Apostelkonzil besprochen und schriftlich fixiert. Ebenso, als Petrus die Erfahrung durch eine Vision gemacht hat, dass auch die Nationen Zugang zur Gnade haben, hat er dieses berichtet und es wurde auch schriftlich festgehalten. Wenn die Zungenrede, die etwas total Neues war, als eine neue Gabe gegeben wurde, warum lesen wir von ihrer Einführung zum Christentum nichts? Woher sollten die Korinther wissen, dass Paulus von einer Zungensprache redet und was er darunter meint, wo die Korinther noch nie von einer Zungensprache gehört haben?
      Du meinst, dass Paulus zu ihnen über etwas neues spricht...aber aus dem Korinther Brief geht doch hervor, dass die Korinther das Zungensprechen schon kannten und praktiziert hatten - also ist es doch nichts neues für sie gewesen!?

      Nachtperle schrieb:

      Zitat von »dieGlückliche«



      1Kor 14,2 "Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen."
      Interessant finde ich NIEMAND versteht sie...
      Natürlich versteht sie niemand. Daher ist so eine Rede für die Gemeinde auch wertlos. Darauf weist Paulus auch hin, wenn er in Vers 9 sagt: "Ihr redet in den Wind"
      So richtig befriedigt mich diese Antwort noch nicht. Wenn es bei dem Zungenreden "nur" um ein Reden in Sprachen geht mit dem Zweck der Mission bzw. damit man auch von Menschen verstanden wird, deren Sprache man nicht beherrscht...warum heißt es denn, dass man eben nicht für Menschen spricht, sondern für Gott, denn niemand (andere Menschen) versteht was man sagt. Wenn aber niemand - anders als in Apg. 2 - mich versteht, dann ist das Zungensprechen doch sinnlos, es sei denn es hat den Sinn eines besonderen Gebetes zu Gott ... und damit die Gemeinde auch dadurch erbaut wird gibt es Menschen, die das Gesprochene auslegen können (da steht doch aber nichts von übersetzen oder verstehen?)

      Überhaupt geht es doch beim Zungensprechen - außer in Apg2- immer ums Beten zu Gott, oder?
      Außerdem war es doch in Apg2 so, dass die Apostel sehr wohl verstanden, was sie sprachen, es waren nur die anderen Menschen, die diese - für die Jünger verständliche Sprache - in ihrer Muttersprache verstanden. Paulus spricht beim Zungensprechen in Korinther doch aber davon, dass ich selbst nicht verstehe, was ich spreche, es sei denn, ich bitte um Auslegung. Das passt doch nicht zusammen, oder? Desweiteren waren in Apg2 doch auch keine "Ausleger" vorhanden , oder? Die Apsotel haben einfach gepredigt und die Menge verstand es.

      Könnte es nicht vielleicht doch sein, dass das Zungenreden in Apg2 und in Korinther doch unterschieden werden muss, besonders in Hinblick darauf, wer der Adressat ist - die Menschen oder Gott?

      Bin gespannt auf eure Antworten.
    • @dieGlückliche

      könnt ihr mir sagen wie und wo ich das als Laie nachvollziehen kann? Nicht das ich euch keinen Glauben schenke, aber ich prüfe doch gerne alles selbst nochmal nach
      Ich finde es schön, alles selber nachprüfen zu wollen. Ich würde dir das Buch von Gerhard Hasel "Die biblische Zungenrede und die heutige Glossolalie" empfehlen.

      Ich habe jetzt einfach mal bei Wiki geguckt und das gefunden...
      Wikipedia ist keine seriöse Quelle. Je nach dem, wer die Seite verfasst hat, wird entsprechender Inhalt stehen. Ob dies stimmen muss, ist eine anderen Frage. Ich würde dir raten, Enzyklopädias zu benutzen, und zwar verschiedene, damit du aus unterschiedlichen Blickwinkel die Begriffsdefinitionen sehen kannst. Es ist nämlich so, dass der Verfasser selbst eine bestimmte Interpretation mitbringt. Und je mehr gute Quellen du dir anschaust bzw. je unvoreingenommener die Verfasser sind, desto besser.


      Nun zu dem, was du nicht verstanden hast.

      Jeder Begriff oder jede Wortwahl hat in der Bibel bestimmte, feste Bedeutung(en). Wenn ein Author ein Wort verwendet, meint er darunter etwas bestimmtes, er assoziiert dieses Wort mit etwas, sodass die Leserschaft, an die seine Worte geschrieben sind, seine Botschaft verstehen kann. Wenn für ein Wort/Wortmenge (in der hebräischen oder griechischen Sprache) seine Bedeutung definiert wurde, und diese(s) Wort/Wortmenge später in der Schrift vorkommt, gilt für das Wort wieder die gleiche Bedeutung. Es kann nicht sein, dass der Author das gleiche Wort verwendet, aber darunter etwas anderes meint, was der Leserschaft nie bekannt war.

      Terminologie befasst sich mit der Wortbedeutung der biblischen Worte in ihrer Originalsprache. Es ist ein wissenschaftliches Vorgehen, denn man kennt für viele Worte, die in der Bibel in der Originalsprache vorkommen, nicht die genaue Bedeutung des Wortes. Mittels des nahen und des breiten Kontextes, der außerbiblischen Quellen, der Berücksichtung des Verfassers, des Adressaten und der bekannte Terminologie versucht man unbekannten Worten die Bedeutung zu verleihen. Die Übersetzung der Bibel ist nichts anderes als die terminologische Interpretation des Bibelübersetzers selbst, und je nach seinen Untersuchungen, sowie - was sehr wichtig ist - seinem eigenen Glaubensbild, hat dies eine Auswirkung auf die Übersetzung der Worte. Man übersetzt damit oft nicht neutral. Die Elberfelder-Übersetzung ist deshalb gut, weil sie versucht, sich von der Interpretation des Textes fernzuhalten und überläßt dies lieber dem Leser selbst. So zum Beispiel, übersetzt sie einfach "Sprachen" (Nicht Zungenrede oder ähnliche Begriffe!), der Leser selbst soll bestimmten, was unter "Sprache" gemeint ist.

      Bevor Paulus seinen ersten Brief an die Korinther schrieb, wurde unter dem Termin "glossa lalein" bzw. Teilen davon etwas anderes verstanden als eine unverständliche, unmenschliche Sprache. Wenn jetzt Paulus diese Worte verwendet, kann er sie nicht mit einer anderen Bedeutung verwenden, es sei denn, er verleiht diesen Worten eine neue Definition und sagt es auch so. In seinem Brief an die Korinther verwendet er diesen Termin jedoch so, dass er bereits bekannte Worte spricht. Die Frage ist: woher sollten die Korinther von diesem Wort wissen? Wie fand diese Praxis in die korinthische Gemeinde Einzug? Warum schreiben die Aposteln (außer Apostel Paulus) kein Wort von dieser Praxis?

      Exegese bedeutet, dass wir die Bedeutung aus der Bibel herauslesen, nicht in sie hineinlesen. Herauslesen bedeutet, dass wir die Bibel erstmal unter der Bedingung lesen, dass wir von Zungenrede nichts wissen. Auf dieser Basis wird man kaum zum Resultat kommen, dass in 1Kor 12-14 von einer Zungenrede gesprochen wird. Ein Hineinlesen - was falsche Methodik ist und heute gerne praktiziert wird - ist das Vorgehen, indem man versucht, eine bereits auf dem Tisch liegende Bedeutung in der Bibel zu finden. Man will zum Beispiel die Zungenrede mit der Bibel rechtfertigen, und hoops - findet man sie in 1Kor 14. Mit dem Hineinlesen kann man auch die Kreuzzüge, Rassismus und Faschismus rechtfertigen, was auch historisch geschehen ist. Wenn man etwas in der Bibel lesen will, wird man die notwendigen Stellen finden. Was die Bibel in Wirklichkeit sagt, läßt sich nur herausfinden, wenn man sie nach dem Prinzip auslegt, ausgehend von anfänglichen Axiomen und Definitionen aus der Bibel allein weitere Informationen zu ermitteln und diese ebenso für weitere Auslegung einzusetzen.

      Die Zungenrede als bekanntes Phänomen in charismatischen Kreisen wurde noch vor weniger als 150 Jahren unbekannt. Man las die Bibel und konnte dort keine Zungenrede herauslesen. Keinem Leser kam in den Sinn, dass etwas Ähnliches die Bibel berichten würde. Als jedoch einige Gläubige plötzlich anfingen in unbekannten Sprachen zu reden, versuchten sie dieses biblisch zu untermauern. Und - wie ich vom Hineinlesen gesprochen habe - sind sie auf 1Kor 14 gestossen, das für sie eine Antwort auf ihre Suche darstellte.

      aber aus dem Korinther Brief geht doch hervor, dass die Korinther das Zungensprechen schon kannten und praktiziert hatten - also ist es doch nichts neues für sie gewesen!?
      Aus dem Korintherbrief geht hervor, dass die Leser sehr wohl wussten, was unter "glossa lalein" zu verstehen ist. Wenn das aber etwas Neues sein soll, als was die Bibel bisher kannte, woher kamen sie auf diese neue Definition? Wer hat es ihnen mitgeteilt? Aufgrund welches Ereignisses enstand diese neue Bedeutung? Warum wurde für diese neue Praxis die gleiche Wortwahl gewählt wie für die bekannten Fremdsprachen? Diese und mehr Fragen beantwortet die Bibel nicht.


      Paulus spricht beim Zungensprechen in Korinther doch aber davon, dass ich selbst nicht verstehe, was ich spreche, es sei denn, ich bitte um Auslegung. Das passt doch nicht zusammen, oder?

      Das ist eben ein Fehlschluss aus Paulus Worten, er sagt es nämlich nicht. Im Vers 14 spricht Paulus nicht von sich selbst, sondern von einem jeden beliebigen Anwesenden in der Gemeinde, der in einer Sprache betet, diese aber nicht versteht. Er betet dabei in dem Sinne, dass er beim Gebet "mitmacht", das heißt, nicht er betet, sondern ein anderer in einer unbekannten Sprache. Auf diese Weise betet die ganze Gemeinde, aber eben nicht alle Anwesenden verstehen, was gebetet wird. Sie beten, aber wissen nicht für was.

      Damit dir das verständlich ist, ein Beispiel. Wenn ein Prediger ein Gebet spricht, spricht mit ihm dieses Gebet auch die ganze Gemeinde für sich. Und am Ende, sagt auch die Gemeinde "Amen" zu dem, was im Gebet genannt wurde. Wenn jetzt der Prediger beginnt, etwas unverständliches zu sagen, dann beten quasi die Hörer mit dem Prediger zusammen, aber ihr Verstand ist ohne Frucht, da sie nicht verstehen, worum es geht. Daher können sie kein "Amen" sagen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • dieGlückliche schrieb:

      Eine Ansicht, dass es sich bei Apg 2 und Korinther im verschiedene Worte handelt, habe ich einfach durch das Vergleichen mehrerer Übersetzungen gewonnen, da hörten dann aber meine Möglichkeiten auch schon auf Finde ich also sehr sehr interessant was ihr da über den Begriff "Glossolalie" schreibt, könnt ihr mir sagen wie und wo ich das als Laie nachvollziehen kann? Nicht das ich euch keinen Glauben schenke, aber ich prüfe doch gerne alles selbst nochmal nach
      Hallo, meine Liebe.


      Ein einfaches Mittel, um das Vorkommen eines griechischen Wortes im Grundtext zu überprüfen, ist das Neue Testament Griechisch-Deutsch. Du bekommst es in 2 Versionen:
      Novum Testamentum Graece et Germanice, Deutsche Bibelgesellschaft
      (linke Seite Luthertext, rechte Seite griechischer Text)
      oder:
      Interlinear Übersetzung, Hänssler Verlag.
      (zweizeilig, oben Griechisch, darunter Deutsch. Im AT wird noch die Aussprache in einer 3. Zeile dazu gefügt. Zusammen 5 Bände ziemlich teuer)
      Im englischen Sprachbereich ist mir auch schon mal eine griechische Bibel über den Weg gelaufen, aber ich finde sie jetzt auf die Schnelle nicht wieder.

      Neben dem von Jakob empfohlenen Buch übers Zungenreden besitze ich noch weitere:
      Ralph Shallis, "Zungenreden aus biblischer Sicht", Telos-Buch, Verlag und Schriftenmission der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland.
      Gustav Tobler, Das Zungenreden, Advent Verlag, Zürich.
      John Sherrill, Sie sprechen in anderen Zungen, Verlag Johannes Fix, Schorndorf,
      Rene Noorbergen, Charisma of the Spirit, Pacigic Press Publishing (STA),

      William Richardson, Der Heilige Geist und die Zungenrede, Advent Verlag Lüneburg.
      Wolfgang Bühne, Spiel mit den Feuer, CLV-Verlag, Bielefeld.
      Das letzte Buch stammt von einem Darbysten. Das macht es besonders interessant, denn Pfingstler haben eine Reihe von Ansichten von den Darbysten übernommen. Aber W.Bühne (ich kenne ihn persönlich) hält sich eisern am biblischen Text.

      dieGlückliche schrieb:

      Sind es jetzt also doch zwei verschiedene Begriffe "Glossolalie" und "Xenoglossie" . Gibt es denn im Urtext dafür die gleichen oder unterschiedliche Begriffe?
      Die "Xenoglossie ist wohl eine pfingstlerische Wortschöpfung, damit man die Glossolalie in zwei unterschiedliche Begriffe aufspalten kann. Dies ist aber menschlich, in der Bibel gibt es nur einen Begriff. Dem darf man, wenn man nichts in die Bibel hinein interpretieren will, nicht mit zwei Bedeutungen überfrachten. Davon steht ja auch nichts bei Paulus.
      Auch der Text in Wikli scheint mir von einem Pfingstler oder Charismatiker verfasst worden zu sein.

      Bei allem Suchen nach der exakten Bedeutung darf man auch nicht vergessen, dass es das Zungenreden als ein Lallen von unzusammenhängenden Silben, wie ich es bei Pfingstlern mehrfach erlebte, nicht nur in christlichen Kreisen vorkam und vor kommt. Damals sprachen aus die heidnischen Orakel in dieser "Sprache", heute kommt dieses "Sprechen" bei Schamanen, aber auch bei moslemischen Derwischen vor. Es ist von seinem Ursprung her überhaupt nicht christlich-biblisch.

      Ich bin mir nach meinen Jahrzehnte langen eigenen Erfahrungen und nach dem Studium der einschlägigen Literatur so gut wie sicher, dass das heutige lallende Zungenreden unter den Oberbegriff aus Matth. 24:24 fällt. Hinzu kommt noch, dass in den Anfangstagen der Advent-Bewegung das heutige Zungenreden auch schon auf trat. Damals schrieb Ellen White darüber, dass es sich um eine Sprache handele, die weder von Gott noch von Menschen verstanden würde. Sie wandte sich entschieden gegen diese Form der Frömmigkeit.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Verbreitung der "Zungenrede"

      Hallo Klaus P.


      Die Zungenrede kam seit Ende des 19. Jahrhunderts fast nur bei Pfingstlern aller Couleur vor. Ja, man machte sogar die Echtheit einer Bekehrung daran fest, dass der Betreffende in "Zungen" reden konnte. Das galt als Beweis für die Salbung mit dem Heiligen Geist (gilt weit verbreitet auch heute noch so).

      Nun läuft die alte Pfingstbewegung allmählich in ruhigeren Bahnen. Sie haben sogar ein eigenes NT heraus gegeben, das Mühlheimer NT.. Die Pfingst-"Bewegung" von damals (sie hat sich mehrfach gespalten), ist mehr und mehr freikirchlich geworden.

      Doch dann kam aus den USA das neue Feuer, das vom Himmel fällt (Offb. 13:13).
      Es war die Charismatische Bewegung. Es ist eine Art von Neo-Pfingstbewegung, vermischt mit spiritistischen und esoterischen Elementen. Erklärtes Ziel ist es, keine neuen Gemeinden zu gründen, sondern bestehende zu unterwandern und in ihrem Sinn um zu wandeln. Deshalb versuchen sie, in möglichst vielen Kirchen und Gemeinden Fuß zu fassen. Und dort praktizieren sie auch das Zungenreden. Es gibt also evangelische, katholische und freikirchliche Charismatiker. Und unter ihnen triffst Du überall das "Zungenreden" an. Deshalb kann eine Gemeinde nicht wachsam genug gegen diese heimtückische Art von Unterwanderungspolitik sein.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • @benSalomo

      Ein einfaches Mittel, um das Vorkommen eines griechischen Wortes im Grundtext zu überprüfen, ist das Neue Testament Griechisch-Deutsch. Du bekommst es in 2 Versionen:
      Novum Testamentum Graece et Germanice, Deutsche Bibelgesellschaft
      (linke Seite Luthertext, rechte Seite griechischer Text)
      oder:
      Interlinear Übersetzung, Hänssler Verlag.
      (zweizeilig, oben Griechisch, darunter Deutsch. Im AT wird noch die Aussprache in einer 3. Zeile dazu gefügt. Zusammen 5 Bände ziemlich teuer)
      Im englischen Sprachbereich ist mir auch schon mal eine griechische Bibel über den Weg gelaufen, aber ich finde sie jetzt auf die Schnelle nicht wieder.

      Falls ich dich richtig verstehe, und dies die anderen interessieren sollte, benutze ich ein kostenloses Programm namens "Interlinear Scripture Analyser". Hier findest du hebräisch, aramäisch und griechisch, zusammen mit der englischen Übersetzung. Im Programm lassen sich die Worte und Phrasen nach Strong und Konkordanz auffinden, nach Wortwurzel oder Bedeutungsverleihung.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Es gibt eine falsche Art der Zungenrede, 15. Juli
      Wenn ihr in Zungen redet und nicht mit deutlichen Worten, wie kann man wissen, was gemeint ist? Ihr werdet in den Wind reden. Es gibt so viele Arten von Sprache in der Welt ... Wenn ich nun die Bedeutung der Sprache nicht kenne, werde ich den nicht verstehen, der redet. 1.Korinther 14,9-11. {WHG 203.1}
      Prediger, die in Wort und Lehre wirken, sollten ihre Aufgabe sorgfältig erfüllen und die Wahrheit unverfälscht, einfach und schlicht verkündigen. Ihnen ist es anvertraut, die Herde [Gottes] mit reiner, sorgfältig gesichteter Nahrung zu versorgen. {WHG 203.2}
      Es gibt umherwandernde Personen, die sich selbst als von Gott gesandte Prediger bezeichnen. Sie verkünden den Sabbat von Ort zu Ort, vermischen aber die Wahrheit mit Irrtümern und überschütten die Leute mit einer Unmenge sich widersprechender Anschauungen. Satan hat sie vorgeschoben, um dadurch bei klugen und empfindsamen Ungläubigen Missfallen hervorzurufen. {WHG 203.3}
      Manche von ihnen haben vieles über geistliche Gaben auszusagen und sind von ihnen besonders begeistert. Sie geben sich wilden, erregbaren Gefühlen hin und stoßen unverständliche Laute aus, die sie die Gabe der Zungenrede nennen. Manchen scheinen diese seltsamen Kundgebungen zu imponieren, doch ein sonderbarer Geist beherrscht diese Menschen. Sie würden [aber] jeden zum Schweigen bringen, der es wagen würde, sie deswegen zu tadeln. {WHG 203.4}
      Bei dieser Art der Verkündigung offenbart sich jedoch nicht der Geist Gottes. Diese Leute werden von einem anderen Geist geführt. Immerhin können sie bei gewissen Menschen erfolgreich sein. Dadurch wächst aber die Arbeit der von Gott gesandten Diener, die befähigt sind, den Sabbat und alle geistlichen Gaben vor dem Volk in das rechte Licht zu rücken. Ihr Einfluss und ihr Beispiel sind nachahmenswert. {WHG 203.5}

      Die Wahrheit sollte [stets] so verkündigt werden, dass sie denkende Menschen anspricht. Man hat von uns als Volk [Gottes] nicht die richtige Meinung, sondern hält uns für ärmlich, minderbegabt und rückständig. Wie wichtig ist deshalb für alle, die die Wahrheit lehren und an sie glauben, von deren heiligendem Einfluss so ergriffen zu sein, dass sie durch ihr konsequentes, edles Leben den Ungläubigen zeigen können, wie sehr sie über die sabbathaltenden Adventisten getäuscht wurden! Es ist notwendig, dass die Sache der Wahrheit von aller falschen, religiösen Begeisterung frei bleibt, damit die Wahrheit aus sich selbst zeugen und ihre Reinheit und ihren erhabenen Charakter offenbaren kann. Aus der Schatzkammer der Zeugnisse I, 147f. rev. {WHG 203.6}

      In unserer Welt gibt es ein großes Werk zu tun. Männer und Frauen sollen bekehrt werden, nicht durch die Gabe der Zungenrede oder das Wirken von Wundern, sondern durch die Predigt des gekreuzigten Christus. Warum sollen wir diese Bemühungen verzögern, um die Welt besser zu machen? Warum warten wir, ob etwas Wunderbares geschieht oder ein teurer Apparat [zur Verkündigung der Botschaft] aufgebaut wird? Wie unbedeutend auch dein Umfeld oder deine Arbeit sein mögen, wenn du in Übereinstimmung mit den Lehren des Erlösers arbeitest, wird er sich durch dich offenbaren, und dein Einfluss wird Menschen zu ihm ziehen. Er wird die Sanftmütigen und Geringen ehren, die aufrichtig für ihn arbeiten möchten. In allem, was wir tun, sei es im Geschäft, auf der Farm oder im Büro, sollten wir das Bemühen einbringen, Menschen zu retten. {WHG 204.2


      Meiner Meinung nach bildet die Zungenrede die Eintrittskarte für Spiritistische Verführung jeglicher Art.
      Nach der Zungenrede kommt das göttliche "Lachen" oder das trunken sein im Herrn.
      Es sind fließende Übergänge mit denen Satan alle täuscht. Leider gibt bzw. gab es auch Gemeinden in denen einzelne aufgestanden sind und in Zungen geredet hatten. Soetwas darf in der Gemeinde meiner Meinung nach nicht geduldet werden und hier ist dringend Wachsamkeit und Ordnung geboten.



      Hier nur zur Ansicht was aus Zungenrede alles gedeiht. Soetwas ist nicht göttlich oder im Sinne Gottes.
      Natürlich sind es weitere Stufen darüber aber genau das ermöglicht die Zungenrede wie sie die moderne Christenheit sieht.


      Auch hier sei gesagt dass ein paar Menschen in Zungen reden, nicht zu unterscheiden von den Menschen die ordentlich in Zungen reden wie in moderaten Pfingstgemeinden. Hier ist eben einfach keiner der wirklich differenzieren kann.

      Kenneth Hagin & Kenneth Copeland sind diener Satans, das ist meine Meinung. Das Problem dabei ist dass Millionen gerade diesen Verführern mit ihren Übernatürlichen Phänomenen aufsitzen. Seht euch das Video an, dort ist keiner mehr fähig in der Bibel zu lesen (hat da einer überhaupt eine dabei?).




      Die Zungenrede ist die "Geistsalbung" sie ist der Eintritt in diese Trance Traumwelt voller Spiritismus.

      Auch wo Zungenrede aktiv praktiziert wird gibt es immer ein Muster.
      1. Es rückt die Bibel in den Hintergrund da man ja den Geist hat (der ist aktueller) siehe in der Bewegung "Wort und Geist"
      2. Es wird immer laut und unordentlich gerufen, geschriehen wenn die Zungenrede in einer Ansprache mit integriert ist.

      Man kann Gott nicht mit Geschrei und nicht verständlichen Worten "gefallen". Anbetung ist von Ruhe und Würde geprägt.

      Es gibt diese Dinge ganz klar. Aber sie sind nicht von Gott. Sie sind purer Spiritismus
      Ich habe oft gesehen, daß solche alles vergeistigenden Ansichten alle Herrlichkeit des Himmels wegnehmen, und daß in vielen Gemütern der Thron Davids und die liebliche Gestalt Jesu in dem Feuer des Spiritismus aufgehen. Ich habe gesehen, daß manche, die in diesen Irrtum gefallen waren, zu dem Lichte der Wahrheit gebracht wurden; aber es wird fast unmöglich für sie sein, ganz von der trügerischen Macht des Spiritismus loszukommen. Solche sollten gründliche Arbeit tun, indem sie ihre Fehler bekennen und sie für immer lassen.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • Das ist ja krass. Meine Hände zittern immer noch, wo ich die Videos gesehen habe, besonders das erste. So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Aber ich danke euch alle sehr für eure Beiträge! Ich danke euch dafür, dass ihr alle wirklich versucht habt, nur mit der Bibel und nun abschließend auch mit Ellen White zu diskutieren. Ich finde es toll, dass wir dieses Thema ohne Anfeindungen oder ein "das ist aber so" besprechen konnten.
      Ich bin dank eurer Hilfe in Erkenntnis gewachsen und nun auch davon überzeugt, dass es sich bei dem biblischen Zungenreden um ein Sprachengebet handelt in einer weltlich, verständlichen Sprache, mit dem Ziel der Mission und der Erbauung der Gemeinde.
      Ich würde mir sehr wünschen, wir könnten auch andere Themen so klar herausarbeiten. Manche Beiträge in anderen Themen sind doch sehr lieblos und nach dem Motto "Wenn du das nicht erkennst, bist du selber Schuld". Ich bin wohl das beste Beispiel, wieviel man mit schlüssiger und vernünftiger Argumentation erreichen kann yeah2ewfef
      Damit will ich jetzt nicht das Thema schließen, aber für mich sind alle Unklarheiten beseitigt, ihr habt mich überzeugt winkexD13nei
    • Danke Baptist für die geposteten Videos!!

      Genau die wollte ich posten als ich begann den Thread zu lesen. Aber du hast es glücklicherweise übernommen. Ich denke darüber, dass das Zungenreden wenn es nicht verständliches gebrabbel oder so wie im ersten Video praktiziert wird okkult unter dem christlichen Deckmantel geschieht.

      Im übrigen stimme ich der Auslegung mit den Bibelstellen von Jakob dem suchenden überein.

      Jesus Christus selbst hat in seinem Evangelium gesagt:


      17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte.

      18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.

      19 Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

      20 Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

      21 Es
      werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich
      kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.


      Die faulen früchte sind meiner Meinung nach auch erkennbar wenn solches praktiziert wird.

      Im Übrigen sind das Dämonen die die Menschen so knechten und auf dem Boden winden lassen wie Würmer. Und die Menschen stellen sich unwissentlich in deren Machtbereich. Mich macht das traurig.
    • Weil Satan die biblische Zungenrede imitiert und die Menschen täuscht, heißt das noch lange nicht, dass sie an sich satanisch ist. Satan vermischt immer viel Wahrheit mit bisschen Lüge, sonst wäre sein Werk klar ersichtlich.

      Zungenreden wie auch andere Gaben des Geistes sind Früchte des Heiligen Geistes und diese absolut als dämonisch hinzustellen, ist Lästerung des HG.

      Satan will uns auch abhalten vom Erfülltsein des HG.


      Markus 16, 17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden
      Apg 19, 6 Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten.

      Zu erkennen, ob dämonisch oder nicht: Daran ob derjenige, der in Sprachen spricht in Trance ist oder nicht... Augen verdrehen, rumlallen, abwesend sein, auf dem Boden rollen, Tiere nachahmen = Nun ja, das ist eindeutig nicht der Geist Gottes!

      Im 1. Korinther 14 steht, dass die Geister den Propheten untertan sind. Es ist nicht die Rede von Besessenheit in dem Sinne, dass der Gläubige dann keine Kontrolle, fremdgesteuert oder so ist.
      Daran sind die Geister zu prüfen

      1. Johannes 4,1-3 Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt
      ---> bezieht sich auch auf die Lehre, die jmd vertritt.. Wenn jemand den Sohn leugnet, so hat er den Vater nicht!

      Prüfet alles und das Gute behaltet. Seid wachsam!

      Schalom und Segen in Fülle!
      Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.
      Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt der bleibt in Gott und Gott in ihm
      1. Johannes 4, 16