Wahrheit

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Wahrheit beruht allein auf der Wirklichkeit (sei sie vergangen, gegenwärtig oder zukünftig) und der Transzendenz Gottes. Sie umfasst Wirken, Sein, Denken, Sprache, Handeln, Motiv, Leben sowie ihre Beziehungen zueinander (Kontext), weswegen ihr paradoxerweise eine absolute und eine relative Komponente innewohnt, um trotz der Konstanz nicht deterministisch zu sein. Aus religiöser Sicht ist dadurch die Freiheit zur Liebe und Sünde geschaffen. Aus philosophischer Sicht entzieht sich die Wahrheit dadurch einer umfassenden letztgültigen Erkenntnis, Logik und Ethik. Somit ist Wahrheit losgelöst von jeglicher Norm, Gesellschaft, Kultur, Tradition, Weltanschauung, Zeit oder Raum. Sie lässt sich weder vereinnahmen (Lüge), noch korrumpieren (Falschheit), noch beschränken (Irrtum), noch verleugnen (Ignoranz). Obwohl sie also DIE Objektivität par excellence ist und demnach DAS vollkommene Ideal darstellt bzw. als DER alleingültige Maßstab für alles dient, kann der Mensch sich ihr dennoch nur subjektiv annähern.

(Das gilt erst recht für den Diskurs zwischen Naturwissenschaft und Offenbarung, zwischen Evolutionisten und Kreationisten, der zwar von beiden Seiten vehement mit dem ANSPRUCH auf Wahrheit geführt wird, sich in WIRKLICHKEIT aber vielfach als ideologisch bzw. dogmatisch entpuppt.)

Exkurs
Paulus schreibt in 1 Ko 13,8-10.12 daher zurecht, dass die Erkenntnis, Sprachen, Prophezeiungen nur Stückwerk sind und wir daher nur undeutlich erkennen.
Auch philosophisch lässt sich Wahrheit nur schwer definieren.

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