Warum Matthäus 16,18 nicht als Grund für das Papstamt gelten kann! - Teil 1/2

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  • Norbert Chmelar schrieb:

    In einem 3seitigem Brief des Hope Bibelstudien-Instituts auf meine Frage nach Matthäus 16,18 als theologisch-biblische Grundlage für das Papstamt erhielt ich eine ausführliche Stellungnahme, die ich hier in Auszügen mitteilen will:
    1. Man kann nicht nachweisen, dass Petrus irgendeine Vollmacht auf einen Nachfolger (angeblich Linus) in Rom übertragen hat.
    2. Petrus selbst war nicht der Führer der urchristlichen Gemeinde, sondern Jakobus. ...
    3. In den Aufzählungen der von Gott eingesetzten Ämter in der neutestamentlichen Gemeinde fehlt das Amt des Papstes (1.Kor.12,28-30; Eph.4,11). Als erstes hat Gott in der Gemeinde Apostel eingesetzt (keinen Papst). Das höchste Amt in der neutestamentlichen Gemeinde ist also laut Bibel das Apostelamt und nicht das Papsttum.
    4. Das Neue Testament spricht von keinem Nachfolger des Petrus, obwohl das letzte Buch der Bibel (die Offenbarung) um 100 n.Chr. geschrieben wurde, als der Apostel Petrus schon lange tot war.
    5. Von 62 berühmten und großen Kirchenvätern und Kirchenlehrern der katholischen Kirche teilten nur 17 die Meinung, dass Petrus der Fels sei. Die anderen bezogen Mt.16,13-19 nicht auf Petrus, sondern auf Christus: Jesus sei der Fels oder auch der Glaube an ihn.
    6. ... Augustinus hat sich zweimal zu Mt.16,18 geäußert...(Augustinus wörtlich: "ich will sie bauen auf mich und nicht auf dich" - Joannem tractatus 124,5, in Migne, PL 35: 1973 und in Retractiones I.21,2, in Corpus scriptorum ecclesiasti carum latinorum, CSEL, XXXVI,98).
    7. LEO I., Bischof von Rom (445 n.Chr. !) war der erste, der behauptete, er sei der Nachfolger des Petrus und habe deshalb die Autorität über die Christenheit und den Schlüssel zum Himmel.
    8. Erst 533 n.Chr. wird der Papst vom oströmischen Kaiser zum Haupt aller Kirchen ernannt (Corpus Juris Civilis, Paul Krüger, Weidmann, Berlin 1915-28, Buch 1 Titel 1,8).
    9. Die Kirchengeschichte zeigt, dass es keine lückenlose Sukzession der Päpste gab...
    10. Viele Theologen sind auch heute der Überzeugung, dass nicht Petrus der Fels ist, auf dem die Gemeinde aufgebaut ist, sondern sein Bekenntnis "Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!" .... Im ganzen Neuen Testament wird immer wieder gesagt, dass Christus der Fels, das Fundament oder der Eckstein ist (z.B. 1.Petr.2,6.7; Eph.2,19-22; 1.Kor.10,4; 1.Kor.3,11
    Ende Teil 1
    Bald folgt Teil 2...

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