Die 2. Engelsbotschaft (NEU)

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  • Die Botschaft des zweiten Engels:

    Über die Botschaft des zweiten Engels ist in der Offenbarung 14,8 folgendes zu lesen:
    „Und ein anderer, zweiter Engel folgte und sprach: Gefallen, gefallen ist das große Babylon, das mit dem Wein seiner leidenschaftlichen Unzucht / Hurerei alle Nationen getränkt hat.“

    Man könnte die Frage stellen, warum hier nicht statt Babylon „Medo-Persien“ oder „Griechenland ist gefallen“ steht. Sie waren doch zur Zeit der Offenbarung auch bereits gefallen?

    Allein das Wort „Babylon“, wie auch die Betonung „dieGroße“, drücken etwas Geheimnisvolles aus. Dieses Geheimnis zu enträtseln hat den Menschen schon viel Mühe bereitet, und die Ergebnisse waren nicht immer gleich.

    Um von einem „gefallenen Babylon “reden zu können, ist es notwendig vorerst von einem „bestehenden Babylon“ auszugehen. Ein babylonisches Reich, dasspäter fiel, ist in der Bibel zweimal zu finden:

    Zum ersten Mal finden wir Babylon nach der Sintflut als die ganze Menschheit noch eine einzige Sprache hatte. Um später nicht über die ganze Erde zerstreut zu werden, bauten die damaligen Erdenbewohner zusammen unter der Führung von Nimrod, einem Diktator, der sich selbst zu einem Gott erhoben hatte, eine Stadt mit einem großen Turm in der Mitte. Dieses imposante Bauwerk war gleichzeitig eine spöttische Herausforderung Gottes, das die Größe und Macht der Menschen zeigen sollte, die sich in dieser großen Menge stärker fühlten als Gott. Der Hochmut und die Gesetzlosigkeit dieser Stadtbewohner nahmen dermaßen überhand, dass Gott eingreifen musste, in dem er ihre Sprache verwirrte. Gott rieb die Menschen dadurch auseinander, weil sie sich nichtmehr verstehen konnten und durch die Missverständnisse gezwungen, verließen sie die Stadt, die dann verwüstet wurde und schließlich ganz zerfiel.

    „Daher gab man der Stadt den Namen Babel (d.h.Verwirrung); denn dort hat der Herr die Sprache der ganzen Erdbevölkerung verwirrt und sie von dort über die ganze Erde zerstreut.“ 1.Mose11,9 Menge

    Man darf auf keinen Fall unter dieser Verwirrung eine Verdummung der Menschen verstehen. Alle blieben in ihrem Denken normal, obwohl Richtiges falsch verstanden wurde. Verlangte einer z.B. einen Hammer, bekam er vielleicht einen Ziegel; wollte einer Wasser, dachte vielleicht ein anderer, er beschimpfe ihn, usw.

    Dieses Phänomen, übertragen auf den Begriff „Babylon“, bedeutet den Zustand, in dem die Menschen unter der Leitung eines modernen „Nimrod“, von ihrem stolzen Ego überzeugt, meinen sie handeln richtig, obwohl sie in Wirklichkeit falsch liegen. Als Folge solchen Handelns kommt es letztendlich zum bitteren Fall.

    Zum zweiten Mal finden wir Babylon in der Geschichte etwa Tausend Jahre später. Das fünfte Kapitel im Buch Daniel informiert darüber, wie und warum die prächtige Stadt Babylon für immer gefallen ist. Dort ist zu lesen, dass sich in einem der vielen großartigen Paläste, voll von Standbildern der verschiedenen Götter, die oberste Schicht des Reiches versammelte. In den Versen 1- 4 (Elb), steht folgendes geschrieben:

    "Der König Belsazar machte seinen tausend Gewaltigen ein großes Mahl, und vor den Tausend tranker Wein. Belsazar befahl unter dem Einfluss des Weins, die goldenen und die silbernen Gefäße herbei zu bringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem weg genommen hatte, damit der König und seine Gewaltigen, seine Frauen und seine Nebenfrauen daraus tränken. Da brachte man die goldenen Gefäße, die man aus dem Tempel des Hauses Gottes in Jerusalem weg genommen hatte; und der König und seine Gewaltigen, seine Frauen und seine Nebenfrauen tranken daraus. Sie tranken Wein und rühmten die Götter aus Gold und Silber, aus Bronze, Eisen, Holz und Stein.“ (Elb.)

    Was hier geschah, war eine Vermischung zweier Religionen – Götzenanbetung undw ahre Gottesverehrung. Gefäße, die dem Dienst des wahren Gottes geweiht waren, dienten jetzt der Huldigung vieler Götzen. Da Gott den Götzendienst im ersten und zweiten Gebot des Sittendekalogs streng verboten hatte, war die Benutzung des gottgeweihten Geschirrs zu dieser Orgie eine spöttische Herausforderung Gottes – eine Gotteslästerung. Er sagte doch: „Du wirst („sollst“ - ist falsch) keine anderen Götter neben mir haben!“ (2 Mo 20,3)

    Die Babylonier wussten gut Bescheid, dass dies eine Lästerung Gottes war. Der König Nebukadnezar hatte sie darüber sehr gut belehrt. Im Buch Daniel 3,29 steht geschrieben: „So sei nun dies mein Gebot: Wer unter allen Völkern und Leuten aus so vielen verschiedenen Sprachen den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos lästert, der soll in Stücke gehauen und sein Haus zu einem Schutthaufen gemacht werden. Denn es gibt keinen andern Gott als den, der so erretten kann.“ Weiter heißt es:

    König Nebukadnezar allen Völkern, Leuten aus so vielen verschiedenen Sprachen auf der ganzen Erde: Viel Friede zuvor! Es gefällt mir, die Zeichen und Wunder zu verkünden, die Gott der Höchste an mir getan hat. Denn seine Zeichen sind groß, und seine Wunder sind mächtig, und sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft währet für und für.“ (Daniel 3,31-33; eventuell 4,1-3)

    Wegen dieser Warnung vor Gotteslästerung war das, was während des götzendienerischen Gastmahls Belsazars geschah, keine Willkür Gottes sondern eine berechtigte Folge.

    „In dem selben Augenblick kamen Finger einer Menschenhand hervor und schrieben dem Leuchter gegenüber auf den Kalk der Wand des königlichen Palastes; und der König sah die Hand, die schrieb
    ...Und dies ist die Schrift, die geschrieben wurde: Mene, mene, tekel upharsin. Dies ist die Deutung des Wortes:
    Mene- Gott hat dein Königtum gezählt und macht ihm ein Ende. Tekel - du bist auf der Waage gewogen und zu leicht befunden worden. Peres - dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben. In der selben Nacht wurde Belsazar, der chaldäische König, getötet. “
    Dan5,5.25-30Elb

    Das damals herrliche Babylon ist für immer gefallen, weil es sich erlaubte, die von Gott verordnete Form der Anbetung mit heidnischem Brauch zu vermischen. Überträgt man dieses Prinzip auf „das gefallene Babylon“ der Offenbarung, dann sind darunter auch heute Menschen zu verstehen, welche die ursprünglich reine biblische Religion mit fremden götzendienerischen Elementen anderer Religionen vermischen; d.h. sie vermischen einen Gottesdienst für den wahren Gott mit Elementen des Baalsdienstes oder mit Verehrungsformen anderer Götter. Der Engel bezeichnet dies als Hurerei, denn eine Hure hat ein Verhältnis mit mindestens zwei Männern. Deshalb sagte der Engel: „Gefallen, gefallen ist das große Babylon, das mit dem Wein seiner leidenschaftlichen Unzucht / Hurerei alle Nationen getränkt hat.“

    Da die Frau ein Symbol für die Gemeinde darstellt, ist eine Hure ein Symbol für eine untreue Gemeinde, die neben Gott, dem Allmächtigen, auch noch einem fremden Gott huldigt, der sich mit verschiedenen Feiertagen, Bräuchen, Sitten und Symbolen verehren lässt.

    Es ist bemerkenswert, dass sowohl im obigen Fall Babylons wie auch in der Aussage des zweiten Engels der Wein erwähnt wird, wobei zu beachten ist, dass der Wein beim Abendmahl ein Symbol für die Erlösung darstellt. Deshalb wird der Wein, den die Hure anbietet, ein Symbol einer falschen und trügerischen Erlösung bedeuten. Dieser gepanschte Wein schmeckt besonders gut, denn wie es heißt, tranken ihn alle Nationen.

    Ein gutes Beispiel dafür sind die so gern gefeierten Tage wie Weihnachten und anschließend Sylvester, die eine Vermischung der Geburt des Sonnengottes mit
    der Geburt Jesu darstellen; oder die Festtage zu Ostern, die eine Vermischung des Kultes der heidnischen Göttin bzw. Himmelskönigin Astarte / Ostera (der Erotik) mit dem Passahfest sind. Nicht nur in diesen Fällen ist der vom Wein ausgelöste Taumel jedes Jahr auf Schritt und Tritt zu beobachten und versucht sich allen Menschen aufzudrängen. Auch der Sonntag, „Tag der Sonne“ wird als Tag der Auferstehung des Herrn Jesus gefeiert; also auch eine Vermischung des Heidnischen mit des Biblischen. So auch das Kreuz - ein Symbol des Sonnengottes, wurde zum meist verbreiteten Symbol der Christen.

    Die Aufgabe der zweiten Engelsbotschaft ist das Aufdecken und Warnen vor verführerischen fremden Bräuchen und Sitten, in denen der Sonnenkult – der Satanskult – die Hauptrolle spielt. Da diese Gebräuche in ein christliches Gewand gekleidet wurden, konnten sie sich allmählich unbemerkt sogar in die einst reinen Gemeinden Jesu einschleichen und breit machen.

    Der zweite Engel bringt eine ernste Warnung vor falscher Verehrung und Anbetung Gottes. Die gewissenhaften Gläubigen, die diese Botschaft erreicht, vollziehen in ihrem Leben eine völlige Absonderung von den götzendienerischen Praktiken des gefallenen Babylons.

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Kommentare 1

  • Norbert Chmelar -

    Warum wird nicht-wie sonst bei Adventisten üblich- gesagt, dass es sich bei der "HURE BABYLON" um die "RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE" handelt? Außerdem war bei den Aposteln Johannes und Petrus (siehe 1.Petrus 5,13) "Babylon" als Code-Name für "Rom" in Gebrauch! (Siehe Anm.a der GNB zu 1.Pet.5,13 auf S.312 + Sacherklärung >>Babylon<< auf S.354!) Daher ergibt sich aus Offb.17,5+6 wer mit der Hure Babylon gemeint ist: "Babylon = bab-ilani = Pforte der Götter[ein Hinweis auf den Götzendienst-siehe NISB S.2101], die Große, die Mutter der Huren(=abgefallene Kirchen) und der Gräuel der Erde. Und ich sah die Frau(=die Hure=abgefallene Kirche)berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu(=50 Millionen Opfer der päpstlichen Willkür im Mitttelalter von 538-1798!)" ==> Babylon hat - wie so oft in der Prophetie eine doppelte Bedeutung: a) das heidnische Rom (Mehr Götterglaube im Olymp) bis 476 n.Chr. +b) das päpstliche Rom (538 n.Chr - 1798 + seit 1929)