Artikel von „Seele1986“ 16

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  • 6
    Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da
    scheide zwischen den Wassern.

    Begann Gott am ersten Tage die
    Zeit mit ihrem Wandel einzurichten, so beginnt er nun, den Raum
    einzurichten und befiehlt ein Firmament zwischen Erde und Sphären
    bzw. macht zwei Reiche, trennt das Geistliche und das Leibliche: Der
    Himmel ist der Himmel des HERRN; aber die Erde hat er den
    Menschenkindern gegeben. (Ps 115,16)
    .


    7
    Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von
    dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.

    Hier spricht Gott nicht bloß,
    sodass es wird, sondern er spricht und arbeitet damit. In den alten
    Zeiten dachte man die Welt als ein Fundament, über das eine Kuppel
    gestellt ist, welche das Weltreich und das Gottesreich trennt.

    8
    Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der
    zweite Tag.

    Auch hier benennt Gott sein Werk;
    als „Himmel“, zu dem das Geschöpf emporschaut, sich selbst unter
    diesem Zelt ausgeliefert findet und den Schöpfer

  • DAS ERSTE BUCH MOSE (GENESIS)
    1,1
    Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

    Hier haben wir ein allgemeines
    Wort, das wie ein Grundsatz die Schrift eröffnen soll: dass Gott
    alle Dinge gemacht hat, die Himmelssphären und die Erde und alles
    auf ihr. Es wird nicht philosophiert über den Ursprung der Dinge,
    wie es die Heiden tun, sondern Gott wird als Schöpfer aller Dinge
    angenommen und als Ewiger verehrt, wie Mose im Psalm betet: Ehe
    denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschafften wurden,
    bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Ps 90,2)


    Davon geht der Gläubige aus. Die
    modernen Debatten, die Theologie gegen Wissenschaft und Wissenschaft
    gegen Theologie führen, gehen uns Christen nichts an, wie Gott den
    Hiob mahnt: Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sage mir`s,
    wenn du so klug bist! (Hiob 38,4ff)
    .

    Gott wird im Pluralis
    majestatis
    als Elohim (das ist: Götter oder
    Gottheit) genannt, was für uns Christen den Dreieinigen Gott
    schon andeutet. Wir sehen aber, wie sich auch im
  • Immer mal wieder ist es Thema, was eigentlich Sinn und Aufgabe der Kirche sei, was sie zu tun und zu lassen habe, was sie zu befehlen und zu unterbinden habe, bzw. was Pflicht und Aufgabe des einzelnen Mitglieds sei.
    Hier sind sowohl konfessionell wie auch persönlich die Ansichten sehr unterschiedlich, was bestenfalls einen bereichernden Austausch fördern kann.
    Will man- so meine ich- das Naturell einer Sache fassen, ohne konfessionell und kulturell bedingte Grenzen, so muss man es möglichst niedrig und möglichst allgemein halten.

    Was ist die Kirche? Die Bibel gibt uns zahlreiche Begriffe dazu: Gemeinschaft der Heiligen; Versammlung der Gläubigen; Kinder Gottes; Gläubige in Christus; Teilhaber; Verständige usw. Gemeint ist hier natürlich kein institutionelles Gebäude, sondern ein geistliches Ideal.
    Ideale können (von menschlicher Seite her) niemals Tatsachenbestände sein, sondern immer nur Zu- und Aufrufe. Der Mensch, als fehlerhaftes Wesen, scheitert stets an dem Anspruch eines
  • Für Laetizia!


    Nalelis Wesen war nicht beisammen, wie bei anderen Menschen in der Regel! Ihr Wesen lag verteilt auf lauter Augenblicken, in denen sie versuchte, wieder vor den Moment zu gelangen, in dem ihr Wesen zersprengt wurde; als sie noch ein ganzer Mensch war.

    In solchen Augenblicken wollte sie sich wieder zum ganzen Menschen machen lassen, indem sie sich von ganzen Menschen lieben ließ. Was sie nicht begriff, war, dass es vielleicht ganze Menschen waren, von denen sie Liebe suchte, dass diese aber nicht ihren ganzen Menschen liebten, und dass sie auch nicht ganz liebten.

    Wie sollte sie das auch verstehen, hatte jener Moment damals doch von ihr gefordert, sich zu zerteilen! Das Mädchen, das sie war, musste sie begraben, der Moment wollte sie nur als gehorsame Leiche. Was tut man dann? Man lernt, diesen Moment zu lieben, man lernt, den zu lieben, der diesen Moment erschaffen hat! Irgendwo zwischen dem Mädchen und der Leiche war die Seele, und diese suchte Naleli zu erhalten.…
  • Mein Herr, mein Herr, wo führst du hin,
    wenn ich auf harten Pfaden bin?
    Du machst sie mir zum festen Grund,
    und ein Schritt tut´s dem nächsten kund:
    "Weiter, weiter, hoch hinauf!", ich sterb´ zwar jetzt,
    doch leb´ ich auf,
    wenn ich an der Spitze bin,
    ergibt das Ganze einen Sinn.
    Jetzt sind´s nur Stücke, die ich sehe,
    jetzt sind´s nur Schritte, die ich gehe.
    Doch werd ich einmal oben sein,
    wenn ich jeden Schritt gegangen bin,
    und sehe alle Stücke drin,
    weiß ich, Herr, da führst du hin!
  • Bei manchen ist es der Geist: Wenn man nichts mehr erinnert, bleibt nur noch das, was Gott von einem weiß. So liefert Er das Geschöpf seinen Händen aus.

    Bei manchen ist es das Herz: Wenn es schwächer wird, erkennt man, dass man sich nicht selbst belebt hat, sondern das jeder Atemzug geschenkt ist.

    Bei allen aber sind es die Knochen: Wenn der Rücken sich beugt, zwingt der Herr zum Verneigen.

    Er ist Beginner und Vollender aller Dinge! Das dürfen wir glauben und verbeugen uns deshalb gern.
  • Die kleine Robin saß auf dem Stuhl im Wartezimmer und blickte ziellos umher, während ihr Oberkörper unruhig vor und zurück schwankte und sie ihre zarten Finger wie Zangen in den stählernen Rahmen ihres Sitzes presste, bis ihre Kuppen fast taub wurden. Es war so unglaublich langweilig, diese Warterei. Sie wusste, dass man da drinnen über sie sprach, eben wegen dieser Unruhe. Die Förderpersonen hatten einen Namen dafür: AD... ach sie wusste es nicht mehr. Ihre Gedanken drehten sich, als würde einer den anderen verfolgen, um ihn schließlich abzuschalten. Irgendwo hatte sie mal aufgeschnappt, dass die Förderpersonen früher Lehrer geheißen hatten, aber das war schon lange her. Lehrer... komisches Wort! Robin wusste nicht, was Lehren bedeutet, sie hatte nur mal davon gelesen. Sie kannte nur Fördern, das hatten sie ihr in den Förderungsgrundkursen eingetrichtert, bis sie keinen klaren Gedanken mehr hatte fassen können. Diese verdammte Unruhe in ihrem Innenraum!! Irgendetwas schien gegen…
  • Was ist evangelisch?




    Was würden sie wohl sagen, würden sie heute leben, die großen Reformatoren, die teilweise sogar mit ihrem Leben für ein Buch und eine Wahrheit bezahlt haben?
    Die Kirche ist eingeschlafen und hat ihr Profil verloren. Es scheint geradezu ein "Markenzeichen" zu sein, dass sich unzählige Gemeinschaften, Freikirchen und Denominationen herausentwickeln, die sich allesamt evangelisch (oder vielleicht noch evangelikal) nennen, ohne, dass hinterfragt wird, was dieser Begriff in seinen Anfängen eigentlich bedeutete bzw. bedeuten sollte.

    Die Bibel warnte die Gemeinde bereits: Ich kenne deine Werke; dass du weder kalt noch heiß bist. Wenn du doch kalt oder heiß wärest! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. (Offenbarung 3,15.16)

    Doch was ist eigentlich evangelisch im ursprünglichen Sinn? Der Reformator Martin Luther hat es wahrscheinlich am besten zusammengefasst:

    Die vier soli:
    sola gratia (allein durch Gnade)
  • Ich stehe in der Mitte eines Gartens

    Sehe Blätter kreisen

    Die aus dem Herzen dieser Wildnis

    In eine bess´re Ferne reisen.

    Durch den Wirbel wie gefesselt

    Tanzen sie noch eine Runde

    Schweben mit der letzten Böe

    Über eine alte Wunde.

    Es war ein Garten, so wie dieser,

    Angelegt durch einen Herrn,

    Wo die Blätter kreisen lernten,

    In die Ruhe drang ein Lärm.

    In die Zeit drang das Bedauern,

    In die Ewigkeit der Tod,

    In dem Kleid entstanden Risse,

    Und in der Herrlichkeit die Not.

    Es wird ein Garten, so wie dieser,

    Neu gemacht durch einen Herrn,

    Wo selbst Blätter Wurzeln schlagen,

    Und in der Ruhe stört kein Lärm.

    In das Bedauern dringt die Zeit dann,

    In den Tod die Ewigkeit,

    In der Not entstehen Risse,

    Und in dem Kleide Herrlichkeit.
  • Mein Kopf ist voller Worte,
    zu schön, um sie zu beschreiben,
    doch sie wollen raus ins Leben,
    lassen Finger über Tasten gleiten,
    vermählen Lettern mit Gedanken,
    erobern einen tiefen Sinn,
    weisen Leere in die Schranken,
    geben sich dem Wahren hin.

    Sie füllen Schweigen, malen Bilder,
    sprech ich sie auch gar nicht aus,
    suchen Raum in Atmosphäre
    und liefern sich der Antwort aus.

    Sinds auch nur Worte unter Worten,
    gedacht zu sein, ist ihr Bestreben,
    als die Sprache eines Herzens,
    die Resonanz von Innenleben.