Artikel von „Bemo“ 6

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  • Der im Markusevangelium omnipräsente "Sohn des Menschen" und "Sohn Gottes" stellt fest, dass er der Herr des Sabbats ist, indem er sagt:

    "Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen." (Elberfelder, Mk 2,27)

    Dieser Ausspruch bleibt nicht ohne Grund dem Hörer und Leser gut im Gedächnis. Die nur wenigen Worte, die strukturiert - ja fast schon rhythmisch - aneinander gereiht sind, prägen sich ein wie eine Melodie. Im griechischen Original erscheint dieser kurze, eindringliche Chiasmus noch deutlicher:

    A το σαββατον (Der Sabbat)

    B δια τονανθρωπον (wegen des Menschen)

    X εγενετο (geworden ist)

    B' ουχ ο ανθρωπος δια (und nicht des Menschen wegen)

    A' το σαββατον (der Sabbat)


    Die drei Schlüsselworte lauten hier: Der Sabbat, der Mensch und das "Werden".
    1. Der Sabbat
    Nicht nur der Artikel το macht klar, dass es sich hier um den Sabbat aus 2. Mose 20,8-11 handelt, sondern auch der literarische Kontext. Dem Autor geht es in seiner…
  • Psalm 24,3-5
    3 Wer darf hinaufsteigen auf den Berg des HERRN und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
    4 Der unschuldige Hände und ein reines Herz hat, der seine Seele nicht auf Falsches richtet und nicht schwört zum Betrug.
    5 Er wird Segen empfangen vom HERRN und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.

    Psalm 51,11-13
    11 Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge alle meine Schuld!
    12 Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist!
    13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner Heiligkeit nimm nicht von mir!

    Psalm 73,1
    1 Fürwahr, Gott ist Israel gut, denen, die reinen Herzens sind.

    Sprüche 22,11
    11 Wer Reinheit des Herzens liebt, wessen Lippen wohlgefällig reden, dessen Freund ist der König.

    Jeremia 4,14
    14 Wasche dein Herz rein von Bosheit, Jerusalem, damit du gerettet wirst! Wie lange sollen deine heillosen Pläne in deinem Innern schlummern?

    Matthäus 5,8
    8 Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott…
  • Wiedermal ein Buch aus der Auflösung einer Sammlung. Der Titel lautet:

    "Antwort auf 125 biblische Fragen - Arbeitsbuch für den biblischen Unterricht"

    Es scheint die 20. Auflage dieses 135seitigen Büchleins zu sein. Das Vorwort ist aus dem Jahre 1975 und erschienen ist diese Auflage in der Christlichen Verlagsgesellschaft, Dillenburg. Das ganze Buch zeichnet sich besonders durch seine Anschaulichkeit aus. Beinahe auf jeder Seite lassen sich Skizzen und Schemata finden, die ich wirklich sehr gut finde. Ich vermute, dieses Buch war seiner Zeit dabei weit voraus. Die Struktur und der Inhalt sind sehr leicht zugänglich, so dass man schnell die direkten und unklomplizierten Antworten der aufgeworfenen Fragen versteht. Ich werde in dieses Buch sicherlich häufiger hineinschauen, vorallem wegen der Illustrationen.

    Doch wie steht es um den Inhalt? Welche Theologie wird vertreten? Wie man schon am Verlag erkennen kann, stammt dieses Buch aus einen evangeliakalen, darbyistisch bzw.…
  • Frage 24: Was ist das Gesetz?
    Antwort: [...]Gott gab es uns, damit wir seinen Willen erkennen und unser Leben mit freien Willen nach seinem Wohlgefallen einrichten sollen.

    Das sehe ich auch so! Interessant ist hier der Gedanke des freien Willen. Der Autor geht damit schon in gewisserweise auf Distanz zu Calvin und ggf. Luther. In der zur Antwort passenden Illustration werden die Gesetzestafeln vom Sinai abgebildet. Diese Symbolik für das Gesetz oder die Gesetze wird durchweg beibehalten, indem immer wieder die Gesetzestafel schematisch dargestellt werden.

    Frage 25: Wozu hat Gott das Gesetz gegeben?
    Antwort: Gott hat das Gesetz gegeben, weil die Sünde in die Welt kam. Ohne das Gesetz hätte der Mensch die Sünde nicht erkannt. Jetzt aber kann er die Gefahr der Sünde sehen und erkennen, daß er aus eigener Kraft das Gesetz nicht erfüllen kann und Jesus Christus, den Erfüller des Gesetzes, nötig hat. Deshalb nennt die Bibel das Gesetz auch einen "Zuchtmeister auf Christus".

    Was "das…
  • Schaut man sich dieses deutsche Wort genau an, dann könnte man meinen, dass es sich hier um Adoption handelt: VerSOHNung - jemand wird zum Sohn gemacht. Auch wenn diese Deutung im erweiterten Sinn korrekt sein mag, so ist sie etymologisch - also von der Sprachherkunft - nicht korrekt. Versöhnung kommt nicht von "Sohn" sondern "Sühne".

    Schaut man sich die hebräische Wortbedeutung von "versöhnen" im Alten Testament an, dann merkt man auch hier sehr schnell, dass es sich dort ebenso um keine Adoption handelt. Die erste Bibelstelle, an der das Wort "versöhnen" auftaucht, findet man in 1. Mose 32,21 (ELB):

    Bibelstelle

    21 und [ihr] sollt sagen: "Siehe, dein Knecht Jakob ist selbst hinter uns." Denn er sagte sich: Ich will ihn versöhnen durch das Geschenk, das vor mir hergeht, danach erst will ich sein Gesicht sehen; vielleicht wird er mich annehmen.


    Dem Leser der Bibel wird hier das erste Mal erklärt (wenn er denn vorne anfängt die Bibel zu lesen), was…
  • Beim gemeinsamen Bibellesen im Hauskreis ist mir folgender, vermeintliche Widerspruch aufgefallen:

    (Offb. 2,9) Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut - du bist aber reich [...]

    "Du aber bist reich" - trotz Armut, trotz Bedrängnis. Diese Ermutigung und diesen Trost hat nur jemand nötig, der seinen Reichtum nicht erkennt. Der Engel möchte auf den eigenen Reichtum aufmerksam machen um den Blick von der Bedrängnis und der Armut zulenken.

    (Offb. 3,7) Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts!, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist, [...]

    "Du bist elend, bemitleidenswert, arm, blind und bloß" - obwohl man sich für reich hält. Diesen Tadel hat nur jemand nötig, der eine falsche Selbstwahrnehmung hegt und pflegt. Der Engel möchte auf die eigene Armut aufmerksam machen um den Blick vom eigenen, vermeintlichen Reichtum abzulenken.

    Wende ich Offb. 2,9 auf mich an, dann erkenne ich die Forderung: Schaue…